Euböa-Kanal Nordteil

Der kleine, schmucke Hafen von Limni gefällt uns, er schmiegt sich an den steilen Bergrücken und rund um den Hafen blüht der Oleander. Nach der langen Nacht wollen wir unsere Beine bewegen und machen uns auf dem Weg zum Dorfzentrum. Gioia freut sich auch, es gibt viel zu schnuppern. 

Nach dem Erkunden und Entdecken, gehts für die Siesta zurück zum Schiff. 

Am Abend müssen wir unser Missgeschick von heute Nacht noch genauer anschauen. Wir haben bei einer Wende die Genua am Achterliek aufgerissen. Das Segel hat in der oberen Saling angehängt und ist kaputt. Das Segel ist alt und eine Reparatur lohnt sich nicht, wir verschenken es 

an Herris und Vangelis von “Livaditis Boat Parking”.

Am nächsten Tag segeln wir weiter, vorne steht jetzt die kleine Fock, doch bei dem schwachen Wind läuft das Schiff nun nicht so schnell. Unseren nächsten Halt machen wir in Loutra Edipsou dem grössten Badeort Griechenlands mit Heilquellen. Julia und Ian aus Australien (auf der S/Y No fixed Address) sind auch hier, sie zeigen uns, wo das heisse Quellwasser in kleinen Wasserfällen ins Meer fliesst. Wir schmieren uns die zerriebene kalchige Erde ins Gesicht, ein verjüngendes Peeling! 

An einer Stelle direkt am Strand, sprudelt das Wasser an die Oberfläche es ist dampfend heiss und die Ablagerungen bilden ein Kunstwerk über welches das heisse Wasser ins Meer fliesst.

Die Heilquellen sind seit der Antike bekannt, sogar Herkules war hier um Stärke zu gewinnen. 

Am Morgen vor unserer Weiterfahrt haben wir vor den Felsen mit den Heilquellen geankert und die eindrücklichen roten Felsen und Wasserfälle nochmals bestaunt. 

Dann sind wir mit leichtem Wind weiter nordwärts, beim Badehalt am Nachmittag haben wir uns von den Australiern verabschiedet. Sie sind über Nacht am Anker dort geblieben. Hoffentlich begegnen wir den beiden nochmals auf ihrem Weg nach Australien! Wir haben uns bis nach Orei gegen Wind und Strömung durchgekämpft und kurz vor dem Dunkel werden am Pier festgemacht. Nun sind wir im nördlichsten Hafen auf der Insel Euböa angekommen. 

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Euböa-Kanal Südteil

Der Wind meint es gut mit uns, wir können die 25 Meilen an die Südspitze von Euböa segeln und   machen in der Stadt Karystos am Pier fest. Wir bleiben zwei Tage in der Stadt, danach segeln wir zur nahen Insel “Mégalo”, da gibts eine vom Nordwind geschützte Ankerbucht. Wir werden vom starken Wind überrascht, der aus der Meerenge zwischen Euböa und der Insel durchbläst, wir haben rechtzeitig gerefft so legt sich die Serenità schön auf die Seite und wir rauschen mit den 30 Knoten Wind, mit über 7 Knoten vorwärts. 

Wir ankern in der wunderschönen Bucht, doch die Fallwinde kommen über den Berg und es bläst so stark, dass wir erst nach 24 Std, also am nächsten Abend einen Ausflug mit dem Dinghi ans Ufer wagen. Hier könnte ich einige Tage verweilen so schön ist es. Nach zwei Nächten in der Bucht, gehts dann im “Kanal” von Euböa nordwärts. In zwei Etappen erreichen wir, nach der Durchfahrt unter der Autobahnbrücke, Chalkis. 

Euböa ist die sechstgrösste Insel im Mittelmeer, ist 160 Kilometer lang und schmiegt sich nahe ans Festland von Griechenland. In Chalkis ist Euböa nur 39 Meter vom Festland entfernt. In dieser schmalen Passage strömt das Wasser gesteuert vom Mond alle 6 Std. nordwärts, dann wieder südwärts. Nur bei Stromstillstand wird in der Nacht die Brücke für die Durchfahrt geöffnet. 

Wir bleiben vier Tage, weil immer starker Nordwind bläst, der eine Weiterfahrt nicht sinnvoll macht.

Da Yolanda und Peter aus Kreta und neue Bekannte aus Australien, Julia und Ian auch auf gutes Wetter warten sind die Tage abwechslungsreich. Wir erkunden zusammen die Venezianische Burg mit dem Museum und unser einheimischer Schiffsnachbar gibt uns sein Auto für eine Einkaufstour und lädt uns am Samstagnachmittag zum Essen in die Taverna bei der Brücke ein. Das war echt ein Erlebnis. 

Am Montagabend nach allen Formalitäten mit Hafenbehörde und Port-Polizei ankern wir vor der Brücke und warten auf den Funkspruch zur Brückendurchfahrt. Endlich um 02.45 öffnet die Brücke, das Wasser steht still, wir und viele andere Schiffe passieren die schmale Meerenge. 

Auch die alten Griechen haben über die starke Strömung hier gestaunt, und gerätselt, wieso das Wasser alle 6 Stunden, nördlich und dann wieder südlich strömt. 

Wir sind endlich durch und fahren im Dunkeln weiter bis wir am Morgen um 10 Uhr, nach einem schrecklichen Erlebnis in Limni ankommen. 

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Törn mit Kellers

Von Kea sind es nur 14 Meilen bis zur Festlandküste. Dort ankern wir in einer kleinen Bucht, oben thront der Poseidontempel, eine herrliche Kulisse und beschützt vom Gott der Meere, liegen wir ruhig am Anker. 

Dann gehts weiter nach Lavrion, wo wir auf Brigitte und Marco mit ihren Kindern warten. Sie haben ein Segelschiff gechartert und zusammen wollen wir zu einigen Kykladeninseln segeln. 

Nach der Schiffsübernahme, dem Grosseinkauf, der feinen Lasagne von Marina, gehts am nächsten Morgen los. Der Wind bringt uns südwärts zur Insel Kythnos, dort ankern wir an der Sandbarre welche die kleine Nachbarinsel verbindet. Ein spezieller Ort, eine heisse Quelle gibts noch dazu, so sind alle ganz glücklich. Blauer Himmel, glasklares Wasser, Temperatur 21 Grad, nur die Taverne hat geschlossen, so gibts Abendessen auf dem Schiff, “Deep Blue”, bei Kellers.

Der nächste Tag ist fast windstill, also mit Motor zur Insel Seriphos, in der Stadt Leivadion, finden wir für beide Schiffe einen Platz im Hafen. Nach dem Strandspaziergang fahren wir mit dem Bus die steile Strasse rauf zur Chora. Atemberaubend ist der Blick runter zum Meer, wir bleiben für das Nachtessen hier oben in der Chora und nehmen den letzten Bus zurück zum Hafen. Toll wie das alles so passt! 

Am nächsten Tag segeln und “dieseln” wir zur Insel Siphnos. An der Ostseite liegt die mittelalterliche Stadt Kastro, dort gibts einen kleine offene Bucht, in der wir die beiden Schiffe mit Anker und Landleinen sichern. Mit Schlauchboot fahren wir zum Ufer, dann umrunden wir die verschlafene Stadt auf den Mauerzinnen freiem mit dem  Blick aufs Meer und auf die Kirche auf dem Felsvorsprung. In der Taverne lassen wir uns nieder und werden freundlich mit feinen Sachen bedient. 

Am nächsten Morgen, nach einen unfreiwilligen Bad von Brigitte, legen wir ab, es geht nordwärts zur Insel Syros. In der Stadt Ermoupolis gibts viel zu sehen, Schmuck und Kleider, Souvenirs und Eisdielen, versteckte Gassen mit Tavernen. Den obligatorischen, steilen, beschwerlicher Weg zur orthodoxen Kirche auf den kleineren Hügel haben wir selbstverständlich auch gemacht! 

Ermoupolis hat immer noch etwas “Grossstadtflair”, obwohl es heute nicht mehr das Zentrum für Handel und Kultur ist. 

Am Donnerstag gehts rüber zur Insel Kea, dort verabschieden wir uns von Brigitte, Marco, Linda und Lars. Die gemeinsame Woche ist schnell fast vorbei. Wir haben wieder einige schöne Inseln von Griechenland besucht und hatten uns viel zu erzählen. Es ist so anders, wenn zwei so junge Menschen im Team sind, so musste ich noch das Spiel mit dem Kuhhandel lernen, Lars hat natürlich gewonnen und musste einsehen, dass ein Besuch beim “Jumbo” (der hat vor allem Spielsachen) unumgänglich ist. 

Wir sehen uns wieder im Juli am Geburtstag von Mama. 

 

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Nisis Kea, mit Ursula und Martin

Im Petalischen Golf liegt die felsige, zerklüftete Insel Kea, wir fahren in die weite Bucht Agios Nikolaos, Die Insel ist weitgehend kahl, nur in küstennahe gibts ein wenig Landwirtschaft und bewaldete Stellen. Heute leben noch 2’500 Leute auf der Insel, früher war die Bedeutung der Insel Kea beträchtlich, mit ihren vier Städten galt sie als “Tetrapolis” (Vier-Städte-Staat).

Wir haben am Pier angelegt, hatten gratis Wasser und Strom, einen langen Sandstrand und viele Tavernen. Mit dem Taxi sind wir die 6 Km zur Chora raufgefahren, dem Hauptort der Insel wo die meisten Leute leben. Nach dem Apéro und einem Rundgang durch die steilen Gassen sind wir wieder zurück zum Hafen gefahren. In der Taverne oberhalb vom Hafen, mit der Aussicht über die Bucht genossen wir den letzten Abend zusammen mit Ursula und Martin. Die zwei Wochen waren abwechslungsreich, wir haben viel erlebt und gesehen und für uns war es eine positive Erfahrung so lange mit Gästen unterwegs zu sein. Wir konnten unsere Reiseplanung kurzfristig nach Wind und Wetter ausrichten, so waren die Tage stressless und eine Bereicherung für uns. 

Am Samstagmorgen 06.30 legte die Fähre mit Ursula und Martin Richtung Lavrion ab, wir hoffen dieses Abenteuer bleibt ihnen noch lange in Erinnerung. Mutig waren sie allemal, so einen Törn zu wagen. 

Für uns gibts nun den ersten Kaffee, dann die Füsse hochlagern und danach wird bis zur Kapelle auf dem Bergrücken gewandert, die vielen Schmetterlinge und den blühenden Feigenkaktus bewundert, und von der Kapelle den Überblick über die verzweigte Bucht genossen. 

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Nisis Syros

Unterwegs nach Norden zur Insel Syros hält uns der Wind auf Trab. Zuerst müssen wir die Segel reffen, da der Wind mit über 20 Knoten bläst, dann flaut es ab, ausreffen, dann stellt der Wind ab, Motor einschalten. Der Wind kommt und geht. Nach 30 Meilen sind wir am frühen Nachmittag in Foinikia im Südosten von Syros. Wir bleiben eine Nacht, dann segeln wir weiter wir wollen an der Südküste einen geschützten Ankerplatz anlaufen. Der Wind frischt immer mehr auf und wir halten mit dem Motor dagegen. Aus der Bucht in der wir ankern wollen bläst der Wind stürmisch von den Bergen runter, kurz entschlossen ankern wir in einer geschützten Ecke zwischen den Felsen. Martin rudert zu den Felsen und belegt eine Landleine. Wir legen noch eine zweite Landleine und zusammen mit dem Anker liegen wir nun perfekt. 

Am nächsten Tag ist wieder Segelwetter, der Wind weht aus Osten und wir umrunden das Cap und sind nach ein paar Meilen in Ermoupolis. 

Ermoupolis ist die Hauptstadt der Kykladen. Eine wunderschöne Stadt die sich bis zur Spitze der beiden Bergrücken erhebt. Der Stadt scheint so französisch zu sein, grosse Plätze, mächtige mittelalterliche Häuser, Kaffees in allen Gassen. Wir geniessen den Aufenthalt und das Treiben im belebten Hafen. Mit dem Taxi fahren wir zur Kirche die ganz zuoberst auf dem Berg thront. Zu Fuss suchen wir uns den Weg durch die schmalen Gassen, dann geht´s auf einer langen Treppe runter bis zum Hafen. 

Wir geniessen die Tage in Syros, als der Wind auf Ost dreht, segeln wir weiter nach Kea.

 

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Von Naxos bis Antiparos

Wir verlassen Mykonos südwärts Richtung Naxos. Wir sind nun mit unseren Gästen Ursula und Martin unterwegs und hoffen, dass die beiden nicht Seekrank werden. Wir haben nur wenig Wind und so müssen wir den meisten Teil der Strecke mit dem Diesel zurücklegen. 

Im Hafen von Naxos ist der Hafenmeister so hilfsbereit und dank den Mooringleinen ist das Anlegen einfach. 

Auf unserem ersten Landgang erkunden wir die kleine Stadt und die Burg, anschliessend gehts zur Siesta zum Strand. In Naxos gibts einen lebhaften Fischerhafen und die Fähren kommen fast stündlich. Die Venezianer haben in der Chora eine riesige, eindrückliche Burg gebaut, welche über der Stadt trohnt. Das Nachtessen ist heute ganz speziell, es gibt Raclette mit feinem Schweizer Käse. 

Den Sonnenuntergang erleben wir auf der Halbinsel vor der Stadt, wo noch eine Torbogen vom Apollotempel steht.  

Unser nächstes Ziel ist die Insel Paros, dort ankern wir abgelegen in einer Bucht bei Naoussa und besuche die Stadt für einen kurzen Besuch. Naoussa gefällt uns wegen den schmucken Gassen und dem Fischerhafen mit den kleinen Booten und den Oktopus die an der Leine trocknen. Nach dem Rundgang durch Naoussa segeln wir zum Hauptort von Paros zur Stadt, nach Parikia. 

Parikia liegt versteckt hinter den sanften Hügeln, in einer vom Nordwind geschützten Bucht. Die Berge lassen nicht vermuten, dass von hier der schönste, weisse Marmor der Welt kommt. Aus ihm wurde die Venus von Milos und viele andere Meisterwerke des antiken Griechenlands geschaffen. 

Mitten in der Stadt steht die grösste Kathedrale der Kykladen. Der älteste Teil ist eine Byzantinische Kirche aus dem 4. Jahrhundert. Parikia mit den vielen Kirchen und den schönen Herrenhäusern aus Venezianischer Zeit ist eine einzige Sehenswürdigkeit. 

Am späten Nachmittag segeln wir zur Nachbarinsel Antiparos, wo wir im seichten Hafenbecken ankern. Am Morgen gibts einen Ausflug mit dem Beiboot zur Mole, auf dem Rückweg schwappt von den vielen Wellen so viel Wasser ins Boot, dass wir alle tropfnass werden. Der Ostwind von heute soll uns zur Insel Syros bringen. 

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Mykonos die schmucke Partyinsel

Amorgos hat uns mit viel Wind empfangen, bis 40 Knoten von vorne in der Bucht an deren Ende die Stadt Katapola liegt. Wir waren richtig erlöst als endlich der Anker am Strand gesetzt werden konnte. 

Am nächsten Morgen segelten wir weiter zur Insel Donousa und fanden eine ruhige idyllische Ankerbucht. Auch hier blieben wir nur eine Nacht, da für die nächsten Tage Nordwind vorher gesagt wurde und wir vor dem Starkwind in Mykonos sein wollten.

So segelten wir mit Nordostwind zum 30 Meilen entfernten Mykonos. Dort warteten wir auf unsere beiden Gäste, Ursula und Martin. 

Nun hatten wir Zeit Mykonos in Ruhe anzuschauen. 

Das Städtchen strahlt einfach perfekt, alle Häuser sind neu gestrichen. Sogar die Steine auf den Strassen sind mit weisser Farbe eingefasst. 

Schmale Gassen mit allen möglichen Souvenirläden, Bars, Tavernas und viele sehenswerten Winkel. Leuchtend rote Bouganvillea Sträucher beschatten die Tische vor der Taverna.   

Wir haben uns immer wieder in den Gassen der Stadt verlaufen. 

Jeden Tag ist ein neues Kreuzfahrtschiff angekommen. Mykonos ist bald die Nummer eins im Mittelmeer (sagen die Gemüseverkäufer auf dem Markplatz). Seine Orangen kosten mehr als das Doppelte wie in Kreta! Nach vier Tagen starken Nordwind segeln wir weiter zur Insel Naxos. 

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Astipalaia

Nach über 5 Monaten in Kreta segeln wir heute Mittwoch 11. April wieder los. Das Wetter ist für einen Tag perfekt um nach Norden zu segeln das wollen wir ausnützen. 

Am späten Nachmittag lösen wir die Leinen, nachdem wir uns von den vielen Freunden die wir in Agios kennengelernt haben, verabschiedet haben. 

Schon vor dem Hafen setzten wir die Segeln und der starke Südwind treibt uns raus vor die Küste von Kreta. Die hohen Berge verschwinden bald mit den letzten Sonnenstrahlen hinter dem Horizont. Es wurde eine dunkle, mondlose, sternenklare Nacht. Nur einige Fischerboote kreuzten unseren Kurs. Bald nach Tagesanbruch sahen wir die Insel Astipalaia. Nach 16 Stunden legten wir um 10.30 Uhr den Anker im Stadthafen und machten die Heckleinen am Pier fest. Alles gut gegangen auf unserem ersten langen Schlag. Rob und Riet waren schon vor uns angekommen und haben uns, nach einem kurzen Erkundungsspaziergang zum Apèro auf der Bold Black Bear eingeladen. 

Astipalaia ist die westlichste Insel des Dodekanes, die Chora (Hauptort) versteckt sich vom Hafen bis rauf zu der mächtigen Burg, welche die Venezianer gebaut haben. 

Uns haben die schmalen, weiss gestrichenen Häuser und Gassen mit den vielen Blumen gefallen. Die Aussicht von der Burg ist berauschend und der Weg zur Windmühle ganz oben auf dem Bergrücken der Mühe wert. Dort hat man einen Blick ins Landesinnere auf die grünen Felder. 

Wir sind drei Tage geblieben, dann sind wir auf die Nordseite der Insel nach Vathy gesegelt. Vathy ist eine Bucht mit einer sehr schmalen Einfahrt, dort, festgemacht vor der Taverne, fühlt es sich an wie auf einem grossen Bergsee. Am Abend geniessen wir den lecker zubereiteten Fisch in Marias Taverna, die abgelegen am äussersten Rand der Insel liegt. Früh am nächsten Morgen segeln wir weiter nach Norden zur Insel Amorgos. 

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Letzte Winterwanderung

Die Wanderung beginnt in Kavousi, das liegt 30 Min. von Agios entfernt. Eine imposante unwegsame Schlucht liegt hinter dem Ort. Wir erklimmen auf schmalen Wegen die Flanke der Schlucht und erreichen ein erstes Plateau, jetzt sind wir schon oberhalb der unpassierbaren Schlucht. 

Nun gehts weiter den Berg hinauf, hier folgen wir einer betonierten Wasserleitung. Diese brachte früher das Wasser aus den Quellen der Berge ins Dorf runter. Leider ist die Wasserleitung durch Steinschlag defekt und an einigen Stellen von Geröll zugeschüttet worden.

Die Natur hat sich in den letzten Wochen stark verändert, die Kräuter und Sträucher blühen jetzt und unzählige Insekten krabbeln zwischen den Steinen. Die Singvögel sind wieder zurück aus Afrika, Schwalben ziehen ihre Kreise und der helle Klang der Meisen tönt durch die Felswände.

Sonst ist aber absolute Stille hier in den kretischen Bergen, nur mein Tinitus stört die Ruhe. 

Der Wasserleitung entlang erreichen wir ein verlassenes, einsames türkisches Bergdorf. Die Türken wurden vor ca. 100 Jahren aus Kreta "ausgesiedelt". Weil keine Kirche im Dorf steht, kann es nur ein türkisches Dorf sein. Hier gibts die erste Verpflegungspause, vor allem der Durst muss gestillt werden, es ist heiss. Hier endet auch der Wasserkanal. 

Nun gehts nochmals weiter bergauf, bald erreichen wir die minoische Siedlung “Kastro”. Von hier oben ist die Sicht einmalig, der Blick über das weite Meer und die kretischen Berge. Fast senkrecht unter uns das Dorf Kavousi, unser Start und Ziel. Steil runter gehts nun auf schmalen Wegen, die wohl schon hunderte Jahre alt sind. Kurz vor dem Dorf kommen wir an einem uralten, mächtigen Olivenbaum vorbei. Von diesem Baum wurden in der Antike Olivenzweige für die Siegerehrungen nach Olympia geschickt. Nun sind wir wieder zurück bei den Autos, mit überstrapazierten Knien und müden Füssen, aber ich hab wieder ein neues Stück Kreta kennen gelernt. 

 

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Saisonvorbereitungen

Was macht die Crew der Serenità den langen, sonnigen, windigen Winter damit das Schiff gut gewartet ist? 

Wir polieren die Aussenseite vom Schiff, reparieren den Gasherd, damit die Flamme nicht immer ausgeht, ziehen neue Fallen in den Mast, wir reinigen die Blige von uralten, öligen Rückständen, klettern auf den Mast um den Sand vom letzten Sandsturm abzuwaschen, Jimmy unser Nachbar zieht mich bis zuoberst auf den Mast. 

Wir bringen die Rettungsinsel zur Wartung, wir wechseln das Getriebeöl vom Aussenborder und wir lassen das Schiff für 2 Std. aus dem Wasser heben um die Anoden zu wechseln und den Propellermechanismus zu schmieren. 

Ich reinige und fette die Winschen und wir kontrollieren die Segel. 

Ausserdem fahren wir fast täglich zum Fitnesscenter um beweglich und kräftig zu bleiben und den Kalorienhaushalt in Balance zu halten. 

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Motorunterhalt

Damit der Motor immer zuverlässig anspringt, wenn man in braucht muss er gewartet werden. 

So haben wir Anfang Januar den Cambelt (Steuerriemen) und das Antriebslager der Wasserpumpe vom Motor ausgewechselt. Das ist eine heikle Arbeit, denn wenn nach dem Einbau die Ventile nicht wieder genau an der richtigen Position sind, ist der Motor kaputt.

Gleichzeitig haben wir die Keilriemen von den beiden Lichtmaschinen ersetzt. 

Dave der ehemalige Formel 1 Mechaniker vom Schiff nebenan hat die Arbeit gemacht. 

Nachdem sich Dave erholt hat, seine 140 Kilo bringt er fast nicht in den Motorraum, haben wir zusammen den Wärmetauscher gereinigt. Das Abnehmen der Gummimanschetten war nicht einfach, die waren wohl noch nie gelöst worden. Nun konnte der Wärmetauscher aus dem Kühler gelöst werden. Jetzt wurden alle kleinen Rohre des Wärmetauschers mit schwacher Säure gespült. Der Einbau war dann wieder eine knifflige Sache.

Doch die Arbeit hat sich gelohnt, das Kühlwasser kommt jetzt mit mehr Druck aus dem Auspuff. Das Mittelmeerwasser ist viel wärmer als die Ostsee, da ist es wichtig das genug Wasser durch den Kühlkreislauf strömt. 

Zum Glück haben wir so einen kompetenten Motorenkenner als Nachbarn und ich habe wieder viel gelernt über unseren Perkins / Volvo MD22. 

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Kritsa, Panagia Kera

Es sind nur 11 Km von Agios Nikolaos ins malerische Dorf Kritsa. 

Kritsa liegt am Fusse der Berge und scheint mir wie ein echtes kretisches Bergdorf, dorthin ziehen Leute die Ruhe suchen. Nur im Sommer wandern Scharen von Touristen durchs Dorf, es gibt hier viel Kunsthandwerk zu kaufen.

Am Dorfeingang, versteckt hinter uralten Olivenbäumen befindet sich die dreischiffige Kuppelkirche Panagia Kera. Was die Kirche zu einem einmaligen Monument byzantinischer Technik macht, sind die Fresken, die ihr ganzes Innere ausfüllen. Die drei Schiffe stammen nicht aus der selben Zeit, das Mittelschiff ist das älteste, diese Fresken stammen aus dem 13. Jahrhundert, die beiden äusseren Schiffe sind 100 Jahre später gebaut worden.

Wir staunen wie gut die Malereien und die kleine Kirche erhalten sind. Ein einsames Wahrzeichen christlicher Baukunst im Osten von Kreta. 

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Gemüseanbau in Südkreta

Aus der Region Ierapetra an der Südküste von Kreta kommt auch das Gemüse, welches wir am Markt in Agios Nikolaos einkaufen. Dank Marei vom Segelschiff “Peer” haben wir Eleni näher kennen gelernt. Eleni verkauft Gemüse, welches sie und ihr Mann nahe Ierapetra anbauen. 

Letzten Sonntag waren wir bei Eleni und Michaeli zu Hause eingeladen. Michaeli zeigte uns Haus und Hof zuerst sahen wir die Ziegen die interessiert aus dem Stall geschaut haben und die beiden Zicklein hat Michaeli auf dem Arm aus dem Stall gebracht. 

In den verschieden Gewächshäusern wachsen zur Zeit, Tomaten, Auberginen, Broccoli, Blumenkohl, Gurken. In den Beeten mit Mischkultur auch Lauch, Salate und Peperoni. Wir staunen über die Grösse der Gewächshäuser. Alle zusammen haben ca. 20’000 m2 Fläche und die Pflanzen werden mit Schläuchen bewässert. Das Wasser kommt aus dem nahen Stausee oder aus den Regenwasser-Zisternen. 

Alle Gewächshäuser sind mit Plastikfolie abgedeckt, doch der starke Wind rüttelt immer wieder an den Häusern und verursacht Schäden, wenn dann ein Wirbelsturm aufkommt, sind die Gewächshäuser schon abgedeckt oder ganz zusammen gefallen. Glashäuser sind zu gefährlich, ein Sturm hat schon ein Glashaus demoliert und zwei Arbeiter getötet. 

Nach der Besichtigung gibts im Haus selbstgemachten Schnaps, aus Kaktusfeigen und Raki, gefüllte Teigtaschen und Dakos. Elena und Michaeli erzählen von ihren Sorgen und Plänen. 

Danach fahren wir zum Staudamm und sehen wie wenig Wasser drin ist. Der Damm wurde vor ca. 50 Jahren gebaut ohne Beton nur Sand und oben drauf Steine. Kein Erdbeben soll Risse in den Damm machen. Am Fuss ist der Damm 190 Meter breit! Leider regnete es die letzten Jahre immer weniger und das Wasser wird knapp. 

Wie immer am Sonntag fahren die Kreter in die Berge und verbringen den Nachmittag in einer Taverna. Das machen wir auch, wir fahren rauf ins Bergdorf Kalamafka und schlemmen in der Taverna, dort verabschieden wir uns von Eleni und Michaeli die uns einen interessanten Tag geschenkt haben. 

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Workshop

Zum Glück haben wir Elvira und Georgios aus Agios Nikolaos kennen gelernt. Sie haben uns vieles über Kreta erzählt.

Zusammen sind wir an einem sonnigen Tag zu ihrer Farm, gemeint ist eine Plantage mit vielen verschiedenen Zitrus- und Olivenbäumen gefahren. Die Farm liegt am Berghang der Südküste in der Nähe von Males. Wir haben Orangen, Zitronen und Grapefruits gepflückt. Marina und Elvira haben sich dann entschlossen einen griechischen Abend zu organisieren. 

Wir haben die Idee in der Marina verbreitet und schnell waren wir 10 Personen die an diesem Workshop teilnahmen. 

Wir trafen uns bei Elvira und Georgios in ihrer grossen Wohnung. Georgios hat eingekauft und zusammen haben wir gelernt, wie eine feine griechische Malzeit zubereitet wird. Elvira hat in deutscher Sprache erklärt und unsere Fragen beantwortet. Wir haben Vorspeisen (Dakos) gekostet, Wein degustiert, Hühnchen mit Salbei zubereitet und natürlich viel geplaudert und das Essen und den griechischen Wein genossen. Das war ein wunderschöner gemütlicher Abend. Alle sind zum Abschied mit einer grossen Tasche mit Orangen von der Farm beschenkt worden.

 

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Abwechslungsreiche Rückreise

Tag 3, Rückreise nach Agios Nikolaos

Am Mittag, auf unserer Rückreise, fahren wir nochmals nach Souda. Wir möchten den Hafen anschauen, sehen ob es Segler hat die hier überwintern. Doch es gibt nur einen kleinen Steg für einheimische Fischer. In Souda, der grössten Bucht vom Mittelmeer, kommen die Fähren aus Piräus an und die NATO hat hier einen Stützpunkt. Doch zu sehen gibts nicht viel. So fahren wir bald weiter nach Argyoupoli, einem kleinen Bergdorf einige Kilometer landeinwärts. Unterhalb des Dorfes liegt eine Oase, gebildet aus Quellen die in den weissen Bergen entspringen. Hier soll das kalte Wasser, sogar im Sommer, die Temperaturen angenehm kühl halten. Wir sind alleine hier, nachdem die drei Reisecars mit ihren Touristen abgefahren sind. Die Tavernen sind alle geschlossen und das Wasser schiesst aus den Quellen und aus den Felsritzen und fliesst in die Forellenteiche und runter ins Tal. 

Nach dem Kurzbesuch bei den eindrücklichen Quellen fahren wir rauf zum Dorfplatz und geniessen den griechischen Salat im einzigen Lokal das die Türen offen hat. Der andere Gast ist ein Grieche aus dem Dorf, er erzählte und von seiner Plantage wo er Avocados anpflanzt und tonnenweise nach Österreich liefert.  

Von ihm erfahren von einer kleinen Kapelle die ganz in der Nähe vom Argoupoli ist. Wir fahren mit den Auto ein Stück, dann gehts zu Fuss auf einer ehemaligen Römerstrasse zu der Kapelle der Fünf Jungfrauen. Die kleine Kirche liegt beim Friedhof der einstigen Römerstadt Lappa. Hunderte Gräber wurden hier in die Felsen gehauen. Etwas weiter dem Weg entlang kommen wir zu einer riesigen Platane die 2’000 Jahre alt sein soll. 

Danach fahren wir wieder runter ans Meer und besuchen den Hafen von Rethimnon, wir wollen die Marina anschauen, wollen sehen wie viele Segler dort überwintern. Es sind nicht viele, vielleicht zehn Schiffe und vier Schiffe sind bewohnt. 

Es ist Fasnacht in Rethimnon und Donald Trump kommt auch hier in die Schlagzeilen, er klaute der Freiheitsstatue die Fackel und das Ergebnis sieht nicht gut aus!

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Malerisches Chania

Tag 3, in Chania

Nach Chania sind es ca. 50 Kilometer, fast immer der Küste entlang. In Souda dem Fährhafen von Chania machen wir den ersten Halt und fragen nach der Strasse “Ippokrates” dort ist unsere Rettungsinsel für den Checkup. Doch niemand kennt die Firma “Safety-First” und im Internet finden wir die Adresse nur in Chania. So bleibt unsere Suche erfolglos, auch telefonisch ist Dimitris nicht erreichbar. 

Also fahren wir ins Zentrum von Chania, dort ganz in der Nähe vom Hafen ist unsere Unterkunft. 

Schade ist die Unterkunft dunkel und klein, obwohl wir ein ganzes Stadthaus für uns allein haben. 

Zu Fuss humpeln wir zum Hafen, ich habe mir den Fuss brutal verstaucht. 

Der kleine venezianische Hafen ist gesäumt ist von alten, pastellbemalten Häusern. An der Ostseite des inneren Hafens steht die Hassan-Pascha-Moschee mit ihrem Kuppeldach. Wir bleiben in einer Taverna am Hafen sitzen und lassen den schönen Anblick vom Hafen und Leuchtturm auf uns wirken.

Überall finden wir Reste venezianischer und türkischer Architektur.  Die heute griechische Kirche “Agios-Nikolaos” hat sogar zwei Türme, ein Minarett auf der einen Seite aus dem Jahr 1645 und einen Glockenturm auf der anderen Seite. 

Mit Dimitris von “Safety-Fist” machen wir per Mail ab, dass er uns die Rettungsinsel am nächsten Morgen ins B&B bringt. Er kommt pünktlich, so haben wir nochmals Zeit durch die Gassen zu schlendern und am Meer den tollen Blick über den Hafen zum wuchtigen venezianischen Fort zu geniessen. Es ist Valentinstag, wir kaufen uns als Erinnerung zwei Hüte, handgestickt von Indios aus dem Norden Thailands.

Dann gehts langsam zurück Richtung Osten, bis zu unserem Agios Nikolaos sind es über 200 Kilometer. 

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Antikes Rethimnon

Tag 2, In Rethimnon

Auf der Terrasse des noblen B&B geniessen wir das Frühstück und entdecken im Reiseführer was alles zu sehen ist in Rethymnon. 

Als erstes schlendern wir durch die Gassen zum nahen Venezianischen Hafen. Im kleinen Hafen schaukeln einige Fischerboote und die bunten Häuser am Hafen bilden eine schöne Kulisse.

Durch die reizvolle venezianisch-osmanische Altstadt mit einem Gewirr von Gässchen voller charmanter Häuser mit Holzbalkonen und verschnörkelter Fassaden gelangen wir zur venezianischen Festung. Die Stadt liegt zwischen den Mauern der Festung und dem azurblauen Meer und ist eine der zauberhaftesten Städte von Kreta. 

Die massiven Mauern und Bastionen überragen die Stadt, sie wurden im Jahre 1570 als Reaktion auf die Piratenüberfälle und die drohende Invasion der Türken gebaut. Trotzdem haben 1646 die Osmanen die Stadt erobert. 

Das Eingangstor ist nicht “bewacht” so dringen wir ohne zu zahlen in die Festung ein. Den Mauern entlang umrunden wir die Festung und haben einen tollen Blick bis zu den schneebedeckten Bergen Wir staunen und erspüren die Energie in der Moschee mit der riesigen Kuppel die mitten in der Festung steht. 

Beim Verlassen der Burg, bezahlen wir unseren Obolus. Nun gehts zurück zum B&B, unsere Sachen abholen und das Autos suchen! 

Es gibt noch vieles zu sehen in Rethymnon, wir werden die antike Stadt sicher nochmals besuchen. 

Auf dem Weg nach Chania sehen wir schon kurz ausserhalb der Stadt die breiten, herrlichen Sandstränden.

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Ferien vom Hafenalltag

1. Tag   Südküste bis Matala und Rethimnon

Wir machen Ferien vom Hafenleben. Wir können das Auto von der Hafengemeinschaft für drei Tage nutzen. Wir planen an der Südküste entlang, in den Westen von Kreta zu fahren.

Als erstes noch Gioia bei Karin und Rosi abgegeben, dann starten wir Richtung Ierapetra. Den ersten Kaffee geniessen wir noch am ägäischen Meer, dann geht's 15 Kilometer rüber nach Ierapetra ans Lybische Meer. Nun fahren wir der Küste entlang nach Westen. Die kurvenreiche Strasse führt durch die Berge, selten kommt ein Dorf, an der Südküste ist die Natur noch unberührt. Am Mittag gibts Picknick bei einer der zahlreichen kleinen Kirchen. Nun ist es nicht mehr weit nach Matala. Uns interessiert die ehemalige Hippie-Kolonie im Süden Kretas. Matala liegt in einer geschützten Bucht. Doch nicht nur Hippies waren hier, auch Zeus soll in Form eines Stieres, mit Europa auf dem Rücken, hier an Land gegangen sein. Schon die Minorer und später die Römer nutzten Matala als Hafen.

Es sind aber eindeutig die Höhlen die Matala so einzigartig machen. Diese stammen aus prähistorischer Zeit. Später nutzten die Römer die Höhlen als Grabstätten. 

Nun ging die Fahrt zurück an die Nordküste, durch Olivenplantagen und über kahle Bergrücken. Die schneebedeckten Gipfel sind ganz nah. Kurz vor dem Eindunkeln erreichen wir Rethymnon.

Die verwinkelten Gassen der Altstadt sind so schmal, dass kein Auto durchfahren kann, so machen wir uns zu Fuss auf die Suche nach unserem Hotel. Nach vielem hin und her finden wir unsere Unterkunft in einer schmalen Seitengasse. Wir sind begeistert von dem schmucken, grosszügigen Zimmer, den schönen Holzdecken und Fussböden. In einer Nische ist das Bad, sogar mit einer freistehenden Badewanne. Den mitgebrachten Champagner stellen wir in den Kühlschrank. 

Das empfohlene Restaurant für das Nachtessen müssen wir wieder suchen. In einer fremden Stadt verlaufen kann sich jeder. Um jedoch die Orientierung komplett zu verlieren, bedarf es der guten Ratschläge von Einheimischen!?!

Schon in der Nacht erahnen wir den Reiz der venezianisch-osmanischen Altstadt.

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Kretas abwechslungsreiche Landschaft

Wieder mal an einem Donnerstag ist der Wandertag der Segler. Mit den Mietautos fahren wir nach Kalo-Chorio, dort parkieren wir die Autos und wandern durch eine fruchtbare Ebene vorbei an abgeernteten Olivenhainen, dem Meer entgegen. Hinter uns liegt die kleine Ortschaft Kalo Chorio am Fusse der Berge, vor uns beginnt der Abstieg durch eine Schlucht runter zum Meer. Wir durchqueren Schaf- und Ziegenweiden. Neben dem Weg sehen wir ein neugeborenes Schaf, es kann kaum stehen, ist grad auf die Welt gekommen. Die Sträucher werden jetzt im Winter immer grüner, viele Blumen blühen in der kargen Landschaft die aus Gebüsch und Felsen besteht. Je nach Beschaffenheit des felsigen Untergrundes ist die Vegetation karg oder es wachsen Pinien und andere Nadelbäume. Kalkhaltiger Fels lässt das Wasser schnell versickern und darum besteht die Vegetation nur aus Sträuchern. 

Plötzlich öffnet sich der Blick durch die Schlucht und wir sehen das dunkelblaue Meer vor uns. Am Meer gibts eine kurze Pause bevor der Aufstieg durch die stachligen Sträucher beginnt. Als wir wieder oben auf dem Plateau angekommen sind, kommen wir zu Ruinen von einer minoischen Siedlung. Die Mauerreste sind noch gut erhalten. Wir erfahren auch, dass hier draussen am Kap die erste Bronze auf Kreta geschmolzen wurde. Das Gestein wurde aus Zypern eingeschifft und hier verarbeitet. Das Ende der Steinzeit war eingeläutet.

Unser Ziel für heute ist eine Höhle deren Eingang versteckt am Berghang liegt. Doch Toni und Dave waren schon einige Male hier, so dass wir den Zugang sofort finden. Der Weg hierher ist nicht ausgeschildert. 

Wir müssen die ersten 25 Meter auf dem Hosenboden kriechen, dann öffnet sich eine grosse Höhle, ca. 15 Meter hoch, von der Decke hängen mächtige Stalaktiten. Wir staunen über diese Höhle, die sich fast unzugänglich unter der Erdoberfläche versteckt hat.

Toni unser ortskundiger Führer, Kretakenner und Archäologe zeigt uns den Weg zurück nach Kalo-Chorio, natürlich nicht auf dem schnellsten, aber auf dem schönsten Weg. Nach 14 Km über Stock und Stein, sind wir zurück bei den Autos.  

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Rund um Kritsa

Am Tag nach dem grossen Weihnachtsessen der Seglergemeinde von Agios Nikolaos ist es eine schöne Abwechslung mit dem Auto eine Entdeckungstour zu machen. 

Wir fahren schon am frühen Morgen nach Kritsa, das nur 10 Kilometer von Agios entfernt in den nahen Bergen liegt. Das Dorf klebt richtig am Berghang. Auf dem Parkplatz, wo im Sommer die vielen Touristenbusse anhalten, steht unser Auto fast alleine. Wir spazieren durch die engen Gassen des Ortes, wir sind aber die einzigen Besucher heute Morgen. Die grösste Anziehungskraft geht von dem authentischen ländlichen-gemächlichen Treiben und der gepflasterten Strasse Kritzotopaula aus. Die Bewohner verkaufen hier in den Geschäften handgemachte Olivenholz-Schnitzereien, handgemachte Sandalen und Schuhe, Olivenöl und Stickereien. Leider ist das Dorf in der Winterzeit fast ausgestorben. 

So fahren wir zur nur 1 Kilometer entfernten Panagia-Kera Kirche. Etwas abseits der Landstrasse mitten in einem Olivenhain, steht die dreischiffige Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Die byzantinischen Freskenmalereien zählen zu den schönsten ganz Kretas. 

Leider ist die Kirche geschlossen, vielleicht weil Weihnachten ist. Wir werden wieder kommen ist ja nicht weit hierher. 

Nun fahren wir die 4 Kilometer nach Lato. Die Stadt gibts aber seit 200 Jahren vor Christus nicht mehr, die Bewohner sind damals von dortoben nach Agios Nikolaos umgezogen. 

Der Eingang in die antike Stadt ist verschlossen, wir klettern über die Absperrung und erkunden die archäologische Stätte die in den Hügeln hinter Agios liegt. Lato wurde von den Dorern im 7. Jahrhundert v.Chr. gegründet. 

Uns beeindruckt die Ruhe in der hügeligen Landschaft, die einzigartige Rundumsicht, im Nordosten sogar bis ans Meer, die nahen schneebedeckten Berge und im Tal die unzähligen Olivenbäume. Wir stellen uns vor durch die Strassen der Stadt zu wandern. Wir suchen das Theater, den Hauptplatz, den Tempel und die Zisterne. 

 

Nach dem Ausflug ins die Antike, fahren wir runter ins Tal nach Panagia, dort kennen wir die Taverna am Dorfplatz. Dort gibts feines griechisches Essen, vor allem der Salat ist Spitze. Danach  treffen wir die beiden schweizer Auswanderer Tanja und Ruedi, die uns zu ihrem Zuhause mitnehmen und zu Kaffee, Weihnachtsgüetzli und Coop-Rüeblitorte verführen.

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Ausflug nach Ierapetra

Wieder Sonntag und wieder haben wir unser Mietauto. Diesmal wollen wir an die Südküste von Kreta nach Ierapetra. Wir fahren zuerst dem Meer entlang, dann nach ca. 20 Km biegen wir ab und die Strasse führt uns rauf in die Berge. In Kalamafka machen wir den ersten Halt. Hier auf einem Felsengipfel über dem Dorf liegt eine Höhlenkapelle, eine Treppe mit 220 Stufen für dort hinauf. Wir haben eine herrliche Rundsicht und geniessen den mitgebrachten Kaffee und Znüni-Gebäck.

Danach fahren wir auf der kurvigen Strasse nach Anatoli. Der Ort war fast verlassen, jetzt sind aber viele Häuser restauriert und immer mehr Leute leben hier oben mit der tollen Sicht bis zum Meer. In der einzigen offenen Taverne trinken wir einen Weisswein, bekommen dazu Oliven, eingelegte Peperoni, Bohnen und Brot. Das alles für 3 Euro !!!! 

Dann führt uns der Weg durch die Olivenhaine runter zum Meer. In Myrthos, einem kleinen Badeort spazieren wir dem Meer entlang. Es ist warm, die Sonne scheint wieder nachdem es in den Bergen kurz geregnet hat. 

Dem Meer entlang führt die Strasse, gesäumt von Plastikgewächshäuser, nach Ierapetra. Dort machen wir Halt und schlendern der schönen Uferpromenade entlang. Ierapetra ist die südlichst gelegene Stadt Europas.

Auf dem Rückweg nach Agios sehen wir wie Oliven bei einer Presse abgeladen wurden. Wir halten und schauen zu wie die Oliven gewaschen, entsteint, zerkleinert und dann gepresst werden.

Wir werden sogar mit einer Flasche frisch gepresstem Olivenöl beschenkt. 

Perfekt zum Sonnenuntergang sind wir in einer Taverna in Mochlos, das liegt auf dem Rückweg nach Agios direkt am Meer.

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Museumstag in Heraklion

Heute Sonntag haben wir unser Mietauto, das wir mit acht anderen Seglern teilen. Da am Sonntag alle Museen in Heraklion freien Eintritt haben, nutzen wir die Gelegenheit und fahren zusammen mit Jenny und Robert dorthin.

Es sind genau 1 Stunde Fahrt, dann parken wir beim Venezianischen Hafen von Heraklion. Zu Fuss gehts nun in die Altstadt zum Archäologischen Museum. 

Das Museum ist das funkelnde Juwel Kretas. Das restaurierte Bauhaus-Gebäude beherbergt eine umfangreiche Sammlung aus minoischer Zeit. Die meisten Ausstellungsstücke sind aus dem Palast von Knossos. Der Besuch vermittelte uns jede Menge Wissen über die Geschichte Kretas. 

Nach so viel Vergangenheit zurück in die Gegenwart, raus in die Stadt und zurück marschiert zum Hafen. Dort blicken wir nochmals zurück in die Zeit, in welcher die Venezianer im 16. Jahrhundert die Festung “Rocca al Mare” gebaut haben. Meterdicke Mauern über uns, wir schauen zu den Schiessscharten raus, klettern auf die Brüstung mit herrlicher Sicht über den Hafen.

Danach fahren wir ins nahe Knossos. Die allergrösste historische Sehenswürdigkeit Kretas!! 

Uns haben die Ausgrabungen nicht begeistert. Es ist schwer sich in den Steinmauern den herrlichen Palast vorzustellen. Doch die Archäologen aus der ganzen Welt waren erstaunt, dass eine so hoch entwickelte Zivilisation in Europa, parallel zu den Pharaonen in Ägypten, existierte. 

Als Abschluss des Tages genossen wir das frühe Nachtessen im Stephanos unserem Lieblingsrestaurant in den Bergen oberhalb von Malia. 

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Wandern am Bachufer

Jeden Donnerstagmorgen um 9.30 Uhr starten wir zur geführten Wanderung. Nach einer Stunde Autofahrt sind wir endlich am Ausgangspunkt unserer Tour.

An einem kleinen Flusslauf entlang führt der Weg in eine mit Bäumen bewaldete Schlucht. Nur mit viel Aufmerksamkeit gelingt es von Stein zu Stein hüpfend trockene Schuhe zu behalten. Wir kommen an uralten Wassermühlen vorbei, die Gebäude sind eingefallen, nur die Mahlsteine sind noch da und die künstlich angelegten Zuflüsse für das Wasser. Hier wurde vor langer Zeit Getreide gemahlen. 

Das glasklare Wasser wird heute noch gefasst und in die Weiler die oberhalb von der Schlucht liegen gepumpt. 

Nach 1 1/2 Std wandern und klettern sind wir unten am Meer. Dort gibts Picknick und eine verdiente Pause, bevor wir die selbe Strecke wieder zu den Autos zurück laufen. Es war eine abwechslungsreiche Wanderung unter dem Dach der ausladenden Platanen, der frische grüne Klee leuchtete am Wegrand und die vereinzelten Palmen zeigten uns, dass wir im südlichen Mittelmeer sind. 

 

 

 

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Besuch von Renate und Klaus

Am Samstagabend holen wir mit dem Mietauto Renate und Klaus am Flughafen in Heraklion ab. Sie hatten mit der Fluggesellschaft Edelweiss den letzten Direktflug nach Heraklion, ab jetzt ist Winterbetrieb und die Flüge sind alle mit Zwischenstopp in Athen. Der Pilot hatte mit einer Sondergenehmigung einen Tiefflug durch die Alpen gemacht, das Wetter war perfekt und die CH-Luftwaffe hatte keine Übungen. Die beiden waren hell begeistert vom Flug auf 3000 Meter den Gipfeln entlang. 

Nach der Besichtigung des Appartements fahren wir in die Stadt und geniessen die beste Pita in Town. 

Wir machen einige Ausfahrten schon am Montag gehts zur Bucht von Spinalonga und am Mittwoch an den Palmenstrand von Vai. Am Donnerstag segeln wir mit der Serenita raus aufs Meer, flaches Wasser, leichter Wind ein schöner gemütlicher Segeltag. 

Schnell ist es wieder Samstag und wir bringen die beiden zurück zum Flughafen. War eine gemütlich Woche, mit Kartenspielen, Frühschoppen, Nachtspaziergängen und feinem griechischen Essen. Leider einer kalter Lasagne, da auf dem Schiff gerade das Gas ausging. 

Wir sind gespannt wo wir uns das nächste Mal treffen werden. An der Rietwiesenstrasse oder an der Meeresküste.

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Kreta entdecken

Wir sind nun schon bald einen Monat in Agios Nikolaos und geniessen den Schiffsalltag im Hafen. Das Wetter ist immer noch herbstlich, am Morgen kühl und am Mittag warm bis heiss. Das Regenwetter hat uns bis jetzt verschont. Doch die vereinzelten Regenschauer bringen den saftig, grünen Klee zum spriessen wie im Frühling doch die Laubbäume verfärben sich bunt und haben Herbst. 

Wir unternehmen mit den anderen Seglern jede Woche eine Wanderung in der Umgebung von Agios, so lernen wir die kahlen, steinigen Berge, die engen Schluchten, die Olivenhaine, die abgelegenen Klöster und Dörfer der Region kennen. Sehen Ziegen in den stachligen Gebüsche nach Futter suchen und schauen Bauern bei der Ernte ihrer kleinen wertvollen Oliven zu. Diese Wanderungen sind immer ein Erlebnis.

Das Schiff ist noch nicht ganz winterfest verpackt, die Segel müssen noch verstaut werden, der Motor braucht einen Service, die Gasflaschen müssen aufgefüllt werden, die Bilge endlich mal gründlich gereinigt. Die Serenità möchte poliert werden und.… und……und………..

Im Fitnesscenter von Evangelis sind wir täglich Gäste und halten uns so im Form.

Es wird uns bestimmt nicht langweilig, hier braucht alles mehr Zeit als in der hektischen Schweiz. 

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Südwärts nach Kreta

Am Mittag 30. Oktober lösen wir die Leinen im Hafen von IOS. Der stürmische Südwestwind von letzter Nacht hat sich abgeschwächt. Mitten in der Nacht hat uns Gioia geweckt, wir mussten raus und die Leinen neu richten, wir hätten mit dem Heck fast an die Mole geschlagen!! 

Aber nun hat der Wind auf Nord gedreht und wir segeln wieder zurück nach Santorini. Wir wollen im Krater unterhalb von Oia an einer Boje festmachen und dann um Mitternacht nach Kreta lossegeln. Am späten Nachmittag segeln wir zu den steilen Felswänden im Krater in der “Caldera”. Dort machen wir an einer der zahlreichen Bojen fest und hoffen, dass kein Ausflugskatamaran kommt und die Boje beansprucht. 

Langsam versinkt die dunkelrote Sonne hinter den kleinen, schwarzen Vulkaninseln. Um 18 Uhr wird es schon dunkel. 

Wir stellen den Wecker auf Mitternacht und versuchen einige Stunden zu schlafen. Dann klingelt der Wecker und der Kaffee macht etwas munter und wärmt von innen. Wir starten den Motor, lösen die Leine von der Boje, setzen die Segel und fahren los. Der helle Mond beleuchtet die Inseln und wir finden raus aus dem Krater. Jetzt gilt es den Kurs von 165 Grad zu steuern und wir kommen an die Nordostküste von Kreta. Wir haben den vorhergesagten Wind und kommen gut vorwärts. Nun ein Fischerboot kommt uns am frühen Morgen ziemlich nahe, sonst sehen wir keine anderen Schiffe. Um 06.38 ist Sonnenaufgang, wir sind schon 38 Meilen gesegelt, fast die Hälfte der Strecke. Mit dem Tageslicht können wir Kreta schon sehen, am Mittag werden wir an der Küste sein. Um 13 Uhr sind war am Kap….. nun sind es noch 10 Meilen bis Agios Nikolaos, die Stadt liegt tief in einem Küsteneinschnitt. Um 15 Uhr sind wir im Hafen, wir melden uns über VHF bei der Marina und bekommen vom Hafenmeister unseren Platz zugewiesen. Es ist mega eng im Hafen, zum Anlegen mit der Serenità haben wir nur handbreit Platz. Doch nun liegen wir festgebunden und freuen uns auf eine gute Zeit in Agios Nikolaos.

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Insel Ios

Samstag 28. Oktober, die Windprognose für heute hat starken Südwestwind für den Nachmittag gemeldet. Bei diesem Wind kommen Wind und Wellen ungehindert aus Libyen bis hierher. So entsteht im Hafen grosser Schwell und es wird gefährlich für das Schiff das nur im Aussenhafen liegt. So segeln wir schon früh am Morgen los. Unser Ziel für heute ist die Insel Ios, ca. 20 Meilen nördlich von Santorini. Nicht grad auf dem Weg nach Kreta aber geschützt und sehenswert. 

Bei stark bewölktem Himmel segeln wir durch den Krater von Santorini, sehen die weissen Dörfer auf der steilen Felsenkante. Auf der Nordseite von Santorini verlassen wir den Krater und sehen schon rüber zur Insel Ios. Der Wind frischt auf und bringt uns schnell in die schmale lange Bucht von Ormos Iou. Dort machen wir kurz nach Mittag am Pier fest. 

Am Nachmittag steigen wir zur Chora hoch, der Ort ist ein Irrgarten von Gassen, die vollgestopft sind mit Bars und Boutiquen. Doch jetzt ausserhalb der Saison ist alles geschlossen und ausgestorben. Über viele Treppen gehts noch weiter hoch bis zur obersten Kirche, dort oben hat man einen herrlichen Blick über die Bucht und den kleinen Ort.

Zu Fuss erkunden wir die nahe Umgebung, schauen in die gepflegten Gartenanlagen der prächtigen Villen und bestaunen die vielen wunderschönen Steinmauern welche die karge Landschaft durchtrennen.

Für viele ist Ios die schönste Kyklandeninsel, die weisse Kirche rechts bei der Hafeneinfahrt und die schneeweisse Chora oberhalb vom Hafen und die 3 Kirchen auf der Bergspitze sind beeindruckend.

Gemäss Überlieferung soll Homer hier bestattet sein. 

Wir bleiben zwei Tage hier bis der Wind auf Nord dreht, dann wollen wir nach Kreta. 

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Fira, Santorinis Hauptstadt

Heute werden wir mit dem Bus nach Fira fahren, der grössten Stadt auf Santorini. Der Bus fährt um 10.30 Uhr ab und kurz vor 12 Uhr kommen wir im 17 Km entfernten Fira an. Wir hatten unendlich viele Stopps gemacht und Umwege gefahren. 

Die Hauptstadt der Insel liegt am Rand des senkrecht abfallenden Felsens, 260 m oder 588 Stufen über dem Meer.

Die Verbindung von herrlicher Vulkanlandschaft mit der berühmten Kyklandenarchitektur machen Fira zu einem der schönsten Orte der Welt.

Wir schlendern durch die Gassen immer mit Blick auf das Meer. Etwas ausserhalb von Fira finden wir einen Platz für unser Picknick, in schwindelerregender Höhe an der Kraterkante. Etwas mulmig war uns schon, aber der Ausblick und das Meer zu unseren Füssen war einmalig. 

In einem der vielen schönen Restaurants genossen wir einen kurzen Kaffee, dann mussten wir zurück zum Bus eilen, der letzte Wintersaisonbus nach Vlychada fährt schon um 14 Uhr. So konnten wir den Nachmittag am Strand verbringen, schwimmen und die Nachbarn aus Schweden mit dem über 100 Jahre alten Holzschiff, zum Apéro einladen. 

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Insel Santorini mit dem Auto

Nach unserer Ankunft hatten wir den ganzen Nachmittag Zeit die Umgebung des Hafens zu erkunden. Von der Taverna Dimitris, hat man eine herrliche Sicht über den Hafen raus aufs Meer, bis fast nach Kreta. 

Wir lernen Dimitris kennen, er ist der Besitzer von der Taverna, und er reserviert uns für den nächsten Tag ein Auto. Wir wollen einige Orte auf Santorini anschauen, das geht am Besten mit dem Mietauto. Am Abend essen wir bei Dimitris, es gibt lecker zubereiteten Fisch mit Gemüse und Kartoffeln.

Am nächsten Morgen steht das Auto am Hafen bereit und die Inselrundfahrt kann beginnen. 

Zuerst zum roten Strand, dann zum Kloster auf dem höchsten Berg von Santorini, die Strasse dort rauf war steil und schmal und die Aussicht Schwindel erregend. 

Danach fuhren wir an die Nordspitze der Insel nach Oia, dort hatten wir eine tolle Sicht auf die vorgelagerten schwarzen Vulkaninseln und das blaue Meer, dort wo einst der aktive Krater war.

Oia ist sehr touristisch, wir spazieren durch Gassen mit Schmuck- und Uhrengeschäfte, doch immer wieder ist die Sicht frei auf das blaue Meer und den intensiv blauen Himmel. Wie alle Kykladendörfer sind auch in Oia alle Häuser schneeweiss gestrichen, das ist ein toller Kontrast zum “Santorini-blauen” Himmel. 

Von Oia fahren wir an die schwarzen Strände an der flachen Ostseite der Insel, doch bei dem starken Nordwind und den weiss schäumenden Wellen ist uns nicht zum Baden zu Mute. Vor Sonnenuntergang fahren wir zurück an den Kraterrand, dort oben schauen wir zu, wie die Sonne hinter den vorgelagerten Inseln im Meer versinkt, das ist ein absolutes “Muss” auf Santorini. 

Bei leuchtenden Abendrot fahren wir zurück nach Vlichada, dort feiert Dimitris seinen Namenstag, der ist in Griechenland wichtiger als der Geburtstag. Viele Freunde und die Familie sind in der Taverna, es gibt Livemusik, wir geniessen die fröhliche Stimmung und das feine Essen. Ein schöner Abschluss eines erlebnisreichen Tages. 

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Von Folegandros nach Santorini

Folegandros, Mittwochmorgen, Windprogenose fast kein Wind, Wetterprognose einige Millimeter Regen. 

Wir warten bis die Sonne die Berge mit rotem Morgenlicht beleuchtet, dann legen wir vom Pier ab. 

Kaum sind die Leinen los, sehen wir den Regenbogen hinter uns, hoffentlich werden wir nicht verregnet. Wir ziehen die Regenjacken an, denn die schwarzen Wolken kommen bedrohlich näher und es donnert und kracht gewaltig. Mit den ersten Sturmböen setzen wir die Fock und segeln mit Unterstützung vom Motor nach Südwesten. Die Regenschauer treffen uns und es schüttet wie aus Kübeln. Schon bald verziehen sich die Wolken, der Wind stellt ab und wir müssen die 28 Meilen nach Santorini mit dem Motor zurücklegen. 

Dort ganz im Süden gibt es einen Fischerhafen und wir finden einen Platz an der Mole. Die vielen Katamarane die hier die Touristen ein und ausladen machen einen unangenehmen Schwell, wir müssen alle Fender raushängen um die Serenità zu schützen. 

Hier werden wir bleiben bis Südwestwind kommt, dann wird es sogar gefährlich im Hafen. 

 

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unser Leuchtturm

Am Ostersamstag waren die Türen des 1895 gebauten Leuchtturms offen. Wir nutzten die Gelegenheit um die 185 Stufen im Leuchtturm hochzusteigen. Die Rundumsicht über den Hafen und die Stadt vom 40 Meter hohen Turm war eindrücklich. Es machte fast etwas Angst auf der schmalen Plattform mit dem kleinen Geländer runter zu schauen. Die geschliffenen Spiegel schicken das Licht 38 km aufs Meer hinaus. 

Nach einigen Minuten in windiger Höhe drehten wir einige Runden die Wendeltreppe runter auf den sicheren Boden. Mitten im Turm trafen wir Ruth und Ueli, zusammen haben wir dann den Bürgermeister von Licata begrüsst. Nach dem Kaffee in der Hafenbar war Shopping für die Festtage angesagt. 

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Karwoche in Licata

Die Vorbereitungen für das Osterfest werden hier in Licata jeden Abend zelebriert. Schon am Mittwochabend ist eine Prozession, da wird der leidende Jesus  durch die Strassen ins Kloster getragen, begleitet von Musik und vielen Leuten. 

Am Gründonnerstag sind mehrere Prozessionen und das letzte Abendmahl wird vor der Chiesa Madre gespielt. 

Am Karfreitag wird Christus zum Kreuz getragen, die letzten 200 Meter begleitet von der Marienfigur, dann wird er um 16 Uhr ans Kreuz gebunden. Die Strassen sind voller Leute. 

Nach der Zeremonie treffen wir uns mit Pino und Camilla, wir sind zum Essen eingeladen. Die Fastenzeit ist vorbei. Es gibt Muffoletto, das ist ein Brot mit Anis, das nur an Ostern gegessen wird, dazu gibts Thunfisch, Sardellen und viele kleine, feine Leckereien. Natürlich gibts auch Nero d' Avola und hausgemachten Limoncello. 

Es sind die Familie und Freunde eingeladen, Birgit mit Sid und Ueli und Ruth, unsere beiden Schweizer Freunde die hier in Licata leben sind selbstverständlich auch dabei. Durch Ueli und Ruth haben wir Pino und Camilla kennen gelernt. Wir fühlen uns geehrt an diesem traditionellen Karfreitagessen dabei zu sein. Bevor am frühen Abend die Messe beginnt verabschieden wir uns. 

Am Abend um 20 Uhr ist halb Licata wieder auf den Beinen, Jesus wird vom Kreuz geholt und in die Kirche San Girolamo gebracht. Das dauert Stunden, wir können nicht bis zum Schluss durchstehen, die Prozession wird ohne uns enden. Das war der traurige Teil vom Osterfest, jetzt kommt die Hoffnung auf ein erfülltes Leben und die Auferstehung. 

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Palestra Body Gym

Unser fast täglicher Besuch im Fitnesscenter hat uns in Form gehalten, das war immer eine schöne Abwechslung im Tagesablauf. Emilia hat uns beide beim Step und bei den verschiedenen anderen Trainings immer wieder ins Schwitzen gebracht und Muskelkater gab es an Muskeln die ich bisher nicht kannte.

Die vielen sportlichen Licatesi haben uns schnell kennengelernt. Oft wurden wir auf der Strasse oder in der Pizzeria angesprochen. Die Italienerinnen sind interessiert, fragen woher wir kommen, wo wir leben und was wir so machen. Das gibt Kontakt und ein kleines Beziehungsnetz in der Stadt. Gioia war meistens auch dabei, hat den starken Männern ein Schmunzeln abgerungen und kam mit den Streicheleinheiten nicht zu kurz. 

Nun heisst es Abschied nehmen, das letzte Training war heute, Marina mit Aerobic und ich bei den schweren Gewichten. 

Ganz zum Schluss haben wir auf aller Glück und unsere Weiterfahrt angestossen, dazu gab es süsses, feines Ostergebäck. 

 

 

 

Discorso d’addio…

 

Marina: Vorrei 2 applausi e 3 secondi di silenzio per un augurio

 

Primo applauso naturalmente per Emilia che ci ha fatto aumentare la forza… avete visto i muscoli di Paul? Non solo ci ha fatto aumentare la flessibilità e la condizione ma nelle lezioni scatenate ci ha trasmesso gioia di vivere! L’ allenamento è - professionale e studiato  - variato e creativo, in tutto questo tempo non c’era una lezione uguale all’altra! Emilia ha un’autorità vincente, gentile e giusta. GRAZIE EMILIA, avanti così!

Secondo applauso a tutte voi che ci avete accolto con simpatia ed interesse e che ci avete fatto sentire parte del gruppo e anche della città di Licata. In tanti posti dove andavamo - o sulla strada - c’era qualcuno da salutare e scambiare due parole, come se fossimo a casa. Ci avete fatto stare talmente bene che adesso siamo tristi di andarcene. Ma nel cuore terremo un bellissimo ricordo di voi tutte!

L’augurio o la preghiera che vorremmo da voi è quella rivolta al mare immenso, che non gli venga voglia d’ingoiarci ma che sia gentile con la nostra barca e con le nostre tre anime.

ARRIVEDERCI E UN ABBRACCIO FORTE FORTE!

 

Marina e Paul con Gioia su Serenità

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Madonna Addolorata

Die erste Prozession vor Ostern ist heute am Freitag 7. April. Nach der Messe in der kleinen Kirche im Hafenquartier, wird die heilige Jungfrau durch die halbe Stadt zum Dom getragen. 

Die Maria wird auf den Schultern von ca. 20 Männer langsam, schaukelnd und von Musik begleitet der Hafenstrasse entlang getragen. Alle Schiffe im Hafen hupen mit dem Horn, als die Mariafigur vom Hafen aus zu sehen ist. Ganz Licata scheint auf den Beinen zu sein, so viele Menschen stehen an der Strasse. 

Vor vielen Jahren wurde diese Maria auf dem Meer transportiert. Wegen Sturm musste die Fahrt abgebrochen werden und das Schiff suchte Schutz in Licata. Bei jedem Termin für den Weitertransport war stürmisches Wetter. Das war für die Licatesi ein Zeichen, die Maria soll in Licata bleiben und so ist und bleibt sie in der Kirche im Hafenquartier.

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Zusammen nach Selinunt und Mazara del Vallo

Am Montag den 3. April sind wir mit Christian und Esther nach Selinunt gefahren. Unser erster Halt war in Sciacca dort in der Altstadt gab es den ersten Expresso Lungo mit Cornetto. Sciacca ist bekannt für seine heilenden Quellen, die waren schon im Altertum bekannt. Sciacca heisst auf Arabisch Wasser.  

Es war ein regnerischer Tag, doch der Regen machte bei unseren Spaziergängen durch die Tempelanlagen immer Pause. 

Selinunt war eine der reichsten und mächtigsten Städte das damaligen griechischen Welt. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, dass wir in den restaurierten Tempel hinein gehen konnten. 

In der Nähe von Selinunt haben wir den Ort besucht, an dem die Griechen die Steine und Säulen für die Tempel aus dem Felsen gehauen haben. Die Säulen sind noch immer zu sehen, die stehen in den Felsen, als ob die Arbeit gerade erst unterbrochen wurde. 

Für die Übernachtung haben wir uns für ein B&B in Mazara del Vallo entscheiden, das ist etwa 20 Km von Selinunt entfernt. Ein Teil der Altstadt ist von den Arabern gebaut und wird noch immer von den Tunesiern bewohnt. Die Gassen in der Kasba sind schmal und verwinkelt. Unser Hotel lag mitten drin, nur mit viel feingefühlt am Lenkrad hat es Christian geschafft ohne Kratzer zum B&B zu fahren. Dort wurden wir herzlich empfangen und dort haben wir uns wohl gefühlt, das feine Frühstück war ein guter Start in den nächsten Tag. Dort haben wir uns verabschiedet, Christian und Esther sind weiter Richtung Marsala und Trapani gefahren.

Marina und ich wurden von der freundlichen Mitarbeiterin vom B&B zur Bushaltestelle gefahren. Doch der Bus war schon vor 1 Std. abgefahren, also zurück in die Stadt, zum Mittagessen, und nochmals einen Bummel über den Domplatz, dann wieder zur Bushaltestelle, wieder mit der netten Frau vom B&B. Dann mit dem Bus zurück nach Licata. Ein Wiedersehen mit Christian und Esther gibts vielleicht in Griechenland. 

 

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Esther und Christian besuchen uns

Schon wieder überraschen uns neue Besucher auf dem Schiff. Obwohl wir ganz hinten im Hafen liegen finden Esther und Christian uns und unser Schiff im grossen Hafenbecken.

Esther und Christian machen auf ihrer Sizilienrundreise bei uns in Licata halt. Wir freuen uns sie auf dem Schiff zu begrüssen und von ihnen zu hören, was sie alles in Sizilien schon erlebt haben. Sie haben zwei Wochen Ferien und sind darum stressfreier unterwegs. 

Nach dem Willkommens-Apero auf dem Schiff fahren wir zusammen rauf zum Ferienhaus von Ruth und Ueli, wo die beiden die nächsten Tage wohnen werden und schieben dort die vorbereitete Lasagne in den Ofen. 

Für den nächsten Tag planen wir den obligatorischen Ausflug zum Tal der Tempel in Agrigento. Das Sackmesser sollte besser im Auto bleiben, am Eingang werden wir streng kontrolliert und Christian darf mit dem Messer nicht in die Tempelanlage.

Doch nach dem kurzen Intermezzo mit dem Wachmann, schlendern wir durch die Tempel und Ruinen und freuen uns auch an den vielen blühenden Pflanzen und an den gelb leuchtenden Mimosen. Eindrücklich was die Griechen vor 2’500 Jahren gebaut haben, grosse Städte und und riesige Tempel. 

Danach fahren wir ans nahe Meer zu den Scala dei Turchi. Das ist einer der schönsten Orte in der Nähe von Agrigento, ein langer flacher Sandstrand und ein schneeweisser Felsen, der wie eine Treppe geformt ist und ins Meer hinaus ragt. Der Felsen verdankt seinen Namen den arabischen und türkischen Piraten, die hier bei Sturm Schutz gesucht haben. 

Das Abendessen und die gemeinsamen Frühstücke in der blauen Cassetta oberhalb Licata haben wir sehr genossen. Die einmalige Aussicht raus auf das türkisfarbige Meer bleiben in bester Erinnerung. 

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zurück im Wasser

Wir schwimmen!

Alle Luken und Seeventile sind dicht, wir sind froh nach einer Woche wieder in der Marina, am Steg zu liegen. 

Die Arbeiten in der Werft wurden gut erledigt, die Arbeiter waren alle freundlich und hilfsbereit. Das Unterwasser wurde perfekt geschliffen und zweimal gestrichen. 

Nur mit dem Resultat vom blauen Streifen bin ich nicht zufrieden. Der Werftmitarbeiter hat das falsche Klebeband benutzt, nun ist die Kante etwas ausgefranst. Das sieht von nahem nicht schön aus. Er streicht wohl normalerweise Fischkutter. 

Viel schöner als vorher ist es trotzdem, von weitem sieht unser Schiff nun wie neu aus, es glänzt und strahlt in die neue Segelsaison. 

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Arbeiten in der Werft

Unsere Ziele bei diesem Aufenthalt in der Werft sind vor allem das Unterwasserschiff von den Algen zu reinigen und mit neuem Antifouling zu streichen. 

Aber es sind noch viele andere Dinge zu erledigen. Wir müssen die Anoden ersetzen, die haben sich im letzten Jahr stark zersetzt und wir wollen endlich den blauen Streifen am Rumpf malen lassen, die Farbe war stark verblasst und soll nun wieder glänzen.

In der Toilette müssen wir ein Ventil auswechseln, es lässt sich nicht mehr ganz schliessen. Sicherheitshalber wird das Ventil ersetzt. 

Die Arbeiten dauerten ein ganze Woche, vor allem, weil der Grundanstrich für den blauen Streifen schlecht trocknete. Es dauerte 48 Std. bis der Primer geschliffen werden konnte. Nun ist aber die neue Farbe drauf und das Blau leuchtet in der Sonne.

Jetzt sind fast alle Arbeiten abgeschlossen, noch den Rumpf polieren und den Propeller fetten, dann gehts am Freitag 24. März zurück ins Wasser. 

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Werftaufenthalt

Wieder ist es soweit, die Serenità kommt aus dem Wasser. Immer ein spannender Moment. Hier in Licata steht ein 300 Tonnen Travellift für die kleine HR36 mit 7,5 Tonnen bereit. Unser Termin ist am frühen Samstagmorgen 8.00 Uhr. Das Auswassern mit dem Riesenkran ist eindrücklich. Sanft werden wir aus dem Wasser rauf aufs Land gehoben. Giuseppe, Chef der Oceanica Werft, steuert den Kran mit der Fernbedienung.

Wie vermutet ist das ganze Unterwasserschiff voller Weichkorallen, Muscheln und Seetang. Hier in Licata ist das Hafenwasser stark überdüngt. 

Mit einem Schaber wird nun aller Bewuchs abgekratzt, danach wird das Unterwasserschiff mit Wasser abgespritzt. Erst dann wird das Schiff - auf einem fahrbaren Gestell - an den Arbeitsplatz in der Werft gefahren. 

Schon ist Samstagabend und Feierabend. 

Nun packen wir unsere Kleider, leeren den Kühlschrank und ziehen für einige Tage in ein Apartment in Licata.

Nach einer durchfrorenen Nacht in der kalten Wohnung arbeiten wir am Sonntag am Schiff. Wir bauen die Toilette aus damit genug Platz ist um das defekte Seeventil auszuwechseln und spachteln wieder einmal den Kiel der eine Schramme abbekommen hat. Ausserdem wechseln wir das Hydrauliköl vom Bugstrahlruder, auch das kann nur gemacht werden, wenn das Schiff nicht im Wasser ist.

Nun haben wir unseren Teil der Arbeit schon fast erledigt, jetzt kann die Werft ihre Arbeit am Montagmorgen beginnen.

Gioia schaut uns von oben über die Bordkante zu. 

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Ätna

Der höchste Vulkan Europas, 3323 Meter hoch, ist wieder mal aktiv. Von unserem Hotel in Taormina sahen wir die weissen Rauchwolken über dem Ätna aufsteigen. In der Nacht leuchtete der Himmel über dem Vulkan immer wieder rot, wir hatten tolle Sicht vom Zimmerfenster rüber zum Ätna.

Am nächsten Morgen genossen wir das üppige, feine Frühstück in der Pension Grete. Die Sicht  über Taormina bis runter zum Meer in die Strasse von Messina war einmalig. 

Danach wollten wir nun aber zum Ätna, wollten den rauchenden Vulkan aus der Nähe sehen. Wir fuhren via Linguaglossa den Nordosthang des Ätna hoch, die verschiedenen Vegetationszonen konnten wir gut erkennen. Unten warten die Orangenbäume voller Früchte, weiter oben am Berg dann Rebberge, dann Eichenwälder und danach fuhren wir durch Lavafelder. Wir fühlen uns wie auf dem Mond. Die einzelnen Lavaströme entlang der Strasse und die Lavaschneisen durch die Wälder waren beeindruckend. 

Wir fuhren rauf bis zu einem Skilift, durch den Schnee sind wir zur eine Skihütte gestapft. Hier oben war richtiger Winter. 

Dann fuhren wir weiter zum Refugio Cirelli. Von dort hatten wir dem besten Blick zum Krater, wir sahen die Steine durch die Luft fliegen und den schwarzen Rauch aufsteigen. Ursula hat wohl über 100 Fotos gemacht. Sie war beeindruckt von dem rauchenden, feuerspeienden Berg. Roland musste immer wieder anhalten damit neue Fotos gemacht werden konnten.

Über steile Strassen sind wir danach nach Zafferana runtergefahren und haben dort auf dem grossen Dorfplatz neben der Kirche eine feine Pizza gegessen. Die weisse Rauchfahne über dem Ätna war immer gut zu sehen. 

Dann fuhren wir via Piazza Armerina zurück nach Licata. Leider hatte die Villa Romana schon geschlossen, so müssen die beiden die schönen Mosaiken in den nächsten Sizilienferien anschauen. 

In Licata verabschiedeten wir uns von den beiden Kurzurlauber, sie fuhren direkt weiter nach Agrigento ins B&B. 

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Syracus, Altstadt auf der Insel Ortygia

Syracus war einst die grösste Stadt der griechischen Welt. Am frühen Morgen auf der Suche nach einen geöffneten Kaffee treffen wir 4 uns auf dem grossen Domplatz. Nach dem Kaffee und Gipfel wollen wir zum Markt und dann zu den Ruinen des römischen Amphitheaters und zum griechischen Theater. 

Es macht grossen Spass hier herumzuschlendern. Die schmalen Gassen sind gesäumt von Palazzi, Trattorias und Cafés. Der zentrale Platz, die Piazza del Duomo ist einer der spektakulärsten Siziliens. 

Unweit vom Dom entdecken wir einen herrlichen Strassenmarkt, frisches Gemüse, haufenweise Artischocken und Fenchel, frischen Fisch und Meeresfrüchte. 

Mit dem Auto fahren wir zu den antiken Theatern, gut erhalten ist das griechische Theater, es ist direkt in den Felsen gehauen. Da konnten keine Steine für andere Bauwerke weggetragen werden. 

Von Syracus sind wir der Küste entlang nach Norden gefahren. Haben Catania durchquert und für das Mittagessen per Zufall, einen prächtigen Ort direkt am Meer gefunden. In Santa Maria La Scala wurden wir auf der Terrasse direkt oberhalb vom kleinen Fischerhafen verwöhnt. 

Danach war es nicht mehr all zu weit bis nach Taormina, unserem nächsten Übernachtungsort. 

 

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mit Roland und Ursula unterwegs

Das wird wieder eine abwechslungsreiche Woche werden. Wir bekommen Besuch von Ursula und Roland. 

Wir erwarten die beiden am Montagabend am 13. März. Nach einem Willkommensdrink, gibts auf dem Schiff Lasagne und wir besprechen, was wir in den nächsten Tagen zusammen unternehmen werden. 

Das Ziel ist: den Ätna aus der Nähe zu sehen, er ist zur Zeit sehr aktiv. 

Am nächsten Morgen, nach dem gemeinsamen Frühstück im B&B fahren wir los Richtung Modica, dort ist unser erster grosser Halt. Es ist kurz vor Mittag und wir schlendern durch den Corso Umberto zum Dom mit der langen, steilen Treppe. In dem Dom ist auf dem Marmorboden ein Sonnenkalender eingraviert. Durch ein Loch in der Wand kommt genau um 12 Uhr der Sonnenstrahl auf den Kalender und zeigt die mitteleuropäische Mittagszeit und auch die genaue Mittagszeit von Modica an, diese ist einige Minuten später. Spannend !! Glück für uns, wir sind genau um 12 Uhr dort. 

Wir geniessen den herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt. In der Bar neben der Kirche gibts dann ein Glas Weisswein und ein Arancini.

Nach dem bestaunen der zweiten Kathedrale geht die Fahrt weiter nach Syrakus. Dort suchen wir uns ein B&B, wir wollen heute hier übernachten. Kurz vor dem Dunkel werden gibts einen Abendspaziergang mit tollem Sonnenuntergang, danach durchstreifen wir die beleuchtete Altstadt auf der Suche nach einem passenden Restaurant. Die schmalen Gassen geben plötzlich den Blick frei auf den weiten Domplatz. Auf der Piazza Archimedes steht der riesige Brunnen in dessen Mitte steht Artemis, die Göttin der Jagd. 

Archimedes war ein Mathematiker, er lebte bis 212 v.Chr. in Syracus, seine letzen Worte waren, "störe meine Kreise nicht".

Dann ist auch für uns Schluss mit dem Nachtbummel und wir beenden unser Kreise durch die Altstadt an der Hoteltüre. 

 

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Auch im Schiff gibts was neues!

Was lange tropft wird endlich gut! 

Z.B. unser Wasserhahn den wir schon in Portugal zerlegt hatten.

In einem Spenglerbedarfsgeschäft haben wir Angelo kennengelernt. Er hat uns dort geholfen die Anschlüsse für den Wasserfilter zu montieren, während er auf seine Bestellung warten musste.

Wir blieben in Kontakt, wurden bei ihm und seiner Frau Angela zum Kaffee eingeladen. Haben uns gut unterhalten und einiges aus Licata und seiner Familie erfahren. Auch, dass in Licata fast alle Angelo heissen, da das der Stadtpatron ist. 

Er kann sehr gut Deutsch, da er die Schule und Ausbildung in Deutschland gemacht hat. 

Angelo ist der richtige Mann der unseren Wasserhahn flicken kann. Doch ein Blick vom Fachmann und schon ist klar, dass der Hahn nicht repariert werden kann. Dort wo es tropft gibts keine Dichtung zum Austauschen. Also einen Neuen kaufen. Angelo besorgt uns den Richtigen und zusammen mit seinem Sohn wird der Wasserhahn am Mittwochmorgen montiert. Scheint ganz einfach, doch Hanfschnüre und Dichtungsmasse habe ich nicht, so sind wir froh, dass Ivan die Arbeit macht und Angelo ihn unterstützt. Jetzt glänzt der neue Wasserhahn und alle Anschlüsse sind dicht

Seine Firma heisst: Leone Impianti, er installiert auch Solaranlagen und Wärmepumpen. Alles mit gelernter deutscher Präzision. 

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Sea-Eye

Ich hab mich bei unserer Ankunft in Licata gefragt, was macht so ein ausgedienter Fischkutter mit holländischer Flagge hier an der Mole in der Marina. 

Doch nun im Februar hat Marina Peter kennen gelernt. Er ist zur Zeit Chef auf dem Schiff und organisiert die Reparaturen. Das Schiff wird für die Rettung von afrikanischen Flüchtlingen eingesetzt. Michael Buschheuer hat den Kutter an der Ostsee gekauft und ins Mittelmeer gebracht. 

Nun fährt das Schiff ab nächster Woche wieder raus vor die libysche Küste um in Seenot geratenen Flüchtlingen zu helfen. Die Crew der Sea-Eye ruft die Küstenwache oder verteilt Schwimmwesten. Flüchtlinge werden nur in Ausnahmefällen an Bord genommen. Auf dem Schiff arbeiten zur Zeit Freiwillige beim Reparieren und Instandhalten des Kahns. Auch während den Fahrten auf dem Meer sind nur freiwillige Helfer an Bord.

Marina war die letzten zwei Wochen Dolmetscherin für die Gespräche mit den Scouts (Pfadfinder),

mit dem Stadtrat, dem Pfarrer und dem Kulturverein. 

Peter wollte eine Abschiedsveranstaltung organisieren. Die Scouts aufs Schiff einladen, Pressekonferenz abhalten und einen Abend mit Essen und Musik unter Mithilfe der Pfadfinder und den Flüchtlingen die hier leben veranstalten. 

Nach langem organisieren wurde kurz vor Beginn, vom Stadtrat fast alles wieder abgesagt, nur das Essen in der Hauptgasse von Licata und die Musik aus Africa hat stattgefunden.

Die Sea-Eye: Wir waren einige Male auf dem Schiff, Geburtstagsparty von Peter, Mithelfen bei der Überfahrt aus der Werft in den Hafen. Beeindruckt hat mich der Motorraum, die alte Maschine, die immer noch läuft und läuft.

So sind einige Bilder vom Schiff entstanden. 

Wir wünschen der Sea-Eye-Crew einen ruhigen Sommer, kein Flüchtlingsdrama und ruhige See. 

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La casa dell'acqua

Trinkwasser oder nicht, immer wieder fragen wir uns, können wir das Wasser welches wir am Steg im Hafen beziehen trinken oder nicht. Meistens nicht, es ist nur zum Waschen und Duschen geeignet. Hier in Licata soll es trinkbar sein. Wir haben uns darum noch einen Wasserfilter gekauft und verwenden nun das Wasser vom Steg auch zum Kochen und Kaffee machen. 

Doch das "Mineralwasser" kauften wir immer in Petflaschen wie so viele Leute hier in Licata oder überall hier im Süden.

Jetzt ist damit Schluss, wir haben eine Trinkwasserzapfstelle gefunden, für 0,03 Euro gibts 1 Liter frisches Wasser, 1 Liter Sprudelwasser kostet 0,07 Euro. Es können auch grosse Gebinde aufgefüllt werden. Nun haben wir nicht mehr so viele Petflaschen zum Entsorgen. Der Abfall ist hier ein grosses Problem. 

Die Wasserstelle liegt auf unserem Weg zum Fitnesscenter, wir kommen dort täglich vorbei!!

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Klampen auswechseln

Marina hatte schon in der letzten Segelsaison gesehen, dass die Klampen zwischen Deck und Metall korrodieren. Vermutlich eine Reaktion von der Edelstahlschraube und den Aluminiumklampen. Sie hat Bilder nach Schweden zu Hallberg-Rassy geschickt.

Die Antwort war: Das Schiff ist nicht mehr sicher! 

Wir haben die Auswechslung der Klampen bis zum Winter in Licata aufgeschoben. Nun sind die neuen Klampen bestellt und eingetroffen. Wir haben uns an die Arbeit gemacht, Mutter gelöst und versucht die Schrauben rauszudrehen. Doch das war fast unmöglich, die 12 cm langen Schrauben waren mit zähem Sikakleber im Deck verklebt. Das grosse Dilemma war, dass die beiden äusseren Schrauben gekrümmt waren, diese beiden waren der Rumpfform vom Schiff angepasst. So ein Elend, als ich versuchte die Schrauben rauszudrehen, das geht gar nicht. Nicht ganz Hallberg-Rassy Style! 

Einzige Möglichkeit war die Schrauben von unter rauszuschlagen. Danach musste bei den Schrauben das Gewinde wieder nachgeschliffen werden. Das angefressene Teakdeck haben wir mit Holzspachtel wieder geglättet.  

Urs hat mitgeholfen die beiden Klampen am Heck auszuwechseln, ich bin in den Backskiste gekrochen und hab dort geschraubt und gehämmert, er hat von aussen dirigiert und beim Festschrauben die Schrauben fixiert.

Zu zweit und mit der Erfahrung von den anderen Klampen haben wir die beiden in einem Tag gewechselt. 

Die neuen Klampen haben wir mit einem speziellen Dichtungsband beschichtet, dann konnten die Klampen wieder “eingeschraubt” werden, das heisst mit dem Gummihammer reingeschlagen werden. Dann die Mutter mit der grossen Unterlagscheibe angezogen werden. 

Nun glänzen alle sechs Klampen auf dem Deck und wir sind wieder sicher, wenn der nächste Sturm die Leinen an den Klampen knarren lässt. Das war viel mehr Arbeit als gedacht, wir sind froh, dass wir das selber geschafft haben.

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Rundfahrt durch den Südosten mit Urs

Am nächsten Morgen erkunden wir die Altstadt und suchen die Schokoladefabrik. In Modica wird die beste Schokolade von Sizilien hergestellt. Nach dem 9 Uhr Kaffee und einem letzten Spaziergang entlang dem Corso Umberto I zur Cattedrale di San Pietro, verlassen wir Modica südwärts Richtung Noto. 

Zwischen Modica und Ispica besuchen wir die die “Cave d’Ispica. Eine 13 Km lange Schlucht mit unzähligen natürlichen Höhlen und Grotten. Seit 2000 Jahre v.Chr. dienten diese Höhlen als Gräber, christlichen Katakomben und mittelalterlichen Wohnhöhlen. 

Die Höhlengräber und die Wohnhöhlen sind eindrücklich und liegen am einem mit grünen Wiesen gesäumten Flusslauf. 

Nach dieser Besichtigung fahren wir weiter nach Marzamemi ans Ionische Meer. Dort geniessen wir die Sonne und das mitgebrachte Picknick direkt am idyllischen Hafen. Der kleine Fischerort gefällt uns, ein ruhiger Hafen, schaukelnde Fischerboot und glasklares Wasser. 

Weiter gehts dann nach Noto, das liegt noch ca. 40 Km südlich von Syrakus. Noto nennt eine der schönsten Altstädte Siziliens sein Eigen. Das absolute Schmuckstück ist der Corso Vittorio Emanuele, gesäumt von barocken Palazzi und Kirchen. 

Der Weg zurück nach Licata ist elend lange, ca. 130 Km aber keine Autobahn und schlecht beschildert. Wir kommen spät am Abend in Licata an, Urs ist erledigt vom ermüdenden Autofahren. 

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Ausflug nach Ragusa und Modica

Wir wollen Urs das schöne antike Sizilien zeigen. Es gibt hier so viel zu sehen, nur leider sind die Strassen hier auf der Südseite Siziliens nicht all zu gut ausgebaut. Es gibt keine Schnellstrassen. So dauert eine Fahrt von 100 Km ca. 3 Std. inkl. Stau, Ampeln und Kreisverkehr.

Das Frühstück gibts auf dem Schiff, dann gehts los, erster Halt ist in Gela, dort am Pier finden wir eine Bar, Kaffee und Cornetto, gefüllt mit: je nach Wunsch, Konfitüre, Crema oder ungefüllt.

Dann entfernen wir uns von der Küste und fahren weiter nach Vittoria und Comiso. Auffällig sind die vielen guterhaltenen Trockensteinmauern aus der Araberzeit, die in dieser Gegend die Wiesen und Äcker abtrennen. Am Strassenrand sehen wir die ersten blühenden Mandelbäume.

Das antike Ragusa wurde 1693, wie so viele andere Städte auf Sizilien von einem Erdbeben zerstört. Danach wurde Ragusa an neuer Stelle weiter oben auf dem Hochplateau wieder aufgebaut. Die alteingesessenen Adligen weigerten sich aber ihre baufälligen Palazzi zu verlassen, so wurde Ragusa Ibla, an der exakt gleichen Stelle wieder aufgebaut. Wir sind kurz vor Mittag dort, finden problemlos einen Parkplatz, und steigen die steilen, engen, verwinkelten Gassen hoch. Graue Steinhäuser und barocke Paläste bilden das eigentliche Stadtzentrum von Ragusa - einfach grossartig. 

Am höchsten Punkt des Piazza Duomo steht der Stolz der Stadt oben auf einer grossen Freitreppe - ihr Dom aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 

Nach dem Picknick und dem Kaffee fahren wir weiter nach Modica. Dort suchen wir uns eine Unterkunft und geniessen, nach einem Spaziergang durch die Altstadt, ein Glas Wein an einem sonnigen Platz unter einem Olivenbaum. 

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Villa Romana del Casale

Wir haben unseren ersten Besucher. Urs ist am Sonntag angekommen. Mit dem Velo erkunden wir am Montag die Gassen und Plätze der bezaubernden aber leicht heruntergekommen Altstadt. Geniessen den Abendapero in einer Bar und planen den Ausflug vom nächsten Tag.

Am Dienstag wollen wir nach Piazza Armerina und zur Villa Romana. Wir freuen uns zusammen einige Schönheiten von Sizilien zu entdecken.

Mit dem Mietauto von Urs gehts am frühen Dienstagmorgen los. Dem Meer entlang bis zur Hafenstadt Gela, danach verlassen wir die Küste und fahren durch fruchtbare Agrarlandschaft in die charmante Markstadt Piazza Armerina. Hier gibts endlich den ersten Kaffee und ein Cornetto, dann schlendern wir durch die Gassen auf der Suche nach unserem Auto, welches etwas ausserhalb vom Zentrum steht. Wir verlieren uns fast im Labyrinth der Strassen, finden den Dom oberhalb der Stadt mit dem riesigen Piazza Duomo, Piazza Armerina, entpuppt sich als unverhofftes Juwel. 

Mit dem Auto fahren wir die 5 Km zur Villa Romana del Casale. Die Villa wurde erst 1950 entdeckt. Sie war seit dem 12. Jahrhundert unter einer 10 m Schlammschicht begraben. 

Die Villa ist selbst für dekadente römische Standards luxuriös, vermutlich gehörte sie Marcus Aurelius. Sie ist mit den feinsten noch existierenden römischen Bodenmosaiken geschmückt. Wir staunen über die tollen Mosaiken, die Tiger springen einem fast entgegen. 

Spätes Mittagessen gibts dann in Piazza Armerina, dann gehts durch die grüne Landschaft zurück nach Licata. 

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Abfall überall !!!!

Abfall, Abfall, Abfall, ein grosses Problem, nicht nur in Sizilien, aber hier scheint die Behörde die Übersicht verloren zu haben. Oft wird der Abfall nicht abgeholt oder die Tore der Entsorgungsstelle bleiben einfach geschlossen. Dann türmen sich die Abfallberge in den Städten. Vermutlich ist die Entsorgung privatisiert und somit unter der Kontrolle von einigen Privatpersonen. Die Städte wissen nicht wohin mit dem Abfall, der jedes Jahr mehr wird. 

Vor unserem Hafen, innerhalb der Hafenmauern liegen massenhaft Petflaschen und Styroporteile. Niemand scheint das zu stören. Marina hat unsere Idee umgesetzt und mit Unterstützung des Hafenbüros eine Abfallsammlung organisiert. 

Sonntag 12. Februar 10.30 Uhr treffen sich die hilfsbereiten "live-a-board" beim BBQ-Platz um bewaffnet mit grossen Müllsäcken das Strandgut an der Hafenmauer einzusammeln. 28 Helfer kommen pünktlich und nach 1 1/2 Stunden gründlichem Zusammenlesen sind alle Säcke voll.

Wir konnten nicht die ganze Hafeneinfahrt reinigen, diese ist 1400 Meter lang und wir hatten nicht genug Säcke. Aber der erste Teil ist gründlich gesäubert, vielleicht gibt es ja eine zweite Sammlung für die restliche Strecke. 

Alle haben begeistert mitgemacht, bestimmt weil alle gerne die Wintermonate im schönen Sizilien verbringen und einen kleinen Beitrag für eine saubere Umgebung beisteuern möchten.

Als Belohnung spendete die Hafenbehörde einige Flaschen Prosecco. 

Dann wurde der Grill angefeuert und die BBQ-Party konnte beginnen.

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Arbeitstag bei Sonnenschein

Obwohl die Tage nicht immer von früh bis spät mit arbeiten ausgelastet sind, sind wir doch “immer” am Werken. Ich nutze das sonnige, warme Wetter, es ist windstill und die Temperaturen frühlingshaft. So macht das Arbeiten auf dem Deck richtig Freude. Der Arbeitstag hier in unserem Seglerleben sind nicht so schnell und durchorganisiert wie in der Schweiz, alles dauert etwas länger, das Leben hat einen gemächlicheren Rhythmus. 

Heute ist die Ankerwinsche an der Reihe, diese ist im Sommer unverzichtbar und muss tadellos funktionieren. Dazu braucht sie aber auch Pflege. Mindestens ein Mal im Jahr zerlege ich die Ankerwinsch, da wird sie gereinigt und gefettet. Nachdem ich mit Harrys Hilfe die Winsch in Portugal gewartet hatte, war diesmal das Zerlegen der Winsch schnell gemacht. 

Die kleine Winsch am Mast hat sich auch über das neue Fett gefreut, nun sind alle Winschen wieder geschmiert und bereit für die Segelsaison. Sie schnurren nun wir fleissige Bienen. Ssssssssssssss

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Aus dem Alten entsteht was Neues

 

Aus dem alten Segel recyclet Marina neue Taschen. Es entsteht eine neue Tasche für die Utensilien fürs Fitness, ein Bag für den PC und ein kleines Portemonnaie für das Euromünz.

Vielleicht nimmt Marina ja Bestellungen entgegen? Talent hat sie. 

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unser neues Grosssegel

Nach tausenden von Seemeilen ist unser Hightech Grosssegel von Weitem betrachtet immer noch in Form, doch aus der Nähe sieht es aus wie ein Fischernetz, löcherig und zusammengeflickt.

Wir brauchen ein neues Tuch, wo bekommen wir die beste Qualität, ein schnelles Segel, gute Beratung und zuverlässige Lieferung für unser Top-Fahrtensegel?

Nach einer Offertrunde an einige Segelhersteller haben wir uns für ein Segel von Dieter Kuhn aus Romanshorn entscheiden. Er schneidert die schnellsten Segel am Bodensee.

Wir konnten in der Segelwerkstatt zusehen wir das Segel genäht wurde, zugeschnitten wurde es vorher auf dem Schneidplotter.

Pünktlich eine Woche vor unserer Rückreise nach Sizilien war das Segel fertig und wir holten Segel und die 4 Meter langen Segellatten bei Dieter ab. Für den Flug nach Catania haben wir ein Gepäckstück gebucht, das darf 23 Kilogramm schwer sein, doch das Segel ist grösser als ein Koffer und die Segellatten die wir zu einem Reif gerollt hatten kommen noch dazu. Etwas nervös sind wir schon, ob das mit dem Flug reibungslos geht. 

Am 29. Januar fahren wir los Richtung Süden, zuerst noch einen gemütlichen Brunch mit Martina und Stefan, einen Kurzbesuch bei den Eltern, dann aber los. 

Auch am Zoll im Tessin kann es noch Probleme geben, werden wir mit dem Segel kontrolliert? Am Zoll war keiner der Zöllner anwesend, auch gut für uns. 

Am Dienstag beim Einchecken verläuft auch alles perfekt, kein Übergepäck und kein Zuschlag für die Segellatten, die sind echt kulant die Mitarbeiter der Alitalia. 

Die ersten beiden Tage in Licata war es zu windig um das Segel zu hissen, doch am Freitag wars soweit, wir zogen das neue Grosssegel das erste mal hoch, es passt, vielleicht 5-10 cm zu kurz. Wie schnell es uns mit dem Wind vorwärts bringt werden wir im Frühling sehen.

Wir freuen uns auf die Weiterreise mit dem neuen Grosssegel. 

 

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Winterquartier in der Schweiz

 

Am 16. Dezember fliegen wir von Catania nach Mailand, mit Alitalia. Gioia darf nur mit sicheren Gesellschaften fliegen, keine Billigflieger!!!! Dort mieten wir einen kleinen Panda und besuchen Marinas Vater in Sarnico und ihre Verwandten in Palazzolo. 

Weihnachten feiern wir in der Schweiz in Böttstein bei Gloria und Familie. 

Am 26. Dezember ist die grosse Reifler-Familienweihnachtsfeier im Bad Horn.

Den Jahreswechsel zelebrieren wir am Bodensee, Andreas machte ein Feuer am Ufer, dort im Nebel direkt am See, knallen um Mitternacht die Korken. 

Wir besuchen Freunde und Verwandte, werden fast jeden Abend zum Essen eingeladen und bleiben oft über Nacht im Gästezimmer. Wir geniessen die Gastfreundschaft und erzählen von unserem Abenteuer und erfahren was bei unseren Freunden neues passiert ist. 

Die klirrende Kälte sind wir nicht mehr gewohnt, der Schneefall macht uns Sorgen, da wir mit Sommerpneus unterwegs sind. Doch die Spaziergänge in Schocherswil und rund um den Eselschwanz sind in der verschneiten Landschaft und im Raureif ein spezielles Erlebnis. Es entsteht eine tolle Stimmung, wenn die Sonne durch die weissen Bäume scheint. 

Jetzt sind wir für einige Tage in Palazzolo, morgen Mittwoch 11. Januar ist die Gerichtsverhandlung bei der Vormundschaftsbehörde. Nach dem sicher positiven Bescheid fahren wir zurück in die Schweiz. 

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Editorial

Ein bisschen Mut braucht es schon, den tollen Job zu künden, das Haus zu vermieten, ein Schiff zu kaufen, zu heiraten, den Alltag zu verlassen. Das alles haben wir im April 2015 gemacht. Das Abenteuer war zu verlockend. Wir lösen die Leinen in Gelting an der Ostsee und unsere Hallberg-Rassy 36 startet mit uns die grosse Reise. Keine exakten Pläne, der Wind bestimmt das Tempo und die Richtung.

Wir geniessen die Freiheit bei zu viel Wind oder Gegenwind im Hafen zu bleiben, wir geniessen die ruhige Fahrt durch die blauen Wellen, wir geniessen das Ankommen im sicheren Hafen nach einer stürmischen Fahrt, wir geniessen die Gemeinschaft der Seeleute.

Unser Ziel ist das einfache Leben auf kleinem Raum, umgeben von der Natur, das spühren der Elemente. Unser Ziel ist die Reise, das entdecken neuer Länder und Menschen, unser Ziel ist ein neuer Lebensrhytmus. Das alles sind wir am Erleben.

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Ausflug ins Tal der Tempel

Nur eine Stunde Busfahrt von Licata entfernt liegt Agrigento, wir wollen zu den griechischen Tempeln der antiken Stadt Akragas, die wurde 581 v. Chr. am vorteilhaftesten Punkt der sizilianischen Mittelmeerküste gebaut und liegt am Fusse von Agrigento.

Wir sehen die Tempel schon von Weitem aus dem Busfenster. Doch aus der Nähe sind die Überreste aus diesem “Goldenen Zeitalter” noch eindrücklicher. In der Stadt lebten mehr als 300’000 Leute und die Stadtmauer war 12 Kilometer lang. Der Olympiasieger im Wettkampf Viergespann wurde in Akragas mit 300 von Schimmel gezogenen Wagen empfangen.! In der Stadt lebten Mediziner, Philosophen, Tyrannen aber auch die Demokratie wurde von Empedokles eingeführt. 

Wir staunen über die Größe der Tempel, über die Mächtigkeit der einzelnen Steinblöcke. Ganz im Osten sehen wir vor uns den fast intakten Concordia Tempel, einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Er dient auch als Logo für die UNESCO. 

Wir verbringen viele Stunden in dem Park, und wir werden sicher wieder zurück kommen. 

Mit dem Bus gehts dann bequem zurück nach Licata. 

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Alltag in Licata

Wir sind eine kleine Gemeinschaft von Seglern die hier überwintern. Franzosen, Holländer, Finnen, Dänen und Schweden, Deutsche, Amerikaner und Australier und Engländer. Wir haben einige Aktivitäten die wir zusammen unternehmen. Filmabend, BBQ und zweimal in der Woche geselliges Beisammensein. Da gibts wertvolle Tipps von Licatakennern. 

Heute Sonntag ist die Wiedereröffnung der Bahnstrecke in Licata, ein Sonderzug fährt nach Modica zum Schokoladenfest. Wir hatten keine Tickets, die waren in wenigen Stunden ausverkauft, so waren wir schon um 8.30 beim Bahnhof, da einige Wagen extra angehängt wurden und wir darum auf ein Mitfahren hofften. Der Zug sollte um 9.30 eintreffen doch dann wurde uns mitgeteilt, dass er 50 Minuten Verspätung hat. Aus den 50 Min. wurden dann 100 Minuten, da war unsere Geduld genug strapaziert und wir haben kurz vor 11 Uhr unseren Plan B verwirklicht. Wir sind zurück zum Hafen zum sonntäglichen Grill. Eine echte Blamage, Wiedereröffnung mit einer Lokomotive die nicht funktioniert. “Bella Italia”!!! Der Zug ist erst um 12.30 in Licata eingetroffen und erst ca. 16 Uhr in Modica angekommen, also kurz vor Sonnenuntergang! 

Wir haben in Licata gute Handwerker und viele kleine Geschäfte, eine Eisenwarenhandlung, Sanitärgeschäft, Elektriker und Bootsshops und eine Werft. Am Samstag war ein Segelmacher hier und hat unser Grosssegel ausgemessen. Mal sehen wie die Offerte ausschaut. 

Vor unserer Reise in die Schweiz sind noch einige Arbeiten auf unserer Liste, wenn wir fleissig sind haben wir bis zum Abflug am 16. Dezember alles erledigt und können den Heimurlaub geniessen. 

Als letztes werden wir den Stecker von unserem Weihnachtsstern ziehen.

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Licata, echt sizilianisch

Mit den Mietauto waren wir einen Tag unterwegs und haben uns den Hafen von Marina Ragusa angeschaut. Wir haben hin und her überlegt,Vorteile und Nachteile aufgelistet, dann noch mit dem Preis verhandelt, danach haben wir uns für Licata entschieden.

Hier sind wir nahe der Stadt, es gibt eine Werft und einen Shippershop und die Segler unternehmen vieles miteinander. In Ragusa leben mehr Leute auf den Schiffen und es soll mehr Aktivitäten geben. 

Hier in Licata ist jeden Sonntag BBQ bei der grossen Feuerstelle. Nächste Woche gehen wir zusammen in eine Weinkellerei und am nächsten Sonntag geht es mit dem Oldtimerzug nach Modica. 

Wir haben schon viel entdeckt im Stadtzentrum von Licata. Die Häuser sind alle “baufällig” die Gassen oft dunkel und schmal, auf den Plätzen und in den Strassenkaffees treffen sich die Männer, frische Früchte, Fisch und Gemüse wird an der Strasse verkauft, die Leute haben Zeit zum Diskutieren und Flanieren, Arbeit gibts fast keine hier, die jungen Leute zieht es nach Norditalien oder nach Deutschland. Doch die Stadt hat Flair, sie lebt und wir sind mitten drin.

Licata war die erste Stadt Italiens die von den Amerikanern von Mussolinis Faschistentruppen befreit wurde. 

Am Corso Emanuele mitten in einer Häuserzeile ist das Theater, wir beide waren eingeladen bei der Oper “Madame Butterfly”. War ein grosses Erlebnis, über 40 Sänger und Sängerinnen aus Japan im Vorprogramm, überraschend wunderbare Stimmen der Opernsänger und von Madame Butterfly. 

Schöne Strände am Stadtrand, und einen einmaligen Friedhof oberhalb der Stadt. 

Es gibt vieles zu sehen, hab mir heute ein Bike gekauft, für Ausfahrten an den Horizont. Uns wird bestimmt nicht langweilig hier.

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nach Licata

Die unruhige Nacht in San Leone geht endlich mit den Tagesanbruch zu Ende. Der Schwell hat nicht nur uns, sondern auch Gioia wach gehalten, sie ist immer wieder über uns gelaufen und hat uns geweckt. Doch nun rasch einen Kaffee dann gehts weiter. Wir legen ab, und "schleichen" uns aus dem Hafen, (Gratisübernachtung!) 

Es sind noch 2o Meilen bis Licata. Wir segeln der Küste entlang, wie jeden Morgen mit Ostwind. Uns gefällt die Landschaft, hügelig und bewachsen mit Olivenbäumen und Weinreben. Immer wieder eine kleine Ortschaft. Kleine Strände, Kreidefelsen, einsame Buchten, dann kommen wir um die Landzuge und sehen vor uns den Leuchtturm vom Licata und oberhalb der Stadt die Burg und den einzigartigen Friedhof mit den vielen grossen Mausoleen.

Sind wir nun im Winterquartier angekommen? Was erwartet uns, viele nette Seeleute und gute Versorgungsmöglichkeiten für Crew und Schiff? 

Wir werden es entdecken, wir haben ja jetzt Zeit. 

Wir haben viel erlebt auf den 2'621 Seemeilen zwischen Lagos und Licata. Das Beste ist: wir sind beide gesund und das Schiff ist sicher festgemacht. 

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Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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weiter nach Mazara del Vallo

Heute ist nicht mehr so starker Südostwind gemeldet, wir verlassen Marsala mit vollem Weinkeller und können den ersten Teil der Strecke segeln. Der Wind frischt auf wir reffen das Gross und die Genua.  

Wir haben nur bis um 11 Uhr Wind zum Segeln, danach dreht der Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen, leider gehts nun gegen den Wind und Wellen und wir kommen nicht schnell voran. Erst um 13.30 sind wir in Mazara del Vallo, einer Hafenstadt an einer Flussmündung. Also verspätetes Mittagessen nach den 15 Meilen durch die Wellen.

Hier in Mazara liegt die grösste Fischkutterflotte Italiens. Viele der Fischtrawler fahren an die fischreiche afrikanische Küste, zu den tunesischen Gewässern oder nach Libyen zum Wildern, dort riskieren sie Gefängnisstrafen, die tunesischen Gefängnisse sollen besser sein!

Die Altstadt von Mazara erinnert an eine nordafrikanische Kasbah, die engen verwinkelten Gassen sind gesäumt von Barockgebäuden und Bauwerken aus dem Normannenzeitalter. In diesem Teil der Stadt leben vor allem Tunesier. 

Riesig scheint die Piazza della Repubblica, wenn man aus den engen Gassen auf den grossen Platz tritt, prächtigen Palazzi und der Dom umrahmen den Platz.

Das Nachtessen gibt's in einem tunesischen Restaurant, danach gehts im Dunkeln zurück zum Schiff.  

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Die Salzlagunen von Marsala

Die kleine Altstadt von Marsala ist schnell entdeckt und besichtigt. Darum haben wir heute die Velos rausgenommen und wollen zu den Salzlagunen fahren.

Los gehts, alles möglichst dem Meer entlang Richtung Trapani, zwischen Marsala und Trapani ist das Meer sehr flach, zu einer vorgelagerten Insel kann man mit dem Fuhrwerk sogar auf einer Unterwasserstrasse fahren. 

Bei einem Touristen Info Center halten wir an, fragen nach dem Weg zum Salzmuseum und werden gleich hier von einem netten Herrn über alles was mit der Salzgewinnung zu tun hat informiert. Zum Glück, denn das Museum war geschlossen, Winterbetrieb! 

Wir fahren den Lagunen entlang, sehen Flamingos und Eisvögel. Schauen uns die Windmühlen, die das Wasser vom Meer in die flachen Salzgewinnungsbecken gepumt haben, aus der Nähe an. Kaufen bei einem interessanten Mann mit den 100 Berufen, er möchte ja hier überleben, einen Glücksbringer. Dann gehts wieder zurück in die Stadt, nun mit Gegenwind. 

Am Freitag wollen wir wegen dem Südostwind auch noch nicht weiter, dazu regnet es immer wieder. Wir fahren zu einer Weinkellerei und kaufen den Wein ab der Zapfsäule! 

Am letzten Abend in Marsala schlendern wir nochmals durch die beleuchtete Innenstadt, zur Piazza della Repubblica die von den mächtigen Chiesa Madre beherrscht wird, dann durch das Stadttor “Porta Garibaldi”. 

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Nach Marsala

Heute ist unser Ziel Marsala, den Wein kennt doch jeder, doch wo liegt dieser Ort? Im Westen von Sizilien. 

Wir lassen Trapani hinter uns, segeln zwischen der flachen Küste mit den vielen Salzlagunen und den Ägadischen Inseln nach Süden. Oben auf dem Berg liegt Erice. Der wenige Wind erlaubt ein entspanntes Segeln. Nur auf die Untiefen müssen wir achten, das Wasser ist nur 20 Meter tief. Da kann ich doch mal die Angel auswerfen, mal sehen ob ein Tuna an die Angel geht? Kaum 15 Minuten vorbei, rauscht die Angelleine aus, Marina löst die Schoten damit wir langsamer werden, ich lasse den Fisch an der Angel müde werden. Nach einigen Minuten hole ich die Angelschnur ein und mit dem Kescher wird der Tuna ins Schiff geholt. Ein schöner glänzender Fisch mit rotem Fleisch. 

Am Himmel ziehen Wolken auf, eine Regenfront naht, der Wind frischt auf wir werden vor dem Regen in Marsala ankommen. 

Kurz nach 14 Uhr sind wir im Hafen, Leinen fest und kurzer Lunch, dann marschieren wir in die Stadt und werden vom Regen überrascht. Wir rennen durch die Gassen bis wir eine Bar finden und bleiben bis der Regen aufhört, dann gehts zurück zum Schiff. 

Am Mittwoch ist starker Südostwind, wir bleiben in Marsala. Unweit vom Hafen ist die Weinkellerei 

Florio, hier wird seit 1833 der Marsala hergestellt. Wir nehmen an einer Führung durch die Kellerei teil. Zuerst gibts einen 3D-Kino Kurzfilm inkl. schaukelnden Sitzen und Wind und Blitz und Donner, aber wenig ohne interessante Informationen. Dann können wir das Museum und die Lagerhallen besuchen, wir staunen über die unzähligen, riesigen, hölzernen Weinfässer. Die Erklärungen sind sehr ausführlich und spannend.

An der interessanten Führung sind nur vier Personen, wir und ein anderes Paar aus Lausanne. Nach der Degustation und dem Kauf von einigen Flaschen Marsala werden wir in ein feines Fischrestaurant in der Stadt eingeladen. Merci für das war leckere Essen und die Gespräche.

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An die Westküste Siziliens

Der Morgen kündigt sich mit einem leuchtenden rot am Horizont an. Die Fischer verlassen den Hafen, das ist bestimmt ein gutes Zeichen, dass Wind und Wellen sich beruhigt haben.

Wir starten um 7.45 den Motor, setzten kurz nach dem Hafen die Segel, Kurs Südwestwärts nach Trapani.

Wir haben mehr Wind als vorausgesagt, die Wellen sind nur noch 1,4 Meter hoch, es macht richtig Freude zu segeln. Der Wind steht leider zu stark südlich, so dass wir Trapani nicht direkt ansteuern können. So müssen wir kreuzen und das gibt einige Meilen mehr. Marina wird immer ruhiger und muss ab in die Koje, die Wellen sind zu unangenehm, Seekrank ??? 

Kurz vor Trapani stellt der Wind ab, mit Hilfe vom Motor gehts an allen Untiefen vorbei in den Hafen.

Marina ist wieder fit und fragt über Funk, ob wir in den Hafen einlaufen dürfen, das ist speziell hier, vermutlich wegen den vielen Fähren welche zu den Ägadischen Inseln rein und raus fahren.

Wir legen nach 23 Meilen um 13.45 im Hafen an. Nach dem “Anleger” gibts was feines zu Essen, dann ab in die Stadt. Es wird früh dunkel, die Sonne geht hinter den Ägadischen Inseln unter. Dann erscheint im Osten der Vollmond, da er der Erde extrem nahe ist ist er 14 % grösser als sonst, wir haben Glück, die Nacht ist fast wolkenlos. 

Wir bleiben 2 Nächte, wollen am Montag rauf nach Erice, eine antike Stadt, 750 Meter höher gelegen als Trapani und mit einer Seilbahn bequem zu erreichen. Drunten in der Stadt scheint die Sonne, hier oben in Erice ist es wolkenverhangen. Mystisch, die Burgen und Kirchen tauchen aus dem Nebel auf. Runter nach Trapani ist der Blick frei. Doch ganz Erice ist eingehüllt in die eine grosse Wolke. 

In früheren Zeiten war Erice ein berüchtigtes Zentrum des Liebeskultes der Venus. In dem heiligen Tempel wurde ein spezieller Kult der sakralen Prostitution praktiziert. Trotz der zahlreichen Überfälle blieb das Heiligtum immer unversehrt, unschwer zu erraten warum. 

Ich konnte wegen des Nebels den Tempel nicht finden. Oder wurden aus den Tempelsteinen etwas eine der vielen Kirchen gebaut? 

Gefunden haben wir aber das weltberühmte Café Maria mit den herrlichsten sizilianischen Leckereien. 

 

 

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Kurzausflug in die Wellenberge

Wir sind noch unschlüssig, ob wir heute Mittag weiter segeln können, die Wellen draussen beim Riff vor dem Leuchtturm sind riesig. So spazieren vorerst durch den Ort, kaufen beim Fischer zwei Spigola und Thunfischstücke konserviert im Glas. Er erzählt uns vom Thunfischfang und von der Thunfischverarbeitung, über 40 Fischer haben hier Thunfisch gefangen. Heute wird der Thunfisch aus Portugal und Spanien importiert und verkauft.

Am Mittag entscheiden wir, dass wir weiter segeln. 

Der Wind wird weniger und hat auf auf West gedreht, so sollten wir nach Trapani segeln können. Wir verlassen den Hafen, doch nach 2 Meilen entscheiden wir zurück zu kehren, die Wellen sind zu hoch und kommen von der Seite, die Serenità wird immer wieder schwer auf die Seite gelegt. Wir drehen ab, zurück in den Hafen, dort kommen wir wieder gut an. War ein Adrenalin-Abenteuer.

 

Wir waren etwas ungeduldig, wollten weiter um bald in Licata zu sein, in unserem Winterquartier. Doch die Natur war heute anderer Meinung. 

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Nach San Vito lo Capo

Wir sind schon bei Sonnenaufgang am Kaffeetrinken, danach gibt es ein kleines Frühstück. Dann wird das Schiff für die Abfahrt bereitgemacht.  

Wir verlassen Castellammare del Golfo um 07.45. Durch den langen Bergrücken, der mit dem Monte Monaco in San Vito lo Capo endet, sind wir vom Westwind geschützt, wir haben wenig Wind nur die Böen kommen ab und zu über den Bergkamm. Dann wird die Serenità schnell, sonst gehts gemütlich vorwärts. Wir sind am schönsten Küsteabschnitt von Sizilien, es gibt hier das ggrösste Naturschutzgebiet “Lo Zingaro” von Sizilien.

Wir sehen auch stillgelegte alte Thunfischfabriken, hier wurden früher Thunfische gefangen und verarbeitet. Heute sind fast keine Thunfische mehr im Mittelmeer. Das war noch vor ca. 50 Jahren. 

Heute kommt der Thunfisch aus dem Atlantik. Viele Fischerboote wurden auf Befehl der EU ausgemustert. 

Wir kommen kurz vor 11 Uhr in San Vito lo Capo an, der Hafen liegt in ein einer grossen Bucht. San Vito ist der nordwestlichste Ort von Sizilien. Ein Badeort mit einem herrlichen Sandstrand. Der Ort ist arabisch angehaucht, Africa ist nicht weit weg. 

San Vito ist jetzt ziemlich verlassen, keine Badegäste sind da, keine Kletterer die auf den Monte Monaco raufkraxeln, keine Segler die Urlaub machen. So haben wir den Hafen für uns und auch die Pizzeria am Abend. Der abgelegene Ort wir von uns auf einigen Spaziergängen erkundet. 

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Castellammare

Wir verlassen Palermos grossen Hafen am frühen Morgen. Unser Kurs ist immer der Küste entlang nach Westen. Es sind 34 Meilen bis Castellammare del Golfo, einer alten Stadt am Fuss einer Bergkette, mit einem geschützten Yachthafen. Wir brauchen den Motor, es hat zu wenig Wind. 

Leider haben wir jetzt oft stürmisches Wetter oder gar keinen Wind und oft hohe Wellen. 

Kurz nach Mittag sind wir in Castellammare, ein freundlicher Hafenmeister, Gianfranco hilft beim Anlegen. 

Wir liegen am Fuss der Altstadt geschützt von hohen Hafenmauern. 

Am Dienstag fahren wir mit den Velos der Küste entlang nach Balestrate, die Küstenstrasse führt oft steil bergauf, nach 15 Kilometer sind wir dort, netter Ort, feines sizilianisches Mittagessen. Der grosse Hafen hier wurde nie fertiggestellt, nur die Hafenmauern sind da, aber keine Stege oder sonstige Infrastruktur. Das Geld ist ausgegangen. 

Am Mittwoch fahren wir Richtung Nordwesten, dem vielleicht schönsten Küstenabschnitt Siziliens entlang. Wir kaufen bei einem Olivenbauern frisch gepresstes Öl, und entdecken einen wunderschönen Sandstrand. Keine Bar hat offen, alle haben Winterbetrieb. So gehts wieder nach Castellammare zurück in die Altstadt.

Wir bleiben bis am Samstagmorgen hier, es regnet oft und es stürmt aus Nordwesten, die Wellen schlagen und schäumen über die Hafenmauer, da habe ich keine Lust rauszufahren. 

Wir liegen am Steg, zwei Muringleinen vorne, alle Fender draussen, das Schiff liegt ruhig, nur der böige Wind der in den Masten pfeifft zeigt uns, dass es draussen stürmt.  

Wir warten ab, jetzt im späten Herbst braucht es Geduld mit dem Wetter. Castellammare ist ein schöner Ort um einige Tage zu bleiben. 


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Palermos Sehenswürdigkeiten

Am ersten Tag haben wir am Puls der Stadt geschnuppert. Nun wollen wir nochmals genauer hinsehen. Die Quattro Canti und die Fontana Pretoria, dieser Brunnen wurde für eine Villa in der Toscana gebaut, Palermo wollte aber einen grösseren Brunnen als Messina, darum steht er jetzt vor dem Rathaus. 

Den Dom mit dem riesigen Vorplatz, und dann mal in die Neustadt, mit den breiten Einkaufsstrassen und noblen Restaurants und Kaffees. 

Mitten Velos zum Palazzo dei Normanni, das war unter den Normannen, die Palermo zu Blüte brachten der Hauptsitz des Königreiches. Roger II baute in einem Flügel des Palastes die Kapelle Palatina. Ob den wunderbaren, eindrücklichen, strahlenden Mosaiken verschlug es mit den Atem. 

Der Fussboden mit Marmormosaiken, die Decke aus geschnitztem Holz, ein Meisterwerk arabischer Schnitzkunst.

Die Kapelle wurde zu der Zeit gebaut als in der Eidgenossenschaft die Habsburg mit den Hellebarden vertrieben wurden. 

Dann zum Teatro Massimo und und …. alles auch bei Nacht wunderschön, und viel los in den Gassen und Plätzen. Sogar auf dem Dach des Domes waren wir in der Nacht. 

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nach Palermo

Nach den beiden erholsamen Tagen in Ustica müssen wir weiter. Der Wind wird drehen und stärker aus Süden kommen, dann liegen wir hier in Ustica nicht mehr sicher. Der Hafen ist nicht gut geschützt.

Wir legen am Mittwochmorgen um 9 Uhr ab, es sind 35 Meilen bis zum “Festland” von Sizilien. Wir steuern Palermo an. Wir haben wenig Wind, ab und zu segeln wir, dann hilft wieder der Motor. Wir entscheiden, dass wir bei Dämmerung einlaufen und an der Tankstelle festmachen. Das gibt für uns eine Gratisübernachtung. Pünktlich beim Nacht werden legen wir an. Wir feiern das Ankommen in Sizilien mit einem echten Schweizer Raclette auf dem Kerzenrechaud von Kisag. Hmmm so fein. Randellis sei dank.

Am Morgen tanken wir für Euro 200, das gibt 138 Liter Diesel. Dann legen wir in der Werft Galizzi e Figli am Gästesteg an. Neben uns liegt ein Katamaran, der von der Türkei nach Mallorca unterwegs ist, die beiden Jungs haben über 60 Kg Fisch im Tiefkühler, wir bekommen zwei grosse Portionen geschenkt. Dann gehen wir Palermo erkunden. 

Die Altstadt nahe beim Hafen, ist mit den Häuserreihen mit den kleinen Balkonen eine Augenweide, nur leider sind viele Häuser am Verfallen. Wir finden viele Plätze und Parks, viele Kirchen und den Dom. Die wichtigen Fussgängerstrassen, Via Roma und Via Maqueda und Corso Vittorio Emanuele.

Immer wieder kommen wir zur Kreuzung Quattro Canti, da bilden die Eckhäuser der Kreuzung einen Kreisel. Das Wort Canti kommt nicht von Singen sondern von Ecken.

Palermo gefällt uns, wir sind fasziniert, überall gibts feines Essen, Fussgängerzonen und viele Geschäfte mit Kleidern,Taschen von Prada für 1300 Euro, aber auch Strassenmärkte mit Hüte für 2.90 Euro. 

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Ustica an Allerheiligen

Am 1. November ist wenig Wind, wir können ohne Sorge um 08.30 Uhr in die Kirche. Dann Gioia auf dem Schiff holen, das noch immer als einziges Gästeschiff im Hafen liegt. und danach unsere kurze Wanderung auf die alte Burg über dem Ort unternehmen. Die Aussicht von dem höchsten Punkt der Insel, dem Kraterrand des einstigen Vulkans ist toll, weit draussen sehen wir die Fähre die von Genua kommend nach Palermo fährt.

Am Weg zurück ins Dorf treffen wir einen älteren Mann aus dem Ort, wir unterhalten über die Wasserversorgung von Ustica, über den Fischfang und Tourismus. Er war, wie seine Vorfahren, Fischer. In seinem Magazin zeigt er uns, wie er früher die Reusen für den Fisch- und Krebsfang geflochten hat. 

Zum Abschied aus Ustica gehts heute in die einzige Taverne die offen hat, ins Pizza Paza

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Ustica bellissima

Bei Sonnenaufgang sind wir auf, der Hafen und die Häuser über dem Hafen sind im Morgenlicht goldig beleuchtet. Wir staunen über die tolle Aussicht vom Hafen rauf zur Stadt. 

Wie immer gibts zuerst Kaffee, dann ein kurzes Frühstück, dann raus auf die Mole und die Stadt bei Tageslicht erkunden. Die kleine Stadt liegt am Abhang über dem Hafen, ein grosszügiger Platz mitten im Ort gesäumt mit Orangenbäumen und oben der Kirchplatz mit der Kirche bleiben jedem Besucher sicher für immer in Erinnerung. 

Hier gibts einen Espresso und Marmeladegipfel, danach schlendern wir durch die engen Gasse, kaufen bei der Fischersfrau aus dem Kofferraum 2 knallrote Fische für heute Abend, dann gehts zurück zum Schiff.

Am Nachmittag fahren wir mit dem kleinen Bus, für 1,50 Euro um die ganze Insel. HALT, wir steigen beim Leuchtturm aus und wandern auf einem gepflegten Wanderweg 4 Kilometer zurück in den Ort. Der Weg ist gesäumt mit Kakteen, die Aussicht runter ins glasklare Wasser atemberaubend, wir sind glücklich, dass wir hier gelandet sind. 

Zurück im Hafen sehen wir, dass unser Schiff mit dem Heck an der Hafenmauer ansteht, zum Glück haben wir Fender draussen, der Anker hat dem Wind der nun stärker ist nicht Stand gehalten. 

Wir fahren ein neues Ankermanöver, Marina bleibt am Pier ich legen den Anker weiter draussen in den Hafen. Es ist etwas besser aber nicht gut, mit Hilfe von zwei Tauchlehrern und einem Fischerboot legen wir zusätzlich den zweiten Anker aus, jetzt sind wir sicher am Haken. Nicht ganz einfach das liegen in Ustica. Wir bleiben am Abend auf dem Schiff- Ankerwache und geniessen das Fischmenue.

 

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Rüber zur Insel Ustica, Sizilien

 

Wir haben den Wetterbericht genau studiert, der starke Nordwind wird in der Nacht auf Samstag abflauen, die Wellen noch 1,5 Meter hoch sein, dann weit draussen, wird es wenig Wind haben und vor Sizilien wieder guter Wind aus Nordost. Wir wünschen uns einfach genug Wind für die 180 meilenlange Überfahrt.

 

Die Nacht ist unruhig, es kommt Schwell in den Hafen, doch der Wecker erlöst uns um 5 Uhr früh. Schnell Kaffee machen, kurz mit Gioia raus dann sind wir um 6.15 bereit. Es ist noch stockdunkel, wir sehen kaum die Inseln vor dem Hafen, mit genug Abstand passieren wir die Inseln dell’ Ogliastra. Dann setzen wir die Segel. Wir haben den Wind von der Seite und es läuft wunderbar, die Sonne kommt genau um 07.45, um 10.15 sind wir schon 24 Meilen gesegelt, das sind 6 Meilen pro Stunde. Ob das so weiter geht? Doch der Wind lässt etwas nach - wir fahren mit 5 Knoten, auch nicht schlecht!

 

Am späten Nachmittag verschwindet Sardinien am Horizont hinter uns. Wir müssen den Motor starten, da wir nun in der Schwachwindzone sind. Es ist 16.45. Um 18.45 versinkt die Sonne  spektakulär “ins Wasser”. kurze Zeit später stellen wir den Motor ab, nun kommen wir nur noch mit 2-3 Meilen pro Stunde vorwärts, gibt das eine zweite Nacht bis Ustica? 

 

Wir dümpeln durch die Nacht, sehen von Weitem einige Tanker an uns vorbeifahren. Um 7.39 kommt die Sonne über die Wasserkante, es wird wärmer. wir haben im Cockpit draussen geschlafen, so konnten wir die Instrumente, das AIS und die Segelstellung beobachten, gesteuert hat der Autopilot.

 

Wir haben das Ziel Ustica gewählt, weil die Insel vor Sizilien, ein kleines Naturparadies ist. Der Hafen ist nicht gegen alle Winde geschützt, doch bei Nordostwind sollten wir an dem Pier gut liegen. 

 

Nun mit der Sonne kommt der Wind wieder, wir segeln mit 5,5 Knoten Fahrt, Ustica scheint für heute Abend in Reichweite. Wir lesen und schlafen, Gioia bewegt sich seit Samstagmorgen nicht mehr, schläft und wartet. Kochen ist schwierig, da wir immer grössere Wellen haben, doch wir wagen es einmal einen feinen Risotto und einmal Farfalle à la rabiata zu kochen. Wir geniessen die Zeit so alleine draussen im blauen Meer. 

 

Dann um 15.40 sehen wir Ustica vor uns, noch 28 Meilen, noch ca 5 Std. Da wird es dunkel sein bis wir ankommen.

 

Um 19 Uhr rufen wir mit dem Telefon im Hafen Ustica an, wir erhalten Verbindung mit dem Hafenmeister in Palermo, er wird für uns abklären, ob Platz im Hafen ist und ob jemand dort ist. 

 

Wir rufen nach 30 Minuten zurück, gute Nachricht, es ist Platz und es wird jemand von der Küstenwache kommen. Dann haben wir über Funk Kontakt zum Hafen in Ustica, wir sind gespannt auf das Ankommen, der Leuchtturm weist uns den Weg. 

 

Wir laufen um 20.45 in den schlecht befeuerten Hafen ein, niemand ist da, auch keine anderen Segelschiffe. Dann nach ca. 10 Minuten kommt jemand auf dem Motorrad er ist von der Küstenwache, er zeigt uns wo wir anlegen können und hilft uns beim Festmachen an der Mole. 

 

Geschafft. Nun noch warten ob der Anker hält, hier in Ustica müssen wir vorne den Anker legen und hinten mit den Leinen am Pier festmachen, nciht ganz einfach zu zweit in der Nacht.

 

Dann gibts noch einen Drink am Dorfplatz, es ist ja jetzt Winterzeit und somit “erst” 20 Uhr. 

 

Das Bier und den Cappuccino in der Bar "Carpe Diem" haben wir uns verdient.

 

 

 

 

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Santa  Maria Navarrese

Am Montag bleiben wir noch in Cala Gonone, es ist immer noch Südostwind, Scirocco, es ist neblig, sogar auf dem Meer draussen.

Wir bringen das Auto zurück und nehmen die Wäsche mit in den Salon. Das  Schiff wird auch gewaschen, das eingetrocknete salzige Spritzwasser entfernt und die Wassertanks aufgefüllt.

Am Dienstag beruhigt sich der Scirocco und wir legen ab, fahren mit Motor der immer noch nebligen Küste entlang. Leider sehen wir nicht viel von den traumhaften kleinen Stränden die zwischen den Felswänden liegen.

Am Nachmittag sind wir in Santa Maria Navarrese, ein kleines Fischerdorf, mit einem geschützten Hafen. Wir finden eine Platz am Steg, vis à vis einem anderen Schweizer Schiff. Von Santa Maria werden wir die Überfahrt nach Sizilien starten. Hier bleiben wir bis der Wind passt, es sind jetzt noch 2 Tage Sturm aus Norden gemeldet. 

Wir feiern das Ankommen in Santa Maria mit einem Käsefondue, mmmmmh, den Verdauungsschnaps gibts auf der Milva, bei Roman und Rahel. 

Am Donnerstag fahren wir mit den Velos nach Arbatax, sind "nur" 15 Kilometer, der Nordwind schiebt uns nach Süden. Wir wollen den Hafen, die Tankstelle und die roten Felsen beim Riff anschauen. Nach dem Drink in der Hafenbar hat Marinas Velos 2 platte Reifen. Sie ist wohl über Dornen gefahren. Zum Glück ist der Hafenmeister zum Hobby Velomechaniker und hat die beiden Löcher rasch und perfekt geflickt. 

Den Freitag verbringen wir mit Vorbereitungen für die Überfahrt, Dinghi verstauen, Wetterbericht studieren, Einkaufen. 

Zum Abschied von Sardinien gibts einen feinen Apero auf der Serenità, Gäste sind Rahel, Roman mit Luigi und Andreas. 

Dann sind wir bereit für die 180 Meilen Überfahrt nach Ustica.

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Mit der Cinquecento nach Olbia

Heute Sonntag fahren wir mit dem kleinsten Auto durch die höchsten Berge. Kristine und Clodo haben heute Abend ihren Rückflug in die Schweiz. 

Wir fahren auf der SS 125 die zuerst in die Berge, dann der Küste entlang nach Norden führt. In der Nähe von Dorgali besuchen wir eine Höhle, dort steht der 2. höchste Stalaktit der Welt, 38 Meter. 

Nun gehts runter an die Küste, wir fahren quer durch einen Marmorsteinbruch, eindrücklich die riesigen Blöcke die hier gesägt werden. Die Trucks muten wie kleine wie Spielzeuge an.

An der Küste in Marina di Orosei, gibts Picknick am Strand und danach einen Kaffee in einem vornehmen Hotelpark, mit grossem Pool. 

Auf der weiteren Strecke Richtung Olbia, fährt Clodo einige Male auf Anweisung Marinas "falsch", wir finden aber immer wieder auf die 125 zurück. Der letzte Halt ist in Porto San Paolo, von hier sehen wir die langgezogene Insel "Tavolara" im Golf von Olbia, der Flughafen kann nicht mehr weit weg sein. Auf dem Weg zurück nach Olbia sind wir 180 Km gefahren, wir sind in den 2 Segeltagen ein grosses Stück der Sardinischen Küste entlang gesegelt!

Pünktlich um 19 Uhr sind wir am Airport, die abwechslungsreichen Tage waren schnell vorbei, wir verabschieden uns und freuen uns, wenn die beiden wieder mal auf Besuch kommen.  

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Tagesausflug zur Cala di Luna

Die hohe bemalte Hafenmauer verdeckt den Sonnenaufgang, darum ein kurzer Spaziergang zum Ende der Mauer, um richtig wach zu werden.

Da heute kein Wind vorhergesagt wurde, planen wir einen Ausflug zur "Grotta del Bue Marino" und an den Strand "Cala di Luna". 

Vor dem Losfahren organisieren Kristine und Marina ein Mietauto, dass uns morgen Sonntag nach Olbia bringen wird. 

Dann gehts los, wir motoren der Küste entlang und ankern vor der Grotte, mit dem Dinghi fahren wir in die Höhle rein, der Eingang zur Grotte ist verschlossen, es sind wohl zu wenig Touristen hier. In der Höhle und an den Stränden vom Golfo di Orosei haben bis 1981 Seehunde gelebt, danach haben die scheuen Tiere den Touristen Platz gemacht.

Von der Grotte ist es nicht weit bis zur Cala di Luna, dort kochen wir Spagetti mit Gorgonzola, dann gibts einen langen Spaziergang am Ufer. Hier sind die Felsen auch unterhöhlt, in der Umgebung von Cala Gonone gibt es viele Höhlen zu besichtigen.

Hinter der Düne von der Cala di Luna entdecken wir ein Flussbeet, dass zwischen den hohen Felswänden ins Landesinnere führt.

Der Start mit dem Dinghi zurück zum Schiff gelingt nicht sofort. Es kommt hoher Schwell ans Ufer , Clodo und Gioia bekommen eine Salzwasserdusche. Gioia flitzt erschrocken und tropfnass aus dem Dinghi, das voller Wasser ist. Clodo bleibt gelassen, ist ja nicht kalt das Wasser!

Den letzten gemeinsamen Abend geniessen wir in einer Pizzeria oberhalb vom Hafen.

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Mit Westwind nach Cala Gonone

Nachdem alle Formalitäten mit dem Hafenmeister und das umständliche Bezahlen mit der Kreditkarte erledigt sind gibts Frühstück im Cockpit der Serenità. Dann wechseln wir die Fock gegen die Genua aus, denn heute ist wenig Wind vorausgesagt. 

Wir verlassen La Caletta Richtung Süden, kein Wind, der Motor läuft. Die ersten 7 Meilen bis zum ersten Cap bleibt es windstill, die Hände sind im Hosensack, dann gibts Wind aus Süden, wir kreuzen bis am Mittag, dann stellt der Wind ab und wir motoren, das passt gut so, jetzt können wir gemütlich Zmittag essen, feinen Salat. 

Dann meldet sich der Westwind, es macht richtig Spass, wir schieben Lage. Wir reffen die Genua und das Grosssegel. Bis zum Hafen in Cala Gonone "kämpfen" wir, vor allem Clodo am Steuer, mit den Böen die über die steilen Bergkämme fallen. Die Serenità bleibt gelassen, liegt aber mit viel Schräglage im Wasser. Wir sehen den Hafen vor uns, bergen zwischen zwei Böen die Genua und vor dem Hafen das Grosssegel. 

Wir sehen keine Masten im Hafen, gibts keinen Platz für Segelschiffe? Im Hafenbecken finden wir an der Mole einen Platz, wir sind die einzigen Gäste, also diesmal der höchste Mast weit und breit!!  Im und vor dem Hafen liegen unzählige Schlauchboote, die werden vermietet für Ausflüge zu den nahen Stränden und Höhlen. 

Wir sind froh nach dem windigen Tag einen ruhigen Platz im Hafen gefunden zu haben. An der Mole steht ja gross geschrieben "Willkommen". 

Wir liegen am Fuss eines Vulkans, der hoffentlich noch lange ruhig bleibt.

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Mit Kristine und Clodo unterwegs

 

 

 

Mittwochabend, wir holen Kristine und Coldo am Flughafen in Olbia ab. Mit dem Bus geht es bequem in die City, von dort ist es nicht weit in den Club Nautico. Danach gehts durch die Via Umberto I auf der Suche nach dem passenden Restaurante, für das Abendessen.

 

Die beiden sind schnell heimisch auf dem Schiff. So kann es nach dem üppigen Frühstück mit frischem Brot los gehen. 

 

Leinen los, und mit dem starken Westwind die Ausfahrt raus in den Golf von Olbia und Golfo di Aranci. 

 

Wir segeln der Insel Tavolara entlang, zwischen vielen kleinen Inseln durch Richtung Süden. Der Wind frischt auf und mit der Fock und Grosstuch läufts wunderbar.

 

Wir segeln zwischen der Insel Molara und Capo Code Cavallo durch, es gibt einige Ankermöglichkeiten, doch der gute Westwind lässt uns weitersegeln. Uns gefällt die Sicht vom Meer und der Wind meint es gut mit uns. So entscheiden wir uns bis La Caletta zu segeln. Dort ist einer der wenigen Häfen an diesem Küstenabschnitt.

 

Dort legen wir am Gästesteg an, der Hafenmeister hilft mit der Mouringleine. 

 

Im Dorf ist nicht viel los, La Caletta ist ein sardisches Dorf, nicht all zu touristisch. Die Küste ist hier wunderschön, aber noch nicht so entdeckt und berühmt wie die Costa Smeralda, Strände sind hier so viele, kleine Buchten zwischen den felsigen Küstenabschnitten. 

Wir schlendern durch die Strassen, schauen dem langen Sandstrand entlang, finden eine Bar für den Apero, Abendessen gibts auf dem Schiff, Lasagne und Salat. Wir werden von Marina verwöhnt, den feinen sardischen Rotwein dazu spendiert Clodo und Kristine. 

 

Alle sind zufrieden, es war ein toller Segeltag.

 

 

 

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Feuerschiff  "Elbe2"

 

 

 

 

 

 

 

Der Dreimaster Atlantis liegt an der Mole in Olbia direkt hinter uns. Wir fragen den Kapitän,ob er uns das Schiff zeigen möchte. So können wir die Atlantis anschauen und erfahren die Geschichte des grossen Segelschiffs.

 

Das Schiff wurde um 1905 als Feuerschiff “Elbe2” im Betrieb genommen, nach dem 2.Weltkrieg wurde das Schiff ausgemustert und erst nach 1980 mit einem Kabinenaufbau, einem längeren Kiel und den 3 Masten umgebaut. Es sind 38 Doppelkabinen für die Gäste vorhanden, die Segelfläche ist ca. 800 m2 die mit nur vier Personen gesegelt werden können. Die heutige "Atlantis" gehört einem holländischen Reeder und wird jeden Winter in Holland in der Werft im Schuss gehalten. Ein langer Weg ins Winterlager steht bevor.

 

Wir staunen über den schönen, holzigen Ausbau, die Bars und das Steuerhaus, nicht einfach dieses 60 Meter lange Schiff von der Brücke aus zu steuern, die Masten und die vielen Leinen versperren die Sicht nach vorne. 

 

 

 

 

 


 

 

 

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entspannen am Anker

Sonntagmorgen, wir wollen heute zur Isola dei Porri, die liegt in der Bucht von Olbia, im Golf von Aranci. Da wollten wir schon lange mal hin. Jetzt ist es soweit, wir fahren die drei Meilen die Fahrrinne raus, dann in die nahe Bucht, hinter der kleinen Insel. 

Hängematte aufhängen, die neuen Zeitschriften lesen, schwimmen und entspannen. 

Es ist Vollmondabend, wir staunen über die rote Kugel die über der Insel dei Porri aufgeht. 

Wir bleiben nur eine Nacht draussen am Anker, dann gehts zurück nach Olbia, direkt in die Stadt an die Hafenmole.

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Frühstart nach Olbia, Stadtbummel

Tagwache ist heute Samstag schon vor 6 Uhr, nach dem obligaten Kaffee legen wir ab. Marco ist schon weg, er hat einen Termin in Olbia. Wir setzten nach der Hafenausfahrt die Segel, der Westwind schiebt uns schnell raus aufs Meer und nach 2 Std, sind wir draussen in der Einfahrt zum Golf von Olbia. Die Sonne ist spektakulär aufgegangen. Wir waren mit über 7 Knoten unterwegs, die Fallböen über den steilen, felsigen Bergen haben uns vorwärts geschoben. Jetzt gehts westwärts, also Segel bergen und mit dem Motor die letzten 8 Meilen in den Hafen. 

Marco und Familie haben das Schiff schon abgegeben als wir eintreffen. Jetzt gibt es noch ein Frühstück und den zweiten Kaffee. Danach fahren wir mit dem Bus in die Stadt, bummeln, einkaufen, Gelati essen, Bus fahren durch die ganze Stadt.

Am frühen Abend das Abschiedsessen auf der Serenità, Lasagne a la Marina. Die Lasagne ist so gross, dass wir 7 Personen nicht alles essen. Vielleicht sind die Girls auch zu müde nach dem vielen Einkaufen, die neuen Kleider finden fast keinen Platz in den prall gefüllten Koffern. Um 19 Uhr kommt das Taxi, wir nehmen Abschied. War eine tolle, erlebnisreiche Woche, etwas zu kalt zum Baden, aber gutes Segelwetter. Für uns war es vor allem schön, dass wir mit Brigitte und Familie eine gute, gemeinsame Zeit hatten. 

 

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Dem Schirokko entgegen

 

 

 

Freitagmorgen, unser Wetterbericht meldet ein gutes Zeitfenster von 12 - 15 Uhr, für den Törn Richtung Olbia, vorher ist Sturm aus Südost, Schirokko, nachher Regen. 

Beim Bezahlen der Hafengebühren nach dem Frühstück, rät uns der Hafenmeister sofort loszufahren, da am Nachmittag Gewitter und starker Regen vorher gesagt sind.

Also rasch Schiff klarieren, jetzt geht alles ratz - fatz, sogar die Kids sind hellwach und helfen mit.

Wir legen kurz nach 10 Uhr ab, mit Motor gehts gegen den Wind, die Serenità kommt nur langsam gegen die kurzen Wellen und die Windböen von über 30 Knoten an. So dauert es für die ersten 6 Meilen 2 Stunden. Marco bleibt immer in Sichtweite, er könnte mit dem grossen Schiff schneller fahren.

Wir lassen die Maddalena Inseln hinter uns, kommen auf das offene Tirenische Meer, da stellt der Südostwind ab, der Wind dreht auf Nordwest, wir setzen die Fock. Das ist genau wie wir den Wetterbericht von Windyty interpretiert haben, perfekt. Jetzt gehts schneller vorwärts. Die Serenità macht jetzt auch 5 Knoten Fahrt. 

Bald hören wir Donnerrollen, die Wolkentürme werden immer höher und dichter. Wir sehen aber von Weitem schon unser Ziel, den Hafen Porto Rotondo. Wir sind nicht die einzigen die einem Hafen  zusteuern, viele Charterjachten müssen heute Freitag zurück sein, so sind neben uns über 10 Yachten unterwegs nach Porticio, das liegt neben Porto Rotondo. 

Wir finden einen geschützten Platz an der Mole bei der Capitanerie, direkt neben Marcos Bavaria, Liegegebühren Euro 14, im Hochsommer über 200 Euro !!!!

Es ist 14 Uhr, wir sind im Trockenen, den nun beginnt es zu Regnen und Gewitterböen fegen über den Hafen. Da hatte der Hafenmeister auch recht mit seiner Prognose, Regenböen am Nachmittag.

Am späten Nachmittag gehts für einen Spaziergang und einkaufen ins “Dorf” Feriensiedlung.

 

Der Höhepunkt vom Tag !!!  Käsefondue im Cockpit der Tuerredda. 

Lichterlöschen ist heute etwas früher, wir wollen um 6 Uhr früh los, da Marco und Brigitte das Schiff um 9.30 Uhr in Olbia abgeben müssen. 


 

 

 

 

 


 

 

 

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Badewetter auf Lavezzi

 

 

 

Wir haben uns alle erholt von der windigen Überfahrt. Die Sonne scheint, ob es wohl warm genug ist zum Baden auf Lavezzi? 

Wir verlassen Bonifacio, bestaunen die imposante Hafenausfahrt. Draussen setzen wir die Segel, der Wind hat gedreht, Südostwind, wir können direkt Lavezzi anlaufen. Hinter uns sehen wir die Altstadt über der Kreidefelswand immer kleiner werden. 

Vor uns der grosse, rote Leuchtturm mitten in der Strasse von Bonifacio, der weist den Tankern und Kursschiffen den Weg durch die vielen Inseln. 

Nach 1 Stunde sind wir schon vor Lavezzi, bergen die Segel und ankern in der kleinen Bucht.

Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, zum Badestrand. Hier ist windgeschützt und herrlich warm. Den Rundgang um die Insel brechen wir beim Friedhof ab, da uns zwei Schlangen den Weg “versperren”. 

Nach dem Badestopp segeln wir zurück nach La Maddalena, bei dem tollen Wind rauscht die Bavaria 46 mit 7 Knoten Fahrt durchs Wasser. Schnell sind wir im Hafen und rufen über Funk den Hafenmeister, der sagt uns, dass der Hafen ausgebucht ist!!!! Nach gutem Zureden bekommen wir einen Platz bei der Capitanerie zugewiesen, etwas unruhig aber das Schiff liegt sicher. 

Am Donnerstag ist Schirokko, Südostwind, es regnet und stürmt, es bleiben alle Schiffe im Hafen. 

Schon wieder Shoppingwalk durch die Stadt und auf besseres Wetter warten.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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rüber nach Bonifacio

Beim Frühstück ist Lagebesprechung, wir planen die Törns der nächsten beiden Tage. Es wird starken Westwind geben, Marco möchte nach Bonifacio durch die spektakuläre Hafeneinfahrt zwischen den Kreidefelsen. 

Wir entscheiden die Serenità in La Maddalena zu lassen und nur mit der grossen Tuarredda zu segeln. 

Wir verlassen La Maddalena und segeln raus in den Golf von Bonifacio, wir sind schnell unterwegs, doch die Wellen und der Wind werden immer stärker, wir müssen aufkreuzen, und haben darum länger als geplant. Wir segeln hart am Wind, da stampft das Schiff unruhig durch die Wellenberge, die Crew wird immer bleicher, die Stimmung sinkt auf den O-Punkt. Die häufigste Frage an diesem Tag: Wie lange gehts noch bis wir dort sind? Marco steuert die Yacht sicher durch die stürmische Strasse von Bonifacio, aber die Gischt und Wellen machen alle salzig nass.

Dann endlich ist den Einfahrt direkt vor uns, wir rauschen mit den Wellen und Wind zwischen den Kreidefelsen durch und sind im geschützten Hafen. 

Nach dem Festmachen, erholen sich die Girls und der kleine Seemann schnell und wir machen uns auf die Klettertour rauf auf die sehenswerte Altstadt. 

Am Abend feiern wir die anstrengende rauhe Überfahrt in einem feinen Restaurant am Pier.

 

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La Maddalena, unser Tagesziel

 

 

Nach der ruhigen  Nacht in der Cala di Volpe, rudern wir mit dem Dingi zur Tuerredda zum gemeinsamen, üppigen Frühstück. Danach gehts zum Ufer, zum obligatorischen Erkundungsspaziergang. 

Es schaukeln nur wenige Yachten am Anker, der Cat “Neway” liegt auch hier, diese Franzosen sind mit uns von Menorca nach Sardinien gesegelt. 

In dieser späten Jahreszeit sind keine Megayachten mehr hier, im Sommer ist diese herrliche Bucht mit Yachten überfüllt, die vom nahen Porto Cervo  hierher kommen. 

Dann ist Anker auf, wir segeln weiter, nach einigen Meilen sind wir in der Inselwelt vom Maddalena Archipel angekommen. Immer zu vollen Stunde besprechen wir uns über Funk auf Kanal 77. So bleiben wir immer in Kontakt. Zur Mittagszeit treffen wir uns in der südlichen Bucht von der Insel Cabrera, hier machen wir Picknick auf dem Schiff.  

Nach der gemütlichen Pause sind es nur noch einige Meilen bis zur Insel La Maddalena, wir motoren, da der Wind direkt von vorne kommt. An der Hafenmole von La Maddalena liegen wir direkt an der Altstadt, nur ein paar Schritte bis zur nächsten Kaffeebar. 

 

 

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Olbia, die Seglerfamilie kommt

 

 

 

 

Es ist Samstagmorgen, der Wind ist abgeflaut, das ungemütliche Schaukeln am Steg hat sich gelegt. Wir spazieren zum Fähranleger, da gibts ein Kaffee das schon so früh offen hat.

Hier gibts einen kleinen Expresso für Paul und einen Capusco für Marina, dazu Croisson mit Marmelade. Gestärkt, hellwach und mit neuen Infos aus dem www. gehts zum Schiff und auch bald los nach Olbia. 

Nach zwei Stunden fahren sind wir im Hafen von Olbia. Wir liegen im luxuriösen Hafen, direkt vor den Marineoffice, geniessen die Annehmlichkeiten, wie Warmduschen, Skipperbar, Einkaufscenter und Internetempfang.

Am Abend kommen Brigitte und Marco mit Kindern, wir erkunden uns nach ihrem Schiff und finden die nagelneue Bavaria 46 am Steg D. Wir kaufen im nahen Einkaufscenter für sie ein und schieben den vollen Einkaufswagen bis vor das Schiff. Das ist bequem und kostet uns nur 50 Eurocent!

Am Abend feiern wir den Beginn ihrer Segelferien und freuen uns auf eine schöne Segelwoche. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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in den Golf von Aranci

Donnerstag 5. Oktober, wir verlassen Porto Pollo, es regnet leicht, der Wind ist schwach aus Westen. Wir segeln zwischen den Inseln vom Maddalena Archipel und Sardinien durch, hier hat der Wind hat zugelegt, Schaumkronen auf den Wellenkämmen, wir reffen das Grosssegel, mit achterlichem Wind segeln wir an Porto Cervo vorbei, der Costa Smeralda entlang, der Wind ist nun nicht mehr so stark, die Düse von Bonifacio wirkt nicht mehr. Am späten Nachmittag segeln wir in den Golf von Aranci, nicht weit von Olbia entfernt. 

Wir finden keinen Seglerhafen, nur einen Fischerhafen, aber ein Steg ist da, sogar ein Marinero der uns beim Anlegen hilft. 40 Euro will er für eine Nacht, Marina drückt den Preis auf 30 Euro. Immer noch zu teuer für Null Infrastruktur, doch wir entscheiden zu bleiben. 

Bald frischt der Wind auf, wir messen 28 Knoten Wind, zum Glück sind wir nicht am Anker, das wäre ungemütlich. Der Wind heult die ganze Nacht. 

Für Jürg ist es der letzte Abend auf dem Schiff, die abwechslungsreiche Woche ist schon vorbei.

Freitagmorgen, es stürmt immer noch aus Westen, wir entscheiden hier zu bleiben und Jürg wird am Abend mit dem Zug ins nahe Olbia fahren. So gibts noch einen langen, letzten Marsch dem Strand entlang, das letzte mal schwimmen im Golf, und Abschied nehmen, die Reise geht weiter für Jürg und für uns. Eine spannende Woche geht zu Ende, es war interessant mit Jürg zu segeln und zusammen die Zeit zu gestalten. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. 

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Lavezzi, die steinigen Inseln

Wir verlassen Porto Vecchio erst kurz vor Mittag, der Morgenspaziergang und die Internetbestellung von Marinas Mobiltelefonbatterie hat die Abfahrt verzögert.

Wir wollen heute Dienstag zurück in den Golf von Bonifacio, mit dem gemeldeten Nordwind ein perfekter Kurs. Wir motoren raus aufs Meer, 4 Seemeilen, dort setzen wir die Segel und nehmen Kurs Südwest. Doch der Wind ist schwach, es geht nur langsam vorwärts, aber wir wollen den Motor, kurz vor 17 Uhr entscheiden wir uns in eine grosse Bucht von Korsika einzulaufen, sie heisst "Golf von Santa Manza". Die Lavezzi müssen bis morgen warten, die vielen Felsen scheinen uns für heute Abend zu gefährlich. Wir ankern in "Santa Manza" doch der Schwell der nachts in die Bucht drückt lässt uns nicht gut schlafen. Schon früh am Morgen segeln wir weiter. 

Wir segeln zur Insel Lavezzi und ankern am Mittag in einer tollen Bucht auf sandigem Grund. Mittagessen, spazieren, Insel entdecken und schwimmen. 

Dann gehts weiter nach Porto Pollo auf Sardinien, Patrick suchen, er hat mir Ausdrucke vom Blog aus der "AVD Goldach" mitgebracht. 

Mit starkem Westwind rauschen wir südwärts in die 6 Meilen entfernte Bucht bei Porto Pollo, dem Surfermekka von Sardinien. Wir ankern in der windgeschützten Ecke der Bucht. Zu Fuss gehts dem Strand entlang, Patrick suchen, er ist hier am Kitsurfen. Wie durch göttliche Lenkung, begegnen wir uns am endlos langen Strand. Nach dem kurzen Treffen, gehts wieder zurück zum Schiff, die Sonne ist schon am Horizont verschwunden als ich beim Schiff eintreffe. 

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Porto Vecchio

 

Heute Montag 3. September gehts mit dem vielen Wind der aus Westen angesagt ist nach Porto Vecchio in Korsika. Wir können früh los, kein Spaziergang, Gioia muss bis am Abend warten. 

Wir verlassen den Liegeplatz um 8 Uhr, der Wind bläst durch die Bucht und draussen auf dem Meer, nachdem wir die Insel Caprera hinter uns sehen, wird er immer stärker, wir haben das Grosstuch gerefft und vorsorglich anstelle der Genua die Fock angeschlagen. 

Der Wind bläst draussen im Kanal von Bonifacio mit bis zu 32 Knoten. Wir sind schnell unterwegs, kämpfen mit den Wellen die manchmal von der Seite das Schiff anheben. Jürg steuert die meiste Zeit, so hat Marina heute ihren freien Tag. 

Nahe der Küste von Korsika wird der Wind weniger, in der grossen, breiten Einfahrt von Porto Vecchio bergen wir die Segel, es ist erst 14 Uhr und wir sind schon im Hafen.

Nach dem Entspannen und Schiff klarieren, gibts den obligatorischen Marsch in die Stadt, es ist eine antike Stadt, hoch über dem Hafen. Wir schauen in die grosse Kirche, geniessen ein Gelato und einen Apero in einem der vielen Lokale in den schmucken Gassen. Durch das Genovesertor gehts wieder runter zum Hafen.

 

 

 

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kleine Hafenstadt Maddalena

 

 

Nach dem Abend und der Nacht mit Regen sind am Morgen noch die grossen, tiefen Pfützen auf der Strasse doch der Himmel ist wolkenlos und die Sonne kommt um 8 Uhr über die Dächer von Maddalena. 

Am Steg liegt ein anderes Schweizer Schiff, wir kennen die beiden aus dem Segelclub in Horn. Wir  erhalten wertvolle Tipps, die beiden sind schon lange in Sardinien unterwegs. 

Wir sind überrascht über die Hafengebühren nur 14 Euro für die tolle Aussicht über den Hafen in die Altstadt. 

Wir sind mitten im Naturpark Maddalena, das sind viele Inseln und Felsen, sämtliche aus rotem Granit und überall mit Über- und Unterwasserfelsen umgeben. Wir haben bei der Parkverwaltung für heute Sonntagabend eine Erlaubnis zum Ankern erstanden. Wir wollen in die windgeschützte Bucht der Insel Caprera. Wir verlassen Maddalena am Mittag und sind bei dem starken Westwind schnell zwischen den Inseln durchgesegelt und in der Cala Portese angelangt. Hier sind wir sogar von den Fallböen verschont. Hier bleiben wir festgemacht an einer Boje, wir geniessen die Ruhe. Jürg schwimmt ans Ufer und berichtet nachher, dass die Sandbank nur 50 Meter breit ist, so schmal ist die Insel hier.

Bis es dunkel ist kommen noch viele Schiffe in die Bucht, wir sind geschützt vom starken Westwind und liegen ohne schaukeln unter dem Sternenhimmel. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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der Maddalena Archipel

Heute wollen wir in den Hafen von Maddalena, die Wetterprognose hat Gewitter und Regen für den Abend vorausgesagt. 

Wir haben starken Ostwind in der Meerenge von Bonifacio, wir müssen aufkreuzen zwischen den vielen Inseln des Archipels. Nicht ganz einfach die Navigation zwischen den Inseln. Vor der Insel Spargi passiert uns ein megaschönes Segelschiff.

Von Westen sehen wir die Regenfront aufziehen, vor uns sind schon die Einfahrttonnen zwischen der Insel Maddalena und der Isola Santo Stefano. Dann nur noch auf die beiden Fähren aufpassen die zwischen Palau und Maddalena verkehren, genau jetzt sind beide vor dem Hafen. 

Über UKW-Kanal 9 rufen wir den Hafenmeister und fragen nach einem Liegeplatz, schon kommt uns der Marinero mit dem Schlauchboot entgegen und mit seiner Hilfe quetschen wir uns rückwärts in eine schmale Lücke zwischen zwei Schiffen.

Schon beim Anlegen beginnt es zu Regnen und dann schüttet es wie aus Kübeln. Wir sind zum Glück rechtzeitig im Trockenen. Wieder mal Glück gehabt, nach einem so tollen Segeltag. Während den Regenpausen spazieren wir durch das Städtchen Maddalena das um den alten Hafen gebaut ist, eine bezaubernde Stimmung, in dem regnerischen Abendlicht. 

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Jonny, good bye

Lieber Jonny, du hast mich überrascht mit deiner Entscheidung. Ich bin traurig, dass wir keine Pläne mehr schmieden können. 

Deine Stimmungstiefs haben dich sehr belastet, leider konnte ich dir nicht helfen. 

Ich denke gerne an die Zeit zurück die wir zusammen erlebt haben, das Gipfelstürmen mit den Tourenskis, die Abende in deinem Partyraum, Silversterabend am Feuer und das Kartenspielen. 

Gerne habe ich dir zugehört, wenn du Pläne gemacht hast über die Wohngemeinschaft, wenn du von deinem Leben erzählt hast. 

Du warst erst vor kurzem bei uns auf dem Schiff, wir haben doch abgemacht, dass du nach Sizilien kommst zum Biken. 

Nun hast du dein psychisches Tief nicht mehr ausgehalten, hast eine endgültige Entscheidung getroffen. Schade, dass ich deine Hilferufe nicht gehört habe, du warst ein so toller, hilfsbereiter Kerl, warst ein guter Freund. Ich vermisse dich.

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wieder zurück nach Capo Testa

Wir sind seit 3 Tagen im kleinen Hafen von Isola Rossa, nun gehts heute weiter, doch zuerst noch einkaufen und nochmals ins Internet einsteigen. Den letzten Expresso, dann sehen wir Margrith und Max, sie bleiben noch 2 Tage dann ist ihr Urlaub vorbei. Wir verabschieden uns, das waren abwechslungsreiche Tage in Isola Rossa. 

Am Mittag segeln wir los, jetzt mit Jürg als Verstärkung. Das Ablegen klappt und draussen setzen wir die Segel, dann gehts wieder nach Osten, wir suchen und finden einen Ankerplatz an einem abgelegenen Sandstrand. Das Wasser ist glasklar und Jürg will kaum noch aus dem Wasser. 

Am Freitag 30. September segeln wir zum nahen Capo Testa und machen einen langen Spaziergang ins Dorf, Santa Teresa di Galura. Das Dorf und vor allem der belebte Dorfplatz gefallen uns. Von hier fährt die Fähre nach Bonifacio rüber, so ist touristisch viel los, das Städtchen ist echt herausgeputzt. 

Auf dem Rückweg wird es schon langsam dunkel, als wir mit dem Dinghi beim Schiff ankommen ist es Nacht. Doch wir haben feine Lebensmittel eingekauft, so gibts einen gemütlichen Znacht auf dem Schiff.

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Landausflüge mit Margrith und Max

Das gibt Abwechslung ins Seglerleben, Margrith und Max nehmen uns mit ihrem Auto mit auf Landausflüge. 

Schon am Sonntag fahren wir nach Tempio Pausania, von dort gehts nach dem Mittagessen zum Lago Liscia. Dort, oberhalb vom Stausee, gibt es einen kleinen Park mit uralten Olivenbäumen. Der älteste und eindrücklichste mit dem mächtigen Stamm und den knorrigen Ästen ist 3'800 Jahre alt. !!!! Der Baum ist riesig und die Krone weit ausladend, als wollte er sagen: schaut her, was ich alles schon erlebt habe, von den schlechten Zeit war er bestimmt verschont in dem abgeschiedenen Tal. 

Am nächsten Tag besuchen wir Castelsardo, die Stadt mit den pastellfarbigen Häusern, die auf den Felsen gebaut wurde. Zuoberst die Burg und Altstadt. Die Aussicht aufs Meer und die Küste ist sensationell.

Am Mittwoch gibts Pizza in Capo Rossa und dann segeln wir alle zusammen rund um die rote Insel. 

Am Donnerstag fahren wir die 60 Km nach Sassari, die zweit grösste Stadt Sardiniens, um Jürg abzuholen, er wird einige Tage mit uns segeln.

 

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Vom Capo Testa nach Isola Rossa

Die sternklare Nacht war ruhig in der Bucht bei Capo Testa, der Wind hat das Schiff angenehm geschaukelt. Nach dem Frühstück wollen wir nochmals an Land, wir wollen die vom Wind verformten Felsen aus der Nähe betrachten und darauf rumklettern. Die Felsformationen sind echt speziell.

Danach ist Anker auf, und mit Ostwind gehts langsam Richtung Westen der Küste Sardiniens entlang nach Isola Rossa. Dort ankern wir vor dem Hafen am Sandstrand. Wir treffen heute meine Gotte und Onkel Max. Die beiden sind kurzentschlossen nach Sardinien gekommen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.

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Bonifacio

 

 

In der einsamen, langen Bucht von Figari hat sich der Wind beruhigt. Nach einem Spaziergang ins nahe Resort legen wir ab. Wir sehen 2 Schiffe die am Ufer gestrandet sind, nicht ganz einfach das Ankern im flachen Wasser. Wir sind froh im Hafen Platz gefunden zu haben.

Unser Ziel für heute ist Bonifacio, das ist nicht weit, der Wind scheint optimal, doch nicht lange, so motoren wir die letzen paar Meilen bis zu der Einfahrt zwischen den weissen Kalkfelsen. 

Eindrücklich die schmale Einfahrt. In einer kleinen Seitenbucht, sind Eisenringe für die Leinen und eine Muringleine angebracht, wir machen dort fest und fahren mit dem Dinghi in den Hafen. 

Die Altstadt oben auf den Felsen ist einmalig, das muss man einfach gesehen haben, am Besten bei Abendlicht. Wir mischen uns unter die Touristen, kaufen uns schnellentschlossen eine Hängematte und geniessen den Apero in der schicken Hafenszene und fahren beim Dunkel werden zu unserem Schiff an der Felswand. Dort wird gemütlich gekocht und während draussen das Abendrot die Felsen beleuchtet. 

 

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Neues aus Ajaccio (drei Tage in Ajaccio)

Der Anker kommt gut rauf, er liegt zwischen den Felsbrocken am Grund. Mir war etwas mulmig bei dem Ankergrund, doch es ist alles gut gegangen. Wir haben am Anker immer eine Bergeleine, im Notfall können wir damit den Anker raufholen.

Ohne Wind gehts Richtung Ajaccio, dort werden wir wohl einige Tage bleiben, denn es ist Sturmwind gemeldet. Wir ankern wieder zuhinterst in der Bucht, da lagen wir auch beim letzten Mal, guter Ankergrund und nicht weit mit dem Dinghi zur Skipperbar. 

In der Nacht schon beginnt zu regnen, am Tage scheint dann wieder die Sonne und es ist heiss.

Wir fahren mit dem Bus zu Decathlon, Marina will eine neue Taucherbrille. Nur dort gibts das spezielle Modell. 

Am Samstag schlendern wir wieder durch die Gassen der Altstadt, kaufen einen LeyBag, grasgrün und megabequem. Wir werden immer wieder vom Regen überrascht, es gibt richtige Wolkenbrüche. Die Windprognosen sind auch nicht besser, starker Westwind. Wir entscheiden uns bis Montag zu bleiben. 

In der Skipperbar sind wir schnell bekannt, wir kommen immer wieder wegen dem Internet. Am Sonntagabend verabschieden wir uns von Jean-Baptist, das Wetter wird langsam besser. 

 

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Girolata, Tuaregbucht

Schon früh am Morgen sind wir auf, die Sonne ist noch hinter den Bergen versteckt. Der erste Kaffee schmeckt am Besten. Dann muss das Schiff etwas aufgeräumt werden, war gestern ja spät geworden mit der Ankunft am Ankerplatz. Dann nach dem Frühstück gibts Landgang, Gioia freut sich am meisten, sie steht schon ungeduldig bei der Badeleiter und wartet. Wir rudern ans Ufer, zu einer kleinen Bucht zwischen den Felsen. Ich mache eine kurze Kletterei durch die Felsen, Marina schwimmt zum Schiff zurück und Gioia legt sich ins Dinghi, damit sie sicher nicht zurückbleibt am Strand. 

Dann gehts weiter, gemütliches segeln der Küste entlang, wir entscheiden am Nachmittag, dass wir in Cargese übernachten werden. Vor dem Hafen liegen Bojen, doch wir vertrauen unserem eigenen Anker. 

Cargese liegt "weit" oberhalb vom Hafen, die beiden Kirchen sind von weitem sichtbar. Eine griechische und deine katholische Kirche überragen die Häuser vom Ort. Ein typisch korsischer Ort, viele Bars, alte hohe Häuser. Wir essen im Restaurant mit Superaussicht über den Hafen und das Meer, unsere Serenità liegt weit unter uns.  

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Wandern durch die Wälder oberhalb Calvi

Am Samstagmorgen treffen wir uns für einen Ausflug und Wanderung in den kühlen Wäldern im Hinterland von Calvi. Wir werden von Heinz und Marianne mit dem Bus abgeholt. Ausserhalb Calvis steigt die Strasse langsam an, dann gehts echt in die Berge. Nach 45 Minuten Fahrt sind wir beim riesigen Parkplatz angelangt. Von hier sind viele verschiedene Wanderungen möglich. Auch der GR20 führt hier vorbei. Wir entscheiden uns für eine 2 stündige Rundwanderung. Aufwärts gehts bis wir nach 30 Minuten ein trockenes Flussbeet überqueren. Hier lassen wir einige vergängliche Markierungen zurück. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein unförmiger Stein, auf der Spitze stehen bleibt. Von hier gehts nochmals aufwärts mit schöner Weitsicht über die Baumwipfel und in die Berge bis wir an einem kleinen Bach Picknickhalt machen. Dann gehts durch den dichten Wald zurück. Kurz bevor wir wieder beim Bus sind gehts wieder über den kleinen Fluss, hier sind viele grosse Wasserbassin wir kühlen uns im kristallklaren Wasser ab. Brrr und doch so schön. 

Am Sonntag ist eine Ausfahrt mit dem Schiff auf unserem Programm, Wind und Wetter machen mit. Mit leichtem Wind segeln wir am Mittag aus der Bucht von Calvi raus. Als der Wind abstellt gehts zurück in die Bucht wo wir einen sandigen Ankerplatz finden. Für das Abendessen gehts zurück in den Hafen von Calvi. Hier am gibts zuerst Apero nach dem "anstrengenden" Tag, dann kocht Marina eine feine Paella. 

Wir verabschieden uns beim Dunkel werden von Marianne und Heinz. Hier trennen sich unsere Wege, wir haben das Zusammensein mit Freunden aus Kesswil sehr genossen und hatten viel zu Erzählen. Nun ist unser Heimweh wieder gestillt, alles ist ok im schmucken Kesswil. 

 

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Calvi entdecken mit Marianne und Heinz

Wir segeln früh am Morgen, 9 Uhr los. Wir hoffen auf weniger Wind als beim letzten Versuch nach Calvi zu segeln. Wir sind nicht die einzigen, zur Bucht von Girolata können wir raussegeln, dann sind wir in der Abdeckung der Berge. Dann beim nächsten Cap gehts nordostwärts 15 Seemeilen bis Calvi. Doch der Wind kommt direkt entgegen. Wieder mit 25 Knoten, die Wellen sind aber nicht mehr so gross wie am Dienstag. Wir motoren, dann wird der Wind etwas weniger, wir setzen die Segeln und kreuzen auf. So brauchen wir länger als geplant können aber den grössten Teil der 25 Meilen segeln. Wir machen an einer Boje vor Calvi fest, 15 Euro die Nacht, so liegen wir sicher und können das Schiff für unsere Landabenteuer alleine lassen.

In Calvi werden wir von Marianne und Heinz erwartet. Die beiden sind mit ihrem "Büssli" aus der Rietwiesenstrasse für 2 Wochen in Korsika unterwegs. 

Wir feiern das Wiedersehen am Abend mit einem feinen Abendessen in einem originellen Restaurant in Calvis Altstadt. 

Am Freitag wandern wir zusammen auf den Hausberg von Calvi, dort haben wir eine tolle Sicht über die Stadt und Bucht. Runter zum Strand verlaufen wir uns auf den Wegen durch die Maggia. Endlich am Strand geniessen wir das Bad und das Picknick. Abendessen gibts bei Marianne und Heinz im Camping. 

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von Ajaccio nach Girolata

Wir wollen die Westküste Korsikas entdecken und so segeln wir am Sonntag 4. September weiter. Wir verlassen Ajaccio, segeln die grosse Bucht raus, bis zu den Felseninseln, dort gibts eine Durchfahrt zwischen den Inseln, dann gehts nordwärts, der Wind kommt, wir setzen die Segel. Gemütlich gehts dahin, lesen, rausschauen, geniessen, ausspannen, Ausschau halten, Ankerplatz im IPad suchen. 

Am Abend finden wir eine windgeschützte Bucht, schöner Sandstrand, Club Med ist auch da. Doch der Schwell drückt in die Bucht und es schaukelt die ganze lange, schlaflose Nacht. Der tolle Sonnenaufgang macht die schlaflose Nacht vergessen, fast wie auf einem Bergsee, liegen wir in der Bucht nahe den Bergen von Korsika.

Darum gehts schon früh am Morgen weiter, nicht weit, 12 Meilen bis nach Girolata. Dort liegen wir ruhig und sicher an den Bojen. 

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Ajaccio, die Stadt Napoleons

Ankern vor Ajaccio ist nicht ganz einfach, die grosse Bucht hat vor der Stadt 2 Yachthafen, und einen grossen Fährehafen, da bleibt nicht viel Platz für die Yachten. Wir finden eine Ecke, einige Katamarane liegen auch dort. Der Ankergrund ist perfekt, ansonsten liegen wir nahe dem steinigen Ufer. Abends gehts noch mit dem Dinghi in die Skipperbar, auf einen Pastis und Mineralwasser.. 

Am Samstag ist Markttag in Ajaccio, wir erkunden die kleine Altstadt, den Markt und machen Bekanntschaft mit "Napoleon". 

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Porto Pollo

Wir erreichen Porto Pollo nach einer Stunde segeln, es sind nur 5 Meilen über die Bucht von Propriano. Der Westwind bläst recht stark und für den Nachmittag sind Gewitter angesagt. Marina ist schon nervös und schaut bei jedem Windstoss in die Wolken ob es wohl bald blitzt und donnert? 

Wir segeln bis kurz vor den Ort, dann sehen wir viele weisse Bojen, über Funk ruft Marina den Hafen Porto Pollo an und wir erfahren, dass die Bojen gratis zur Benützung zur Verfügung stehen. Wir sind froh, denn falls es doch noch ein Gewitter gibt, sind wir an der Boje sicher vertäut. 

Wir bleiben 2 Tage, machen einen Ausflug nach Propriano, wo wir im Hafen anlegen, die Stadt anschauen, dann wieder zurück nach Porto Pollo segeln. Diesmal ankern wir in einer tollen Badebucht. Nach Sonnenaufgang erscheinen die Bergketten von Korsika in speziellem Licht, abgestuft in verschiedene grau und blau Töne. 

Wir rätseln was in Korsikas Südwestküste anders ist als Mallorca. Die Berge sind höher, die Wälder reichen bis an den Strand, keine schroffen 40 Meter hohe Felswände an der Küste und das Wetter ist anders, Quellwolken über den Bergen und Gewittergrollen in der Luft. Gioia findets nicht läss!

Am Freitag 2. September legen wir ab und segeln die 22 Meilen nach Ajaccio. Wieder mit gutem Wind, keine Mittelmeerflaute! Um 17 Uhr ankern wir vor der Stadt. 

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auf nach Korsika

Nach den beiden ruhigen Tagen in der blauen Lagune zwischen Asinara und Stintino, dem vielleicht schönsten Strand von Sardinien, ist für heute Montag guter Südwind für die 50 Meilen rauf nach Korsika angesagt.

Wir starten nach dem Baden und Frühstücken, wir motoren der Insel Asinara entlang, bald setzt der Wind ein zuerst nur schwach, dann mit 10- 12 Knoten. Wir setzen den Blister und segeln nordwärts, raus in den Golf von Bonifacio. Bald verschwindet Italien hinter uns, wir sind wieder draussen auf dem blauen Wasser. 

Bei dem achterlichen Wind und dem ruhigen Wasser, können wir sogar das Mittagessen kochen, ohne dass die Pfannen überschwappen. 

Wir geniessen die Fahrt durchs Wasser, sitzen vorne am Schiff und lassen die Füsse von den Wellen nass werden. Lesen und dösen sind die Hauptbeschäftigungen in den Nachmittagsstunden. 

Dann springt plötzlich 40 Meter vom Schiff entfernt ein Mantarochen aus dem Wasser, machen einen Überschlag und verschwindet wieder im tiefen Ozean. Wauh das war aber eine Überraschung, mit fällt der Kiefer runter. Das war ein riesiger schwarz-weisser Rochen mit langem Stachel. 

Bald kommt die Küste von Korsika in Sicht, wir halten Abstand, da viele Felsen, im Küstenwasser zu sehen sind.

Dann nach 10 Std. sind wir in der Einfahrt zur Bucht von Propriano. Wir ankern in einer Bucht, müssen aber zwischen den vielen Yachten einen freien Platz suchen. Kaum gut geankert, setzt die Dämmerung ein, das Anlegerbier schmeckt heute nach den schönen Segeltag besonders gut. 

Am nächsten Morgen rudern wir mit dem Dinghi ans Ufer, erkunden den kleinen Ort und kaufen beim Metzger leckere Ossobuco ein. Dann gehts weiter über die Bucht von Propriano nach Porto Pollo.

 

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Alghero

Wir haben einen tollen Liegeplatz an der Mole von Alghero. So können wir nach Lust und Laune zum Einkaufen, Stadtbummel, wieder mal zur Post und nach der Kreditkarte fragen, Pizza essen, Apero trinken, Wäsche waschen.

Alghero hat eine wunderschöne Altstadt, schöne Strände in der Nähe, sogar einen Beachbus, einen Lunapark, in jeder Gasse eine Gelateria und das Beste: Velos zum Ausleihen beim Hafenmeister.

Mit den Velos erkunden wir die Promenade, fahren zum Einkaufen und immer wieder zur Post, bis am Donnerstag die Kreditkarte da ist. 

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Überfahrt nach Sardinien

Es ist noch dunkel, ich mache Kaffee und wecke Marina. Der Mond steht noch über dem Fischerdorf Fornells. Das Deck ist tropfnass vom Tau, das bedeutet, dass es wieder ein sonniger Tag wird. Nach der Tasse Kaffee kanns los gehen. Instrumente einschalten, Positionslichter einschalten, Anker raufwinschen. 

Noch kein Wind, wir motoren raus aus der langen Bucht, draussen auf dem Meer gibt es nun nur noch einen Kurs, 80 Grad --- Sardinien. 

Um 9 Uhr gibts etwas Wind, wir setzen das Grosssegel und den Blister um 9.30 Uhr haben wir die ersten 10 Meilen. Am Ziel werden es 192 Meilen sein. 

Wir haben wenig Wind und machen nur 4,5 Meilen die Stunde, ab Mittag dreht der Wind auf, um 15 Uhr müssen wir den Blister bergen, zu viel Wind, 15 Knoten, wir fahren über 6 Knoten. Wir setzen die Genua, der Südwind bläst mit 4- 5 Windstärken, um 17.15 haben wir 48 Meilen geschafft. Bald stellt der Wind ab und wir starten den Motor. Auch rumsitzen gibt Hunger, zum Znacht gibts Schnitzel und Nudeln an feiner scharfer Tomatensauce und 2 Gläser Rioja. Ein Segelschiff kommt uns entgegen, dann um 20 Uhr ein toller Sonnenuntergang.

Wir haben die ganze Nacht nur leichten Wind, kommen nicht schnell vorwärts. Die Wellen streicheln das Schiff, es plätschert und schaukelt friedlich und gleichmässig. Zuerst Sternenhimmel, dann geht der Mond auf. Wir stellen den Wecker, dass er uns alle halbe Stunde weckt, kontrollieren die Instrumente und halten Ausschau, ob Schiffe in der Nähe sind. Bei Tagesanbruch am Morgen um 6.30 Uhr haben wir 100 Meilen geschafft. Um 7 Uhr steigt die Sonne aus dem Meer.
Wir haben nur schwachen Wind aus Südost, wir segeln mit nur 3,5 Knoten, so wird das ewig dauern bis nach Sardinien. Wir wollen nicht zuviel mit dem Motor fahren, doch am Mittag stellt der Wind ganz ab und wir starten den Diesel. Um 17 Uhr baden wir im tiefblauen Wasser, eine Farbe wie Pelikantinte. Das Wasser ist hier über 2100 Meter tief, schon ein mulmiges Gefühl. Nach dem Abendessen gibts wieder Wind, jetzt aus Nordost nur schwach aber immerhin gehts wieder vorwärts. Es sind noch etwas über 40 Meilen, wir können die Berge von Sardinien erkennen. Um 20.30 geht die Sonne unter. Der Sternenhimmel funkelt über uns, der Leuchtturm vom Capo Caccia blinkt im Osten, das ist unser Ziel, die Bucht hinter dem Leuchtturm. Der Wecker mahnt uns alle halbe Stunde Ausschau zu halten, keine Fähren, kein Frachter, keine anderen Schiffe, wir sind alleine weit und breit. Das Segeln in der Nacht bei Mondschein ist speziell, das Geräusch der Wellen am Schiffsrumpf, die Windgeräusche in den Segeln sind viel intensiver als am Tag. Der Wind kommt mal stärker, dann flaut er wieder ab. Wir haben entschieden, erst nach Sonnenaufgang in die Bucht einzulaufen. Der Plan geht auf, der Wind kommt mit dem Tageslicht nochmals stärker und wir segeln unter dem mächtigen Felsen "Capo Caccia" in die Bucht Porto Conte rein. Wir ankern nahe am Strand, doch der Anker will nicht halten, so entscheiden wir an einer Boje festzumachen. Italien wir sind angekommen, nun gibts Frühstück und Landgang. 

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Mahon

Mao oder Mahon ist die grösste Stadt auf Menorca mit riesiger Hafenanlage in der natürlichen Bucht. Die Bucht ist 6 Km lang, wir ankern am Anfang der Bucht, hinter der Insel "Lll de Llatzaret", weit weg von der Stadt. Am Sonntag fahren wir mit dem Schiff rein in den Hafen, wir müssen Wasser auffüllen, das können wir an der Tankstelle. Wir müssen natürlich auch etwas Diesel tanken, damit der Tankwart auch sein Business macht.

Wir sehen uns die Stadt vom Wasser aus an, einen Liegeplatz in der Stadt bekommen wir nicht. Danach gehts zurück zum Ankerplatz. 

Dort laden wir die Klappräder ins Beiboot und schaukeln alle zusammen ans Ufer, ein gewagtes Unternehmen mit dem überladenen Dinghi. Die 8 Km bergauf und ab bis in die Stadt sind bei der Hitze anstrengend und schweisstreibend, oft müssen wir die Velos schieben, weil es so steil ist. Bergab lässt Gioia die Ohren fliegen.

Mahon hat eine schöne Altstadt mit Befestigungsmauern, leider sind die Geschäfte geschlossen, es ist Sonntag. Die Tour mit den Velos und der Stadtbummel haben sich trotzdem gelohnt.

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Menorca Südseite

Am Sonntag 7. August gibts nochmals einen Besuch in der Stadt, Mittagessen auf der Piazza und Einkaufen für die nächsten Tage. Am Abend um 18 Uhr verlassen wir Ciutadella.  Immer noch bläst der Nordwind stark, also ist unser Ziel die windgeschützte Südseite der Insel. Wir wollen nicht weit, nur um das Cap d' Artrutx, danach ankern wir in einer nahen Bucht. Wir sind ganz alleine in dieser Cala de Son Aparets. 

Wir erkunden die Südseite von Menorca in kleinen Etappen von Bucht zu Bucht. Jede ist wunderschön und speziell. Das Wasser meist türkisfarbig über sandigem Boden. Täglich wandern wir ein Stück auf dem Wanderweg "Cami de Cavalls", so lernen wir den steilen, felsigen Küstengürtel der mit Pinien und Strauchpalmen bewachsen, aber sonst karg und steinig ist, kennen. Die schroffe Bucht "Cala Caves" hat mir am Besten gefallen. Diese Bucht ist nur mit dem Schiff oder mit einem langem Fussmarsch erreichbar. In die Felsen sind Höhlen gemeisselt, Gräber aus einer vergangenen Zeit. 

Am Samstag 13. August segeln wir gemütlich, mit wenig Wind, um das südöstliche Cap. Wir sind nun an der Ostküste, nach 5 Meilen beginnt die lange, schmale Bucht von Mahon, unser Ziel für heute. 

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Ciutadella

Der Mistral kommt pünktlich, schon am frühen morgen pfeifft er durch die Masten. Wir liegen sicher. Nach dem Frühstück, wollen wir in die Stadt. Wir klettern die Felsen rauf was nicht ganz einfach ist, die Felsen sind unterhöhlt und das Dinghi wird immer wieder unter die scharfen Lavafelsen gedrückt. Wir ziehen es mit einer 2ten Leine zum Schiff zurück. 

Die Altstadt liegt nicht weit entfernt. Dort gehts einen Hafen in einer langen Bucht. Der Hafen ist überfüllt und ein Liegeplatz für uns würde ca. 90 Euro kosten.

In der Altstadt gibts einige mittelalterliche Häuser mit schönen Steinmetzarbeiten und wunderschöne Gassen mit in pastellfarben bemalte Häuser. Das helle Licht hier lässt so viel Helligkeit in die Gassen, dass beide Seiten ausgeleuchtet sind. Keine Schattenseite !? Menorca scheint sanft, pastell, ruhig, leise und angenehm normal. 

Hier ein paar Bilder aus der Hafenstadt Cuitadella oder heisst es Cuidadela? Auf den Balearen wird nicht spanisch gesprochen, da tönt alles wie romansch/grischun. 

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Mallorca hasta luego

Nach 3 Wochen Mallorca das uns positiv überrascht hat, gehts heute rüber nach Menorca. 

Uns bleiben schöne Sandstrände, schroffe Felswände, glasklares Wasser, geschützte Buchten und guter Segelwind in Erinnerung. Natürlich auch die Stadt Palma mit der Kathedrale und der schönen Altstadt. Speziell war auch, dass wir wieder mal Besuch auf der Serenità hatten. 

Unser letzter Ankerplatz in Mallorca ist am Cap  Ferrutx, bei Platja Es Caló vor den gelben Sandsteinfelsen in türkisfarbenen Wasser. Wir bleiben 2 Tage bis am Donnerstag der Südostwind kommt. Wir erkunden das Ufer und machen eine lange Wanderung ins nahe Betlem, das zu dem Ort Arta gehört. Arta rühmt sich der schönsten Strände von Mallorca. Marina kocht zu unserem Abschied eine Kaninchen-Paella. Mmmmmh

In der Bucht von Alcudia ist es am Donnerstagmorgen windstill, wir bergen den Anker um 11 Uhr, und motoren aus der grossen Bucht raus, draussen Schaumkronen, der Südostwind bläst mit 20 Knoten, 1 Reff ins Grosstuch und wir rauschen dahin. Es sind nur ca. 25 Meilen bis Menorca nach 4 Std sind wir in Ciutadella. Wir suchen einen Platz in einem Flussauslauf, Cala des Degollador, beidseitig 10 Meter Felswände. Wir ankern und machen uns hinten mit 4 Leinen an den Felsen fest. Wir erwarten für Freitag bis Sonntag stürmischen Mistral, der von der Rhônemündung bis hierher bläst. Hier an der Felswand liegen wir sicher, nur das an Land gehen ist mühsam, wir müssen die unterspülten, schroffen Lavafelsen raufklettern. 

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verloren und gefunden

Verloren oder gestohlen oder hat sich Marinas Portemonnaie in Luft aufgelöst? 

In Port Søller vermissten wir nach dem Morgenkaffee Marinas Portemonnaie mit beiden Kreditkarten aber zum Glück nur mit 5 Euro Bargeld. Alles Nachfragen im Restaurant und beim Fundbüro der Polizei hat nichts gebracht. Marina hat die Karten gesperrt und wir werden hoffentlich neue Karten zugeschickt bekommen. Die CH-Post macht es kompliziert, da wir nicht in der Schweiz sind. Wir hoffen bald wieder "Verbindung" zu unserem Eurokonto zu haben.

Gefunden haben wir unser optimales Dinghi, stylisch, klein und leicht. Nun ist der Tag gekommen, das Dinghi zu taufen. Wir wünschen uns, dass das Dinghi uns immer sicher ans Ufer bringt, keine Luft verliert und nicht gestohlen wird. Dazu haben wir die feinste Flasche auf dem Schiff geöffnet. 

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Via Cala Castell nach Pollenca

Nach einigen Stunden segeln ist es Zeit einen neuen Ankerplatz anzusteuern. Die Cala Castell scheint uns für ein ruhiges Ankern ok, wir sehen einige Schiffe aus der Bucht auslaufen, als unser Anker fällt sind wir bald alleine in der einsamen Bucht. Über Nacht kommen noch 2 Schiffe. Am Morgen erkunden wir die nahe Umgebung, es ist Naturschutzgebiet und betreten verboten! Ob das auch für uns gilt? 

Nach 30 Minuten wandern haben wir einen herrlichen Blick runter zu unserem Schiff und über die schmale Bucht. Die Bucht ist entstanden durch einen riesigen Lavakegel der sich ins Meer rausgeschoben hat. Über die zerklüfteten Lavafelsen sehen wir Ziegen springen, einige erschrecken wir auf unserer Erkundungstour. 

Nach dem Mittag geht es weiter, Anker auf, draussen gibts Wind, 20 Knoten wir reffen die Segel, sollen wir schon wieder in die nächste geschützte Bucht rein oder weiter ums Cap in die grosse Bucht von Pollenca? Der Nordostwind ist nicht gerade optimal zum Ankern in der offenen Bucht von Pollenca. Wir runden trotzdem das Cap mit viel Wind und noch mehr Wellen aus allen Richtungen, echt ungemütlich. Marina hält Ausschau nach einem rettenden Helikopter. Wir finden einen Ankerplatz mit Sandstrand, die erste Nacht ist ganz ok. Dann fahren wir weiter nach Pollenca, ankern hinter einem Felsvorsprung. Der Wind wir am Abend immer stärker, einige Segelschiffe treiben ab, der Anker hält nicht, dann kurz nach Sonnenuntergang eine Böe mit über 23 Knoten, da sind auch wir am Treiben, Motor an, Anker auf, und neues Ankermanöver. 

Die ganze Nacht schlafen wir im Cockpit draussen, der Wecker klingelt alle 40 Minuten, zum Glück hält der Anker trotz Starkwind die ganze Nacht. Der 1. August hat mit einer fast schlaflosen Nacht begonnen. 

Wir feiern den Tag mit Käsefondue zum Zmittag auf dem Schiff.

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Naturwunder, Cala Calobra

Wir verlassen Port Søller und segeln weiter der felsigen Küste entlang nach Nordosten. Nach nur einigen Meilen finden wir eine Bucht zwischen den Felsen, die Cala Calobra. Eigentlich ist es eine Flussmündung,Torrent de Pareis, doch im Sommer ist der Fluss ausgetrocknet. Der Fluss hat die Bucht in die Felsen gefressen. Spektakulär. Wir baden im glasklaren Wasser, wagemutige klettern die überhängende Felswände hoch und fallen runter ins Wasser. Am Abend sind nur noch ca. 10 Schiffe in der Bucht, es ist so ruhig und die Sterne sind wie ein leuchtender Teppich am Nachthimmel. 

Früh am nächsten Morgen gehts mit dem Dinghi ans Ufer. Bei der Schiffanlegestelle für die Touristenschiffe gibts Restaurants und kleine Hotels. Auch Busse bringen die Touristen an diesen schönen Ort, Doch so früh am Morgen sind wir noch alleine. 

Durch einen Tunnel und eine fast natürliche Höhle kommen wir zur Flussmündung zwischen den Felswänden. Wir sehen unser Schiff draussen in der Bucht schaukeln. Wir erkunden zu Fuss das Flussbeet, ein Wanderweg führt in ausgetrocknete Fluss bis rauf auf die Berge. Eindrückliche Bilder, ausgewaschene Felsen, Tümpel und Kiesbeete. Wir staunen ob der schönen Natur. 

Am Mittag verlassen wir die Bucht ( Schlucht ) , wir sehen eine grosse Yacht mit einem teuren Spielzeug oben drauf, da sind wir mit unserer Serenita bescheiden klein.

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Port Søller

Mit Wind und Diesel gehts die Westküste entlang weiter nach Søller Port. Das ist eine grosse natürliche Bucht mit Hotels und Bars und einem Fischerhafen. Wir ankern geschützt am Strand. Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, wir spazieren der Promenade entlang, nach einigen Tagen ankern in einsamen Buchten hat uns die Zivilisation wieder zurück. 

Wir geniessen den Kaffee und da es schon 11 Uhr vorbei ist das erste kleine Bier. Danach entscheiden wir uns für einen Fussmarsch in die 4 Kilometer entfernte Stadt Søller. 

Der Magen knurrt und wir fragen nach einem Restaurant, wir werdn zu einem kleinen, typisch spanischen Restaurant geschickt, versteckt bei den Geleisen der Strassenbahn. Die Chefin serviert uns ein einfaches aber feines Mittagessen für ein paar Euros. In Søller gibts einen grossen zentralen Platz mit Kirche und Rathaus und vielen Restaurant.

Mit der Strassenbahn fahren wir zurück zum Hafen, nur Marina muss laufen, da Gioia nicht mitfahren darf. 

Am Dienstag muss Jonny schon wieder zurück in die "regnerische" Schweiz, wir haben die Tage zusammen genossen, sind viele Meilen mit schönem Wind gesegelt und das kulinarische kam auch nicht zu kurz und wir haben einige schöne Ecken von Mallorca kennengelernt. 

Hoffentlich sehen wir uns in Sizilien wieder, für einige Touren mit dem Bike. 

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Cabrera und Mallorca Südseite mit Jonny

Nach den ruhigen, erholsamenStrandtagen zusammen mit Gloria und Familie gehts wieder nach Palma, Jonny kommt am Montagabend mit aus der Schweiz angeflogen. 

Wir erwarten ihn wieder am Chartersteg in der Marina in Palma. Stadtbummel und Velotour auf der Suche nach dem Ballermann am Dienstag.

Dann legen wir ab, Segeln nur 5 Meilen zu den Illetes, eine kleine Inselgruppe in der Bucht von Palma. 

Am Mittwoch segeln wir der Südküste entlang und finden am Nachmittag eine kleine Bucht, die Cala Pi und ankern zwischen den Felswänden. 

Am Donnerstag gibts viel Wind und wir geniessen den Tag mit Wind und Wellen. Bis 20 Knoten bläst es aus Nordost es macht richtig Spass. Wir ankern an der Küste von Colony San Jordi. Das Wasser ist glasklar und türkisblau, Marina und Jonny schwimmen bis ans Ufer. Wir geniessen die Ruhe hier draussen am Strand. 

Am Freitagmorgen nach dem Schwimmen und Frühstück ankern wir vor dem Ort, San Jordi, wir kaufen für die nächsten Tage ein. 

Heute segeln wir zur Naturschutzinsel Caprera, wir haben eine Boje reserviert. Die Inselgruppe ist Naturschutzgebiet es darf nicht geankert werden. Nur in der grossen Bucht liegen Bojen für die Schiffe, die Bojen müssen vorab reserviert werden. Wieder haben wir guten Wind und können bis nach Cabrera segeln. 

Dort gibts einen Landgang mit Besteigung der Burg und um den Wasserverlust auszugleichen einem Liter Sangria bei der einzigen kleinen Bar auf der Insel. 

Via Santa Ponsa gehts weiter der Westküste entlang. Dort finden wir ein kleines Fischerdorf, ankern, und geniessen das Abendessen und den Sonnenuntergang im einzigen Restaurant weit und breit. 

Zurück auf dem Schiff werden wir vom starken Schwell überrascht, das Schiff "schüttelt" sich in den Wellen. Wir entscheiden weiter zu fahren und einen ruhigeren Ankerplatz zu suchen. Im Dunkeln, ankern wir hinter einem Felsvorsprung, hier ist es etwas ruhiger aber die Nacht bleibt unangenehm. 

Am nächsten Morgen gehts weiter nach Søller.

 

 

 

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Mallorca

Es soll etwas Südwind geben. Doch wir verlassen Ibiza mit Motorkraft, erst draussen auf offenen Meer kommt der Wind, 10 Knoten, das reicht zum Segeln. Wir können die halbe Strecke nach Mallorca segeln, Gewitterwolken sind am Himmel, das bringt immer wieder Wind. Segel auf, Segel einrollen, usw ... 

Am späten Nachmittag erreichen wir Santa Ponsa, eine geschützte Bucht an der Südwestküste von Mallorca. 

Es liegen bestimmt 80 Schiffe hier, schwierig einen guten Ankerplatz zu finden. 

Die Bucht von Santa Ponsa war vor einigen Jahren auch Ankerplatz der Kreuzritter welche von hier aus die Sarazenen von Mallorca vertrieben haben. Ein Kreuz steht zur Erinnerung an der Einfahrt zur Bucht.

Wir bleiben zwei Tage, dann ist es uns zu eng. Wir suchen uns einen Ankerplatz nur einige Meilen entfernt an einem Sandstrand. (Calla Fornells). Standbars mit TV inkl. EM-Final Portugal-Frankreich 1:0  Che sorpresa.

Am Montag segeln wir nach Palma, Gloria und ihre Kids, Sara, Marco und Dario kommen am Dienstagabend.     7 Meilen vor Palma finden wir eine kleine Bucht. Wir fahren durch eine breite Öffnung in der Felswand in die Bucht mit sandigem Grund, perfekt zum Ankern. In die Felswand sind Höhlen gemeisselt, das sind Sarazenengräber, die erkunden wir am nächsten Morgen auf unserem Walk. Anker auf und nach 2 Std sind wir im Hafen von Palma. Um 22 Uhr holen wir unsere Gäste am Flughafen ab. Am nächsten Morgen Stadtbummel und Shopping, vor allem Barca-Fanclub-Shop war für Dario interessant.

 

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Ibiza

Wir ankern in ruhigen Buchten, nahe an den Felsen. Nur einmal liegt der Anker vor der Kleinstadt San Antonio und wir bekommen die ganze Wucht der Ibizapartyscene zu sehen. Da ist was los mit Partys, nächtelang in dunklen Kellern oder auf grossen Partybooten. Ticketcorner gibt haufenweise und viele hübsche Girls, fast nur mit Tattoos bekleidet, die aus ganz Europa eingeflogen sind. 

Ibiza ist mit Pinienwäldern grün bewaldet und an der Küste schroff felsig. Formentera habe ich sanfter in Erinnerung. 

Wir finden immer eine ruhige Bucht für unser Schiff, es sind aber viele Yachten unterwegs, so ist es an den guten Ankerplätzen oft eng. In Ufernähe liegen die "Kleinen", draussen die Megayachten. Einige von den "Grossen" können gechartert werden, die Woche für 400'000 Euro !!!!!!  Vermutlich nicht alles inklusive. Aber mit

20 Mann/Frau Besatzung. In der schmalen Bucht Badella finden wir sogar eine freie Boje, so ein Glück.

An der Nordküste treffen wir René und Babs wieder, sie ankern in  einer ruhigen grossen Bucht, wir finden sie mit dem Feldstecher, wir ankern in der Nähe. Dann kommt auch Luna, die beiden Holländer die wir in San Antonio kennen gelernt haben. Zum Apéro treffen wir uns alle auf der Momentum. Gioia muss zu Hause bleiben, da Salty keine 4-beinigen Besucher mag. 

Das wird unsere letzte Nacht in Ibiza, am Freitagmorgen segeln los, rüber nach Mallorca.

Kurs 62 Grad und 52 Meilen.

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Formentera

Sogar der Sternenhimmel war anders hier, der Nachthimmel war übersät mit Sternen, kein störendes Licht weit und breit. Am Morgen gibts schon vor dem Kaffee ein Bad. Dann bekommen wir Besuch, Babs und René von der Momentum, Freunde aus Lagos kommen mit dem Dingi. Welche Überraschung. 

Dann mit dem unserem neuen Dingi ans Ufer, 2x Orangenjus = 9 Euro. Uppps das sind aber andere Preise hier !

Am Mittag ist Anker auf und wir segeln rund um die Südspitze von Formentera in eine geschützte Bucht. Wir segeln einer herrlichen Felsenküste entlang, alles Sandstein, von den Gletschern gepresster Sand. Formentera scheint wüstenhaft, keine Bäume, wenig Vegetation und grosse Salzlagunen im Norden der Insel. Vor allem aber viele Sonnenhungrige die mit der Fähre von Ibiza kommen, fast alles Italiener. 

Die Momentum, eine HR42, liegt schon in der Bucht, René kommt uns mit dem SUP entgegen, Salty der Hund ist auch dabei. 

Wir erkunden die Kliffs in der Nähe mit dem Dingi, elegant geschwungene Muster in den Felsen. Felsbuchten wie Kathedralen, da hat vor vielen Jahren, Bob Marley ein Privatkonzert gegeben.

Wir staunen über die kleinen Hütten am Ufer mit den Schienen ins Wasser. Das sind die Hütten für die Fischerboote. Da die ganze Insel felsig ist, ziehen die Fischer die Boote auf Schienen an Land. 

 

Am nächsten Tag segeln wir wieder nach Norden und ankern an der nördlichen Landzunge von Formentera. Sandstrand und türkisfarbiges Wasser. Die Megayachten sind auch hier, grösser gehts fast nicht! 

Unser täglicher Spaziergang auf der Suche nach Internet führt zu einem Strandrestaurant. Wir finden Platz an der Bar, das Restaurant ist ausgebucht, die Preise uperclass, hier gibts auch mit Bestechung keinen Platz. Es ist das Lieblingsrestaurant von Roberto de Niro. Alles vom Feinsten und das - draussen am Strand. 

Am Samstagabend gibts Sturm aus Osten, wir liegen an der Westseite der Landzuge, also im geschützten Wasser, aber der Wind bläst die ganze Nacht mit bis zu 31 Knoten, ca. 50 Km/h. Das zerrt ganz schön am Anker, der hält aber bravurös. Auf der Ostseite der Landzunge brechen die Wellen am Strand. 

Am Sonntagabend, nachdem sich der Wind gelegt hat, segeln wir die 10 Meilen rüber nach Ibiza.

 

 

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rüber nach Formentera

Wir verlassen Alicante am frühen Morgen, es herrscht wieder Nordostwind. Das heisst wieder 3 Meilen bis zum schützenden Cap von Alicante rausmotoren, dann unter Segel bis nach Campello. Das sind nur 10 Meilen wir sind vor Mittag dort. Wir bleiben bis am nächsten Nachmittag, erkunden den kleinen Ort. Dann legen wir am 29. Juni um 16 Uhr ab und motoren bis nach Benidorm. Das sind 14 Meilen. Vor der Hotelhochburg legen wir den Anker auf 6 Meter Wassertiefe in den Sand. Die Nacht ist unruhig, da der Wind auf Süd gedreht hat und ein Schwell aufs Ufer zuläuft. 

Bei Tagesanbruch gibts zuerst Kaffee, dann Anker auf, und mit dem Motor raus aufs Meer. Marina hat Migräne und bleibt liegen. Wir haben echt Glück, der Südwind kommt immer stärker, Segel setzten, Motor aus, Kurs Formentera. Dieser schöne Wind war nicht angesagt, eher Windstille. Aber der Wind hält durch bis Formentera. 

Wir passieren den 0 Meridian, wir sind wieder östlich von Greenwich. Bald verschwindet das Cabo de la Nao im Dunst. Festlandspanien adée.

Zum Mittagessen gibts einen Teil des feinen Rindsvoressen. Leider liegt Marina noch immer flach und ist bleich im Gesicht. 

Dann nur blaues Meer rundum, bis Formentera auftaucht dauerts noch lange, die Insel ist sehr flach. Zuerst sehen wir Ibiza. Um 19.30 Uhr nach 72 Meilen sind wir an der Westküste von Formentera, in der vom Südwind geschützen Bucht Cala Soana. Suchen einen Platz für unseren Anker mitten in den vielen anderen Schiffen die schon da sind. 

Die Skyline ist hier total anders als gestern vorn Benidorm, Natur pur. Das Wasser glasklar und leuchtend blau. 

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Formentera-Cross-Menue

Für die lange Überfahrt nach Formentera wollen wir was Feines zu essen haben und so koche ich uns einen Eintopf. 

Ich habe folgendes eingekauft: 1,1 kg Rindsragout vom 1 jährigen spanischen Rind, 5 Kartoffeln, 4 Karotten, 1/4 Kürbis, 4 Knoblauchzehen, 2 grosse Zwiebeln, 3 dl Rioja und Bouillon.

Das sollte für 2 Personen und einen Hund reichen. Zuerst 5 Fleischstücke für den Hund beiseite legen.

Dann in einer grossen Pfanne alle Zutaten zusammen 1 1/2 Std. köcheln lassen. Würzen mit dem leuchtend rotem Chilly vom Nebengraben, danke Urs. 

Das kochen ist nicht ganz einfach bei dem Schwell an der Beach von Benidorm. Der Duft nach Essen und Gewürzen weht durchs ganze Schiff, ich freue mich schon auf Morgen. Es ist jetzt schon fast 22 Uhr, draussen ist es dunkel, wir sind bereit für die Überfahrt, immer 82 Grad steuern, dann kommen wir sicher an. 

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unsere Dingi Geschichte

Wir haben bei unserem alten,orangen Metzeler Dingi in Ferragudo das Ventil abgerissen. Dann Lagos ein günstiges Occasiondingi gekauft. Wir konnten uns nicht für ein neues Entscheiden, wussten nicht welche Grösse optimal ist, welchen Boden das Dingi haben soll, welche Marke die beste ist. Doch das "Graue" passt gut zum Schiff, nach dem gründlichen putzen darf der neue Tender aufs Schiff.

Unterwegs hat plötzlich auch das "neue Quicksilver" Luft verloren. Wir haben geflickt und es hat nichts genützt. 

Wir sind rumgerannt bei sengender Sonne und haben nie ein passendes Dingi gefunden, nie war ein Exemplar ausgestellt, wir konnten nur in den Katalogen blättern. 

ABER, hier in Alicante steht ein Zodiac im Segelshop. Wir entscheiden uns das weiss/graue 2 Meter lange, 22 kg schwere Beiboot zu kaufen. 

Es ist zwar klein, aber für 2 Personen und Gioia ist genug Platz. 

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Alicante

schöner Yachthafen, Restaurants am Pier, Seglershops, und direkt am Rande der Altstadt gelegen. Was will man mehr. 

Alicante unterscheidet sich bis jetzt von den andern Städten, dass alle Restaurant in der Altstadt auf der Strasse lange Tische aufgestellt haben und die Leute draussen bedient werden, die engen Gassen haben fast immer Schatten. 

Wir finden schöne Plätze und Kirchen, Gassen und Ecken zum Verweilen. Gioia tragen wir meistens, es ist ihr zu heiss auf den Pflastersteinen. 

Diese Woche ist  jeden Abend, Mitternacht, Feuerwerk, Gioia hat keine Freude, aber es ist jedes mal viel Spektakel und Krach.

 

 

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weiter nach Alicante

wir haben genug gesehen vom Mar Menor, Hotels, schöne sanfte Sandstrände aber das Wasser ist nicht klar und kristallblau.

Ich hole schon vor 8 Uhr morgens den Anker auf, wir wollen um 10 Uhr bei der geöffneten Brücke raus aufs Meer. Marina steuert und keiner schaut in die Karten oder Handbücher, so fahren wir zwischen einer Insel und dem Festland auf eine Untiefe. Keine Seezeichen, kein Hinweis auf unserem Kartenplotter. Aber wir hängen fest! Nach vielen Versuchen mit dem Motor und Segel und "schaukeln" finden wir eine Weg runter von den Steinen. Marina hat unsern neuen Weg mit dem Blei ausgelotet. 

Danach haben wir in den Karten und Handbücher nachgesehen, im Handbuch war die Untiefe deutlich eingezeichnet, aber es steht auch, dass jedes Jahr über 20 Schiff von der Untiefe runtergeholt werden müssen. 

Wir schaffen die Brückenpassage erst um 12 Uhr, dann gehts aber mit viel Wind und Wellen Richtung Norden, 

das exakte Steuern zwingt uns im hier und jetzt zu sein. Die Gedanken schweifen noch immer zum Malheur vom frühen Morgen.

Am späteren Nachmittag entscheiden wir uns nach Santo Palo reinzusegeln, nach Alicante wären es noch mehr als 2 Std weiter.  Wir bleiben dort nur 1 Nacht. 

Am nächsten Morgen gehts mit dem Motor gegen Wind und Wellen bis war das nächste Cap umrundet haben, dann können wir Segel setzten und mit stürmischem Nordostwind der Küste entlang nach Alicante segeln. Wir sind wieder mal alleine unterwegs, traut sich kein anderes Schiff raus? Der Wind pfeifft mit 25 Knoten durch die Wanten, die Sonntagsduschen sind heute salzig !!

Wir segeln direkt in den grossen Hafen von Alicante und bergen die Segel im ruhigen Wasser hinter den hohen Hafenmauern. 

Nach der mühsamen Stunde mit dem Motor, waren die zwei Std. segeln Spass und Herausforderung. Wir bekommen den letzten Platz im Hafen, es wird Sommer alles ist ausgebucht, Glück gehabt.

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Mar Menor

Wir verlassen am 10 Uhr am Morgen Cartagena. Der Wind kommt aus Nordost und soll dann nach Osten drehen, da kommen wir mit wenig aufkreuzen weiter nach Norden. 

Es dauert dann aber doch viel länger als gedacht, wir hatten guten Wind, aber meistens von vorne. 

Beim Capo do Palo mit seinen Felsen kämpfen wir gegen Wind und Wellen, danach haben wir einen besseren Kurs und segeln zur Einfahrt ins Mar Menor. 

Das Mar Menor ist ein Binnenmeer, halb so gross wie der Bodensee, eingeschlossen, von einem breiten Dünengürtel, der mit Hotels überbaut ist. Die Einfahrt ist schmaler Kanal, dort müssen wir warten bis die Brücke aufgeht, das ist leider nur alle 2 Std.

Das Mar Menor ist nur 5 Meter tief. Wir ankern hinter einer Insel und bleiben noch eine zweite Nacht am Anker an einem Strand. 

 

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Cartagena

Wir verlassen die ruhige Ankerbucht und segeln raus auf Meer. Der Wind kommt uns entgegen, wir müssen aufkreuzen, nach 1 Std. sind wir am Cap und sehen rein in die Bucht von Cartagena. Dann sind es noch 8 Meilen und wir segeln durch die Einfahrt in den grossen Hafen, wo wir die Segeln bergen. Dann rufen wir über Funk Kanal 9 die Marina Cartagena und fragen nach einem Liegeplatz.

Wir legen uns längs an den Steg, direkt an der Promenade, nahe der Altstadt. Yan und Carolann, die wir aus Lagos kennen begrüssen uns. 

Wieder eine schöne Stadt die zu besichtigen sich lohnt. Die Häuser in der Altstadt haben alle verglaste Erker und geben der Stadt einen speziellen Charakter. Die Römer waren auch hier. Der starke Nordostwind zwingt uns 3 Tage hier zu bleiben, dann gehts am Donnerstag weiter zum Mar Menor. 

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weiter zur Traumbucht

Wir lassen Garrucha hinter uns, mal sehen wo der nächste Liegeplatz ist, je nach Wind. Der bläst aus Südost, wir segeln der Küste entlang, immer näher ans Ufer, bis wir in Aguilas "landen". Wir ankern vor dem Hafen, sicher und ruhig. Dort bleiben wir 2 Tage, weil Flaute ist. Im Zentrum gibts einen tollen Park. 

Dann gehts am Sonntag weiter, wir setzten zum ersten Mal den blauen Blister, wir segeln mit schwachem Wind Richtung Cartagena, dann sehen wir eine tolle windgeschützte Bucht. Segeln dort rein, und lassen den Anker auf 4 Meter Wassertiefe in den Sand fallen. Da unser CQR Anker sich nur schlecht eingräbt geben wir 30 Meter Kette. Das muss genügen für ein sicheres liegen.

Mit dem Dinghi ist es nicht weit ans Ufer, für einen Spaziergang mit Gioia. Am Abend schaue ich dem Match Schweiz-Frankreich in der Bar am Strand. Die Serenita schaukelt am Anker und Marina hat Ankerwache. 

Am Montagmorgen gibt es ein Bad im glasklaren Wasser, Gioia kommt auch mit. 

Dann nochmals ans Ufer zum Kaffee und Internet, und die Aussicht vom Hügel über die Bucht geniessen. 

Wir geniessen die Stunden schaukelnd am Anker, die Sicht auf das Palmengesäumte Ufer. 

Am Mittag segeln wir los, noch 14 Meilen bis Cartagena. 

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Carrucha, der sichere Hafen

Die Sonne steigt aus dem Meer und wir sind bald bereit zum Lossegeln. Anker auf und raus aus der schönen Bucht. Es hat noch nicht viel Wind am frühen Morgen, die Sonne muss erst noch aufheizen. Doch um 10 kommt der Südwestwind. Immer stärker und stärker, auf Kanal 9 haben wir die Sturmwarnung gehört. Unser Ziel ist Carrucha, 6 Std sollten wir bis dorthin benötigen. Dann steht uns auch noch ein Kriegsschiff im Weg und zwingt uns auszuweichen, gibt die Koordinaten für die Schiessübungen bekannt. Hoffentlich sind wir nicht im Zielgebiet.

Dann kommt die Stadt in Sicht, dort stellt der Wind sogar ab und wir motoren die letzten 3 Meilen. 

Carrucha ist bekannt für die feinen roten Garnelen. Das Kilo kostet 28 Euro, eine Portion im Restaurant 24 Euro.

Die Schweiz spielt unentschieden gegen Rumänien. 

Wir können uns am nächsten Morgen nicht entscheiden, ob wir weiter sollen oder noch eine Nacht im Hafen bleiben. Dann erlöst uns der Hafenkapitän von der Unentschlossenheit, die Küstenwache hat wieder Sturmwarnung rausgegeben und wir müssen die nächste Nacht im Hafen wegen dem Sturm nicht bezahlen. 

Die Holländer neben uns sind trotzdem weiter, direkt nach Caragena. Am Mittag gehts los mit der Starkwind, die Wellen und der Schwell kommen in den Hafen rein, das Schiff schüttelt an den Festmachern. Wir bringen noch mehr Leinen mit elastischen Dämpfern aus, mit den Muringleinen ziehen wir das Schiff vom Steg weg. So sicher ist der Hafen auch nicht, wir haben ein mulmiges Gefühl wenn Serenita so an den Leinen zerrt.

Abends um 8 Uhr ist der Wind weg und im Hafen wird es schnell ruhiger. 

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Puerto Genovese

Nach den drei Tagen in Almerimar sind wir der Küste entlang gesegelt. Am Abend in Roquetas de Mar geankert. Dann weiter nach Puerto Genovese. Das ist eine wunderschöne, unverbaute Bucht hinter dem Capo do Gata.  

Der Anker liegt in 3 Meter Tiefe. Wir schwimmen und geniessen die Ruhe. Nur der Schwell ist unangenehm, das Schiff schaukelt im unruhigem Wasser. 

Nach 18 Uhr gibts einen Ausflug an Land, das Dingi wird aufgepumpt, es verliert immer wieder Luft. Dann rudern wir die 150 Meter an den Strand. Das Schiff dümpelt vor dem Felsen mit dem weissen, roten und schwarzen Gestein. 

Der abgelegene Strand ist gut besucht, da eine Strasse über die Berge herführt. Die Kulisse ist wie in der Wüste, Kakteen und Agaven. Wir wandern bis ans Ende von der Bucht und geniessen den Ausblickt über die Bucht raus aufs Meer. 

Zurück auf dem Schiff senkt sich die Sonne langsam über die Berge von Andalusien. Dann kommt ein eindrücklicher Sternenhimmel zum Vorschein. Hier gibts keine störenden Lichter, nur unser Ankerlicht im Top vom Mast. 

Die Nacht ist unruhig, kein Wind aber der Schwell schütteln das Schiff, ich falle fast aus der Koje!

Am Morgen weckt uns die Sonne die direkt aus dem Wasser aufsteigt. 

 

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mit kleinen Schritten weiter

Nach den beiden stürmischen Tagen, hat der Westwind abgestellt. Wir segeln und motoren nur kurze Strecken und ankern in Herradura und Almunecar. Dann segeln wir weiter der Küste entlang und ankern bei der Felswand von Calahonda. Meistens sind die Nächte unruhig, da wir nie in einer geschützen Bucht sind, wir sind also immer dem Schwell ausgesetzt. Meistens gibt es ab Mittag etwas Wind, der bringt uns bis nach Adra. 

Dort bleiben wir eine Nacht am Anker am Strand, Adra scheint nicht touristisch zu sein, darum sind die Steak so riesig. Ich hab eines gekauft, 1,2 kg hat der Metzger auf die Waage gelegt. War super abgehangen und gut gelagert. 

Der nächste Schlag geht bis nach Almerimar, dort ankern wir am Abend vor dem Hafen. Wieder unruhig die lange Nacht. 

Am Morgen sitzen wir im dichten Nebel, sehen kaum 50 Meter. Wir warten und hoffen, dass kein Fischerboot vorbeifährt. Das Nebelhorn liegt für den Notfall bereit. Um 9.30 Uhr wagen wir die Fahrt in den nahen Hafen. 

Nur auf dem Kartenplotter (Bildschirm mit Karte) sehen wir unser Fahrt zum Hafen, so kommen wir langsam und sicher in den riesigen Hafen von Almerimar. Einer Retortenstadt, Hafen, Golfresort und rundherum 100erte von Appartements. 

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Rock and Roll, im Wind

Fuengirola, eine Stadt mit vielen Hotels und schönen langen Stränden, heute ist gerade Harley-Davidson Treffen. Rock-and-Roll is back.  Doch wir wollen den Westwind nutzen um weiter Richtung Almeria zu segeln.

Unser Zielhafen für heute ist Torre de Mar, La Caleta de Velez, nur ca. 20 Meilen. 

Heute sind wir nicht alleine unterwegs, es ist Samstag und einige Schiffe segeln Richtung Malaga. Doch draussen vor Malaga wird der Wind stärker, die anderen Segler sind verschwunden, wir rauschen dahin, Windstärke 8 über 35 Knoten Wind. Rock-and-Roll mit Wind und Wellen. Die Wellen kommen direkt von hinten, oft befürchten wir die Wellen überspühlen das Schiff, doch sie rauschen unten durch, wir müssen aufpassen, das das Schiff nicht querschlägt. Ein bisschen mulmig ist es schon, da die Wellen direkt von hinten kommen. Die Wellen sind sicher 4 Meter hoch, doch die Serenità bleibt auf Kurs und wir fühlen uns sicher. 

Dann sind wir vor Velez, doch wieder die Entscheidung weiter zu segeln, da die Wellen direkt auf den Hafen zulaufen. Nochmals 15 Meilen weiter bis nach Marina del Este, La Mona. Dort sind wir sicher hinter den Felsen in einem kleinen Luxushafen. Eduro 45.-- pro Nacht !!   

Wir sind froh, ruhig schlafen zu können und bleiben eine Nacht an den idyllischen Ort und es ist schon spät am Abend. 

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unser Leuchtturm

Am Ostersamstag waren die Türen des 1895 gebauten Leuchtturms offen. Wir nutzten die Gelegenheit um die 185 Stufen im Leuchtturm hochzusteigen. Die Rundumsicht über den Hafen und die Stadt vom 40 Meter hohen Turm war eindrücklich. Es machte fast etwas Angst auf der schmalen Plattform mit dem kleinen Geländer runter zu schauen. Die geschliffenen Spiegel schicken das Licht 38 km aufs Meer hinaus. 

Nach einigen Minuten in windiger Höhe drehten wir einige Runden die Wendeltreppe runter auf den sicheren Boden. Mitten im Turm trafen wir Ruth und Ueli, zusammen haben wir dann den Bürgermeister von Licata begrüsst. Nach dem Kaffee in der Hafenbar war Shopping für die Festtage angesagt. 

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Karwoche in Licata

Die Vorbereitungen für das Osterfest werden hier in Licata jeden Abend zelebriert. Schon am Mittwochabend ist eine Prozession, da wird der leidende Jesus  durch die Strassen ins Kloster getragen, begleitet von Musik und vielen Leuten. 

Am Gründonnerstag sind mehrere Prozessionen und das letzte Abendmahl wird vor der Chiesa Madre gespielt. 

Am Karfreitag wird Christus zum Kreuz getragen, die letzten 200 Meter begleitet von der Marienfigur, dann wird er um 16 Uhr ans Kreuz gebunden. Die Strassen sind voller Leute. 

Nach der Zeremonie treffen wir uns mit Pino und Camilla, wir sind zum Essen eingeladen. Die Fastenzeit ist vorbei. Es gibt Muffoletto, das ist ein Brot mit Anis, das nur an Ostern gegessen wird, dazu gibts Thunfisch, Sardellen und viele kleine, feine Leckereien. Natürlich gibts auch Nero d' Avola und hausgemachten Limoncello. 

Es sind die Familie und Freunde eingeladen, Birgit mit Sid und Ueli und Ruth, unsere beiden Schweizer Freunde die hier in Licata leben sind selbstverständlich auch dabei. Durch Ueli und Ruth haben wir Pino und Camilla kennen gelernt. Wir fühlen uns geehrt an diesem traditionellen Karfreitagessen dabei zu sein. Bevor am frühen Abend die Messe beginnt verabschieden wir uns. 

Am Abend um 20 Uhr ist halb Licata wieder auf den Beinen, Jesus wird vom Kreuz geholt und in die Kirche San Girolamo gebracht. Das dauert Stunden, wir können nicht bis zum Schluss durchstehen, die Prozession wird ohne uns enden. Das war der traurige Teil vom Osterfest, jetzt kommt die Hoffnung auf ein erfülltes Leben und die Auferstehung.