Winterquartier in der Schweiz

 

Am 16. Dezember fliegen wir von Catania nach Mailand, mit Alitalia. Gioia darf nur mit sicheren Gesellschaften fliegen, keine Billigflieger!!!! Dort mieten wir einen kleinen Panda und besuchen Marinas Vater in Sarnico und ihre Verwandten in Palazzolo. 

Weihnachten feiern wir in der Schweiz in Böttstein bei Gloria und Familie. 

Am 26. Dezember ist die grosse Reifler-Familienweihnachtsfeier im Bad Horn.

Den Jahreswechsel zelebrieren wir am Bodensee, Andreas machte ein Feuer am Ufer, dort im Nebel direkt am See, knallen um Mitternacht die Korken. 

Wir besuchen Freunde und Verwandte, werden fast jeden Abend zum Essen eingeladen und bleiben oft über Nacht im Gästezimmer. Wir geniessen die Gastfreundschaft und erzählen von unserem Abenteuer und erfahren was bei unseren Freunden neues passiert ist. 

Die klirrende Kälte sind wir nicht mehr gewohnt, der Schneefall macht uns Sorgen, da wir mit Sommerpneus unterwegs sind. Doch die Spaziergänge in Schocherswil und rund um den Eselschwanz sind in der verschneiten Landschaft und im Raureif ein spezielles Erlebnis. Es entsteht eine tolle Stimmung, wenn die Sonne durch die weissen Bäume scheint. 

Jetzt sind wir für einige Tage in Palazzolo, morgen Mittwoch 11. Januar ist die Gerichtsverhandlung bei der Vormundschaftsbehörde. Nach dem sicher positiven Bescheid fahren wir zurück in die Schweiz. 

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Editorial

Ein bisschen Mut braucht es schon, den tollen Job zu künden, das Haus zu vermieten, ein Schiff zu kaufen, zu heiraten, den Alltag zu verlassen. Das alles haben wir im April 2015 gemacht. Das Abenteuer war zu verlockend. Wir lösen die Leinen in Gelting an der Ostsee und unsere Hallberg-Rassy 36 startet mit uns die grosse Reise. Keine exakten Pläne, der Wind bestimmt das Tempo und die Richtung.

Wir geniessen die Freiheit bei zu viel Wind oder Gegenwind im Hafen zu bleiben, wir geniessen die ruhige Fahrt durch die blauen Wellen, wir geniessen das Ankommen im sicheren Hafen nach einer stürmischen Fahrt, wir geniessen die Gemeinschaft der Seeleute.

Unser Ziel ist das einfache Leben auf kleinem Raum, umgeben von der Natur, das spühren der Elemente. Unser Ziel ist die Reise, das entdecken neuer Länder und Menschen, unser Ziel ist ein neuer Lebensrhytmus. Das alles sind wir am Erleben.

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Ausflug ins Tal der Tempel

Nur eine Stunde Busfahrt von Licata entfernt liegt Agrigento, wir wollen zu den griechischen Tempeln der antiken Stadt Akragas, die wurde 581 v. Chr. am vorteilhaftesten Punkt der sizilianischen Mittelmeerküste gebaut und liegt am Fusse von Agrigento.

Wir sehen die Tempel schon von Weitem aus dem Busfenster. Doch aus der Nähe sind die Überreste aus diesem “Goldenen Zeitalter” noch eindrücklicher. In der Stadt lebten mehr als 300’000 Leute und die Stadtmauer war 12 Kilometer lang. Der Olympiasieger im Wettkampf Viergespann wurde in Akragas mit 300 von Schimmel gezogenen Wagen empfangen.! In der Stadt lebten Mediziner, Philosophen, Tyrannen aber auch die Demokratie wurde von Empedokles eingeführt. 

Wir staunen über die Größe der Tempel, über die Mächtigkeit der einzelnen Steinblöcke. Ganz im Osten sehen wir vor uns den fast intakten Concordia Tempel, einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Er dient auch als Logo für die UNESCO. 

Wir verbringen viele Stunden in dem Park, und wir werden sicher wieder zurück kommen. 

Mit dem Bus gehts dann bequem zurück nach Licata. 

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Alltag in Licata

Wir sind eine kleine Gemeinschaft von Seglern die hier überwintern. Franzosen, Holländer, Finnen, Dänen und Schweden, Deutsche, Amerikaner und Australier und Engländer. Wir haben einige Aktivitäten die wir zusammen unternehmen. Filmabend, BBQ und zweimal in der Woche geselliges Beisammensein. Da gibts wertvolle Tipps von Licatakennern. 

Heute Sonntag ist die Wiedereröffnung der Bahnstrecke in Licata, ein Sonderzug fährt nach Modica zum Schokoladenfest. Wir hatten keine Tickets, die waren in wenigen Stunden ausverkauft, so waren wir schon um 8.30 beim Bahnhof, da einige Wagen extra angehängt wurden und wir darum auf ein Mitfahren hofften. Der Zug sollte um 9.30 eintreffen doch dann wurde uns mitgeteilt, dass er 50 Minuten Verspätung hat. Aus den 50 Min. wurden dann 100 Minuten, da war unsere Geduld genug strapaziert und wir haben kurz vor 11 Uhr unseren Plan B verwirklicht. Wir sind zurück zum Hafen zum sonntäglichen Grill. Eine echte Blamage, Wiedereröffnung mit einer Lokomotive die nicht funktioniert. “Bella Italia”!!! Der Zug ist erst um 12.30 in Licata eingetroffen und erst ca. 16 Uhr in Modica angekommen, also kurz vor Sonnenuntergang! 

Wir haben in Licata gute Handwerker und viele kleine Geschäfte, eine Eisenwarenhandlung, Sanitärgeschäft, Elektriker und Bootsshops und eine Werft. Am Samstag war ein Segelmacher hier und hat unser Grosssegel ausgemessen. Mal sehen wie die Offerte ausschaut. 

Vor unserer Reise in die Schweiz sind noch einige Arbeiten auf unserer Liste, wenn wir fleissig sind haben wir bis zum Abflug am 16. Dezember alles erledigt und können den Heimurlaub geniessen. 

Als letztes werden wir den Stecker von unserem Weihnachtsstern ziehen.

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Licata, echt sizilianisch

Mit den Mietauto waren wir einen Tag unterwegs und haben uns den Hafen von Marina Ragusa angeschaut. Wir haben hin und her überlegt,Vorteile und Nachteile aufgelistet, dann noch mit dem Preis verhandelt, danach haben wir uns für Licata entschieden.

Hier sind wir nahe der Stadt, es gibt eine Werft und einen Shippershop und die Segler unternehmen vieles miteinander. In Ragusa leben mehr Leute auf den Schiffen und es soll mehr Aktivitäten geben. 

Hier in Licata ist jeden Sonntag BBQ bei der grossen Feuerstelle. Nächste Woche gehen wir zusammen in eine Weinkellerei und am nächsten Sonntag geht es mit dem Oldtimerzug nach Modica. 

Wir haben schon viel entdeckt im Stadtzentrum von Licata. Die Häuser sind alle “baufällig” die Gassen oft dunkel und schmal, auf den Plätzen und in den Strassenkaffees treffen sich die Männer, frische Früchte, Fisch und Gemüse wird an der Strasse verkauft, die Leute haben Zeit zum Diskutieren und Flanieren, Arbeit gibts fast keine hier, die jungen Leute zieht es nach Norditalien oder nach Deutschland. Doch die Stadt hat Flair, sie lebt und wir sind mitten drin.

Licata war die erste Stadt Italiens die von den Amerikanern von Mussolinis Faschistentruppen befreit wurde. 

Am Corso Emanuele mitten in einer Häuserzeile ist das Theater, wir beide waren eingeladen bei der Oper “Madame Butterfly”. War ein grosses Erlebnis, über 40 Sänger und Sängerinnen aus Japan im Vorprogramm, überraschend wunderbare Stimmen der Opernsänger und von Madame Butterfly. 

Schöne Strände am Stadtrand, und einen einmaligen Friedhof oberhalb der Stadt. 

Es gibt vieles zu sehen, hab mir heute ein Bike gekauft, für Ausfahrten an den Horizont. Uns wird bestimmt nicht langweilig hier.

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nach Licata

Die unruhige Nacht in San Leone geht endlich mit den Tagesanbruch zu Ende. Der Schwell hat nicht nur uns, sondern auch Gioia wach gehalten, sie ist immer wieder über uns gelaufen und hat uns geweckt. Doch nun rasch einen Kaffee dann gehts weiter. Wir legen ab, und "schleichen" uns aus dem Hafen, (Gratisübernachtung!) 

Es sind noch 2o Meilen bis Licata. Wir segeln der Küste entlang, wie jeden Morgen mit Ostwind. Uns gefällt die Landschaft, hügelig und bewachsen mit Olivenbäumen und Weinreben. Immer wieder eine kleine Ortschaft. Kleine Strände, Kreidefelsen, einsame Buchten, dann kommen wir um die Landzuge und sehen vor uns den Leuchtturm vom Licata und oberhalb der Stadt die Burg und den einzigartigen Friedhof mit den vielen grossen Mausoleen.

Sind wir nun im Winterquartier angekommen? Was erwartet uns, viele nette Seeleute und gute Versorgungsmöglichkeiten für Crew und Schiff? 

Wir werden es entdecken, wir haben ja jetzt Zeit. 

Wir haben viel erlebt auf den 2'621 Seemeilen zwischen Lagos und Licata. Das Beste ist: wir sind beide gesund und das Schiff ist sicher festgemacht. 

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Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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weiter nach Mazara del Vallo

Heute ist nicht mehr so starker Südostwind gemeldet, wir verlassen Marsala mit vollem Weinkeller und können den ersten Teil der Strecke segeln. Der Wind frischt auf wir reffen das Gross und die Genua.  

Wir haben nur bis um 11 Uhr Wind zum Segeln, danach dreht der Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen, leider gehts nun gegen den Wind und Wellen und wir kommen nicht schnell voran. Erst um 13.30 sind wir in Mazara del Vallo, einer Hafenstadt an einer Flussmündung. Also verspätetes Mittagessen nach den 15 Meilen durch die Wellen.

Hier in Mazara liegt die grösste Fischkutterflotte Italiens. Viele der Fischtrawler fahren an die fischreiche afrikanische Küste, zu den tunesischen Gewässern oder nach Libyen zum Wildern, dort riskieren sie Gefängnisstrafen, die tunesischen Gefängnisse sollen besser sein!

Die Altstadt von Mazara erinnert an eine nordafrikanische Kasbah, die engen verwinkelten Gassen sind gesäumt von Barockgebäuden und Bauwerken aus dem Normannenzeitalter. In diesem Teil der Stadt leben vor allem Tunesier. 

Riesig scheint die Piazza della Repubblica, wenn man aus den engen Gassen auf den grossen Platz tritt, prächtigen Palazzi und der Dom umrahmen den Platz.

Das Nachtessen gibt's in einem tunesischen Restaurant, danach gehts im Dunkeln zurück zum Schiff.  

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Die Salzlagunen von Marsala

Die kleine Altstadt von Marsala ist schnell entdeckt und besichtigt. Darum haben wir heute die Velos rausgenommen und wollen zu den Salzlagunen fahren.

Los gehts, alles möglichst dem Meer entlang Richtung Trapani, zwischen Marsala und Trapani ist das Meer sehr flach, zu einer vorgelagerten Insel kann man mit dem Fuhrwerk sogar auf einer Unterwasserstrasse fahren. 

Bei einem Touristen Info Center halten wir an, fragen nach dem Weg zum Salzmuseum und werden gleich hier von einem netten Herrn über alles was mit der Salzgewinnung zu tun hat informiert. Zum Glück, denn das Museum war geschlossen, Winterbetrieb! 

Wir fahren den Lagunen entlang, sehen Flamingos und Eisvögel. Schauen uns die Windmühlen, die das Wasser vom Meer in die flachen Salzgewinnungsbecken gepumt haben, aus der Nähe an. Kaufen bei einem interessanten Mann mit den 100 Berufen, er möchte ja hier überleben, einen Glücksbringer. Dann gehts wieder zurück in die Stadt, nun mit Gegenwind. 

Am Freitag wollen wir wegen dem Südostwind auch noch nicht weiter, dazu regnet es immer wieder. Wir fahren zu einer Weinkellerei und kaufen den Wein ab der Zapfsäule! 

Am letzten Abend in Marsala schlendern wir nochmals durch die beleuchtete Innenstadt, zur Piazza della Repubblica die von den mächtigen Chiesa Madre beherrscht wird, dann durch das Stadttor “Porta Garibaldi”. 

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Nach Marsala

Heute ist unser Ziel Marsala, den Wein kennt doch jeder, doch wo liegt dieser Ort? Im Westen von Sizilien. 

Wir lassen Trapani hinter uns, segeln zwischen der flachen Küste mit den vielen Salzlagunen und den Ägadischen Inseln nach Süden. Oben auf dem Berg liegt Erice. Der wenige Wind erlaubt ein entspanntes Segeln. Nur auf die Untiefen müssen wir achten, das Wasser ist nur 20 Meter tief. Da kann ich doch mal die Angel auswerfen, mal sehen ob ein Tuna an die Angel geht? Kaum 15 Minuten vorbei, rauscht die Angelleine aus, Marina löst die Schoten damit wir langsamer werden, ich lasse den Fisch an der Angel müde werden. Nach einigen Minuten hole ich die Angelschnur ein und mit dem Kescher wird der Tuna ins Schiff geholt. Ein schöner glänzender Fisch mit rotem Fleisch. 

Am Himmel ziehen Wolken auf, eine Regenfront naht, der Wind frischt auf wir werden vor dem Regen in Marsala ankommen. 

Kurz nach 14 Uhr sind wir im Hafen, Leinen fest und kurzer Lunch, dann marschieren wir in die Stadt und werden vom Regen überrascht. Wir rennen durch die Gassen bis wir eine Bar finden und bleiben bis der Regen aufhört, dann gehts zurück zum Schiff. 

Am Mittwoch ist starker Südostwind, wir bleiben in Marsala. Unweit vom Hafen ist die Weinkellerei 

Florio, hier wird seit 1833 der Marsala hergestellt. Wir nehmen an einer Führung durch die Kellerei teil. Zuerst gibts einen 3D-Kino Kurzfilm inkl. schaukelnden Sitzen und Wind und Blitz und Donner, aber wenig ohne interessante Informationen. Dann können wir das Museum und die Lagerhallen besuchen, wir staunen über die unzähligen, riesigen, hölzernen Weinfässer. Die Erklärungen sind sehr ausführlich und spannend.

An der interessanten Führung sind nur vier Personen, wir und ein anderes Paar aus Lausanne. Nach der Degustation und dem Kauf von einigen Flaschen Marsala werden wir in ein feines Fischrestaurant in der Stadt eingeladen. Merci für das war leckere Essen und die Gespräche.

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Winterquartier in der Schweiz

 

Am 16. Dezember fliegen wir von Catania nach Mailand, mit Alitalia. Gioia darf nur mit sicheren Gesellschaften fliegen, keine Billigflieger!!!! Dort mieten wir einen kleinen Panda und besuchen Marinas Vater in Sarnico und ihre Verwandten in Palazzolo. 

Weihnachten feiern wir in der Schweiz in Böttstein bei Gloria und Familie. 

Am 26. Dezember ist die grosse Reifler-Familienweihnachtsfeier im Bad Horn.

Den Jahreswechsel zelebrieren wir am Bodensee, Andreas machte ein Feuer am Ufer, dort im Nebel direkt am See, knallen um Mitternacht die Korken. 

Wir besuchen Freunde und Verwandte, werden fast jeden Abend zum Essen eingeladen und bleiben oft über Nacht im Gästezimmer. Wir geniessen die Gastfreundschaft und erzählen von unserem Abenteuer und erfahren was bei unseren Freunden neues passiert ist. 

Die klirrende Kälte sind wir nicht mehr gewohnt, der Schneefall macht uns Sorgen, da wir mit Sommerpneus unterwegs sind. Doch die Spaziergänge in Schocherswil und rund um den Eselschwanz sind in der verschneiten Landschaft und im Raureif ein spezielles Erlebnis. Es entsteht eine tolle Stimmung, wenn die Sonne durch die weissen Bäume scheint. 

Jetzt sind wir für einige Tage in Palazzolo, morgen Mittwoch 11. Januar ist die Gerichtsverhandlung bei der Vormundschaftsbehörde. Nach dem sicher positiven Bescheid fahren wir zurück in die Schweiz. 

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Editorial

Ein bisschen Mut braucht es schon, den tollen Job zu künden, das Haus zu vermieten, ein Schiff zu kaufen, zu heiraten, den Alltag zu verlassen. Das alles haben wir im April 2015 gemacht. Das Abenteuer war zu verlockend. Wir lösen die Leinen in Gelting an der Ostsee und unsere Hallberg-Rassy 36 startet mit uns die grosse Reise. Keine exakten Pläne, der Wind bestimmt das Tempo und die Richtung.

Wir geniessen die Freiheit bei zu viel Wind oder Gegenwind im Hafen zu bleiben, wir geniessen die ruhige Fahrt durch die blauen Wellen, wir geniessen das Ankommen im sicheren Hafen nach einer stürmischen Fahrt, wir geniessen die Gemeinschaft der Seeleute.

Unser Ziel ist das einfache Leben auf kleinem Raum, umgeben von der Natur, das spühren der Elemente. Unser Ziel ist die Reise, das entdecken neuer Länder und Menschen, unser Ziel ist ein neuer Lebensrhytmus. Das alles sind wir am Erleben.

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Ausflug ins Tal der Tempel

Nur eine Stunde Busfahrt von Licata entfernt liegt Agrigento, wir wollen zu den griechischen Tempeln der antiken Stadt Akragas, die wurde 581 v. Chr. am vorteilhaftesten Punkt der sizilianischen Mittelmeerküste gebaut und liegt am Fusse von Agrigento.

Wir sehen die Tempel schon von Weitem aus dem Busfenster. Doch aus der Nähe sind die Überreste aus diesem “Goldenen Zeitalter” noch eindrücklicher. In der Stadt lebten mehr als 300’000 Leute und die Stadtmauer war 12 Kilometer lang. Der Olympiasieger im Wettkampf Viergespann wurde in Akragas mit 300 von Schimmel gezogenen Wagen empfangen.! In der Stadt lebten Mediziner, Philosophen, Tyrannen aber auch die Demokratie wurde von Empedokles eingeführt. 

Wir staunen über die Größe der Tempel, über die Mächtigkeit der einzelnen Steinblöcke. Ganz im Osten sehen wir vor uns den fast intakten Concordia Tempel, einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Er dient auch als Logo für die UNESCO. 

Wir verbringen viele Stunden in dem Park, und wir werden sicher wieder zurück kommen. 

Mit dem Bus gehts dann bequem zurück nach Licata. 

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Alltag in Licata

Wir sind eine kleine Gemeinschaft von Seglern die hier überwintern. Franzosen, Holländer, Finnen, Dänen und Schweden, Deutsche, Amerikaner und Australier und Engländer. Wir haben einige Aktivitäten die wir zusammen unternehmen. Filmabend, BBQ und zweimal in der Woche geselliges Beisammensein. Da gibts wertvolle Tipps von Licatakennern. 

Heute Sonntag ist die Wiedereröffnung der Bahnstrecke in Licata, ein Sonderzug fährt nach Modica zum Schokoladenfest. Wir hatten keine Tickets, die waren in wenigen Stunden ausverkauft, so waren wir schon um 8.30 beim Bahnhof, da einige Wagen extra angehängt wurden und wir darum auf ein Mitfahren hofften. Der Zug sollte um 9.30 eintreffen doch dann wurde uns mitgeteilt, dass er 50 Minuten Verspätung hat. Aus den 50 Min. wurden dann 100 Minuten, da war unsere Geduld genug strapaziert und wir haben kurz vor 11 Uhr unseren Plan B verwirklicht. Wir sind zurück zum Hafen zum sonntäglichen Grill. Eine echte Blamage, Wiedereröffnung mit einer Lokomotive die nicht funktioniert. “Bella Italia”!!! Der Zug ist erst um 12.30 in Licata eingetroffen und erst ca. 16 Uhr in Modica angekommen, also kurz vor Sonnenuntergang! 

Wir haben in Licata gute Handwerker und viele kleine Geschäfte, eine Eisenwarenhandlung, Sanitärgeschäft, Elektriker und Bootsshops und eine Werft. Am Samstag war ein Segelmacher hier und hat unser Grosssegel ausgemessen. Mal sehen wie die Offerte ausschaut. 

Vor unserer Reise in die Schweiz sind noch einige Arbeiten auf unserer Liste, wenn wir fleissig sind haben wir bis zum Abflug am 16. Dezember alles erledigt und können den Heimurlaub geniessen. 

Als letztes werden wir den Stecker von unserem Weihnachtsstern ziehen.

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Licata, echt sizilianisch

Mit den Mietauto waren wir einen Tag unterwegs und haben uns den Hafen von Marina Ragusa angeschaut. Wir haben hin und her überlegt,Vorteile und Nachteile aufgelistet, dann noch mit dem Preis verhandelt, danach haben wir uns für Licata entschieden.

Hier sind wir nahe der Stadt, es gibt eine Werft und einen Shippershop und die Segler unternehmen vieles miteinander. In Ragusa leben mehr Leute auf den Schiffen und es soll mehr Aktivitäten geben. 

Hier in Licata ist jeden Sonntag BBQ bei der grossen Feuerstelle. Nächste Woche gehen wir zusammen in eine Weinkellerei und am nächsten Sonntag geht es mit dem Oldtimerzug nach Modica. 

Wir haben schon viel entdeckt im Stadtzentrum von Licata. Die Häuser sind alle “baufällig” die Gassen oft dunkel und schmal, auf den Plätzen und in den Strassenkaffees treffen sich die Männer, frische Früchte, Fisch und Gemüse wird an der Strasse verkauft, die Leute haben Zeit zum Diskutieren und Flanieren, Arbeit gibts fast keine hier, die jungen Leute zieht es nach Norditalien oder nach Deutschland. Doch die Stadt hat Flair, sie lebt und wir sind mitten drin.

Licata war die erste Stadt Italiens die von den Amerikanern von Mussolinis Faschistentruppen befreit wurde. 

Am Corso Emanuele mitten in einer Häuserzeile ist das Theater, wir beide waren eingeladen bei der Oper “Madame Butterfly”. War ein grosses Erlebnis, über 40 Sänger und Sängerinnen aus Japan im Vorprogramm, überraschend wunderbare Stimmen der Opernsänger und von Madame Butterfly. 

Schöne Strände am Stadtrand, und einen einmaligen Friedhof oberhalb der Stadt. 

Es gibt vieles zu sehen, hab mir heute ein Bike gekauft, für Ausfahrten an den Horizont. Uns wird bestimmt nicht langweilig hier.

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nach Licata

Die unruhige Nacht in San Leone geht endlich mit den Tagesanbruch zu Ende. Der Schwell hat nicht nur uns, sondern auch Gioia wach gehalten, sie ist immer wieder über uns gelaufen und hat uns geweckt. Doch nun rasch einen Kaffee dann gehts weiter. Wir legen ab, und "schleichen" uns aus dem Hafen, (Gratisübernachtung!) 

Es sind noch 2o Meilen bis Licata. Wir segeln der Küste entlang, wie jeden Morgen mit Ostwind. Uns gefällt die Landschaft, hügelig und bewachsen mit Olivenbäumen und Weinreben. Immer wieder eine kleine Ortschaft. Kleine Strände, Kreidefelsen, einsame Buchten, dann kommen wir um die Landzuge und sehen vor uns den Leuchtturm vom Licata und oberhalb der Stadt die Burg und den einzigartigen Friedhof mit den vielen grossen Mausoleen.

Sind wir nun im Winterquartier angekommen? Was erwartet uns, viele nette Seeleute und gute Versorgungsmöglichkeiten für Crew und Schiff? 

Wir werden es entdecken, wir haben ja jetzt Zeit. 

Wir haben viel erlebt auf den 2'621 Seemeilen zwischen Lagos und Licata. Das Beste ist: wir sind beide gesund und das Schiff ist sicher festgemacht. 

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Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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weiter nach Mazara del Vallo

Heute ist nicht mehr so starker Südostwind gemeldet, wir verlassen Marsala mit vollem Weinkeller und können den ersten Teil der Strecke segeln. Der Wind frischt auf wir reffen das Gross und die Genua.  

Wir haben nur bis um 11 Uhr Wind zum Segeln, danach dreht der Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen, leider gehts nun gegen den Wind und Wellen und wir kommen nicht schnell voran. Erst um 13.30 sind wir in Mazara del Vallo, einer Hafenstadt an einer Flussmündung. Also verspätetes Mittagessen nach den 15 Meilen durch die Wellen.

Hier in Mazara liegt die grösste Fischkutterflotte Italiens. Viele der Fischtrawler fahren an die fischreiche afrikanische Küste, zu den tunesischen Gewässern oder nach Libyen zum Wildern, dort riskieren sie Gefängnisstrafen, die tunesischen Gefängnisse sollen besser sein!

Die Altstadt von Mazara erinnert an eine nordafrikanische Kasbah, die engen verwinkelten Gassen sind gesäumt von Barockgebäuden und Bauwerken aus dem Normannenzeitalter. In diesem Teil der Stadt leben vor allem Tunesier. 

Riesig scheint die Piazza della Repubblica, wenn man aus den engen Gassen auf den grossen Platz tritt, prächtigen Palazzi und der Dom umrahmen den Platz.

Das Nachtessen gibt's in einem tunesischen Restaurant, danach gehts im Dunkeln zurück zum Schiff.  

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Die Salzlagunen von Marsala

Die kleine Altstadt von Marsala ist schnell entdeckt und besichtigt. Darum haben wir heute die Velos rausgenommen und wollen zu den Salzlagunen fahren.

Los gehts, alles möglichst dem Meer entlang Richtung Trapani, zwischen Marsala und Trapani ist das Meer sehr flach, zu einer vorgelagerten Insel kann man mit dem Fuhrwerk sogar auf einer Unterwasserstrasse fahren. 

Bei einem Touristen Info Center halten wir an, fragen nach dem Weg zum Salzmuseum und werden gleich hier von einem netten Herrn über alles was mit der Salzgewinnung zu tun hat informiert. Zum Glück, denn das Museum war geschlossen, Winterbetrieb! 

Wir fahren den Lagunen entlang, sehen Flamingos und Eisvögel. Schauen uns die Windmühlen, die das Wasser vom Meer in die flachen Salzgewinnungsbecken gepumt haben, aus der Nähe an. Kaufen bei einem interessanten Mann mit den 100 Berufen, er möchte ja hier überleben, einen Glücksbringer. Dann gehts wieder zurück in die Stadt, nun mit Gegenwind. 

Am Freitag wollen wir wegen dem Südostwind auch noch nicht weiter, dazu regnet es immer wieder. Wir fahren zu einer Weinkellerei und kaufen den Wein ab der Zapfsäule! 

Am letzten Abend in Marsala schlendern wir nochmals durch die beleuchtete Innenstadt, zur Piazza della Repubblica die von den mächtigen Chiesa Madre beherrscht wird, dann durch das Stadttor “Porta Garibaldi”. 

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Nach Marsala

Heute ist unser Ziel Marsala, den Wein kennt doch jeder, doch wo liegt dieser Ort? Im Westen von Sizilien. 

Wir lassen Trapani hinter uns, segeln zwischen der flachen Küste mit den vielen Salzlagunen und den Ägadischen Inseln nach Süden. Oben auf dem Berg liegt Erice. Der wenige Wind erlaubt ein entspanntes Segeln. Nur auf die Untiefen müssen wir achten, das Wasser ist nur 20 Meter tief. Da kann ich doch mal die Angel auswerfen, mal sehen ob ein Tuna an die Angel geht? Kaum 15 Minuten vorbei, rauscht die Angelleine aus, Marina löst die Schoten damit wir langsamer werden, ich lasse den Fisch an der Angel müde werden. Nach einigen Minuten hole ich die Angelschnur ein und mit dem Kescher wird der Tuna ins Schiff geholt. Ein schöner glänzender Fisch mit rotem Fleisch. 

Am Himmel ziehen Wolken auf, eine Regenfront naht, der Wind frischt auf wir werden vor dem Regen in Marsala ankommen. 

Kurz nach 14 Uhr sind wir im Hafen, Leinen fest und kurzer Lunch, dann marschieren wir in die Stadt und werden vom Regen überrascht. Wir rennen durch die Gassen bis wir eine Bar finden und bleiben bis der Regen aufhört, dann gehts zurück zum Schiff. 

Am Mittwoch ist starker Südostwind, wir bleiben in Marsala. Unweit vom Hafen ist die Weinkellerei 

Florio, hier wird seit 1833 der Marsala hergestellt. Wir nehmen an einer Führung durch die Kellerei teil. Zuerst gibts einen 3D-Kino Kurzfilm inkl. schaukelnden Sitzen und Wind und Blitz und Donner, aber wenig ohne interessante Informationen. Dann können wir das Museum und die Lagerhallen besuchen, wir staunen über die unzähligen, riesigen, hölzernen Weinfässer. Die Erklärungen sind sehr ausführlich und spannend.

An der interessanten Führung sind nur vier Personen, wir und ein anderes Paar aus Lausanne. Nach der Degustation und dem Kauf von einigen Flaschen Marsala werden wir in ein feines Fischrestaurant in der Stadt eingeladen. Merci für das war leckere Essen und die Gespräche.

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An die Westküste Siziliens

Der Morgen kündigt sich mit einem leuchtenden rot am Horizont an. Die Fischer verlassen den Hafen, das ist bestimmt ein gutes Zeichen, dass Wind und Wellen sich beruhigt haben.

Wir starten um 7.45 den Motor, setzten kurz nach dem Hafen die Segel, Kurs Südwestwärts nach Trapani.

Wir haben mehr Wind als vorausgesagt, die Wellen sind nur noch 1,4 Meter hoch, es macht richtig Freude zu segeln. Der Wind steht leider zu stark südlich, so dass wir Trapani nicht direkt ansteuern können. So müssen wir kreuzen und das gibt einige Meilen mehr. Marina wird immer ruhiger und muss ab in die Koje, die Wellen sind zu unangenehm, Seekrank ??? 

Kurz vor Trapani stellt der Wind ab, mit Hilfe vom Motor gehts an allen Untiefen vorbei in den Hafen.

Marina ist wieder fit und fragt über Funk, ob wir in den Hafen einlaufen dürfen, das ist speziell hier, vermutlich wegen den vielen Fähren welche zu den Ägadischen Inseln rein und raus fahren.

Wir legen nach 23 Meilen um 13.45 im Hafen an. Nach dem “Anleger” gibts was feines zu Essen, dann ab in die Stadt. Es wird früh dunkel, die Sonne geht hinter den Ägadischen Inseln unter. Dann erscheint im Osten der Vollmond, da er der Erde extrem nahe ist ist er 14 % grösser als sonst, wir haben Glück, die Nacht ist fast wolkenlos. 

Wir bleiben 2 Nächte, wollen am Montag rauf nach Erice, eine antike Stadt, 750 Meter höher gelegen als Trapani und mit einer Seilbahn bequem zu erreichen. Drunten in der Stadt scheint die Sonne, hier oben in Erice ist es wolkenverhangen. Mystisch, die Burgen und Kirchen tauchen aus dem Nebel auf. Runter nach Trapani ist der Blick frei. Doch ganz Erice ist eingehüllt in die eine grosse Wolke. 

In früheren Zeiten war Erice ein berüchtigtes Zentrum des Liebeskultes der Venus. In dem heiligen Tempel wurde ein spezieller Kult der sakralen Prostitution praktiziert. Trotz der zahlreichen Überfälle blieb das Heiligtum immer unversehrt, unschwer zu erraten warum. 

Ich konnte wegen des Nebels den Tempel nicht finden. Oder wurden aus den Tempelsteinen etwas eine der vielen Kirchen gebaut? 

Gefunden haben wir aber das weltberühmte Café Maria mit den herrlichsten sizilianischen Leckereien. 

 

 

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Kurzausflug in die Wellenberge

Wir sind noch unschlüssig, ob wir heute Mittag weiter segeln können, die Wellen draussen beim Riff vor dem Leuchtturm sind riesig. So spazieren vorerst durch den Ort, kaufen beim Fischer zwei Spigola und Thunfischstücke konserviert im Glas. Er erzählt uns vom Thunfischfang und von der Thunfischverarbeitung, über 40 Fischer haben hier Thunfisch gefangen. Heute wird der Thunfisch aus Portugal und Spanien importiert und verkauft.

Am Mittag entscheiden wir, dass wir weiter segeln. 

Der Wind wird weniger und hat auf auf West gedreht, so sollten wir nach Trapani segeln können. Wir verlassen den Hafen, doch nach 2 Meilen entscheiden wir zurück zu kehren, die Wellen sind zu hoch und kommen von der Seite, die Serenità wird immer wieder schwer auf die Seite gelegt. Wir drehen ab, zurück in den Hafen, dort kommen wir wieder gut an. War ein Adrenalin-Abenteuer.

 

Wir waren etwas ungeduldig, wollten weiter um bald in Licata zu sein, in unserem Winterquartier. Doch die Natur war heute anderer Meinung. 

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Nach San Vito lo Capo

Wir sind schon bei Sonnenaufgang am Kaffeetrinken, danach gibt es ein kleines Frühstück. Dann wird das Schiff für die Abfahrt bereitgemacht.  

Wir verlassen Castellammare del Golfo um 07.45. Durch den langen Bergrücken, der mit dem Monte Monaco in San Vito lo Capo endet, sind wir vom Westwind geschützt, wir haben wenig Wind nur die Böen kommen ab und zu über den Bergkamm. Dann wird die Serenità schnell, sonst gehts gemütlich vorwärts. Wir sind am schönsten Küsteabschnitt von Sizilien, es gibt hier das ggrösste Naturschutzgebiet “Lo Zingaro” von Sizilien.

Wir sehen auch stillgelegte alte Thunfischfabriken, hier wurden früher Thunfische gefangen und verarbeitet. Heute sind fast keine Thunfische mehr im Mittelmeer. Das war noch vor ca. 50 Jahren. 

Heute kommt der Thunfisch aus dem Atlantik. Viele Fischerboote wurden auf Befehl der EU ausgemustert. 

Wir kommen kurz vor 11 Uhr in San Vito lo Capo an, der Hafen liegt in ein einer grossen Bucht. San Vito ist der nordwestlichste Ort von Sizilien. Ein Badeort mit einem herrlichen Sandstrand. Der Ort ist arabisch angehaucht, Africa ist nicht weit weg. 

San Vito ist jetzt ziemlich verlassen, keine Badegäste sind da, keine Kletterer die auf den Monte Monaco raufkraxeln, keine Segler die Urlaub machen. So haben wir den Hafen für uns und auch die Pizzeria am Abend. Der abgelegene Ort wir von uns auf einigen Spaziergängen erkundet. 

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Castellammare

Wir verlassen Palermos grossen Hafen am frühen Morgen. Unser Kurs ist immer der Küste entlang nach Westen. Es sind 34 Meilen bis Castellammare del Golfo, einer alten Stadt am Fuss einer Bergkette, mit einem geschützten Yachthafen. Wir brauchen den Motor, es hat zu wenig Wind. 

Leider haben wir jetzt oft stürmisches Wetter oder gar keinen Wind und oft hohe Wellen. 

Kurz nach Mittag sind wir in Castellammare, ein freundlicher Hafenmeister, Gianfranco hilft beim Anlegen. 

Wir liegen am Fuss der Altstadt geschützt von hohen Hafenmauern. 

Am Dienstag fahren wir mit den Velos der Küste entlang nach Balestrate, die Küstenstrasse führt oft steil bergauf, nach 15 Kilometer sind wir dort, netter Ort, feines sizilianisches Mittagessen. Der grosse Hafen hier wurde nie fertiggestellt, nur die Hafenmauern sind da, aber keine Stege oder sonstige Infrastruktur. Das Geld ist ausgegangen. 

Am Mittwoch fahren wir Richtung Nordwesten, dem vielleicht schönsten Küstenabschnitt Siziliens entlang. Wir kaufen bei einem Olivenbauern frisch gepresstes Öl, und entdecken einen wunderschönen Sandstrand. Keine Bar hat offen, alle haben Winterbetrieb. So gehts wieder nach Castellammare zurück in die Altstadt.

Wir bleiben bis am Samstagmorgen hier, es regnet oft und es stürmt aus Nordwesten, die Wellen schlagen und schäumen über die Hafenmauer, da habe ich keine Lust rauszufahren. 

Wir liegen am Steg, zwei Muringleinen vorne, alle Fender draussen, das Schiff liegt ruhig, nur der böige Wind der in den Masten pfeifft zeigt uns, dass es draussen stürmt.  

Wir warten ab, jetzt im späten Herbst braucht es Geduld mit dem Wetter. Castellammare ist ein schöner Ort um einige Tage zu bleiben. 


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Palermos Sehenswürdigkeiten

Am ersten Tag haben wir am Puls der Stadt geschnuppert. Nun wollen wir nochmals genauer hinsehen. Die Quattro Canti und die Fontana Pretoria, dieser Brunnen wurde für eine Villa in der Toscana gebaut, Palermo wollte aber einen grösseren Brunnen als Messina, darum steht er jetzt vor dem Rathaus. 

Den Dom mit dem riesigen Vorplatz, und dann mal in die Neustadt, mit den breiten Einkaufsstrassen und noblen Restaurants und Kaffees. 

Mitten Velos zum Palazzo dei Normanni, das war unter den Normannen, die Palermo zu Blüte brachten der Hauptsitz des Königreiches. Roger II baute in einem Flügel des Palastes die Kapelle Palatina. Ob den wunderbaren, eindrücklichen, strahlenden Mosaiken verschlug es mit den Atem. 

Der Fussboden mit Marmormosaiken, die Decke aus geschnitztem Holz, ein Meisterwerk arabischer Schnitzkunst.

Die Kapelle wurde zu der Zeit gebaut als in der Eidgenossenschaft die Habsburg mit den Hellebarden vertrieben wurden. 

Dann zum Teatro Massimo und und …. alles auch bei Nacht wunderschön, und viel los in den Gassen und Plätzen. Sogar auf dem Dach des Domes waren wir in der Nacht. 

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nach Palermo

Nach den beiden erholsamen Tagen in Ustica müssen wir weiter. Der Wind wird drehen und stärker aus Süden kommen, dann liegen wir hier in Ustica nicht mehr sicher. Der Hafen ist nicht gut geschützt.

Wir legen am Mittwochmorgen um 9 Uhr ab, es sind 35 Meilen bis zum “Festland” von Sizilien. Wir steuern Palermo an. Wir haben wenig Wind, ab und zu segeln wir, dann hilft wieder der Motor. Wir entscheiden, dass wir bei Dämmerung einlaufen und an der Tankstelle festmachen. Das gibt für uns eine Gratisübernachtung. Pünktlich beim Nacht werden legen wir an. Wir feiern das Ankommen in Sizilien mit einem echten Schweizer Raclette auf dem Kerzenrechaud von Kisag. Hmmm so fein. Randellis sei dank.

Am Morgen tanken wir für Euro 200, das gibt 138 Liter Diesel. Dann legen wir in der Werft Galizzi e Figli am Gästesteg an. Neben uns liegt ein Katamaran, der von der Türkei nach Mallorca unterwegs ist, die beiden Jungs haben über 60 Kg Fisch im Tiefkühler, wir bekommen zwei grosse Portionen geschenkt. Dann gehen wir Palermo erkunden. 

Die Altstadt nahe beim Hafen, ist mit den Häuserreihen mit den kleinen Balkonen eine Augenweide, nur leider sind viele Häuser am Verfallen. Wir finden viele Plätze und Parks, viele Kirchen und den Dom. Die wichtigen Fussgängerstrassen, Via Roma und Via Maqueda und Corso Vittorio Emanuele.

Immer wieder kommen wir zur Kreuzung Quattro Canti, da bilden die Eckhäuser der Kreuzung einen Kreisel. Das Wort Canti kommt nicht von Singen sondern von Ecken.

Palermo gefällt uns, wir sind fasziniert, überall gibts feines Essen, Fussgängerzonen und viele Geschäfte mit Kleidern,Taschen von Prada für 1300 Euro, aber auch Strassenmärkte mit Hüte für 2.90 Euro. 

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Ustica an Allerheiligen

Am 1. November ist wenig Wind, wir können ohne Sorge um 08.30 Uhr in die Kirche. Dann Gioia auf dem Schiff holen, das noch immer als einziges Gästeschiff im Hafen liegt. und danach unsere kurze Wanderung auf die alte Burg über dem Ort unternehmen. Die Aussicht von dem höchsten Punkt der Insel, dem Kraterrand des einstigen Vulkans ist toll, weit draussen sehen wir die Fähre die von Genua kommend nach Palermo fährt.

Am Weg zurück ins Dorf treffen wir einen älteren Mann aus dem Ort, wir unterhalten über die Wasserversorgung von Ustica, über den Fischfang und Tourismus. Er war, wie seine Vorfahren, Fischer. In seinem Magazin zeigt er uns, wie er früher die Reusen für den Fisch- und Krebsfang geflochten hat. 

Zum Abschied aus Ustica gehts heute in die einzige Taverne die offen hat, ins Pizza Paza

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Ustica bellissima

Bei Sonnenaufgang sind wir auf, der Hafen und die Häuser über dem Hafen sind im Morgenlicht goldig beleuchtet. Wir staunen über die tolle Aussicht vom Hafen rauf zur Stadt. 

Wie immer gibts zuerst Kaffee, dann ein kurzes Frühstück, dann raus auf die Mole und die Stadt bei Tageslicht erkunden. Die kleine Stadt liegt am Abhang über dem Hafen, ein grosszügiger Platz mitten im Ort gesäumt mit Orangenbäumen und oben der Kirchplatz mit der Kirche bleiben jedem Besucher sicher für immer in Erinnerung. 

Hier gibts einen Espresso und Marmeladegipfel, danach schlendern wir durch die engen Gasse, kaufen bei der Fischersfrau aus dem Kofferraum 2 knallrote Fische für heute Abend, dann gehts zurück zum Schiff.

Am Nachmittag fahren wir mit dem kleinen Bus, für 1,50 Euro um die ganze Insel. HALT, wir steigen beim Leuchtturm aus und wandern auf einem gepflegten Wanderweg 4 Kilometer zurück in den Ort. Der Weg ist gesäumt mit Kakteen, die Aussicht runter ins glasklare Wasser atemberaubend, wir sind glücklich, dass wir hier gelandet sind. 

Zurück im Hafen sehen wir, dass unser Schiff mit dem Heck an der Hafenmauer ansteht, zum Glück haben wir Fender draussen, der Anker hat dem Wind der nun stärker ist nicht Stand gehalten. 

Wir fahren ein neues Ankermanöver, Marina bleibt am Pier ich legen den Anker weiter draussen in den Hafen. Es ist etwas besser aber nicht gut, mit Hilfe von zwei Tauchlehrern und einem Fischerboot legen wir zusätzlich den zweiten Anker aus, jetzt sind wir sicher am Haken. Nicht ganz einfach das liegen in Ustica. Wir bleiben am Abend auf dem Schiff- Ankerwache und geniessen das Fischmenue.

 

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Rüber zur Insel Ustica, Sizilien

 

Wir haben den Wetterbericht genau studiert, der starke Nordwind wird in der Nacht auf Samstag abflauen, die Wellen noch 1,5 Meter hoch sein, dann weit draussen, wird es wenig Wind haben und vor Sizilien wieder guter Wind aus Nordost. Wir wünschen uns einfach genug Wind für die 180 meilenlange Überfahrt.

 

Die Nacht ist unruhig, es kommt Schwell in den Hafen, doch der Wecker erlöst uns um 5 Uhr früh. Schnell Kaffee machen, kurz mit Gioia raus dann sind wir um 6.15 bereit. Es ist noch stockdunkel, wir sehen kaum die Inseln vor dem Hafen, mit genug Abstand passieren wir die Inseln dell’ Ogliastra. Dann setzen wir die Segel. Wir haben den Wind von der Seite und es läuft wunderbar, die Sonne kommt genau um 07.45, um 10.15 sind wir schon 24 Meilen gesegelt, das sind 6 Meilen pro Stunde. Ob das so weiter geht? Doch der Wind lässt etwas nach - wir fahren mit 5 Knoten, auch nicht schlecht!

 

Am späten Nachmittag verschwindet Sardinien am Horizont hinter uns. Wir müssen den Motor starten, da wir nun in der Schwachwindzone sind. Es ist 16.45. Um 18.45 versinkt die Sonne  spektakulär “ins Wasser”. kurze Zeit später stellen wir den Motor ab, nun kommen wir nur noch mit 2-3 Meilen pro Stunde vorwärts, gibt das eine zweite Nacht bis Ustica? 

 

Wir dümpeln durch die Nacht, sehen von Weitem einige Tanker an uns vorbeifahren. Um 7.39 kommt die Sonne über die Wasserkante, es wird wärmer. wir haben im Cockpit draussen geschlafen, so konnten wir die Instrumente, das AIS und die Segelstellung beobachten, gesteuert hat der Autopilot.

 

Wir haben das Ziel Ustica gewählt, weil die Insel vor Sizilien, ein kleines Naturparadies ist. Der Hafen ist nicht gegen alle Winde geschützt, doch bei Nordostwind sollten wir an dem Pier gut liegen. 

 

Nun mit der Sonne kommt der Wind wieder, wir segeln mit 5,5 Knoten Fahrt, Ustica scheint für heute Abend in Reichweite. Wir lesen und schlafen, Gioia bewegt sich seit Samstagmorgen nicht mehr, schläft und wartet. Kochen ist schwierig, da wir immer grössere Wellen haben, doch wir wagen es einmal einen feinen Risotto und einmal Farfalle à la rabiata zu kochen. Wir geniessen die Zeit so alleine draussen im blauen Meer. 

 

Dann um 15.40 sehen wir Ustica vor uns, noch 28 Meilen, noch ca 5 Std. Da wird es dunkel sein bis wir ankommen.

 

Um 19 Uhr rufen wir mit dem Telefon im Hafen Ustica an, wir erhalten Verbindung mit dem Hafenmeister in Palermo, er wird für uns abklären, ob Platz im Hafen ist und ob jemand dort ist. 

 

Wir rufen nach 30 Minuten zurück, gute Nachricht, es ist Platz und es wird jemand von der Küstenwache kommen. Dann haben wir über Funk Kontakt zum Hafen in Ustica, wir sind gespannt auf das Ankommen, der Leuchtturm weist uns den Weg. 

 

Wir laufen um 20.45 in den schlecht befeuerten Hafen ein, niemand ist da, auch keine anderen Segelschiffe. Dann nach ca. 10 Minuten kommt jemand auf dem Motorrad er ist von der Küstenwache, er zeigt uns wo wir anlegen können und hilft uns beim Festmachen an der Mole. 

 

Geschafft. Nun noch warten ob der Anker hält, hier in Ustica müssen wir vorne den Anker legen und hinten mit den Leinen am Pier festmachen, nciht ganz einfach zu zweit in der Nacht.

 

Dann gibts noch einen Drink am Dorfplatz, es ist ja jetzt Winterzeit und somit “erst” 20 Uhr. 

 

Das Bier und den Cappuccino in der Bar "Carpe Diem" haben wir uns verdient.

 

 

 

 

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Santa  Maria Navarrese

Am Montag bleiben wir noch in Cala Gonone, es ist immer noch Südostwind, Scirocco, es ist neblig, sogar auf dem Meer draussen.

Wir bringen das Auto zurück und nehmen die Wäsche mit in den Salon. Das  Schiff wird auch gewaschen, das eingetrocknete salzige Spritzwasser entfernt und die Wassertanks aufgefüllt.

Am Dienstag beruhigt sich der Scirocco und wir legen ab, fahren mit Motor der immer noch nebligen Küste entlang. Leider sehen wir nicht viel von den traumhaften kleinen Stränden die zwischen den Felswänden liegen.

Am Nachmittag sind wir in Santa Maria Navarrese, ein kleines Fischerdorf, mit einem geschützten Hafen. Wir finden eine Platz am Steg, vis à vis einem anderen Schweizer Schiff. Von Santa Maria werden wir die Überfahrt nach Sizilien starten. Hier bleiben wir bis der Wind passt, es sind jetzt noch 2 Tage Sturm aus Norden gemeldet. 

Wir feiern das Ankommen in Santa Maria mit einem Käsefondue, mmmmmh, den Verdauungsschnaps gibts auf der Milva, bei Roman und Rahel. 

Am Donnerstag fahren wir mit den Velos nach Arbatax, sind "nur" 15 Kilometer, der Nordwind schiebt uns nach Süden. Wir wollen den Hafen, die Tankstelle und die roten Felsen beim Riff anschauen. Nach dem Drink in der Hafenbar hat Marinas Velos 2 platte Reifen. Sie ist wohl über Dornen gefahren. Zum Glück ist der Hafenmeister zum Hobby Velomechaniker und hat die beiden Löcher rasch und perfekt geflickt. 

Den Freitag verbringen wir mit Vorbereitungen für die Überfahrt, Dinghi verstauen, Wetterbericht studieren, Einkaufen. 

Zum Abschied von Sardinien gibts einen feinen Apero auf der Serenità, Gäste sind Rahel, Roman mit Luigi und Andreas. 

Dann sind wir bereit für die 180 Meilen Überfahrt nach Ustica.

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Mit der Cinquecento nach Olbia

Heute Sonntag fahren wir mit dem kleinsten Auto durch die höchsten Berge. Kristine und Clodo haben heute Abend ihren Rückflug in die Schweiz. 

Wir fahren auf der SS 125 die zuerst in die Berge, dann der Küste entlang nach Norden führt. In der Nähe von Dorgali besuchen wir eine Höhle, dort steht der 2. höchste Stalaktit der Welt, 38 Meter. 

Nun gehts runter an die Küste, wir fahren quer durch einen Marmorsteinbruch, eindrücklich die riesigen Blöcke die hier gesägt werden. Die Trucks muten wie kleine wie Spielzeuge an.

An der Küste in Marina di Orosei, gibts Picknick am Strand und danach einen Kaffee in einem vornehmen Hotelpark, mit grossem Pool. 

Auf der weiteren Strecke Richtung Olbia, fährt Clodo einige Male auf Anweisung Marinas "falsch", wir finden aber immer wieder auf die 125 zurück. Der letzte Halt ist in Porto San Paolo, von hier sehen wir die langgezogene Insel "Tavolara" im Golf von Olbia, der Flughafen kann nicht mehr weit weg sein. Auf dem Weg zurück nach Olbia sind wir 180 Km gefahren, wir sind in den 2 Segeltagen ein grosses Stück der Sardinischen Küste entlang gesegelt!

Pünktlich um 19 Uhr sind wir am Airport, die abwechslungsreichen Tage waren schnell vorbei, wir verabschieden uns und freuen uns, wenn die beiden wieder mal auf Besuch kommen.  

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Tagesausflug zur Cala di Luna

Die hohe bemalte Hafenmauer verdeckt den Sonnenaufgang, darum ein kurzer Spaziergang zum Ende der Mauer, um richtig wach zu werden.

Da heute kein Wind vorhergesagt wurde, planen wir einen Ausflug zur "Grotta del Bue Marino" und an den Strand "Cala di Luna". 

Vor dem Losfahren organisieren Kristine und Marina ein Mietauto, dass uns morgen Sonntag nach Olbia bringen wird. 

Dann gehts los, wir motoren der Küste entlang und ankern vor der Grotte, mit dem Dinghi fahren wir in die Höhle rein, der Eingang zur Grotte ist verschlossen, es sind wohl zu wenig Touristen hier. In der Höhle und an den Stränden vom Golfo di Orosei haben bis 1981 Seehunde gelebt, danach haben die scheuen Tiere den Touristen Platz gemacht.

Von der Grotte ist es nicht weit bis zur Cala di Luna, dort kochen wir Spagetti mit Gorgonzola, dann gibts einen langen Spaziergang am Ufer. Hier sind die Felsen auch unterhöhlt, in der Umgebung von Cala Gonone gibt es viele Höhlen zu besichtigen.

Hinter der Düne von der Cala di Luna entdecken wir ein Flussbeet, dass zwischen den hohen Felswänden ins Landesinnere führt.

Der Start mit dem Dinghi zurück zum Schiff gelingt nicht sofort. Es kommt hoher Schwell ans Ufer , Clodo und Gioia bekommen eine Salzwasserdusche. Gioia flitzt erschrocken und tropfnass aus dem Dinghi, das voller Wasser ist. Clodo bleibt gelassen, ist ja nicht kalt das Wasser!

Den letzten gemeinsamen Abend geniessen wir in einer Pizzeria oberhalb vom Hafen.

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Mit Westwind nach Cala Gonone

Nachdem alle Formalitäten mit dem Hafenmeister und das umständliche Bezahlen mit der Kreditkarte erledigt sind gibts Frühstück im Cockpit der Serenità. Dann wechseln wir die Fock gegen die Genua aus, denn heute ist wenig Wind vorausgesagt. 

Wir verlassen La Caletta Richtung Süden, kein Wind, der Motor läuft. Die ersten 7 Meilen bis zum ersten Cap bleibt es windstill, die Hände sind im Hosensack, dann gibts Wind aus Süden, wir kreuzen bis am Mittag, dann stellt der Wind ab und wir motoren, das passt gut so, jetzt können wir gemütlich Zmittag essen, feinen Salat. 

Dann meldet sich der Westwind, es macht richtig Spass, wir schieben Lage. Wir reffen die Genua und das Grosssegel. Bis zum Hafen in Cala Gonone "kämpfen" wir, vor allem Clodo am Steuer, mit den Böen die über die steilen Bergkämme fallen. Die Serenità bleibt gelassen, liegt aber mit viel Schräglage im Wasser. Wir sehen den Hafen vor uns, bergen zwischen zwei Böen die Genua und vor dem Hafen das Grosssegel. 

Wir sehen keine Masten im Hafen, gibts keinen Platz für Segelschiffe? Im Hafenbecken finden wir an der Mole einen Platz, wir sind die einzigen Gäste, also diesmal der höchste Mast weit und breit!!  Im und vor dem Hafen liegen unzählige Schlauchboote, die werden vermietet für Ausflüge zu den nahen Stränden und Höhlen. 

Wir sind froh nach dem windigen Tag einen ruhigen Platz im Hafen gefunden zu haben. An der Mole steht ja gross geschrieben "Willkommen". 

Wir liegen am Fuss eines Vulkans, der hoffentlich noch lange ruhig bleibt.

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Mit Kristine und Clodo unterwegs

 

 

 

Mittwochabend, wir holen Kristine und Coldo am Flughafen in Olbia ab. Mit dem Bus geht es bequem in die City, von dort ist es nicht weit in den Club Nautico. Danach gehts durch die Via Umberto I auf der Suche nach dem passenden Restaurante, für das Abendessen.

 

Die beiden sind schnell heimisch auf dem Schiff. So kann es nach dem üppigen Frühstück mit frischem Brot los gehen. 

 

Leinen los, und mit dem starken Westwind die Ausfahrt raus in den Golf von Olbia und Golfo di Aranci. 

 

Wir segeln der Insel Tavolara entlang, zwischen vielen kleinen Inseln durch Richtung Süden. Der Wind frischt auf und mit der Fock und Grosstuch läufts wunderbar.

 

Wir segeln zwischen der Insel Molara und Capo Code Cavallo durch, es gibt einige Ankermöglichkeiten, doch der gute Westwind lässt uns weitersegeln. Uns gefällt die Sicht vom Meer und der Wind meint es gut mit uns. So entscheiden wir uns bis La Caletta zu segeln. Dort ist einer der wenigen Häfen an diesem Küstenabschnitt.

 

Dort legen wir am Gästesteg an, der Hafenmeister hilft mit der Mouringleine. 

 

Im Dorf ist nicht viel los, La Caletta ist ein sardisches Dorf, nicht all zu touristisch. Die Küste ist hier wunderschön, aber noch nicht so entdeckt und berühmt wie die Costa Smeralda, Strände sind hier so viele, kleine Buchten zwischen den felsigen Küstenabschnitten. 

Wir schlendern durch die Strassen, schauen dem langen Sandstrand entlang, finden eine Bar für den Apero, Abendessen gibts auf dem Schiff, Lasagne und Salat. Wir werden von Marina verwöhnt, den feinen sardischen Rotwein dazu spendiert Clodo und Kristine. 

 

Alle sind zufrieden, es war ein toller Segeltag.

 

 

 

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Feuerschiff  "Elbe2"

 

 

 

 

 

 

 

Der Dreimaster Atlantis liegt an der Mole in Olbia direkt hinter uns. Wir fragen den Kapitän,ob er uns das Schiff zeigen möchte. So können wir die Atlantis anschauen und erfahren die Geschichte des grossen Segelschiffs.

 

Das Schiff wurde um 1905 als Feuerschiff “Elbe2” im Betrieb genommen, nach dem 2.Weltkrieg wurde das Schiff ausgemustert und erst nach 1980 mit einem Kabinenaufbau, einem längeren Kiel und den 3 Masten umgebaut. Es sind 38 Doppelkabinen für die Gäste vorhanden, die Segelfläche ist ca. 800 m2 die mit nur vier Personen gesegelt werden können. Die heutige "Atlantis" gehört einem holländischen Reeder und wird jeden Winter in Holland in der Werft im Schuss gehalten. Ein langer Weg ins Winterlager steht bevor.

 

Wir staunen über den schönen, holzigen Ausbau, die Bars und das Steuerhaus, nicht einfach dieses 60 Meter lange Schiff von der Brücke aus zu steuern, die Masten und die vielen Leinen versperren die Sicht nach vorne. 

 

 

 

 

 


 

 

 

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entspannen am Anker

Sonntagmorgen, wir wollen heute zur Isola dei Porri, die liegt in der Bucht von Olbia, im Golf von Aranci. Da wollten wir schon lange mal hin. Jetzt ist es soweit, wir fahren die drei Meilen die Fahrrinne raus, dann in die nahe Bucht, hinter der kleinen Insel. 

Hängematte aufhängen, die neuen Zeitschriften lesen, schwimmen und entspannen. 

Es ist Vollmondabend, wir staunen über die rote Kugel die über der Insel dei Porri aufgeht. 

Wir bleiben nur eine Nacht draussen am Anker, dann gehts zurück nach Olbia, direkt in die Stadt an die Hafenmole.

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Frühstart nach Olbia, Stadtbummel

Tagwache ist heute Samstag schon vor 6 Uhr, nach dem obligaten Kaffee legen wir ab. Marco ist schon weg, er hat einen Termin in Olbia. Wir setzten nach der Hafenausfahrt die Segel, der Westwind schiebt uns schnell raus aufs Meer und nach 2 Std, sind wir draussen in der Einfahrt zum Golf von Olbia. Die Sonne ist spektakulär aufgegangen. Wir waren mit über 7 Knoten unterwegs, die Fallböen über den steilen, felsigen Bergen haben uns vorwärts geschoben. Jetzt gehts westwärts, also Segel bergen und mit dem Motor die letzten 8 Meilen in den Hafen. 

Marco und Familie haben das Schiff schon abgegeben als wir eintreffen. Jetzt gibt es noch ein Frühstück und den zweiten Kaffee. Danach fahren wir mit dem Bus in die Stadt, bummeln, einkaufen, Gelati essen, Bus fahren durch die ganze Stadt.

Am frühen Abend das Abschiedsessen auf der Serenità, Lasagne a la Marina. Die Lasagne ist so gross, dass wir 7 Personen nicht alles essen. Vielleicht sind die Girls auch zu müde nach dem vielen Einkaufen, die neuen Kleider finden fast keinen Platz in den prall gefüllten Koffern. Um 19 Uhr kommt das Taxi, wir nehmen Abschied. War eine tolle, erlebnisreiche Woche, etwas zu kalt zum Baden, aber gutes Segelwetter. Für uns war es vor allem schön, dass wir mit Brigitte und Familie eine gute, gemeinsame Zeit hatten. 

 

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Dem Schirokko entgegen

 

 

 

Freitagmorgen, unser Wetterbericht meldet ein gutes Zeitfenster von 12 - 15 Uhr, für den Törn Richtung Olbia, vorher ist Sturm aus Südost, Schirokko, nachher Regen. 

Beim Bezahlen der Hafengebühren nach dem Frühstück, rät uns der Hafenmeister sofort loszufahren, da am Nachmittag Gewitter und starker Regen vorher gesagt sind.

Also rasch Schiff klarieren, jetzt geht alles ratz - fatz, sogar die Kids sind hellwach und helfen mit.

Wir legen kurz nach 10 Uhr ab, mit Motor gehts gegen den Wind, die Serenità kommt nur langsam gegen die kurzen Wellen und die Windböen von über 30 Knoten an. So dauert es für die ersten 6 Meilen 2 Stunden. Marco bleibt immer in Sichtweite, er könnte mit dem grossen Schiff schneller fahren.

Wir lassen die Maddalena Inseln hinter uns, kommen auf das offene Tirenische Meer, da stellt der Südostwind ab, der Wind dreht auf Nordwest, wir setzen die Fock. Das ist genau wie wir den Wetterbericht von Windyty interpretiert haben, perfekt. Jetzt gehts schneller vorwärts. Die Serenità macht jetzt auch 5 Knoten Fahrt. 

Bald hören wir Donnerrollen, die Wolkentürme werden immer höher und dichter. Wir sehen aber von Weitem schon unser Ziel, den Hafen Porto Rotondo. Wir sind nicht die einzigen die einem Hafen  zusteuern, viele Charterjachten müssen heute Freitag zurück sein, so sind neben uns über 10 Yachten unterwegs nach Porticio, das liegt neben Porto Rotondo. 

Wir finden einen geschützten Platz an der Mole bei der Capitanerie, direkt neben Marcos Bavaria, Liegegebühren Euro 14, im Hochsommer über 200 Euro !!!!

Es ist 14 Uhr, wir sind im Trockenen, den nun beginnt es zu Regnen und Gewitterböen fegen über den Hafen. Da hatte der Hafenmeister auch recht mit seiner Prognose, Regenböen am Nachmittag.

Am späten Nachmittag gehts für einen Spaziergang und einkaufen ins “Dorf” Feriensiedlung.

 

Der Höhepunkt vom Tag !!!  Käsefondue im Cockpit der Tuerredda. 

Lichterlöschen ist heute etwas früher, wir wollen um 6 Uhr früh los, da Marco und Brigitte das Schiff um 9.30 Uhr in Olbia abgeben müssen. 


 

 

 

 

 


 

 

 

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Badewetter auf Lavezzi

 

 

 

Wir haben uns alle erholt von der windigen Überfahrt. Die Sonne scheint, ob es wohl warm genug ist zum Baden auf Lavezzi? 

Wir verlassen Bonifacio, bestaunen die imposante Hafenausfahrt. Draussen setzen wir die Segel, der Wind hat gedreht, Südostwind, wir können direkt Lavezzi anlaufen. Hinter uns sehen wir die Altstadt über der Kreidefelswand immer kleiner werden. 

Vor uns der grosse, rote Leuchtturm mitten in der Strasse von Bonifacio, der weist den Tankern und Kursschiffen den Weg durch die vielen Inseln. 

Nach 1 Stunde sind wir schon vor Lavezzi, bergen die Segel und ankern in der kleinen Bucht.

Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, zum Badestrand. Hier ist windgeschützt und herrlich warm. Den Rundgang um die Insel brechen wir beim Friedhof ab, da uns zwei Schlangen den Weg “versperren”. 

Nach dem Badestopp segeln wir zurück nach La Maddalena, bei dem tollen Wind rauscht die Bavaria 46 mit 7 Knoten Fahrt durchs Wasser. Schnell sind wir im Hafen und rufen über Funk den Hafenmeister, der sagt uns, dass der Hafen ausgebucht ist!!!! Nach gutem Zureden bekommen wir einen Platz bei der Capitanerie zugewiesen, etwas unruhig aber das Schiff liegt sicher. 

Am Donnerstag ist Schirokko, Südostwind, es regnet und stürmt, es bleiben alle Schiffe im Hafen. 

Schon wieder Shoppingwalk durch die Stadt und auf besseres Wetter warten.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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rüber nach Bonifacio

Beim Frühstück ist Lagebesprechung, wir planen die Törns der nächsten beiden Tage. Es wird starken Westwind geben, Marco möchte nach Bonifacio durch die spektakuläre Hafeneinfahrt zwischen den Kreidefelsen. 

Wir entscheiden die Serenità in La Maddalena zu lassen und nur mit der grossen Tuarredda zu segeln. 

Wir verlassen La Maddalena und segeln raus in den Golf von Bonifacio, wir sind schnell unterwegs, doch die Wellen und der Wind werden immer stärker, wir müssen aufkreuzen, und haben darum länger als geplant. Wir segeln hart am Wind, da stampft das Schiff unruhig durch die Wellenberge, die Crew wird immer bleicher, die Stimmung sinkt auf den O-Punkt. Die häufigste Frage an diesem Tag: Wie lange gehts noch bis wir dort sind? Marco steuert die Yacht sicher durch die stürmische Strasse von Bonifacio, aber die Gischt und Wellen machen alle salzig nass.

Dann endlich ist den Einfahrt direkt vor uns, wir rauschen mit den Wellen und Wind zwischen den Kreidefelsen durch und sind im geschützten Hafen. 

Nach dem Festmachen, erholen sich die Girls und der kleine Seemann schnell und wir machen uns auf die Klettertour rauf auf die sehenswerte Altstadt. 

Am Abend feiern wir die anstrengende rauhe Überfahrt in einem feinen Restaurant am Pier.

 

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La Maddalena, unser Tagesziel

 

 

Nach der ruhigen  Nacht in der Cala di Volpe, rudern wir mit dem Dingi zur Tuerredda zum gemeinsamen, üppigen Frühstück. Danach gehts zum Ufer, zum obligatorischen Erkundungsspaziergang. 

Es schaukeln nur wenige Yachten am Anker, der Cat “Neway” liegt auch hier, diese Franzosen sind mit uns von Menorca nach Sardinien gesegelt. 

In dieser späten Jahreszeit sind keine Megayachten mehr hier, im Sommer ist diese herrliche Bucht mit Yachten überfüllt, die vom nahen Porto Cervo  hierher kommen. 

Dann ist Anker auf, wir segeln weiter, nach einigen Meilen sind wir in der Inselwelt vom Maddalena Archipel angekommen. Immer zu vollen Stunde besprechen wir uns über Funk auf Kanal 77. So bleiben wir immer in Kontakt. Zur Mittagszeit treffen wir uns in der südlichen Bucht von der Insel Cabrera, hier machen wir Picknick auf dem Schiff.  

Nach der gemütlichen Pause sind es nur noch einige Meilen bis zur Insel La Maddalena, wir motoren, da der Wind direkt von vorne kommt. An der Hafenmole von La Maddalena liegen wir direkt an der Altstadt, nur ein paar Schritte bis zur nächsten Kaffeebar. 

 

 

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Olbia, die Seglerfamilie kommt

 

 

 

 

Es ist Samstagmorgen, der Wind ist abgeflaut, das ungemütliche Schaukeln am Steg hat sich gelegt. Wir spazieren zum Fähranleger, da gibts ein Kaffee das schon so früh offen hat.

Hier gibts einen kleinen Expresso für Paul und einen Capusco für Marina, dazu Croisson mit Marmelade. Gestärkt, hellwach und mit neuen Infos aus dem www. gehts zum Schiff und auch bald los nach Olbia. 

Nach zwei Stunden fahren sind wir im Hafen von Olbia. Wir liegen im luxuriösen Hafen, direkt vor den Marineoffice, geniessen die Annehmlichkeiten, wie Warmduschen, Skipperbar, Einkaufscenter und Internetempfang.

Am Abend kommen Brigitte und Marco mit Kindern, wir erkunden uns nach ihrem Schiff und finden die nagelneue Bavaria 46 am Steg D. Wir kaufen im nahen Einkaufscenter für sie ein und schieben den vollen Einkaufswagen bis vor das Schiff. Das ist bequem und kostet uns nur 50 Eurocent!

Am Abend feiern wir den Beginn ihrer Segelferien und freuen uns auf eine schöne Segelwoche. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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in den Golf von Aranci

Donnerstag 5. Oktober, wir verlassen Porto Pollo, es regnet leicht, der Wind ist schwach aus Westen. Wir segeln zwischen den Inseln vom Maddalena Archipel und Sardinien durch, hier hat der Wind hat zugelegt, Schaumkronen auf den Wellenkämmen, wir reffen das Grosssegel, mit achterlichem Wind segeln wir an Porto Cervo vorbei, der Costa Smeralda entlang, der Wind ist nun nicht mehr so stark, die Düse von Bonifacio wirkt nicht mehr. Am späten Nachmittag segeln wir in den Golf von Aranci, nicht weit von Olbia entfernt. 

Wir finden keinen Seglerhafen, nur einen Fischerhafen, aber ein Steg ist da, sogar ein Marinero der uns beim Anlegen hilft. 40 Euro will er für eine Nacht, Marina drückt den Preis auf 30 Euro. Immer noch zu teuer für Null Infrastruktur, doch wir entscheiden zu bleiben. 

Bald frischt der Wind auf, wir messen 28 Knoten Wind, zum Glück sind wir nicht am Anker, das wäre ungemütlich. Der Wind heult die ganze Nacht. 

Für Jürg ist es der letzte Abend auf dem Schiff, die abwechslungsreiche Woche ist schon vorbei.

Freitagmorgen, es stürmt immer noch aus Westen, wir entscheiden hier zu bleiben und Jürg wird am Abend mit dem Zug ins nahe Olbia fahren. So gibts noch einen langen, letzten Marsch dem Strand entlang, das letzte mal schwimmen im Golf, und Abschied nehmen, die Reise geht weiter für Jürg und für uns. Eine spannende Woche geht zu Ende, es war interessant mit Jürg zu segeln und zusammen die Zeit zu gestalten. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. 

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Lavezzi, die steinigen Inseln

Wir verlassen Porto Vecchio erst kurz vor Mittag, der Morgenspaziergang und die Internetbestellung von Marinas Mobiltelefonbatterie hat die Abfahrt verzögert.

Wir wollen heute Dienstag zurück in den Golf von Bonifacio, mit dem gemeldeten Nordwind ein perfekter Kurs. Wir motoren raus aufs Meer, 4 Seemeilen, dort setzen wir die Segel und nehmen Kurs Südwest. Doch der Wind ist schwach, es geht nur langsam vorwärts, aber wir wollen den Motor, kurz vor 17 Uhr entscheiden wir uns in eine grosse Bucht von Korsika einzulaufen, sie heisst "Golf von Santa Manza". Die Lavezzi müssen bis morgen warten, die vielen Felsen scheinen uns für heute Abend zu gefährlich. Wir ankern in "Santa Manza" doch der Schwell der nachts in die Bucht drückt lässt uns nicht gut schlafen. Schon früh am Morgen segeln wir weiter. 

Wir segeln zur Insel Lavezzi und ankern am Mittag in einer tollen Bucht auf sandigem Grund. Mittagessen, spazieren, Insel entdecken und schwimmen. 

Dann gehts weiter nach Porto Pollo auf Sardinien, Patrick suchen, er hat mir Ausdrucke vom Blog aus der "AVD Goldach" mitgebracht. 

Mit starkem Westwind rauschen wir südwärts in die 6 Meilen entfernte Bucht bei Porto Pollo, dem Surfermekka von Sardinien. Wir ankern in der windgeschützten Ecke der Bucht. Zu Fuss gehts dem Strand entlang, Patrick suchen, er ist hier am Kitsurfen. Wie durch göttliche Lenkung, begegnen wir uns am endlos langen Strand. Nach dem kurzen Treffen, gehts wieder zurück zum Schiff, die Sonne ist schon am Horizont verschwunden als ich beim Schiff eintreffe. 

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Porto Vecchio

 

Heute Montag 3. September gehts mit dem vielen Wind der aus Westen angesagt ist nach Porto Vecchio in Korsika. Wir können früh los, kein Spaziergang, Gioia muss bis am Abend warten. 

Wir verlassen den Liegeplatz um 8 Uhr, der Wind bläst durch die Bucht und draussen auf dem Meer, nachdem wir die Insel Caprera hinter uns sehen, wird er immer stärker, wir haben das Grosstuch gerefft und vorsorglich anstelle der Genua die Fock angeschlagen. 

Der Wind bläst draussen im Kanal von Bonifacio mit bis zu 32 Knoten. Wir sind schnell unterwegs, kämpfen mit den Wellen die manchmal von der Seite das Schiff anheben. Jürg steuert die meiste Zeit, so hat Marina heute ihren freien Tag. 

Nahe der Küste von Korsika wird der Wind weniger, in der grossen, breiten Einfahrt von Porto Vecchio bergen wir die Segel, es ist erst 14 Uhr und wir sind schon im Hafen.

Nach dem Entspannen und Schiff klarieren, gibts den obligatorischen Marsch in die Stadt, es ist eine antike Stadt, hoch über dem Hafen. Wir schauen in die grosse Kirche, geniessen ein Gelato und einen Apero in einem der vielen Lokale in den schmucken Gassen. Durch das Genovesertor gehts wieder runter zum Hafen.

 

 

 

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kleine Hafenstadt Maddalena

 

 

Nach dem Abend und der Nacht mit Regen sind am Morgen noch die grossen, tiefen Pfützen auf der Strasse doch der Himmel ist wolkenlos und die Sonne kommt um 8 Uhr über die Dächer von Maddalena. 

Am Steg liegt ein anderes Schweizer Schiff, wir kennen die beiden aus dem Segelclub in Horn. Wir  erhalten wertvolle Tipps, die beiden sind schon lange in Sardinien unterwegs. 

Wir sind überrascht über die Hafengebühren nur 14 Euro für die tolle Aussicht über den Hafen in die Altstadt. 

Wir sind mitten im Naturpark Maddalena, das sind viele Inseln und Felsen, sämtliche aus rotem Granit und überall mit Über- und Unterwasserfelsen umgeben. Wir haben bei der Parkverwaltung für heute Sonntagabend eine Erlaubnis zum Ankern erstanden. Wir wollen in die windgeschützte Bucht der Insel Caprera. Wir verlassen Maddalena am Mittag und sind bei dem starken Westwind schnell zwischen den Inseln durchgesegelt und in der Cala Portese angelangt. Hier sind wir sogar von den Fallböen verschont. Hier bleiben wir festgemacht an einer Boje, wir geniessen die Ruhe. Jürg schwimmt ans Ufer und berichtet nachher, dass die Sandbank nur 50 Meter breit ist, so schmal ist die Insel hier.

Bis es dunkel ist kommen noch viele Schiffe in die Bucht, wir sind geschützt vom starken Westwind und liegen ohne schaukeln unter dem Sternenhimmel. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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der Maddalena Archipel

Heute wollen wir in den Hafen von Maddalena, die Wetterprognose hat Gewitter und Regen für den Abend vorausgesagt. 

Wir haben starken Ostwind in der Meerenge von Bonifacio, wir müssen aufkreuzen zwischen den vielen Inseln des Archipels. Nicht ganz einfach die Navigation zwischen den Inseln. Vor der Insel Spargi passiert uns ein megaschönes Segelschiff.

Von Westen sehen wir die Regenfront aufziehen, vor uns sind schon die Einfahrttonnen zwischen der Insel Maddalena und der Isola Santo Stefano. Dann nur noch auf die beiden Fähren aufpassen die zwischen Palau und Maddalena verkehren, genau jetzt sind beide vor dem Hafen. 

Über UKW-Kanal 9 rufen wir den Hafenmeister und fragen nach einem Liegeplatz, schon kommt uns der Marinero mit dem Schlauchboot entgegen und mit seiner Hilfe quetschen wir uns rückwärts in eine schmale Lücke zwischen zwei Schiffen.

Schon beim Anlegen beginnt es zu Regnen und dann schüttet es wie aus Kübeln. Wir sind zum Glück rechtzeitig im Trockenen. Wieder mal Glück gehabt, nach einem so tollen Segeltag. Während den Regenpausen spazieren wir durch das Städtchen Maddalena das um den alten Hafen gebaut ist, eine bezaubernde Stimmung, in dem regnerischen Abendlicht. 

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Jonny, good bye

Lieber Jonny, du hast mich überrascht mit deiner Entscheidung. Ich bin traurig, dass wir keine Pläne mehr schmieden können. 

Deine Stimmungstiefs haben dich sehr belastet, leider konnte ich dir nicht helfen. 

Ich denke gerne an die Zeit zurück die wir zusammen erlebt haben, das Gipfelstürmen mit den Tourenskis, die Abende in deinem Partyraum, Silversterabend am Feuer und das Kartenspielen. 

Gerne habe ich dir zugehört, wenn du Pläne gemacht hast über die Wohngemeinschaft, wenn du von deinem Leben erzählt hast. 

Du warst erst vor kurzem bei uns auf dem Schiff, wir haben doch abgemacht, dass du nach Sizilien kommst zum Biken. 

Nun hast du dein psychisches Tief nicht mehr ausgehalten, hast eine endgültige Entscheidung getroffen. Schade, dass ich deine Hilferufe nicht gehört habe, du warst ein so toller, hilfsbereiter Kerl, warst ein guter Freund. Ich vermisse dich.

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wieder zurück nach Capo Testa

Wir sind seit 3 Tagen im kleinen Hafen von Isola Rossa, nun gehts heute weiter, doch zuerst noch einkaufen und nochmals ins Internet einsteigen. Den letzten Expresso, dann sehen wir Margrith und Max, sie bleiben noch 2 Tage dann ist ihr Urlaub vorbei. Wir verabschieden uns, das waren abwechslungsreiche Tage in Isola Rossa. 

Am Mittag segeln wir los, jetzt mit Jürg als Verstärkung. Das Ablegen klappt und draussen setzen wir die Segel, dann gehts wieder nach Osten, wir suchen und finden einen Ankerplatz an einem abgelegenen Sandstrand. Das Wasser ist glasklar und Jürg will kaum noch aus dem Wasser. 

Am Freitag 30. September segeln wir zum nahen Capo Testa und machen einen langen Spaziergang ins Dorf, Santa Teresa di Galura. Das Dorf und vor allem der belebte Dorfplatz gefallen uns. Von hier fährt die Fähre nach Bonifacio rüber, so ist touristisch viel los, das Städtchen ist echt herausgeputzt. 

Auf dem Rückweg wird es schon langsam dunkel, als wir mit dem Dinghi beim Schiff ankommen ist es Nacht. Doch wir haben feine Lebensmittel eingekauft, so gibts einen gemütlichen Znacht auf dem Schiff.

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Landausflüge mit Margrith und Max

Das gibt Abwechslung ins Seglerleben, Margrith und Max nehmen uns mit ihrem Auto mit auf Landausflüge. 

Schon am Sonntag fahren wir nach Tempio Pausania, von dort gehts nach dem Mittagessen zum Lago Liscia. Dort, oberhalb vom Stausee, gibt es einen kleinen Park mit uralten Olivenbäumen. Der älteste und eindrücklichste mit dem mächtigen Stamm und den knorrigen Ästen ist 3'800 Jahre alt. !!!! Der Baum ist riesig und die Krone weit ausladend, als wollte er sagen: schaut her, was ich alles schon erlebt habe, von den schlechten Zeit war er bestimmt verschont in dem abgeschiedenen Tal. 

Am nächsten Tag besuchen wir Castelsardo, die Stadt mit den pastellfarbigen Häusern, die auf den Felsen gebaut wurde. Zuoberst die Burg und Altstadt. Die Aussicht aufs Meer und die Küste ist sensationell.

Am Mittwoch gibts Pizza in Capo Rossa und dann segeln wir alle zusammen rund um die rote Insel. 

Am Donnerstag fahren wir die 60 Km nach Sassari, die zweit grösste Stadt Sardiniens, um Jürg abzuholen, er wird einige Tage mit uns segeln.

 

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Vom Capo Testa nach Isola Rossa

Die sternklare Nacht war ruhig in der Bucht bei Capo Testa, der Wind hat das Schiff angenehm geschaukelt. Nach dem Frühstück wollen wir nochmals an Land, wir wollen die vom Wind verformten Felsen aus der Nähe betrachten und darauf rumklettern. Die Felsformationen sind echt speziell.

Danach ist Anker auf, und mit Ostwind gehts langsam Richtung Westen der Küste Sardiniens entlang nach Isola Rossa. Dort ankern wir vor dem Hafen am Sandstrand. Wir treffen heute meine Gotte und Onkel Max. Die beiden sind kurzentschlossen nach Sardinien gekommen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.

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Bonifacio rüber nach Sardinien

 

Die Reise heute ist nicht weit, 8 Meilen, da bleibt noch genügend Zeit für einen Morgenspaziergang in der noch verschlafenen Stadt. 

Wir steigen die vielen Stufen bis zu Altstadt hoch und umrunden die Stadt immer mit Sicht auf den Hafen oder die Meerenge von Bonifacio. 

Die Stadt ist nicht so verschlafen wie wir vermutet haben, am Marktplatz wird das Gemüse ausgebreitet und die Gassen beleben sich schnell. 

Zeit weiter zu segeln. Wir lösen die Leinen und fahren durch die Felsen raus aufs Meer. Nun gehts rüber nach Sardinien, zum Capo Testa. Wir segeln gemütlich und ankern vor dem Strand. 

Es ist erst kurz nach Mittag, nach der Siesta lassen wir das Dinghi ins Wasser und fahren ans Ufer. Capo Testa ist berühmt für die schönen Felsformen, eindrücklich wie der Wind die Felsen geschliffen und geformt hat. Wir bleiben bis zum perfekten Sonnenuntergang auf den Felsen sitzen, danach geniessen wir den Abend im sardischen Restaurant mit Muscheln und Fisch und Gemüse. Das Schiff finden wir auch im Dunkeln, das Ankerlicht brennt schon und wir sind die einzigen in der Bucht. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bonifacio

 

 

In der einsamen, langen Bucht von Figari hat sich der Wind beruhigt. Nach einem Spaziergang ins nahe Resort legen wir ab. Wir sehen 2 Schiffe die am Ufer gestrandet sind, nicht ganz einfach das Ankern im flachen Wasser. Wir sind froh im Hafen Platz gefunden zu haben.

Unser Ziel für heute ist Bonifacio, das ist nicht weit, der Wind scheint optimal, doch nicht lange, so motoren wir die letzen paar Meilen bis zu der Einfahrt zwischen den weissen Kalkfelsen. 

Eindrücklich die schmale Einfahrt. In einer kleinen Seitenbucht, sind Eisenringe für die Leinen und eine Muringleine angebracht, wir machen dort fest und fahren mit dem Dinghi in den Hafen. 

Die Altstadt oben auf den Felsen ist einmalig, das muss man einfach gesehen haben, am Besten bei Abendlicht. Wir mischen uns unter die Touristen, kaufen uns schnellentschlossen eine Hängematte und geniessen den Apero in der schicken Hafenszene und fahren beim Dunkel werden zu unserem Schiff an der Felswand. Dort wird gemütlich gekocht und während draussen das Abendrot die Felsen beleuchtet. 

 

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Der Golf von Bonifacio

 

Wir haben es nicht eilig wegzukommen, noch ist kein Wind in der Bucht von Propriano. Um 10 Uhr lösen wir die Leinen von der Boje, setzen das Grosssegel und queren die Bucht von Propriano. Wir bekommen nur den Schwell vom Westwind zu spüren, kein Wind weit und breit. Wir Motoren über die Wellenberge, so gehts über 2 Std. nach Süden. Dann plötzlich sehen wir die Schaumkronen und schon bläst es mit 20 Knoten, wir sind im Golf vom Bonifacio angelangt. Nun haben wir den Wind wie er angesagt wurde, wir rauschen vor den Wellen dahin, diese versuchen immer wieder das Schiff aus der Fahrtrichtung zu drehen, besser nicht zurück schauen, sonst kriegt man Angst.

Ich habe keine Zeit zum Fotografieren, muss immer konzentriert steuern. Unser Ziel für heute ist die lange, schmale Bucht von Figari, die ist ca. 10 Meilen vor Bonifacio.

Erst kurz vor den ersten beiden Fahrwassertonnen rot und grün, lassen die Wellen etwas nach, wir rollen die Genua ein und segeln mit dem Gross durch die schmale Fahrrinne, rechts und links ist es untief und hat Felsen und Steine. Beim Hafen bergen wir das Gross und werden von den Marineros im Schlauchboot empfangen und an einen Liegeplatz im Hafen gewiesen. Mit dem Schlauchboot hilft er uns beim Anlegen, denn sogar durch den Hafen fegt der Wind mit über 23 Knoten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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wieder in Porto Pollo

Der Himmel ist wolkenlos, die Sonne scheint, wir holen den Anker rauf, es geht weiter. Ajaccio adé.

Noch immer ist starker Schwell in der Bucht von Ajaccio, der leichte Wind reicht nicht zum Segeln.

Die Wellen sind manchmal 2 Meter hoch, es geht rauf und runter, leider kommt nicht mehr Wind. So motoren wir die 22 Meilen bis Porto Pollo in der Bucht von Propriano, dort liegen wir geschützt hinter dem Riff an der Boje. In der Nacht dreht der Wind und wir bekommen den Schwell von der Seite, wir schaukeln hin und her, kein erholsamer Schlaf! 

Am Morgen entscheiden wir noch einen Tag zu bleiben, im Golf von Bonifacio ist für heute und morgen starker Westwind gemeldet. Am Donnerstag ist dann wieder fast Windstille gemeldet. 

Wir schicken wieder einmal Karten nach Hause, selber gemachte und mit dem Laminator verschweisst. Mit kurzen Wanderungen, Einkaufen, Schlaf nachholen und Internet geht der Tag schnell vorbei.

 

 

 

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Neues aus Ajaccio (drei Tage in Ajaccio)

Der Anker kommt gut rauf, er liegt zwischen den Felsbrocken am Grund. Mir war etwas mulmig bei dem Ankergrund, doch es ist alles gut gegangen. Wir haben am Anker immer eine Bergeleine, im Notfall können wir damit den Anker raufholen.

Ohne Wind gehts Richtung Ajaccio, dort werden wir wohl einige Tage bleiben, denn es ist Sturmwind gemeldet. Wir ankern wieder zuhinterst in der Bucht, da lagen wir auch beim letzten Mal, guter Ankergrund und nicht weit mit dem Dinghi zur Skipperbar. 

In der Nacht schon beginnt zu regnen, am Tage scheint dann wieder die Sonne und es ist heiss.

Wir fahren mit dem Bus zu Decathlon, Marina will eine neue Taucherbrille. Nur dort gibts das spezielle Modell. 

Am Samstag schlendern wir wieder durch die Gassen der Altstadt, kaufen einen LeyBag, grasgrün und megabequem. Wir werden immer wieder vom Regen überrascht, es gibt richtige Wolkenbrüche. Die Windprognosen sind auch nicht besser, starker Westwind. Wir entscheiden uns bis Montag zu bleiben. 

In der Skipperbar sind wir schnell bekannt, wir kommen immer wieder wegen dem Internet. Am Sonntagabend verabschieden wir uns von Jean-Baptist, das Wetter wird langsam besser. 

 

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Girolata, Tuaregbucht

Schon früh am Morgen sind wir auf, die Sonne ist noch hinter den Bergen versteckt. Der erste Kaffee schmeckt am Besten. Dann muss das Schiff etwas aufgeräumt werden, war gestern ja spät geworden mit der Ankunft am Ankerplatz. Dann nach dem Frühstück gibts Landgang, Gioia freut sich am meisten, sie steht schon ungeduldig bei der Badeleiter und wartet. Wir rudern ans Ufer, zu einer kleinen Bucht zwischen den Felsen. Ich mache eine kurze Kletterei durch die Felsen, Marina schwimmt zum Schiff zurück und Gioia legt sich ins Dinghi, damit sie sicher nicht zurückbleibt am Strand. 

Dann gehts weiter, gemütliches segeln der Küste entlang, wir entscheiden am Nachmittag, dass wir in Cargese übernachten werden. Vor dem Hafen liegen Bojen, doch wir vertrauen unserem eigenen Anker. 

Cargese liegt "weit" oberhalb vom Hafen, die beiden Kirchen sind von weitem sichtbar. Eine griechische und deine katholische Kirche überragen die Häuser vom Ort. Ein typisch korsischer Ort, viele Bars, alte hohe Häuser. Wir essen im Restaurant mit Superaussicht über den Hafen und das Meer, unsere Serenità liegt weit unter uns.  

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von Calvi wieder südwärts

Wir sind im Hafen von Calvi, füllen Wasser auf, laden die Batterien voll, waschen das Schiff mit Süsswasser, waschen unsere Kleider im Waschsalon, dann gibts den verdienten Spaziergang zur Citadelle die hinter der Altstadt liegt und einen tollen Blick über Bucht und weit ins Meer raus ermöglicht.

Im Park entdecken wir eine "Baumsorte" die nicht zugeordnet werden kann, ist es ein Baum? oder ein Pilz oder ein? schaut aus wie ein Baum, brennt aber nicht! Schön gross und grün ist er.

Draussen schäumt es wieder, der Nordostwind lässt die Wellen tanzen. Wir entscheiden spontan noch heute los zu segeln, der Wind bringt uns bestimmt schnell nach Girolata. 

Die Reise nach Calvi hat sich gelohnt vor allem, weil wir Marianne und Heinz getroffen haben. 

Um 15.30 legen wir ab, mit achterlichem Wind gehts ums erste Cap mit dem Leuchtturm von Calvi, dann haben wir den Wind ganz von hinten, das ist suboptimal. Wir kreuzen vor dem Wind, so haben wir bald die ersten 10 Meilen zurück gelegt. Dann wird der Wind schwächer und bald kommt der Wind von vorne. Wir starten den Diesel. Wir kommen nicht so schnell vorwärts wie das noch in Calvi ausgeschaut hat. Wir werden erst nach Sonnenuntergang in Girolata eintreffen. Die Stimmung auf dem Schiff sinkt in den Keller. Marina hat bedenken, dass das Ankern im Dunkeln Probleme macht. Doch wir keinen die Bucht, das wird sicher gut gehen.

Dann sehen wir die Ankerlichter der anderen Schiffe, in der kleinen Bucht neben Girolata, wir finden einen guten Platz mit 7 Meter Wassertiefe, der Anker fällt und hält - aber erst beim zweiten Manöver. Es hat keinen Schwell, so wird das eine ruhige Nacht. Das Nachtessen gibts heute erst spät, der Wein schmeckt nach dem langen Törn noch besser. 

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Wandern durch die Wälder oberhalb Calvi

Am Samstagmorgen treffen wir uns für einen Ausflug und Wanderung in den kühlen Wäldern im Hinterland von Calvi. Wir werden von Heinz und Marianne mit dem Bus abgeholt. Ausserhalb Calvis steigt die Strasse langsam an, dann gehts echt in die Berge. Nach 45 Minuten Fahrt sind wir beim riesigen Parkplatz angelangt. Von hier sind viele verschiedene Wanderungen möglich. Auch der GR20 führt hier vorbei. Wir entscheiden uns für eine 2 stündige Rundwanderung. Aufwärts gehts bis wir nach 30 Minuten ein trockenes Flussbeet überqueren. Hier lassen wir einige vergängliche Markierungen zurück. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein unförmiger Stein, auf der Spitze stehen bleibt. Von hier gehts nochmals aufwärts mit schöner Weitsicht über die Baumwipfel und in die Berge bis wir an einem kleinen Bach Picknickhalt machen. Dann gehts durch den dichten Wald zurück. Kurz bevor wir wieder beim Bus sind gehts wieder über den kleinen Fluss, hier sind viele grosse Wasserbassin wir kühlen uns im kristallklaren Wasser ab. Brrr und doch so schön. 

Am Sonntag ist eine Ausfahrt mit dem Schiff auf unserem Programm, Wind und Wetter machen mit. Mit leichtem Wind segeln wir am Mittag aus der Bucht von Calvi raus. Als der Wind abstellt gehts zurück in die Bucht wo wir einen sandigen Ankerplatz finden. Für das Abendessen gehts zurück in den Hafen von Calvi. Hier am gibts zuerst Apero nach dem "anstrengenden" Tag, dann kocht Marina eine feine Paella. 

Wir verabschieden uns beim Dunkel werden von Marianne und Heinz. Hier trennen sich unsere Wege, wir haben das Zusammensein mit Freunden aus Kesswil sehr genossen und hatten viel zu Erzählen. Nun ist unser Heimweh wieder gestillt, alles ist ok im schmucken Kesswil. 

 

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Calvi entdecken mit Marianne und Heinz

Wir segeln früh am Morgen, 9 Uhr los. Wir hoffen auf weniger Wind als beim letzten Versuch nach Calvi zu segeln. Wir sind nicht die einzigen, zur Bucht von Girolata können wir raussegeln, dann sind wir in der Abdeckung der Berge. Dann beim nächsten Cap gehts nordostwärts 15 Seemeilen bis Calvi. Doch der Wind kommt direkt entgegen. Wieder mit 25 Knoten, die Wellen sind aber nicht mehr so gross wie am Dienstag. Wir motoren, dann wird der Wind etwas weniger, wir setzen die Segeln und kreuzen auf. So brauchen wir länger als geplant können aber den grössten Teil der 25 Meilen segeln. Wir machen an einer Boje vor Calvi fest, 15 Euro die Nacht, so liegen wir sicher und können das Schiff für unsere Landabenteuer alleine lassen.

In Calvi werden wir von Marianne und Heinz erwartet. Die beiden sind mit ihrem "Büssli" aus der Rietwiesenstrasse für 2 Wochen in Korsika unterwegs. 

Wir feiern das Wiedersehen am Abend mit einem feinen Abendessen in einem originellen Restaurant in Calvis Altstadt. 

Am Freitag wandern wir zusammen auf den Hausberg von Calvi, dort haben wir eine tolle Sicht über die Stadt und Bucht. Runter zum Strand verlaufen wir uns auf den Wegen durch die Maggia. Endlich am Strand geniessen wir das Bad und das Picknick. Abendessen gibts bei Marianne und Heinz im Camping. 

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Girolata

Am Mittag erreichen wir die kleine Bucht von Girolata. Der geschützte Teil der Bucht liegt hinter dem Römerturm, dort sind jetzt ca. 60 Bojen, so können viele Yachten sicher in der Bucht liegen und der Ort macht mit den Yachten ein gutes Geschäft. Wir zahlen für die Boje 26 Euro in der Nachsaison ohne irgend eine Zusatzleistung, kein Strom und Wasser. 

Doch die Bucht ist einmalig, Girolata ist unter Schutz von UNESCO. Wir klettern zu den nahen Stränden zwischen den Felsen und geniessen die Ruhe an dem speziellen Ort. Girolata kann mit dem Auto nicht erreicht werden, alles kommt per Schiff, alle Touristen und alle Getränke und auch das Gemüse für den kleinen Shop und die Restaurants. Am Abend essen wir im Restaurant oben im "Dorf" mit Blick über die Bucht.

Am Dienstag wollen wir weiter nach Calvi, doch als wir draussen auf dem offenen Meer sind, frischt der Wind auf, immer mehr und mehr, wir haben 25 Knoten von vorne, wir kreuzen und die Böhen werden noch stärker.

Bald sind es 28 Knoten und die Wellen werden immer höher. Wir machen mit den gerefften Tüchern nur 4 Knoten Fahrt, so haben wir noch 5 Std bis Calvi !!!! Wir entscheiden abzudrehen, es geht zurück nach Girolata. Jetzt fliegen wir nur so übers Wasser, mit über 7,5 Knoten Fahrt geht rasch zurück. 

Am Abend sind wir nach 22 Meilen wir an der selben Boje. Wir sind nicht die einzigen die zurück sind. Wir haben wohl den Wetterbericht nicht genau studiert, unser Windyty hat nicht so viel Wind angekündet. Wir spülen unsere salzigen Kehlen mit einem kühlen Bier. 

Sigi, der andere Schweizer Segler in Girolata war nicht all zu erstaunt, dass wir zurück sind. Er kennt Korsika seit langem und hat den Tag im Hafen verbracht. 

Am Mittwoch ist es immer noch stürmisch aus Nordost, wir entscheiden noch einen Tag zu bleiben.

Nicht nur Touristen sind am Strand, auch einigen Kühe liegen dort und ein Katamaran dient als Schattenspender.

Zusammen mit Sigi und seiner Segelpartnerin Tina Miller gehts auf eine Wanderung über Stock und Stein in die nächste grössere Bucht. Dort ist Picknick-Pause und wir schauen uns die Bucht genauer an, ein guter Ankerplatz für die nächste Nacht. Dorthin werden wir am Abend fahren und die Nacht am Anker verbringen, bevor es dann am Donnerstag weiter geht.

Zurück gehts auf dem Wanderweg MareMonti, Sigi mit den langen Beinen läuft immer voraus, nach 3 Std. wandern sind wir zurück in Girolata. Wir treffen wir uns auf der Serenità zum Apero und tauschen unsere Erfahrungen aus. 

Um 18 Uhr ist Leinen los in Girolata, wir fahren in den nahe Bucht zum Ankern.

Der Wind pfeifft aber immer noch mit 20 Knoten durch die Wanten und Fallböhn rauschen über den Bergkamm, doch im sandigen Grund hält unser Anker perfekt. Die Ankerwache schläft die ganze Nacht !! am Morgen ist es windstill, die Sonne kommt nur langsam über die dunklen Bergkämme, der Hochsommer ist auch hier vorbei.

Wir segeln aus der Bucht raus, neuer Versuch das 32 Meilen entfernte Calvi zu erreichen.

 

 

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von Ajaccio nach Girolata

Wir wollen die Westküste Korsikas entdecken und so segeln wir am Sonntag 4. September weiter. Wir verlassen Ajaccio, segeln die grosse Bucht raus, bis zu den Felseninseln, dort gibts eine Durchfahrt zwischen den Inseln, dann gehts nordwärts, der Wind kommt, wir setzen die Segel. Gemütlich gehts dahin, lesen, rausschauen, geniessen, ausspannen, Ausschau halten, Ankerplatz im IPad suchen. 

Am Abend finden wir eine windgeschützte Bucht, schöner Sandstrand, Club Med ist auch da. Doch der Schwell drückt in die Bucht und es schaukelt die ganze lange, schlaflose Nacht. Der tolle Sonnenaufgang macht die schlaflose Nacht vergessen, fast wie auf einem Bergsee, liegen wir in der Bucht nahe den Bergen von Korsika.

Darum gehts schon früh am Morgen weiter, nicht weit, 12 Meilen bis nach Girolata. Dort liegen wir ruhig und sicher an den Bojen. 

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Ajaccio, die Stadt Napoleons

Ankern vor Ajaccio ist nicht ganz einfach, die grosse Bucht hat vor der Stadt 2 Yachthafen, und einen grossen Fährehafen, da bleibt nicht viel Platz für die Yachten. Wir finden eine Ecke, einige Katamarane liegen auch dort. Der Ankergrund ist perfekt, ansonsten liegen wir nahe dem steinigen Ufer. Abends gehts noch mit dem Dinghi in die Skipperbar, auf einen Pastis und Mineralwasser.. 

Am Samstag ist Markttag in Ajaccio, wir erkunden die kleine Altstadt, den Markt und machen Bekanntschaft mit "Napoleon". 

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Porto Pollo

Wir erreichen Porto Pollo nach einer Stunde segeln, es sind nur 5 Meilen über die Bucht von Propriano. Der Westwind bläst recht stark und für den Nachmittag sind Gewitter angesagt. Marina ist schon nervös und schaut bei jedem Windstoss in die Wolken ob es wohl bald blitzt und donnert? 

Wir segeln bis kurz vor den Ort, dann sehen wir viele weisse Bojen, über Funk ruft Marina den Hafen Porto Pollo an und wir erfahren, dass die Bojen gratis zur Benützung zur Verfügung stehen. Wir sind froh, denn falls es doch noch ein Gewitter gibt, sind wir an der Boje sicher vertäut. 

Wir bleiben 2 Tage, machen einen Ausflug nach Propriano, wo wir im Hafen anlegen, die Stadt anschauen, dann wieder zurück nach Porto Pollo segeln. Diesmal ankern wir in einer tollen Badebucht. Nach Sonnenaufgang erscheinen die Bergketten von Korsika in speziellem Licht, abgestuft in verschiedene grau und blau Töne. 

Wir rätseln was in Korsikas Südwestküste anders ist als Mallorca. Die Berge sind höher, die Wälder reichen bis an den Strand, keine schroffen 40 Meter hohe Felswände an der Küste und das Wetter ist anders, Quellwolken über den Bergen und Gewittergrollen in der Luft. Gioia findets nicht läss!

Am Freitag 2. September legen wir ab und segeln die 22 Meilen nach Ajaccio. Wieder mit gutem Wind, keine Mittelmeerflaute! Um 17 Uhr ankern wir vor der Stadt. 

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auf nach Korsika

Nach den beiden ruhigen Tagen in der blauen Lagune zwischen Asinara und Stintino, dem vielleicht schönsten Strand von Sardinien, ist für heute Montag guter Südwind für die 50 Meilen rauf nach Korsika angesagt.

Wir starten nach dem Baden und Frühstücken, wir motoren der Insel Asinara entlang, bald setzt der Wind ein zuerst nur schwach, dann mit 10- 12 Knoten. Wir setzen den Blister und segeln nordwärts, raus in den Golf von Bonifacio. Bald verschwindet Italien hinter uns, wir sind wieder draussen auf dem blauen Wasser. 

Bei dem achterlichen Wind und dem ruhigen Wasser, können wir sogar das Mittagessen kochen, ohne dass die Pfannen überschwappen. 

Wir geniessen die Fahrt durchs Wasser, sitzen vorne am Schiff und lassen die Füsse von den Wellen nass werden. Lesen und dösen sind die Hauptbeschäftigungen in den Nachmittagsstunden. 

Dann springt plötzlich 40 Meter vom Schiff entfernt ein Mantarochen aus dem Wasser, machen einen Überschlag und verschwindet wieder im tiefen Ozean. Wauh das war aber eine Überraschung, mit fällt der Kiefer runter. Das war ein riesiger schwarz-weisser Rochen mit langem Stachel. 

Bald kommt die Küste von Korsika in Sicht, wir halten Abstand, da viele Felsen, im Küstenwasser zu sehen sind.

Dann nach 10 Std. sind wir in der Einfahrt zur Bucht von Propriano. Wir ankern in einer Bucht, müssen aber zwischen den vielen Yachten einen freien Platz suchen. Kaum gut geankert, setzt die Dämmerung ein, das Anlegerbier schmeckt heute nach den schönen Segeltag besonders gut. 

Am nächsten Morgen rudern wir mit dem Dinghi ans Ufer, erkunden den kleinen Ort und kaufen beim Metzger leckere Ossobuco ein. Dann gehts weiter über die Bucht von Propriano nach Porto Pollo.

 

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weiter zur Halbinsel Asinara

Am Donnerstagabend legen wir ab, verlassen den Hafen von Alghero. Wir ankern vor dem Hafen, bleiben eine Nacht draussen, so sparen wir uns die Liegegebühren.

Am Morgen segeln wir los unser Ziel ist Stintino, ein Fischerort an der Nordwestküste von Sardinien. Wir haben wenig Wind und müssen meiste Zeit mit dem Motor fahren.  

Wir wollen zwischen der Insel Asinara und dem Festland durchfahren, die Durchfahrt ist nur 3 Meter tief und schmal, es gibt Markierungen am Ufer so peilen wir die Landmarken und fahren bis zu den wunderschönen Stränden von Stintino. 

Die Insel Asinara ist heute Naturschutz und Meeresschutzgebiet. Ohne Erlaubnis darf dort nicht geankert werden. Früher war die Insel Quarantänestation, damals wurden alle Familien ausgesiedelt und Stintino gegründet. Dann war Asinara das Hochsicherheitsgefängnis von Italien für einige Mafiosi. Heute Naturschutzinsel und Touristenziel. 

Der kleine Ort Stintino hat einen alten Naturhafen, da liegen viele alte Holzschiffe mit Lateinersegel. Am Sonntag hatten diese Schiffe eine Regatta. Wir besuchten das Tunfischmuseum, die Tunfische sind heute im Mittelmeer fast ausgerottet.

Wir bleiben 3 Nächte in der blauen Lagune. 

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Alghero

Wir haben einen tollen Liegeplatz an der Mole von Alghero. So können wir nach Lust und Laune zum Einkaufen, Stadtbummel, wieder mal zur Post und nach der Kreditkarte fragen, Pizza essen, Apero trinken, Wäsche waschen.

Alghero hat eine wunderschöne Altstadt, schöne Strände in der Nähe, sogar einen Beachbus, einen Lunapark, in jeder Gasse eine Gelateria und das Beste: Velos zum Ausleihen beim Hafenmeister.

Mit den Velos erkunden wir die Promenade, fahren zum Einkaufen und immer wieder zur Post, bis am Donnerstag die Kreditkarte da ist. 

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Cala Bolla, Porto Conte

Nach der langen Überfahrt gibts einen ruhigen Tag mit Baden und Landgang. Wir liegen bei den Felsen nahe einer Feriensiedlung, Pischina Salida. 

Am Montag fahren wir mit dem Bus nach Alghero, wir erwarten die Kreditkarte, welche Brigitte postlagernd geschickt hat. Die Karte ist noch nicht da. Wir schlendern durch die Altstadt und staunen über bella Italia, Alghero ist ein Besuch wert. Der Bus bringt uns am Abend wieder zurück nach Pischina Salida. Nun nur noch trocken mit dem Dinghi zum Schiff rudern. Zum Glück hängen wir an einer Boje, der Wind bläst seit 2 Tagen stürmisch, so konnten wir ohne Sorgen mit dem Bus wegfahren.

Am Dienstag ist grosses Programm, zuerst wandern wir zu Capo Caccia, dort ist der Eingang zur Neptunhöhle, eine der grössen im Mittelmeer Raum. Ein freundlicher Franzose nimmt uns mit dem Auto mit. Vom Parkplatz führt ein langer Weg steil runter bis auf Meereshöhe dort ist der Eingang. Nach der Führung und dem bestaunen der Stalaktiten gehts zurück zum Schiff. Leinen los, wir segeln nach Alghero.

Der Wind bläst immer noch mit Stärke 7, wir messen bis 30 Knoten Wind, wir haben gerefft und rauschen an den Felsen vorbei nach Alghero. Das sind nur 7 Meilen, nach etwas mehr als einer Stunde sind wir dort. Wir werden von einem Marinaio im Schlauchboot bei der Hafeneinfahrt abgeholt und bis zur Mole, unserem Platz für die nächsten beiden Tage begleitet. 

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Überfahrt nach Sardinien

Es ist noch dunkel, ich mache Kaffee und wecke Marina. Der Mond steht noch über dem Fischerdorf Fornells. Das Deck ist tropfnass vom Tau, das bedeutet, dass es wieder ein sonniger Tag wird. Nach der Tasse Kaffee kanns los gehen. Instrumente einschalten, Positionslichter einschalten, Anker raufwinschen. 

Noch kein Wind, wir motoren raus aus der langen Bucht, draussen auf dem Meer gibt es nun nur noch einen Kurs, 80 Grad --- Sardinien. 

Um 9 Uhr gibts etwas Wind, wir setzen das Grosssegel und den Blister um 9.30 Uhr haben wir die ersten 10 Meilen. Am Ziel werden es 192 Meilen sein. 

Wir haben wenig Wind und machen nur 4,5 Meilen die Stunde, ab Mittag dreht der Wind auf, um 15 Uhr müssen wir den Blister bergen, zu viel Wind, 15 Knoten, wir fahren über 6 Knoten. Wir setzen die Genua, der Südwind bläst mit 4- 5 Windstärken, um 17.15 haben wir 48 Meilen geschafft. Bald stellt der Wind ab und wir starten den Motor. Auch rumsitzen gibt Hunger, zum Znacht gibts Schnitzel und Nudeln an feiner scharfer Tomatensauce und 2 Gläser Rioja. Ein Segelschiff kommt uns entgegen, dann um 20 Uhr ein toller Sonnenuntergang.

Wir haben die ganze Nacht nur leichten Wind, kommen nicht schnell vorwärts. Die Wellen streicheln das Schiff, es plätschert und schaukelt friedlich und gleichmässig. Zuerst Sternenhimmel, dann geht der Mond auf. Wir stellen den Wecker, dass er uns alle halbe Stunde weckt, kontrollieren die Instrumente und halten Ausschau, ob Schiffe in der Nähe sind. Bei Tagesanbruch am Morgen um 6.30 Uhr haben wir 100 Meilen geschafft. Um 7 Uhr steigt die Sonne aus dem Meer.
Wir haben nur schwachen Wind aus Südost, wir segeln mit nur 3,5 Knoten, so wird das ewig dauern bis nach Sardinien. Wir wollen nicht zuviel mit dem Motor fahren, doch am Mittag stellt der Wind ganz ab und wir starten den Diesel. Um 17 Uhr baden wir im tiefblauen Wasser, eine Farbe wie Pelikantinte. Das Wasser ist hier über 2100 Meter tief, schon ein mulmiges Gefühl. Nach dem Abendessen gibts wieder Wind, jetzt aus Nordost nur schwach aber immerhin gehts wieder vorwärts. Es sind noch etwas über 40 Meilen, wir können die Berge von Sardinien erkennen. Um 20.30 geht die Sonne unter. Der Sternenhimmel funkelt über uns, der Leuchtturm vom Capo Caccia blinkt im Osten, das ist unser Ziel, die Bucht hinter dem Leuchtturm. Der Wecker mahnt uns alle halbe Stunde Ausschau zu halten, keine Fähren, kein Frachter, keine anderen Schiffe, wir sind alleine weit und breit. Das Segeln in der Nacht bei Mondschein ist speziell, das Geräusch der Wellen am Schiffsrumpf, die Windgeräusche in den Segeln sind viel intensiver als am Tag. Der Wind kommt mal stärker, dann flaut er wieder ab. Wir haben entschieden, erst nach Sonnenaufgang in die Bucht einzulaufen. Der Plan geht auf, der Wind kommt mit dem Tageslicht nochmals stärker und wir segeln unter dem mächtigen Felsen "Capo Caccia" in die Bucht Porto Conte rein. Wir ankern nahe am Strand, doch der Anker will nicht halten, so entscheiden wir an einer Boje festzumachen. Italien wir sind angekommen, nun gibts Frühstück und Landgang. 

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Mahon

Mao oder Mahon ist die grösste Stadt auf Menorca mit riesiger Hafenanlage in der natürlichen Bucht. Die Bucht ist 6 Km lang, wir ankern am Anfang der Bucht, hinter der Insel "Lll de Llatzaret", weit weg von der Stadt. Am Sonntag fahren wir mit dem Schiff rein in den Hafen, wir müssen Wasser auffüllen, das können wir an der Tankstelle. Wir müssen natürlich auch etwas Diesel tanken, damit der Tankwart auch sein Business macht.

Wir sehen uns die Stadt vom Wasser aus an, einen Liegeplatz in der Stadt bekommen wir nicht. Danach gehts zurück zum Ankerplatz. 

Dort laden wir die Klappräder ins Beiboot und schaukeln alle zusammen ans Ufer, ein gewagtes Unternehmen mit dem überladenen Dinghi. Die 8 Km bergauf und ab bis in die Stadt sind bei der Hitze anstrengend und schweisstreibend, oft müssen wir die Velos schieben, weil es so steil ist. Bergab lässt Gioia die Ohren fliegen.

Mahon hat eine schöne Altstadt mit Befestigungsmauern, leider sind die Geschäfte geschlossen, es ist Sonntag. Die Tour mit den Velos und der Stadtbummel haben sich trotzdem gelohnt.

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Menorca Südseite

Am Sonntag 7. August gibts nochmals einen Besuch in der Stadt, Mittagessen auf der Piazza und Einkaufen für die nächsten Tage. Am Abend um 18 Uhr verlassen wir Ciutadella.  Immer noch bläst der Nordwind stark, also ist unser Ziel die windgeschützte Südseite der Insel. Wir wollen nicht weit, nur um das Cap d' Artrutx, danach ankern wir in einer nahen Bucht. Wir sind ganz alleine in dieser Cala de Son Aparets. 

Wir erkunden die Südseite von Menorca in kleinen Etappen von Bucht zu Bucht. Jede ist wunderschön und speziell. Das Wasser meist türkisfarbig über sandigem Boden. Täglich wandern wir ein Stück auf dem Wanderweg "Cami de Cavalls", so lernen wir den steilen, felsigen Küstengürtel der mit Pinien und Strauchpalmen bewachsen, aber sonst karg und steinig ist, kennen. Die schroffe Bucht "Cala Caves" hat mir am Besten gefallen. Diese Bucht ist nur mit dem Schiff oder mit einem langem Fussmarsch erreichbar. In die Felsen sind Höhlen gemeisselt, Gräber aus einer vergangenen Zeit. 

Am Samstag 13. August segeln wir gemütlich, mit wenig Wind, um das südöstliche Cap. Wir sind nun an der Ostküste, nach 5 Meilen beginnt die lange, schmale Bucht von Mahon, unser Ziel für heute. 

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Ciutadella

Der Mistral kommt pünktlich, schon am frühen morgen pfeifft er durch die Masten. Wir liegen sicher. Nach dem Frühstück, wollen wir in die Stadt. Wir klettern die Felsen rauf was nicht ganz einfach ist, die Felsen sind unterhöhlt und das Dinghi wird immer wieder unter die scharfen Lavafelsen gedrückt. Wir ziehen es mit einer 2ten Leine zum Schiff zurück. 

Die Altstadt liegt nicht weit entfernt. Dort gehts einen Hafen in einer langen Bucht. Der Hafen ist überfüllt und ein Liegeplatz für uns würde ca. 90 Euro kosten.

In der Altstadt gibts einige mittelalterliche Häuser mit schönen Steinmetzarbeiten und wunderschöne Gassen mit in pastellfarben bemalte Häuser. Das helle Licht hier lässt so viel Helligkeit in die Gassen, dass beide Seiten ausgeleuchtet sind. Keine Schattenseite !? Menorca scheint sanft, pastell, ruhig, leise und angenehm normal. 

Hier ein paar Bilder aus der Hafenstadt Cuitadella oder heisst es Cuidadela? Auf den Balearen wird nicht spanisch gesprochen, da tönt alles wie romansch/grischun. 

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Mallorca hasta luego

Nach 3 Wochen Mallorca das uns positiv überrascht hat, gehts heute rüber nach Menorca. 

Uns bleiben schöne Sandstrände, schroffe Felswände, glasklares Wasser, geschützte Buchten und guter Segelwind in Erinnerung. Natürlich auch die Stadt Palma mit der Kathedrale und der schönen Altstadt. Speziell war auch, dass wir wieder mal Besuch auf der Serenità hatten. 

Unser letzter Ankerplatz in Mallorca ist am Cap  Ferrutx, bei Platja Es Caló vor den gelben Sandsteinfelsen in türkisfarbenen Wasser. Wir bleiben 2 Tage bis am Donnerstag der Südostwind kommt. Wir erkunden das Ufer und machen eine lange Wanderung ins nahe Betlem, das zu dem Ort Arta gehört. Arta rühmt sich der schönsten Strände von Mallorca. Marina kocht zu unserem Abschied eine Kaninchen-Paella. Mmmmmh

In der Bucht von Alcudia ist es am Donnerstagmorgen windstill, wir bergen den Anker um 11 Uhr, und motoren aus der grossen Bucht raus, draussen Schaumkronen, der Südostwind bläst mit 20 Knoten, 1 Reff ins Grosstuch und wir rauschen dahin. Es sind nur ca. 25 Meilen bis Menorca nach 4 Std sind wir in Ciutadella. Wir suchen einen Platz in einem Flussauslauf, Cala des Degollador, beidseitig 10 Meter Felswände. Wir ankern und machen uns hinten mit 4 Leinen an den Felsen fest. Wir erwarten für Freitag bis Sonntag stürmischen Mistral, der von der Rhônemündung bis hierher bläst. Hier an der Felswand liegen wir sicher, nur das an Land gehen ist mühsam, wir müssen die unterspülten, schroffen Lavafelsen raufklettern. 

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verloren und gefunden

Verloren oder gestohlen oder hat sich Marinas Portemonnaie in Luft aufgelöst? 

In Port Søller vermissten wir nach dem Morgenkaffee Marinas Portemonnaie mit beiden Kreditkarten aber zum Glück nur mit 5 Euro Bargeld. Alles Nachfragen im Restaurant und beim Fundbüro der Polizei hat nichts gebracht. Marina hat die Karten gesperrt und wir werden hoffentlich neue Karten zugeschickt bekommen. Die CH-Post macht es kompliziert, da wir nicht in der Schweiz sind. Wir hoffen bald wieder "Verbindung" zu unserem Eurokonto zu haben.

Gefunden haben wir unser optimales Dinghi, stylisch, klein und leicht. Nun ist der Tag gekommen, das Dinghi zu taufen. Wir wünschen uns, dass das Dinghi uns immer sicher ans Ufer bringt, keine Luft verliert und nicht gestohlen wird. Dazu haben wir die feinste Flasche auf dem Schiff geöffnet. 

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Via Cala Castell nach Pollenca

Nach einigen Stunden segeln ist es Zeit einen neuen Ankerplatz anzusteuern. Die Cala Castell scheint uns für ein ruhiges Ankern ok, wir sehen einige Schiffe aus der Bucht auslaufen, als unser Anker fällt sind wir bald alleine in der einsamen Bucht. Über Nacht kommen noch 2 Schiffe. Am Morgen erkunden wir die nahe Umgebung, es ist Naturschutzgebiet und betreten verboten! Ob das auch für uns gilt? 

Nach 30 Minuten wandern haben wir einen herrlichen Blick runter zu unserem Schiff und über die schmale Bucht. Die Bucht ist entstanden durch einen riesigen Lavakegel der sich ins Meer rausgeschoben hat. Über die zerklüfteten Lavafelsen sehen wir Ziegen springen, einige erschrecken wir auf unserer Erkundungstour. 

Nach dem Mittag geht es weiter, Anker auf, draussen gibts Wind, 20 Knoten wir reffen die Segel, sollen wir schon wieder in die nächste geschützte Bucht rein oder weiter ums Cap in die grosse Bucht von Pollenca? Der Nordostwind ist nicht gerade optimal zum Ankern in der offenen Bucht von Pollenca. Wir runden trotzdem das Cap mit viel Wind und noch mehr Wellen aus allen Richtungen, echt ungemütlich. Marina hält Ausschau nach einem rettenden Helikopter. Wir finden einen Ankerplatz mit Sandstrand, die erste Nacht ist ganz ok. Dann fahren wir weiter nach Pollenca, ankern hinter einem Felsvorsprung. Der Wind wir am Abend immer stärker, einige Segelschiffe treiben ab, der Anker hält nicht, dann kurz nach Sonnenuntergang eine Böe mit über 23 Knoten, da sind auch wir am Treiben, Motor an, Anker auf, und neues Ankermanöver. 

Die ganze Nacht schlafen wir im Cockpit draussen, der Wecker klingelt alle 40 Minuten, zum Glück hält der Anker trotz Starkwind die ganze Nacht. Der 1. August hat mit einer fast schlaflosen Nacht begonnen. 

Wir feiern den Tag mit Käsefondue zum Zmittag auf dem Schiff.

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Naturwunder, Cala Calobra

Wir verlassen Port Søller und segeln weiter der felsigen Küste entlang nach Nordosten. Nach nur einigen Meilen finden wir eine Bucht zwischen den Felsen, die Cala Calobra. Eigentlich ist es eine Flussmündung,Torrent de Pareis, doch im Sommer ist der Fluss ausgetrocknet. Der Fluss hat die Bucht in die Felsen gefressen. Spektakulär. Wir baden im glasklaren Wasser, wagemutige klettern die überhängende Felswände hoch und fallen runter ins Wasser. Am Abend sind nur noch ca. 10 Schiffe in der Bucht, es ist so ruhig und die Sterne sind wie ein leuchtender Teppich am Nachthimmel. 

Früh am nächsten Morgen gehts mit dem Dinghi ans Ufer. Bei der Schiffanlegestelle für die Touristenschiffe gibts Restaurants und kleine Hotels. Auch Busse bringen die Touristen an diesen schönen Ort, Doch so früh am Morgen sind wir noch alleine. 

Durch einen Tunnel und eine fast natürliche Höhle kommen wir zur Flussmündung zwischen den Felswänden. Wir sehen unser Schiff draussen in der Bucht schaukeln. Wir erkunden zu Fuss das Flussbeet, ein Wanderweg führt in ausgetrocknete Fluss bis rauf auf die Berge. Eindrückliche Bilder, ausgewaschene Felsen, Tümpel und Kiesbeete. Wir staunen ob der schönen Natur. 

Am Mittag verlassen wir die Bucht ( Schlucht ) , wir sehen eine grosse Yacht mit einem teuren Spielzeug oben drauf, da sind wir mit unserer Serenita bescheiden klein.

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Port Søller

Mit Wind und Diesel gehts die Westküste entlang weiter nach Søller Port. Das ist eine grosse natürliche Bucht mit Hotels und Bars und einem Fischerhafen. Wir ankern geschützt am Strand. Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, wir spazieren der Promenade entlang, nach einigen Tagen ankern in einsamen Buchten hat uns die Zivilisation wieder zurück. 

Wir geniessen den Kaffee und da es schon 11 Uhr vorbei ist das erste kleine Bier. Danach entscheiden wir uns für einen Fussmarsch in die 4 Kilometer entfernte Stadt Søller. 

Der Magen knurrt und wir fragen nach einem Restaurant, wir werdn zu einem kleinen, typisch spanischen Restaurant geschickt, versteckt bei den Geleisen der Strassenbahn. Die Chefin serviert uns ein einfaches aber feines Mittagessen für ein paar Euros. In Søller gibts einen grossen zentralen Platz mit Kirche und Rathaus und vielen Restaurant.

Mit der Strassenbahn fahren wir zurück zum Hafen, nur Marina muss laufen, da Gioia nicht mitfahren darf. 

Am Dienstag muss Jonny schon wieder zurück in die "regnerische" Schweiz, wir haben die Tage zusammen genossen, sind viele Meilen mit schönem Wind gesegelt und das kulinarische kam auch nicht zu kurz und wir haben einige schöne Ecken von Mallorca kennengelernt. 

Hoffentlich sehen wir uns in Sizilien wieder, für einige Touren mit dem Bike. 

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Cabrera und Mallorca Südseite mit Jonny

Nach den ruhigen, erholsamenStrandtagen zusammen mit Gloria und Familie gehts wieder nach Palma, Jonny kommt am Montagabend mit aus der Schweiz angeflogen. 

Wir erwarten ihn wieder am Chartersteg in der Marina in Palma. Stadtbummel und Velotour auf der Suche nach dem Ballermann am Dienstag.

Dann legen wir ab, Segeln nur 5 Meilen zu den Illetes, eine kleine Inselgruppe in der Bucht von Palma. 

Am Mittwoch segeln wir der Südküste entlang und finden am Nachmittag eine kleine Bucht, die Cala Pi und ankern zwischen den Felswänden. 

Am Donnerstag gibts viel Wind und wir geniessen den Tag mit Wind und Wellen. Bis 20 Knoten bläst es aus Nordost es macht richtig Spass. Wir ankern an der Küste von Colony San Jordi. Das Wasser ist glasklar und türkisblau, Marina und Jonny schwimmen bis ans Ufer. Wir geniessen die Ruhe hier draussen am Strand. 

Am Freitagmorgen nach dem Schwimmen und Frühstück ankern wir vor dem Ort, San Jordi, wir kaufen für die nächsten Tage ein. 

Heute segeln wir zur Naturschutzinsel Caprera, wir haben eine Boje reserviert. Die Inselgruppe ist Naturschutzgebiet es darf nicht geankert werden. Nur in der grossen Bucht liegen Bojen für die Schiffe, die Bojen müssen vorab reserviert werden. Wieder haben wir guten Wind und können bis nach Cabrera segeln. 

Dort gibts einen Landgang mit Besteigung der Burg und um den Wasserverlust auszugleichen einem Liter Sangria bei der einzigen kleinen Bar auf der Insel. 

Via Santa Ponsa gehts weiter der Westküste entlang. Dort finden wir ein kleines Fischerdorf, ankern, und geniessen das Abendessen und den Sonnenuntergang im einzigen Restaurant weit und breit. 

Zurück auf dem Schiff werden wir vom starken Schwell überrascht, das Schiff "schüttelt" sich in den Wellen. Wir entscheiden weiter zu fahren und einen ruhigeren Ankerplatz zu suchen. Im Dunkeln, ankern wir hinter einem Felsvorsprung, hier ist es etwas ruhiger aber die Nacht bleibt unangenehm. 

Am nächsten Morgen gehts weiter nach Søller.

 

 

 

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Mallorca

Es soll etwas Südwind geben. Doch wir verlassen Ibiza mit Motorkraft, erst draussen auf offenen Meer kommt der Wind, 10 Knoten, das reicht zum Segeln. Wir können die halbe Strecke nach Mallorca segeln, Gewitterwolken sind am Himmel, das bringt immer wieder Wind. Segel auf, Segel einrollen, usw ... 

Am späten Nachmittag erreichen wir Santa Ponsa, eine geschützte Bucht an der Südwestküste von Mallorca. 

Es liegen bestimmt 80 Schiffe hier, schwierig einen guten Ankerplatz zu finden. 

Die Bucht von Santa Ponsa war vor einigen Jahren auch Ankerplatz der Kreuzritter welche von hier aus die Sarazenen von Mallorca vertrieben haben. Ein Kreuz steht zur Erinnerung an der Einfahrt zur Bucht.

Wir bleiben zwei Tage, dann ist es uns zu eng. Wir suchen uns einen Ankerplatz nur einige Meilen entfernt an einem Sandstrand. (Calla Fornells). Standbars mit TV inkl. EM-Final Portugal-Frankreich 1:0  Che sorpresa.

Am Montag segeln wir nach Palma, Gloria und ihre Kids, Sara, Marco und Dario kommen am Dienstagabend.     7 Meilen vor Palma finden wir eine kleine Bucht. Wir fahren durch eine breite Öffnung in der Felswand in die Bucht mit sandigem Grund, perfekt zum Ankern. In die Felswand sind Höhlen gemeisselt, das sind Sarazenengräber, die erkunden wir am nächsten Morgen auf unserem Walk. Anker auf und nach 2 Std sind wir im Hafen von Palma. Um 22 Uhr holen wir unsere Gäste am Flughafen ab. Am nächsten Morgen Stadtbummel und Shopping, vor allem Barca-Fanclub-Shop war für Dario interessant.

 

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Ibiza

Wir ankern in ruhigen Buchten, nahe an den Felsen. Nur einmal liegt der Anker vor der Kleinstadt San Antonio und wir bekommen die ganze Wucht der Ibizapartyscene zu sehen. Da ist was los mit Partys, nächtelang in dunklen Kellern oder auf grossen Partybooten. Ticketcorner gibt haufenweise und viele hübsche Girls, fast nur mit Tattoos bekleidet, die aus ganz Europa eingeflogen sind. 

Ibiza ist mit Pinienwäldern grün bewaldet und an der Küste schroff felsig. Formentera habe ich sanfter in Erinnerung. 

Wir finden immer eine ruhige Bucht für unser Schiff, es sind aber viele Yachten unterwegs, so ist es an den guten Ankerplätzen oft eng. In Ufernähe liegen die "Kleinen", draussen die Megayachten. Einige von den "Grossen" können gechartert werden, die Woche für 400'000 Euro !!!!!!  Vermutlich nicht alles inklusive. Aber mit

20 Mann/Frau Besatzung. In der schmalen Bucht Badella finden wir sogar eine freie Boje, so ein Glück.

An der Nordküste treffen wir René und Babs wieder, sie ankern in  einer ruhigen grossen Bucht, wir finden sie mit dem Feldstecher, wir ankern in der Nähe. Dann kommt auch Luna, die beiden Holländer die wir in San Antonio kennen gelernt haben. Zum Apéro treffen wir uns alle auf der Momentum. Gioia muss zu Hause bleiben, da Salty keine 4-beinigen Besucher mag. 

Das wird unsere letzte Nacht in Ibiza, am Freitagmorgen segeln los, rüber nach Mallorca.

Kurs 62 Grad und 52 Meilen.

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Formentera

Sogar der Sternenhimmel war anders hier, der Nachthimmel war übersät mit Sternen, kein störendes Licht weit und breit. Am Morgen gibts schon vor dem Kaffee ein Bad. Dann bekommen wir Besuch, Babs und René von der Momentum, Freunde aus Lagos kommen mit dem Dingi. Welche Überraschung. 

Dann mit dem unserem neuen Dingi ans Ufer, 2x Orangenjus = 9 Euro. Uppps das sind aber andere Preise hier !

Am Mittag ist Anker auf und wir segeln rund um die Südspitze von Formentera in eine geschützte Bucht. Wir segeln einer herrlichen Felsenküste entlang, alles Sandstein, von den Gletschern gepresster Sand. Formentera scheint wüstenhaft, keine Bäume, wenig Vegetation und grosse Salzlagunen im Norden der Insel. Vor allem aber viele Sonnenhungrige die mit der Fähre von Ibiza kommen, fast alles Italiener. 

Die Momentum, eine HR42, liegt schon in der Bucht, René kommt uns mit dem SUP entgegen, Salty der Hund ist auch dabei. 

Wir erkunden die Kliffs in der Nähe mit dem Dingi, elegant geschwungene Muster in den Felsen. Felsbuchten wie Kathedralen, da hat vor vielen Jahren, Bob Marley ein Privatkonzert gegeben.

Wir staunen über die kleinen Hütten am Ufer mit den Schienen ins Wasser. Das sind die Hütten für die Fischerboote. Da die ganze Insel felsig ist, ziehen die Fischer die Boote auf Schienen an Land. 

 

Am nächsten Tag segeln wir wieder nach Norden und ankern an der nördlichen Landzunge von Formentera. Sandstrand und türkisfarbiges Wasser. Die Megayachten sind auch hier, grösser gehts fast nicht! 

Unser täglicher Spaziergang auf der Suche nach Internet führt zu einem Strandrestaurant. Wir finden Platz an der Bar, das Restaurant ist ausgebucht, die Preise uperclass, hier gibts auch mit Bestechung keinen Platz. Es ist das Lieblingsrestaurant von Roberto de Niro. Alles vom Feinsten und das - draussen am Strand. 

Am Samstagabend gibts Sturm aus Osten, wir liegen an der Westseite der Landzuge, also im geschützten Wasser, aber der Wind bläst die ganze Nacht mit bis zu 31 Knoten, ca. 50 Km/h. Das zerrt ganz schön am Anker, der hält aber bravurös. Auf der Ostseite der Landzunge brechen die Wellen am Strand. 

Am Sonntagabend, nachdem sich der Wind gelegt hat, segeln wir die 10 Meilen rüber nach Ibiza.

 

 

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rüber nach Formentera

Wir verlassen Alicante am frühen Morgen, es herrscht wieder Nordostwind. Das heisst wieder 3 Meilen bis zum schützenden Cap von Alicante rausmotoren, dann unter Segel bis nach Campello. Das sind nur 10 Meilen wir sind vor Mittag dort. Wir bleiben bis am nächsten Nachmittag, erkunden den kleinen Ort. Dann legen wir am 29. Juni um 16 Uhr ab und motoren bis nach Benidorm. Das sind 14 Meilen. Vor der Hotelhochburg legen wir den Anker auf 6 Meter Wassertiefe in den Sand. Die Nacht ist unruhig, da der Wind auf Süd gedreht hat und ein Schwell aufs Ufer zuläuft. 

Bei Tagesanbruch gibts zuerst Kaffee, dann Anker auf, und mit dem Motor raus aufs Meer. Marina hat Migräne und bleibt liegen. Wir haben echt Glück, der Südwind kommt immer stärker, Segel setzten, Motor aus, Kurs Formentera. Dieser schöne Wind war nicht angesagt, eher Windstille. Aber der Wind hält durch bis Formentera. 

Wir passieren den 0 Meridian, wir sind wieder östlich von Greenwich. Bald verschwindet das Cabo de la Nao im Dunst. Festlandspanien adée.

Zum Mittagessen gibts einen Teil des feinen Rindsvoressen. Leider liegt Marina noch immer flach und ist bleich im Gesicht. 

Dann nur blaues Meer rundum, bis Formentera auftaucht dauerts noch lange, die Insel ist sehr flach. Zuerst sehen wir Ibiza. Um 19.30 Uhr nach 72 Meilen sind wir an der Westküste von Formentera, in der vom Südwind geschützen Bucht Cala Soana. Suchen einen Platz für unseren Anker mitten in den vielen anderen Schiffen die schon da sind. 

Die Skyline ist hier total anders als gestern vorn Benidorm, Natur pur. Das Wasser glasklar und leuchtend blau. 

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Formentera-Cross-Menue

Für die lange Überfahrt nach Formentera wollen wir was Feines zu essen haben und so koche ich uns einen Eintopf. 

Ich habe folgendes eingekauft: 1,1 kg Rindsragout vom 1 jährigen spanischen Rind, 5 Kartoffeln, 4 Karotten, 1/4 Kürbis, 4 Knoblauchzehen, 2 grosse Zwiebeln, 3 dl Rioja und Bouillon.

Das sollte für 2 Personen und einen Hund reichen. Zuerst 5 Fleischstücke für den Hund beiseite legen.

Dann in einer grossen Pfanne alle Zutaten zusammen 1 1/2 Std. köcheln lassen. Würzen mit dem leuchtend rotem Chilly vom Nebengraben, danke Urs. 

Das kochen ist nicht ganz einfach bei dem Schwell an der Beach von Benidorm. Der Duft nach Essen und Gewürzen weht durchs ganze Schiff, ich freue mich schon auf Morgen. Es ist jetzt schon fast 22 Uhr, draussen ist es dunkel, wir sind bereit für die Überfahrt, immer 82 Grad steuern, dann kommen wir sicher an. 

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unsere Dingi Geschichte

Wir haben bei unserem alten,orangen Metzeler Dingi in Ferragudo das Ventil abgerissen. Dann Lagos ein günstiges Occasiondingi gekauft. Wir konnten uns nicht für ein neues Entscheiden, wussten nicht welche Grösse optimal ist, welchen Boden das Dingi haben soll, welche Marke die beste ist. Doch das "Graue" passt gut zum Schiff, nach dem gründlichen putzen darf der neue Tender aufs Schiff.

Unterwegs hat plötzlich auch das "neue Quicksilver" Luft verloren. Wir haben geflickt und es hat nichts genützt. 

Wir sind rumgerannt bei sengender Sonne und haben nie ein passendes Dingi gefunden, nie war ein Exemplar ausgestellt, wir konnten nur in den Katalogen blättern. 

ABER, hier in Alicante steht ein Zodiac im Segelshop. Wir entscheiden uns das weiss/graue 2 Meter lange, 22 kg schwere Beiboot zu kaufen. 

Es ist zwar klein, aber für 2 Personen und Gioia ist genug Platz. 

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Alicante

schöner Yachthafen, Restaurants am Pier, Seglershops, und direkt am Rande der Altstadt gelegen. Was will man mehr. 

Alicante unterscheidet sich bis jetzt von den andern Städten, dass alle Restaurant in der Altstadt auf der Strasse lange Tische aufgestellt haben und die Leute draussen bedient werden, die engen Gassen haben fast immer Schatten. 

Wir finden schöne Plätze und Kirchen, Gassen und Ecken zum Verweilen. Gioia tragen wir meistens, es ist ihr zu heiss auf den Pflastersteinen. 

Diese Woche ist  jeden Abend, Mitternacht, Feuerwerk, Gioia hat keine Freude, aber es ist jedes mal viel Spektakel und Krach.

 

 

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weiter nach Alicante

wir haben genug gesehen vom Mar Menor, Hotels, schöne sanfte Sandstrände aber das Wasser ist nicht klar und kristallblau.

Ich hole schon vor 8 Uhr morgens den Anker auf, wir wollen um 10 Uhr bei der geöffneten Brücke raus aufs Meer. Marina steuert und keiner schaut in die Karten oder Handbücher, so fahren wir zwischen einer Insel und dem Festland auf eine Untiefe. Keine Seezeichen, kein Hinweis auf unserem Kartenplotter. Aber wir hängen fest! Nach vielen Versuchen mit dem Motor und Segel und "schaukeln" finden wir eine Weg runter von den Steinen. Marina hat unsern neuen Weg mit dem Blei ausgelotet. 

Danach haben wir in den Karten und Handbücher nachgesehen, im Handbuch war die Untiefe deutlich eingezeichnet, aber es steht auch, dass jedes Jahr über 20 Schiff von der Untiefe runtergeholt werden müssen. 

Wir schaffen die Brückenpassage erst um 12 Uhr, dann gehts aber mit viel Wind und Wellen Richtung Norden, 

das exakte Steuern zwingt uns im hier und jetzt zu sein. Die Gedanken schweifen noch immer zum Malheur vom frühen Morgen.

Am späteren Nachmittag entscheiden wir uns nach Santo Palo reinzusegeln, nach Alicante wären es noch mehr als 2 Std weiter.  Wir bleiben dort nur 1 Nacht. 

Am nächsten Morgen gehts mit dem Motor gegen Wind und Wellen bis war das nächste Cap umrundet haben, dann können wir Segel setzten und mit stürmischem Nordostwind der Küste entlang nach Alicante segeln. Wir sind wieder mal alleine unterwegs, traut sich kein anderes Schiff raus? Der Wind pfeifft mit 25 Knoten durch die Wanten, die Sonntagsduschen sind heute salzig !!

Wir segeln direkt in den grossen Hafen von Alicante und bergen die Segel im ruhigen Wasser hinter den hohen Hafenmauern. 

Nach der mühsamen Stunde mit dem Motor, waren die zwei Std. segeln Spass und Herausforderung. Wir bekommen den letzten Platz im Hafen, es wird Sommer alles ist ausgebucht, Glück gehabt.

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Mar Menor

Wir verlassen am 10 Uhr am Morgen Cartagena. Der Wind kommt aus Nordost und soll dann nach Osten drehen, da kommen wir mit wenig aufkreuzen weiter nach Norden. 

Es dauert dann aber doch viel länger als gedacht, wir hatten guten Wind, aber meistens von vorne. 

Beim Capo do Palo mit seinen Felsen kämpfen wir gegen Wind und Wellen, danach haben wir einen besseren Kurs und segeln zur Einfahrt ins Mar Menor. 

Das Mar Menor ist ein Binnenmeer, halb so gross wie der Bodensee, eingeschlossen, von einem breiten Dünengürtel, der mit Hotels überbaut ist. Die Einfahrt ist schmaler Kanal, dort müssen wir warten bis die Brücke aufgeht, das ist leider nur alle 2 Std.

Das Mar Menor ist nur 5 Meter tief. Wir ankern hinter einer Insel und bleiben noch eine zweite Nacht am Anker an einem Strand. 

 

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Cartagena

Wir verlassen die ruhige Ankerbucht und segeln raus auf Meer. Der Wind kommt uns entgegen, wir müssen aufkreuzen, nach 1 Std. sind wir am Cap und sehen rein in die Bucht von Cartagena. Dann sind es noch 8 Meilen und wir segeln durch die Einfahrt in den grossen Hafen, wo wir die Segeln bergen. Dann rufen wir über Funk Kanal 9 die Marina Cartagena und fragen nach einem Liegeplatz.

Wir legen uns längs an den Steg, direkt an der Promenade, nahe der Altstadt. Yan und Carolann, die wir aus Lagos kennen begrüssen uns. 

Wieder eine schöne Stadt die zu besichtigen sich lohnt. Die Häuser in der Altstadt haben alle verglaste Erker und geben der Stadt einen speziellen Charakter. Die Römer waren auch hier. Der starke Nordostwind zwingt uns 3 Tage hier zu bleiben, dann gehts am Donnerstag weiter zum Mar Menor. 

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weiter zur Traumbucht

Wir lassen Garrucha hinter uns, mal sehen wo der nächste Liegeplatz ist, je nach Wind. Der bläst aus Südost, wir segeln der Küste entlang, immer näher ans Ufer, bis wir in Aguilas "landen". Wir ankern vor dem Hafen, sicher und ruhig. Dort bleiben wir 2 Tage, weil Flaute ist. Im Zentrum gibts einen tollen Park. 

Dann gehts am Sonntag weiter, wir setzten zum ersten Mal den blauen Blister, wir segeln mit schwachem Wind Richtung Cartagena, dann sehen wir eine tolle windgeschützte Bucht. Segeln dort rein, und lassen den Anker auf 4 Meter Wassertiefe in den Sand fallen. Da unser CQR Anker sich nur schlecht eingräbt geben wir 30 Meter Kette. Das muss genügen für ein sicheres liegen.

Mit dem Dinghi ist es nicht weit ans Ufer, für einen Spaziergang mit Gioia. Am Abend schaue ich dem Match Schweiz-Frankreich in der Bar am Strand. Die Serenita schaukelt am Anker und Marina hat Ankerwache. 

Am Montagmorgen gibt es ein Bad im glasklaren Wasser, Gioia kommt auch mit. 

Dann nochmals ans Ufer zum Kaffee und Internet, und die Aussicht vom Hügel über die Bucht geniessen. 

Wir geniessen die Stunden schaukelnd am Anker, die Sicht auf das Palmengesäumte Ufer. 

Am Mittag segeln wir los, noch 14 Meilen bis Cartagena. 

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Carrucha, der sichere Hafen

Die Sonne steigt aus dem Meer und wir sind bald bereit zum Lossegeln. Anker auf und raus aus der schönen Bucht. Es hat noch nicht viel Wind am frühen Morgen, die Sonne muss erst noch aufheizen. Doch um 10 kommt der Südwestwind. Immer stärker und stärker, auf Kanal 9 haben wir die Sturmwarnung gehört. Unser Ziel ist Carrucha, 6 Std sollten wir bis dorthin benötigen. Dann steht uns auch noch ein Kriegsschiff im Weg und zwingt uns auszuweichen, gibt die Koordinaten für die Schiessübungen bekannt. Hoffentlich sind wir nicht im Zielgebiet.

Dann kommt die Stadt in Sicht, dort stellt der Wind sogar ab und wir motoren die letzten 3 Meilen. 

Carrucha ist bekannt für die feinen roten Garnelen. Das Kilo kostet 28 Euro, eine Portion im Restaurant 24 Euro.

Die Schweiz spielt unentschieden gegen Rumänien. 

Wir können uns am nächsten Morgen nicht entscheiden, ob wir weiter sollen oder noch eine Nacht im Hafen bleiben. Dann erlöst uns der Hafenkapitän von der Unentschlossenheit, die Küstenwache hat wieder Sturmwarnung rausgegeben und wir müssen die nächste Nacht im Hafen wegen dem Sturm nicht bezahlen. 

Die Holländer neben uns sind trotzdem weiter, direkt nach Caragena. Am Mittag gehts los mit der Starkwind, die Wellen und der Schwell kommen in den Hafen rein, das Schiff schüttelt an den Festmachern. Wir bringen noch mehr Leinen mit elastischen Dämpfern aus, mit den Muringleinen ziehen wir das Schiff vom Steg weg. So sicher ist der Hafen auch nicht, wir haben ein mulmiges Gefühl wenn Serenita so an den Leinen zerrt.

Abends um 8 Uhr ist der Wind weg und im Hafen wird es schnell ruhiger. 

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Puerto Genovese

Nach den drei Tagen in Almerimar sind wir der Küste entlang gesegelt. Am Abend in Roquetas de Mar geankert. Dann weiter nach Puerto Genovese. Das ist eine wunderschöne, unverbaute Bucht hinter dem Capo do Gata.  

Der Anker liegt in 3 Meter Tiefe. Wir schwimmen und geniessen die Ruhe. Nur der Schwell ist unangenehm, das Schiff schaukelt im unruhigem Wasser. 

Nach 18 Uhr gibts einen Ausflug an Land, das Dingi wird aufgepumpt, es verliert immer wieder Luft. Dann rudern wir die 150 Meter an den Strand. Das Schiff dümpelt vor dem Felsen mit dem weissen, roten und schwarzen Gestein. 

Der abgelegene Strand ist gut besucht, da eine Strasse über die Berge herführt. Die Kulisse ist wie in der Wüste, Kakteen und Agaven. Wir wandern bis ans Ende von der Bucht und geniessen den Ausblickt über die Bucht raus aufs Meer. 

Zurück auf dem Schiff senkt sich die Sonne langsam über die Berge von Andalusien. Dann kommt ein eindrücklicher Sternenhimmel zum Vorschein. Hier gibts keine störenden Lichter, nur unser Ankerlicht im Top vom Mast. 

Die Nacht ist unruhig, kein Wind aber der Schwell schütteln das Schiff, ich falle fast aus der Koje!

Am Morgen weckt uns die Sonne die direkt aus dem Wasser aufsteigt. 

 

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mit kleinen Schritten weiter

Nach den beiden stürmischen Tagen, hat der Westwind abgestellt. Wir segeln und motoren nur kurze Strecken und ankern in Herradura und Almunecar. Dann segeln wir weiter der Küste entlang und ankern bei der Felswand von Calahonda. Meistens sind die Nächte unruhig, da wir nie in einer geschützen Bucht sind, wir sind also immer dem Schwell ausgesetzt. Meistens gibt es ab Mittag etwas Wind, der bringt uns bis nach Adra. 

Dort bleiben wir eine Nacht am Anker am Strand, Adra scheint nicht touristisch zu sein, darum sind die Steak so riesig. Ich hab eines gekauft, 1,2 kg hat der Metzger auf die Waage gelegt. War super abgehangen und gut gelagert. 

Der nächste Schlag geht bis nach Almerimar, dort ankern wir am Abend vor dem Hafen. Wieder unruhig die lange Nacht. 

Am Morgen sitzen wir im dichten Nebel, sehen kaum 50 Meter. Wir warten und hoffen, dass kein Fischerboot vorbeifährt. Das Nebelhorn liegt für den Notfall bereit. Um 9.30 Uhr wagen wir die Fahrt in den nahen Hafen. 

Nur auf dem Kartenplotter (Bildschirm mit Karte) sehen wir unser Fahrt zum Hafen, so kommen wir langsam und sicher in den riesigen Hafen von Almerimar. Einer Retortenstadt, Hafen, Golfresort und rundherum 100erte von Appartements. 

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Rock and Roll, im Wind

Fuengirola, eine Stadt mit vielen Hotels und schönen langen Stränden, heute ist gerade Harley-Davidson Treffen. Rock-and-Roll is back.  Doch wir wollen den Westwind nutzen um weiter Richtung Almeria zu segeln.

Unser Zielhafen für heute ist Torre de Mar, La Caleta de Velez, nur ca. 20 Meilen. 

Heute sind wir nicht alleine unterwegs, es ist Samstag und einige Schiffe segeln Richtung Malaga. Doch draussen vor Malaga wird der Wind stärker, die anderen Segler sind verschwunden, wir rauschen dahin, Windstärke 8 über 35 Knoten Wind. Rock-and-Roll mit Wind und Wellen. Die Wellen kommen direkt von hinten, oft befürchten wir die Wellen überspühlen das Schiff, doch sie rauschen unten durch, wir müssen aufpassen, das das Schiff nicht querschlägt. Ein bisschen mulmig ist es schon, da die Wellen direkt von hinten kommen. Die Wellen sind sicher 4 Meter hoch, doch die Serenità bleibt auf Kurs und wir fühlen uns sicher. 

Dann sind wir vor Velez, doch wieder die Entscheidung weiter zu segeln, da die Wellen direkt auf den Hafen zulaufen. Nochmals 15 Meilen weiter bis nach Marina del Este, La Mona. Dort sind wir sicher hinter den Felsen in einem kleinen Luxushafen. Eduro 45.-- pro Nacht !!   

Wir sind froh, ruhig schlafen zu können und bleiben eine Nacht an den idyllischen Ort und es ist schon spät am Abend. 

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mit Sturm über die Strasse

Wir machen die letzten Einkäufe im Gemüse- und Fischmarkt von Ceuta. Dann legen wir um 10.30 Uhr ab. Beim Rausfahren setzen wir das Grosssegel und machen das erste Reff (verkleinern das Segel) rein. Kaum aus dem Hafen, sind wir schon im Starkwind der durch die Strasse von Gibraltar bläst. Ab geht die Post... der Wind kommt ideal von der Seite, wir rauschen durch die Wellen. Das Wasser schäumt, es bläst mit über 30 Knoten, Windstärke 7 in den Böen bis 8. Wir legen vorsorglich mal die Schwimmwesten an. Die Strasse von Gibraltar ist wie eine Düse, hier wird der Wind kanalisiert und verstärkt.

Die Tanker, die hier auf ihren vorgeschriebenen Wasserstrassen fahren müssen kommen uns nur 2 mal in die Quere und wir weichen aus. Dann kommen wir der spanische Küste näher, der Felsen von Gibraltar ist noch lange über das Heck sichtbar. Wir wollen in der Nähe von Marbella, in einen kleinen Hafen, doch die Wellen und der auflandige Wind sind zu stark, das scheint mir zu gefährlich, also segeln wir nochmals 3 Std weiter bis Fuengirola. Dort gibts einen sicheren Hafen mit grosser Einfahrt. Wir sind um 20 Uhr am Steg, der Hafenmeister bestaunt unser vom Wind und Welle zerzausten, wilden Haare. 

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Ceuta, spanische Enklave

Nun ist genug Afrika, wir sind schon einige Tage hier, haben viele Eindrücke von Marocco erhalten. Rick und Joffrey mit ihren Schiffen wollen bis zum einsetzenden Westwind hier warten, wir beschliessen nach Ceuta zu segeln/motoren um was Neues zu sehen. 

Also Abmeldungsprozedere im Hafen, Hafenbüro, Polizei, Zollbehörde, die sind zum Glück alle Tür an Tür. Dann legen wir ab und motoren nordwärts. Nach 3 Std sind wir in Ceuta mitten in der grossen Stadt. Kulturschock !!!!

Lautes Spanien, viele Menschen auf den Strassen, spielende, lärmende Kinder, laute Spanier in den Kaffees und Bars. Die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten, Stadtmauern, Parks und eine Fussgängerzone zum Zollfrei einkaufen. 

Wir bleiben nur eine Nacht dann soll es mit dem angekündeten Westwind über die Strasse von Gibraltar der spanischen Küste weiter nach Osten gehen. 

 

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Chefchauoen, die blaue Stadt

Zusammen mit Rick, July und Belinda und Joffrey, fahren wir heute nach Chefchaouen. Wir nehmen ein Taxi das kostet für uns alle 36 Euro. So sind wir schnell in 1 1/2 Std. dort. Mit dem Bus müssten wir 2x Umsteigen.

Chefchaouen liegt am Rande des Rif Gebirges auf ca. 600 Meter Höhe. Wir staunen über die blauen Häuser und Strassen. Ein wunderschöne Medina/Altstadt, mit viel Teppich- und Kunsthandwerkhändler. Mittagessen gibts auf einer Terrasse mit Blick auf die roten Mauern der Kasbah. (Befestigungsanlage) Natürlich gibts wieder einen Besuch beimTeppichhändler. Danach schlendern wir alleine durch die gepflegte Medina, trinken einen Kaffee und eine Cola am Plaza Uta el-Hammam. Das ist der Hauptplatz, hier gibts immer was zu sehen und zu bewundern. 

Die Cola soll gehen Montezumas Rache helfen, die mich seit gestern plagt. 

Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Marina Smir, der Bus ist vollbesetzt, mein Sitz defekt also unbequem und es ist 30 Grad heiss. In Tetouan müssen wir umsteigen, dann sind wir 30 Min. später in Marina Smir. Rick und die andern bleiben eine Nacht in Chefchaouen, in einen wunderschönen Hotel mitten in der Altstadt. 

 

 

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Schiffsalltag

Heute Montag war für uns ein Ruhetag in der Marina Smir. Die letzten beiden Tage waren wir unterwegs, heute bleiben wir auf dem Schiff und warten auf die Zollbehörde die uns eine Bescheinigung ausstellt, dass wir amtlich belegen können ausserhalb der EU zu sein. Da die Behörden hier  nicht so schnell arbeiten dauert das bis ich den Stempel auf den Papier habe. Der Zoll ist zwar nur 30 Meter vom Schiff entfernt, aber die vielen Beamten sind dauernd mit dem Handy oder mit rumsitzen beschäftig. 

Das warten nütze ich für das Reinigen der Winschen. Auf die beiden Winschen muss ich mich verlassen können, die müssen immer gut geschmiert sein mit speziellem Winschenfett. Dann werden die Winschen wieder mit einem Schutz den Marina genäht hat zugedeckt, so sind sie gegen Sand und salzigen Wind geschützt. 

Am Nachmittag ist es dann auch mit dem Stempel soweit, wir haben vom Zoll die Erlaubnis 2 Monate zu bleiben. Wir brauchen das Papier aber nur für die EU-Behörden, falls wir kontrolliert werden. Als CH Schiff dürfen wir nur 18 Monate in der EU sein. 

Zur Abkühlung gehts danach zum nahen Sandstrand, zum Schwimmen im glasklaren, tiefblauen Wasser. Gioia geniesst das Springen im Sand, sie rast dem Strand entlang bis sie total erschöpft ist. 

So sind am Abend alle zufrieden. Auch die Zöllner, die heute sogar eine Aufgabe hatten. 

 

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Ausflug nach Tetouan

Heute Samstag wollen wir in die grössere Stadt Tetouan. Uns interessiert den Markt/ Suk, und die Medina/ Altstadt, die ist unter UNESCO Schutz. Mit dem Bus, der an der Hauptstrasse hinter dem Hafen vorbeifährt, kommen wir direkt ins Zentrum der Stadt. Gioia kann problemlos mitfahren. 

Kaum in der Stadt haben wir schon einen Führer an der Hand. Er weiss viel zu erzählen und führt uns durch die Marktgassen zum Königspalast und den Place Hassan II. Dort gibts in einer Teestube die versteckt in der 1. Etage liegt süssen Peffermünztee. Wir haben tolle Sicht auf den Palast und sind erstaunt wie der Tee mit Holzkohle zubereitet wird. 

Dann erkunden wir den Gemüsemarkt, den Handwerkermarkt, das ehemalige Judenviertel und den christlichen Stadtteil den die Andalusier während der spanischen Besetzung gebaut haben. Mohammed führt uns zu einem andalusischen Haus, 200 Jahr alt. Im riesigen Haus wohnt eine Berber Teppichhändlerfamilie. Hier können wir rauf auf das Dach und die Aussicht über die Stadt bestaunen. Erfolgreich lehnen wir die Angebote zum Teppichkauf ab. 

Nach dem Mittagessen schlendern wir alleine durch die Gassen, dann gehts mit dem Bus Nr.35 wieder zurück nach Marina Smir. 

Um 19.45 ist Anpfiff um Champions Liga Final. Die Plätze vor dem grossen Bildschirm sind gut belegt, alle sind Fan von Atletico Madrid und darum nach dem letzten Elfmeter etwas niedergeschlagen. 

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rüber nach Afrika

Wir haben so vieles gesehen und erledigt in La Linea, nun kann es wieder weiter gehen auf unserer Reise. 

Marokko war schon lange verlockend, wir waren aber nie sicher ob wir das wagen sollen. Doch nun ist entschieden die Gastlandflagge ist gekauft, wir legen ab. Freitagmorgen 9 Uhr. 

Zuerst hissen wir aber die englische Flagge, wir legen in Gibraltar zum Tanken an. Wir haben die beiden Tanks leergefahren, nach dem letzten Auftanken in Niederlande. Nach fast 1 Std. Wartezeit an der Tankstelle, füllen wir 318 l in die Tanks, das kostet uns 117 Euro. unglaublich günstig. 37 Cents pro Liter. Wir sind da nur die kleinen Fische, das Motorboot nebenan tankt ca. 3-4 tausend Liter. Der Tankwart erzählt uns von einer Motoryacht aus Gibraltar die tankt 1,5 Millionen Liter !!!!! 

Nun kanns los gehen über die Strasse von Gibraltar rüber nach Afrika. 

Sobald wir die Bucht von Gibraltar verlassen frischt der Wind auf, der Westwind bläst durch die Strasse und wir queren die weissen Schaumkronen mit vollen Segeln. Die Gischt am Bug macht wahre Freude. Nach 2 Std. sind wir schon vor Ceuta der spanischen Enklave. Über die Berge von Marokko kommt der Wind noch stärker wir verkleinern die Segel und rauschen Richtung Smir. Zwei-, drei Mal muss ich mich ducken, die salzige Welle spritzt über das Schiff. Vor der Marina Smir bergen wir bei Starkwind die Segel und fahren rein in den Hafen. 

Wir sind auf das Prozedere beim Anmelden gespannt. Wir legen bei heftigen Wind beim Hafenbüro an. Dann ist es so bürokratisch wie in Spanien. Dann noch zur Polizei/Zoll für den Stempel und schon ist alles erledigt. 

Wir bleiben beim Waiting-Pontoon liegen, keine Lust auf weitere Manöver bei dem starken Wind. 

Es ist erst 15 Uhr, wir haben die 28 Seemeilen in 5 Std gesegelt, so haben wir noch genug Zeit in die nahe Stadt M'Diq zu fahren. Wir schmeissen uns direkt rein in die Gassen der Stadt. Marokko ist arabisch, islamisch wir fühlen uns aber sicher und willkommen, so geniessen das Abendessen in den Gassen der Stadt. Mit dem Sammeltaxi gehts zurück zum Hafen. Dort liegt die Serenità in der Marina im rosa Abendlicht. 

 

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Gibraltar

Wir liegen mit der Serenità unter dem Felsen von Gibraltar hinter der Landepiste in La Linea. Zu Fuss sind es 20 Minuten, bis zum Stadtrand von Gibraltar. Wir sind jeden Tag drüben, es gibt viel zu sehen und zu entdecken.

Am Montag gehen wir zu Fuss los, über die Landebahn rein in die Mainstreet mit den vielen Shops, wir sehen die historischen Gebäude, weiter gehts bis zum Botanischen Garten. Wir finden eine Mac-Shop für unsere ungeklärten Fragen und einen Bikeshop der mein Brompton-Klapprad wieder flickt. Super. Neue Pedale, neue Kette und neuen Zahnkranz für 60 Euro. 

So können wir am Mittwoch Gibraltar mit dem Velo erkunden. Gioia muss das Schiff bewachen. Wir strampeln durch die Gassen und Tunnels bis es nicht mehr weiter geht. Wir sind am Europa-Point angelangt und haben freie Sicht über die Strasse von Gibraltar nach Afrika. Nun schieben wir die Velos auf den höchsten Berg, wir wollen die Affen sehen, die Aussicht geniessen und einen Blick ins Mittelmeer werfen. Bei der Hitze echt anstrengend, es ist so steil, dass wir nachher die Räder sogar runter schieben müssen. Die Sicht ist herrlich, wir sehen weit unten im Hafen unser Schiff. Die frechen Affen sind auch oben auf dem Berg, wir müssen aufpassen, dass sie uns nichts klauen. Am Abend sind wir todmüde und Gioia freut sich riesig, dass wir wieder da sind.

Gibraltar lohnt sich zum Einkaufen, so verlassen wir den speziellen Ort mit vielen neuen Errungenschaften: 

Epifanes (Holz- Lack für das Schiff) Cognac und Whiskey für die Schiffsbar, ein neues Objektiv für die Nikon und ein paar Schäkel für Serenità. Alles Zollfrei. 

Gibraltar mit den vielen Shops, Schmuck, Uhren und Kleidern ist so ganz anders als das einfache Leben im spanischen La Linea. 

 

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durch die Meerenge von Gibraltar

Den guten Wind der nur heute Sonntag aus Westen bläst, nützen ca, 6 Yachten um nach Gibraltar zu segeln. Doch die Meinungen über die genaue Zeit für das lossegeln sind grundverschieden. Wir berechnen, dass wir um 11 Uhr lossegeln sollen, doch die Crew von "Yohanna" starten schon um 9 Uhr. Die Franzosen auch! Der Deutsche mit dem Kat will erst um 13 Uhr los. Wir ändern unsere Meinung nicht, 11 Uhr , so sollten wir immer etwas Strom von hinten haben und der Wind wird auch zunehmen am Nachmittag. 

Sonntagmorgen -  "Yohanna" geht, die Franzosen gehen. 

Schlussendlich starten wir schon um 10.15, wir können es wohl kaum erwarten ins Mittelmeer zu kommen. 

Der Wind meint es gut mit uns, doch die Strömung ist bis nach Tarifa, dem südlichsten Festland Punkt von Europa, immer etwas gegen uns. Sind wir zu früh los? Von weitem schon erkennen wir durch den Dunst die Berge von Afrika. Ein spezieller Moment. Vielleicht wollen wir ja noch dorthin!?

Kaum haben wir in Tarifa den Leuchtturm gerundet, dreht der Wind noch mehr auf, wir bergen das Grosssegel und segeln nur noch mit der Genua. Nun haben wir die Strömung mit uns und der Wind steigert sich auf Sturmstärke. Wir rauschen mit 8 Knoten Richtung Gibraltar. Dann sehen wir den "Felsen", eindrücklich und mächtig, wir staunen. 

Dort in der riesigen Bucht mit all den vielen Tankern und Fähren wird es ungemütlich, der starke Wind und sehr viele Wellen aus allen Richtungen zwingen uns den Motor zu starten. Der Wind stellt sogar kurze Zeit ab in der geschützen Bucht. Wir steuern den Hafen von La Linea an, dort ist ein neuer Hafen direkt hinter der Landebahn von Gibraltar.

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auf nach Barbate

Wir verlassen Rota, das uns sehr gefallen hat. Der Hafen war ruhig, kein Lärm nur der Wind und die Rufe von den Möven. 

Mit wenig Wind, der aber immer stärker wird segeln wir der Küste entlang nach Südosten. Unser nächster Stopp ist in Barbate das sind wieder fast 40 Meilen also ca. 8 Std. unterwegs sein.

Wir segeln nahe der Küste, Sonnenschein, blaues Meer, raumen Wind, was will das Seglerherz noch mehr? Wir segeln ganz nah am berühmten Kap von Trafalgar vorbei, da war die grosse Seeschlacht zwischen den Spaniern und den siegreichen Engländer. Wir kämpfen nur mit der Strömung, rund Trafalgar ist das Meer wie eine Fluss und es ist nur 6 m tief. Wir gewinnen auch, gegen die etwas unheimliche Brandung. (Das ist sogar auf dem Foto zu erkennen) Dann gehts den Klippen entlang nach Barbate. Das Thunfischnetz weist uns den Weg zum Hafen.

Barbate ist uns unbekannt wir haben noch nicht viel davon gehört, viele Segler warten hier gutes Wetter für die Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar ab. 

Wir kommen am frühen Abend im Hafen an, da ist nicht viel los, der Hafen riesig aber er ist fast leer. Wir treffen die Crew von "Yohanna", Sören und Vib. Die sind kurz vor uns eingelaufen, die waren mit uns in der Werft in Lagos.

Erst am nächsten Morgen spazieren wir ins Dorf, es ist ein langer Marsch rund um den riesigen Hafen. Barbate ist ein echter spanischer Ort, fast keine Touristen, keine Hotels, aber berühmt für den Tunfischfang und die Verarbeitung von Tunfisch. In der Markthalle wird der Tunfisch in vielen Qualitäten angeboten. 

Wir lassen uns im Fischer Club verschieden Thunfischsorten auftischen. 

Am Samstag besuchen wir eine Fabrik die Thunfisch verarbeitet, zB. in Dosen verpackt, oder Thunfisch geräuchert, oder gesalzen oder frisch verschickt. War sehr interessant, ein ausgewachsener Thunfisch ist ca. 8 Jahre alt und bis 400 kg schwer. Die Spezialität ist roter Thun der wird in grossen Netzen vor Barbate gefangen.

Am Sonntag soll der Wind auf West drehen, dann wollen wir die Reise nach Gibraltar starten.

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Besuch in Cadiz

Auf der anderen Seite der grossen Bucht können wir Cadiz von weitem sehen. 

Vom Yachthafen in Rota fährt eine kleine Fähre in 35 Minuten ins Zentrum von Cadiz. Wir wollen die Stadt auf der riesigen Landzunge besuchen.

Kaum auf dem Schiff und losgefahren, kommt der Capitain und belehrt uns in scharfem Ton, dass Hunde auf der Fähre nicht erlaubt sind. Gioia kam etwas versteckt in der Tasche aufs Schiff. Er hat Gioia wohl auf der Überwachungskamera entdeckt. Zurück müssen wir einen anderen Weg finden. Der hat sicher ein wachsames Auge auf uns.

Wieder einmal sehen wir die Queen Elisabeth, die lag in Kopenhagen nur 100 Meter von uns entfernt. Zu Fuss gehts durch die Gassen der Altstadt, die Hitze macht das Erkunden anstrengend.

Cadiz ist eine andalusische Stadt mit flair. Enge Gassen und grosszügige Pärke umschlungen vom Meer. 

Zurück schmuggeln wir Gioia in den Bus. Wieder in Rota gibts einen Feierabend Apero an der Promenade oberhalb von "unserem" Hafen. 

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im beschaulichen Rota

Wir liegen im ruhigen Hafen von Rota, mit Blick auf die Zitadelle und den Leuchtturm. Rota gefällt uns, eine schöne Altstadt mit engen Gassen und Plätzen mit Palmen, eine Markthalle und einen grossen, langen Strand. 

Wir bleiben einige Tage, weil es uns so gut gefällt und bis das Wetter für die Weiterfahrt stimmt. 

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Guadiana und weiter nach Osten

Mit dem ablaufenden Wasser verlassen wir Alcoutim. Es regnet, wir haben die entsprechenden Klamotten an. Nach ca. 4 Std. und 32 Km, sind wir zurück in Ayamonte bei der Mündung des Guadiana. 

Nach einem Ruhetag wollen wir am Donnerstag weiter, das Wetter ist noch regnerisch und es bläst kräftig aus Westen. Draussen in der Flussmündung sehen wir hohe Wellen der Wind drückt das Wasser gegen den auslaufenden Fluss. Unmöglich da durchzufahren, wir drehen ab, zurück in den sicheren Hafen, der Wind weht mit 30 Knoten. (fast 60 Km/h) 

Wir bleiben noch 2 Tage in Ayamote bis das Wetter sich stabilisiert hat und segeln am Sonntag mit schönem Wind und Sonnenschein bis Mazagon. Bleiben eine Nacht dann gehts weiter, wieder mit Rückenwind, 42 Meilen bis nach Rota in der Bucht von Cadiz. 

 

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Ausflug nach Mertola

Wir bleiben einige Tage in Alcoutim, es ist so schön ruhig hier und wir haben das Glück mit 2 anderen Schiffen am Steg zu liegen. Alle anderen Schiffe sind am Anker. 

Wir lassen uns im Restaurant "Riverside" jeden Abend verwöhnen. Das Menü für Euro 7.50 inkl. Salat, Bier Kaffee und Dessert, portugiesische Küche von einem Deutschen geleitet. Von der Terrasse hat man den besten Ausblick über den Fluss auf den spanischen Ort Sanlucar. 

Am Montag machen wir mit dem Bus einen Ausflug nach Mertola. Die Reise dauert ca. 1 Std, dann sind wir ca. 20 km weiter oben am Guadiana. Früher sind die Schiffe mit ihren Handelswaren bis nach Mertola raufgefahren. Mit dem Segelschiff ist das ein gefährliches Unterfangen, vielleicht bei Flut? 

Wir geniessen die Aussicht aus dem Busfenster karge Landschaft, steppenartig trocken. 

Mertola ist eine antike Stadt, oben auf dem Hügel trohnt eine riesige Burg. Uns gefällt die Stadt hoch über dem schmalen Fluss gelegen. 

Nach 4 Std. fährt der Bus wieder zurück nach Alcoutim. Da heisst es das Schiff aufräumen, wir wollen am Dienstag wieder zurück nach Ayamonte und Abschied nehmen von Les und seinem Hund Bob. 

 

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Guerreiros do Rio nach Alcoutim

Nach einem Apero und nach der feinen Pizza auf der Serenità, verbringen wir zusammmen mit Les und Maria einen gemütlichen Abend in der "Bar do Rio". Wir schauen Fussball "Champions Liga" zusammen mit den einheimischen Portugiesen. 

Am nächsten Morgen erkunden wir den kleinen Weiler, der Ort scheint verlassen nur die Ziegen überfallen das Dorf und fressen aus den Gärten und von den Sträuchern.  Wir warten bis die Flut einsetzt und das Wasser Richtung Alcoutim strömt. Dann legen wir ab und treiben wieder ruhig durch das Tal. Von weitem sehen wir die Festung von Sanlucar, jetzt kann es nicht mehr weit sein, noch einige Flussbiegungen, dann sind wir in Alcoutim. Die beiden Orte liegen an dem Ufer des Guadiana, Alcoutim in Portugal - Sanlucar in Spanien. 

Wir haben Glück am Steg sind 2 Plätze frei, so liegen wir gut angebunden vor dem schönen Ort.

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Ayamonte

Von Culatra segeln wir gegen Mittag los. So haben wir auslaufendes Wasser bei der Ausfahrt zwischen den Inseln. Es kommt noch ein zweites Schiff mit nach Ayamonte es ist Les, der in Lagos mit uns am Pontoon C überwinterte.

Draussen auf dem Meer können wir schon bald die Segel setzten und dann gehts mir achterlichem (Rücken-) Wind nach Osten. Wir haben berechnet, dass wir nach ca. 5 Std. bei einlaufendem Wasser durch die Flussmündung des Guadiana fahren. Sicherheitshalber bergen wir die Segel und fahren mit dem Motor durch die enge Einfahrt, dann setzen wir wieder die Segel und segeln bis zum Hafen von Ayamonte. 

Das ist eine antike Kleinstadt, mit viel spanischem Flair. Die Strassen sind belebt, Restaurants die sich am Abend bis auf den letzten Platz füllen, es ist 1. Mai die Spanier haben frei, da es Sonntag ist, machen sie am Montag 2. Mai auch frei.... na ja. 

Wir füllen unsere Vorratskammer am 3. Mai auf, dann gehts weiter den Fluss hinauf, bis zu einem Steg vom Golf Resort. Da sind wir mitten in der Natur. 

Am nächsten Tag gehts trotz Regenwetter weiter bis nach Guerreiro do Rio. Die Flut schiebt das Wasser den Fluss rauf und wir treiben mit, der Wind hilft ein wenig, wir geniessen die Sicht auf die Hügel und die schöne Landschaft. 

 

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Die Fahrzeuge von Culatra

Culatra ist autofrei. Nur im Fischerhafen hat es einige alte Traktoren für den Transport der Netze und der Nestle Glacebox. Es gibt keine Strassen, nur schmale Wege durch das kleine beschauliche Dorf.  

Alle im Dorf besitzen aber sicher ein Motorboot, zum Fischen oder um die Lagune nach Olhao oder nach Faro zu überqueren. 

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Winterquartier in der Schweiz

 

Am 16. Dezember fliegen wir von Catania nach Mailand, mit Alitalia. Gioia darf nur mit sicheren Gesellschaften fliegen, keine Billigflieger!!!! Dort mieten wir einen kleinen Panda und besuchen Marinas Vater in Sarnico und ihre Verwandten in Palazzolo. 

Weihnachten feiern wir in der Schweiz in Böttstein bei Gloria und Familie. 

Am 26. Dezember ist die grosse Reifler-Familienweihnachtsfeier im Bad Horn.

Den Jahreswechsel zelebrieren wir am Bodensee, Andreas machte ein Feuer am Ufer, dort im Nebel direkt am See, knallen um Mitternacht die Korken. 

Wir besuchen Freunde und Verwandte, werden fast jeden Abend zum Essen eingeladen und bleiben oft über Nacht im Gästezimmer. Wir geniessen die Gastfreundschaft und erzählen von unserem Abenteuer und erfahren was bei unseren Freunden neues passiert ist. 

Die klirrende Kälte sind wir nicht mehr gewohnt, der Schneefall macht uns Sorgen, da wir mit Sommerpneus unterwegs sind. Doch die Spaziergänge in Schocherswil und rund um den Eselschwanz sind in der verschneiten Landschaft und im Raureif ein spezielles Erlebnis. Es entsteht eine tolle Stimmung, wenn die Sonne durch die weissen Bäume scheint. 

Jetzt sind wir für einige Tage in Palazzolo, morgen Mittwoch 11. Januar ist die Gerichtsverhandlung bei der Vormundschaftsbehörde. Nach dem sicher positiven Bescheid fahren wir zurück in die Schweiz. 

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Editorial

Ein bisschen Mut braucht es schon, den tollen Job zu künden, das Haus zu vermieten, ein Schiff zu kaufen, zu heiraten, den Alltag zu verlassen. Das alles haben wir im April 2015 gemacht. Das Abenteuer war zu verlockend. Wir lösen die Leinen in Gelting an der Ostsee und unsere Hallberg-Rassy 36 startet mit uns die grosse Reise. Keine exakten Pläne, der Wind bestimmt das Tempo und die Richtung.

Wir geniessen die Freiheit bei zu viel Wind oder Gegenwind im Hafen zu bleiben, wir geniessen die ruhige Fahrt durch die blauen Wellen, wir geniessen das Ankommen im sicheren Hafen nach einer stürmischen Fahrt, wir geniessen die Gemeinschaft der Seeleute.

Unser Ziel ist das einfache Leben auf kleinem Raum, umgeben von der Natur, das spühren der Elemente. Unser Ziel ist die Reise, das entdecken neuer Länder und Menschen, unser Ziel ist ein neuer Lebensrhytmus. Das alles sind wir am Erleben.

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Ausflug ins Tal der Tempel

Nur eine Stunde Busfahrt von Licata entfernt liegt Agrigento, wir wollen zu den griechischen Tempeln der antiken Stadt Akragas, die wurde 581 v. Chr. am vorteilhaftesten Punkt der sizilianischen Mittelmeerküste gebaut und liegt am Fusse von Agrigento.

Wir sehen die Tempel schon von Weitem aus dem Busfenster. Doch aus der Nähe sind die Überreste aus diesem “Goldenen Zeitalter” noch eindrücklicher. In der Stadt lebten mehr als 300’000 Leute und die Stadtmauer war 12 Kilometer lang. Der Olympiasieger im Wettkampf Viergespann wurde in Akragas mit 300 von Schimmel gezogenen Wagen empfangen.! In der Stadt lebten Mediziner, Philosophen, Tyrannen aber auch die Demokratie wurde von Empedokles eingeführt. 

Wir staunen über die Größe der Tempel, über die Mächtigkeit der einzelnen Steinblöcke. Ganz im Osten sehen wir vor uns den fast intakten Concordia Tempel, einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Er dient auch als Logo für die UNESCO. 

Wir verbringen viele Stunden in dem Park, und wir werden sicher wieder zurück kommen. 

Mit dem Bus gehts dann bequem zurück nach Licata. 

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Alltag in Licata

Wir sind eine kleine Gemeinschaft von Seglern die hier überwintern. Franzosen, Holländer, Finnen, Dänen und Schweden, Deutsche, Amerikaner und Australier und Engländer. Wir haben einige Aktivitäten die wir zusammen unternehmen. Filmabend, BBQ und zweimal in der Woche geselliges Beisammensein. Da gibts wertvolle Tipps von Licatakennern. 

Heute Sonntag ist die Wiedereröffnung der Bahnstrecke in Licata, ein Sonderzug fährt nach Modica zum Schokoladenfest. Wir hatten keine Tickets, die waren in wenigen Stunden ausverkauft, so waren wir schon um 8.30 beim Bahnhof, da einige Wagen extra angehängt wurden und wir darum auf ein Mitfahren hofften. Der Zug sollte um 9.30 eintreffen doch dann wurde uns mitgeteilt, dass er 50 Minuten Verspätung hat. Aus den 50 Min. wurden dann 100 Minuten, da war unsere Geduld genug strapaziert und wir haben kurz vor 11 Uhr unseren Plan B verwirklicht. Wir sind zurück zum Hafen zum sonntäglichen Grill. Eine echte Blamage, Wiedereröffnung mit einer Lokomotive die nicht funktioniert. “Bella Italia”!!! Der Zug ist erst um 12.30 in Licata eingetroffen und erst ca. 16 Uhr in Modica angekommen, also kurz vor Sonnenuntergang! 

Wir haben in Licata gute Handwerker und viele kleine Geschäfte, eine Eisenwarenhandlung, Sanitärgeschäft, Elektriker und Bootsshops und eine Werft. Am Samstag war ein Segelmacher hier und hat unser Grosssegel ausgemessen. Mal sehen wie die Offerte ausschaut. 

Vor unserer Reise in die Schweiz sind noch einige Arbeiten auf unserer Liste, wenn wir fleissig sind haben wir bis zum Abflug am 16. Dezember alles erledigt und können den Heimurlaub geniessen. 

Als letztes werden wir den Stecker von unserem Weihnachtsstern ziehen.

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Licata, echt sizilianisch

Mit den Mietauto waren wir einen Tag unterwegs und haben uns den Hafen von Marina Ragusa angeschaut. Wir haben hin und her überlegt,Vorteile und Nachteile aufgelistet, dann noch mit dem Preis verhandelt, danach haben wir uns für Licata entschieden.

Hier sind wir nahe der Stadt, es gibt eine Werft und einen Shippershop und die Segler unternehmen vieles miteinander. In Ragusa leben mehr Leute auf den Schiffen und es soll mehr Aktivitäten geben. 

Hier in Licata ist jeden Sonntag BBQ bei der grossen Feuerstelle. Nächste Woche gehen wir zusammen in eine Weinkellerei und am nächsten Sonntag geht es mit dem Oldtimerzug nach Modica. 

Wir haben schon viel entdeckt im Stadtzentrum von Licata. Die Häuser sind alle “baufällig” die Gassen oft dunkel und schmal, auf den Plätzen und in den Strassenkaffees treffen sich die Männer, frische Früchte, Fisch und Gemüse wird an der Strasse verkauft, die Leute haben Zeit zum Diskutieren und Flanieren, Arbeit gibts fast keine hier, die jungen Leute zieht es nach Norditalien oder nach Deutschland. Doch die Stadt hat Flair, sie lebt und wir sind mitten drin.

Licata war die erste Stadt Italiens die von den Amerikanern von Mussolinis Faschistentruppen befreit wurde. 

Am Corso Emanuele mitten in einer Häuserzeile ist das Theater, wir beide waren eingeladen bei der Oper “Madame Butterfly”. War ein grosses Erlebnis, über 40 Sänger und Sängerinnen aus Japan im Vorprogramm, überraschend wunderbare Stimmen der Opernsänger und von Madame Butterfly. 

Schöne Strände am Stadtrand, und einen einmaligen Friedhof oberhalb der Stadt. 

Es gibt vieles zu sehen, hab mir heute ein Bike gekauft, für Ausfahrten an den Horizont. Uns wird bestimmt nicht langweilig hier.

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nach Licata

Die unruhige Nacht in San Leone geht endlich mit den Tagesanbruch zu Ende. Der Schwell hat nicht nur uns, sondern auch Gioia wach gehalten, sie ist immer wieder über uns gelaufen und hat uns geweckt. Doch nun rasch einen Kaffee dann gehts weiter. Wir legen ab, und "schleichen" uns aus dem Hafen, (Gratisübernachtung!) 

Es sind noch 2o Meilen bis Licata. Wir segeln der Küste entlang, wie jeden Morgen mit Ostwind. Uns gefällt die Landschaft, hügelig und bewachsen mit Olivenbäumen und Weinreben. Immer wieder eine kleine Ortschaft. Kleine Strände, Kreidefelsen, einsame Buchten, dann kommen wir um die Landzuge und sehen vor uns den Leuchtturm vom Licata und oberhalb der Stadt die Burg und den einzigartigen Friedhof mit den vielen grossen Mausoleen.

Sind wir nun im Winterquartier angekommen? Was erwartet uns, viele nette Seeleute und gute Versorgungsmöglichkeiten für Crew und Schiff? 

Wir werden es entdecken, wir haben ja jetzt Zeit. 

Wir haben viel erlebt auf den 2'621 Seemeilen zwischen Lagos und Licata. Das Beste ist: wir sind beide gesund und das Schiff ist sicher festgemacht. 

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Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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weiter nach Mazara del Vallo

Heute ist nicht mehr so starker Südostwind gemeldet, wir verlassen Marsala mit vollem Weinkeller und können den ersten Teil der Strecke segeln. Der Wind frischt auf wir reffen das Gross und die Genua.  

Wir haben nur bis um 11 Uhr Wind zum Segeln, danach dreht der Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen, leider gehts nun gegen den Wind und Wellen und wir kommen nicht schnell voran. Erst um 13.30 sind wir in Mazara del Vallo, einer Hafenstadt an einer Flussmündung. Also verspätetes Mittagessen nach den 15 Meilen durch die Wellen.

Hier in Mazara liegt die grösste Fischkutterflotte Italiens. Viele der Fischtrawler fahren an die fischreiche afrikanische Küste, zu den tunesischen Gewässern oder nach Libyen zum Wildern, dort riskieren sie Gefängnisstrafen, die tunesischen Gefängnisse sollen besser sein!

Die Altstadt von Mazara erinnert an eine nordafrikanische Kasbah, die engen verwinkelten Gassen sind gesäumt von Barockgebäuden und Bauwerken aus dem Normannenzeitalter. In diesem Teil der Stadt leben vor allem Tunesier. 

Riesig scheint die Piazza della Repubblica, wenn man aus den engen Gassen auf den grossen Platz tritt, prächtigen Palazzi und der Dom umrahmen den Platz.

Das Nachtessen gibt's in einem tunesischen Restaurant, danach gehts im Dunkeln zurück zum Schiff.  

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Die Salzlagunen von Marsala

Die kleine Altstadt von Marsala ist schnell entdeckt und besichtigt. Darum haben wir heute die Velos rausgenommen und wollen zu den Salzlagunen fahren.

Los gehts, alles möglichst dem Meer entlang Richtung Trapani, zwischen Marsala und Trapani ist das Meer sehr flach, zu einer vorgelagerten Insel kann man mit dem Fuhrwerk sogar auf einer Unterwasserstrasse fahren. 

Bei einem Touristen Info Center halten wir an, fragen nach dem Weg zum Salzmuseum und werden gleich hier von einem netten Herrn über alles was mit der Salzgewinnung zu tun hat informiert. Zum Glück, denn das Museum war geschlossen, Winterbetrieb! 

Wir fahren den Lagunen entlang, sehen Flamingos und Eisvögel. Schauen uns die Windmühlen, die das Wasser vom Meer in die flachen Salzgewinnungsbecken gepumt haben, aus der Nähe an. Kaufen bei einem interessanten Mann mit den 100 Berufen, er möchte ja hier überleben, einen Glücksbringer. Dann gehts wieder zurück in die Stadt, nun mit Gegenwind. 

Am Freitag wollen wir wegen dem Südostwind auch noch nicht weiter, dazu regnet es immer wieder. Wir fahren zu einer Weinkellerei und kaufen den Wein ab der Zapfsäule! 

Am letzten Abend in Marsala schlendern wir nochmals durch die beleuchtete Innenstadt, zur Piazza della Repubblica die von den mächtigen Chiesa Madre beherrscht wird, dann durch das Stadttor “Porta Garibaldi”. 

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Nach Marsala

Heute ist unser Ziel Marsala, den Wein kennt doch jeder, doch wo liegt dieser Ort? Im Westen von Sizilien. 

Wir lassen Trapani hinter uns, segeln zwischen der flachen Küste mit den vielen Salzlagunen und den Ägadischen Inseln nach Süden. Oben auf dem Berg liegt Erice. Der wenige Wind erlaubt ein entspanntes Segeln. Nur auf die Untiefen müssen wir achten, das Wasser ist nur 20 Meter tief. Da kann ich doch mal die Angel auswerfen, mal sehen ob ein Tuna an die Angel geht? Kaum 15 Minuten vorbei, rauscht die Angelleine aus, Marina löst die Schoten damit wir langsamer werden, ich lasse den Fisch an der Angel müde werden. Nach einigen Minuten hole ich die Angelschnur ein und mit dem Kescher wird der Tuna ins Schiff geholt. Ein schöner glänzender Fisch mit rotem Fleisch. 

Am Himmel ziehen Wolken auf, eine Regenfront naht, der Wind frischt auf wir werden vor dem Regen in Marsala ankommen. 

Kurz nach 14 Uhr sind wir im Hafen, Leinen fest und kurzer Lunch, dann marschieren wir in die Stadt und werden vom Regen überrascht. Wir rennen durch die Gassen bis wir eine Bar finden und bleiben bis der Regen aufhört, dann gehts zurück zum Schiff. 

Am Mittwoch ist starker Südostwind, wir bleiben in Marsala. Unweit vom Hafen ist die Weinkellerei 

Florio, hier wird seit 1833 der Marsala hergestellt. Wir nehmen an einer Führung durch die Kellerei teil. Zuerst gibts einen 3D-Kino Kurzfilm inkl. schaukelnden Sitzen und Wind und Blitz und Donner, aber wenig ohne interessante Informationen. Dann können wir das Museum und die Lagerhallen besuchen, wir staunen über die unzähligen, riesigen, hölzernen Weinfässer. Die Erklärungen sind sehr ausführlich und spannend.

An der interessanten Führung sind nur vier Personen, wir und ein anderes Paar aus Lausanne. Nach der Degustation und dem Kauf von einigen Flaschen Marsala werden wir in ein feines Fischrestaurant in der Stadt eingeladen. Merci für das war leckere Essen und die Gespräche.

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An die Westküste Siziliens

Der Morgen kündigt sich mit einem leuchtenden rot am Horizont an. Die Fischer verlassen den Hafen, das ist bestimmt ein gutes Zeichen, dass Wind und Wellen sich beruhigt haben.

Wir starten um 7.45 den Motor, setzten kurz nach dem Hafen die Segel, Kurs Südwestwärts nach Trapani.

Wir haben mehr Wind als vorausgesagt, die Wellen sind nur noch 1,4 Meter hoch, es macht richtig Freude zu segeln. Der Wind steht leider zu stark südlich, so dass wir Trapani nicht direkt ansteuern können. So müssen wir kreuzen und das gibt einige Meilen mehr. Marina wird immer ruhiger und muss ab in die Koje, die Wellen sind zu unangenehm, Seekrank ??? 

Kurz vor Trapani stellt der Wind ab, mit Hilfe vom Motor gehts an allen Untiefen vorbei in den Hafen.

Marina ist wieder fit und fragt über Funk, ob wir in den Hafen einlaufen dürfen, das ist speziell hier, vermutlich wegen den vielen Fähren welche zu den Ägadischen Inseln rein und raus fahren.

Wir legen nach 23 Meilen um 13.45 im Hafen an. Nach dem “Anleger” gibts was feines zu Essen, dann ab in die Stadt. Es wird früh dunkel, die Sonne geht hinter den Ägadischen Inseln unter. Dann erscheint im Osten der Vollmond, da er der Erde extrem nahe ist ist er 14 % grösser als sonst, wir haben Glück, die Nacht ist fast wolkenlos. 

Wir bleiben 2 Nächte, wollen am Montag rauf nach Erice, eine antike Stadt, 750 Meter höher gelegen als Trapani und mit einer Seilbahn bequem zu erreichen. Drunten in der Stadt scheint die Sonne, hier oben in Erice ist es wolkenverhangen. Mystisch, die Burgen und Kirchen tauchen aus dem Nebel auf. Runter nach Trapani ist der Blick frei. Doch ganz Erice ist eingehüllt in die eine grosse Wolke. 

In früheren Zeiten war Erice ein berüchtigtes Zentrum des Liebeskultes der Venus. In dem heiligen Tempel wurde ein spezieller Kult der sakralen Prostitution praktiziert. Trotz der zahlreichen Überfälle blieb das Heiligtum immer unversehrt, unschwer zu erraten warum. 

Ich konnte wegen des Nebels den Tempel nicht finden. Oder wurden aus den Tempelsteinen etwas eine der vielen Kirchen gebaut? 

Gefunden haben wir aber das weltberühmte Café Maria mit den herrlichsten sizilianischen Leckereien. 

 

 

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Kurzausflug in die Wellenberge

Wir sind noch unschlüssig, ob wir heute Mittag weiter segeln können, die Wellen draussen beim Riff vor dem Leuchtturm sind riesig. So spazieren vorerst durch den Ort, kaufen beim Fischer zwei Spigola und Thunfischstücke konserviert im Glas. Er erzählt uns vom Thunfischfang und von der Thunfischverarbeitung, über 40 Fischer haben hier Thunfisch gefangen. Heute wird der Thunfisch aus Portugal und Spanien importiert und verkauft.

Am Mittag entscheiden wir, dass wir weiter segeln. 

Der Wind wird weniger und hat auf auf West gedreht, so sollten wir nach Trapani segeln können. Wir verlassen den Hafen, doch nach 2 Meilen entscheiden wir zurück zu kehren, die Wellen sind zu hoch und kommen von der Seite, die Serenità wird immer wieder schwer auf die Seite gelegt. Wir drehen ab, zurück in den Hafen, dort kommen wir wieder gut an. War ein Adrenalin-Abenteuer.

 

Wir waren etwas ungeduldig, wollten weiter um bald in Licata zu sein, in unserem Winterquartier. Doch die Natur war heute anderer Meinung. 

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Nach San Vito lo Capo

Wir sind schon bei Sonnenaufgang am Kaffeetrinken, danach gibt es ein kleines Frühstück. Dann wird das Schiff für die Abfahrt bereitgemacht.  

Wir verlassen Castellammare del Golfo um 07.45. Durch den langen Bergrücken, der mit dem Monte Monaco in San Vito lo Capo endet, sind wir vom Westwind geschützt, wir haben wenig Wind nur die Böen kommen ab und zu über den Bergkamm. Dann wird die Serenità schnell, sonst gehts gemütlich vorwärts. Wir sind am schönsten Küsteabschnitt von Sizilien, es gibt hier das ggrösste Naturschutzgebiet “Lo Zingaro” von Sizilien.

Wir sehen auch stillgelegte alte Thunfischfabriken, hier wurden früher Thunfische gefangen und verarbeitet. Heute sind fast keine Thunfische mehr im Mittelmeer. Das war noch vor ca. 50 Jahren. 

Heute kommt der Thunfisch aus dem Atlantik. Viele Fischerboote wurden auf Befehl der EU ausgemustert. 

Wir kommen kurz vor 11 Uhr in San Vito lo Capo an, der Hafen liegt in ein einer grossen Bucht. San Vito ist der nordwestlichste Ort von Sizilien. Ein Badeort mit einem herrlichen Sandstrand. Der Ort ist arabisch angehaucht, Africa ist nicht weit weg. 

San Vito ist jetzt ziemlich verlassen, keine Badegäste sind da, keine Kletterer die auf den Monte Monaco raufkraxeln, keine Segler die Urlaub machen. So haben wir den Hafen für uns und auch die Pizzeria am Abend. Der abgelegene Ort wir von uns auf einigen Spaziergängen erkundet. 

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Castellammare

Wir verlassen Palermos grossen Hafen am frühen Morgen. Unser Kurs ist immer der Küste entlang nach Westen. Es sind 34 Meilen bis Castellammare del Golfo, einer alten Stadt am Fuss einer Bergkette, mit einem geschützten Yachthafen. Wir brauchen den Motor, es hat zu wenig Wind. 

Leider haben wir jetzt oft stürmisches Wetter oder gar keinen Wind und oft hohe Wellen. 

Kurz nach Mittag sind wir in Castellammare, ein freundlicher Hafenmeister, Gianfranco hilft beim Anlegen. 

Wir liegen am Fuss der Altstadt geschützt von hohen Hafenmauern. 

Am Dienstag fahren wir mit den Velos der Küste entlang nach Balestrate, die Küstenstrasse führt oft steil bergauf, nach 15 Kilometer sind wir dort, netter Ort, feines sizilianisches Mittagessen. Der grosse Hafen hier wurde nie fertiggestellt, nur die Hafenmauern sind da, aber keine Stege oder sonstige Infrastruktur. Das Geld ist ausgegangen. 

Am Mittwoch fahren wir Richtung Nordwesten, dem vielleicht schönsten Küstenabschnitt Siziliens entlang. Wir kaufen bei einem Olivenbauern frisch gepresstes Öl, und entdecken einen wunderschönen Sandstrand. Keine Bar hat offen, alle haben Winterbetrieb. So gehts wieder nach Castellammare zurück in die Altstadt.

Wir bleiben bis am Samstagmorgen hier, es regnet oft und es stürmt aus Nordwesten, die Wellen schlagen und schäumen über die Hafenmauer, da habe ich keine Lust rauszufahren. 

Wir liegen am Steg, zwei Muringleinen vorne, alle Fender draussen, das Schiff liegt ruhig, nur der böige Wind der in den Masten pfeifft zeigt uns, dass es draussen stürmt.  

Wir warten ab, jetzt im späten Herbst braucht es Geduld mit dem Wetter. Castellammare ist ein schöner Ort um einige Tage zu bleiben. 


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Palermos Sehenswürdigkeiten

Am ersten Tag haben wir am Puls der Stadt geschnuppert. Nun wollen wir nochmals genauer hinsehen. Die Quattro Canti und die Fontana Pretoria, dieser Brunnen wurde für eine Villa in der Toscana gebaut, Palermo wollte aber einen grösseren Brunnen als Messina, darum steht er jetzt vor dem Rathaus. 

Den Dom mit dem riesigen Vorplatz, und dann mal in die Neustadt, mit den breiten Einkaufsstrassen und noblen Restaurants und Kaffees. 

Mitten Velos zum Palazzo dei Normanni, das war unter den Normannen, die Palermo zu Blüte brachten der Hauptsitz des Königreiches. Roger II baute in einem Flügel des Palastes die Kapelle Palatina. Ob den wunderbaren, eindrücklichen, strahlenden Mosaiken verschlug es mit den Atem. 

Der Fussboden mit Marmormosaiken, die Decke aus geschnitztem Holz, ein Meisterwerk arabischer Schnitzkunst.

Die Kapelle wurde zu der Zeit gebaut als in der Eidgenossenschaft die Habsburg mit den Hellebarden vertrieben wurden. 

Dann zum Teatro Massimo und und …. alles auch bei Nacht wunderschön, und viel los in den Gassen und Plätzen. Sogar auf dem Dach des Domes waren wir in der Nacht. 

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nach Palermo

Nach den beiden erholsamen Tagen in Ustica müssen wir weiter. Der Wind wird drehen und stärker aus Süden kommen, dann liegen wir hier in Ustica nicht mehr sicher. Der Hafen ist nicht gut geschützt.

Wir legen am Mittwochmorgen um 9 Uhr ab, es sind 35 Meilen bis zum “Festland” von Sizilien. Wir steuern Palermo an. Wir haben wenig Wind, ab und zu segeln wir, dann hilft wieder der Motor. Wir entscheiden, dass wir bei Dämmerung einlaufen und an der Tankstelle festmachen. Das gibt für uns eine Gratisübernachtung. Pünktlich beim Nacht werden legen wir an. Wir feiern das Ankommen in Sizilien mit einem echten Schweizer Raclette auf dem Kerzenrechaud von Kisag. Hmmm so fein. Randellis sei dank.

Am Morgen tanken wir für Euro 200, das gibt 138 Liter Diesel. Dann legen wir in der Werft Galizzi e Figli am Gästesteg an. Neben uns liegt ein Katamaran, der von der Türkei nach Mallorca unterwegs ist, die beiden Jungs haben über 60 Kg Fisch im Tiefkühler, wir bekommen zwei grosse Portionen geschenkt. Dann gehen wir Palermo erkunden. 

Die Altstadt nahe beim Hafen, ist mit den Häuserreihen mit den kleinen Balkonen eine Augenweide, nur leider sind viele Häuser am Verfallen. Wir finden viele Plätze und Parks, viele Kirchen und den Dom. Die wichtigen Fussgängerstrassen, Via Roma und Via Maqueda und Corso Vittorio Emanuele.

Immer wieder kommen wir zur Kreuzung Quattro Canti, da bilden die Eckhäuser der Kreuzung einen Kreisel. Das Wort Canti kommt nicht von Singen sondern von Ecken.

Palermo gefällt uns, wir sind fasziniert, überall gibts feines Essen, Fussgängerzonen und viele Geschäfte mit Kleidern,Taschen von Prada für 1300 Euro, aber auch Strassenmärkte mit Hüte für 2.90 Euro. 

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Ustica an Allerheiligen

Am 1. November ist wenig Wind, wir können ohne Sorge um 08.30 Uhr in die Kirche. Dann Gioia auf dem Schiff holen, das noch immer als einziges Gästeschiff im Hafen liegt. und danach unsere kurze Wanderung auf die alte Burg über dem Ort unternehmen. Die Aussicht von dem höchsten Punkt der Insel, dem Kraterrand des einstigen Vulkans ist toll, weit draussen sehen wir die Fähre die von Genua kommend nach Palermo fährt.

Am Weg zurück ins Dorf treffen wir einen älteren Mann aus dem Ort, wir unterhalten über die Wasserversorgung von Ustica, über den Fischfang und Tourismus. Er war, wie seine Vorfahren, Fischer. In seinem Magazin zeigt er uns, wie er früher die Reusen für den Fisch- und Krebsfang geflochten hat. 

Zum Abschied aus Ustica gehts heute in die einzige Taverne die offen hat, ins Pizza Paza

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Ustica bellissima

Bei Sonnenaufgang sind wir auf, der Hafen und die Häuser über dem Hafen sind im Morgenlicht goldig beleuchtet. Wir staunen über die tolle Aussicht vom Hafen rauf zur Stadt. 

Wie immer gibts zuerst Kaffee, dann ein kurzes Frühstück, dann raus auf die Mole und die Stadt bei Tageslicht erkunden. Die kleine Stadt liegt am Abhang über dem Hafen, ein grosszügiger Platz mitten im Ort gesäumt mit Orangenbäumen und oben der Kirchplatz mit der Kirche bleiben jedem Besucher sicher für immer in Erinnerung. 

Hier gibts einen Espresso und Marmeladegipfel, danach schlendern wir durch die engen Gasse, kaufen bei der Fischersfrau aus dem Kofferraum 2 knallrote Fische für heute Abend, dann gehts zurück zum Schiff.

Am Nachmittag fahren wir mit dem kleinen Bus, für 1,50 Euro um die ganze Insel. HALT, wir steigen beim Leuchtturm aus und wandern auf einem gepflegten Wanderweg 4 Kilometer zurück in den Ort. Der Weg ist gesäumt mit Kakteen, die Aussicht runter ins glasklare Wasser atemberaubend, wir sind glücklich, dass wir hier gelandet sind. 

Zurück im Hafen sehen wir, dass unser Schiff mit dem Heck an der Hafenmauer ansteht, zum Glück haben wir Fender draussen, der Anker hat dem Wind der nun stärker ist nicht Stand gehalten. 

Wir fahren ein neues Ankermanöver, Marina bleibt am Pier ich legen den Anker weiter draussen in den Hafen. Es ist etwas besser aber nicht gut, mit Hilfe von zwei Tauchlehrern und einem Fischerboot legen wir zusätzlich den zweiten Anker aus, jetzt sind wir sicher am Haken. Nicht ganz einfach das liegen in Ustica. Wir bleiben am Abend auf dem Schiff- Ankerwache und geniessen das Fischmenue.

 

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Rüber zur Insel Ustica, Sizilien

 

Wir haben den Wetterbericht genau studiert, der starke Nordwind wird in der Nacht auf Samstag abflauen, die Wellen noch 1,5 Meter hoch sein, dann weit draussen, wird es wenig Wind haben und vor Sizilien wieder guter Wind aus Nordost. Wir wünschen uns einfach genug Wind für die 180 meilenlange Überfahrt.

 

Die Nacht ist unruhig, es kommt Schwell in den Hafen, doch der Wecker erlöst uns um 5 Uhr früh. Schnell Kaffee machen, kurz mit Gioia raus dann sind wir um 6.15 bereit. Es ist noch stockdunkel, wir sehen kaum die Inseln vor dem Hafen, mit genug Abstand passieren wir die Inseln dell’ Ogliastra. Dann setzen wir die Segel. Wir haben den Wind von der Seite und es läuft wunderbar, die Sonne kommt genau um 07.45, um 10.15 sind wir schon 24 Meilen gesegelt, das sind 6 Meilen pro Stunde. Ob das so weiter geht? Doch der Wind lässt etwas nach - wir fahren mit 5 Knoten, auch nicht schlecht!

 

Am späten Nachmittag verschwindet Sardinien am Horizont hinter uns. Wir müssen den Motor starten, da wir nun in der Schwachwindzone sind. Es ist 16.45. Um 18.45 versinkt die Sonne  spektakulär “ins Wasser”. kurze Zeit später stellen wir den Motor ab, nun kommen wir nur noch mit 2-3 Meilen pro Stunde vorwärts, gibt das eine zweite Nacht bis Ustica? 

 

Wir dümpeln durch die Nacht, sehen von Weitem einige Tanker an uns vorbeifahren. Um 7.39 kommt die Sonne über die Wasserkante, es wird wärmer. wir haben im Cockpit draussen geschlafen, so konnten wir die Instrumente, das AIS und die Segelstellung beobachten, gesteuert hat der Autopilot.

 

Wir haben das Ziel Ustica gewählt, weil die Insel vor Sizilien, ein kleines Naturparadies ist. Der Hafen ist nicht gegen alle Winde geschützt, doch bei Nordostwind sollten wir an dem Pier gut liegen. 

 

Nun mit der Sonne kommt der Wind wieder, wir segeln mit 5,5 Knoten Fahrt, Ustica scheint für heute Abend in Reichweite. Wir lesen und schlafen, Gioia bewegt sich seit Samstagmorgen nicht mehr, schläft und wartet. Kochen ist schwierig, da wir immer grössere Wellen haben, doch wir wagen es einmal einen feinen Risotto und einmal Farfalle à la rabiata zu kochen. Wir geniessen die Zeit so alleine draussen im blauen Meer. 

 

Dann um 15.40 sehen wir Ustica vor uns, noch 28 Meilen, noch ca 5 Std. Da wird es dunkel sein bis wir ankommen.

 

Um 19 Uhr rufen wir mit dem Telefon im Hafen Ustica an, wir erhalten Verbindung mit dem Hafenmeister in Palermo, er wird für uns abklären, ob Platz im Hafen ist und ob jemand dort ist. 

 

Wir rufen nach 30 Minuten zurück, gute Nachricht, es ist Platz und es wird jemand von der Küstenwache kommen. Dann haben wir über Funk Kontakt zum Hafen in Ustica, wir sind gespannt auf das Ankommen, der Leuchtturm weist uns den Weg. 

 

Wir laufen um 20.45 in den schlecht befeuerten Hafen ein, niemand ist da, auch keine anderen Segelschiffe. Dann nach ca. 10 Minuten kommt jemand auf dem Motorrad er ist von der Küstenwache, er zeigt uns wo wir anlegen können und hilft uns beim Festmachen an der Mole. 

 

Geschafft. Nun noch warten ob der Anker hält, hier in Ustica müssen wir vorne den Anker legen und hinten mit den Leinen am Pier festmachen, nciht ganz einfach zu zweit in der Nacht.

 

Dann gibts noch einen Drink am Dorfplatz, es ist ja jetzt Winterzeit und somit “erst” 20 Uhr. 

 

Das Bier und den Cappuccino in der Bar "Carpe Diem" haben wir uns verdient.

 

 

 

 

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Santa  Maria Navarrese

Am Montag bleiben wir noch in Cala Gonone, es ist immer noch Südostwind, Scirocco, es ist neblig, sogar auf dem Meer draussen.

Wir bringen das Auto zurück und nehmen die Wäsche mit in den Salon. Das  Schiff wird auch gewaschen, das eingetrocknete salzige Spritzwasser entfernt und die Wassertanks aufgefüllt.

Am Dienstag beruhigt sich der Scirocco und wir legen ab, fahren mit Motor der immer noch nebligen Küste entlang. Leider sehen wir nicht viel von den traumhaften kleinen Stränden die zwischen den Felswänden liegen.

Am Nachmittag sind wir in Santa Maria Navarrese, ein kleines Fischerdorf, mit einem geschützten Hafen. Wir finden eine Platz am Steg, vis à vis einem anderen Schweizer Schiff. Von Santa Maria werden wir die Überfahrt nach Sizilien starten. Hier bleiben wir bis der Wind passt, es sind jetzt noch 2 Tage Sturm aus Norden gemeldet. 

Wir feiern das Ankommen in Santa Maria mit einem Käsefondue, mmmmmh, den Verdauungsschnaps gibts auf der Milva, bei Roman und Rahel. 

Am Donnerstag fahren wir mit den Velos nach Arbatax, sind "nur" 15 Kilometer, der Nordwind schiebt uns nach Süden. Wir wollen den Hafen, die Tankstelle und die roten Felsen beim Riff anschauen. Nach dem Drink in der Hafenbar hat Marinas Velos 2 platte Reifen. Sie ist wohl über Dornen gefahren. Zum Glück ist der Hafenmeister zum Hobby Velomechaniker und hat die beiden Löcher rasch und perfekt geflickt. 

Den Freitag verbringen wir mit Vorbereitungen für die Überfahrt, Dinghi verstauen, Wetterbericht studieren, Einkaufen. 

Zum Abschied von Sardinien gibts einen feinen Apero auf der Serenità, Gäste sind Rahel, Roman mit Luigi und Andreas. 

Dann sind wir bereit für die 180 Meilen Überfahrt nach Ustica.

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Mit der Cinquecento nach Olbia

Heute Sonntag fahren wir mit dem kleinsten Auto durch die höchsten Berge. Kristine und Clodo haben heute Abend ihren Rückflug in die Schweiz. 

Wir fahren auf der SS 125 die zuerst in die Berge, dann der Küste entlang nach Norden führt. In der Nähe von Dorgali besuchen wir eine Höhle, dort steht der 2. höchste Stalaktit der Welt, 38 Meter. 

Nun gehts runter an die Küste, wir fahren quer durch einen Marmorsteinbruch, eindrücklich die riesigen Blöcke die hier gesägt werden. Die Trucks muten wie kleine wie Spielzeuge an.

An der Küste in Marina di Orosei, gibts Picknick am Strand und danach einen Kaffee in einem vornehmen Hotelpark, mit grossem Pool. 

Auf der weiteren Strecke Richtung Olbia, fährt Clodo einige Male auf Anweisung Marinas "falsch", wir finden aber immer wieder auf die 125 zurück. Der letzte Halt ist in Porto San Paolo, von hier sehen wir die langgezogene Insel "Tavolara" im Golf von Olbia, der Flughafen kann nicht mehr weit weg sein. Auf dem Weg zurück nach Olbia sind wir 180 Km gefahren, wir sind in den 2 Segeltagen ein grosses Stück der Sardinischen Küste entlang gesegelt!

Pünktlich um 19 Uhr sind wir am Airport, die abwechslungsreichen Tage waren schnell vorbei, wir verabschieden uns und freuen uns, wenn die beiden wieder mal auf Besuch kommen.  

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Tagesausflug zur Cala di Luna

Die hohe bemalte Hafenmauer verdeckt den Sonnenaufgang, darum ein kurzer Spaziergang zum Ende der Mauer, um richtig wach zu werden.

Da heute kein Wind vorhergesagt wurde, planen wir einen Ausflug zur "Grotta del Bue Marino" und an den Strand "Cala di Luna". 

Vor dem Losfahren organisieren Kristine und Marina ein Mietauto, dass uns morgen Sonntag nach Olbia bringen wird. 

Dann gehts los, wir motoren der Küste entlang und ankern vor der Grotte, mit dem Dinghi fahren wir in die Höhle rein, der Eingang zur Grotte ist verschlossen, es sind wohl zu wenig Touristen hier. In der Höhle und an den Stränden vom Golfo di Orosei haben bis 1981 Seehunde gelebt, danach haben die scheuen Tiere den Touristen Platz gemacht.

Von der Grotte ist es nicht weit bis zur Cala di Luna, dort kochen wir Spagetti mit Gorgonzola, dann gibts einen langen Spaziergang am Ufer. Hier sind die Felsen auch unterhöhlt, in der Umgebung von Cala Gonone gibt es viele Höhlen zu besichtigen.

Hinter der Düne von der Cala di Luna entdecken wir ein Flussbeet, dass zwischen den hohen Felswänden ins Landesinnere führt.

Der Start mit dem Dinghi zurück zum Schiff gelingt nicht sofort. Es kommt hoher Schwell ans Ufer , Clodo und Gioia bekommen eine Salzwasserdusche. Gioia flitzt erschrocken und tropfnass aus dem Dinghi, das voller Wasser ist. Clodo bleibt gelassen, ist ja nicht kalt das Wasser!

Den letzten gemeinsamen Abend geniessen wir in einer Pizzeria oberhalb vom Hafen.

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Mit Westwind nach Cala Gonone

Nachdem alle Formalitäten mit dem Hafenmeister und das umständliche Bezahlen mit der Kreditkarte erledigt sind gibts Frühstück im Cockpit der Serenità. Dann wechseln wir die Fock gegen die Genua aus, denn heute ist wenig Wind vorausgesagt. 

Wir verlassen La Caletta Richtung Süden, kein Wind, der Motor läuft. Die ersten 7 Meilen bis zum ersten Cap bleibt es windstill, die Hände sind im Hosensack, dann gibts Wind aus Süden, wir kreuzen bis am Mittag, dann stellt der Wind ab und wir motoren, das passt gut so, jetzt können wir gemütlich Zmittag essen, feinen Salat. 

Dann meldet sich der Westwind, es macht richtig Spass, wir schieben Lage. Wir reffen die Genua und das Grosssegel. Bis zum Hafen in Cala Gonone "kämpfen" wir, vor allem Clodo am Steuer, mit den Böen die über die steilen Bergkämme fallen. Die Serenità bleibt gelassen, liegt aber mit viel Schräglage im Wasser. Wir sehen den Hafen vor uns, bergen zwischen zwei Böen die Genua und vor dem Hafen das Grosssegel. 

Wir sehen keine Masten im Hafen, gibts keinen Platz für Segelschiffe? Im Hafenbecken finden wir an der Mole einen Platz, wir sind die einzigen Gäste, also diesmal der höchste Mast weit und breit!!  Im und vor dem Hafen liegen unzählige Schlauchboote, die werden vermietet für Ausflüge zu den nahen Stränden und Höhlen. 

Wir sind froh nach dem windigen Tag einen ruhigen Platz im Hafen gefunden zu haben. An der Mole steht ja gross geschrieben "Willkommen". 

Wir liegen am Fuss eines Vulkans, der hoffentlich noch lange ruhig bleibt.

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Mit Kristine und Clodo unterwegs

 

 

 

Mittwochabend, wir holen Kristine und Coldo am Flughafen in Olbia ab. Mit dem Bus geht es bequem in die City, von dort ist es nicht weit in den Club Nautico. Danach gehts durch die Via Umberto I auf der Suche nach dem passenden Restaurante, für das Abendessen.

 

Die beiden sind schnell heimisch auf dem Schiff. So kann es nach dem üppigen Frühstück mit frischem Brot los gehen. 

 

Leinen los, und mit dem starken Westwind die Ausfahrt raus in den Golf von Olbia und Golfo di Aranci. 

 

Wir segeln der Insel Tavolara entlang, zwischen vielen kleinen Inseln durch Richtung Süden. Der Wind frischt auf und mit der Fock und Grosstuch läufts wunderbar.

 

Wir segeln zwischen der Insel Molara und Capo Code Cavallo durch, es gibt einige Ankermöglichkeiten, doch der gute Westwind lässt uns weitersegeln. Uns gefällt die Sicht vom Meer und der Wind meint es gut mit uns. So entscheiden wir uns bis La Caletta zu segeln. Dort ist einer der wenigen Häfen an diesem Küstenabschnitt.

 

Dort legen wir am Gästesteg an, der Hafenmeister hilft mit der Mouringleine. 

 

Im Dorf ist nicht viel los, La Caletta ist ein sardisches Dorf, nicht all zu touristisch. Die Küste ist hier wunderschön, aber noch nicht so entdeckt und berühmt wie die Costa Smeralda, Strände sind hier so viele, kleine Buchten zwischen den felsigen Küstenabschnitten. 

Wir schlendern durch die Strassen, schauen dem langen Sandstrand entlang, finden eine Bar für den Apero, Abendessen gibts auf dem Schiff, Lasagne und Salat. Wir werden von Marina verwöhnt, den feinen sardischen Rotwein dazu spendiert Clodo und Kristine. 

 

Alle sind zufrieden, es war ein toller Segeltag.