Myrina Hafenstadt in Limnos

Gross ist die natürliche Bucht, an der die Stadt Myrina liegt. Überragt wird die Einfahrt von einem imposanten Felsen mit dicken, hohen Festungsmauern.

Am Pier rund um den Hafen reiht sich eine Taverne an die nächste. In der Mitte, bei der Kreuzung, das grosse Lokal fürs Feierabend-Bier und die Sportübertragungen. Kein Fussball, nein Basketball ist hier Favorit.

Wir bleiben zwei Tage, füllen Wasser und Diesel auf, lassen die Wäsche reinigen. 

Es ist einfach ein schöner Anblick, das beschauliche Myrina, die Burg die über den Hafen wacht und in der Nacht beleuchtet ist und auf der anderen Hafenseite die Kirche in blau und weiss auf dem Hügel. Von dort kann man unter der Griechenland-Flagge den Berg Athos sehen. Mit seiner Höhe von 2033 Meter ist er in der nördlichen Ägais schon von weitem zu sehen. 

 

 

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Am Ankerplatz

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Durchs grüne Samothraki

Es tönt vielversprechend, was wir alles sehen können auf der kleinen Insel. Der Autovermieter macht gutes Marketing. Wir holen uns am Morgen den kleinen Weissen ab und schon gehts los, zur Tankstelle, da kaum Benzin im Tank ist. 

Danach fahren wir der Nordküste entlang zu den Wasserfällen. Vom Parkplatz führt ein Weg durch den dichten saftig grünen Wald. Die Platanen die hier stehen, sind mächtig, oft ausgehöhlt und knorrig. 

Nach ein paar Minuten laufen am Bacht entlang, stehen wir auch schon vor dem kleinen Wasserfall mit Swimmingpool. Wir sind noch alleine und geniessen die Abkühlung im glasklaren Quellwasser. 

Dann suchen wir unser nächstes Ziel. Die Wegweiser sind selten oder dann verwirrend. So fragen wir immer wieder nach dem Weg. Entdecken ein Kafe verwunschen unter den Bäumen und geniessen den griechischen Kaffee im Schatten der Platanen. Der Kafe schmeckt uns immer besser. Nur der Kaffeesatz knirscht beim letzten Schluck zwischen den Zähnen.

Nun fahren wir die Küstenstrasse zurück, wir wollen zu der Ausgrabungsstätte wo die Statue der Nike gefunden wurde. Wieder nachfragen, dann finden wir die alte griechische Stadt, auch eine Nachbildung der Nike, die ja bekanntlich nicht bei Nike in Amerika sondern im Louvre in Paris steht. Nike ist die Göttin des Sieges und des Erfolgs.

Weiter gehts zum Hauptort der Insel, Chora, oben am Berg. Die Häuser kleben am Berghang, wir erkunden die schmalen Gassen und finden eine Taverne mit toller Aussicht. 

Durch die Gassen versuchen wir aus dem  Ort rauszufinden, ich hätte jede Wette verloren, aber wir kommen vorbei an der Kirche unten den Laubengängen vorbei zum Hinterausgang des Dorfes. Geschafft. Nun aber runter ans Meer, Siesta, und entspannt auf das Abendessen warten.

Vom Autovermieter hatten wir den Tipp nach Lakkoma zu fahren, dort in dem Bergdorf sollen wir Ziege essen. So fahren wir die paar Kilometer durch die Olivenhaine rauf in nächste Dorf, finden eine Taverne mitten im Ort. 

Die Wirtin ist da und begrüsst uns, wir verständigen uns mit Gesten und ein bisschen Englisch ohne Speisekarte. Es scheint zu funktionieren, Määhhh für Ziege. So bekommen wir 6 verschiedene Vorspeisen, Ziege zum Hauptgang, Weisswein und feinen Dessert. Alles für 28 Euro, für uns beiden, nicht pro Person! 

Wir sind platt, sind überrascht.  Das war ein toller Abschluss von einem erlebnisreichen Tag. Die Wirtin hatte Freude ans uns und wir freuten uns, dass wir so fein bewirtet wurden. 

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Küste von Thrakien

Von Porto Lagos fahren wir gut gelaunt raus aufs Meer. Für die Serenità ist ein sicherer Sommerplatz gefunden, das macht die Weiterreise entspannt.  

Der Küste entlang segeln wir nach Osten, mal wenig, mal kein Wind. Unser Tagesziel der 20 Meilen entfernte Fischerhafen Maronaia, oder Agios Charalampos. Der Hafen ist auf den antiken Mauern errichten und relativ neu. Mal sehen ob wir Platz finden. Ein Fischer der uns in der Einfahrt begegnet, winkt und seine Gesten zeigen uns dass es okay ist in den Hafen zu fahren. 

Wir finden auch bequem Platz, vor einem Fischerboot, wir sind das einzige Gästeschiff. 

Nach dem Anleger, erkunden wir die Umgebung, entdecken eine grosse Taverne über dem Hafen und melden uns schon mal für das Nachtessen an. Weiter gehts zu den römischen Ruinen, Bäder und eine Basilika standen hier an der Küste von Thrakien. Thrakien ist eine Region die sich die Bulgaren, Griechen und Türken aufteilen. 

Die Taverne sah nicht nur gut aus, das Essen war auch lecker, der Fisch den wir ausgewählt hatten war gross und fein, die Vorspeisen, der Wein und der süsse Dessert machten es schwer aufzustehen, so waren wir die letzten Gästen. 

Kein Sumpfgebiet, keine Mücken, das wird eine ruhige Nacht. Doch, um 3 Uhr 45 kommen zwei grosse Fischerboote in den Hafen, gleichzeitig auch drei Lastwagen. Genau vor unsl egten die Fischer an, die Fische wurden in Styroporboxen gefüllt, mit Eis zugedeckt und in die Lastwagen gestapelt. Das waren Tonnen von Fisch. Kein Wunder geht da keiner an meine Angel. 

Am Morgen hole ich vom Fischerboot einige Makrelen, bezahlen durfte ich nicht. Die wurden nach unserer Ankunft in Samothraki, ausgenommen und Jutta hat sie filetiert und in der Pfanne gebraten. 

mmmmh, lecker 

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Sonntag in Porto Lagos

Schon früh um 6 Uhr werden wir vom Lärm geweckt. Autos parken neben dem Schiff, das am Pier liegt. Metallstangen klappern, Türen schlagen und Menschen unterhalten sich. Es werden Verkaufsstände aufgebaut. Es ist Sonntagsmarkt in Porto Lagos. 

So beginnt unser Frühstück früher als meistens. Danach wollen wir sehen, was die Marktfahrer so alles feilbieten. Es sind vorallem Kleider und Haushaltsgegenstände.

Zuerst stöbern wir durch das Kleiderangebot, die Preise sind unschlagbar. Wir finden beide Jeans für nur 15 Euros, T-Shirts und Schuhe. Fliegenklatsche und Boxen zum Eiswürfen machen, sehr wichtig für die feinen AnlegerCocktails. 

Danach erst finden wir das  Gemüse und die Früchte. Die Kirschen sind reif, die Aprikosen sehen auch lecker aus. Oliven gibts in viele Sorten. Leuchtend rote Tomaten, grosse Säcke mit Kartoffen und Knoblauch. Soviel wie die Augen möchten, können wir gar nicht einkaufen, wir haben noch vieles an Bord. 

Nach dem Marktbummel gibts einen grossen griechischen Kaffee. Wir setzen uns zu den Griechen, die verbringen den halben Sonntag im Café.

Danach gehts zum Schwimmen in der ruhigen Bucht. Wir haben die Abkühlung verdient. Wir schwimmen am Rande eines Naturschutzgebietes. viele verschiedene Wasservögel brüten hier. Zwischen dem Hafen und der nächsten Stadt Xanthi erstreckt sich eine kilometerlange Lagune. Bestimmt werden uns die Mücken am Abend pisacken. 

Da hilft dann nur, sich mit Antibrumm einzudieseln. 

 

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Kavala

Von der Insel Thassos segeln wir die paar Meilen rüber ans Festland. Kavala, eine historisch bedeutende Stadt. 

Kavala hat einen bedeutenden Fischerhafen in Mazedonien, die nordöstliche Provinz von Griechenland. Erobert von allen möglichen Herrschern und Kulturen. Geburtsort von Mehmed Ali Pascha, dem Beherrscher des östlichen Mittelmeeres, vorallen Ägypthen.  Aber auch Apostel Paulus war hier. Ist schon lange her, im Jahre 49. 

Als erstes sehen wir, beim Näherkommen, die Halbinsel mit der Altstadt, den Kirchen und der Burg.

Dann fahren wir rein in die grosszüglig Hafenanlage. Ein Platz am Steg, scheint wir für uns reserviert. Wir legen an und schon werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es hier seit kurzem sehr teuer geworden ist. Wir melden uns im Portoffice und bekommen die Rechnung präsentiert. 50 Euro für das Anlegen im Hafen!!! So bleiben wir einen Tag, wir wollen uns die Stadt anschauen. Trotz den unverhältnismässigen Preisen, ohne Duschen usw,..

Einkaufen müssen wir auch, die Vorräte gehen zur Neige. 

Am nächsten Morgen spazieren wir zum Äquadukt und rauf zur Burg. Eindrücklich die Bauwerke, die Stadtmauern und die Häuser der Altstadt. 

Auf dem Rückweg zum Hafen kaufen wir beim Fischer frischen Fisch, Riesencrevetten und einen Metzger finden wir auch. Gemüse gibts an jeder Ecke und auf Empfehlung finden wir auch einen guten Bäcker.

So legen wir mit vollem Kühl- und Weinschrank am Mittag ab. 

Eigentlich wollte ich die Serenità für die Sommerpause hier lassen, doch bei den horrenden Preisen geht das nicht. Also weiter segeln, weiter suchen. 

 

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Insel Thassos

Von der Athos Halbinsel sind wir mit südlichen Winden, die 40 Meilen, sportlich mit bis 6 Bft nach Thassos rüber gesegelt. Im neuen Hafen haben wir längseits Platz gefunden, es war windstill und so haben sich unsere Befürchtungen, nach der Studie von Navily, in wohlwollen aufgelöst. Im Hafen soll schon bei  leichtem Wind viel Welle sein und die Schiffe durchschütteln. Wir haben das zum Glück nicht erlebt. 

Thassos ist touristisch, die Fähren fahren pauselos zum Festland und zurück. Doch der Ort ist trotzdem ruhig und relaxt. 

Am nächsten Tag haben wir die Fahrräder ausgepackt und erkunden den Ort. Wir wollen die griechischen Ruinen besichtigen, so parken wir die Räder unter einem Mirabellenbaum, im Garten von einem Fischer, der gerade seine Netze flickt.

Von dort wandern wir den Hügel hinauf bis zum Amphitheater, das oberhalb vom alten Hafen liegt. Eine herrliche Aussicht belohnt uns. Bis zur Akropolis solls nicht mehr weit sein, also wandern wir weiter den Berg hinauf, nach 30 Minuten sind wir ganz oben. Alte Tempelreste und mächtige Quader sind zu bestaunen, unglaublich wie diese tonnenschweren Steine bearbeitet und hier platziert wurden. Die Aussicht war noch besser, hier oben. Das Städtchen und der Hafen und die alten Hafenmauern unter der Wasseroberfläche waren zu sehen.

Nun gehts aber zurück zum Schwimmen. Der Fischer erlaubt uns alle reifen Mirabellen zu pfücken. Efcharisto poly, vielen Danke.

Danach gehts zum marmorweissen Strand, zur verdienten Abkühlung und zu einem geschmackvollen griechischen Kaffee. 

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Der Berg - Athos

Heute wollen wir am Berg Athos vorbei auf die Ostseite von der Halbinsel. Wind ist nicht viel angesagt, aber bis jetzt ist am Mittag immer Wind aufgekommen. Wir hoffen dass es heute auch so wird. 

Wir liegen in Skala Sykia, am mittleren Finger, der Chalkidiki Halbinseln. 

Die Sonne geht wunderbar, golden über dem Berg Athos auf. Das wird sicher ein schöner Tag. Nach dem Kaffee, noch vor dem Frühstück holen wir den Anker auf. Kurs Ostnordost. 77 Grad.

Wir halten den vorgeschriebenen Abstand zu der Mönchsrepublik, eine Meile, wenn Frau an Bord ist!

Wir sehen die vielen Häuser der Mönche. Die grossen Klöster sind von hier nicht zu sehen. Es soll 40 Klöster geben, in jedem davon lebten früher 1'000 Mönche. Heute sind wohl nur noch 2'000 Mönche auf der Halbinsel. 

Am Mittag gibts Wind auf Osten, wir setzen die Segel. Leider hält der Wind nicht lange an, so gehts bald wieder mit dem Diesel weiter. Am späten Nachmittag ankern wir in einer abgeschiedenen Bucht, nicht ganz legal, da wir noch in der Mönchsrepublik sind. Es ist aber kein Eremit in Sicht.  Anker fällt, Motor aus. Was für eine Ruhe, nur ein paar Vögel zwitschern und die Frösche quaken im Schilf. 

Endlich gibts eine Abkühlung, noch vor dem Anleger-Drink, es war heiss heute. Danach der verdiente Ouzo von Barbayannis. 

Wir wagen es, am Morgen lassen wir das Dinghi ins Wasser und rudern ans Ufer, sammeln ein paar schöne grosse Muscheln ein, zur Erinnerung an den Heiligen Ort. 

Als Dankeschön nehmen wir viel Plastikmüll mit, der am  Ufer rumliegt. Die Götter mögen uns verzeihen, dass wir Heiligen Boden betreten haben. 

 

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Ormos Panagios

Während Christiane und ich nach Thessaloniki gefahren sind, lag die Serenità sicher in der Marina von Ormos Panagios. Wir haben den Bus in Agios Nikolaos genommen, brachte uns der Bus in zwei Stunden nach Thessaloniki. Eine abwechslungsreiche Fahrt, durch endlose Olivenhaine. Leider sind die Ferien mit Christiane schon vorbei und sie ist von Thessaloniki zurück geflogen. Das waren tolle Seglertage, Wind und Wellen, Tzatziki und Ouzo....... 

Für mich geht die Reise weiter. Jutta aus Berlin begleitet mich zurück zum Schiff. Als erstes müssen wir am nächsten Morgen an der Mole bei den Fischerbooten die Wassertanks auffüllen. Damit wir für die nächsten zwei Wochen autart sind. Bei den Fischern am Hafen kauft Jutta Fische für dem ersten Abend am Anker. Wir fahren zu der kleinen Insel Diaporos, da gibts unzählige tolle Ankerplätze. Wir liegen unterhalb der grössten Erhebung der Insel und mich reizt es, von dort oben rundum zu schauen, bis rüber zum heiligen Berg Athos. Das war eine richtige Kletterpartie, über Felsen und durchs stachliges Gehölz. Auf Ziegenpfaden und ohne Wanderwegschilder. Die Aussicht hat uns belohnt. 

Danach ein Bad im Meer, zur Abkühlung. 

 

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Nisis Diaporos

Wir sind im Norden von Griechenland angekommen.  Christiane und ich sind in Alonissos, auf den Sporaden, losgesegelt und haben nach einem stürmischen, langen Schlag, 58 Meilen, in Porto Kofu geankert. Wir sind nun in Region Chalkidiki. Am nächsten Tag hat uns der Südostwind, der zwischen der Athos-Halbinsel und der Sithonia-Halbinsel in den Golf von Singitikos weht, bis zur zerklüfteten Insel Nisis Diaporos gebracht. 

Im türkisblauen Wasser haben wir den Anker in den Sand fallen lassen. Wunderschön ist es hier, Karibikfeeling.

Am nächsten Morgen besichtigten wir die windgepeitschten, ausgewaschenen Felsen, auf unserem Landgang, aus der Nähe.  

 

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Skopelos

Von Skiathos ist für viele die Ankunftsinsel in den Sporaden. Es ist die kleinste Insel aber die bekannteste mit ihren wunderschönen Stränden. Fähren legen an und ab und die Jets landen spektakulär in der Nähe vom Hafen.  

Andreas startete hier seine Rückreise nach Volos und am Abend landete Christiane auf Skiathos. 

Nach einem Bummel durch die Souvenirgassen, legten wir am Nachmittag vom Pier ab. Nach Skopelos sind es nur 6 Meilen. Skopelos hat einige schöne Ankerbuchten und vorallem einen der schönsten Häfen von Griechenland. Der Blick vom Hafen in die Stadt ist einmalig. 

Wir schlendern am nächsten Morgen durch die schmucken Gassen, Christiane kauft eine Ikone vom Heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Seefahrer. Eine Gasse führt quer durch die Stadt, bis wir bei der Kirche auf dem Felsen über dem Meer ankommen. Es bliebt die Erinnerung an die vielen schmalen Gassen, Stufen, Treppen und die hözernen Balkone. 

Am Nachmittag lichen wir den Anker und nehmen Abschied, ein letzter Blick zurück zu den Häusern mit den roten Dächern und den dunklen Fensterläden. 

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Strandspaziergang

Trotz Regenwetter gibts heute einen Strandspaziergang. Wir sind in Neo Klima, an der Westküste von Skopelos. Nahe am Hafen gibts eine Steilküste die am schmalen Strand aufragt. Das weisse Felsband sieht man schon von weit draussen auf dem Meer. 

Wir wandern den kurzen Weg bis zu einer Felsbarriere die am Ende vom Strand aufragt. Interessiert wie wir sind, haben wir den spröden Felsen erobert, war nicht ganz einfach, bei den losen Steinen. 

Doch die Aussicht von oben hat sich gelohnt. Runter wars noch rutschiger, doch wir sind heil am Strand angekommen. 

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Der erste Törn

Nach der ersten Aufregung mit dem verunreinigten Diesel und einem anschliessenden Regentag in Limni. Legen wir in Limni ab. Andreas ist gekommen und wir wollen nach Skiathos. 

Die erste kurze Etappe führt nach Atalandi, eine unbewohnt Insel nahe dem Festland. Schöner Wind bringt uns bis in die schmale Ankerbucht. Die unzähligen Mittelmeermöven begrüssen uns mit ihrem kreischen. Sie sind am Nest bauen und besonders aufmerksam und streitsüchtig. 

Mit dem Beiboot rudern wir ans Ufer und scheuchen die Möven auf, die umkreisen uns und begeiten uns. Eine Stein- und Sandpiste führt über die Insel. 

Die Insel ist bewachsen mit Sträuchern und Blumen. Wilde Olivenbäume und Mastixsträucher sind die grössern Gewächse, den Boden bedeckt der einjährige Strandstern. Früher wurde hier Felder mit Pflanzen bewirtschaftet, Flecken mit blauen Blumen sind noch übrig geblieben. 

Wir sehen ausser den Möven noch einige Rehe, die wurden vielleicht auch hier gezüchtet. Wassertränken finden wir viele am Weg durch die Insel, möglich dass die für die Tiere waren. Heute ist die Insel verlassen, das Gebäude und die Landestelle sind leer. Die Zäune verrosten. 

Schön wars trotzdem, wieder so alle in einer einsame Bucht inmitten der Natur zu ankern. 

 

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Einwassern in Limni

Da ich im März die meisten Arbeiten im Schiff schon erledigt hatte, brauchte die Serenità nun die Pflege von aussen. Die Winterplane wurde gewaschen und verstaut, das Schiff gereinigt vom Saharasand, die Aussenwände poliert und gewachst und das Antifouling mit dem Roller aufgetragen. 

Nach 5 Tagen war das Schiff bereit zum Einwassern. 

Am Dienstag wurde die Serenità auf den Trailer geladen und zum Ufer gefahren. Am frühen Morgen, um 8 Uhr fuhr der Bagger das Schiff über das Ufer ins Wasser. 

Der Motor ist sofort gestartet ist aber unruhig gelaufen und hat dann aber schnell wieder abgestellt. 

Da war etwas nicht in Ordnung, vielleicht ein Filter verstopft? Zum Gück hat mich der Grieche, der nach mit eingewassert hat, in den zwei Meilen entfernten Hafen von Limni geschleppt. 

Dort hat Lefteris, der Mechaniker vor Ort, festgestellt, dass ich Dieselpest im Tank habe. Das sind Bakterien die sich vorallem wegen dem Biodiesel bilden. Wir haben den ganzen Tank, 340 Liter, in Kanister abgepumpt, den Tank und die Leitungen gespühlt und den Diesel mit einem speziellen Filter wieder zurück in den Tank gefüllt. Dann noch alle Filter ausgewechselt und der Motor ist wieder perfekt gelaufen. Ufff, das war ein ungewohnter Start in die neue Segelsaison. 

Glücklich, dass ich in den Hafen geschleppt wurde, glücklich, dass Lefteris Zeit hatte den Tank zu reinigen. Zum Glück hat der Motor keinen Schaden genommen, ich hatte gute Filter die den Bakterienschleim zurückgehalten haben. 

Mit dem verdienten Feierabendbier startet nun die unbeschwerte Segelsaison. 

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Roller-Ausflug

Heute feiern die Griechen Ostern, so gönne ich mir auch einen halben freien Tag. In den Bergen, oberhalb Limni gibts ein grosses Kloster, einen Wasserfall und einen Wanderweg zu einem Aussichtsgipfel. Mit dem Klapprad ist es zu anstrengend, die Strasse soll steil bergauf führen. So lehne ich mir einen Roller in der Werft aus. Der Tank ist voll und es kann los gehen. 

Auf einen kurvigen Strasse gehts durch die Waldbrand-Zone den Berg hinauf. Es blüht am Strassenrand und die Sträucher wachsen wieder, alles ist wieder grün, es ist bald 3 Jahre her seit dem Brand-stiftung.

Nach ca. 30 Minuten komme ich in eine kleine Ortschaft, da gibts zum Glück eine Taverne und es ist genau 12 Uhr Mittag, Zeit zur Einkehr. Ein Tisch ist noch frei, es gibt Lamm und Pommes und gebratenen Käse. Zaganaki. Nach dem Dessert gehts weiter den Berg hinauf, am Kloster vorbei, durch Wäder über Brücken bis zu einem schönen Wasserfall. 

Von dort wandere ich den Berg rauf, bis mir die Puste ausgeht. Nach einer kurzen Pause gehts wieder zurück zum Roller. Auf der rasanten Fahrt zurück ans Meer, halte ich beim Kloster, hab mich nicht rein getraut, ist ein Frauenkloster!!  Am späteren Nachmittag war ich wieder zurück beim Schiff, hat Spass gemacht die Rollerfahrt. War auch eine schöne Abwechslung von der Arbeit am Schiff. 

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Via Zürich - Belgrad nach Griechenland

Nach etwas mehr als einem Monat in der Schweiz, gehts zum zweiten Mal dieses Jahr zum Schiff. Jetzt mit dem Reisecar. Hab mir das so ausgedacht, weil ich wieder viel Gepäck hatte. Ausserdem wollte ich mal sehen wie es sich anfühlt so weit mit dem Bus zu reisen und die Vielfliegerei macht meinen kleinen Ökofussabdruck zu nichte, da ist es ökonomischer mit dem Bus, aber viel länger und unbequemer. 

Brigitte hat mich nach St.Gallen gebracht, dort wurde ich abgeholt und nach Zürich zum Busbahnhof gebracht. Um 17 Uhr gings dann los mit dem Bus Richtung Gotthard, in Lugano sind nochmals Leute zugestiegen, nun war der Bus voll. Ab und zu gabs einen Kaffee und Rauchstopp. Sogar mitten in der Nacht um 03.00 Uhr. Die Fahrt war angenehm, konnte mich mit dem Tessiner wenigstens in Italienisch unterhalten. Alle anderen waren Serben und sprachen kein Deutsch! Immer wieder mussten wir an den Grenzen aussteigen und die Pässe wurden kontrolliert.  Wir fahren auf der Autobahn immer wieder durch flache, fruchtbare Landschaften, wo Getreide angepflanzt wird. Felder soweit das Auge reicht.  Die Landschaft gleicht sich in Slowenien, Kroatien und dann Serbien. Um 10.30 Uhr waren wir pünktlich in Belgrad.

Ich türmte mein Gepäck neben dem Car auf. Wie gehts nun weiter ? Wo fährt der Grieche ab? Zum Glück kommt ein Gepäckträger mit einem Sackwagen, der bringt mich zur Information und danach weiter, zum FPT Office, das ausserhalb vom riesigen Bushof ist. Dort kann ich mein Gepäck bis am Abend lagern und zu Fuss die Stadt erkunden. 

Belgrad liegt an der Donau, ein grosses Schweizer Flusskreuzfahrtschiff liegt am Pier. Ich schlendere der Promenade entlang und rauf zur Mittelalterlichen Burg. Das Wahrzeichen von Belgrad. Daran schliesst die noble Fussgängerzone an. Mir bleibt genug Zeit die Altstadt zu erkunden, bis es dann abends um  19.30 Uhr weiter geht. 

Der Chauffeur war nicht grad glücklich über meine vielen Gepäckstücke, er war eh schlecht gelaunt, was sich dann aber während der Fahrt stark verbessert hat. Leider lief nun die ganz Zeit der Fernseher, aber es ging zügig voran. Auch am Zoll nach Nordmazedonien ging es flott, natürlich alle aussteigen und Pässe kontrollieren. Dann nach ein paar Stunden die Grenze zu Griechenland, auch hier wurden die Pässe eingesammelt und kontrolliert, wir konnten im  Bus bleiben.

Via Thessaloniki und Larissa fuhr der Bus dann am Meer entlang bis wir in Arkitsa vorbei kamen, da liess mich der Chauffeur aussteigen, von der Autobahn bis zur Fähre nach Euböa sind es nur ein Kilometer. 

Nur ein Kilometer, mit dem Gepäck, ich musste das Gepäck etappenweise vorwärts tragen, bis ein Taxi kam und mich zur Fähre brachte. Auf Euböa in Edipsos hat mich Eelco abgeholt und zur Werft mitgenommen. Genau 49 Stunden war ich unterwegs, aber nun stehen alle Sachen unter dem Schiff und die Arbeit beginnt. 

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Ancona, die Altstadt überrascht

Die Fähre legt am Nachmittag nach fast 22 Stunden Fahrt in Ancona an, schnell sind die wenigen Autos entladen. Wir suchen ein Hotel in der Altstadt, aber es entspricht keines unseren Wünschen. So parken wir das Auto in der Altstadt.

Nun gehts zu Fuss durch die schmalen Gassen. Hoch ragen die Häuserzeilen in die Höhe. Wir suchen die Kathedrale die oberhalb vom Hafen liegt und von der Fähre aus so mächtig ausgeschaut hat. Es reiht sich ein Palast an den nächsten. Kirchen mit verzierten Portalen und kleine Parkanlagen. Zuerst sehen wir die grüne Kuppel, dann erscheint auch schon die Kathedrale San Ciriaco vor uns. Oberhalb der Treppe bewachen zwei Löwen den Eingang. Drinnen ist es eher schlicht, wenn man mit den ortodoxen Kirchen in Griechenland vergleicht. 

Von der Terrasse vor der Kathedrale hat man einen tollen Blick über den Hafen und die geschwungene Uferstrasse. Auf einer künstlichen Insel im Hafen, liegt das  5eckige Lazzaretto, da gibts Museen und Potenzial für viel kulturelle Ausstellungsräume. 

Wir schlendern bis zum Hafen und über breite Alleen und Plätze wieder den Hügel rauf bis zum Auto. 

Dann gehts weiter, der Küstenstrasse entlang, bis wir zufällig ein Albergo finden, nebenan links eine Pizzeria und nebenan rechts eine typischen italienische Bar mit Wettbüro. Das passt alles zusammen Apero in der Bar und in der Pizzeria gibts eine grosse Foccacia, dann Spaghetti Vogole, Salat und Pizza Tonno. 

 

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Rückreise via Patras

Wie die Zeit vergeht, schon sind Flo und ich schon 10 Tage in Limni. Die Arbeiten die wir machen wollten sind gemacht. Peter hat uns mit seinem Fachwissen geholfen und uns unterstützt. Die Winschen laufen alle wieder und das Seeventil ist ausgetauscht. Nun braucht die Serenità nur noch den Unterwasseranstrich, dann kommt das Schiff ins Wasser. 

Am Montagmorgen 18. März starten wir zur Rückreise. Wir fahren durch die Berge von Euböa bis Chalkida, dann weiter nach Athen bis zum Kanal von Korinth. Dort machen wir einen Halt und schauen uns den 80 Meter tiefen Einschnitt bei der Meerenge an. Tief gehts runter bis zur schmalen Wasserstrasse. Schon wieder ist der Kanal unpassierbar, wir sehen, dass ein Stück der Felswand abgerutscht ist. 

Mittagpause machen wir vor Patras in einer Fischtaverne. Das letzte Mal Oktopus, Muscheln und Kalamari. 

Wir kaufen die Tickets für die Fähre nach Ancona direkt in Patras am Schalter, ist günstiger als mit der Reservation vorab. Danach haben wir noch Zeit die wunderschöne Andreas-Kirche, Schutzheiliger der Stadt, in der Nähe vom Hafen anzuschauen und uns von Griechenland zu verabschieden.

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Neumontage Ankerwinsch

Grosse Probleme hat letztes Jahr die Ankerwinsch gemacht, Lefteris aus Limni hat den Einbau der neuen Winsch schlecht gemacht, vielleicht war ausserdem der Motor der Winsch schon defekt geliefert worden. Schlecht war die Verkabelung des Motors, ich hab zusammen mit Peter 2,5 Meter Kabel ausgebaut, da waren viel zu viele Kabelverlängerungen eingebaut. Das haben wir nun viel schlanker angeschlossen.

Zudem haben wir die Materialdicke der Decke gemessen und festgestellt, dass nicht überall die gleiche Materialstärke ist. Das hab ich plangeschliffen, war eine staubige unangenehme Arbeit. Aber das hat sich gelohnt, nun liegt die Winsch parallel am Deck auf und die Welle dreht frei. 

Freue mich jetzt schon drauf, wenn der Anker wieder in einer einsamen Bucht durchs glasklare Wasser in den Sand fällt. 

Meine elektrischen Genuawinschen sind an der Lithiumbatterie angeschlossen, das hat so nicht funktioniert, die Lithium ist für so kurze starke Belastungen nicht geeignet. So haben wir die fingerdicken 50mm2 Kabel von der Winsch nach vorne zur Bugbatterie des Ankers verlängert. Zum Glück konnten wir die alten Kabel die vor der Lithiumgeschichte für den Anker gebraucht wurden verwenden. So konnten wir uns viel Arbeit mit Kabel verlegen hinter all den Verbauungen und dem WC ersparen. 

Nun drehen die beiden Winschen einwandfrei und die Lithium wird nicht überstrapaziert. 

Den Abend verbringen wir zusammen im Appartement Flo serviert Salate und Gemüse. An Seemansgarn fehlt es nie, so sind diese Abend unterhaltsam und interessant. 

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Arbeitsfrei

Dank dem Auto das wir in Arosa gemietet haben, können wir zum Einkaufen nach Limni oder zum 20 km entfernten absolut genialen Handwerkershop nach Mandoudhion fahren. Dort finden wir die passenden Kabelschuhe, Kabelverbinder, Teflonband, Schrumpfschläuche, Abwasserschlauch und vieles mehr. Fast wie Weihnachten.... 

Wir nutzen das Auto für einen Ausflug nach Loutra zu den heissen Quellen. Auf dem Weg dorhin fahren wir beim Metallverarbeiter vorbei, er hat für mich neue Kunststoffrollen für die Genuaholepunkte gedreht, zum Glück sind sie über den Winter fertig gemacht worden. Man weiss ja nie bei den Griechen. 

Weiter gehts nach Loutra. Noch hat es wenig Badegäste in den heissen Steinbadewannen, das Wasser fliesst mit über 70 Grad aus der Tiefe. Sogar das Meerwasser ist am Ufer warm genug zum Schwimmen. 

So erleben wir einen gemütlichen Nachmittag am Strand und im heissen Wasser, soll gesund für die alten Knochen und Gelenke sein. Sogar der Labrador geniesst die erhitzen Steine oder ist er nur wegen der schlanken Blondine hier, scheint seine Chefin zu sein. 

Nach einem grossen Bier vom Fass, fahren wir zurück in die Werft. Dort gibts wieder einen Grillabend. Wir braten die vielen Shrimps auf dem Feuer und im Schiff von Martina und Peter kommt in der Pfanne noch der Knoblauch und Olivenöl und Gewürze dazu. Lecker.

Draussen hats zu regnen begonnen, aber in der geräumigen Alina ists wunderbar warm und gemütlich. Wir sind echt ein tolles Team. 

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Gasleitung und Seeventil auswechseln

Nun gehts los mit den vielen Arbeiten am Schiff. Das Wetter spielt mit, es ist trocken, aber kühl, ein dicker Pullover ist nötig, es hat 8 Grad in der Nacht und ist immer windig. 

Zuerst wage ich mich an die Gasleitung die ausgewechselt werden muss, doch die Verschraubung lässt sich nach den vielen Jahren nicht öffnen. Ich wollte schon die Kupferleitung durchsägen, aber Peter löst die Mutter mit zwei Hämmern und viel Gefühl beim Draufschlagen. Plötzlich lässt sich die Mutter öffen!! 

Für einen Spaziergang am Meer gibts genug Zeit, vorallem am frühen Morgen, wenns noch zu kalt zum Arbeiten ist. Manchmal schwimmen Delfine ganz nah am Ufer vorbei.

Als nächstes bauen wir das Seeventil vom Wasseransaug des Motors aus. Der Griff hat sich schon total zersetzt. Mit dem Multitool von Bosch, sägt Peter das Ventil von innen durch, bis der Hahn und der Borddruchlass rausbrechen. Mit Sikakleber wird der neue Borddurchlass eingeklebt. Nicht ganz einfach bei so wenig Platz im Schiff.  Wir kochen oft zusammen oder fahren nach Limni in die Taverne. Aber wenns windstill ist machen wir oft ein Feuer und brutzeln grosse Koteletts und griechische Würste.

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Frühstart in die Saison 2024

Dieses Jahr gehts schon sehr früh zum Schiff nach Limni. Flo und ich haben uns mit Peter und Martina auf der Werft verabredet. Wir haben einige technische Sachen zu reparieren und da will uns Peter mit seinem Wissen helfen.

Die lange Reise beginnt am 4. März. Ich nehme den Zug nach Chur, dort wartet Flo auf mich, zusammen fahren wir mit dem Auto Richtung Süden. Wir haben viel Gepäck, das Auto ist voll mit Segeln, Klapprad. Wir kommen gut voran und sind am frühen Abend in Cattoloca, wo wir übernachten. Die Fähre von Ancona fährt am Dienstag Nachmittag so haben wir Zeit, für die restliche Strecke nach Ancona. Die Überfahrt nach Igouminitsa dauert 17 Stunden, es sind 630 Km. Es wird eine lange Nacht auf den Polster im Salon.

Um 8 Uhr am Morgen kommen wir im Nordwesten von Griechenland an, nun haben wir den ganzen Tag Zeit quer durch Griechenland über die Berge, vom Ionischen Meer zur Ägais zu fahren. 

Nochmals gehts rauf bis zu den schneebedeckten Bergen, durch viele Tunnels und über unzählige Brücken. Angela sei dank, die Autobahnen sind super ausgebaut.

Am Mittag haben wir die Berge hinter uns. Wir kommen nach Meteora, steil aufragende Felsen, auf denen die Mönche ihre Klöster gebaut haben sind schon von Weitem zu sehen. Eindrücklich, wir erkunden das Dorf das sich an die kahlen Felsen schmiegt und finden eine Taverne die geöffnet hat. Noch sind die Touristenbusse nicht hier. In Griechenland ist noch Winter. 

Weiter gehts auf der Autobahn. Um 17 Uhr erreichen wir die Fähre bei Arkitsa. Die bringt uns rüber auf die Insel Euböa, nach Loutra-Edipsos. Auf Umwegen, weil die Strasse wegen Steinschlag gesperrt ist, kommen wir am Abend in Limni an. Uff geschafft, war eine lange Fahrt, wir haben aber viel gesehen und eindrücklich erfahren, wie weit weg Griechenland und die Ägäis ist. 

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Saisonende 2023

Im Hafen von Limni geht nun eine abwechslungs- und ereignissreiche Segelsaison zu Ende. Wir waschen alle Segel und verstauen sie im Schiff, die Schoten und Festmacherleiner werden vom Salz befreit, Fallen werden ausgezogen und durch dünne Leinen ersetzt. Die Ankerwinsch ist immer noch ein grosses Thema, wir nehmen sie wieder mal auseinander und suchen nach der Ursache von ihrer schlechten Leistung. 

Am Abend stürzen wir uns ins Nachtleben von Limni, eine noble Bar hat neu eröffnet. Das einzige Nachtleben hier, aber Limni verändert sich, viele neue Shops haben dieses Jahr in renovierten Häusern an der Promenade eröffnet. 

Nun beginnt der letzte Tag für Dominique und Jürg, Koffer packen und letzte Souvenirs einkaufen. 

Am letzten Abend gibts einen kulinarischen Höhepunkt auf dem Schiff, ein riesiges Rinderfilet wird von Jürg im Backofen zubereitet.

So ist auch dieser Segeltörn schon wieder Geschichte, war eine tolle Zeit, die Sporaden haben viele schöne Inseln, wir haben fast alle besucht. 

Früh am Morgen fährt der Bus nach Chalkida ab, für Dominique und Jürg beginnt die Heimreise. 

Die Serenità wird am Samstag ausgewassert, so bleiben mir vier Tage auf der Werft und das Schiff winterfest zu machen. Dann reise ich mit Bus und Zug zurück nach Athen und fliege in die Schweiz. 

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die heissen Quellen von Loutra

Loutra hat nicht nur einen Fischerhafen und eine Fährverbindung zum Festland, am berühmtesten sind die heissen Quellen. Eindrücklich wie das heisse Wasser aus dem Boden sprudelt oder der Strasse entlang zum Meer fliesst. Seit über 100 Jahren gibts hier den Bädertourismus, imposante Kurhotels sind alte Zeitzeugen. 

Nun Ende Oktober sind keine Touristen mehr hier, wir haben die Becken mit dem heissen Wasser für uns alleine. 76 Grad heiss kommt das Wasser an die Oberfläche, die mineralischen Ablagerungen haben das Ufer mt einer dicken Sinterschicht überzogen. Im steinernen Naturbecken lässt es sich entspannt geniessen. Zur Abkühlung gibts einen Sprung ins Meer. 

 

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vom Nebel in die Sonne

Nun sind wir auf dem Weg nach Limni, dort ist auch dieses Jahr der Winterliegeplatz der Serenità. Wir ankern in der Bucht Vathikelou und staunen am Morgen, es ist neblig und nochmehr staunen wir über den Dreck der um unser Schiff schwimmt. Plastik hat sich an unseren Landleinen gestaut hat, so muss das Dinghi ins Wasser, da will niemand schwimmend die Leinen lösen.

Leider gibts wenig bis kein Wind, so hilft der Diesel vorwärts. Am Mittag riecht es wieder fein aus der Küche und auch der Nebel lichtet sich, der blaue Himmel und die weite, grüne Landschaft zeigen sich.

Wir legen im Hafen von Loutra an, umringt von Fischerbooten wie immer. Gibts überhaupt noch Fische zu fangen? So viele Schiffe sind täglich unterwegs, und hier ist nicht der grosse Ozean, nein, nur die begrenzte Meerenge zwischen Festland und Euböa. Im Mittelmeer werden im Jahr 158'000 Tonnen Sardinen und 104'000 Tonnen Sardellen/Anchovis gefangen. Kein Wunder sieht man keine Delphine mehr. 

 

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Insel Paliò Trikeri

Von Pefki dem kleinen Fischerdorf, mit dem Hafen, der für Yachten eher ungeeignet ist und wir auch nicht willkommen waren, legen wir am Morgen ab Richtung Golf von Volos. Wir wollen zu Insel Paliò Trikeri. Die kleine Insel liegt am Eingang zum Golf.

Vor der Taverne gibts einen Pier, da hat es gerade genug Platz für die Serenità. Hier ist die absolute Ruhe, keine Stress weit und breit, sogar der Tavernenwirt ist die Ruhe selbst. 

Klar setzten wir uns auf die Terasse direkt am Wasser und bestellen Fisch und Wein. Hier ist es echt gemütlich, nichts deutet auf den Rummel in der Sommerzeit hin, alle sind relaxt, es scheint, wir sind im Paradies gestrandet. Ob das grosse Kloster auf dem nahen Hügel diese Ruhe aussendet, oder das Wissen, dass die Argonauten schon hier waren und die Argo hier neu verpecht wurde. Ein Ort fast ausserhalb von Raum und Zeit. Eine winzige Insel, kaum Anschluss an die grosse Welt. Nur ab und zu setzt eine Fähre rüber ans nahe Festland. 

 

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das Meer ist vermüllt

Von der Insel Alonnisos segeln wir nach Skopelos und von dort mit einem langen Schlag bis zur Nordseite der Insel Euböa. Es weht nur wenig Wind und der Diesel muss helfen. 

Seit dem Unwetter im September schwimmt auf der Wasseroberfläche eine riesige Menge Plastik, da wurden ganze Müllhalden bei Volos ins Meer gespühlt. Nun sind die Flussufer wieder sauber, dafür das Meer vermüllt. Die Strömung zwischen Euböa und Festland schiebt die Plastik Felder hin und her, das schon seit mehr als einem Monat. Bei Sturm landet der Plastikabfall am Strand. Es sieht einfach schrecklich aus.

Bis zur nächsten Badesaison ist vermutlich der Strand aufgeräumt, das heisst der Abfall abgefackelt, als schwarzer Rauch in Luft aufgelöst. Entsorgt nach neuesten EU-Vorschriften!!

Dieser Plastik ist ein Teil der 12,7 Millionen Tonnen die jedes Jahr im Meer entsorgt werden.

Bei Sonnenuntergang vergisst man den Dreck, die Stimmung hellt sich auf und aus der nahen Taverne weht ein Duft von Gyros und Ouzo über den Hafen. 

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Regenwetter

Schon früh am Morgen machen wir uns bereit, Regenklamotten und Schwimmwesten liegen bereit. Nach dem obligaten zweiten Kaffee warten wir noch bis die Fähre abgelegt hat, dann lösen auch wir die Leinen und legen ab. 

Der Nordwind steht günstig, nicht so stark wie gehofft, aber wir können alle Meilen bis Alonnisos segeln. Ab und zu regnet es und dunkle Wolken bringen kräftige Windböen, aber auch an diesem trüben Tag macht das Segeln freude. Wir legen in der Stadt Partitri an. Wir sind die einzigen, kein guter Liegeplatz, aber für eine Nacht wirds schon gehen. Hoffentlich dreht der Wind nicht auf Südost, sonst müssen wir den Platz, wegen dem Schwell, sofort verlassen. 

Zum Aufwärmen und für den kleinen Hunger gehts in die nahe Taverne, die einzige die noch offen hat um diese Jahreszeit. 

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Skyros

Wir liegen im kleinen Hafen von Linaria, auf der Insel Skyros und es ist Starkwind und Regen auf dem Wetterkanal vorhergesagt. So bleiben wir einen Tag hier und wollen drei Mofas mieten, dafür sollen wir 95 Euros bezahlen. Das ist viel zu viel. Ich rufe eine Autovermietung an und der bringt ein kleines Auto, das kostet uns 35 Euros und wir können zusammen um die Insel fahren. Vorallem wollen wir die Stadt Skyros anschauen. Dort erklimmen wir die Burg, welche steil oberhalb der Stadt auf dem Berg tront. Nach dem Mittagessen beim Italiener, kurven wir der Küste entlang um die ganze Insel. Es gibt nicht allviel zu sehen, viele Wälder und Weiden und Äcker. So sind wir beim Dunkel werden zurück beim Schiff. 

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mit Jürg und Dominique

Jürg und Dominique kommen wieder zum Segeln auf die Serenità. Dieses Jahr gibts keine Ägäis-Quer, wir wollen kreuz und quer Sporaden und zum Schluss in Limni im Hafen anlegen.

Vor dem Ablegen bunkern wir Lebensmittel und auch ein paar Bier, durstiges Wetter ist angesagt. Nach dem Verstauen der vielen Einkäufe, was nicht ganz einfach war, legen wir ab und segeln nach Skopelos, Neo Klima. Dort wagen wir uns an die Fische in der Salzkruste. Die waren wirklich lecker, und so einfach zubereitet im Backofen.

Am nächsten Tag segeln wir ums Nordcap von Skopelos, Dominique steht in der Kombüse und zaubert eine feine Tortilla auf den Tisch, zum Glück gibts wenig Wind und keine Wellen. 

In Skopelos geniessen wir das Frühstück in einer Bäckerei, danach legen wir ab mit dem Ziel "Nisisda Skàntzoura" eine kleine unbewohnt Insel auf der Strecke nach Skyros. Die Insel steht unter Naturschutz, Fischfang verbot, das hat der Bonito hoffentlich nicht gewusst der uns plötzlich an der Angel hing. So gabs frischen Fisch zum Znacht, in der einsamen Ankerbucht. Am nächsten Tag frischte der Wind auf, Nordost, bis 30 Knoten, so rauschten wir die 28 Meilen nach Skyros mit tollem Wind. 

 

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Kloster Evangelistria

Dank dem Faltrad kann ich auch Sehenswürdigkeiten anschauen, die nicht unmittelbar beim Hafen sind. So auch das Moni Evangelistria aus dem 16. Jahrhundert, welches abgelegen in den Hügeln oberhalb Skiathos liegt. Durch Olivenhaine und kleine Dörfer geht es rauf in die Berge. Die Strasse ist teilweise sehr steil, da konnte ich nur zu Fuss gehen. Die Aussicht über das Meer bis nach Skopelos war eindrücklich. 

Das Kloster betritt man durch ein grosses Tor, drinnen gibts eine Kirche mit bemalter Decke, berühmt sind die vielen Ikonen an den Wänden. 

Es gibt ein interessantes Museum, mit einer Küche mit einer Feuerstelle mitten drin, eingerichtet aus Gründerzeit. Alles ist perfekt ausgestellt und zeigt wie das Klosterleben früher aussah. Die malerische Lage in abgeschiedener Umgebung, macht das Kloster zu einem Ort der Stille und der Ruhe. 

Im Museum war eine Filmcrew vom Deutschen Fernsehen und so wurde ich freundlich aufgefordert nicht im Weg zu stehen! Eigentlich war das Museum für die Öffentlichkeit geschlossen. 

Beim Eingang zum Klostergarten gibts eine grosse Kapelle da durfte ich sogar ein Foto machen.

Danach gings im rasanten Tempo die Strasse runter zum Hafen. Zurück in die Hektik der Stadt, mit den Fähren, Flugzeugen,Taxis und den vielen Segelschiffen.

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zurück nach Skiathos

Wie die Zeit doch manchmal so schnell vergeht, weil es so Schönsten ist, oder warum auch immer? Doch es ist einfach so, oder fühlt sich so an.

Schon ist die harmonische Ferienzeit mit Christine zu Ende. La Capitana fliegt wieder zurück nach München, der Arbeitsalltag wartet. So segeln wir von Skopelos zurück nach Skiathos und legen im schmucken, alten Hafen an. 

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Inselhüpfen in den Sporaden

Die Inseln der Sporaden haben meistens moderate Windstärken, dass es aber auch anders sein kann haben wir schon erlebt. Diese Woche sind wir nun hin und her zwischen Skopelos, Alloniso und der kleinen Insel Nisos Peristera gesegelt. Je nach Windrichtung, die Distanzen sind nicht gross. So sind wir für einen Badestopp nach Steni Vala gesegelt, aber für die Nacht wegen dem aufkommenden Nordostwind rüber zur Insel Peristera. 

Am nächsten Morgen haben wir dann den Nordostwind genutzt und sind südwärts bis zum Cap Amarandos, meiner Lieblingsbucht. Da hat die Serenità ihre ganze Stärke gezeigt, wir waren mega flott unterwegs. Das war ein toller Segeltag. Sowieso brauchen wir den Diesel nur zum Anlegen, sonst schickt uns Posaidon immer guten Wind. Beim Cap Amarandos bleiben wir zwei Tage, fahren mit dem Dingi nach Agnontas zur Fischtaverne, trinken a Bierle und essen Frutti di Golfo. Am Ankerplatz angeln wir nach Tintenfischen, ein Oktopus zappelt an der Angel, doch ins Schiff bringen wir den quirligen Kerl nicht. Die sollen ja so was von intelligent sein, aber angebissen hat er trotzdem zwei Mal. 

Schnell vergeht so ein Tag am Ankerplatz, schwimmen, Yoga, Uferwanderung, kochen, angeln und faulenzen. 

Bald müssen wir rüber nach Skiathos, Christine fliegt zurück ins Regenwetter. 

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Die berühmte Kapelle

Weiter gehts mit dem Mofa auf einer kurvenreichen, schmalen Strasse auf die andere Inselseite. Schon von weit oben ist der Felsen mit der Kapelle zu sehen. Die Strasse führt steil runter, an einem Kloster vorbei bis zum Strand. Dort auf einem grossen Felsklotz steht die kleine Kapelle. Eine unscheinbare Kirche die im nirgendwo an der Küste von Slopelos steht. Abgelegen wie alle Klöster in Griechenland. Eine steile Treppe führt hinauf, zum Glück gibts ein stabiles Geländer, ansonster wäre das nur für geübte Alpinisten. 

Das ist der Magnet für soviele Mamma mia Fans. Für Botaniker ist der uralte, knorrige Olivenbaum der neben der Kapelle steht eindrücklicher.

Sollte ich mir diesen ABBA Film mit Maryl Streep nun auch noch reinziehen, hab den Musikfilm noch nie gesehen? Vielleicht an einem kalten Winterabend. 

Zurück geniessen wir den Fahrtwind und kommen nach 40 Km genau beim Dunkel werden in Skopelos an. 

 

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Motorradtour nach Glossa

Von Allonisos mit den tollen Ankerplätzen gehts mit dem Nordostwind zurück zur Insel Skopelos. Wir segeln zur Stadt Skopelos und ankern an der Hafenmauer. Die Stadt mit der Kapelle über dem Hafen liegt sanft am Berghang, ein wunderschöner Blick, die weissen Häuser und die roten Dächer. 

Am Abend spazieren wir durch die Gassen, viel ist nicht los, die Saison ist vorbei, viele Boutiquen haben schon geschlossen, die kleinen Tavernen auch. Am Hafen gibts bei Maria ein, zwei Gläser Wein und weil der so lecker schmeckt, entscheiden wir uns, sitzen zu bleiben und hier zu Essen. Die Speisen werden in der Küche ausgewählt, sind lecker und halt echt griechisch. Zwei Musikanten spielen und so wirds ein gemütlicher Abend am Hafen. Ausser, dass unsere Tischnachbarin vom Stuhl kippt und mit dem Stuhl unsere beiden Velos beschädigt, meins ist nachher unbrauchbar. Frauen sollten sich nicht selber "schön" trinken!

Am nächsten Morgen mieten wir zwei Mofas und kurven durch die ganze Insel, das macht Spass, rauf gehts in die Wälder und wieder runter ans Meer. Wir überqueren die Insel und am Mittag sind wir oben im Bergdorf Glossa.  

Im besten Restaurant mit Weitblick über die vorgelagerten Insel finden wir einen Platz auf dem schmalen Balkon. Wir lassen uns verwöhnen, der Tag ist ja so schön. 

 

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Segeln pur

Das nächste Unwetter ist vorhergesagt. Ich hab 70 Meter Kette ausgelegt, der Wind kommt volle Breitseite, ausser dass die Fallen überall klappern und es ein bisschen regnet geht der Sturm in Skiathos glimpflich vorbei. Anders in Volos und Achillo, in Volos wird die ganze Stadt nochmals überschwemmt und in Achillo sink sogar eine Segelyacht am Pier. 

Christine bringt Schwung aufs Schiff, ich muss mit zum Schwimmen und Velofahren, Shoppen und Yoga machen. Nach zwei Tagen mit Regenwetter und Wind können wir am Donnerstag ablegen. Wir segeln nach Skopelos in die Bucht Palmiros. Mit Anker und Landleinen liegen wir sicher neben den anderen Schiffen. Wunderschön wie die Kiefern bis zur Wasserline stehen, nur ein Felsband säumt das Ufer. 

Der Wind ist uns gut gestimmt, wir segeln zur nächsten Insel der Sporaden, nach Allonisos. Dort gibts viele ruhige Buchten mit sandigem, türkisblauem  Ankergrund. Auch hier sind wir mitten in der Natur. Als Segler kann man die tollsten Buchten entdecken und im Herbst sind nicht mehr so viele Schiffe unterwegs, so können wir die Idylle in Ruhe geniessen. 

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Skopelos

Nun hab ich ein paar Tage Zeit alleine unterwegs zu sein. Es ist nicht weit nach Skopelos, nur einige Meilen. In Neo Klima gibt es einen kleinen Hafen, dorthin bringt mich der Nordostwind, der hier fast immer weht, mal kräftig mal schwach. Heute wehts nur schwach. In Neo Klima gibts einen wunderschönen Kiesstrand unterhalb der Felsklippen. Das ist ein lohnender Spaziergang, barfuss der Wasserkante entlang laufen, die Steine spühren, den Wellen ausweichen und am Schluss ins azurblaue, glasklare Wasser springen.

Von Neo Klima segle ich südwärts, ein paar Meilen bis Limnonari. Eine Bucht mit Sandstrand und Taverne. Nach zwei Tagen gehts weiter in die nächste Bucht, Agnontas heisst der Ort, doch dort scheint es mir zu unsicher, da die Fähre täglich hierher kommt und in dieser Bucht am Pier anlegt. So fahre ich nur ums Eck und finde einen Ankerplatz in der schmalen Bucht beim Cap Amarandos. Hier ist nur Platz für ein Schiff, so klein ist die Bucht. Das ist wohl der schönste Ankerplatze den ich kennen gelernt habe. Ich bleibe ein paar Tage, schwimme, wandere ins nahe Agnontas, klettere über die Felsen zu den Pinien, dorthin wo eine Szene von "Mamma mia" gedreht wurde. Auf der Wanderung ins Dorf ist der Waldbrand der hier vor Jahren die Bäume zerstört hat noch zu riechen, viele schwaren Stämme sind noch zu sehen, aber die jungen Kiefern sind schon etwa ein Meter hoch und wachens mit leuchtendem Grün. Am letzten Abend auf Skopelos lass ich mich in der Tavern verwöhnen,  erst mit den letzen Sonnenstrahlen mach ich mich auf dem Rückweg zum Schiff. 

Am nächsten Tag gehts zurück nach Skiathos, freue mich, dass Christine bald eintrifft.

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Strom für die Kaffeesucht

Nun da ich eine Lithium Batterie installiert habe, sollte es doch möglich sein, einen Kaffee auch am Ankerplatz ohne Landstrom zu machen. 

Dazu braucht es einen Inverter und ein paar Meter Kabel. Dann noch alles zusammen klemmen, eine Sicherung zwischen Batterien und Inverter und schon fliesst der Strom. Aus 12 Volt wird 230 Volt. 

So ein Kaffeegenuss jeden Morgen, hilft dem Skipper in Schwung zu kommen. 

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zurück nach Skiathos

Nun hat sich der Sturm aufgelöst, der durch die ganze Ägäis bis nach Libyen gefegt ist. Wir sind mit dem Diesel unterwegs im nordwesten der Insel Euböa. In der Bucht "Ormos Vathikelou" ankern wir für eine Nacht. Am nächsten Vormittag gehts weiter bis nach Orei, das sind nur 8 Meilen. Kaum aus der Bucht raus sehen wir die "Nai ut" mit Gert und Gaby. Wir segeln zusammen Richtung Orei, das grosse Schiff ist natürlich schneller unterwegs. 

Nun beginnt schon der letzte Segeltag für Arthur und Akke, wir verlassen Orei und segeln langsam nach Westen, in der Ferne sehen wir schon die Insel Skiathos. Wir ankern bei der vorgelagerten Insel "Nisidha Tsoungria". Nochmals baden im glasklaren, karibikblauen Wasser. Der Sonnenuntergang ist ein Schauspiel, rotgolden leuchten die Wolken am Westhimmel.

Das war ein toller Abschluss dieser zwei abwechslungsreichen Wochen, mit vielen Erlebnissen, Stürmen und Flauten, guter Stimmung an Bord, das Schiff ohne Schrammen und vorallem die ganze Crew heil und gesund am Ziel. 

Am nächsten Morgen sind es nur noch 3 Meilen bis in den alten Hafen von Skiathos. Da gehts sofort zur Shoppingmeile in die Altstadt, am späten Abend ist dann der Rückflug von Arthur und Akke nach München. 

Nun bleiben die Erinnerungen an eine schöne Zeit zusammen. 

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Neo Artaki nach Loutra

Wie immer öffnet sich die Brücke von Chalkida erst spät in der Nacht. Zuerst passieren zwei kleine Frachter von Norden und ein Frachter von Süden die Brücke. Dann endlich sind wir an der Reihe. Viele Leute schauen uns zu und winken, schon ein kleines Spektakel wie wir durch dieses Nadelöhr fahren. 

Wir motoren weiter bis Neo Artaki, dort gibts einen Hafen, doch in der Nacht ist es nicht ganz einfach einen Platz zu finden. Wir legen längs am Pier an, nach dem Anlegerdrink müssen wir leider wieder weg, da später, so um 3 Uhr nachts, die Fischerboote zurückkommen. So ankern wir in der Nähe, im Schutz der Hafenmauer. Endlich schlafen, schlafen bis uns die Fischerboote mit ihrem Lärm wieder wecken. 

Der Tag beginnt mit bedrohlichen Wolken, was kommt da wohl auf uns zu? Wir segeln mit wieder stürmischem Wind und immer wieder Böen über 30 Knoten, nordwärts. Wir wechseln uns ab beim Steuern und so geniessen wir auch  diesen langen Schlag in guter Stimmung. In Loutra legen wir im Fischerhafen an, es gibt frische Vitamine aus der Kombüse, Akke ist unser grosser Zauberer. Danach spazieren wir zu den heissen Quellen und entspannen im warmen Wasser. 

 

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Chalkida

Nach einem weiteren stürmischen Tag mit Wind über 30 Knoten, aber zum Glück nicht mehr direkt auf die Nase erreichen wir den Ankerplatz vor der Brücke bei Chalkida. Da die Brücke am Samstag nicht geöffnet wird, haben wir nun bis Sonntagabend Zeit die Stadt zu erkunden und zu beobachten, wieviel Wasser die Gezeiten durch die Meerenge drückt. Das ist einmalig auf der Welt.

Wir erklimmen die Burg oberhalb der Stadt, staunen auf der Brücke, besuchen die Altstadt und geniessen das üppige Essen am Sonntagmittag in einer Taverne hinter der Moschee. Das war nicht nur kulinarisch fein und abwechslungsreich, es war auch interessant den griechischen Familien die zahlreich hier waren zuzuschauen was sie alles bestellen und wie viel die alle essen können. Zum Schluss gabs einen scharfen Tsipero (Grappa). 

Nun mussten wir nur noch warten bis um ca. 22 Uhr die Brücke öffnet. Obwohl erst September, waren wir nur zwei Segelschiffe, welche die Brücke passierten. 

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Gegenan nach Boufalo

Was erwartet heute wohl für ein auf uns. Gemäss unserer Vorhersage, sollte der Wind südlich von uns durchrauschen. Wir umfahren die Insel Megalonisos und sehen schon bald Gert und Gaby auf der "Nai ut". Der Wind weiss noch nicht genau wohin es geht, aber er wird dann immer stärker aus Nordost, der Motor mag nicht mehr gegenan,  wir setzten die Segel, stark gerefft und kreuzen gegen an. Die Serenità liegt gut im Wind und Welle, nur im Schiff fliegt alles auf die Leeseite, ich muss die Schubladen sichern und Luken und Schaps verriegen. Die Fussreling taucht in den Böen immer wieder runters Wasser. Wir segeln zwischen Festland und Eubös nordwärts, unser Tagesziel ist die geschützte Bucht Boufalo. 

Nach 31 Meilen bergen wir die Segel und fahren rein in die Bucht, ups kein Wind mehr, ruhig wie auf einem Bergsee, der Adrenalinspiegel senkt sich sofot. Wir sind umgeben von Land, nur ein paar Tavernen stehen am Ufer richtig entspannt, nach dem langen, anstrenden Tag.  

Kaum hat sich der Anker eingegraben, überrascht uns Akke mit einer bunten, gesunden Früchteplatte und dazu das scharfe, blaue Hochseefeuer. 

Da bleiben wir noch einen Tag, denn es soll morgen noch mehr Wind geben. Am Abend rudern wir ans Ufer, suchen eine Taverne die noch geöffnet hat und sind total überrascht vom tollen Service und den Köstlichkeiten die aus der Küche kommen. Da zaubert der Chef und seine Frau feinen Fisch auf den Tisch, so toll sieht das Restaurant von aussen gar nicht aus. Wir habens natürlich verdient nach dem stürmischen Tag auf dem Meer. 

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Dem Sturm ausweichen

Die Wetterlage ändert sich die nächsten Tag nicht, Nordostwind mit  30 - 40 Knoten und Regen in den Sporaden. So entscheiden wir uns dem Wind auszuweichen und rund um Euböa zu segeln. Gert und Gaby vom Nachbarschiff "Nei ut" haben sich auch für diese Route entschieden, wir werden sie bestimmt einige Male treffen.

Der erste Schlag ist mehr als entspannt, der Wind bläst von achtern, aber es ist weit bis zu dem Ankerplatz den wir anlaufen wollen. 71 Meilen. Gegen Abend sehen wir ein Gewitter über dem griechischen Festland. Hoffentlich kommt das nicht näher. Es wird bald Nacht, noch einige Meilen und wir haben die Insel Megalonisos erreicht. Endlich fällt der Anker und nun wirds schwarze Nacht. Der Regen peischt über die Bucht, wir sehen nichts mehr, ob der Anker wohl hält. Das Gewitter hat uns erreicht. Der Regen ist so stark und es Blitz und Donnert. Dank dem Kartenplotter sehe ich, dass wir sicher am Anker liegen. Das Unwetter ist so schnell gekommen, wir haben noch nicht mal einen Anleger getrunken. Uff das war knapp. Sehr knapp. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei und es wird eine ruhige Nacht. 

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Müllentsorgung

Das kleine Nest Linaria hat was Seltenes zu bieten. Vorbildliche Abfallentsorgung! Das hab ich in Griechenland noch nie gesehen. Aber es kann funktionieren, wie man sieht. Die Fähre wird das PET und Alu nach Euböa mitnehmen. Toll wie die Abfalltrennung in Linaria organisiert ist. 

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Hafenort Linaria

Linaria ist der windgeschützte Ort auf Skyros mit einer kleinen Marina samt sehr nettem Hafenmeister. Der Hauptort Skyros, die Chora, liegt auf der Nordseite, dort bläst im Sommer der Meltemi und es gibt keinen sicheren Hafen. So ist Linaria die Verbindung zu Euböa und dem Festland. Doch der Ort ist klein, eine Häuserzeile, vorallem Tavernen und ein Minimarkt und einige Häuser etwas erhöht hinter dem Hafen. Es ist beschaulich und gemütlich, nur wenn am Morgen und am Abend die Fähre kommt oder abfährt ist viel Betrieb, Lastwagen und Autos fahren am Hafen entlang. 

Wir bleiben zwei Tage hier, das Wetter lässt momentan keine Rückkehr in die Sporaden zu. Wir erkunden zu Fuss die Gegend rund ums Dorf, und entscheiden uns bis an die Nordseite der Insel zu spazieren. Es sind nur 6 Km, zurück bringt uns ein freundlicher Gast aus dem Strandkaffee. 

Am nächsten Tag nehmen wir den Bus nach Skyros Town, eine Stadt die auf einem Bergrücken liegt und von einer Burg überragt wird. Die Stadt ist versteckt hinter dem Berg und vom Meer aus nicht zu sehen, sicher wegen den Piraten.

Hier sind alle Häuser mit Flachdach, wir sind südlicher als die Sporaden, weniger Regen, anderer Baustil.  Doch jetzt beginnt es zu regnen, hoffentlich nicht so fest wie in Volos und Skyathos, es wird ungemütlich und wir müssen noch bis 18 Uhr auf den Bus zurück nach Linaria warten. 

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Skopelos bis Skyros

Nach einem Willkommenabend im Cockpit mit Arthur und Akke gehts am nächsten Morgen zum Einkaufen. Wir wollen ja einige Tage unabhängig unterwegs sein. Akke unser Smutje zauberte schon letztes Jahr viele Leckereien aus der Küche. So füllen wir den Kühlschrank und die Stauräume mit frischen Sachen vom Gemüsehändler in der Altstadt. 

Am Samstagmittag legen wir ab, die beiden Gäste freuen sich aufs Segeln und neues zu Entdecken und zu Erleben.
Wir kreuzen zwischen Skiatos und Skopelos, umrunden das Nordcap von Skopelos und segeln mit schönem Wind bis zur Stadt Skopelos. Die Stadt liegt geschützt in einer Bucht, die weissen Häuser schmiegen sich an den Bergrücken. Die Gassen sind schmal, nur für Fussgänger gemacht. Abends erkunden wir die Gassen, viele kleine Tavernen und Boutiquen wechseln sich ab, in der Altstadt ist für die Touristen hergerichtet. Trotzdem hat alles Charme und griechisches Flair. Irgendwie riecht es überall nach Ouzo, Sonne und Urlaub. 

Gemäss Wetterbericht kommt ein Unwetter von Nordosten auf die Sporaden zu, so entscheiden wir uns nach Skyros zu segeln, um wenigstens dem Regen auszuweichen. So segeln wir am nächsten Tag die über 50 Meilen nach Skyros, der Wind steht günstig, wir können bis zur Südküste von Skyros segeln, dort ankern wir und geniessen das Schwimmen in einer kleinen Bucht. Danach gehts durch eine winzige Lücke zwischen zwei Inseln durch, 10 Meter breit, 5 Meter tief, und schon sind wir in Linaria, wo uns der Hafenmeister mit dem Schlauchboot in eine Lücke zwischen die Schiffe buxiert. 

 

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Von Achillio nach Skiathos

Die Serenità liegt gut vertäut am Pier, sie hat das alleinsein gut überstanden. Alex und Miri haben ab und zu nach dem Schiff geschaut. Marco und Familie haben das Schiff seetüchtig verlassen, Batterien sind voll, Bilge ist trocken, so muss ich nur Früchte und Gemüse einkaufen und  Wasser auffüllen, um nach vier Tagen im Hafen von Achillo abzulegen. 

Endlich wieder unterwegs, nur wenig Wind um die Nase, so geht es mit Motor zu einem ruhigen, einsamen Ankerplatz. Wieder unter den Sternen übernachten, die Zickaden hören und die Stille und Ruhe geniessen, dass ist das Kontrastprogram zum "normalen" Leben. 

Von hier ist es nicht mehr weit bis Skiathos, dort lege ich an der Stadtmole an, ergattere einen der wenigen Plätze. Eigentlich den einzigen freien Platz. 

Nun warte ich auf Arthur und Akke, die am Freitag mit dem Flugzeug direkt aus München einfliegen. Zusammen werden wir zwei Wochen durch die Sporaden kreuzen. 

 

 

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Zurück in Athen

Für einige Wochen bin ich der Mittelmeer-Hitze entflohen. Ich war in der Schweiz und in Bayern, segeln auf dem Bodensee und auf dem Chiemsee, wandern und klettern in Kufstein. Es war eine abwechslungsreiche Zeit.

Nun gehts zurück nach Griechenland, zuerst für einen Tag Athen, durch die Gassen schlendern, den Flohmarkt besuchen, rund um die Akropolis wandern, einfach den Puls der Stadt fühlen. Abends und Nachts im Quartier Psiri die griechische Küche geniessen und der Musik zuhören.

Am nächsten Morgen die vielen Graffiti an den Wänden bestaunen, denn nun sind die Gassen leer, das Quartier erwacht erst am Mittag zu neuem Leben. 

Danach nehme ich das Taxi zum Bushof und mit dem Bus gehts weiter nach Almiros und Achillio. Dort wartet die Serenità auf mich. 

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Kottes, der kleine Fischerhafen

Die Bucht von Volos hat einiges zu bieten, die Industrie und Studentenstadt Volos, aber auch viel Natur und unverbaute bewaldete oder mit Olivenbäumen bepflanzte Uferzonen. Es finden sich auch viele Buchten und Einschnitte in der Landschaft, da gibts dann die schönsten Ankerplätze. 

So ein schöner Platz ist hinten in einer langen Bucht der Hafen Kottes. Es gibt nur eine Hafentaverne und ein paar Häuser. Wer was einkaufen will muss rauf auf den Berg nach Trikeri. Ich bin der einzige Segler im Hafen, der einzige Gast in der Taverne. Da der Wind von der Bucht in den Hafen weht, ist es etwas unruhig am Abend und all das schwimmende Plastikzeugs schwemmt es an die Hafenmauer. 

Am nächsten Morgen ist das Meer spiegelglatt, klasklar und nichts mehr zu sehen vom schwimmenden Plastik. 

Es ist so klar, dass ich Fotos von den Fischen machen kann. Nach einem gemütlich Morgen, lege ich ab und weiter gehts in die nächste Ankerbucht. 

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Vathikelou Bay

Die letzten Arbeiten an der Batterie und Ankerwinsch sind abgeschlossen und ich verlasse am nächsten Morgen den Hafen von Limni wieder mal nordwärts. In drei Tagen segle ich via Fischerhafen in Loutra und einem ruhigen Ankerplatz an der nordwestlichen Ecke von Euböa, bis in die Bucht von Vathikelou. 

Diese geschütze Bucht mit sanft abfallendem, sandigem Ufer ist umgeben von Hügeln, das Meer sieht man nicht. Hier treffe Peter wieder, wir ankern neben einander. Es ist so ruhig hier, ich bleibe zwei Tage. Mit Peter tausche ich die ersten Erfahrungen mit der Batterie, auf seine Anregung hin, ändere ich per Bluetooth ein paar Einstellungen auf dem Orion-Smart. 

Am Ufer sind nur Olivenbäume und ein Trampelpfad zu sehen. Zu Fuss erkundige ich das Ufer, die obligate kleine Kirche steht auch da ansonsten finden nur Badegäste und ein paar einheimische Fischer hierher. 

Ebbe und Flut umspühlen eine alte rostige Ankerkette, das Meer macht alles vergänglich, Kette, Fussabdruck und wie die Griechen meinen auch den Plastik. Doch den habe ich heute morgen eingesammelt.  

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Peter der Grosse

Peter will mir auch bei der finalen Installation der Lithium Batterie helfen. Ich hab gebetet zum heiligen Tadäus, dem Schutzheiligen in schwierigen Fällen.  Ich wurde erhört.

Tadäus oder Peter sei dank, das erspart mir den Weg nach Chalkida, wo zwei Techniker pro Stunde je 50 Euro kosten und immer wieder das Handbuch konsultieren oder nach Deutschland mailen und um Rat fragen. Lithium, jeder kennt es, keiner weiss Bescheid. Ausser Peter vom Schiff "Funny Girl" aus Holland IBM Ingenieur und Internet Freak. Er hat seine Lithium Batterie selber gebaut!! 

So nun zu meinen Sorgen. Ein Alternator wurde in Chalkida revidiert und zu mir nach Limni geschickt, Lefteris wollte diesen Alternator vor dem Einbau nochmals kontrollieren und hat den Regler abermals  ausgewechselt, nun sei der Alternator perfekt. Zwei Reparaturen am selben Alternator und der zweite Alternator wurde auch rapariert. Zum Glück wurden mir die "defekten" Regler wieder zurück gegeben.  Peter hat beide Regler wieder ausgetauscht, neu verlötet. Der Alternator für Segelschiffe braucht ein gelbes Kabel, dass zur Batterie geht und den ankommenden Strom auf der Bagtterie misst. Ansonsten bekommt die Batterie nur 13 Volt, sie braucht aber als Anfangstrom vom Alternator 14,4 Volt, das regelt das gelbe Kabel. Für John Deere und andere Traktoren braucht es das nicht. Darum wurde in Limin die Alternatoren kapput repariert. Autobatterien werden nur bis 80 % geladen, auf dem Schiff möchten wir 100%.

Ich hab beide Alternatoren nach Peters Reparatur eingebaut.

Nun haben wir die Lithium Batterie via Orion an der Starterbatterie angeschlossen. Den Victron Orion haben wir via Bluetools programmiert und schon war die Lithium Batterie installiert. Das grösste Problem waren die Alternatoren. Peter hat sich immer wieder was neues einfallen lassen. Ein Alternator hat mehr gearbeitet als der anders, so hat er eine Diode ins gelbe Kabel gelötet und nun arbeiten beide etwa gleich. Das kann man fühlen, der Alternator wird ca. 100 Grad heiss. 

Alle anderen Geheimnisse und Kniffe kann ich hier nicht verraten, aber ich hab gestaunt was Peter alles weiss, von der Ladekurve der Alternatoren, von dreiphasen Wechselstrom zu Gleichstrom.....

Nun ist die Batterie installiert, via App kann ich den Ladezustand und Ladevorgang sehen.  Dank der beiden Solarmodule bin ich immer mit genug Strom versorgt, ich glaube ich muss mir einen Inverter kaufen und den Kaffee in Zukunft elektrisch zubereiten. Es gibt ja jetzt diese Kapseln ohne Plastik und Alu.

Sehr viel Aufwand für einen Ökokaffee.  

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Ankerwinsch reparieren

Urs nimmt heute morgen früh das Taxi zum Bushof in Almiros und ich schmeisse die Leinen los und fahre fast 50 Meilen zurück nach Limni. Schon wieder Limni. Peter von "Funny Girl" erwartet mich, ich habe ihm meine Probelme geschildert und er als Elektronik Fachmann will mit helfen. Bin gespannt, wie das mit dem Anker und der Lithium weiter geht. 

Am spätern Nachmittag liege ich im voll besetzten Hafen, direkt neben Peter und Yoland. Es dauert  nicht lange und Peter und ich nehmen die Winsch auseinander. Auf Deck scheint alles okay zu sein. Dann löse ich den Motor von der Antriebswelle und ich löse die Elektrokabel vom Motor. Nun können wir den schweren Motor aus dem Schrank im Vorschiff nehmen. Ein Wunder, dass der überhaupt Platz hat. 

Nun löst Peter die Kunststoffverkleidung und öffnet den Motor. Wir ziehen die Kohlen auseinander und können nun den Rotor rausziehen. Wir sehen, dass der Rotor Schleifspuren hat, das selbe bei einem Magnet. Peter reinigt den Kohlstaub und er baut den Motor wieder zusammen. 

Am nächsten Morgen machen wir die ersten Tests. Wir schliessen den Motor an die Batterie an und siehe da, erstmals läuft der Motor rund. Unglaublich, was war da passiert, dass der Rotor gesteift hat. Transportschaden? 

Der Motor war ganz leicht verkanntet. 

Nun schraube ich den Motor wieder auf die Welle, diesmal ohne Kunststoffschutz, so hat der Motor etwas mehr Platz im Schrank. Am Nachmittag läuft alles, wir lassen den Anker im Hafen auf den Grund und wieder rauf, alles Bestens.  Ach bin ich erleichtet, es gibt keine Werft in der Nähe die mir hätte helfen können. Peter hat mir viel Umtriebe und viel Geld erspart. 

Doch noch immer bleibt ein schaler Geschmack, bei jedem Ankermanöver, ist es immer noch gut mit dem Motor? 

Bis jetzt hat der Heilige Georg, Schutzpatron der Seefahrer auf die Winsch aufgepasst, das hat nicht geholfen. Ab jetzt schaut die ganze "holy Family" zur Winsch. 

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Skiathos

Von Trikieri sind es 20 Meilen nach Skiathos, der kleinsten und westlichsten der Sporaden Inseln. Wir haben Wind und können den grössten Teil der Strecke segeln. Wir wagen die Suche nach einem Liegeplatz an Stadtpier und es ist genau noch einer frei. Wir lassen den Anker runter, eigentlich einfach, doch die Maschine läuft so langsam, es ist zum Verzweifeln, was ist da los. Die Segler auf den Nachbarschiffen schauen uns shcon kritisch an, wohl zwei Anfänger unterwegs. Nach 10 Minuten haben wir dann den Anker am Grund und rückwärts angelegt. Die Batterie ist wohl mehr als leer, der Motor hat nur noch schwach gestöhnt! 

Ein Anlegerbier gibts trotzdem. 

Skiathos ist sehr touristisch, Ausflugsschiffe und Fähren legen hier zu hauf an und die Flugzeuge landen direkt über der Bucht. Die Stadt ist ein Schmuckstück und die grüne Insel eine Perle. Berühmt auch durch den Musikfilm "Mama Mia" wo Marly Streep den ABBA-Hit " The winner takes it all" singt, während sie bei Sonnenuntergang die Treppe zur kleinen Kirche Agios Ioannis hinauf schwebt. 

Uns gefällts hier, direkt an der Strasse zu liegen, es ist viel los. Wir bleiben zwei Tage, Hafengebühren 13.75 Euro. Wir schlendern duch die Gassen, spazieren zum Flughafen, dort schweben die Flugzeuge im Landeanflug ein paar Meter über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Beim Starten steht man direkt hinter dem Flugzeug und kann vorher dem Piloten zuwinken. Er salutiert bestimmt zurück.

Am Abend gibts Fussball, Championsleague Finale, alle Tavernen sind voll besetzt. Klar kriegen wir auch noch einen Platz in der ersten Reihe. 

Am nächsten Morgen gibts zuerst Frühsport, die Ankerkette muss von Hand reingezogen werden, wir wechseln uns ab, es ist 9 Meter tief, da hat die Kette ganz schön Gewicht. Nun segeln wir zurück Richtung Festland, Urs hat den Rückflug gebucht. Der Nordostwind bringt uns bis zum Fischerdorf Platania, dort ankern wir vor dem Hafen. Der letzte Ferientag von Urs gehts leider nur mit Motor zurück nach Achillio.

Das waren abendteuerliche Tage, zum Glück war Urs dabei, alleine wäre ich über Bord gesprungen. Ein Bugstrahler der nicht geht, ein Anker der nicht läuft, eine Lithium nur halb installiert, zwei Lichtmaschinen die defekt sind. Wir konnten die Probleme immer wieder mal vergessen und haben uns an der Sonnenseite des Lebens gefreut.   haha ... schön geschrieben..... 

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und wieder nordwärts

Nun können wir das Segeln geniessen. Die Lithium funktioniert mit Solar und Landstrom und der Anker mit der neuen Batterie im Bug. Wir segeln nach Agios Georgios, zu den Fischern und dem freundlichen Griechen mit der Taverne und der Terasse am Meer. Wir bleiben eine Nacht, den Fischern mit den Angeln sind wir im Weg, wir haben ihren Angelplatz belegt. Eine Frau ist die ganze Nacht hier sie war letztes Mal schon da.

Weiter gehts nun nach Orei, dann zu Miri in Achillio und nach Trikieri. In Trikieri liegen wir mit Mooringleine direkt vor der Taverne. Zu Fuss gehts nach einem Mythos-Anleger rauf zum Städtchen Trikieri, welches ganz oben auf dem Hügel trohnt. Den Ort sieht man schon von Weitem, bei Tag sehen die weissen Häuser wie Schneeflecken aus, in der Nacht ist der Ort beleuchtet und weitherum sichtbar. Wir waren ganz schön gwundrig wie der Ort ausschaut. Anstrengend war der steile Weg dort rauf, die Aussicht über die Buchten und Inseln haben sich gelohnt. In der schattigen unter Platanen stehenden Taverne fragt uns dann der Kellner, ob wir ein kleines oder ein grosses Bier möchten. Was für eine Frage!!!! Am Abend geniessen wir das Essen bei Manolis in der Taverne, zurück zum Schiff sind es danach nur 12 Meter. So schön kann reisen mit dem Segelschiff sein. 

 

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Zusatzbatterie

Nun sind Urs und ich wieder zurück in Limni, immer wieder Limni. Wir holen die Batterien bei Lefteris ab und bringen sie mit dem Roller zum Schiff. Nun kann mit der neuen Verkabelung begonnen werden. Urs hat das Schema studiert und wir verbinden den Pluspol für die Bugbatterie mit der Starterbatterie. Dazwischen schalten wir den Citrix der regelt den Stromfluss, so beibt die Starterbatterie geschützt, auch wenn ich viel Strom für Bugstrahler und Anker brauche. Nun sind die Kabellängen viel kürzer, vorher wurde der Strom von den Versorgerbatterien im Heck durchs ganze Schiff geliefert, jetzt sind es nur noch 3 Meter von Batterie zum Verbraucher. Für den Bugstrahler war 2x 50mm2 Kabel verlegt worden. Echte Stahlstangen!!

Urs und ich montieren im Vorschiff einen Kasten mit den Sicherungen für die beiden Motoren, die    Ankerwinsch wird mit  120 Ah abgesichert und für den Bugstrahler braucht es eine 300Ah Sicherung.

Lefteris bringt die nötigen Kabel und die Kabelschuhe, so können wir am Schluss alles miteinander verschrauben. Nun bekommen die beiden Kraftwerke im Bug den Strom von der Exide 72 Ah Säurebatterie.

Wieder was geschafft,... was nicht nötig gewesen wäre, hätte ich die Lithium Batterie nicht gekauft. Unglaublich was das alles für Folgen hat. Was kommt als nächstes? Kann schon gar nicht mehr ruhig schlafen. Ist kein erfolgreiches Frühjahr. Wo beibt da das schöne Seglerleben, bin nur am Probleme vor mir herschieben. Am Abend schmeissen wir den Einmalgrill an und brutzeln die beiden Olmabratwürste die Urs mitgebracht hat. Lecker ... 

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Loutra und Agios Georgios

In Limni bestelle ich bei Lefteris zwei neue Batterien, eine Starterbatterie für den Motor und eine Batterie die ich im Bug plazieren werde, für Anker und Bugstrahler. Bis die Batterien hier sind segeln wir weiter, zuerst nach Loutra, da sprudeln seit Jahrhunderten heisse Quellen. Der einst mondäne Kurort, hat etwas von seinem Glanz verloren, aber die grossen, klassizistischen Hotelanlagen zeugen von einer Zeit, wo der Adel sich hier getroffen hat. Noch immer gibts einige Hotelpaläste mit Thermalbad. Für das Fussvolk sprudelt das Wasser über die Felsen am Strand. Urs und ich nehmen natürlich auch ein medizinisches Bad. Das Wasser ist sehr heiss und bringt uns für den Tag auf dem Schiff in Schwung. 

Wir lösen die Leinen vom Pier und weiter gehts, leichter Wind bringt uns nach Agios Georgios. Wir machen am einzigen Platz am Kopf vom Pier fest. Die anderen Plätz am Betonpier sind von Fischerbooten belegt. 

Der kleine Ort bietet nicht viel, ein paar Fischtavernen und einige Ferienhäuser. Der einheimische Wirt im Familienrestaurant spricht uns an, er ist freundlich und interessiert, wir beschliessen am Abend bei ihm zu Essen. Wir werden verwöhnt, er serviert uns eins nach dem andern, so haben wir Zeit das Essen zu geniessen. Meistens bringen die Griechen alles zusammen Vorspeise und Hauptgang.  Zum Schluss gibts noch einen grossen Zipero, das alles für nur 27 Euro. Wie üblich legen die Fischerboote kurz vor Sonnenuntergang ab und kommen morgens um 4 Uhr wieder zurück. Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Fischer nach dem Anlegen noch klarschiff machen müssen und die Maschinen reinigen und Netze spühlen. Am Morgen werden wir dann mit zwei Kilo Fisch für die nächtliche Störung beschenkt. 

Nun gehts  zurück nach Limni unsere Batterien sind angekommen

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Die Fischer von Nea Artaki

Wir bleiben noch einen Tag in Chalida, kaufen für die nächsten Tage ein und bringen die alten Batterien zu einem lokalen Händler, wir bekommen noch 48 Euro für die vier schweren Dinger. 

Dann legen wir am nächsten Morgen ab, wir wollen langsam nordwärts zu den Nördlichen Sporaden. Mit leichtem Wind gleiten wir durchs Wasser. Dann stellt der Wind ab und wir probieren nun den Anker und das Bugstrahlruder aus. Beim Einschalten vom Bugstrahler, gehen "alle Lichter" aus, die Naviagtion stellt ab und erst langsam kommt wieder Leben in die Lithium-Batterie. Uff was war das? Ich telefoniere mit dem Techniker von Barbouris in Chalida. Wir sollen zurückkommen! So gehts zurück nach Nea Artaki, das ist der Hafen der für uns am Schnellsten zu erreichen ist. Der Techniker wartet schon auf uns, das Problem ist schnell gefunden, die Lithium hat zu wenig Power für so viel Strom in kurzer Zeit. Da stellt die Sicherung, "Victron Connect" in Millisekunden den Strom ab. Aus Amen, kein Bugstrahlruder bis das Problem gelöst ist. Ankern ist möglich, der Ankermotor braucht nur halb so viel Strom. 

So lernen wir die Fischer aus Nea Artaki kennen. Viele Fischerboote liegen neben uns am Pier. Abends um 8 Uhr laufen alle aus, fahren zur Jagd nach den Fischen. Vorallem Anjovis werden jetzt gefangen. Am Morgen um 4 Uhr kommen sie zurück und reinigen das Schiff und spühlen die Netze. Erst kurz vor Sonnenaufgang wird es ruhig im Hafen. Doch die Fische haben nie Ruhe, von der Mole aus wird Tag und Nacht gefischt.

Wir bleiben nur eine Nacht, dann gehts wieder weiter, sportlich segeln wir bis Limni, so macht es Spass. 

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Lithium Batterie 1.Teil

Nach acht Jahren haben die Gel-Batterien ausgedient. Sie haben gute Dienste geleistet, aber ihre Kraft geht zu Ende. Also was Neues kaufen. Nach vielem Abwägen, hab ich mich entschieden eine Lithium-Batterie einzubauen. kein Probelm sagt der Fachmann vom Batteriehuus in Lustenau. Ich habe auch einen Fachbetrieb in Chalkida auf Euböa gefunden. Bin gespannt, hab jetzt so viel verschieden Fach-Meinungen über den Einbau der neuen Superbatterie gehört. 

Da stehe ich nun am Pier und warte auf den Techniker. Das halbe Schiff ist ausgeräumt, damit man zu den Kabeln und den Batterien kommt. 

Die beiden Fachleute, wollen die Lithum total von der Starterbatterie trennen, auch die Minuskabel. Das ist ein langes Suchen, bis dann ein Anruf in Deutschland bei Philippi, dem Ladegeräthersteller, Klarheit schafft, dass der Minus nicht getrennt werden muss. Das ganze Schiff ist mit dem Minus verbunden, wie beim Auto auch. 

Was heisst hier "Fachleute".  Dann endlich ist die Lithum angeschlossen, das Ladegerät läuft. Zur Absicherung wird noch ein Batterie-Protektor von Victron eingebaut. Der schützt die Batterie, falls ein zu kräftiger Verbraucher die Batterie entleeren will. Vermutlich auch unnötig, da die Batterie ein BMS eingebaut hat, das BMS macht das selbe. Ich muss auch noch in Deutschland anrufen, wegen der Ladekurve für die Lithum. Schon eine unsichere Sache! 

Dann stellt Panos, der Techniker, fest, dass die beiden Lichtmaschinen von meinem Diesel defekt sind. Somit kann die Installation nicht abgeschlossen werden, den vom Alternator sollte der Ladestrom via Orion-Smart die Lithiumbatterie laden. Ufff, eine wird abmontiert und zur Revision geschickt. Die andere bleibt beim Motor, die braucht es wegen der Kühlwasserpumpe. So, jetzt können Urs und ich lossegeln. Die Lichtmaschinen tauschen wird später, die werden dann bei Motorfahrt die Starterbatterie und die Lithium laden.  

Mit den Solarpanels und dem Landstrom werden wir die Lithium Batterie aufladen, so haben wir immer genug Power. Die Starterbatterie überlassen wir ihrem Schicksal, wird schon gut gehen. 

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neue Ankerwinsch

Nach mehrmaligen Service, ausbauen und wieder einbauen, war die Ankerwinsch dann doch kaputt. Das Getreibe hat nur noch gerumpelt, wenn der Motor lief. Da mussten meine Gäste die Ankerkette mit dem Bizeps raufkurbeln. 

Nun hab ich eine neue Winsch gekauft und nach Griechenland mitgebracht. Fast am letzten Tag im Hafen in Limni finde ich einen Mechaniker der Erfahrung mit dem Einbau hat und am Mittag schon auf dem Schiff ist und die alte Winsch abmontiert. Säm, vom Segelschiff "Flying Lobster" freut sich über den 12 Volt Motor, der ist ja noch gut im Schuss.

Neue dicke Batteriekabel werden an den starken Motor angeschlossen und das Relais verkabelt. Beim Probelauf ist es noch falsch rum, rauf statt runter.

Zum grossen Glück sind die Befestigungsschrauben exakt an den selben Stellen wie beim alten Motor, Kettendurchlass durchs Deck auch. Oh Wunder, denn die Winschen sind nicht vom selben Hersteller!!! oder doch?? So mussten keine neuen Löcher gebohrt werden. 

Nun konnten die beiden Teil zusammen geschraubt werden, der Motor unten im Schiff und die Winsch oben an Deck. 

Abends um 20 Uhr war die Arbeit beendet, der Anker an die Kette anschlossen. 

Der Schutzheilige der Seefahrer bleibt nun vorne im Schiff und schaut, dass die Ankerwisch immer zuverlässig läuft und läuft .......

Wie bin ich froh, ein grösseres Projekt abgeschlossen, das hätte ich selber nicht machen können, kann kein Strom-Schema lesen und hab auch keine Presszange und dicke Batteriekabel an Bord. Da hat Lefteris einen guten Job gemacht, immer mit der Ruhe, siga, siga ... 

 

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Auf dem Weg ins Kloster

Sonntagsausflug.  Am Sonntagmittag fahren die Griechen in ihr Lieblingsrestaurant und verbringen dort den ganzen Nachmittag mit essen und trinken und zusammensein. Der Tradition schliesse ich mich an, ich schwinge mich aufs Brompton und fahre der Küstenstrasse entlang Richtung Kloster Galataki. Nach 3 km komme ich an einen Siedlung, die liegt an einem kleinen Tobel mit einem Bach, der glasklar bis zum Meer über die Steine sprudelt. Hier gibts eine Taverne und auch ein grössere Kapelle. An der Taverne komme ich nicht vorbei, es gibt feine, gegrillte Kalamari, Spinat, Salat und natürlich Weisswein.

Danach gehts nochmals 4 km weiter, bergauf und ab, musste das Velo oft schieben. Fantasievolle griechischen Leitplanten gab es auch an gefährlichen Stellen. Der Blick über den Berghang raus aufs Meer, wo die Windböen mit dem Wasser spielen ist eindrücklich. Nach vielen Kurven bin ich beim Kloster angekommen, die Pforte war verschlossen, aber der heilige Nikolaus, Schutzpatron der Seefahrer hat mich begrüsst. Der Rückweg war genau so anstrengend, denn, wo er vorher runter ging geht es jetzt  berg......! 

Die Ruhe und die abwechslungsreiche Landschaft mit den vielen Blumen hat die Anstrengung belohnt. 

 

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Einwassern in Limni

Heute gehts endlich ins Wasser mit der Serenità. Sie glänzt wie neu. Früh am Morgen um 8 Uhr, wenn es noch windstill ist, wird das Schiff zum Strand gezogen. Dort wird ein langer Ausleger zwischen Trailer und Bagger montiert. Dann gehts weiter ins Meer hinein, bis das Schiff schaukelt. Nun noch den Motor starten und die Vorleinen lösen und schon schwimmt das Schiff runter vom Hänger. 

Kalo taxidhi! Gute Reise! 

Ungewohnt für mich, wie sich das Schiff plötzlich bewegt, nach langer Zeit auf dem harten Boden. Bald aber verbindet sich das Innere mit den Elementen, man wird eins mit dem Schiff und seinen Bewegungen und Geräuschen. 

Der erste Abend am Ankerplatz. Posaidon passt auf. 

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glänzende Ankerkette

Darauf habe ich schon lange gewartet und nun ist sie auf dem Schiff. Eine Chromstahlkette von Ketten-Wälder. 

Obwohl erst 5 Jahre alt, ist die verzinkte Kette aus Mailand ein kleiner Rosthaufen. Man könnte, wenn man wollte die Kette neu verzinken, dann sieht sie für einige Zeit wieder besser aus. Aber mein Traum war ein Chromstahlkette die mir das Vorschiff nicht immer rostig macht. 

Ketten-Wälder ist nur 20 Km von Christine und Rosenheim entfernt und zufällig habe ich die Firma in Bad-Endorf gesehen. Gehört habe ich schon viel davon, es sind die besten Ketten. Zuverlässig, alle Glieder kontrolliert. Nix aus China oder der Türkei. 

Peter Roth, Yachtbau, hat mir die Kontakte geknöpft, als Schweizer musste ich die Kette via Prag, Tschechische Republik, kaufen. Das war sogar viel günstiger als direkt beim Hersteller in Bayern.

Das habe ich schon im Dezember eingefädelt, im April hab ich dann in Bad-Endorf angerufen und die Kette zu "meinem" Spediteur Eberl schicken lassen. 

Erstmal bin ich erschrocken, eine so grosse Schachtel, da sind ja 500 Meter Kette drin, doch die Schachtel war fast leer, so haben wir bei Eberl, die stabile Schachtel mit vielen anderen Sachen aufgefüllt. 

8 mm dick, 70 Meter lang und 98 kg schwer ist sie, Bruchlast 3'200 kg. 

Ab jetzt macht das Ankern noch mehr Freude. 

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Transport nach Limni

Die Serenità ist schon etwas in die Jahre gekommen und braucht immer wieder eine Auffrischung. Dieses Jahr muss ich den Gasherd austauschen, das ist dringend nötig, ich will ja nicht plötzlich in die Luft fliegen, hab dem alten nicht mehr vertraut. So wurde ein neuer Herd aus Italien bestellt und direkt nach Limni geliefert. 

Für viele andere Sachen, habe ich einen Spediteur in Deutschland gesucht, am Liebsten in Rosenheim. Das war als Privatperson in Rosenheim nicht möglich, aber mit der Firma Eberl in Nussdorf habe ich einen tollen, perfekten Transporteur gefunden. Mit Vanessa als Ansprechpartnerin wars ganz unkompliziert.

Zu Eberl hab ich vieles liefern lassen: Die Rettungsinsel und Notsignale aus Schleswig, ein Batterieladegerät aus München, eine Chromstahlkette aus Bad-Endorf und eine neue Batterie aus Raubling bei Rosenheim. Die Batterie ist "Gefahrengut" die haben Christine und ich selber zu Eberl gebracht, die durfte nicht eingelagert werden, sondern musste direkt auf den LKW. Zusätzlich habe ich noch viele Kleinigkeiten abgegeben, Vorhänge, Wasserfilter, .... usw. Nun war alles in guten Händen, die Sendung konnte spediert werden. Lieferzeit ca. 10 Arbeitstage. Pünktlich am 24. April ist der Spediteur bei der Werft vorgefahren und die schwere Sendung konnte vor dem Schiff abgeladen werden. Toll, wenn alles so reibungslos funktioniert. 

Als erstes musste nun der reparierte Wassertank ins Schiff, damit die Bodenbretter wieder platziert werden konnten. Dank der Mithilfe von Säm und Eelco war diese knifflige Massarbeit aber in einer Stunde geschafft. Nun musste nur noch die alten Sachen runter vom Schiff und die neuen rauf. Dank den Grossschotumlenkrollen war das rauf und runter relativ einfach. 

 

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Zwischenstopp in Athen

Nach einem entspannten, abwechslungsreichen Winter am Bodensee bin ich den Zugvögeln entgegen, nach Süden geflogen. Um 22. Uhr lande ich in Athen, mit der U-Bahn gehts dann in die Stadt, bis zur Station Monastiraki, mitten im Zentrum. Da gibts viele Hotels im Quartier Psiri. Ich finde das Hotel Evripides, es liegt zentral und hat eine Terrasse on top. Da gibt es am Morgen ein tolles Frühstück und herrliche Sicht über Athen, von der Akropolis bis nach Piräus.

Einen Tag verbringe ich in der Stadt, schlendere rund um die Akropolis, vorbei am Fischmarkt, zum Syntagma Platz mit dem Parlament, durch den National Garten mit dem vielen Palmen, am Akropolis Museum vorbei zurück zum Monastiraki Platz und wieder eintauchen in die Altstadt. Viel Zeit verbringe ich am Antiquitätenmarkt, kann nicht wiederstehen dies und das zu kaufen. Beim Juwelier aus Austria entdecke ich ein kleine Ikone, im Kloster Agios Anna handgemalt und beim Trödler kann ich einem Weihrauchgefäss nicht wiederstehen. Da und dort gibts einen Kaffee und ein Glas Wein, der Tag ist schnell vorbei. 

 

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Boat-Parking Limni

Das Segelerjahr 2022 geht zu Ende, es waren viel tolle Seglertage, viele Tage mit Sturm und Tage mit Herausforderungen. Nicht immer hat alles funktioniert auf der Serenità, der Wassertank hat ein Leck, die Ankerwinsch ist defekt, die Toilette hat ein Leck und der Gasherd ist nicht mehr save. Vieles was es zu organisieren gibt über die dunklen Wintertage. 

Heute Montag hat sich der Südwind beruhigt, die Wellen sind verschwunden, so kann die Serenità am Strand von Limni ausgewassert werden. Ich muss nahe ans Ufer fahren, und dort auf eine Laffette welche mit einem Trax ins Wasser geschoben wurde. Da wird das Schiff mit keinem fixiert und mit Leinen gesichert. Dann zieht der Bagger das Schiff aus dem Wasser. An Land wird das Schiff auf Stahlstützen abgesenkt und ist so sehr gut für den Winter platziert. 

Nun kann ich mit dem Ausbauen des lecken Wassertanks beginnen. Eelco und Sami helfen mit, es ist Massarbeit, der Tank passt haargenau zum Niedergang raus. Zum Glück hatte ich gute Helfer die den Tank dann auch sofort zum Schweissen wegbrachten. 

Nun ist Baustelle auf dem Schiff. Aber schon bald ist ja auch mein Rückflug in die Schweiz. Nur noch den Motor einwintern und das Schiff mit der Plane zudecken. 

Es ist sehr ruhig auf der Werft, kaum ein Segler ist noch hier. Ich hoffe die Serenità kommt gut durch die Winterzeit. Ich werde die Zeit in der Schweiz vor dem Kachelofen geniessen und neue Pläne schmieden. 

Zum Abschied schäumt das Meer nochmals am Pier von Limni, so leicht soll ich wohl die Gewalten der Natur nicht vergessen. 

 

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Die Brücke von Chalkis

Hier in Chalkis ist das Nadelöhr zwischen der Insel Euböa und dem Festland, nur ca 30 Meter trennen die beiden Ufer. Das Meerwasser strömt wie ein Fluss unter der Brücke durch, es fliesst 6 Stunden nach Norden, dann wieder 6 Stunden südwärts, das ist einmalig auf der Welt. Wieso das so ist, wussten die alten Griechen nicht, sogar Aristoteles hat sich den Kopf darüber zerbrochen und ist dann einfach reingesprungen. Heute weiss man, dass es mit den Strömungen des Meeres zusammen hängt.

Wir nutzten die Wartezeit im Hafen bis die Brücke mitten in der Nacht öffnet und waschen die Segel, die Leinen, das Dinghi und den Aussenborder. Am Abend verlässt uns Dominique, er fährt mit dem Zug nach Athen. Jürg und ich ankern vor der Brücke und warten bis wir von der Küstenwache aufgerufen werden und die Ampel an der Brücke auf grün umstellt. Dann gehts im Krabbelwasser durch die schmale Passage. Wir fahren weiter durch die mondlose Nacht, bis Limni, wo wir um 03.45 Uhr im kleinen Hafen ankommen. 

Limni ist eines der schönsten Dörfer von Euböa, es hat eine schöne Promende einen Dorfplatz unter der grossen Platane mit vielen blauen Stühlen und Tischen und Tavernen wo Ouzo, Wein und Essen, auch leckeren Oktopus, serviert wird. Wegen dem aufkommenden Südwind ist das Auswassern der Serenità nicht möglich, so geniessen Jürg und ich die beiden regnerischen Tage im Hafen, Abend gehts in die gemütliche, alte Dorfbeiz zum Essen. Für Jürg endet hier der aufregende Segeltörn, er nimmt den Bus und Zug zurück nach Athen. 

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Von Tinos bis Chalkis

Heute kanns weiter gehen, nordwärts, gemäss Windprognose solls nur noch im Süden von Tinos stürmisch sein, weiter nordwärts soll der Wind abflauen. Mal sehen. Wir legen früh am Morgen ab, gestärkt mit Kaffee und Müesli. 

Noch im Hafenbecken setzten wir das Grosssegel, ein Reff machen wir rein, der Wind pfeifft jetzt schon durch die Wanten und Segel. Draussen vor der Küste dreht es so richtig auf, nun gibts keine Möglichkeit mehr, noch ein Reff rein zu machen, es bläst zu stark, vielleicht würden die Segel reissen. So gehts am Limit mit der Segellast durch die Wellen und die Böen. Wir wechseln uns ab beim Steuern, geniessen die salzige Gischt im Gesicht und freuen uns, wenn aus der Küche ein saftiges Sandwiche gereicht wird und mit einem Mythos spülen wir das Salzwasser die Kehle runter. Der Wind begleitet uns bis in den Norden von Tinos, in der Meerenge zwischen Tinos und Andros, dreht der Wind sogar nochmals auf. Jetzt haben wir zwei Reff im Grosssegel. In der Spitze messen wir über 40 Knoten Wind. 

Nun sehen wir schon die Insel Euböa, der Wind dreht, so können wir sogar den Genacker setzen. Wir müssen der Küstenwache ausweichen, die suchen einen Fischer der ertrunken ist. Ein Helikopter kreist immer wieder über uns. 

Wir wollen zur kleinen Insel Megalonisos, die liegt im Süden vom Euböa-Kanal. Für die letzten Meilen brauchen wir den Motor und kommen bei Sonnenuntergang am Ankerplatz an. Das war ein langer, anstrengender Tag, über 50 Meilen. 

Am nächsten Morgen ist der Wind weg, wir starten die Maschine und motoren zwischen Euböa und dem Festland nordwärts, plötzlich begleiten uns einige Delfine, sie springen vor dem Schiff und tauchen unter uns durch, ein tolles, seltenes Erlebnis. 

Am Nachmittag fahren wir unter Autobahnbrücke durch und bald danach erreichen wir Chalkis. Da finden wir einen Liegeplatz im Hafen. Leider öffnet die Brücke, welche an der schmalsten Stelle Euböa und das Festland verbindet heute Donnerstag nicht, es ist schon Winterbetrieb. So haben wir einen Tag Zeit im Hafen die Segel und Leinen zu waschen und die Serenità auf den Winter vorzubereiten. 

 

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Tinos, die windige Insel

Der stehte Nordwind hat etwas nachgelassen, good by Syros, wir reffen die Segel und segeln hart am Wind nach Nordost, rüber zur Insel Tinos. Die Serenità läuft wunderbar, Tinos ist nur 13 Meilen von Syros entfernt, doch ganz so kurz und  einfach ist die Überquerung dann doch nicht. Es gibt Strömungen zwischen den beiden Insel, wir steuern durch Kreuzseen und drehende Winde, wir müssen sogar Aufkreuzen. Dann vor Tinos rauschen die Fallwinde den Bergrücken herunter, der Wind dreht auf bis 33 Knoten. Erst im Hafen können wir das Grosssegel bergen, da ist es etwas ruhiger. Wir können am Pier ankern und mit den Festmacherleinen hilft uns ein Hafenmitarbeiter. Der Anleger schmeckt heute besonders, es war ein herrlicher Segeltag mit kräftigem Wind, die Serenità hat uns sicher nach Tinos gebraucht. Die Wolken am Abendhimmel verheissen nichts Gutes für den naächsten Tag. 

Wir machen einen Hafentag, da der Wind nochmals zugelegt hat. So haben wir Zeit die Stadt kennen zu lernen. Tinos ist bekannt als Walfahrtsort, die Wunderkirche steht am Ende der langen breiten Strasse. Hierher pilgern die ortodoxen Griechen, überall gibts Kerzen und Ikonen zu kaufen. Am rechten Strassenrand gibts einen endlos langen Teppich, der ist da, damit die Pilger keine Löcher an den Knien bekommen. 

In einer Taverne lernen wir ein deutsches Paar kennen, welches hierher ausgewandert ist. Sie erzählen, dass sich das Leben in Tinos nach dem Wind richtet, nur wenns nicht stürmt, kann man wandern gehen, im Garten oder am Haus arbeiten. Das Auto muss auch so parkiert werden, dass die Türe beim Öffnen nicht abgerissen wird. Ja Tinos liegt mitten in der Ägäis, da bläst im Sommer der Meltemi, dieses Jahr 60 Tage ohne Pause und im Herbst der Nordwind. 

 

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Mit dem Auto durch Syros

Draussen auf dem Meer stürmts, besser wir segeln die nächsten zwei Tage nicht, vorallem nicht nordwärts. So mieten wir uns in der Stadt ein Auto und kurven über die Berge an schöne Strände und zu kleinen Ortschaften. 

Wir entdecken den kleinen Hafen von Finikas und die tolle Badebucht von Kini. Wir geniessen die beiden Tage mit Schwimmen und einer Inselrundfahrt, fein Essen, Einkaufen und für einen Spaziergang durch die Altstadt von Ermoupoli. Syros ist eine karge Insel, der Wind peischt über die Berghänge, nur in den vielen Buchten und Tälern ist es grün, da wachsen Tamarisken und Olivenbäume. Es soll die schönste Insel sein, aber wer weiss vielleicht .... 

Wir sind ja im Urlaub, gesegelt wird dann wieder, wenn der Wind etwas nachlässt. Es gibt so viele schöne Ecken, Gassen und Winkel zu entdecken in der Stadt Ermoupoli, die Stadt war früher vermögend, die breite Promenade vor dem Rathaus zeugt davon und auch die vielen Herrschaftshäuser. Was auffällt, die Stadt ist sehr sauber, die Menschen hier sind achtsam mit dem Abfall und sind auch stolz drauf, es ist ihnen bewusst, dass es hier viel sauberer ist als anderswo. 

Der Blick von der Altstadt über die Stadt aufs weite Meer bleibt uns noch lange in Erinnerung. Zum Glück hat uns Aeolus zu zwei Tagen verweilen auf der Insel Syros gezwungen. 

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Von Mykonos nach Syros

Eine lange Nacht wars in Mykonos, Jürg feierte mit uns seinen Geburtstag. Die ansonsten überfüllten Gassen waren leer. Mykonos schläft schon. Die Kreuzfahrtschiffe ankern vor dem Städtchen. 

Sobald wir die Hafengebühren von 12 Euro beim Hafenmeister bezahlen konnten, legen wir ab. Wir haben den Segen des Hafenmeisters, er meint, heute gehts noch um nach Syros zu segeln, ab Morgen ist für zwei Tage Sturm.

Also Leinen los und Genua ein Stück ausgerollt. Wind und Wellen schieben uns an Tinos vorbei Richtung Syros, wir haben fast zwei Meter Wellen, ab und zu Kreuzseen, da wird die Serenità mächtig durchgeschüttelt. Diese entstehen wegen den Strömungen südlich von Tinos. Nach 22 Meilen segeln rein in das grosse Hafenbecken von Emporio, der Hauptstadt von Syros. Schon von Weitem sieht man die beiden Kirchen, die auf den zwei Hügeln trohnen. 

Wir legen uns an den Stadtpeer, bald kommt der Hafenmeister vorbei, er meint mich zu kennen, ich war ja schon ein paar mal hier. Er rät uns, da wir wegen dem Starkwind zwei Tage nicht auslaufen werden, die Serenita in den alten Yachthafen zu verlegen, da es im Hafenbecken zu starken Schwell geben wird. So bleiben wir bis am nächsten Mittag. Es ist Ochi-Tag, ein Feiertag, weil die Griechen zur Kapitulationsanfrage von Mussolini Nein gesagt haben. Mit Musik und Umzug wird auf dem Dorfplatz gefeiert und danach gibts leckeres Mittagessen in der Hafentaverne. Dann verlegen wir die Serenità in den alten Yachthafen, hier liegen wir hinter zwei Wellenbrechern geschützt und Gratis ist der Platz auch, es gibt auch kein Wasser und Strom. Es ist sicher hier, aber sehr verlottert. 

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Levita - Donousa - Naxos

Die Sonne scheint schon früh über die flache Insel Levita, nach dem  zweitenKaffee legen wir ab, es sind ca. 31 Meilen zur Insel Donousa, die westlich von uns liegt. Der Wind kommt uns wieder auf die Nase und wir kreuzen auf, es macht Freude so unterwegs zu sein, wir wechseln uns ab beim Steuern. Mit der Kreuzerei brauchen wir bis kurz vor Sonnenuntergang bis wir in eine tiefe Bucht im Nordosten der Insel einlaufen und dort ankern. Es gibt Thunfisch zum Znacht, mmmh. Die Abende sind immer gesellig, wir Pokern und die Stimmung wäre noch besser, wenn das Bier nicht bald zu Neige gehen würde und ich einmal ein gutes Blatt hätte. 

Am nächsten Morgen scheint die Sonne ins Cockpit und wir lassen uns von der goldenen Strahlen wärmen. Heute scheint es bis Naxos nicht so weit zu sein, doch der Wind fordert uns wieder heraus, an der Nordspitze von Naxos, flaut der Wind ab und wir starten den Diesel, wir sind in ein anderes Windsystem reingesegelt.

Naxos ist eine kleine Stadt, eine Festung überragt den Hafen und die vielen Häuser unterhalb der Burg lassen nur schmale Gassen frei. Wir lassen uns Zeit mit der Besichtigung der alten Stadt und entdecken einen speziellen Laden, wo wir Käse, Oliven und getrocknete Früchte einkaufen. Das Angebot ist riesig, Körbe, Gewürze, Küchengeräte und vieles mehr. 

Am späteren Morgen legen wir ab, es sind ja nur 20 Meilen bis Mykonos, Wind hats auch nicht gemäss Prognose. 

Doch mit dem Wind haben wir uns getäuscht, er weht uns direkt von Norden entgegen, wieder aufkreuzen und damit wir nicht im Dunkeln ankommen, müssen wir die letzten 9 Meilen motoren. Gegen den Wind und die Wellen in der Passage zwischen Mykonos und der Insel Delos. Wir (der Volvo-Penta) schaffts kurz vor Sonnenuntergang in die Marina von Mykonos. Der Seajet ist besser motorisiert, der fliegt fast übers Meer. 

 

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Start zur Ägäis-Quer mit Jürg und Dominique

Wir haben was grösseres geplant, wir werden 300 Meilen nach Nordwesten durch die Ägäis segeln bis rauf in den nördlichen Teil der Insel Euböa.

Jürg und Dominique kommen nach Kos, die Serenità liegt im Mandraki Hafen, der liegt mitten in der Stadt. Der Wetterbericht hat starken Nordostwind angesagt, so bleiben wir zwei Tage hier. So haben wir Zeit die Altstadt und die Ruinen der Griechen und Römer zu besichtigen. Wir bestaunen die riesige Platane unter welcher  Hypoktates seine Schüler unterrichtet hat, gönnen uns eine grosse Portion Gyros und ein eiskaltes Mythos. 

Am nächsten Tag mieten wir ein Auto und besichtigen die heissen Quellen am Ufer, schwimmen im Meer und geniessen die Sonne. Weiter gehts mit dem Auto in die Berge von Kos, immer wieder haben wir einen herrlichen Blick aufs Meer, rüber an die türkische Küste. Lecker Mittagessen gibts dort oben im Dorf Zia.

Nach der Fahrt durch die Berge und Wälder gehts runter an die Küstenstrasse, dort im Supermarkt kaufen wir die Regale leer, wir bunkern für die nächsten paar Tage, nur die Berechnung des Bierkonsums hat nicht gestimmt. 

Endlich am 22. Oktober legen wir in Kos ab, setzen die Segel. Der Nordwind bläst, wir segeln zur Südseite von Kalimnos, dort in der grossen Bucht setzen wir den Anker. 

Am nächsten Tag kreuzen wir gegen den Nordostwind zur Insel Levitha, es sind fast 30 Meilen wir sind den ganzen Tag unterwegs, kurz vor Sonnenuntergang machen wir an einer Boje fest. Ein Fischerboot kommt auch in die geschützte Bucht, wir winken den Fischern, sie legen sich neben uns und wir kaufen einen riesigen Bonito, der hat sicher 4 Kilo, das gibt Thunfisch für die nächsten Tage.

Wind und Wetter werden uns noch herausfordern, doch Abends, finden wir immer Zeit zum Kochen und fein Essen, entweder griechisch in der Taverne oder aus der Bordküche.  

 

 

 

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Südwärts mit Linda und Fabio

Es klappt mit den Flügen von Linda und Fabio sie kommen nach Samos und zurück gehts von Kos, am 11. Oktober treffen die beiden in Samos ein. Ich zeige ihnen die schönen Einkaufsstrassen mit den bunten Souvenirs und das Monument von Pythagoras, viel Zeit haben wir nicht, denn der Wind steht günstig, wir wollen kurz nach Mittag ablegen. Rasch die Crewliste bei der Küstenwache ändern, Früchte und Gemüse einkaufen und schon legen wir ab. 

Der erste Schlag ist nach Agathonisi, der Posaidon meint es gut mit uns, 18 Knoten, wir sind schon am späteren Nachmittag in einer ruhigen Ankerbucht. 

Linda hat schon viel Segelerfahrung, für Fabio ist alles neu, doch er macht sich gut, ist interessiert und steuert sogar ab und zu. 

Wir haben es gut, der Nordwind bringt uns von Insel zu Insel, Arki als nächstes und dann nach Lipsi. Dort bleiben wir zwei Tage, da der Wind zu stark weht. Wir mieten Motorroller und umkurven die Insel. Den beiden macht das mächtig Spass. 

Die nächste Ankerbucht liegt im Südosten von Leros. Wir ankern am Strand und rudern ans Ufer. Ein langer Spaziergang rauf zu den Windmühlen und zur mächtigen Burg tut gut, nach dem vielen  Sitzen auf dem Schiff. 

Die Burg ist schon geschlossen, die Saison ist vorbei. Wir geniessen die Aussicht bis zur türkischen Küste und die Inseln des Dodekanes. 

Von Leros segeln wir gemütlich südwärts nach Kalimnos, zuerst nach Vathi dann in die Stadt Kalimnos. Leider gibts keine Roller zu mieten, die Ausweise werden zu genau kontrolliert, so nehmen wir den Bus und fahren an die Westseite von Kalimnos, dort, im Mekka der Kletterer, gibts die tolle Sicht rüber zur Insel Telendos. 

Nun sind die Segelferien der beiden Jungsters schon fast vorbei. Nur noch rüber nach Kos. Endlich auf dem letzten Schlag beisst doch noch ein Bonito an, Fabio hats immer wieder versucht, doch anbeissen wollten die Fische bis jetzt nicht.

Hier im alten Hafen von Kos, erkunden Linda und Fabio die Stadt und den Strand mit dem Velo. Der Koffer wird im letzten Moment gepackt! Wir hatten eine gute Zeit zusammen, haben viel gelacht, Karten gespielt und einfach die Zeit genossen. 

Nun noch Diesel nachtanken für die Reise quer durch die Ägäis. 

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Der Monolith von Patmos

Nach der Besichtigung der Stadt Patmos, lichten wir am frühen Nachmittag den Anker und fahren zu einer Bucht die geschützt hinter einer Insel liegt. Wir ankern und sind ganz alleine. Nur ein Ziegenzüchter wohnt auf der Insel und zwei Tamariskenbäume stehen am Ufer. Wir sehen die Chora und das Johanniskloster von Patmos von der Rückseite. Vor uns sehen wir einen riesigen Monolith, der steht am Ende einer sandigen Landzunge. Da wollen wir raufklettern, wir hoffen, dass ein Pfad raufführt. 

Am nächsten Morgen rudern wir mit dem Dinghi rüber ans Ufer von Patmos, die Yogamatten sind auch dabei. So halten wir uns fit und beweglich. Dann suchen wir den Zugang zu Aufstieg auf den mächtigen zerklüfteten Felsen. Durch die vielen Höhlen haben wir immer wieder einen anderen Blick aufs Wasser und Beach. 

Mit kraxeln kommen wir oben an, die raue Fels ist griffig so besteht keine Absturzgefahr. Wir geniessen den  Rundumblick von zu oberst. 

Das war doch ein Erlebnis, nun kanns weiter gehen, zu nächsten Bucht von Patmos. 

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Patmos, die heilige Insel

Mit dem immer stärkeren Südwind sind wir via Leros nach Patmos gesegelt. Nur das Grosssegel war gesetzt, doch das war genug, bei dem achterlichen Wind, Segler was willst du mehr, nordwärts mit dem Südwind. 

So erreichen wir am Nachmittag die Insel Patmos und legen am Pier mit Anker und Heckleinen an. 

Wir packen die Fahrräder aus, kurven dem Hafen entlang und erkunden den Stadtteil Skala der unten am Meer liegt. Im kleinen Zentrum gibts viele Touristen und natürlich die Shops mit den Klamotten, Christine sieht dies und das, doch gekauft wird nichts. Auch gut so. 

Abendessen gibt's in einer Taverne in Skala, die Bedienung ist sehr freundlich in dem Familienbetrieb, trotz der vielen Touristen und full house.  

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Bus rauf zum Stadtteil Chora, die Fahrräder sind zusammengeklappt im Gepäckraum. Hier oben gehts zu Fuss durch die Gassen, es gibt so viel zu sehen, schmucke Herrschafts-häuser, 40 Kirchen und einige Klöster. Das berühmteste ist das Johnanneskloster, es wurde 1088 gebaut, mit den mächtigen Mauern aus dunkelroten Steinen trohnt es zuoberst auf dem Berg. Die Mauern sollen Schutz vor Piraten bieten. Wir sind überrascht wie viele schöne Plätze und Gassen und Klöster wir auf unserem Weg durch die Chora entdecken. 

Durch die Hintertüre finden wir den Eingang zum Johanneskloster, eindrücklich die Ruhe im grossen Innenhof, die ehere düstere Kapelle mit den alten Fresken und Ikonen an den Wänden mahen seit über 1000 Jahren zu Andacht und Besinnung. Im Kloster leben immer noch Mönche die uns auf dem Rundgang begegnen. 

Wir verlassen das Kloster und die Chora, finden unsere Fahrräder unten an der Strasse und sausen bergab. Auf halber Strecke zum Meer ist das Kloster der Apokalypse, hier hat der heilige Johannes im Jahre 95 in einer Felsengrotte seinem Schüler die Offenbahrung diktiert. Die Grotte ist heute in ein Kloster integriert, sie befindet sich im innern einer Kirche. Für die orthodoxen Griechen ist Patmos wegen der Grotte und dem Kloster des  Johannes einer der wichtigsten Orte. Ich wünsche mir, dass diese Eindrücke von diesem Ort, das Spirituelle und die Schönheit noch lange in uns weilen. 

 

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Rundum Kalimnos

Weiter gehts, der Nordwind hat sich beruhigt, wir segeln mit der Genua gemütlich von Lipsi an Leros vorbei nach Kalimnos. Schön, wenns mal beschaulich vorwärts geht, wir haben Zeit. 

Unterwegs sammeln wir einige der grünen Plastiksäcke ein, die zu hunderten im Wasser treiben. Tierfuttersäcke.

Bis zur schmalen Bucht Vathy in Kalimnos sind es 21 Meilen, wir kommen am Nachmittag an, die Touristenschiffe aus Kos sind schon weg, es ist ruhig im Hafen. Wir schlendern durchs Dorf, sehen die vielen Naturschwämme die Kalimnos berühmt gemacht haben.

Auf dem Schiff gibts Hafenkino, wenn andere Segeler ihren Anker fallen lassen und umständlich hantieren. Doch plötzlich gibts Stress, ein Segler kommt schnell rückwärts direkt zwischen uns und meinen Nachbarn. Ich sprinte nach vorne, es gibt keinen Platz, ich kann nur noch Schreien, VORWÄRZ, das war knapp, nur Centimeter, der hatte wohl kurz einen riesen Blackout.  

Am nächsten Morgen klettern wir den Berg hinauf, geniessen die Morgensonne über den Hafen, besuchen die Kapelle, deponieren unser Wünsche und ergänzen im Dorfladen unsere Gemüse- und Früchte-Vorräte. 

Dann legen wir ab und umrunden auf der Südseite Kalimnos, bis wir am Ankerplatz zwischen Kalimnos und Telendos ankommen. 

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Lipsi, Perle im Dodekanes

Der Nordwind hat uns bequem nach Lipsi segeln lassen, knifflig war nur das Anlegemanöver bei dem starken Seitenwind. Hier warten wir nun bis der Nordwind etwas schwächer wird. Die kleine, weiss gemalte Stadt mit ihren schmalen Gassen hat viele schmucke Ecken und oberhalb vom Hafen trohnt die Kirche mit den Doppeltürmen. 

Am nächsten Morgen mieten wir uns Motorräder und starten zur Inselumrundung. Was gibts wohl alles zu sehen? Kapellen, Strände und viele Kurven, da macht das Fahren spass, wir sind auch fast alleine unterwegs. 

Steil gehts runter zu einer kleinen Bucht mit Fischerbooten und der obligaten Kapelle. Danach halten wir an einem Sandstrand mit tiefblauem Wasser und da es genau 12 Uhr ist, gibts wie für den Schweizer üblich Mittagessen und ein halbes Kilo Weisswein, die Taverne ist ja nebenan und bietet herrliche Sicht aufs Meer. 

Dann gehts weiter über die vielen Kuppen, vorbei an Olivenhainen und gepflügten, aber staubtrockenen Feldern.

Am nächsten Strand der wieder nur über Serpentinen erreichbar ist gibts, ein kühlendes Bad. Aus Natursteinen ausgebaute Wanderwege führen der Küste einlang, so kommen auch die Wanderer von Bucht zu Bucht. 

Zurück in der Stadt erholen wir uns von der Fahrt bei Hafenwirt und geniessen das beschauliche Treiben am Hafen. Die Oktopus sind zu trockenen aufgehängt und runden das Bild vom griechischen Inselleben ab. 

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Myrina Hafenstadt in Limnos

Gross ist die natürliche Bucht, an der die Stadt Myrina liegt. Überragt wird die Einfahrt von einem imposanten Felsen mit dicken, hohen Festungsmauern.

Am Pier rund um den Hafen reiht sich eine Taverne an die nächste. In der Mitte, bei der Kreuzung, das grosse Lokal fürs Feierabend-Bier und die Sportübertragungen. Kein Fussball, nein Basketball ist hier Favorit.

Wir bleiben zwei Tage, füllen Wasser und Diesel auf, lassen die Wäsche reinigen. 

Es ist einfach ein schöner Anblick, das beschauliche Myrina, die Burg die über den Hafen wacht und in der Nacht beleuchtet ist und auf der anderen Hafenseite die Kirche in blau und weiss auf dem Hügel. Von dort kann man unter der Griechenland-Flagge den Berg Athos sehen. Mit seiner Höhe von 2033 Meter ist er in der nördlichen Ägais schon von weitem zu sehen. 

 

 

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Am Ankerplatz

Von Samothraki sind wir südwärts nach Limnos gesegelt und motort. Nicht grad die windigste Gegend hier um diese Jahreszeit. Der Meltemi kommt erst im Juli und August. 

Wir haben uns einen Ankerplatz in der rundum geschützen Bucht Kotsinas auf der Nordseite von Limnos ausgesucht. Die Bilder welche die Wolken in den Himmel gezaubert hatten war wieder mal einmalig. Ohhh wieder und einmalig, das geht doch gar nicht! Na ja, so ist das Seglerleben. 

 

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Durchs grüne Samothraki

Es tönt vielversprechend, was wir alles sehen können auf der kleinen Insel. Der Autovermieter macht gutes Marketing. Wir holen uns am Morgen den kleinen Weissen ab und schon gehts los, zur Tankstelle, da kaum Benzin im Tank ist. 

Danach fahren wir der Nordküste entlang zu den Wasserfällen. Vom Parkplatz führt ein Weg durch den dichten saftig grünen Wald. Die Platanen die hier stehen, sind mächtig, oft ausgehöhlt und knorrig. 

Nach ein paar Minuten laufen am Bacht entlang, stehen wir auch schon vor dem kleinen Wasserfall mit Swimmingpool. Wir sind noch alleine und geniessen die Abkühlung im glasklaren Quellwasser. 

Dann suchen wir unser nächstes Ziel. Die Wegweiser sind selten oder dann verwirrend. So fragen wir immer wieder nach dem Weg. Entdecken ein Kafe verwunschen unter den Bäumen und geniessen den griechischen Kaffee im Schatten der Platanen. Der Kafe schmeckt uns immer besser. Nur der Kaffeesatz knirscht beim letzten Schluck zwischen den Zähnen.

Nun fahren wir die Küstenstrasse zurück, wir wollen zu der Ausgrabungsstätte wo die Statue der Nike gefunden wurde. Wieder nachfragen, dann finden wir die alte griechische Stadt, auch eine Nachbildung der Nike, die ja bekanntlich nicht bei Nike in Amerika sondern im Louvre in Paris steht. Nike ist die Göttin des Sieges und des Erfolgs.

Weiter gehts zum Hauptort der Insel, Chora, oben am Berg. Die Häuser kleben am Berghang, wir erkunden die schmalen Gassen und finden eine Taverne mit toller Aussicht. 

Durch die Gassen versuchen wir aus dem  Ort rauszufinden, ich hätte jede Wette verloren, aber wir kommen vorbei an der Kirche unten den Laubengängen vorbei zum Hinterausgang des Dorfes. Geschafft. Nun aber runter ans Meer, Siesta, und entspannt auf das Abendessen warten.

Vom Autovermieter hatten wir den Tipp nach Lakkoma zu fahren, dort in dem Bergdorf sollen wir Ziege essen. So fahren wir die paar Kilometer durch die Olivenhaine rauf in nächste Dorf, finden eine Taverne mitten im Ort. 

Die Wirtin ist da und begrüsst uns, wir verständigen uns mit Gesten und ein bisschen Englisch ohne Speisekarte. Es scheint zu funktionieren, Määhhh für Ziege. So bekommen wir 6 verschiedene Vorspeisen, Ziege zum Hauptgang, Weisswein und feinen Dessert. Alles für 28 Euro, für uns beiden, nicht pro Person! 

Wir sind platt, sind überrascht.  Das war ein toller Abschluss von einem erlebnisreichen Tag. Die Wirtin hatte Freude ans uns und wir freuten uns, dass wir so fein bewirtet wurden. 

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Küste von Thrakien

Von Porto Lagos fahren wir gut gelaunt raus aufs Meer. Für die Serenità ist ein sicherer Sommerplatz gefunden, das macht die Weiterreise entspannt.  

Der Küste entlang segeln wir nach Osten, mal wenig, mal kein Wind. Unser Tagesziel der 20 Meilen entfernte Fischerhafen Maronaia, oder Agios Charalampos. Der Hafen ist auf den antiken Mauern errichten und relativ neu. Mal sehen ob wir Platz finden. Ein Fischer der uns in der Einfahrt begegnet, winkt und seine Gesten zeigen uns dass es okay ist in den Hafen zu fahren. 

Wir finden auch bequem Platz, vor einem Fischerboot, wir sind das einzige Gästeschiff. 

Nach dem Anleger, erkunden wir die Umgebung, entdecken eine grosse Taverne über dem Hafen und melden uns schon mal für das Nachtessen an. Weiter gehts zu den römischen Ruinen, Bäder und eine Basilika standen hier an der Küste von Thrakien. Thrakien ist eine Region die sich die Bulgaren, Griechen und Türken aufteilen. 

Die Taverne sah nicht nur gut aus, das Essen war auch lecker, der Fisch den wir ausgewählt hatten war gross und fein, die Vorspeisen, der Wein und der süsse Dessert machten es schwer aufzustehen, so waren wir die letzten Gästen. 

Kein Sumpfgebiet, keine Mücken, das wird eine ruhige Nacht. Doch, um 3 Uhr 45 kommen zwei grosse Fischerboote in den Hafen, gleichzeitig auch drei Lastwagen. Genau vor unsl egten die Fischer an, die Fische wurden in Styroporboxen gefüllt, mit Eis zugedeckt und in die Lastwagen gestapelt. Das waren Tonnen von Fisch. Kein Wunder geht da keiner an meine Angel. 

Am Morgen hole ich vom Fischerboot einige Makrelen, bezahlen durfte ich nicht. Die wurden nach unserer Ankunft in Samothraki, ausgenommen und Jutta hat sie filetiert und in der Pfanne gebraten. 

mmmmh, lecker 

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Sonntag in Porto Lagos

Schon früh um 6 Uhr werden wir vom Lärm geweckt. Autos parken neben dem Schiff, das am Pier liegt. Metallstangen klappern, Türen schlagen und Menschen unterhalten sich. Es werden Verkaufsstände aufgebaut. Es ist Sonntagsmarkt in Porto Lagos. 

So beginnt unser Frühstück früher als meistens. Danach wollen wir sehen, was die Marktfahrer so alles feilbieten. Es sind vorallem Kleider und Haushaltsgegenstände.

Zuerst stöbern wir durch das Kleiderangebot, die Preise sind unschlagbar. Wir finden beide Jeans für nur 15 Euros, T-Shirts und Schuhe. Fliegenklatsche und Boxen zum Eiswürfen machen, sehr wichtig für die feinen AnlegerCocktails. 

Danach erst finden wir das  Gemüse und die Früchte. Die Kirschen sind reif, die Aprikosen sehen auch lecker aus. Oliven gibts in viele Sorten. Leuchtend rote Tomaten, grosse Säcke mit Kartoffen und Knoblauch. Soviel wie die Augen möchten, können wir gar nicht einkaufen, wir haben noch vieles an Bord. 

Nach dem Marktbummel gibts einen grossen griechischen Kaffee. Wir setzen uns zu den Griechen, die verbringen den halben Sonntag im Café.

Danach gehts zum Schwimmen in der ruhigen Bucht. Wir haben die Abkühlung verdient. Wir schwimmen am Rande eines Naturschutzgebietes. viele verschiedene Wasservögel brüten hier. Zwischen dem Hafen und der nächsten Stadt Xanthi erstreckt sich eine kilometerlange Lagune. Bestimmt werden uns die Mücken am Abend pisacken. 

Da hilft dann nur, sich mit Antibrumm einzudieseln. 

 

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Kavala

Von der Insel Thassos segeln wir die paar Meilen rüber ans Festland. Kavala, eine historisch bedeutende Stadt. 

Kavala hat einen bedeutenden Fischerhafen in Mazedonien, die nordöstliche Provinz von Griechenland. Erobert von allen möglichen Herrschern und Kulturen. Geburtsort von Mehmed Ali Pascha, dem Beherrscher des östlichen Mittelmeeres, vorallen Ägypthen.  Aber auch Apostel Paulus war hier. Ist schon lange her, im Jahre 49. 

Als erstes sehen wir, beim Näherkommen, die Halbinsel mit der Altstadt, den Kirchen und der Burg.

Dann fahren wir rein in die grosszüglig Hafenanlage. Ein Platz am Steg, scheint wir für uns reserviert. Wir legen an und schon werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es hier seit kurzem sehr teuer geworden ist. Wir melden uns im Portoffice und bekommen die Rechnung präsentiert. 50 Euro für das Anlegen im Hafen!!! So bleiben wir einen Tag, wir wollen uns die Stadt anschauen. Trotz den unverhältnismässigen Preisen, ohne Duschen usw,..

Einkaufen müssen wir auch, die Vorräte gehen zur Neige. 

Am nächsten Morgen spazieren wir zum Äquadukt und rauf zur Burg. Eindrücklich die Bauwerke, die Stadtmauern und die Häuser der Altstadt. 

Auf dem Rückweg zum Hafen kaufen wir beim Fischer frischen Fisch, Riesencrevetten und einen Metzger finden wir auch. Gemüse gibts an jeder Ecke und auf Empfehlung finden wir auch einen guten Bäcker.

So legen wir mit vollem Kühl- und Weinschrank am Mittag ab. 

Eigentlich wollte ich die Serenità für die Sommerpause hier lassen, doch bei den horrenden Preisen geht das nicht. Also weiter segeln, weiter suchen. 

 

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Insel Thassos

Von der Athos Halbinsel sind wir mit südlichen Winden, die 40 Meilen, sportlich mit bis 6 Bft nach Thassos rüber gesegelt. Im neuen Hafen haben wir längseits Platz gefunden, es war windstill und so haben sich unsere Befürchtungen, nach der Studie von Navily, in wohlwollen aufgelöst. Im Hafen soll schon bei  leichtem Wind viel Welle sein und die Schiffe durchschütteln. Wir haben das zum Glück nicht erlebt. 

Thassos ist touristisch, die Fähren fahren pauselos zum Festland und zurück. Doch der Ort ist trotzdem ruhig und relaxt. 

Am nächsten Tag haben wir die Fahrräder ausgepackt und erkunden den Ort. Wir wollen die griechischen Ruinen besichtigen, so parken wir die Räder unter einem Mirabellenbaum, im Garten von einem Fischer, der gerade seine Netze flickt.

Von dort wandern wir den Hügel hinauf bis zum Amphitheater, das oberhalb vom alten Hafen liegt. Eine herrliche Aussicht belohnt uns. Bis zur Akropolis solls nicht mehr weit sein, also wandern wir weiter den Berg hinauf, nach 30 Minuten sind wir ganz oben. Alte Tempelreste und mächtige Quader sind zu bestaunen, unglaublich wie diese tonnenschweren Steine bearbeitet und hier platziert wurden. Die Aussicht war noch besser, hier oben. Das Städtchen und der Hafen und die alten Hafenmauern unter der Wasseroberfläche waren zu sehen.

Nun gehts aber zurück zum Schwimmen. Der Fischer erlaubt uns alle reifen Mirabellen zu pfücken. Efcharisto poly, vielen Danke.

Danach gehts zum marmorweissen Strand, zur verdienten Abkühlung und zu einem geschmackvollen griechischen Kaffee. 

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Der Berg - Athos

Heute wollen wir am Berg Athos vorbei auf die Ostseite von der Halbinsel. Wind ist nicht viel angesagt, aber bis jetzt ist am Mittag immer Wind aufgekommen. Wir hoffen dass es heute auch so wird. 

Wir liegen in Skala Sykia, am mittleren Finger, der Chalkidiki Halbinseln. 

Die Sonne geht wunderbar, golden über dem Berg Athos auf. Das wird sicher ein schöner Tag. Nach dem Kaffee, noch vor dem Frühstück holen wir den Anker auf. Kurs Ostnordost. 77 Grad.

Wir halten den vorgeschriebenen Abstand zu der Mönchsrepublik, eine Meile, wenn Frau an Bord ist!

Wir sehen die vielen Häuser der Mönche. Die grossen Klöster sind von hier nicht zu sehen. Es soll 40 Klöster geben, in jedem davon lebten früher 1'000 Mönche. Heute sind wohl nur noch 2'000 Mönche auf der Halbinsel. 

Am Mittag gibts Wind auf Osten, wir setzen die Segel. Leider hält der Wind nicht lange an, so gehts bald wieder mit dem Diesel weiter. Am späten Nachmittag ankern wir in einer abgeschiedenen Bucht, nicht ganz legal, da wir noch in der Mönchsrepublik sind. Es ist aber kein Eremit in Sicht.  Anker fällt, Motor aus. Was für eine Ruhe, nur ein paar Vögel zwitschern und die Frösche quaken im Schilf. 

Endlich gibts eine Abkühlung, noch vor dem Anleger-Drink, es war heiss heute. Danach der verdiente Ouzo von Barbayannis. 

Wir wagen es, am Morgen lassen wir das Dinghi ins Wasser und rudern ans Ufer, sammeln ein paar schöne grosse Muscheln ein, zur Erinnerung an den Heiligen Ort. 

Als Dankeschön nehmen wir viel Plastikmüll mit, der am  Ufer rumliegt. Die Götter mögen uns verzeihen, dass wir Heiligen Boden betreten haben. 

 

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Ormos Panagios

Während Christiane und ich nach Thessaloniki gefahren sind, lag die Serenità sicher in der Marina von Ormos Panagios. Wir haben den Bus in Agios Nikolaos genommen, brachte uns der Bus in zwei Stunden nach Thessaloniki. Eine abwechslungsreiche Fahrt, durch endlose Olivenhaine. Leider sind die Ferien mit Christiane schon vorbei und sie ist von Thessaloniki zurück geflogen. Das waren tolle Seglertage, Wind und Wellen, Tzatziki und Ouzo....... 

Für mich geht die Reise weiter. Jutta aus Berlin begleitet mich zurück zum Schiff. Als erstes müssen wir am nächsten Morgen an der Mole bei den Fischerbooten die Wassertanks auffüllen. Damit wir für die nächsten zwei Wochen autart sind. Bei den Fischern am Hafen kauft Jutta Fische für dem ersten Abend am Anker. Wir fahren zu der kleinen Insel Diaporos, da gibts unzählige tolle Ankerplätze. Wir liegen unterhalb der grössten Erhebung der Insel und mich reizt es, von dort oben rundum zu schauen, bis rüber zum heiligen Berg Athos. Das war eine richtige Kletterpartie, über Felsen und durchs stachliges Gehölz. Auf Ziegenpfaden und ohne Wanderwegschilder. Die Aussicht hat uns belohnt. 

Danach ein Bad im Meer, zur Abkühlung. 

 

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Nisis Diaporos

Wir sind im Norden von Griechenland angekommen.  Christiane und ich sind in Alonissos, auf den Sporaden, losgesegelt und haben nach einem stürmischen, langen Schlag, 58 Meilen, in Porto Kofu geankert. Wir sind nun in Region Chalkidiki. Am nächsten Tag hat uns der Südostwind, der zwischen der Athos-Halbinsel und der Sithonia-Halbinsel in den Golf von Singitikos weht, bis zur zerklüfteten Insel Nisis Diaporos gebracht. 

Im türkisblauen Wasser haben wir den Anker in den Sand fallen lassen. Wunderschön ist es hier, Karibikfeeling.

Am nächsten Morgen besichtigten wir die windgepeitschten, ausgewaschenen Felsen, auf unserem Landgang, aus der Nähe.  

 

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Skopelos

Von Skiathos ist für viele die Ankunftsinsel in den Sporaden. Es ist die kleinste Insel aber die bekannteste mit ihren wunderschönen Stränden. Fähren legen an und ab und die Jets landen spektakulär in der Nähe vom Hafen.  

Andreas startete hier seine Rückreise nach Volos und am Abend landete Christiane auf Skiathos. 

Nach einem Bummel durch die Souvenirgassen, legten wir am Nachmittag vom Pier ab. Nach Skopelos sind es nur 6 Meilen. Skopelos hat einige schöne Ankerbuchten und vorallem einen der schönsten Häfen von Griechenland. Der Blick vom Hafen in die Stadt ist einmalig. 

Wir schlendern am nächsten Morgen durch die schmucken Gassen, Christiane kauft eine Ikone vom Heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Seefahrer. Eine Gasse führt quer durch die Stadt, bis wir bei der Kirche auf dem Felsen über dem Meer ankommen. Es bliebt die Erinnerung an die vielen schmalen Gassen, Stufen, Treppen und die hözernen Balkone. 

Am Nachmittag lichen wir den Anker und nehmen Abschied, ein letzter Blick zurück zu den Häusern mit den roten Dächern und den dunklen Fensterläden. 

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Strandspaziergang

Trotz Regenwetter gibts heute einen Strandspaziergang. Wir sind in Neo Klima, an der Westküste von Skopelos. Nahe am Hafen gibts eine Steilküste die am schmalen Strand aufragt. Das weisse Felsband sieht man schon von weit draussen auf dem Meer. 

Wir wandern den kurzen Weg bis zu einer Felsbarriere die am Ende vom Strand aufragt. Interessiert wie wir sind, haben wir den spröden Felsen erobert, war nicht ganz einfach, bei den losen Steinen. 

Doch die Aussicht von oben hat sich gelohnt. Runter wars noch rutschiger, doch wir sind heil am Strand angekommen. 

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Der erste Törn

Nach der ersten Aufregung mit dem verunreinigten Diesel und einem anschliessenden Regentag in Limni. Legen wir in Limni ab. Andreas ist gekommen und wir wollen nach Skiathos. 

Die erste kurze Etappe führt nach Atalandi, eine unbewohnt Insel nahe dem Festland. Schöner Wind bringt uns bis in die schmale Ankerbucht. Die unzähligen Mittelmeermöven begrüssen uns mit ihrem kreischen. Sie sind am Nest bauen und besonders aufmerksam und streitsüchtig. 

Mit dem Beiboot rudern wir ans Ufer und scheuchen die Möven auf, die umkreisen uns und begeiten uns. Eine Stein- und Sandpiste führt über die Insel. 

Die Insel ist bewachsen mit Sträuchern und Blumen. Wilde Olivenbäume und Mastixsträucher sind die grössern Gewächse, den Boden bedeckt der einjährige Strandstern. Früher wurde hier Felder mit Pflanzen bewirtschaftet, Flecken mit blauen Blumen sind noch übrig geblieben. 

Wir sehen ausser den Möven noch einige Rehe, die wurden vielleicht auch hier gezüchtet. Wassertränken finden wir viele am Weg durch die Insel, möglich dass die für die Tiere waren. Heute ist die Insel verlassen, das Gebäude und die Landestelle sind leer. Die Zäune verrosten. 

Schön wars trotzdem, wieder so alle in einer einsame Bucht inmitten der Natur zu ankern. 

 

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Einwassern in Limni

Da ich im März die meisten Arbeiten im Schiff schon erledigt hatte, brauchte die Serenità nun die Pflege von aussen. Die Winterplane wurde gewaschen und verstaut, das Schiff gereinigt vom Saharasand, die Aussenwände poliert und gewachst und das Antifouling mit dem Roller aufgetragen. 

Nach 5 Tagen war das Schiff bereit zum Einwassern. 

Am Dienstag wurde die Serenità auf den Trailer geladen und zum Ufer gefahren. Am frühen Morgen, um 8 Uhr fuhr der Bagger das Schiff über das Ufer ins Wasser. 

Der Motor ist sofort gestartet ist aber unruhig gelaufen und hat dann aber schnell wieder abgestellt. 

Da war etwas nicht in Ordnung, vielleicht ein Filter verstopft? Zum Gück hat mich der Grieche, der nach mit eingewassert hat, in den zwei Meilen entfernten Hafen von Limni geschleppt. 

Dort hat Lefteris, der Mechaniker vor Ort, festgestellt, dass ich Dieselpest im Tank habe. Das sind Bakterien die sich vorallem wegen dem Biodiesel bilden. Wir haben den ganzen Tank, 340 Liter, in Kanister abgepumpt, den Tank und die Leitungen gespühlt und den Diesel mit einem speziellen Filter wieder zurück in den Tank gefüllt. Dann noch alle Filter ausgewechselt und der Motor ist wieder perfekt gelaufen. Ufff, das war ein ungewohnter Start in die neue Segelsaison. 

Glücklich, dass ich in den Hafen geschleppt wurde, glücklich, dass Lefteris Zeit hatte den Tank zu reinigen. Zum Glück hat der Motor keinen Schaden genommen, ich hatte gute Filter die den Bakterienschleim zurückgehalten haben. 

Mit dem verdienten Feierabendbier startet nun die unbeschwerte Segelsaison. 

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Roller-Ausflug

Heute feiern die Griechen Ostern, so gönne ich mir auch einen halben freien Tag. In den Bergen, oberhalb Limni gibts ein grosses Kloster, einen Wasserfall und einen Wanderweg zu einem Aussichtsgipfel. Mit dem Klapprad ist es zu anstrengend, die Strasse soll steil bergauf führen. So lehne ich mir einen Roller in der Werft aus. Der Tank ist voll und es kann los gehen. 

Auf einen kurvigen Strasse gehts durch die Waldbrand-Zone den Berg hinauf. Es blüht am Strassenrand und die Sträucher wachsen wieder, alles ist wieder grün, es ist bald 3 Jahre her seit dem Brand-stiftung.

Nach ca. 30 Minuten komme ich in eine kleine Ortschaft, da gibts zum Glück eine Taverne und es ist genau 12 Uhr Mittag, Zeit zur Einkehr. Ein Tisch ist noch frei, es gibt Lamm und Pommes und gebratenen Käse. Zaganaki. Nach dem Dessert gehts weiter den Berg hinauf, am Kloster vorbei, durch Wäder über Brücken bis zu einem schönen Wasserfall. 

Von dort wandere ich den Berg rauf, bis mir die Puste ausgeht. Nach einer kurzen Pause gehts wieder zurück zum Roller. Auf der rasanten Fahrt zurück ans Meer, halte ich beim Kloster, hab mich nicht rein getraut, ist ein Frauenkloster!!  Am späteren Nachmittag war ich wieder zurück beim Schiff, hat Spass gemacht die Rollerfahrt. War auch eine schöne Abwechslung von der Arbeit am Schiff. 

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Via Zürich - Belgrad nach Griechenland

Nach etwas mehr als einem Monat in der Schweiz, gehts zum zweiten Mal dieses Jahr zum Schiff. Jetzt mit dem Reisecar. Hab mir das so ausgedacht, weil ich wieder viel Gepäck hatte. Ausserdem wollte ich mal sehen wie es sich anfühlt so weit mit dem Bus zu reisen und die Vielfliegerei macht meinen kleinen Ökofussabdruck zu nichte, da ist es ökonomischer mit dem Bus, aber viel länger und unbequemer. 

Brigitte hat mich nach St.Gallen gebracht, dort wurde ich abgeholt und nach Zürich zum Busbahnhof gebracht. Um 17 Uhr gings dann los mit dem Bus Richtung Gotthard, in Lugano sind nochmals Leute zugestiegen, nun war der Bus voll. Ab und zu gabs einen Kaffee und Rauchstopp. Sogar mitten in der Nacht um 03.00 Uhr. Die Fahrt war angenehm, konnte mich mit dem Tessiner wenigstens in Italienisch unterhalten. Alle anderen waren Serben und sprachen kein Deutsch! Immer wieder mussten wir an den Grenzen aussteigen und die Pässe wurden kontrolliert.  Wir fahren auf der Autobahn immer wieder durch flache, fruchtbare Landschaften, wo Getreide angepflanzt wird. Felder soweit das Auge reicht.  Die Landschaft gleicht sich in Slowenien, Kroatien und dann Serbien. Um 10.30 Uhr waren wir pünktlich in Belgrad.

Ich türmte mein Gepäck neben dem Car auf. Wie gehts nun weiter ? Wo fährt der Grieche ab? Zum Glück kommt ein Gepäckträger mit einem Sackwagen, der bringt mich zur Information und danach weiter, zum FPT Office, das ausserhalb vom riesigen Bushof ist. Dort kann ich mein Gepäck bis am Abend lagern und zu Fuss die Stadt erkunden. 

Belgrad liegt an der Donau, ein grosses Schweizer Flusskreuzfahrtschiff liegt am Pier. Ich schlendere der Promenade entlang und rauf zur Mittelalterlichen Burg. Das Wahrzeichen von Belgrad. Daran schliesst die noble Fussgängerzone an. Mir bleibt genug Zeit die Altstadt zu erkunden, bis es dann abends um  19.30 Uhr weiter geht. 

Der Chauffeur war nicht grad glücklich über meine vielen Gepäckstücke, er war eh schlecht gelaunt, was sich dann aber während der Fahrt stark verbessert hat. Leider lief nun die ganz Zeit der Fernseher, aber es ging zügig voran. Auch am Zoll nach Nordmazedonien ging es flott, natürlich alle aussteigen und Pässe kontrollieren. Dann nach ein paar Stunden die Grenze zu Griechenland, auch hier wurden die Pässe eingesammelt und kontrolliert, wir konnten im  Bus bleiben.

Via Thessaloniki und Larissa fuhr der Bus dann am Meer entlang bis wir in Arkitsa vorbei kamen, da liess mich der Chauffeur aussteigen, von der Autobahn bis zur Fähre nach Euböa sind es nur ein Kilometer. 

Nur ein Kilometer, mit dem Gepäck, ich musste das Gepäck etappenweise vorwärts tragen, bis ein Taxi kam und mich zur Fähre brachte. Auf Euböa in Edipsos hat mich Eelco abgeholt und zur Werft mitgenommen. Genau 49 Stunden war ich unterwegs, aber nun stehen alle Sachen unter dem Schiff und die Arbeit beginnt. 

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Ancona, die Altstadt überrascht

Die Fähre legt am Nachmittag nach fast 22 Stunden Fahrt in Ancona an, schnell sind die wenigen Autos entladen. Wir suchen ein Hotel in der Altstadt, aber es entspricht keines unseren Wünschen. So parken wir das Auto in der Altstadt.

Nun gehts zu Fuss durch die schmalen Gassen. Hoch ragen die Häuserzeilen in die Höhe. Wir suchen die Kathedrale die oberhalb vom Hafen liegt und von der Fähre aus so mächtig ausgeschaut hat. Es reiht sich ein Palast an den nächsten. Kirchen mit verzierten Portalen und kleine Parkanlagen. Zuerst sehen wir die grüne Kuppel, dann erscheint auch schon die Kathedrale San Ciriaco vor uns. Oberhalb der Treppe bewachen zwei Löwen den Eingang. Drinnen ist es eher schlicht, wenn man mit den ortodoxen Kirchen in Griechenland vergleicht. 

Von der Terrasse vor der Kathedrale hat man einen tollen Blick über den Hafen und die geschwungene Uferstrasse. Auf einer künstlichen Insel im Hafen, liegt das  5eckige Lazzaretto, da gibts Museen und Potenzial für viel kulturelle Ausstellungsräume. 

Wir schlendern bis zum Hafen und über breite Alleen und Plätze wieder den Hügel rauf bis zum Auto. 

Dann gehts weiter, der Küstenstrasse entlang, bis wir zufällig ein Albergo finden, nebenan links eine Pizzeria und nebenan rechts eine typischen italienische Bar mit Wettbüro. Das passt alles zusammen Apero in der Bar und in der Pizzeria gibts eine grosse Foccacia, dann Spaghetti Vogole, Salat und Pizza Tonno. 

 

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Rückreise via Patras

Wie die Zeit vergeht, schon sind Flo und ich schon 10 Tage in Limni. Die Arbeiten die wir machen wollten sind gemacht. Peter hat uns mit seinem Fachwissen geholfen und uns unterstützt. Die Winschen laufen alle wieder und das Seeventil ist ausgetauscht. Nun braucht die Serenità nur noch den Unterwasseranstrich, dann kommt das Schiff ins Wasser. 

Am Montagmorgen 18. März starten wir zur Rückreise. Wir fahren durch die Berge von Euböa bis Chalkida, dann weiter nach Athen bis zum Kanal von Korinth. Dort machen wir einen Halt und schauen uns den 80 Meter tiefen Einschnitt bei der Meerenge an. Tief gehts runter bis zur schmalen Wasserstrasse. Schon wieder ist der Kanal unpassierbar, wir sehen, dass ein Stück der Felswand abgerutscht ist. 

Mittagpause machen wir vor Patras in einer Fischtaverne. Das letzte Mal Oktopus, Muscheln und Kalamari. 

Wir kaufen die Tickets für die Fähre nach Ancona direkt in Patras am Schalter, ist günstiger als mit der Reservation vorab. Danach haben wir noch Zeit die wunderschöne Andreas-Kirche, Schutzheiliger der Stadt, in der Nähe vom Hafen anzuschauen und uns von Griechenland zu verabschieden.

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Neumontage Ankerwinsch

Grosse Probleme hat letztes Jahr die Ankerwinsch gemacht, Lefteris aus Limni hat den Einbau der neuen Winsch schlecht gemacht, vielleicht war ausserdem der Motor der Winsch schon defekt geliefert worden. Schlecht war die Verkabelung des Motors, ich hab zusammen mit Peter 2,5 Meter Kabel ausgebaut, da waren viel zu viele Kabelverlängerungen eingebaut. Das haben wir nun viel schlanker angeschlossen.

Zudem haben wir die Materialdicke der Decke gemessen und festgestellt, dass nicht überall die gleiche Materialstärke ist. Das hab ich plangeschliffen, war eine staubige unangenehme Arbeit. Aber das hat sich gelohnt, nun liegt die Winsch parallel am Deck auf und die Welle dreht frei. 

Freue mich jetzt schon drauf, wenn der Anker wieder in einer einsamen Bucht durchs glasklare Wasser in den Sand fällt. 

Meine elektrischen Genuawinschen sind an der Lithiumbatterie angeschlossen, das hat so nicht funktioniert, die Lithium ist für so kurze starke Belastungen nicht geeignet. So haben wir die fingerdicken 50mm2 Kabel von der Winsch nach vorne zur Bugbatterie des Ankers verlängert. Zum Glück konnten wir die alten Kabel die vor der Lithiumgeschichte für den Anker gebraucht wurden verwenden. So konnten wir uns viel Arbeit mit Kabel verlegen hinter all den Verbauungen und dem WC ersparen. 

Nun drehen die beiden Winschen einwandfrei und die Lithium wird nicht überstrapaziert. 

Den Abend verbringen wir zusammen im Appartement Flo serviert Salate und Gemüse. An Seemansgarn fehlt es nie, so sind diese Abend unterhaltsam und interessant. 

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Arbeitsfrei

Dank dem Auto das wir in Arosa gemietet haben, können wir zum Einkaufen nach Limni oder zum 20 km entfernten absolut genialen Handwerkershop nach Mandoudhion fahren. Dort finden wir die passenden Kabelschuhe, Kabelverbinder, Teflonband, Schrumpfschläuche, Abwasserschlauch und vieles mehr. Fast wie Weihnachten.... 

Wir nutzen das Auto für einen Ausflug nach Loutra zu den heissen Quellen. Auf dem Weg dorhin fahren wir beim Metallverarbeiter vorbei, er hat für mich neue Kunststoffrollen für die Genuaholepunkte gedreht, zum Glück sind sie über den Winter fertig gemacht worden. Man weiss ja nie bei den Griechen. 

Weiter gehts nach Loutra. Noch hat es wenig Badegäste in den heissen Steinbadewannen, das Wasser fliesst mit über 70 Grad aus der Tiefe. Sogar das Meerwasser ist am Ufer warm genug zum Schwimmen. 

So erleben wir einen gemütlichen Nachmittag am Strand und im heissen Wasser, soll gesund für die alten Knochen und Gelenke sein. Sogar der Labrador geniesst die erhitzen Steine oder ist er nur wegen der schlanken Blondine hier, scheint seine Chefin zu sein. 

Nach einem grossen Bier vom Fass, fahren wir zurück in die Werft. Dort gibts wieder einen Grillabend. Wir braten die vielen Shrimps auf dem Feuer und im Schiff von Martina und Peter kommt in der Pfanne noch der Knoblauch und Olivenöl und Gewürze dazu. Lecker.

Draussen hats zu regnen begonnen, aber in der geräumigen Alina ists wunderbar warm und gemütlich. Wir sind echt ein tolles Team. 

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Gasleitung und Seeventil auswechseln

Nun gehts los mit den vielen Arbeiten am Schiff. Das Wetter spielt mit, es ist trocken, aber kühl, ein dicker Pullover ist nötig, es hat 8 Grad in der Nacht und ist immer windig. 

Zuerst wage ich mich an die Gasleitung die ausgewechselt werden muss, doch die Verschraubung lässt sich nach den vielen Jahren nicht öffnen. Ich wollte schon die Kupferleitung durchsägen, aber Peter löst die Mutter mit zwei Hämmern und viel Gefühl beim Draufschlagen. Plötzlich lässt sich die Mutter öffen!! 

Für einen Spaziergang am Meer gibts genug Zeit, vorallem am frühen Morgen, wenns noch zu kalt zum Arbeiten ist. Manchmal schwimmen Delfine ganz nah am Ufer vorbei.

Als nächstes bauen wir das Seeventil vom Wasseransaug des Motors aus. Der Griff hat sich schon total zersetzt. Mit dem Multitool von Bosch, sägt Peter das Ventil von innen durch, bis der Hahn und der Borddruchlass rausbrechen. Mit Sikakleber wird der neue Borddurchlass eingeklebt. Nicht ganz einfach bei so wenig Platz im Schiff.  Wir kochen oft zusammen oder fahren nach Limni in die Taverne. Aber wenns windstill ist machen wir oft ein Feuer und brutzeln grosse Koteletts und griechische Würste.

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Frühstart in die Saison 2024

Dieses Jahr gehts schon sehr früh zum Schiff nach Limni. Flo und ich haben uns mit Peter und Martina auf der Werft verabredet. Wir haben einige technische Sachen zu reparieren und da will uns Peter mit seinem Wissen helfen.

Die lange Reise beginnt am 4. März. Ich nehme den Zug nach Chur, dort wartet Flo auf mich, zusammen fahren wir mit dem Auto Richtung Süden. Wir haben viel Gepäck, das Auto ist voll mit Segeln, Klapprad. Wir kommen gut voran und sind am frühen Abend in Cattoloca, wo wir übernachten. Die Fähre von Ancona fährt am Dienstag Nachmittag so haben wir Zeit, für die restliche Strecke nach Ancona. Die Überfahrt nach Igouminitsa dauert 17 Stunden, es sind 630 Km. Es wird eine lange Nacht auf den Polster im Salon.

Um 8 Uhr am Morgen kommen wir im Nordwesten von Griechenland an, nun haben wir den ganzen Tag Zeit quer durch Griechenland über die Berge, vom Ionischen Meer zur Ägais zu fahren. 

Nochmals gehts rauf bis zu den schneebedeckten Bergen, durch viele Tunnels und über unzählige Brücken. Angela sei dank, die Autobahnen sind super ausgebaut.

Am Mittag haben wir die Berge hinter uns. Wir kommen nach Meteora, steil aufragende Felsen, auf denen die Mönche ihre Klöster gebaut haben sind schon von Weitem zu sehen. Eindrücklich, wir erkunden das Dorf das sich an die kahlen Felsen schmiegt und finden eine Taverne die geöffnet hat. Noch sind die Touristenbusse nicht hier. In Griechenland ist noch Winter. 

Weiter gehts auf der Autobahn. Um 17 Uhr erreichen wir die Fähre bei Arkitsa. Die bringt uns rüber auf die Insel Euböa, nach Loutra-Edipsos. Auf Umwegen, weil die Strasse wegen Steinschlag gesperrt ist, kommen wir am Abend in Limni an. Uff geschafft, war eine lange Fahrt, wir haben aber viel gesehen und eindrücklich erfahren, wie weit weg Griechenland und die Ägäis ist. 

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Saisonende 2023

Im Hafen von Limni geht nun eine abwechslungs- und ereignissreiche Segelsaison zu Ende. Wir waschen alle Segel und verstauen sie im Schiff, die Schoten und Festmacherleiner werden vom Salz befreit, Fallen werden ausgezogen und durch dünne Leinen ersetzt. Die Ankerwinsch ist immer noch ein grosses Thema, wir nehmen sie wieder mal auseinander und suchen nach der Ursache von ihrer schlechten Leistung. 

Am Abend stürzen wir uns ins Nachtleben von Limni, eine noble Bar hat neu eröffnet. Das einzige Nachtleben hier, aber Limni verändert sich, viele neue Shops haben dieses Jahr in renovierten Häusern an der Promenade eröffnet. 

Nun beginnt der letzte Tag für Dominique und Jürg, Koffer packen und letzte Souvenirs einkaufen. 

Am letzten Abend gibts einen kulinarischen Höhepunkt auf dem Schiff, ein riesiges Rinderfilet wird von Jürg im Backofen zubereitet.

So ist auch dieser Segeltörn schon wieder Geschichte, war eine tolle Zeit, die Sporaden haben viele schöne Inseln, wir haben fast alle besucht. 

Früh am Morgen fährt der Bus nach Chalkida ab, für Dominique und Jürg beginnt die Heimreise. 

Die Serenità wird am Samstag ausgewassert, so bleiben mir vier Tage auf der Werft und das Schiff winterfest zu machen. Dann reise ich mit Bus und Zug zurück nach Athen und fliege in die Schweiz. 

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die heissen Quellen von Loutra

Loutra hat nicht nur einen Fischerhafen und eine Fährverbindung zum Festland, am berühmtesten sind die heissen Quellen. Eindrücklich wie das heisse Wasser aus dem Boden sprudelt oder der Strasse entlang zum Meer fliesst. Seit über 100 Jahren gibts hier den Bädertourismus, imposante Kurhotels sind alte Zeitzeugen. 

Nun Ende Oktober sind keine Touristen mehr hier, wir haben die Becken mit dem heissen Wasser für uns alleine. 76 Grad heiss kommt das Wasser an die Oberfläche, die mineralischen Ablagerungen haben das Ufer mt einer dicken Sinterschicht überzogen. Im steinernen Naturbecken lässt es sich entspannt geniessen. Zur Abkühlung gibts einen Sprung ins Meer. 

 

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vom Nebel in die Sonne

Nun sind wir auf dem Weg nach Limni, dort ist auch dieses Jahr der Winterliegeplatz der Serenità. Wir ankern in der Bucht Vathikelou und staunen am Morgen, es ist neblig und nochmehr staunen wir über den Dreck der um unser Schiff schwimmt. Plastik hat sich an unseren Landleinen gestaut hat, so muss das Dinghi ins Wasser, da will niemand schwimmend die Leinen lösen.

Leider gibts wenig bis kein Wind, so hilft der Diesel vorwärts. Am Mittag riecht es wieder fein aus der Küche und auch der Nebel lichtet sich, der blaue Himmel und die weite, grüne Landschaft zeigen sich.

Wir legen im Hafen von Loutra an, umringt von Fischerbooten wie immer. Gibts überhaupt noch Fische zu fangen? So viele Schiffe sind täglich unterwegs, und hier ist nicht der grosse Ozean, nein, nur die begrenzte Meerenge zwischen Festland und Euböa. Im Mittelmeer werden im Jahr 158'000 Tonnen Sardinen und 104'000 Tonnen Sardellen/Anchovis gefangen. Kein Wunder sieht man keine Delphine mehr. 

 

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Insel Paliò Trikeri

Von Pefki dem kleinen Fischerdorf, mit dem Hafen, der für Yachten eher ungeeignet ist und wir auch nicht willkommen waren, legen wir am Morgen ab Richtung Golf von Volos. Wir wollen zu Insel Paliò Trikeri. Die kleine Insel liegt am Eingang zum Golf.

Vor der Taverne gibts einen Pier, da hat es gerade genug Platz für die Serenità. Hier ist die absolute Ruhe, keine Stress weit und breit, sogar der Tavernenwirt ist die Ruhe selbst. 

Klar setzten wir uns auf die Terasse direkt am Wasser und bestellen Fisch und Wein. Hier ist es echt gemütlich, nichts deutet auf den Rummel in der Sommerzeit hin, alle sind relaxt, es scheint, wir sind im Paradies gestrandet. Ob das grosse Kloster auf dem nahen Hügel diese Ruhe aussendet, oder das Wissen, dass die Argonauten schon hier waren und die Argo hier neu verpecht wurde. Ein Ort fast ausserhalb von Raum und Zeit. Eine winzige Insel, kaum Anschluss an die grosse Welt. Nur ab und zu setzt eine Fähre rüber ans nahe Festland. 

 

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das Meer ist vermüllt

Von der Insel Alonnisos segeln wir nach Skopelos und von dort mit einem langen Schlag bis zur Nordseite der Insel Euböa. Es weht nur wenig Wind und der Diesel muss helfen. 

Seit dem Unwetter im September schwimmt auf der Wasseroberfläche eine riesige Menge Plastik, da wurden ganze Müllhalden bei Volos ins Meer gespühlt. Nun sind die Flussufer wieder sauber, dafür das Meer vermüllt. Die Strömung zwischen Euböa und Festland schiebt die Plastik Felder hin und her, das schon seit mehr als einem Monat. Bei Sturm landet der Plastikabfall am Strand. Es sieht einfach schrecklich aus.

Bis zur nächsten Badesaison ist vermutlich der Strand aufgeräumt, das heisst der Abfall abgefackelt, als schwarzer Rauch in Luft aufgelöst. Entsorgt nach neuesten EU-Vorschriften!!

Dieser Plastik ist ein Teil der 12,7 Millionen Tonnen die jedes Jahr im Meer entsorgt werden.

Bei Sonnenuntergang vergisst man den Dreck, die Stimmung hellt sich auf und aus der nahen Taverne weht ein Duft von Gyros und Ouzo über den Hafen. 

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Regenwetter

Schon früh am Morgen machen wir uns bereit, Regenklamotten und Schwimmwesten liegen bereit. Nach dem obligaten zweiten Kaffee warten wir noch bis die Fähre abgelegt hat, dann lösen auch wir die Leinen und legen ab. 

Der Nordwind steht günstig, nicht so stark wie gehofft, aber wir können alle Meilen bis Alonnisos segeln. Ab und zu regnet es und dunkle Wolken bringen kräftige Windböen, aber auch an diesem trüben Tag macht das Segeln freude. Wir legen in der Stadt Partitri an. Wir sind die einzigen, kein guter Liegeplatz, aber für eine Nacht wirds schon gehen. Hoffentlich dreht der Wind nicht auf Südost, sonst müssen wir den Platz, wegen dem Schwell, sofort verlassen. 

Zum Aufwärmen und für den kleinen Hunger gehts in die nahe Taverne, die einzige die noch offen hat um diese Jahreszeit. 

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Skyros

Wir liegen im kleinen Hafen von Linaria, auf der Insel Skyros und es ist Starkwind und Regen auf dem Wetterkanal vorhergesagt. So bleiben wir einen Tag hier und wollen drei Mofas mieten, dafür sollen wir 95 Euros bezahlen. Das ist viel zu viel. Ich rufe eine Autovermietung an und der bringt ein kleines Auto, das kostet uns 35 Euros und wir können zusammen um die Insel fahren. Vorallem wollen wir die Stadt Skyros anschauen. Dort erklimmen wir die Burg, welche steil oberhalb der Stadt auf dem Berg tront. Nach dem Mittagessen beim Italiener, kurven wir der Küste entlang um die ganze Insel. Es gibt nicht allviel zu sehen, viele Wälder und Weiden und Äcker. So sind wir beim Dunkel werden zurück beim Schiff. 

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mit Jürg und Dominique

Jürg und Dominique kommen wieder zum Segeln auf die Serenità. Dieses Jahr gibts keine Ägäis-Quer, wir wollen kreuz und quer Sporaden und zum Schluss in Limni im Hafen anlegen.

Vor dem Ablegen bunkern wir Lebensmittel und auch ein paar Bier, durstiges Wetter ist angesagt. Nach dem Verstauen der vielen Einkäufe, was nicht ganz einfach war, legen wir ab und segeln nach Skopelos, Neo Klima. Dort wagen wir uns an die Fische in der Salzkruste. Die waren wirklich lecker, und so einfach zubereitet im Backofen.

Am nächsten Tag segeln wir ums Nordcap von Skopelos, Dominique steht in der Kombüse und zaubert eine feine Tortilla auf den Tisch, zum Glück gibts wenig Wind und keine Wellen. 

In Skopelos geniessen wir das Frühstück in einer Bäckerei, danach legen wir ab mit dem Ziel "Nisisda Skàntzoura" eine kleine unbewohnt Insel auf der Strecke nach Skyros. Die Insel steht unter Naturschutz, Fischfang verbot, das hat der Bonito hoffentlich nicht gewusst der uns plötzlich an der Angel hing. So gabs frischen Fisch zum Znacht, in der einsamen Ankerbucht. Am nächsten Tag frischte der Wind auf, Nordost, bis 30 Knoten, so rauschten wir die 28 Meilen nach Skyros mit tollem Wind. 

 

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Bevor wir unser Zuhause verlassen können, müssen wir noch einiges klären. z.B. welche Versicherung....