Von Chios nach Lesbos

Es ist Freitag 11. Juli, auf dem Meer weht starker Nordwind, gerade richtig für einen Ausflug über Land. Mit dem Auto fahren wir zuerst zum Kloster Nea Moni, das liegt in einem fruchtbaren Bergtal. Berühmt ist die Kirche wegen den Mosaiken, die gehören zum schönsten was die byzantinische Kunst hervor gebracht hat. 

Nun fahren wir ins Bergdorf Avgonima, Kaffeepause, danach zur verlassenen Stadt, die wir nur von weitem anschauen. Die verlassenen Häuser sind stumme Zeitzeugen der Gräueltaten der Türken, die tausende Menschen die hier Zuflucht gesucht haben ermordeten.

Runter gehts nun ans Meer, eine Bucht an der anderen lädt zum Schwimmen ein. Wir lassen uns diese Gelegenheit nicht entgehen. 

In Pirgi bestaunen wir die dekorativen mit Kratzputz verzierten Hausfassaden, das ganze Dorf schaut geschmückt aus. 

Leider ist das Mastixmuseum schon geschlossen als wir ankommen, der Badehalt hat wohl zu lange gedauert. Im Süden von Chios ist das Mastixland, hier wird seit Jahrhunderten das Harz von diesem Strauch gewonnen. 

Am nächsten Tag segeln wir zur kleinen Insel Enussa, ankern in einer Bucht die zum Bleiben einlädt. Ein Spaziergang ist erst am Abend möglich, es ist zu heiss am Nachmittag. Am Ufer bestaunen wir die Seeanemonen und die andern Weichkorallen die am Riff wachsen. 

Am Sonntag segeln wir nach Lesbos, leichter Ostwind ist angesagt. Doch der Wind wird stärker und leider kommt er immer mehr aus Norden. So werden wir in den Hafen von Plomari segeln. Von Westen sehen wir bedrohliche Wolken nahen, hoffentlich kommen wir vor dem Gewitter in den Hafen. Doch 4 Meilen vor Plomari, wir haben die Segel geborgen, schlagen Blitze in der Nähe ein und bald fallen die ersten Tropfen. Der Wind dreht auf 28 Knoten, 35 Knoten, 44 Knoten , 50 Knoten, zu sehen ist nichts mehr nur ein Regenvorhang. Das Schiff ist kaum zu steuern, der Wind umrundet uns, und nach langen 20 Minuten ist der Sturm weitergezogen. Die Sonne scheint wieder. Im Hafen gibts nach dem Anlegen einen doppelten Ouzo. 

Zur Ouzobrennerei mit dem kleinen Museum fahren wir am nächsten Morgen mit dem Taxi. Wir erfahren viel neues zur Herstellung des Ouzo und auch wie er zubereitet werden soll. Nicht im Kühlschrank lagern, keine Eiswürfel verwenden!

Am Nachmittag segeln und motoren wir die letzte Strecke nach Mytilini in den Hafen der “Setur Marina”. 

Wir haben viel gesehen und erlebt in den letzten 10 Tagen, Sturm und Flaute, einsame Buchten, mega süsse Desserts, grüne Inseln, nette Menschen, zu viel Nordwind, zu wenig Delphine ……

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Leinen los, ohne Marina

 

Im Hafen von Pytagorion warten wir auf Martina, die mit uns die nächsten 10 Tage begleitet. 

Nach einem gemütlichen Tag im Hafen und für Martina mit dem ersten Bad im kühlen Meer und 

dem Spaziergang durch die Gassen mit den vielen Souveniershops gibts zur Happyhour das leckere

Gelato in der Fussgängerzone. 

Am nächsten Morgen legen wir ab, segeln der Küste entlang an einen abgelegenen Ankerplatz, weg vom Rummel von Pytagorion. 

Danach gehts wir weiter nach Vathy der Hauptstadt von Samos, leichte Winde bringen uns bis kurz vor Vathy, nach dem Badehalt in einer Bucht, frischt der Wind auf und wir brauchen den Diesel um nach Vathy rein zu fahren. Dort legen wir uns an den langen Pier, wir sind die einzigen Gäste, Vathy ist nicht so beliebt bei den Seglern. Die Stadt ist laut und es stinkt nach Abwasser im Hafenbecken. 

Die Einkaufsmöglichkeiten sind hier aber sehr gut, so bunkern wir Gemüse und Wasser für die nächsten Tage. Ein Geheimtipp ist die Bäckerei mit den vielen süssen Leckereien, Martina kauft so viele ein, dass wir die nächsten Tage immer wieder Kaffee und Dessert haben!

Wir zelebrieren den Abschiedsabend von Marina in einer Taverna in den Gassen beim Hafen. Wir haben eine gute Wahl getroffen, das Essen ist spitze und dazu gibts noch griechische Gitarrenklänge.

Am nächsten Morgen heisst es Abschied nehmen von Marina, sie muss in die Schweiz einen Fuss, vielleicht beide, operieren. Nach vier Jahren unterwegs, ist es erst das zweite Mal, dass ich ohne Marina unterwegs sein werde. 

Sie bleibt noch ein paar Tage in Samos, bevor am 16. Juli der Flug in die Schweiz startet. 

Martina und ich fahren um 10 Uhr von Vathy weg, 54 Meilen liegen vor uns, wir wollen nach Chios. Falls aber der Wind nicht mitmacht, werden wir vorher in der Türkei in einer Bucht ankern. Nicht ganz legal, aber wenn uns die Küstenwache nicht kontrolliert …..

Doch nach 2 Std Motorfahrt kommt der Westwind und wir segeln der Türkischen Küste entlang, dann dreht der Wind auf Nord und unser Ziel, Emporio, in Chios kommt langsam in Sicht. Kurz vor dem Dunkel werden erreichen wir die Bucht. Wir freuen uns, dass wir diese lange Etappe geschafft haben und begiessen das mit einem Ankerbier. Danach kochen wir das Nachtessen das wir zu später Stunde unter dem Sternenhimmel geniessen. 

Am nächsten Morgen ankern wir ausserhalb der Bucht, am schwarzen Strand, dem schönsten von Chios, eindrücklich die bizarren Felswände und die schwarzen Kieselsteine am Strand.

Danach fahren wir weiter in die Stadt Chios, zuerst in den Fährhafen, doch als am nächsten Morgen der starke Nordwind aufkommt legen wir sofort ab und fahren 2 Meilen gegen Sturm und Wellen in den Yachthafen bei den restaurierten Windmühlen,, dort liegen wir sicherer und können trotz stürmischem Wind, die Serenita für einen Tag alleine lassen, wir haben ein Auto gemietet. 

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Mit dem Auto durch die Berge ...

... und mit der Serenità der Küste entlang.  

Nach einigen Tagen im hübschen, touristischen Städtchen Pytagorion, mieten wir ein Auto und fahren um die halbe Inseln und über die grünen Berge.

Zuerst gehts über den Berg, auf die Nordseite der Insel, in die Hauptstadt von Samos, nach Vathy. Das ist eine kleine Hafenstadt, wir müssen wieder mal zum Tierarzt, Gioia müssen die Krallen geschnitten werden und beim Haare schneiden hat ihr die Coiffeuse ins Bein geschnitten. Die Wunde muss verarztet werden.

Nachher fahren wir der Küste entlang bis wir in Agios Konstantinos in die Berg abzweigen. Auf steiler Passstrasse gehts 500 Höhenmeter rauf nach Manolates. Von hier haben wir eine herrlich Fernsicht übers Meer bis an die türkische Küste. Samos ist sehr grün und fruchtbar, wir sind mitten in den Rebbergen. Zu Fuss erkunden wir den Ort, schauen ins Museum und finden oberhalb des Ortes eine Taverna mit Blick über die Berghänge. Der Wirt verkauft Hauswein, doch der Weisse war ungeniessbar, das Essen war echt griechisch, der Rose war besser!

Via Karlovasi sind wir über die bewaldeten Berge nach Marathokampos. Ein antikes Städtchen auf der Südseite der Insel, dort gibts einen Kaffee auf dem Dorfplatz, aber der Ort ist uns zu steil und die Gassen zu schmal. Wir fahren weiter nach Koumeika, bestaunen den Sonnenuntergang und fahren zurück nach Pytagorion.

Nach einigen stürmischen Tagen, können wir auch wieder mal mit dem Schiff raus aus dem Hafen, wir segeln zu einigen Ankerplätzen auf der Ostseite der Insel und geniessen das Baden und die Ruhe und Abgeschiedenheit.

Samos, vielleicht die Insel zum Auswandern?? 

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Ikaria und Fourni-Archipel

Von Pythagorion segeln wir nach Marathokampos. Dieser Ort im Südwesten von Samos, liegt am Fuss sehr hoher, steiler Bergrücken, hier bläst der Wind immer noch verstärkt und in Böen von den Bergen. 

In Marathokampos wurde in den letzten beiden Jahren ein grosser, neuer Hafen gebaut. Alle Infrastruktur ist vorhanden, Wasser und Strom inkl. nur der Hafenmeister fehlt der die Liegegebühren einkassiert! Griechische Organisation, die aber das Leben hier auch so angenehm macht.

Wir erwarten Rita aus der Schweiz für den Törn zu den nahen Inseln Ikaria und dem Fourni-Archipel. 

Nach einem Eingewöhnungstag im Hafen, segeln wir am nächsten Morgen der Küste von Samos entlang bis Limnionas. Dort ankern wir in einer Bucht, Badestopp, nur das Haus eines Fischers steht hier und natürlich eine Kapelle, wir geniessen das Schwimmen im glasklaren Wasser. Am Mittag gehts weiter nach Westen, der Wind wird stärker und stärker, zwischen den Inseln Samos und Fourni entsteht eine Düse das bringt die Serenità in Schräglage, Rita ist zum Glück seefest, so erreichen wir mit viel Wind die Insel Ikaria. Wir legen in der Hafenstadt Kirikos an, auch hier wurde eine neue Marina gebaut, auch hier ganz griechisch, fertig aber nicht bewirtschaftet. Hier in Ikaria gibts heisse Quellen und Thermalbäder, so nehmen wir am nächsten Morgen ein Taxi und fahren 15 Minuten zu den heissen Quellen an der Küste. Nicht ganz einfach die Kletterei bis zu den siedend, heissen Quellen, aber eindrücklich und herrlich im warmen, heilenden, radioaktiven Wasser zu liegen. 

Da nicht viel Wind angesagt ist wagen wir nach dem Mittagessen den 10 Meilen Tripp nach Magganiti einem kleinen Fischerdorf an der Küste von Ikaria. Wir haben gereffte Segel, da immer wieder Böen vom Bergkamm über das Wasser fegen. Es ist ein Stopp und Go segeln, mal schnell dann langsam, 2 Meilen vor dem Hafen entscheiden wir uns die Segel zu bergen und den Diesel anzuwerfen, gute Entscheidung, denn während dem Segelbergen kommt der Wind endgültig über den Berg und das Wasser schäumt weiss, plötzlich hat es 40 Knoten (75 Km/h) Wind. Können wir überhaupt rein in den winzigen Hafen? Hat es Platz zum Manövrieren? Müssen wir zurück nach Kirikos? Ich wage es in den Hafen zu fahren, wird wohl nicht so viel Wind haben, direkt unter dem Berg. Nur langsam kommen wir gegen den stürmischen Wind an, wir finden Platz im Hafen, längsseits an der Mole. So liegen wir geschützt unterhalb der kleinen Ortschaft, die am Berghang liegt und wo die Kirche alles überragt. Als am Abend ein Fischerboot kommt, müssen wir uns verholen, dafür gibts einen Sack voller leckerer Fische geschenkt. Wir bedanken uns mit ein paar Dosen Bier. 

Am nächsten Morgen gibts den obligatorischen Spaziergang rauf ins Dorf, vorbei an unzähligen blühenden Mönchspfeffersträuchern. Unglaublich wie die Schmetterlinge trotz starkem Wind von den Blüten des Mönchspfeffers übers Meer nach Ikaria gelockt werden. 

Ikaria ist eine windige Ecke in der Ägäis, auch die Fourni-Inseln, die wir am nächsten Tag besuchen. Kein Wunder ist hier Ikarus abgestürzt.

In Fourni liegen wir zwei Tage in einer Bucht, geniessen das Schwimmen und die Wanderung ins nahe Fischerdorf, bis uns der stürmische Wind am nächsten Tag zurück nach Samos bläst. Wir hatten diese Woche genug Zeit zum Lesen, zum Schwimmen, zum Staunen und Rita zum Zeichnen. Wind und Wellen haben uns immer wieder gezeigt wie stark und wild die Kräfte der Natur sind. Doch auch Poseidon braucht seine Ruhe, so liegen wir am Schluss der Woche sanft schaukelnd in Pythagorion und staunen über den Rummel am Abend und die laute Discomusik der "normalen" Welt.

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Von Kos nach Samos

Nach den abwechslungsreichen Tagen mit Martin, der uns beim Rummikub spielen immer besiegt hat und mit viel Optimismus in sein eigenes Skipperleben starten wird, gehts nun los Richtung Norden. 

Wir haben wieder Begleitung an Bord, Stephan aus Berlin. Er hat ein Segelschiff am Ijsselmeer und schon viel Erfahrung. So ist er uns eine grosse Hilfe, denn schon beim Ablegen in Kos, liegt eine schwere Ankerkette von einer türkischen Gület über unserem Anker. 

Mit starkem Nordwind segeln wir nach Kalimnos, dort ankern wir ganz im Süden und haben unseren nächsten Ankersalat, auch das geht aber glimpflich aus. Danach segeln wir in die megaschöne Bucht von Vathy, besuchen den Hafenmeister Manolis mit seinem Schwammhut. Die nächste Nacht verbringen wir in einer tiefen Bucht, wo zwei Tavernenwirte Bojen für die Segelschiff verankert haben. So liegen wir sicher und der Wirt hat als Dank die Segler als Gäste.

Am Morgen erklimmen Stephan und ich auf Ziegenwegen den Bergrücken und haben tolle Sicht in die Bucht mit dem Segelschiffen. Ausser Schmetterlingen und Ziegen sind auch die Kletterer unterwegs zu den Felswänden. Wir sind ja in Kalimnos, dem Kletterparadies.

Nach einem Halt in Leros, segeln wir nach Patmos. Hier liegen wir ganz günstig, für 7 Euro und haben Strom und Wasser. Mit dem Bus fahren wir hinauf zur Chora, zum Kloster das die ganze Insel überragt. Die Mönche haben dicke, hohe Mauern um das Kloster gebaut, denn Patmos mit den vielen Buchten war eine Insel voller Piraten. Patmos ist nach Athos das zweite religiöses Zentrum von Griechenland. Der Evangelist Johannes lebte zwei Jahre hier und hat hier die Visionen der Apokalypse geschrieben. Seither ist Patmos ein Wallfahrtsort. 

Von Patmos sind wir nach Leros gesegelt, die Freundin von Stephan ist mit der Fähre angekommen, kaum auf dem Schiff sind wir weiter nach Agathonisi. Anastasia hat das Schiff durch Starkwind und Wellen gesteuert, kaum zu glauben, dass sie zum ersten Mal auf einem Segelschiff war. Stephan freut sich, dass sie keine Angst hat und nicht Seekrank wird, er plant schon die Weltumsegelung. Nach zwei windigen Tagen kommen wir in Samos Pythagorion an, wo Stephan und Anastasia die Fähre zurück nach Kos nehmen. 

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Inselhüpfen im Dodekanes

Es sind 12 Inseln im Dodekanes, der Name sagt es ja. “Dutzend” . Wir segeln von Kos nordwärts, besuchen die Inseln Pserimos, Kalimnos, Leros, Lipsi und Arki und noch ein paar kleine andere. 

Wir treffen immer wieder interessante Seeleute, Familien mit kleinen Kindern oder Senioren die sich auf den langen Törn, Nonstop von England nach Uruguay, vorbereiten. 

Nach zwei Jahren haben wir auch Ingrid und Hans ans Holland wieder getroffen, das haben wir in Lipsi zusammen mit vielen anderen Seglern aus Spanien, Uruguay und Brasilien bei Manolis in der Taverna gefeiert. 

Die kleinen Inseln mit ihren wenigen Bewohnern scheinen uns unverändert sein Generationen. Es gibt nur einige Fischer, Ziegenzüchter und einige Tavernenwirte. Das Leben hat seinen langsamen Rhythmus mit den Jahreszeiten und dem Sommer der etwas Leben an die Strände und die Tavernen bringt. Nach Kalimnos kommen im Frühling und Herbst viele Kletterer, in den senkrechten Felswänden knapp über Meereshöhe rumkraxeln.

Immer noch blühen die Sträucher und Kräuter und der Duft nach Thymian und Salbei weht bis an den Strand. Ein langes, gekrümmtes Ziegenhorn habe ich zwischen den Kräutern gefunden, war das Zufall oder hat mir ein griechische Gott mir zu diesem wunderbaren Geschenk verholfen? 

Wir waren auf Entdeckungstour durch den Dodekanes, jede Insel hat ihren eigenen Charme und nach zwei Woche waren wir zurück auf Kos, wo in Kardamena Martin unseren nächsten Gast für eine Woche an Bord kommt. 

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Symi, Perle oder Trüffel im Dodekanes

 

Die zerklüftete, kleine griechische Insel nahe der türkischen Küste besuchen wir immer wieder gerne. Die Stadt mit den pastellfarbenen Häusern die sich den Berghang hinauf zu türmen scheinen und das Hafenbecken im Zentrum machen diese Stadt so sehenswert. Symi war früher ein Ort mit 11 Kirchgemeinden, so stehen auch 11 grosse Kirchen verstreut auf den Bergrücken rund ums Zentrum.

Wenn am Abend die Touristen mit dem Ausflugsschiffen wieder nach Rhodos weggefahren sind und die Tavernen beleuchtet sind wird es richtig gemütlich in der Stadt. 

Was wir diesmal in Symi entdeckt haben sind die vielen Ankerbuchten. Mit Barbara haben wir ganz im Süden eine ruhige Bucht gefunden, dort ankerten wir im leuchtend blauen Wasser an einem Sandstrand. 

Nachdem Barbara nach Rhodos zurück gefahren ist sind wir am nächsten Tag an die Westseite von Symi und haben den Anker hinter einem kleinen Kloster in den Sand gelegt. Ein Traumplatz. 

Wir sind dem Ufer entlang zu verlassenen Bauernhäusern spaziert, haben das Kloster besichtig und den Schmetterlingen auf dem blühenden Oregano zugeschaut und den Duft der vielen Kräuter eingeatmet. Nach Thymian, Salbei und Oregano duftet die Morgenluft mit der einstrahlenden Sonne.

Als Dankeschön an diesen Ort haben wir soviel Plastikabfall am Ufer eingesammelt wie wir auf dem Schiff Platz hatten. 

In Nisyros hat der Tavernenwirt gestaut über so viel gesammelten Unrat. Den Plastik schmeisse ich in die grosse, grüne Müllltonne von dort verschwindet er auf nimmer wiedersehen irgendwohin……

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Kos, die Insel des Hippokrates

Der Regen und vor allem der stürmische Südostwind halten uns am Sonntag auf Nisyros gefangen. 

 

Das Wetter lässt nicht viel Aktivität zu, wir geniessen die Dusche für 2 Euro beim Autovermieter, und essen wie echte Griechen am Sonntagmittag in der Taverna. Die Taverna schaut schmuck aus, das Essen schmeckt uns aber gar nicht.

 

Den ganzen Sonntag werden die Ikonen von den Klöstern, in die Kirche im Ort gebracht und mit Böllerschüssen begleitet. Gioia hat keine Freude am den Spektakel, das immer eine Woche nach Ostern stattfindet. 

 

Am Montag können wir nach Kos segeln, leichter Wind und der Dieselmotor bringen uns in den antiken Hafen von Kos. Direkt bei der Einfahrt in den Hafen Mandraki, liegt die venezianische Festung der Ritter des Johanniterordens. 

 

Nach dem Anlegen gibt´s einen Bummel durch die Stadt. Wir finden die Platane des Hippokrates, von dieser riesigen Platane erzählt man, dass sie Hippokrates selbst gepflanzt hat und in ihrem Schatten die Heilkunst gelehrt hat. 

 

Auf Schritt und Tritt begegnen uns Altertümer aus Zeit Alexanders des Grossen. Wir besuchen das 

 

archäologische Museum und die Villa Romana. 

 

Am nächsten Tag gehts mit dem Mietwagen auf Entdeckung. Zuerst fahren wir zu dem Thermen die direkt am felsigen Meeresstrand liegen. Doch keine(r ) von uns will ins warme Wasser steigen. So gehts zum Höhepunkt vom heutigen Tag, das Asklepieieon. Die Tempelanlage wurde zu ehren von Asklepios, dem Gott der Heilkunst im 4. bis zum 2. Jahrhundert vor Chr. gebaut. Nicht nur Tempel standen hier, nein, auch eine medizinische Schule und grosse Hallen, wo die Kranken behandelt wurden. Die Schüler von Hippokrates haben hier gewirkt. Von zuoberst beim grossen Tempel des Asklepios hat man einen tollen Blick über die weitläufige Anlage, die Stadt und das Meer mit der türkischen Küste am Horizont. 

 

Unsere Ausfahrt führt uns als nächsten an den Strand, Kaffeepause für Barbara und Faulenzen am Schatten für uns alle. Dann gehts in die Berge zu den Dörfern Zia und Lagudi. So ganz begeistern können wir uns nicht für die Dörfer am Berg Dikäos, wir schlendern durch Zia mit den Souveniershops und sind bald wieder im Auto auf der Suche von einem Einkaufszentrum. Wir müssen unseren Proviant und Wasser auffüllen. Gioia und ich warten im Auto, diese grossen Foodtempel sind nicht mein Ding. 

 

Am Mittwoch segeln wir nach Symi, wir den ganzen Tag unterwegs, wir hoffen auf guten Wind für die 40 Meilen. Der türkischen Halbinsel Datscha entlang, klappts mit dem Wind, immer wieder kommen aber kräftige Böen von den Bergen und Barbara muss aufmerksam steuern. Sie macht das sehr gut und hält die Serenità auf Kurs. 

 

Nun bleiben uns nur noch zwei Tage zusammen mit Barbara, am Freitag fährt sie mit der Fähre nach Rhodos und fliegt am Samstag zurück in die Schweiz. 

 

War haben viel aus ihrem interessanten Leben erfahren und bewundern ihren Mut, so vieles alleine anzupacken und zu meistern. 

 

 

 

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Die Inseln des Dodekanes

Am Orthodoxen Ostersamstag holen wir Barbara in der Nacht mit dem Taxi am Flughafen Rhodos ab. Zusammen mit Barbara werden wir die nächsten zwei Wochen die Inseln des Dodekanes besuchen. 

Am Ostersonntag bleiben wir noch in Rhodos Stadt, doch an dem Feiertag ist die Altstadt wie ausgestorben. Die Griechen bleiben zu Hause oder sind in der Kirche, erst am Nachmittag gehts zum Lamm essen in die Tavernas. 

Am Montag 29. April starten wir Richtung Symi. Wir ankern in einer Bucht bei der kleinen Insel südlich von Symi. Wir haben Zeit um die Umgebung zu erkunden, wandern durch blühende Weiden, es duftet nach Thymian und Salbei. Die Zistrosen blühen und viele uns unbekannte Sträucher und grosse Echsen huschen über den Weg. Am Ufer liegen drei Motorboot, die Griechen machen am Ostermontag gerne Picknick. Wir bekommen von ihnen viele leckere Sachen zum mitnehmen, so gibt es für uns ein echt griechisches Abendessen.

Am nächsten Tag ist es nur um die Südspitze von Symi und wir sind in Panormitis, eine grosse Klosteranlage in einer geschützten, abgelegenen Bucht. Heute gibts eine Strasse und die Touristen kommen mit Bussen aus Symi Stadt. Wir sind beeindruckt von der Grösse der Klosteranlage, viele Gebäude sind für Gästehäuser für Besucher. Wir dürfen die Kirche besichtigen und staunen über die alten Fresken an den Wänden und den geschnitzten Holzaltar.

 

Am nächsten Morgen gibt es einen Spaziergang zur Windmühle, die an der Einfahrt in die Bucht steht, dann starten wir zur Überfahrt nach Tilos. Leider gibts wenig Wind und wir kommen nur langsam vorwärts, da nützt auch der Genacker nicht viel. Bei unserer Ankunft sehen wir den Hafen voller Schiffe, doch für unsere Serenita finden wir noch einen Platz am Pier. 

Am nächsten Tag wandern wir zur verlassenen Stadt, Mikro Chorio. Ein alter Säumerpfad führt vom Hafen bis ins Dorf rauf, mitten durch die blühenden Wiesen. Von Weitem sehen wir die weiss gestrichene Kirche und die Ruinen der Häuser. Die Stadt wurde vor langer Zeit verlassen und die Menschen leben jetzt in Megalo Chorio. Wir steigen rauf bis zur Kirche, doch leider ist sie zugesperrt. Dort gibts Mittagspause und wir geniessen den Ausblick und die Ruhe, nur die Ziegen klettern über Mauern und springen durch die engen Gassen. 

Zur Insel Nysiros sind es am nächsten Tag 18 Meilen, doch wir haben den Wind von vorne und der wird immer stärker, wir reffen die Segel und kreuzen gegen den Wind. Nach einem langen Segeltag, vollgespritzt mit Salzwasser kommen wir in den Hafen, wo es zu meiner Überraschung windgeschützt und ruhig ist. 

Nisyros ist eine Vulkaninsel mit einem einmaligen, riesigen Krater. Wir mieten ein Auto und fahren rauf zur Stadt Emporio, von wo wir einen ersten, tollen Blick in den Krater haben. 

Danach fahren wir über den Kraterrand runter mitten in die flache, fruchtbare Caldera. Wir steigen runter in den Krater Stefanos, die Schwefeldämpfe umnebeln uns. Andere erloschene Krater sind auch zu Fuss erreichbar und der aufsteigende Rauch lässt erahnen was unter der Erdschicht los ist. 

Die Insel ist der jüngste tätige Vulkan Griechenlands. Zehn Krater sind in der Caldera gefunden worden, wovon der grösste, der Stefanos einen Durchmesser von 330 Meter hat, wir standen mitten drin, er gilt als der grösste und sehenswerteste Fumarolen Krater der Welt.

Uns gefällt die grüne Insel, die dank dem wasserspeichernden Basaltgestein immer grün ist. In der Caldera sah ich die ersten Kühe in Griechenland!  Das war ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken. 

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Rund um Rhodos mit Carmen

Nachdem wir Carmen am Flughafen abgeholt haben, ihr das Schiff gezeigt und zusammen die antike Stadt angeschaut haben, ging es am nächsten Morgen trotz Starkwind aus Nordwesten los nach Lindos. Carmen war das erste Mal auf einem Segelschiff und die “hohen” Wellen von 80 cm haben sie beeindruckt. Angst hat sie keine gezeigt. 

Lindos hat eine tolle Ankerbucht, die Stadt liegt etwas erhöht und über allem thront die mächtige Festung aus dem Mittelalter. Im tiefblauen Wasser auf dem sandigen Grund hält der Anker gut und wir können uns auf die Erkundung der verwinkelten kleinen Stadt begeben. Die Überfahrt ans Ufer mit dem Dinghi, ist eine schauklige, nasse Angelegenheit, beim Laden schätzen wir die Wassertemperatur auf 18 Grad, unsere Füsse sind nass und sandig!!! 

In der Stadt gibt es unzählige schmale Gasse, wunderschöne Hauseingänge, eine Mittelalterliche Kirche deren Wände mit Fresken bemalt sind. Über der Stadt thront die uneinnehmbare Festung, in der schon seit der Antike ein Tempel der Aphrodite steht, die Festung wurde von den Kreuzrittern gebaut, die hier einen sicheren Hafen vorfanden. Wer möchte kann mit dem Esel zur Burg reiten. Die Häuser der reichen Reeder, Captains House genannt, mit ihren reich verzierten Fassaden stammen aus dem 16 Jahrhundert, die Türken haben den Seehandel den Griechen überlassen, so kamen die Kapitäne zu ihrem Reichtum. 

Alle Strassen und die Eingänge zu den Häusern sind mit weissen und schwarzen Kieselsteinen belegt, die ovalen Steine sind wie ein Mosaik gelegt und mit Sand eingebettet. Diese Kunst stammt aus der Zeit der Byzantiner. 

Carmen und Marina, wandern bis zum Wehrturm, der draussen an der Klippe steht. Am nächsten Tag beklagt sich Carmen über Muskelkater, vielleicht kommt der vom Wandern oder auch vom vielen Schaukeln des Schiffes, das die Muskeln beanspruchen am Tag aber auch in der Nacht!

Wir bleiben 3 Tage bis sich der Wind gelegt hat und wir die Weiterfahrt Richtung Südspitze von Rhodos wagen können. Es gibt so viel zu sehen in Lindos, dass uns nicht langweilig wurde. 

Nach dem Umrunden der Südspitze segeln wir zur Insel Khalki, wir ankern vor der Stadt und mit dem Dinghi von Agnes und Dieter gehts zum Nachtessen in die kleine Stadt. Am nächsten Tag motoren wir zur nahen, unbewohnten Insel Alimia. Mit Harpune und Angel wollen wir das Nachtessen fischen, doch kein Fisch will an den Haken. So macht das Fischen und Schnorcheln kein Vergnügen! Zurück auf dem Schiff gibts Kaffee und Kuchen und danach fahren wir mit dem Dinghi ans Ufer,  wir finden eine verlassene Siedlung, die wir zu Fuss erkunden. 

Am nächsten Tag segeln wir nach Tilos danach zur Insel Symi. Das verdiente Bier nach dem Anlegen gibt es in der Taverne direkt neben dem Schiff, aber bald schmeisst uns der Wirt raus, da er in die Kirche will, es ist Karfreitag in Griechenland. Um 21 Uhr spazieren Carmen und ich auch zur Kirche wir sind neugierig, wir müssen aber über eine Stunde warten bis die Priester aus der Kirche kommen und die Prozession durchs Dorf beginnt. Begleitet von lauten Böllerschüsse zieht die Prozession auf den grossen Dorfplatz. Die Knaller sind so laut, dass die Häuser zittern. 

Am Ostersamstag ist wieder Ruhe im Dorf, wir machen einen langen Marsch, die steilen Gassen rauf, sind überwältigt vom herrlichen Blick über die Dächer, runter in den Hafen. 

Kurz vor dem Ablegen fragt uns Nirina, ob sie mit uns nach Rhodos fahren kann, da die Fähre nicht fährt und sie auf ihren Flug nach Rom muss. Wir nehmen sie mit und erfahren von ihr, dass sie bald in Florenz das Restaurant “Nugolo” eröffnen wird. Eine Stunde vor ihrem Abflug legen wir in Hafen Mandraki an, sie hat viel Glück, sie erwischt ihren Flug im letzen Moment.

Hier ist auch unsere Reise zusammen mit Carmen zu Ende, es war eine interessante Zeit zusammen, wir hatten viel erlebt, viel erzählt, wir haben uns gut verstanden und die Zeit verging so schnell. 

 

 

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Von Kasos nach Rhodos

Kaum haben wir am riesigen Betonpier in Kasos angelegt, kommt der Kapitän des Passagierschiffes “Kasos Prinzess” zu uns und fragt, falls wir was zu reparieren haben, er könnte das für uns in seiner Werkstatt machen. Er kommt genau richtig, der Autopilot funktioniert nicht und die Wasserpumpe ist nicht mehr dicht. Mit der Wasserpumpe kann er uns helfen, mit dem Autopiloten nicht. 

Er kommt am Abend vorbei und baut die Pumpe und auch den Entlüftungssyphon aus. 

Wir bleiben wegen dem schlechten Wetter zwei Nächte, genug Zeit zum Reparieren. 

Am nächsten Tag bläst es sturmartig aus Süden und es regnet den ganzen Tag. Unser Mechaniker kommt am Nachmittag und baut die Wasserpumpe mit der neuen Dichtung wieder ein und auch der Entlüfter ist überholt. 

Am Sonntag klart es auf und der Wind ist nicht so stark wie die Prognose. Wir entscheiden am Mittag loszusegeln und kommen am späten Nachmittag in Karpatos im Hafen an. 

Am nächsten Tag beim Ablegen läuft die “Kasos Prinzess” ein und unser Mechaniker erkundigt sich, ob alles okay ist mit dem Motor. Wir setzten die Segel und der Südwind bringt uns die paar Meilen nordwärts nach Diaporo ein schmuckes, kleines Dorf auf der Nordostseite von Karpatos. 

Beim Spaziergang ins Dorf sehen wir einen Bach der mitten durch den Ort läuft, einen Meter hoch liegen Kies und Steinen auf der Strasse. So viel geregnet hat es hier noch nie, die Menschen warten auf warmes und sonniges Wetter. Wir auch! 

Der nächste Tag beginnt mit Regen und starkem Westwind, das überrascht uns die Prognose war Schwachwind aus Westen. Wir setzen nur das Gross mit einem Reff und los geht die Fahrt rüber zur Insel Rhodos. Der Wind weht immer über 30 Knoten, manchmal 40 Knoten, wir steuern zwischen zwei Gewitterfronten durch und sind am Mittag nach 30 Meilen an der Südspitze von Rhodos. Noch 20 Meilen bis nach Lindos, da kommen wir nach 8 Std und 15 Minuten und 54 Meilen in der geschützten Bucht an. 

Das war eine stürmische Überfahrt mit hohen Wellen, welche die Serenita von hinten überholten. 

Nun gibts zuerst ein Ankerbier, danach werden die Leinen klariert und das Deck aufgeräumt.

Hier bleiben wir zwei Nächte, wir haben uns einen Ruhetag im hübschen Lindos verdient. 

Danach sind es nochmals zwei kurze Schläge, bis wir in Rhodos Stadt ankommen. 

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Abschied aus Agios Nikolaos

Nach genau fünf Monaten im Hafen von Agios Nikolaos, sind wir und das Schiff bereit zum Auslaufen. Das Schiff hat einen neuen Unterwasseranstrich, die Schale ist poliert und die Schränke sind mit Proviant gefüllt. 

Dieser Mittwochmorgen war noch eine hektische Zeit, Marina war noch beim Zahnarzt, Gioia wurde erst gestern am Bauch operiert und hat eine frische, lange Narbe. 

Zum letzten Mal gehts zum Mittwochsmarkt, ich möchte Eleni vom Gemüsestand und dem Käsehändler adieu sagen.

Am Nachmittag sind wir dann endgültig bereit, die Leinen werden gelöst. Petra und Ota, Elsbeth und Christian, Rob, Stefan und Ulrike winken vom Steg. Von vielen anderen Freunden, die mit uns den Winter hier verbrachten, haben wir uns schon verabschiedet. So ist das bei den Seeleuten, man findet sich in einem Hafen oder am Ankerplatz schliesst Freundschaft und bald heisst es wieder Abschied nehmen.

Wir hoffen möglichst viele wieder zu sehen.

Wir wollen heute nur noch bis Elunda, das sind nur zwei Stunden, dort gibts einen geschützten Ankerplatz vor dem Ort. So hat Urs etwas Zeit sich an das Leben auf dem Schiff zu gewöhnen, er begleitet uns bis nach Rhodos. 

Von Elunda gehts weiter ostwärts, 20 Meilen bis Sitia. Wir haben wenig Wind und zum Schluss hilft der Motor. Wir finden einen Platz an der Mole, mit schöner Sicht auf dem Stadt. 

Von Sitia sind es über 30 Meilen bis zur Insel Kasos, früh segeln wir los, der Wind bläst kräftig aus Südost, so haben wir perfekten Wind. Das Schiff läuft superschnell, die neue Genua zieht optimal und das Unterwasserschiff ist von Algen und Muscheln befreit so machen wir immer zwischen 6 und 7 Knoten Fahrt. Bald ist Kreta ausser Sichtweite und Kasos taucht am Horizont auf. 

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Unsere Passarelle

In den griechischen Stadthäfen legen wir immer mit dem Heck am Pier an, ohne Passarelle oder Gangway mussten wir immer mit einem weiten Sprung ans Ufer aussteigen. 

Das haben wir nun mit einigem Aufwand optimal gelöst. 

Zuerst haben wir eine Leiter gekauft und dazu einen passenden, drehbaren Beschlag der die Passarelle am Schiff fixiert. Dann hat uns ein Handwerker einen Beschlag aus Edelstahl geschweisst, der am Schiff angeschraubt wurde. Nun nur noch ein Brett auf die Leiter montiert, blau angestrichen und mit Serenità beschriftet und schon können wir bequem aussteigen. 

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Über die Berge nach Ierapetra

Dank unserem Mietwagen, den wir alle 8 Tage benutzen können, haben wir die Möglichkeit Tagesausflüge zu unternehmen. Heute wollen wir an den Stausee an der Südküste von Kreta.Wir wählen nicht den schnellsten Weg, sondern fahren über die Bergstrasse rauf nach Kalamafka. 

Es ist schon bald Mittag, da scheint uns die Panorama-Taverne der richtige Ort für einen ersten längeren Halt. Noch sind wir die einzigen Gäste, aber die Köchin hat griechisches Essen auf dem Herd und kühlen Weisswein im Schrank. Wie immer hier in Kreta gibts was mit Bohnenmus und Lamm mit Kartoffeln, Tsaziki und frisches Brot. Es war gemütlich in der urigen Taverne. Von der Terrasse ist die Sicht über die Hügel bis zum Meer einmalig. 

Hier mitten im Ort biegen wir ab, runter nach Ierapetra, Die andere Strasse führt zu den abgelegenen Bergdörfern, diese haben wir letztes Jahr besucht. 

Unzählige Kurven führen uns runter bis fast ans Meer, dort sehen wir den Stausee unser Tagesziel. Den Stausee hat ein Holländer geplant, um die vielen Gewächshäuser im Sommer zu bewässern. Dort wollen wir, dem See entlang wandern. Wir sind enttäuscht, dass der See nicht voll ist, es hat ja seit November fast täglich geregnet. Es fehlen noch einige Meter bis die Krone vom Damm erreicht ist. 

Wir spazieren ans hintere Ende des Stausees, dort thront eine Kirche auf einem kleinen Hügel. Am Weg blühen die ersten Mandelbäume und Anemonen strecken sich an die Sonne. Es wird eine kurze Wanderung, bald sind wir wieder beim Auto zurück. So haben wir Zeit für einen Stopp in Ierapetra, können den Venezianischen Hafen anschauen, die verlassene Moschee und das schmucke Waschhaus davor. 

Auf dem Weg zurück nach Agios, wir halten bei einer Olivenölpresse, doch die Ernte ist vorbei, die Arbeiter sind schon am Reinigen der Maschinen. Letztes Jahr haben wir hier gutes, frisches Olivenöl gekauft. Doch wegen der Trockenheit im letzten Jahr ist die Ernte sehr viel kleiner ausgefallen und war schon Ende Januar abgeschlossen. Leider wird es nicht viel Olivenöl geben. 

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Wanderung im verschneiten Wald

Kaum sind wir aus dem Bus gestiegen spüren wir den eisigen Wind und die Schneeflocken peitschen uns um die Ohren. Ich habe Handschuhe und Kappe mit, doch die Schuhe werden arg strapaziert im aufgeweichten Boden. 

Der Weg durch den Wald ist nicht gut markiert, ab und zu ein roter Punkt oder ein Steinmännchen. Oft müssen wir erraten wo der Weg ist, oft sind es nur Pfade für Ziegen. 

Das Plätschern der Bergbäche, das Rauschen des Windes und der helle Klang der Glocken von den Ziegen begleiten uns den ganzen Tag. Wir sehen immer wieder Ziegen am anderen windgeschützten Bergrücken. Die kretischen Ziegen sind trittsicher und finden auch in den rauhen Bergwäldern noch ein wenig Futter. Ihr dickes, nasses Winterfell scheint unglaublich schwer zu sein. 

Nach einer Pause an einem Aussichtspunkt gehts weiter bergauf. Wir müssen eine schmale Felsschlucht überqueren, damit wir auf die andere Talseite kommen. Zum Glück hat Jerry ein Seil dabei, das hilft die paar Meter runter- und raufzuklettern. 

Auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung ist Mittagspause. Wir sitzen windgeschützt hinter den mächtigen Felsen und haben einen herrlichen Blick über die Wälder und Bergrücken. Die Wolken haben sich nun verzogen, die Sonne bringt die schneeweissen Gipfel zum Leuchten. 

Nun geht es abwärts mitten durch Kiefern- und Eichenwälder. Wir überqueren einen grossen Bergbach, das heisst wir müssen von Stein zu Stein springen. Die ungeschickten bekommen nasse Füsse. 

Bald erreichen wir den ersten Bauernhof. Danach geht es, auf der Bergstrasse, runter bis zum nächsten Hof, wo unser Auto steht. 

War doch eine tolle Wanderung, zuerst der Schneefall, dann die Suche nach dem richtigen Weg, dann Sonne und herrliche Bergsicht. Wir haben ein Stück Natur auf der Südseite der Insel Kreta kennen gelernt, gleichzeitig lernen wir einander immer besser kennen und sind glücklich, trotz schlechtem Wetter zu Beginn der Wanderung, die Bergtour gewagt zu haben. 

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Sandsturm über Kreta

Schon wieder wird ein “Sandsturm” beim Wetterdienst "Meteoblue" angekündet. Am Mittwoch 6. Februar dreht der Wind langsam auf Süd und frischt bis über 40 Knoten auf, er heult durch Masten und Wanten. Der Himmel ist wolkenverhangen und es wird immer dunkler. Die Sonne ist nur noch hinter einem gelblichen Schleier zu finden. Immer wieder gibt es starke Regenschauer, die den Sand aus der Luft waschen. Den Sand spührt man beim Einatmen, er klebt fast auf der Zunge. Darum wurde auch die Wanderung vom Donnerstag abgesagt. 

Das ist nun schon das zweite Mal diesen Winter, dass der stürmische Südwind Saharasand in so grossen Mengen bis nach Kreta bringt. 

Ich habe die neue Spayhood zum Schutz mit Plastikfolie abgedeckt, der feine Staub lässt sich kaum mehr aus dem Stoff rauswaschen. 

Nachdem der Spuk nach zwei Tagen vorbei ist, waschen wir das Schiff, doch immer wieder finden sich Ecken und Rillen, wo der Sand noch zu sehen ist. 

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Athen

War eine Zitterpartie die Rückfahrt mit dem Bus, weil die Strasse wegen Schnee und einem querstehenden Bus blockiert war. Unser Chauffeur war immer am Telefon und hat sich erkundigt, ob die Strasse endlich frei ist. Wir haben nicht gedacht, dass wir den Flug erwischen, doch am Ende war der Flug verspätet und der Chauffeur fast pünktlich. 

In Athen sind wir mit der Metro ins Zentrum zu Jorgos. Am nächsten Morgen ging es früh los. Rauf zu Akropolis, sind da gelaufen wo auch Aristoteles und Sokrates gelaufen sind, wo die erste Demokratie der Welt gelebt wurde. Nach diesen Eindrücken besuchten wir das moderne, gläserne Akropolis-Museum. Am Syntagmaplatz beim Parlament, haben wir zufällig den Wachwechsel der strammen Soldaten beobachten können. 

An unserem letzten Tag in Athen sind wir unter einheimischer Führung von Jorgos und Zufan, durch Parks und grüne Hügel rund um die Akropolis spaziert immer mit herrlichem Blick auf den Parthenon. Zurück führte uns Jorogs durch die engen Gassen vom Anafi-Quartier, dann durch die Gassen von Plaka.

Zurück beim Haus von Jorgos und wir sind sofort los Richtung Piräus. Wir hatten eine neue Matratze bestellt, die bei Jorogs zwischengelagert wurde. Jetzt mussten wir das riesige Paket auf die Metro schleppen und dann mit dem Hafenbus zur Fähre. War schon eine Schlepperei, Einkäufe aus Sizilien und Athen und dazu das unhandliche Matratzenpaket. Doch mit Fähre, Bus und Taxi gehts zum Hafen von Agios, wo uns die Kälte und der Regen begrüssten. 

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Wiedersehen in Sizilien

 

Pünktlich landen wir in Catania, der Äetna raucht, stört aber den Flugverkehr nicht mehr. Mit dem Bus fahren wir nach Licata, wo uns Ruth und Ueli an der Busstation erwarten. Wir dürfen ihre “Villetta” bewohnen. Nach dem Einquartieren, fahren wir am Abend runter in die Stadt, besuchen Birgit und Sid in ihrem Appartement, danach gehts zusammen zum echten italienischen Pizza essen.

Onkel und Tanten von Marina treffen in der Villetta ein, zusammen gehts am Abend zur

Silvesterparty ins Restaurant “Gulliver” die Stimmung ist gut, das Essen kalt und geniessbar. 

Die grosse Neujahrsparty findet in der Villetta statt, es gibt viel Fisch und Meeresfrüchte. Ich habe Octopus, Crevetten, Muscheln, Tintenfische und Lachs eingekauft. Berto der Onkel von Marina ist der Chefkoch und zusammen bereiten wir die diversen Menüs zu. Wir sind 14 Leute am grossen Tisch auf der sonnigen Terrasse und wir geniessen das exzellente Mittagessen und die Aussicht aufs Meer. Das ist ein toller Beginn vom Jahr 2019. 

Am 3. Januar gibts Kaffee und Kuchen bei Ruth und Ueli in ihrem Haus in den Hügeln im Hinterland von Licata. Zusammen fahren wir dann nach Naro, das auf einem Bergrücken tront. Dort besichtigen wir das Castell mit der herrlichen Aussicht über die weiten, grünen Felder mit Blick bis zum Meer. Beim Dunkel werden, besichtigen wir eine Krippe die im Vorhof eines ehemaligen Klosters aufgebaut wurde, die Figuren sind alle lebensgross und bewegen sich. Krippen werden in jeder Stadt aufgebaut und sind ein echtes Kunsthandwerk. 

Am nächsten Tag fahren wir nach Palma di Montechiaro, lassen uns in der Bibliothek von “Il Gattopardo” ein Roman von Giuseppe di Lampedusa erzählen. Dann besichtigen wir die barocke Kirche mit der riesigen Freitreppe, kaufen Süssigkeiten im Nonnenkloster der Benediktinerinnen und fahren zu Tina und Giacomo nach Campobello, dort gibts einheimischen Wein und Ziegenkäse aus eigener Produktion. Die sizilianische Rasseziegen wohnen im Stall hinter dem Haus. 

Dann beginnt schon unser letzter Abend in Licata, Berto kocht Spagetti und wir sitzen alle zusammen im grossen Wohnzimmer. Die abwechslungsreichen Tage mit Freunden haben wir sehr genossen. Wir haben die fruchtbare, grüne, hügelige Landschaft bestaunt, das war mir gar nicht mehr so in Erinnerung und wir haben wieder für uns neue historischen Städtchen kennengelernt.

Vielen Dank an Ruth und Ueli die uns diese Ferien in ihrer Villetta ermöglicht haben. Mille grazie auch an Berto der für unser leibliches Wohl gesorgt hat. 

Bevor am nächsten Morgen der Bus nach Catania losfuhr, sind wir nochmals in “unsere” Bar  “Sant Angelo” gegangen und haben das erste Foto für den Weihnachtskalender 2019 aufgenommen.  Arrivederci Sicilia.

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Via Athen nach Sizilien

Zum Jahreswechsel gehts nach Sizilien. Wir wollen Freunde besuchen und den Winteralltag durchbrechen. Gioia bleibt in Agios bei Schweizer Freundinnen. Wir fahren mit dem Bus nach Heraklion, da die Fähre erst um 21 Uhr ablegt, haben wir Zeit in Heraklion zu schlendern und ein feines Abendessen im Restaurant Parasies zu geniessen. 

Danach gehts auf die Fähre, wir verbringen die langen Stunden auf unbequemen Sesseln, draussen ist dunkle Nacht, von der langen Überfahrt merkte und siehe ich nichts, es ist noch dunkel als wir in Piräus anlegen. Wir suchen die Metro und fahren mit dem Zug zur Haltestelle im Stadtzentrum. Jorgos und Zufan erwarten uns um 10 Uhr zum Frühstück in ihrem wunderschönen, stilgerecht eingerichteten Altstadthaus. 

Nachher spazieren wir mit Jorgos durch die Innenstadt, zum Fischmarkt und durch den Flohmarkt. 

Am Nachmittag gibts Mittagessen, Freunde von Jorgos aus der Schweiz sind auch eingeladen, so wird es ein unterhaltsames Essen auf Schweizertütsch. 

Am nächsten Tag bringt uns Jorgos zum Flughafen, und unsere Reise geht mit dem Flugzeug weiter nach Sizilien, wo uns als erstes der rauchende Aetna begrüsst. 

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Weihnachtsfeier im "La Strada"

Am 25. Dezember, feiern wir bei einem feinen Abendessen im italienisch-griechischen Restaurant “La Strada”, zusammen mit Freunden und Seglern. 

Wir haben mitgeholfen den Abend zu organisieren und sind froh, dass es endlich mit losgeht. Ein Glas Sekt gibts beim Eintreffen, leider hat es zu regnen begonnen, doch wir bleiben draussen auf der gedeckten Trasse für das Gruppenfoto, dann gehts rein ins Glashaus mit der wunderbaren Sicht über den See und das Hafenquartier mit der bunten Weihnachtsbeleuchtung. 

Das Festessen ist sehr fein, die Lasagne ganz speziell und die Stimmung ist toll, vor allem bei den Gesangseinlagen und beim Verteilen der kleinen Geschenke die ihren Besitzer öfters wechseln. 

Es war ein spezieller Abend, gutes Essen, gute Stimmung und gemütlich beisammen sein.  

 

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Vom Cap Sidheros nach Agios Nikolaos

Die herrliche Bucht und das klare, aber schon kühle Wasser verleiten nochmals zum Schwimmen. 

Doch dann heisst es Anker auf, zur bald letzten Etappe von diesem Jahr. Wir haben den gleichen Wind wie gestern, es bläst aus Nordwest. Wir können am nordöstlichen Kap von Kreta vorbeisegeln, müssen aber auf die vielen Untiefen, die flachen Inseln und die Riffe aufpassen. 

So segeln wir nahe am Kap Sidheros vorbei. Nach einigen mal Aufkreuzen sehen wir die Stadt Sitia vor uns. 

Dort legen wir uns an den langen Pier. Der Ort gefällt uns wegen der schmucken Hafenstrasse mit den vielen Kaffees und den prächtigen Palmen. 

Der nächste Tag ist wohl der letzte Segeltag, unser Ziel ist Elunda die grosse, berühmte Bucht vor Agios Nikolaos. Der Wind ist kräftig und er dreht zu unseren Gunsten auf Norden, so können wir die 31 Seemeilen nach Elunda unter Segel zurücklegen. Bei der Insel Spinalonga bergen wir die Segel, der Wind kommt unberechenbar mit Fallböen über den Bergkamm. Wir umrunden Spinalonga, diese Insel war die letzte Leprastation in Europa, danach kommen wir in die grosse Bucht von Elunda.  Als wir in die Ankerbucht einfahren, sehen wir drei Segelschiffe am Anker, wir sind überrascht, alles Freunde aus Agios Nikolaos. Was für ein Empfang: Elsbeth und Christian, Udo und Poppy und Bea und Jan sind da. 

Wir feiern Wiedersehen am Strand, mit grossem Feuer, BBQ, und Gitarrenmusik. Das war eine tolle Überraschung, wir bleiben zwei Tage bis alles Fleisch gebraten und wir alle zusammen zum letzten, kurzen Schlag in den Hafen von Agios Nikolaos aufbrechen. 

So endet die lange Reise vom Sommer 2018 nach 2’290 Seemeilen und vielen unvergesslichen Erlebnissen. 

 

 

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Von Karpathos nach Kasos und Kreta

Wir dem abwechslungsreichenTag auf Karpathos, verlassen wir die Stadt, nachdem wir unser Trinkwasser an der öffentlichen Wasserzapfstelle aufgefüllt haben.

Um die Südspitze von Karpathos war wenig Wind, so sind wir mit Motor bis nach Kasos gefahren. Im Hafen war wieder viel Platz und so konnten wir längsseits liegen. Die Portpolice war freundlich und hat uns für die Nacht nichts verrechnet. 

Dies ist einzige kleine Ort auf der steinigen Insel, auf der kein Baum wächst, es gibt zwei Tavernen beim Hafen, eine schöne orthodoxe Kirche und einen winzigen originellen Fischerhafen. Die kleinwüchsigen Ziegen sind vielleicht endemisch, solche Ziegen haben wir noch nie gesehen. 

Schnell haben wir den Ort erkundigt und uns angefreundet, die Ruhe hat uns beeindruckt.

Nur der Anleger für die Fähre scheint etwas überdimensioniert, da können bestimmt 50 Sattelschlepper parkieren!!! Für die Versorgung von dem keinen Dorf langt ein VW-Bus, den Rest fangen die Fischer im Meer. 

Am nächsten Morgen haben wir beim Fischer, fangfrisch eingekauft und sind zum Baden zur nahen unbewohnten Insel gesegelt. Nach diesem Stopp sind wir für die Nacht auf die Südseite von Kasos gesegelt, wo es einen geschützten Ankerplatz gibt, etwas unheimlich zwar, zwischen den gezackten, mächtigen Felswänden, aber mit einem kleinen Sandstrand und Sonnenschirmen. Schnell wurde es dunkel, nur der Sternenhimmel und der Mond der spät aufging haben die Konturen der Felswände erhellt. 

Am nächsten Morgen hatte der Wind wie angemeldet aufgefrischt, Nordwestwind wie fast immer hier zwischen Kasos und Kreta. So ging es schnell dahin, die Wellen waren nicht hoch und schon am frühen Nachmittag ankerten wir in einer winzigen Bucht, nicht weit weg vom Leuchtturm beim Nordostkap von Kreta.

 

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Karpathos

Von Ormos Plimmyri, auf Rhodos, wo wir an der Fischermole liegen, legen wir beim ersten Morgengrauen ab. 

Der Wind hat in der Nacht aus Südosten aufgefrischt und bläst schon recht kräftig. Das ist optimal für unsere Überquerung nach Karpathos. Wir sind schnell unterwegs, es sind auch über 40 Meilen bis Ormos Pigadhia auf Karpathos. 

Wir kommen am frühen Nachmittag an und legen uns an den Stadtpier. Wir sind das einzige Schiff das hier ist, alle anderen Segler sind wohl schon im Winterquartier. 

Am nächsten Tag mieten wir ein Auto, um die Insel zu erkunden. Über steile, kurvige Strassen kommen wir durch Kiefernwälder aber auch über felsige, kahle Gebirgszüge und nach 25 Km sind wir in Olympos. Dieser Ort war bis vor kurzem der abgelegenste Ort im rauhen Norden der Insel, nur eine Schotterstrasse führte dorthin. Mit seiner Höhenlage war es von Piraten geschützt und hat sich von der Welt isoliert. Die Abgeschiedenheit hatte zur Folge, dass sich hier mit dem Laufe der Zeit fast nichts verändert hat. 

Die Häuser sind in traditioneller Bauweise gebaut, auch in der Sprache sind noch Wörter aus der dorischen Zeit zu hören. Wir haben in einer alten Windmühle eine Pause gemacht und ein Glas Wein getrunken. Der Wirt hat uns die Mühle gezeigt, drinnen hängen noch die Bilder von früher und sogar seiner Hochzeit. 

Danach sind wir südwärts fast um die ganze Insel gefahren. Manchmal wurden wir von Ziegenherden aufgehalten. Wir waren beeindruckt von der gebirgigen Landschaft, den kleinen Ortschaften die an den Berghängen zu kleben scheinen und immer wieder der Blick über die Küste auf Meer. 

Auf Karpathos gibt es viele ausgeschilderte Wanderwege, einsame Strände und mit Pigadhia eine Stadt mit Fährverbindung zu den andern Insel der Ägäis. Der Tag mit dem Auto war eine tolle Abwechslung, wir haben vieles gesehen von der Insel. 

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Lindos

Mit starkem Nordwestwind segeln wir der Küste von Rodos entlang, nach 25 Meilen sind wir vor Lindos. Doch wir finden die Einfahrt kaum, so versteckt liegt die runde Bucht hinter den Felsen der vorgelagerten Inseln.

In der Bucht ist es fast windstill, trotz dem starken Wind draussen auf dem Meer. Wir ankern am Strand und geniessen ein erfrischendes Bad. Danach gehts mit dem Dingi ans Ufer und rauf auf den Berg, wo das Städtchen mit den verwinkelten, engen Gassen liegt. 

Wir sind überrascht, welch ein Schmuckstück die Ortschaft ist und eine Burg aus der Kreuzritterzeit, steht mächtig auf dem Felsen über der Bucht und dem Ort. 

Schon bevor im Mittelalter die Burg gebaut wurde, haben die ersten Griechen einen Athena Tempel hier oben gebaut. Viel ist in der Burg nicht zu sehen, die Weltkriegsgewinner haben das meiste mitgenommen. Doch die Aussicht lohnt den Weg nach ganz oben allemal. 

Nach einer ruhigen Nacht am Anker, gehts nochmals rauf in den Ort, wir trinken beim Kapitänshaus einen Kaffee. Viele Fassaden und Hauseingänge sind über 400 Jahre alt und reich verziert. Auch die kleine Kirche im Ort ist einmalig schön, wunderschöne Fresken an Wänden und der Decke. Lindos war eine unerwartet tolle Entdeckung für uns.

Die Serenità liegt weit unten im glasklaren, blauen Wasser. Am Nachmittag gehts weiter südwestwärts, doch es ist fast windstill, also muss der Diesel mithelfen. 

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Rhodos

Den ersten Kaffee ab es schon früh vor Sonnenaufgang, da Marina den Hafenmeister von Rhodos angerufen hat und der ihr gesagt hat, wenn wir vor 14 Uhr im Hafen sind, gibts einen guten Liegeplatz. Marina war die ganze Nacht nervös, ob das mit dem Timing klappt. So sind wir bei Tagesanbruch los und der starke Wind von Norden hat uns bis vor den Hafen von Rhodos gebracht. 

Wir hatten einen tollen Platz direkt nach der berühmten Hafeneinfahrt, der Koloss ist leider schon lange nicht mehr da. Aber zwei Hirsche zieren die Einfahrt. 

Wir sind einige Tage geblieben, da zuerst Südwind angesagt wurde und dann am Donnerstag starker Sturm aus Norden. Da wurde es auch im Hafen nicht mehr gemütlich. So blieb uns genug Zeit die Stadt der Kreuzritter anzuschauen und die Museen zu besichtigen. Die Altstadt von Rhodos ist die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Europas, eingefasst mit dicken Stadtmauern. Man glaubt immer wieder an der nächsten Ecke kommt einem ein Kreuzritter entgegen.

Als der Wind etwas abflaut segeln wir am Freitag weiter, der Küste entlang mit viel Wind nach Lindos. 

 

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Von Marmaris bis Symi

Nach Marmaris segeln wir der Halbinsel Bozburun entlang, da gibt es einige tolle Buchten und Anlegestege die wir schon mal besucht haben. Meistens gehts ohne den Dieselmotor, drei Tage sind wir unterwegs von Marmaris bis Bozburun. 

Bozburun ist der letzte Ort auf unserem Türkei Abenteuer. Hier müssen wir ausklarieren. Das macht ein Agenten für uns, nur bei der Passkontrolle müssen wir persönlich erscheinen. 

Wir geniessen das Abendessen bei Osman, der Wirt ist sehr nett und hilfsbereit. Er vermittelte uns den Agenten und den Tankwart der den Diesel mit einem kleinen Tankwagen zum Pier brachte. Wir füllten unsere Dieseltanks, 250 Liter passten rein, ein Liter kostet hier nur 1 Euro.

War eine schöne Zeit in der Türkei, viele unberührte Natur haben wir gesehen und viele freundliche Menschen getroffen. 

Nun segeln wir die 14 Meilen rüber zur kleinen griechischen Insel Symi. 

Dort gibt es jetzt am Ende der Touristensaison genügend Platz im Hafen. Nun müssen wir uns wieder in Griechenland anmelden, da braucht es keinen Agenten, wir können alles selber erledigen, zuerst zur Passkontrolle, danach zum Zollamt, dann noch zur Hafenpolizei. Nach einem halben Tag rumlaufen und warten ist das geschafft, wir haben ein neues Transitlog. 

Symi ist eine kleine Stadt in einer geschützten Bucht, die bunten, gepflegten Häuser scheinen an den steilen Berghängen zu kleben. Wer die Treppen rauf steigt, kommt schnell ausser Atem.

Symi ist absolut touristisch, doch noch immer gibts die einfachen Fischer, die mit den kleinen Booten rausfahren und oberhalb vom Dorf tönt der Gesang der Mönche aus dem Kloster. Die Touristen beanspruchen die Einkaufszone dem Hafen entlang, zwei, drei Gassen weiter ist der griechische Lebens-Rhythmus noch immer der Alte. 

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Marmaris

Wir sind nun zum dritten Mal in Marmaris. Die Stadt mit dem langen Sandstrand, dem grossen Basar, dem gedeckten Gemüsemarkt, dem Pier mit den riesigen, hölzernen Gület, dem luxeriösen Yachthafen und den vielen Handwerkern, die alles für das Schiff herstellen oder verkaufen. 

Die Stadt ist nicht riesig, keine Hochhäuser, kein lärmender Verkehr und umgeben von Inseln und bewaldeten Bergen. Wir fühlen uns wohl hier und kennen die Stadt schon ein wenig.

Wir haben auch einiges eingekauft. 

Eine Genuaschot, eine Genackerschot, ein Schmuckstück von einem Anker, neue Plexiglasscheiben für die Instrumentenabdeckung, Unterwasserfarbe für den nächsten Frühling, Motoröl von Volvo Penta, einen Lazybag für das Grosssegel inkl. Beschriftung “Serenità”, das Steuerrad wurde mit Leder eingefasst und neue T-Shirts mit Beschriftung.

Der neue, türkische Chromstahlanker hält viel besser als der alte CQR. 

Der Lazybag macht das Setzen und Bergen des Grosssegels einfacher und es geht schneller, eine tolle Neuanschaffung. 

So gingen die Tage in Marmaris schnell vorbei, natürlich waren wir oft im Basar zum Souvenirs einkaufen. 

Doch als unsere Einkaufsliste abgearbeitet war und der Lazybag am Mast fixiert war, hatten wir Zeit uns im Hamam, dem wunderschönen, türkischen Bad verwöhnen zu lassen. Dann war am nächsten Morgen Anker auf. 

Unser nächstes Ziel ist Bozburun, dort wollen wir ausklarieren und die Türkei verlassen. Doch zuerst werden wir in einigen tollen Buchten übernachten, wir kennen diese schon und freuen uns auf ein Wiedersehen. 

 

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Die verlassene Stadt

Von unserer Traumbucht mit einem Ankerplatz in türkisblauem Wasser gibts einen Pfad zu einer verlassenen Stadt die auf dem Bergrücken erbaut wurde. 

Nach der Siesta ist es nicht mehr so heiss, jetzt gehts mit dem Dingi ans Ufer. Vor hier beginnt die Kletterei über die Uferfelsen, dann geht der Weg immer im Schatten durch den Wald. Immer wieder ist der Blick frei über die Bucht und auf das Meer. Die Serenità liegt weit entfernt in der Bucht. Nach einer halben Stunde marschieren bin ich oben. Von der Stadt ist nicht viel zu finden. Es stehen nur noch zwei grössere Tempel mit perfekten Rundbögen. Ich versuche mir vorzustellen wie die Stadt in der hügelige Landschaft eingebettet war. Heute ist nur noch ein einfacher Bauernhof hier oben.

DerRückweg geht schneller, ich muss nicht mehr nach dem Weg suchen. Plötzlich stehen einige Ziegen direkt vor mir, unsere Wege kreuzen sich, die wollen rauf auf den Berg, ich zum Schiff.  Sie können nicht ausweichen. Nach einigen tollen Bildern gebe ich den Weg frei. 

Nun ist es nur noch eine kurze Kraxlerei bis zum Schiff. 

Das hat gut getan, rauf auf den Berg und runter, die Beine bewegen und die Lunge durchpusten. 

 

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Felsengräberbucht

Von Göcek motoren wir nach dem Reinigen des Schmutzwassertanks, für eine Nacht in die  Roundbay. Die Bucht ist wie alle andern hier, vom Kiefernwald gesäumt und verlassen einsam. 

Nur ein paar Segelschiffe liegen am Anker. 

Am 8. Oktober haben wir mit René und Babs, von der Momentum of Fal abgemacht. Wir feiern seinen Geburtstag. Die Tomb Bay ist nur eine Meile nach der Round Bay so sind wir schnell dort und finden einen Platz am Steg vom Restaurant. Steven und Babs kommen als nächstes mit ihrem Schiff, am späten Nachmittag kommt auch die Momentum an den Steg. Der Hund von Babs musste zum Tierarzt, es war ein Notfall und nur in Fethiye war eine Klinik am Sonntag offen. 

Wir geniessen alle zusammen das feine Abendessen auf der Terrasse vom Restaurant. Kurz vor Lichterlöschen gibts noch einen Drink auf dem Schiff. Als der Generator abgestellt wird, löschen die Lichter am Steg und in der Bucht wird es stockdunkel. 

Am nächsten Tag klettere ich zu den Felsengräbern, diese haben der Bucht den Namen gegeben. Die Grabkammern sind in den Felsen gehauen, beeindruckend die Muster die aus dem Felsen gearbeitet wurden und wie gross die Grabstätten sind. Toll auch die Aussicht über die Bucht. 

Unweit von unserem Schiff gibts eine Frischwasserquelle, wir füllen damit unsere Duschwasserbehälter.

Eine lange Leine die weit oben im Baum hängt verlockt zum grossen Abflug. Alle Segler die hier liegen machen mit beim Absprung aus luftiger Höhe, vor allem die Kids vom Neuseeländer Schiff.

Danach verabschieden wir uns von unseren vier Freunden, wir werden uns im November in Kreta wieder treffen. Wir verlassen die Tomb Bay, segeln zwischen zwei Inseln durch in eine andere Bucht. 

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Von Marmaris nach Fethiye

In Marmaris warten wir ab bis der Medicane vorbei gezogen ist. Wir haben uns gegen den erwarteten Südsturm mit Anker und drei Landleinen gut abgesichert. 

Zum Glück gibts nur viel Regen der Hurrikan zieht mitten in der Ägäis nordwärts, wir werden verschont. 

Nun lösen wir die Landleinen und lichten den Anker. Das Regenwetter ist noch nicht ganz vorbeigezogen, so gibts einige Gewitter die uns umkreisen und starke Platzregen, der auf uns nieder prasselt. 

Wir durchqueren ein Schiessgebiet der Türkischen Armee, gemäss Navtex wird aber heute nicht geschossen. Die erste Nacht verbringen wir in Ekincik am Pier. 

Hier gibt es einen endlos langen wunderschönen, schwarzen Sandstrand und ausser einem Restaurant und einem kleinen Hotel, scheint der Ort ein waschechtes türkisches Landdorf zu sein.

Nur die Nähe zu den berühmten Felsengräbern bringt Touristen die mit dem Ausflugsboot dorthin fahren.

Die nächste Nacht liegen wir am Anker hinter einer kleinen Insel, dann kommen wir in den Golf von Göcek. Hier gibt es unzählige Buchten und Inseln, ein Ferienparadies für Wassersportler. Wir liegen eine Nacht in einer traumhaften Bucht, dann segeln wir bei schwachem Wind nach Fethiye die einzige Stadt am Göcek Golf. 

Wir ankern in Stadtnähe und geniessen das Bummeln durch die Gassen, die Händler sind hier nicht aufdringlich, so macht das Einkaufen Spass. Wir kaufen unser Gemüse auf dem Freitagsmarkt und essen Teigtaschen die frisch zubereitet werden. 

Unser nächstes Ziel ist Göcek. Wir sind gespannt, der Ort liegt hinter einigen Inseln sehr geschützt an einem bewaldeten und felsigen Bergrücken.

In der grossen Göcek-Bay gibts so viele wunderschöne abgelegene Ankerplätze, aber auch Restaurants mit Anlegesteg, keine Strassen, keinen Lärm, nur viel Natur und Ruhe zum Ausspannen, für alle die genügend Zeit haben. 

 

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unser Leuchtturm

Am Ostersamstag waren die Türen des 1895 gebauten Leuchtturms offen. Wir nutzten die Gelegenheit um die 185 Stufen im Leuchtturm hochzusteigen. Die Rundumsicht über den Hafen und die Stadt vom 40 Meter hohen Turm war eindrücklich. Es machte fast etwas Angst auf der schmalen Plattform mit dem kleinen Geländer runter zu schauen. Die geschliffenen Spiegel schicken das Licht 38 km aufs Meer hinaus. 

Nach einigen Minuten in windiger Höhe drehten wir einige Runden die Wendeltreppe runter auf den sicheren Boden. Mitten im Turm trafen wir Ruth und Ueli, zusammen haben wir dann den Bürgermeister von Licata begrüsst. Nach dem Kaffee in der Hafenbar war Shopping für die Festtage angesagt. 

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Karwoche in Licata

Die Vorbereitungen für das Osterfest werden hier in Licata jeden Abend zelebriert. Schon am Mittwochabend ist eine Prozession, da wird der leidende Jesus  durch die Strassen ins Kloster getragen, begleitet von Musik und vielen Leuten. 

Am Gründonnerstag sind mehrere Prozessionen und das letzte Abendmahl wird vor der Chiesa Madre gespielt. 

Am Karfreitag wird Christus zum Kreuz getragen, die letzten 200 Meter begleitet von der Marienfigur, dann wird er um 16 Uhr ans Kreuz gebunden. Die Strassen sind voller Leute. 

Nach der Zeremonie treffen wir uns mit Pino und Camilla, wir sind zum Essen eingeladen. Die Fastenzeit ist vorbei. Es gibt Muffoletto, das ist ein Brot mit Anis, das nur an Ostern gegessen wird, dazu gibts Thunfisch, Sardellen und viele kleine, feine Leckereien. Natürlich gibts auch Nero d' Avola und hausgemachten Limoncello. 

Es sind die Familie und Freunde eingeladen, Birgit mit Sid und Ueli und Ruth, unsere beiden Schweizer Freunde die hier in Licata leben sind selbstverständlich auch dabei. Durch Ueli und Ruth haben wir Pino und Camilla kennen gelernt. Wir fühlen uns geehrt an diesem traditionellen Karfreitagessen dabei zu sein. Bevor am frühen Abend die Messe beginnt verabschieden wir uns. 

Am Abend um 20 Uhr ist halb Licata wieder auf den Beinen, Jesus wird vom Kreuz geholt und in die Kirche San Girolamo gebracht. Das dauert Stunden, wir können nicht bis zum Schluss durchstehen, die Prozession wird ohne uns enden. Das war der traurige Teil vom Osterfest, jetzt kommt die Hoffnung auf ein erfülltes Leben und die Auferstehung. 

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Palestra Body Gym

Unser fast täglicher Besuch im Fitnesscenter hat uns in Form gehalten, das war immer eine schöne Abwechslung im Tagesablauf. Emilia hat uns beide beim Step und bei den verschiedenen anderen Trainings immer wieder ins Schwitzen gebracht und Muskelkater gab es an Muskeln die ich bisher nicht kannte.

Die vielen sportlichen Licatesi haben uns schnell kennengelernt. Oft wurden wir auf der Strasse oder in der Pizzeria angesprochen. Die Italienerinnen sind interessiert, fragen woher wir kommen, wo wir leben und was wir so machen. Das gibt Kontakt und ein kleines Beziehungsnetz in der Stadt. Gioia war meistens auch dabei, hat den starken Männern ein Schmunzeln abgerungen und kam mit den Streicheleinheiten nicht zu kurz. 

Nun heisst es Abschied nehmen, das letzte Training war heute, Marina mit Aerobic und ich bei den schweren Gewichten. 

Ganz zum Schluss haben wir auf aller Glück und unsere Weiterfahrt angestossen, dazu gab es süsses, feines Ostergebäck. 

 

 

 

Discorso d’addio…

 

Marina: Vorrei 2 applausi e 3 secondi di silenzio per un augurio

 

Primo applauso naturalmente per Emilia che ci ha fatto aumentare la forza… avete visto i muscoli di Paul? Non solo ci ha fatto aumentare la flessibilità e la condizione ma nelle lezioni scatenate ci ha trasmesso gioia di vivere! L’ allenamento è - professionale e studiato  - variato e creativo, in tutto questo tempo non c’era una lezione uguale all’altra! Emilia ha un’autorità vincente, gentile e giusta. GRAZIE EMILIA, avanti così!

Secondo applauso a tutte voi che ci avete accolto con simpatia ed interesse e che ci avete fatto sentire parte del gruppo e anche della città di Licata. In tanti posti dove andavamo - o sulla strada - c’era qualcuno da salutare e scambiare due parole, come se fossimo a casa. Ci avete fatto stare talmente bene che adesso siamo tristi di andarcene. Ma nel cuore terremo un bellissimo ricordo di voi tutte!

L’augurio o la preghiera che vorremmo da voi è quella rivolta al mare immenso, che non gli venga voglia d’ingoiarci ma che sia gentile con la nostra barca e con le nostre tre anime.

ARRIVEDERCI E UN ABBRACCIO FORTE FORTE!

 

Marina e Paul con Gioia su Serenità

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Madonna Addolorata

Die erste Prozession vor Ostern ist heute am Freitag 7. April. Nach der Messe in der kleinen Kirche im Hafenquartier, wird die heilige Jungfrau durch die halbe Stadt zum Dom getragen. 

Die Maria wird auf den Schultern von ca. 20 Männer langsam, schaukelnd und von Musik begleitet der Hafenstrasse entlang getragen. Alle Schiffe im Hafen hupen mit dem Horn, als die Mariafigur vom Hafen aus zu sehen ist. Ganz Licata scheint auf den Beinen zu sein, so viele Menschen stehen an der Strasse. 

Vor vielen Jahren wurde diese Maria auf dem Meer transportiert. Wegen Sturm musste die Fahrt abgebrochen werden und das Schiff suchte Schutz in Licata. Bei jedem Termin für den Weitertransport war stürmisches Wetter. Das war für die Licatesi ein Zeichen, die Maria soll in Licata bleiben und so ist und bleibt sie in der Kirche im Hafenquartier.

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Zusammen nach Selinunt und Mazara del Vallo

Am Montag den 3. April sind wir mit Christian und Esther nach Selinunt gefahren. Unser erster Halt war in Sciacca dort in der Altstadt gab es den ersten Expresso Lungo mit Cornetto. Sciacca ist bekannt für seine heilenden Quellen, die waren schon im Altertum bekannt. Sciacca heisst auf Arabisch Wasser.  

Es war ein regnerischer Tag, doch der Regen machte bei unseren Spaziergängen durch die Tempelanlagen immer Pause. 

Selinunt war eine der reichsten und mächtigsten Städte das damaligen griechischen Welt. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, dass wir in den restaurierten Tempel hinein gehen konnten. 

In der Nähe von Selinunt haben wir den Ort besucht, an dem die Griechen die Steine und Säulen für die Tempel aus dem Felsen gehauen haben. Die Säulen sind noch immer zu sehen, die stehen in den Felsen, als ob die Arbeit gerade erst unterbrochen wurde. 

Für die Übernachtung haben wir uns für ein B&B in Mazara del Vallo entscheiden, das ist etwa 20 Km von Selinunt entfernt. Ein Teil der Altstadt ist von den Arabern gebaut und wird noch immer von den Tunesiern bewohnt. Die Gassen in der Kasba sind schmal und verwinkelt. Unser Hotel lag mitten drin, nur mit viel feingefühlt am Lenkrad hat es Christian geschafft ohne Kratzer zum B&B zu fahren. Dort wurden wir herzlich empfangen und dort haben wir uns wohl gefühlt, das feine Frühstück war ein guter Start in den nächsten Tag. Dort haben wir uns verabschiedet, Christian und Esther sind weiter Richtung Marsala und Trapani gefahren.

Marina und ich wurden von der freundlichen Mitarbeiterin vom B&B zur Bushaltestelle gefahren. Doch der Bus war schon vor 1 Std. abgefahren, also zurück in die Stadt, zum Mittagessen, und nochmals einen Bummel über den Domplatz, dann wieder zur Bushaltestelle, wieder mit der netten Frau vom B&B. Dann mit dem Bus zurück nach Licata. Ein Wiedersehen mit Christian und Esther gibts vielleicht in Griechenland. 

 

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Esther und Christian besuchen uns

Schon wieder überraschen uns neue Besucher auf dem Schiff. Obwohl wir ganz hinten im Hafen liegen finden Esther und Christian uns und unser Schiff im grossen Hafenbecken.

Esther und Christian machen auf ihrer Sizilienrundreise bei uns in Licata halt. Wir freuen uns sie auf dem Schiff zu begrüssen und von ihnen zu hören, was sie alles in Sizilien schon erlebt haben. Sie haben zwei Wochen Ferien und sind darum stressfreier unterwegs. 

Nach dem Willkommens-Apero auf dem Schiff fahren wir zusammen rauf zum Ferienhaus von Ruth und Ueli, wo die beiden die nächsten Tage wohnen werden und schieben dort die vorbereitete Lasagne in den Ofen. 

Für den nächsten Tag planen wir den obligatorischen Ausflug zum Tal der Tempel in Agrigento. Das Sackmesser sollte besser im Auto bleiben, am Eingang werden wir streng kontrolliert und Christian darf mit dem Messer nicht in die Tempelanlage.

Doch nach dem kurzen Intermezzo mit dem Wachmann, schlendern wir durch die Tempel und Ruinen und freuen uns auch an den vielen blühenden Pflanzen und an den gelb leuchtenden Mimosen. Eindrücklich was die Griechen vor 2’500 Jahren gebaut haben, grosse Städte und und riesige Tempel. 

Danach fahren wir ans nahe Meer zu den Scala dei Turchi. Das ist einer der schönsten Orte in der Nähe von Agrigento, ein langer flacher Sandstrand und ein schneeweisser Felsen, der wie eine Treppe geformt ist und ins Meer hinaus ragt. Der Felsen verdankt seinen Namen den arabischen und türkischen Piraten, die hier bei Sturm Schutz gesucht haben. 

Das Abendessen und die gemeinsamen Frühstücke in der blauen Cassetta oberhalb Licata haben wir sehr genossen. Die einmalige Aussicht raus auf das türkisfarbige Meer bleiben in bester Erinnerung. 

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zurück im Wasser

Wir schwimmen!

Alle Luken und Seeventile sind dicht, wir sind froh nach einer Woche wieder in der Marina, am Steg zu liegen. 

Die Arbeiten in der Werft wurden gut erledigt, die Arbeiter waren alle freundlich und hilfsbereit. Das Unterwasser wurde perfekt geschliffen und zweimal gestrichen. 

Nur mit dem Resultat vom blauen Streifen bin ich nicht zufrieden. Der Werftmitarbeiter hat das falsche Klebeband benutzt, nun ist die Kante etwas ausgefranst. Das sieht von nahem nicht schön aus. Er streicht wohl normalerweise Fischkutter. 

Viel schöner als vorher ist es trotzdem, von weitem sieht unser Schiff nun wie neu aus, es glänzt und strahlt in die neue Segelsaison. 

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Arbeiten in der Werft

Unsere Ziele bei diesem Aufenthalt in der Werft sind vor allem das Unterwasserschiff von den Algen zu reinigen und mit neuem Antifouling zu streichen. 

Aber es sind noch viele andere Dinge zu erledigen. Wir müssen die Anoden ersetzen, die haben sich im letzten Jahr stark zersetzt und wir wollen endlich den blauen Streifen am Rumpf malen lassen, die Farbe war stark verblasst und soll nun wieder glänzen.

In der Toilette müssen wir ein Ventil auswechseln, es lässt sich nicht mehr ganz schliessen. Sicherheitshalber wird das Ventil ersetzt. 

Die Arbeiten dauerten ein ganze Woche, vor allem, weil der Grundanstrich für den blauen Streifen schlecht trocknete. Es dauerte 48 Std. bis der Primer geschliffen werden konnte. Nun ist aber die neue Farbe drauf und das Blau leuchtet in der Sonne.

Jetzt sind fast alle Arbeiten abgeschlossen, noch den Rumpf polieren und den Propeller fetten, dann gehts am Freitag 24. März zurück ins Wasser. 

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Werftaufenthalt

Wieder ist es soweit, die Serenità kommt aus dem Wasser. Immer ein spannender Moment. Hier in Licata steht ein 300 Tonnen Travellift für die kleine HR36 mit 7,5 Tonnen bereit. Unser Termin ist am frühen Samstagmorgen 8.00 Uhr. Das Auswassern mit dem Riesenkran ist eindrücklich. Sanft werden wir aus dem Wasser rauf aufs Land gehoben. Giuseppe, Chef der Oceanica Werft, steuert den Kran mit der Fernbedienung.

Wie vermutet ist das ganze Unterwasserschiff voller Weichkorallen, Muscheln und Seetang. Hier in Licata ist das Hafenwasser stark überdüngt. 

Mit einem Schaber wird nun aller Bewuchs abgekratzt, danach wird das Unterwasserschiff mit Wasser abgespritzt. Erst dann wird das Schiff - auf einem fahrbaren Gestell - an den Arbeitsplatz in der Werft gefahren. 

Schon ist Samstagabend und Feierabend. 

Nun packen wir unsere Kleider, leeren den Kühlschrank und ziehen für einige Tage in ein Apartment in Licata.

Nach einer durchfrorenen Nacht in der kalten Wohnung arbeiten wir am Sonntag am Schiff. Wir bauen die Toilette aus damit genug Platz ist um das defekte Seeventil auszuwechseln und spachteln wieder einmal den Kiel der eine Schramme abbekommen hat. Ausserdem wechseln wir das Hydrauliköl vom Bugstrahlruder, auch das kann nur gemacht werden, wenn das Schiff nicht im Wasser ist.

Nun haben wir unseren Teil der Arbeit schon fast erledigt, jetzt kann die Werft ihre Arbeit am Montagmorgen beginnen.

Gioia schaut uns von oben über die Bordkante zu. 

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Ätna

Der höchste Vulkan Europas, 3323 Meter hoch, ist wieder mal aktiv. Von unserem Hotel in Taormina sahen wir die weissen Rauchwolken über dem Ätna aufsteigen. In der Nacht leuchtete der Himmel über dem Vulkan immer wieder rot, wir hatten tolle Sicht vom Zimmerfenster rüber zum Ätna.

Am nächsten Morgen genossen wir das üppige, feine Frühstück in der Pension Grete. Die Sicht  über Taormina bis runter zum Meer in die Strasse von Messina war einmalig. 

Danach wollten wir nun aber zum Ätna, wollten den rauchenden Vulkan aus der Nähe sehen. Wir fuhren via Linguaglossa den Nordosthang des Ätna hoch, die verschiedenen Vegetationszonen konnten wir gut erkennen. Unten warten die Orangenbäume voller Früchte, weiter oben am Berg dann Rebberge, dann Eichenwälder und danach fuhren wir durch Lavafelder. Wir fühlen uns wie auf dem Mond. Die einzelnen Lavaströme entlang der Strasse und die Lavaschneisen durch die Wälder waren beeindruckend. 

Wir fuhren rauf bis zu einem Skilift, durch den Schnee sind wir zur eine Skihütte gestapft. Hier oben war richtiger Winter. 

Dann fuhren wir weiter zum Refugio Cirelli. Von dort hatten wir dem besten Blick zum Krater, wir sahen die Steine durch die Luft fliegen und den schwarzen Rauch aufsteigen. Ursula hat wohl über 100 Fotos gemacht. Sie war beeindruckt von dem rauchenden, feuerspeienden Berg. Roland musste immer wieder anhalten damit neue Fotos gemacht werden konnten.

Über steile Strassen sind wir danach nach Zafferana runtergefahren und haben dort auf dem grossen Dorfplatz neben der Kirche eine feine Pizza gegessen. Die weisse Rauchfahne über dem Ätna war immer gut zu sehen. 

Dann fuhren wir via Piazza Armerina zurück nach Licata. Leider hatte die Villa Romana schon geschlossen, so müssen die beiden die schönen Mosaiken in den nächsten Sizilienferien anschauen. 

In Licata verabschiedeten wir uns von den beiden Kurzurlauber, sie fuhren direkt weiter nach Agrigento ins B&B. 

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mit Roland und Ursula unterwegs

Das wird wieder eine abwechslungsreiche Woche werden. Wir bekommen Besuch von Ursula und Roland. 

Wir erwarten die beiden am Montagabend am 13. März. Nach einem Willkommensdrink, gibts auf dem Schiff Lasagne und wir besprechen, was wir in den nächsten Tagen zusammen unternehmen werden. 

Das Ziel ist: den Ätna aus der Nähe zu sehen, er ist zur Zeit sehr aktiv. 

Am nächsten Morgen, nach dem gemeinsamen Frühstück im B&B fahren wir los Richtung Modica, dort ist unser erster grosser Halt. Es ist kurz vor Mittag und wir schlendern durch den Corso Umberto zum Dom mit der langen, steilen Treppe. In dem Dom ist auf dem Marmorboden ein Sonnenkalender eingraviert. Durch ein Loch in der Wand kommt genau um 12 Uhr der Sonnenstrahl auf den Kalender und zeigt die mitteleuropäische Mittagszeit und auch die genaue Mittagszeit von Modica an, diese ist einige Minuten später. Spannend !! Glück für uns, wir sind genau um 12 Uhr dort. 

Wir geniessen den herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt. In der Bar neben der Kirche gibts dann ein Glas Weisswein und ein Arancini.

Nach dem bestaunen der zweiten Kathedrale geht die Fahrt weiter nach Syrakus. Dort suchen wir uns ein B&B, wir wollen heute hier übernachten. Kurz vor dem Dunkel werden gibts einen Abendspaziergang mit tollem Sonnenuntergang, danach durchstreifen wir die beleuchtete Altstadt auf der Suche nach einem passenden Restaurant. Die schmalen Gassen geben plötzlich den Blick frei auf den weiten Domplatz. Auf der Piazza Archimedes steht der riesige Brunnen in dessen Mitte steht Artemis, die Göttin der Jagd. 

Archimedes war ein Mathematiker, er lebte bis 212 v.Chr. in Syracus, seine letzen Worte waren, "störe meine Kreise nicht".

Dann ist auch für uns Schluss mit dem Nachtbummel und wir beenden unser Kreise durch die Altstadt an der Hoteltüre. 

 

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Ausflug nach Ragusa und Modica

Wir wollen Urs das schöne antike Sizilien zeigen. Es gibt hier so viel zu sehen, nur leider sind die Strassen hier auf der Südseite Siziliens nicht all zu gut ausgebaut. Es gibt keine Schnellstrassen. So dauert eine Fahrt von 100 Km ca. 3 Std. inkl. Stau, Ampeln und Kreisverkehr.

Das Frühstück gibts auf dem Schiff, dann gehts los, erster Halt ist in Gela, dort am Pier finden wir eine Bar, Kaffee und Cornetto, gefüllt mit: je nach Wunsch, Konfitüre, Crema oder ungefüllt.

Dann entfernen wir uns von der Küste und fahren weiter nach Vittoria und Comiso. Auffällig sind die vielen guterhaltenen Trockensteinmauern aus der Araberzeit, die in dieser Gegend die Wiesen und Äcker abtrennen. Am Strassenrand sehen wir die ersten blühenden Mandelbäume.

Das antike Ragusa wurde 1693, wie so viele andere Städte auf Sizilien von einem Erdbeben zerstört. Danach wurde Ragusa an neuer Stelle weiter oben auf dem Hochplateau wieder aufgebaut. Die alteingesessenen Adligen weigerten sich aber ihre baufälligen Palazzi zu verlassen, so wurde Ragusa Ibla, an der exakt gleichen Stelle wieder aufgebaut. Wir sind kurz vor Mittag dort, finden problemlos einen Parkplatz, und steigen die steilen, engen, verwinkelten Gassen hoch. Graue Steinhäuser und barocke Paläste bilden das eigentliche Stadtzentrum von Ragusa - einfach grossartig. 

Am höchsten Punkt des Piazza Duomo steht der Stolz der Stadt oben auf einer grossen Freitreppe - ihr Dom aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 

Nach dem Picknick und dem Kaffee fahren wir weiter nach Modica. Dort suchen wir uns eine Unterkunft und geniessen, nach einem Spaziergang durch die Altstadt, ein Glas Wein an einem sonnigen Platz unter einem Olivenbaum. 

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Arbeitstag bei Sonnenschein

Obwohl die Tage nicht immer von früh bis spät mit arbeiten ausgelastet sind, sind wir doch “immer” am Werken. Ich nutze das sonnige, warme Wetter, es ist windstill und die Temperaturen frühlingshaft. So macht das Arbeiten auf dem Deck richtig Freude. Der Arbeitstag hier in unserem Seglerleben sind nicht so schnell und durchorganisiert wie in der Schweiz, alles dauert etwas länger, das Leben hat einen gemächlicheren Rhythmus. 

Heute ist die Ankerwinsche an der Reihe, diese ist im Sommer unverzichtbar und muss tadellos funktionieren. Dazu braucht sie aber auch Pflege. Mindestens ein Mal im Jahr zerlege ich die Ankerwinsch, da wird sie gereinigt und gefettet. Nachdem ich mit Harrys Hilfe die Winsch in Portugal gewartet hatte, war diesmal das Zerlegen der Winsch schnell gemacht. 

Die kleine Winsch am Mast hat sich auch über das neue Fett gefreut, nun sind alle Winschen wieder geschmiert und bereit für die Segelsaison. Sie schnurren nun wir fleissige Bienen. Ssssssssssssss

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Aus dem Alten entsteht was Neues

 

Aus dem alten Segel recyclet Marina neue Taschen. Es entsteht eine neue Tasche für die Utensilien fürs Fitness, ein Bag für den PC und ein kleines Portemonnaie für das Euromünz.

Vielleicht nimmt Marina ja Bestellungen entgegen? Talent hat sie. 

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Editorial

Ein bisschen Mut braucht es schon, den tollen Job zu künden, das Haus zu vermieten, ein Schiff zu kaufen, zu heiraten, den Alltag zu verlassen. Das alles haben wir im April 2015 gemacht. Das Abenteuer war zu verlockend. Wir lösen die Leinen in Gelting an der Ostsee und unsere Hallberg-Rassy 36 startet mit uns die grosse Reise. Keine exakten Pläne, der Wind bestimmt das Tempo und die Richtung.

Wir geniessen die Freiheit bei zu viel Wind oder Gegenwind im Hafen zu bleiben, wir geniessen die ruhige Fahrt durch die blauen Wellen, wir geniessen das Ankommen im sicheren Hafen nach einer stürmischen Fahrt, wir geniessen die Gemeinschaft der Seeleute.

Unser Ziel ist das einfache Leben auf kleinem Raum, umgeben von der Natur, das spühren der Elemente. Unser Ziel ist die Reise, das entdecken neuer Länder und Menschen, unser Ziel ist ein neuer Lebensrhytmus. Das alles sind wir am Erleben.

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Ausflug ins Tal der Tempel

Nur eine Stunde Busfahrt von Licata entfernt liegt Agrigento, wir wollen zu den griechischen Tempeln der antiken Stadt Akragas, die wurde 581 v. Chr. am vorteilhaftesten Punkt der sizilianischen Mittelmeerküste gebaut und liegt am Fusse von Agrigento.

Wir sehen die Tempel schon von Weitem aus dem Busfenster. Doch aus der Nähe sind die Überreste aus diesem “Goldenen Zeitalter” noch eindrücklicher. In der Stadt lebten mehr als 300’000 Leute und die Stadtmauer war 12 Kilometer lang. Der Olympiasieger im Wettkampf Viergespann wurde in Akragas mit 300 von Schimmel gezogenen Wagen empfangen.! In der Stadt lebten Mediziner, Philosophen, Tyrannen aber auch die Demokratie wurde von Empedokles eingeführt. 

Wir staunen über die Größe der Tempel, über die Mächtigkeit der einzelnen Steinblöcke. Ganz im Osten sehen wir vor uns den fast intakten Concordia Tempel, einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Er dient auch als Logo für die UNESCO. 

Wir verbringen viele Stunden in dem Park, und wir werden sicher wieder zurück kommen. 

Mit dem Bus gehts dann bequem zurück nach Licata. 

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Licata, echt sizilianisch

Mit den Mietauto waren wir einen Tag unterwegs und haben uns den Hafen von Marina Ragusa angeschaut. Wir haben hin und her überlegt,Vorteile und Nachteile aufgelistet, dann noch mit dem Preis verhandelt, danach haben wir uns für Licata entschieden.

Hier sind wir nahe der Stadt, es gibt eine Werft und einen Shippershop und die Segler unternehmen vieles miteinander. In Ragusa leben mehr Leute auf den Schiffen und es soll mehr Aktivitäten geben. 

Hier in Licata ist jeden Sonntag BBQ bei der grossen Feuerstelle. Nächste Woche gehen wir zusammen in eine Weinkellerei und am nächsten Sonntag geht es mit dem Oldtimerzug nach Modica. 

Wir haben schon viel entdeckt im Stadtzentrum von Licata. Die Häuser sind alle “baufällig” die Gassen oft dunkel und schmal, auf den Plätzen und in den Strassenkaffees treffen sich die Männer, frische Früchte, Fisch und Gemüse wird an der Strasse verkauft, die Leute haben Zeit zum Diskutieren und Flanieren, Arbeit gibts fast keine hier, die jungen Leute zieht es nach Norditalien oder nach Deutschland. Doch die Stadt hat Flair, sie lebt und wir sind mitten drin.

Licata war die erste Stadt Italiens die von den Amerikanern von Mussolinis Faschistentruppen befreit wurde. 

Am Corso Emanuele mitten in einer Häuserzeile ist das Theater, wir beide waren eingeladen bei der Oper “Madame Butterfly”. War ein grosses Erlebnis, über 40 Sänger und Sängerinnen aus Japan im Vorprogramm, überraschend wunderbare Stimmen der Opernsänger und von Madame Butterfly. 

Schöne Strände am Stadtrand, und einen einmaligen Friedhof oberhalb der Stadt. 

Es gibt vieles zu sehen, hab mir heute ein Bike gekauft, für Ausfahrten an den Horizont. Uns wird bestimmt nicht langweilig hier.

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Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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weiter nach Mazara del Vallo

Heute ist nicht mehr so starker Südostwind gemeldet, wir verlassen Marsala mit vollem Weinkeller und können den ersten Teil der Strecke segeln. Der Wind frischt auf wir reffen das Gross und die Genua.  

Wir haben nur bis um 11 Uhr Wind zum Segeln, danach dreht der Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen, leider gehts nun gegen den Wind und Wellen und wir kommen nicht schnell voran. Erst um 13.30 sind wir in Mazara del Vallo, einer Hafenstadt an einer Flussmündung. Also verspätetes Mittagessen nach den 15 Meilen durch die Wellen.

Hier in Mazara liegt die grösste Fischkutterflotte Italiens. Viele der Fischtrawler fahren an die fischreiche afrikanische Küste, zu den tunesischen Gewässern oder nach Libyen zum Wildern, dort riskieren sie Gefängnisstrafen, die tunesischen Gefängnisse sollen besser sein!

Die Altstadt von Mazara erinnert an eine nordafrikanische Kasbah, die engen verwinkelten Gassen sind gesäumt von Barockgebäuden und Bauwerken aus dem Normannenzeitalter. In diesem Teil der Stadt leben vor allem Tunesier. 

Riesig scheint die Piazza della Repubblica, wenn man aus den engen Gassen auf den grossen Platz tritt, prächtigen Palazzi und der Dom umrahmen den Platz.

Das Nachtessen gibt's in einem tunesischen Restaurant, danach gehts im Dunkeln zurück zum Schiff.  

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Die Salzlagunen von Marsala

Die kleine Altstadt von Marsala ist schnell entdeckt und besichtigt. Darum haben wir heute die Velos rausgenommen und wollen zu den Salzlagunen fahren.

Los gehts, alles möglichst dem Meer entlang Richtung Trapani, zwischen Marsala und Trapani ist das Meer sehr flach, zu einer vorgelagerten Insel kann man mit dem Fuhrwerk sogar auf einer Unterwasserstrasse fahren. 

Bei einem Touristen Info Center halten wir an, fragen nach dem Weg zum Salzmuseum und werden gleich hier von einem netten Herrn über alles was mit der Salzgewinnung zu tun hat informiert. Zum Glück, denn das Museum war geschlossen, Winterbetrieb! 

Wir fahren den Lagunen entlang, sehen Flamingos und Eisvögel. Schauen uns die Windmühlen, die das Wasser vom Meer in die flachen Salzgewinnungsbecken gepumt haben, aus der Nähe an. Kaufen bei einem interessanten Mann mit den 100 Berufen, er möchte ja hier überleben, einen Glücksbringer. Dann gehts wieder zurück in die Stadt, nun mit Gegenwind. 

Am Freitag wollen wir wegen dem Südostwind auch noch nicht weiter, dazu regnet es immer wieder. Wir fahren zu einer Weinkellerei und kaufen den Wein ab der Zapfsäule! 

Am letzten Abend in Marsala schlendern wir nochmals durch die beleuchtete Innenstadt, zur Piazza della Repubblica die von den mächtigen Chiesa Madre beherrscht wird, dann durch das Stadttor “Porta Garibaldi”. 

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An die Westküste Siziliens

Der Morgen kündigt sich mit einem leuchtenden rot am Horizont an. Die Fischer verlassen den Hafen, das ist bestimmt ein gutes Zeichen, dass Wind und Wellen sich beruhigt haben.

Wir starten um 7.45 den Motor, setzten kurz nach dem Hafen die Segel, Kurs Südwestwärts nach Trapani.

Wir haben mehr Wind als vorausgesagt, die Wellen sind nur noch 1,4 Meter hoch, es macht richtig Freude zu segeln. Der Wind steht leider zu stark südlich, so dass wir Trapani nicht direkt ansteuern können. So müssen wir kreuzen und das gibt einige Meilen mehr. Marina wird immer ruhiger und muss ab in die Koje, die Wellen sind zu unangenehm, Seekrank ??? 

Kurz vor Trapani stellt der Wind ab, mit Hilfe vom Motor gehts an allen Untiefen vorbei in den Hafen.

Marina ist wieder fit und fragt über Funk, ob wir in den Hafen einlaufen dürfen, das ist speziell hier, vermutlich wegen den vielen Fähren welche zu den Ägadischen Inseln rein und raus fahren.

Wir legen nach 23 Meilen um 13.45 im Hafen an. Nach dem “Anleger” gibts was feines zu Essen, dann ab in die Stadt. Es wird früh dunkel, die Sonne geht hinter den Ägadischen Inseln unter. Dann erscheint im Osten der Vollmond, da er der Erde extrem nahe ist ist er 14 % grösser als sonst, wir haben Glück, die Nacht ist fast wolkenlos. 

Wir bleiben 2 Nächte, wollen am Montag rauf nach Erice, eine antike Stadt, 750 Meter höher gelegen als Trapani und mit einer Seilbahn bequem zu erreichen. Drunten in der Stadt scheint die Sonne, hier oben in Erice ist es wolkenverhangen. Mystisch, die Burgen und Kirchen tauchen aus dem Nebel auf. Runter nach Trapani ist der Blick frei. Doch ganz Erice ist eingehüllt in die eine grosse Wolke. 

In früheren Zeiten war Erice ein berüchtigtes Zentrum des Liebeskultes der Venus. In dem heiligen Tempel wurde ein spezieller Kult der sakralen Prostitution praktiziert. Trotz der zahlreichen Überfälle blieb das Heiligtum immer unversehrt, unschwer zu erraten warum. 

Ich konnte wegen des Nebels den Tempel nicht finden. Oder wurden aus den Tempelsteinen etwas eine der vielen Kirchen gebaut? 

Gefunden haben wir aber das weltberühmte Café Maria mit den herrlichsten sizilianischen Leckereien. 

 

 

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Kurzausflug in die Wellenberge

Wir sind noch unschlüssig, ob wir heute Mittag weiter segeln können, die Wellen draussen beim Riff vor dem Leuchtturm sind riesig. So spazieren vorerst durch den Ort, kaufen beim Fischer zwei Spigola und Thunfischstücke konserviert im Glas. Er erzählt uns vom Thunfischfang und von der Thunfischverarbeitung, über 40 Fischer haben hier Thunfisch gefangen. Heute wird der Thunfisch aus Portugal und Spanien importiert und verkauft.

Am Mittag entscheiden wir, dass wir weiter segeln. 

Der Wind wird weniger und hat auf auf West gedreht, so sollten wir nach Trapani segeln können. Wir verlassen den Hafen, doch nach 2 Meilen entscheiden wir zurück zu kehren, die Wellen sind zu hoch und kommen von der Seite, die Serenità wird immer wieder schwer auf die Seite gelegt. Wir drehen ab, zurück in den Hafen, dort kommen wir wieder gut an. War ein Adrenalin-Abenteuer.

 

Wir waren etwas ungeduldig, wollten weiter um bald in Licata zu sein, in unserem Winterquartier. Doch die Natur war heute anderer Meinung. 

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Nach San Vito lo Capo

Wir sind schon bei Sonnenaufgang am Kaffeetrinken, danach gibt es ein kleines Frühstück. Dann wird das Schiff für die Abfahrt bereitgemacht.  

Wir verlassen Castellammare del Golfo um 07.45. Durch den langen Bergrücken, der mit dem Monte Monaco in San Vito lo Capo endet, sind wir vom Westwind geschützt, wir haben wenig Wind nur die Böen kommen ab und zu über den Bergkamm. Dann wird die Serenità schnell, sonst gehts gemütlich vorwärts. Wir sind am schönsten Küsteabschnitt von Sizilien, es gibt hier das ggrösste Naturschutzgebiet “Lo Zingaro” von Sizilien.

Wir sehen auch stillgelegte alte Thunfischfabriken, hier wurden früher Thunfische gefangen und verarbeitet. Heute sind fast keine Thunfische mehr im Mittelmeer. Das war noch vor ca. 50 Jahren. 

Heute kommt der Thunfisch aus dem Atlantik. Viele Fischerboote wurden auf Befehl der EU ausgemustert. 

Wir kommen kurz vor 11 Uhr in San Vito lo Capo an, der Hafen liegt in ein einer grossen Bucht. San Vito ist der nordwestlichste Ort von Sizilien. Ein Badeort mit einem herrlichen Sandstrand. Der Ort ist arabisch angehaucht, Africa ist nicht weit weg. 

San Vito ist jetzt ziemlich verlassen, keine Badegäste sind da, keine Kletterer die auf den Monte Monaco raufkraxeln, keine Segler die Urlaub machen. So haben wir den Hafen für uns und auch die Pizzeria am Abend. Der abgelegene Ort wir von uns auf einigen Spaziergängen erkundet. 

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Castellammare

Wir verlassen Palermos grossen Hafen am frühen Morgen. Unser Kurs ist immer der Küste entlang nach Westen. Es sind 34 Meilen bis Castellammare del Golfo, einer alten Stadt am Fuss einer Bergkette, mit einem geschützten Yachthafen. Wir brauchen den Motor, es hat zu wenig Wind. 

Leider haben wir jetzt oft stürmisches Wetter oder gar keinen Wind und oft hohe Wellen. 

Kurz nach Mittag sind wir in Castellammare, ein freundlicher Hafenmeister, Gianfranco hilft beim Anlegen. 

Wir liegen am Fuss der Altstadt geschützt von hohen Hafenmauern. 

Am Dienstag fahren wir mit den Velos der Küste entlang nach Balestrate, die Küstenstrasse führt oft steil bergauf, nach 15 Kilometer sind wir dort, netter Ort, feines sizilianisches Mittagessen. Der grosse Hafen hier wurde nie fertiggestellt, nur die Hafenmauern sind da, aber keine Stege oder sonstige Infrastruktur. Das Geld ist ausgegangen. 

Am Mittwoch fahren wir Richtung Nordwesten, dem vielleicht schönsten Küstenabschnitt Siziliens entlang. Wir kaufen bei einem Olivenbauern frisch gepresstes Öl, und entdecken einen wunderschönen Sandstrand. Keine Bar hat offen, alle haben Winterbetrieb. So gehts wieder nach Castellammare zurück in die Altstadt.

Wir bleiben bis am Samstagmorgen hier, es regnet oft und es stürmt aus Nordwesten, die Wellen schlagen und schäumen über die Hafenmauer, da habe ich keine Lust rauszufahren. 

Wir liegen am Steg, zwei Muringleinen vorne, alle Fender draussen, das Schiff liegt ruhig, nur der böige Wind der in den Masten pfeifft zeigt uns, dass es draussen stürmt.  

Wir warten ab, jetzt im späten Herbst braucht es Geduld mit dem Wetter. Castellammare ist ein schöner Ort um einige Tage zu bleiben. 


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Palermos Sehenswürdigkeiten

Am ersten Tag haben wir am Puls der Stadt geschnuppert. Nun wollen wir nochmals genauer hinsehen. Die Quattro Canti und die Fontana Pretoria, dieser Brunnen wurde für eine Villa in der Toscana gebaut, Palermo wollte aber einen grösseren Brunnen als Messina, darum steht er jetzt vor dem Rathaus. 

Den Dom mit dem riesigen Vorplatz, und dann mal in die Neustadt, mit den breiten Einkaufsstrassen und noblen Restaurants und Kaffees. 

Mitten Velos zum Palazzo dei Normanni, das war unter den Normannen, die Palermo zu Blüte brachten der Hauptsitz des Königreiches. Roger II baute in einem Flügel des Palastes die Kapelle Palatina. Ob den wunderbaren, eindrücklichen, strahlenden Mosaiken verschlug es mit den Atem. 

Der Fussboden mit Marmormosaiken, die Decke aus geschnitztem Holz, ein Meisterwerk arabischer Schnitzkunst.

Die Kapelle wurde zu der Zeit gebaut als in der Eidgenossenschaft die Habsburg mit den Hellebarden vertrieben wurden. 

Dann zum Teatro Massimo und und …. alles auch bei Nacht wunderschön, und viel los in den Gassen und Plätzen. Sogar auf dem Dach des Domes waren wir in der Nacht. 

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nach Palermo

Nach den beiden erholsamen Tagen in Ustica müssen wir weiter. Der Wind wird drehen und stärker aus Süden kommen, dann liegen wir hier in Ustica nicht mehr sicher. Der Hafen ist nicht gut geschützt.

Wir legen am Mittwochmorgen um 9 Uhr ab, es sind 35 Meilen bis zum “Festland” von Sizilien. Wir steuern Palermo an. Wir haben wenig Wind, ab und zu segeln wir, dann hilft wieder der Motor. Wir entscheiden, dass wir bei Dämmerung einlaufen und an der Tankstelle festmachen. Das gibt für uns eine Gratisübernachtung. Pünktlich beim Nacht werden legen wir an. Wir feiern das Ankommen in Sizilien mit einem echten Schweizer Raclette auf dem Kerzenrechaud von Kisag. Hmmm so fein. Randellis sei dank.

Am Morgen tanken wir für Euro 200, das gibt 138 Liter Diesel. Dann legen wir in der Werft Galizzi e Figli am Gästesteg an. Neben uns liegt ein Katamaran, der von der Türkei nach Mallorca unterwegs ist, die beiden Jungs haben über 60 Kg Fisch im Tiefkühler, wir bekommen zwei grosse Portionen geschenkt. Dann gehen wir Palermo erkunden. 

Die Altstadt nahe beim Hafen, ist mit den Häuserreihen mit den kleinen Balkonen eine Augenweide, nur leider sind viele Häuser am Verfallen. Wir finden viele Plätze und Parks, viele Kirchen und den Dom. Die wichtigen Fussgängerstrassen, Via Roma und Via Maqueda und Corso Vittorio Emanuele.

Immer wieder kommen wir zur Kreuzung Quattro Canti, da bilden die Eckhäuser der Kreuzung einen Kreisel. Das Wort Canti kommt nicht von Singen sondern von Ecken.

Palermo gefällt uns, wir sind fasziniert, überall gibts feines Essen, Fussgängerzonen und viele Geschäfte mit Kleidern,Taschen von Prada für 1300 Euro, aber auch Strassenmärkte mit Hüte für 2.90 Euro. 

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Ustica an Allerheiligen

Am 1. November ist wenig Wind, wir können ohne Sorge um 08.30 Uhr in die Kirche. Dann Gioia auf dem Schiff holen, das noch immer als einziges Gästeschiff im Hafen liegt. und danach unsere kurze Wanderung auf die alte Burg über dem Ort unternehmen. Die Aussicht von dem höchsten Punkt der Insel, dem Kraterrand des einstigen Vulkans ist toll, weit draussen sehen wir die Fähre die von Genua kommend nach Palermo fährt.

Am Weg zurück ins Dorf treffen wir einen älteren Mann aus dem Ort, wir unterhalten über die Wasserversorgung von Ustica, über den Fischfang und Tourismus. Er war, wie seine Vorfahren, Fischer. In seinem Magazin zeigt er uns, wie er früher die Reusen für den Fisch- und Krebsfang geflochten hat. 

Zum Abschied aus Ustica gehts heute in die einzige Taverne die offen hat, ins Pizza Paza

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Ustica bellissima

Bei Sonnenaufgang sind wir auf, der Hafen und die Häuser über dem Hafen sind im Morgenlicht goldig beleuchtet. Wir staunen über die tolle Aussicht vom Hafen rauf zur Stadt. 

Wie immer gibts zuerst Kaffee, dann ein kurzes Frühstück, dann raus auf die Mole und die Stadt bei Tageslicht erkunden. Die kleine Stadt liegt am Abhang über dem Hafen, ein grosszügiger Platz mitten im Ort gesäumt mit Orangenbäumen und oben der Kirchplatz mit der Kirche bleiben jedem Besucher sicher für immer in Erinnerung. 

Hier gibts einen Espresso und Marmeladegipfel, danach schlendern wir durch die engen Gasse, kaufen bei der Fischersfrau aus dem Kofferraum 2 knallrote Fische für heute Abend, dann gehts zurück zum Schiff.

Am Nachmittag fahren wir mit dem kleinen Bus, für 1,50 Euro um die ganze Insel. HALT, wir steigen beim Leuchtturm aus und wandern auf einem gepflegten Wanderweg 4 Kilometer zurück in den Ort. Der Weg ist gesäumt mit Kakteen, die Aussicht runter ins glasklare Wasser atemberaubend, wir sind glücklich, dass wir hier gelandet sind. 

Zurück im Hafen sehen wir, dass unser Schiff mit dem Heck an der Hafenmauer ansteht, zum Glück haben wir Fender draussen, der Anker hat dem Wind der nun stärker ist nicht Stand gehalten. 

Wir fahren ein neues Ankermanöver, Marina bleibt am Pier ich legen den Anker weiter draussen in den Hafen. Es ist etwas besser aber nicht gut, mit Hilfe von zwei Tauchlehrern und einem Fischerboot legen wir zusätzlich den zweiten Anker aus, jetzt sind wir sicher am Haken. Nicht ganz einfach das liegen in Ustica. Wir bleiben am Abend auf dem Schiff- Ankerwache und geniessen das Fischmenue.

 

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Rüber zur Insel Ustica, Sizilien

 

Wir haben den Wetterbericht genau studiert, der starke Nordwind wird in der Nacht auf Samstag abflauen, die Wellen noch 1,5 Meter hoch sein, dann weit draussen, wird es wenig Wind haben und vor Sizilien wieder guter Wind aus Nordost. Wir wünschen uns einfach genug Wind für die 180 meilenlange Überfahrt.

 

Die Nacht ist unruhig, es kommt Schwell in den Hafen, doch der Wecker erlöst uns um 5 Uhr früh. Schnell Kaffee machen, kurz mit Gioia raus dann sind wir um 6.15 bereit. Es ist noch stockdunkel, wir sehen kaum die Inseln vor dem Hafen, mit genug Abstand passieren wir die Inseln dell’ Ogliastra. Dann setzen wir die Segel. Wir haben den Wind von der Seite und es läuft wunderbar, die Sonne kommt genau um 07.45, um 10.15 sind wir schon 24 Meilen gesegelt, das sind 6 Meilen pro Stunde. Ob das so weiter geht? Doch der Wind lässt etwas nach - wir fahren mit 5 Knoten, auch nicht schlecht!

 

Am späten Nachmittag verschwindet Sardinien am Horizont hinter uns. Wir müssen den Motor starten, da wir nun in der Schwachwindzone sind. Es ist 16.45. Um 18.45 versinkt die Sonne  spektakulär “ins Wasser”. kurze Zeit später stellen wir den Motor ab, nun kommen wir nur noch mit 2-3 Meilen pro Stunde vorwärts, gibt das eine zweite Nacht bis Ustica? 

 

Wir dümpeln durch die Nacht, sehen von Weitem einige Tanker an uns vorbeifahren. Um 7.39 kommt die Sonne über die Wasserkante, es wird wärmer. wir haben im Cockpit draussen geschlafen, so konnten wir die Instrumente, das AIS und die Segelstellung beobachten, gesteuert hat der Autopilot.

 

Wir haben das Ziel Ustica gewählt, weil die Insel vor Sizilien, ein kleines Naturparadies ist. Der Hafen ist nicht gegen alle Winde geschützt, doch bei Nordostwind sollten wir an dem Pier gut liegen. 

 

Nun mit der Sonne kommt der Wind wieder, wir segeln mit 5,5 Knoten Fahrt, Ustica scheint für heute Abend in Reichweite. Wir lesen und schlafen, Gioia bewegt sich seit Samstagmorgen nicht mehr, schläft und wartet. Kochen ist schwierig, da wir immer grössere Wellen haben, doch wir wagen es einmal einen feinen Risotto und einmal Farfalle à la rabiata zu kochen. Wir geniessen die Zeit so alleine draussen im blauen Meer. 

 

Dann um 15.40 sehen wir Ustica vor uns, noch 28 Meilen, noch ca 5 Std. Da wird es dunkel sein bis wir ankommen.

 

Um 19 Uhr rufen wir mit dem Telefon im Hafen Ustica an, wir erhalten Verbindung mit dem Hafenmeister in Palermo, er wird für uns abklären, ob Platz im Hafen ist und ob jemand dort ist. 

 

Wir rufen nach 30 Minuten zurück, gute Nachricht, es ist Platz und es wird jemand von der Küstenwache kommen. Dann haben wir über Funk Kontakt zum Hafen in Ustica, wir sind gespannt auf das Ankommen, der Leuchtturm weist uns den Weg. 

 

Wir laufen um 20.45 in den schlecht befeuerten Hafen ein, niemand ist da, auch keine anderen Segelschiffe. Dann nach ca. 10 Minuten kommt jemand auf dem Motorrad er ist von der Küstenwache, er zeigt uns wo wir anlegen können und hilft uns beim Festmachen an der Mole. 

 

Geschafft. Nun noch warten ob der Anker hält, hier in Ustica müssen wir vorne den Anker legen und hinten mit den Leinen am Pier festmachen, nciht ganz einfach zu zweit in der Nacht.

 

Dann gibts noch einen Drink am Dorfplatz, es ist ja jetzt Winterzeit und somit “erst” 20 Uhr. 

 

Das Bier und den Cappuccino in der Bar "Carpe Diem" haben wir uns verdient.

 

 

 

 

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Santa  Maria Navarrese

Am Montag bleiben wir noch in Cala Gonone, es ist immer noch Südostwind, Scirocco, es ist neblig, sogar auf dem Meer draussen.

Wir bringen das Auto zurück und nehmen die Wäsche mit in den Salon. Das  Schiff wird auch gewaschen, das eingetrocknete salzige Spritzwasser entfernt und die Wassertanks aufgefüllt.

Am Dienstag beruhigt sich der Scirocco und wir legen ab, fahren mit Motor der immer noch nebligen Küste entlang. Leider sehen wir nicht viel von den traumhaften kleinen Stränden die zwischen den Felswänden liegen.

Am Nachmittag sind wir in Santa Maria Navarrese, ein kleines Fischerdorf, mit einem geschützten Hafen. Wir finden eine Platz am Steg, vis à vis einem anderen Schweizer Schiff. Von Santa Maria werden wir die Überfahrt nach Sizilien starten. Hier bleiben wir bis der Wind passt, es sind jetzt noch 2 Tage Sturm aus Norden gemeldet. 

Wir feiern das Ankommen in Santa Maria mit einem Käsefondue, mmmmmh, den Verdauungsschnaps gibts auf der Milva, bei Roman und Rahel. 

Am Donnerstag fahren wir mit den Velos nach Arbatax, sind "nur" 15 Kilometer, der Nordwind schiebt uns nach Süden. Wir wollen den Hafen, die Tankstelle und die roten Felsen beim Riff anschauen. Nach dem Drink in der Hafenbar hat Marinas Velos 2 platte Reifen. Sie ist wohl über Dornen gefahren. Zum Glück ist der Hafenmeister zum Hobby Velomechaniker und hat die beiden Löcher rasch und perfekt geflickt. 

Den Freitag verbringen wir mit Vorbereitungen für die Überfahrt, Dinghi verstauen, Wetterbericht studieren, Einkaufen. 

Zum Abschied von Sardinien gibts einen feinen Apero auf der Serenità, Gäste sind Rahel, Roman mit Luigi und Andreas. 

Dann sind wir bereit für die 180 Meilen Überfahrt nach Ustica.

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Mit der Cinquecento nach Olbia

Heute Sonntag fahren wir mit dem kleinsten Auto durch die höchsten Berge. Kristine und Clodo haben heute Abend ihren Rückflug in die Schweiz. 

Wir fahren auf der SS 125 die zuerst in die Berge, dann der Küste entlang nach Norden führt. In der Nähe von Dorgali besuchen wir eine Höhle, dort steht der 2. höchste Stalaktit der Welt, 38 Meter. 

Nun gehts runter an die Küste, wir fahren quer durch einen Marmorsteinbruch, eindrücklich die riesigen Blöcke die hier gesägt werden. Die Trucks muten wie kleine wie Spielzeuge an.

An der Küste in Marina di Orosei, gibts Picknick am Strand und danach einen Kaffee in einem vornehmen Hotelpark, mit grossem Pool. 

Auf der weiteren Strecke Richtung Olbia, fährt Clodo einige Male auf Anweisung Marinas "falsch", wir finden aber immer wieder auf die 125 zurück. Der letzte Halt ist in Porto San Paolo, von hier sehen wir die langgezogene Insel "Tavolara" im Golf von Olbia, der Flughafen kann nicht mehr weit weg sein. Auf dem Weg zurück nach Olbia sind wir 180 Km gefahren, wir sind in den 2 Segeltagen ein grosses Stück der Sardinischen Küste entlang gesegelt!

Pünktlich um 19 Uhr sind wir am Airport, die abwechslungsreichen Tage waren schnell vorbei, wir verabschieden uns und freuen uns, wenn die beiden wieder mal auf Besuch kommen.  

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Tagesausflug zur Cala di Luna

Die hohe bemalte Hafenmauer verdeckt den Sonnenaufgang, darum ein kurzer Spaziergang zum Ende der Mauer, um richtig wach zu werden.

Da heute kein Wind vorhergesagt wurde, planen wir einen Ausflug zur "Grotta del Bue Marino" und an den Strand "Cala di Luna". 

Vor dem Losfahren organisieren Kristine und Marina ein Mietauto, dass uns morgen Sonntag nach Olbia bringen wird. 

Dann gehts los, wir motoren der Küste entlang und ankern vor der Grotte, mit dem Dinghi fahren wir in die Höhle rein, der Eingang zur Grotte ist verschlossen, es sind wohl zu wenig Touristen hier. In der Höhle und an den Stränden vom Golfo di Orosei haben bis 1981 Seehunde gelebt, danach haben die scheuen Tiere den Touristen Platz gemacht.

Von der Grotte ist es nicht weit bis zur Cala di Luna, dort kochen wir Spagetti mit Gorgonzola, dann gibts einen langen Spaziergang am Ufer. Hier sind die Felsen auch unterhöhlt, in der Umgebung von Cala Gonone gibt es viele Höhlen zu besichtigen.

Hinter der Düne von der Cala di Luna entdecken wir ein Flussbeet, dass zwischen den hohen Felswänden ins Landesinnere führt.

Der Start mit dem Dinghi zurück zum Schiff gelingt nicht sofort. Es kommt hoher Schwell ans Ufer , Clodo und Gioia bekommen eine Salzwasserdusche. Gioia flitzt erschrocken und tropfnass aus dem Dinghi, das voller Wasser ist. Clodo bleibt gelassen, ist ja nicht kalt das Wasser!

Den letzten gemeinsamen Abend geniessen wir in einer Pizzeria oberhalb vom Hafen.

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Mit Westwind nach Cala Gonone

Nachdem alle Formalitäten mit dem Hafenmeister und das umständliche Bezahlen mit der Kreditkarte erledigt sind gibts Frühstück im Cockpit der Serenità. Dann wechseln wir die Fock gegen die Genua aus, denn heute ist wenig Wind vorausgesagt. 

Wir verlassen La Caletta Richtung Süden, kein Wind, der Motor läuft. Die ersten 7 Meilen bis zum ersten Cap bleibt es windstill, die Hände sind im Hosensack, dann gibts Wind aus Süden, wir kreuzen bis am Mittag, dann stellt der Wind ab und wir motoren, das passt gut so, jetzt können wir gemütlich Zmittag essen, feinen Salat. 

Dann meldet sich der Westwind, es macht richtig Spass, wir schieben Lage. Wir reffen die Genua und das Grosssegel. Bis zum Hafen in Cala Gonone "kämpfen" wir, vor allem Clodo am Steuer, mit den Böen die über die steilen Bergkämme fallen. Die Serenità bleibt gelassen, liegt aber mit viel Schräglage im Wasser. Wir sehen den Hafen vor uns, bergen zwischen zwei Böen die Genua und vor dem Hafen das Grosssegel. 

Wir sehen keine Masten im Hafen, gibts keinen Platz für Segelschiffe? Im Hafenbecken finden wir an der Mole einen Platz, wir sind die einzigen Gäste, also diesmal der höchste Mast weit und breit!!  Im und vor dem Hafen liegen unzählige Schlauchboote, die werden vermietet für Ausflüge zu den nahen Stränden und Höhlen. 

Wir sind froh nach dem windigen Tag einen ruhigen Platz im Hafen gefunden zu haben. An der Mole steht ja gross geschrieben "Willkommen". 

Wir liegen am Fuss eines Vulkans, der hoffentlich noch lange ruhig bleibt.

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Mit Kristine und Clodo unterwegs

 

 

 

Mittwochabend, wir holen Kristine und Coldo am Flughafen in Olbia ab. Mit dem Bus geht es bequem in die City, von dort ist es nicht weit in den Club Nautico. Danach gehts durch die Via Umberto I auf der Suche nach dem passenden Restaurante, für das Abendessen.

 

Die beiden sind schnell heimisch auf dem Schiff. So kann es nach dem üppigen Frühstück mit frischem Brot los gehen. 

 

Leinen los, und mit dem starken Westwind die Ausfahrt raus in den Golf von Olbia und Golfo di Aranci. 

 

Wir segeln der Insel Tavolara entlang, zwischen vielen kleinen Inseln durch Richtung Süden. Der Wind frischt auf und mit der Fock und Grosstuch läufts wunderbar.

 

Wir segeln zwischen der Insel Molara und Capo Code Cavallo durch, es gibt einige Ankermöglichkeiten, doch der gute Westwind lässt uns weitersegeln. Uns gefällt die Sicht vom Meer und der Wind meint es gut mit uns. So entscheiden wir uns bis La Caletta zu segeln. Dort ist einer der wenigen Häfen an diesem Küstenabschnitt.

 

Dort legen wir am Gästesteg an, der Hafenmeister hilft mit der Mouringleine. 

 

Im Dorf ist nicht viel los, La Caletta ist ein sardisches Dorf, nicht all zu touristisch. Die Küste ist hier wunderschön, aber noch nicht so entdeckt und berühmt wie die Costa Smeralda, Strände sind hier so viele, kleine Buchten zwischen den felsigen Küstenabschnitten. 

Wir schlendern durch die Strassen, schauen dem langen Sandstrand entlang, finden eine Bar für den Apero, Abendessen gibts auf dem Schiff, Lasagne und Salat. Wir werden von Marina verwöhnt, den feinen sardischen Rotwein dazu spendiert Clodo und Kristine. 

 

Alle sind zufrieden, es war ein toller Segeltag.

 

 

 

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Feuerschiff  "Elbe2"

 

 

 

 

 

 

 

Der Dreimaster Atlantis liegt an der Mole in Olbia direkt hinter uns. Wir fragen den Kapitän,ob er uns das Schiff zeigen möchte. So können wir die Atlantis anschauen und erfahren die Geschichte des grossen Segelschiffs.

 

Das Schiff wurde um 1905 als Feuerschiff “Elbe2” im Betrieb genommen, nach dem 2.Weltkrieg wurde das Schiff ausgemustert und erst nach 1980 mit einem Kabinenaufbau, einem längeren Kiel und den 3 Masten umgebaut. Es sind 38 Doppelkabinen für die Gäste vorhanden, die Segelfläche ist ca. 800 m2 die mit nur vier Personen gesegelt werden können. Die heutige "Atlantis" gehört einem holländischen Reeder und wird jeden Winter in Holland in der Werft im Schuss gehalten. Ein langer Weg ins Winterlager steht bevor.

 

Wir staunen über den schönen, holzigen Ausbau, die Bars und das Steuerhaus, nicht einfach dieses 60 Meter lange Schiff von der Brücke aus zu steuern, die Masten und die vielen Leinen versperren die Sicht nach vorne. 

 

 

 

 

 


 

 

 

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Badewetter auf Lavezzi

 

 

 

Wir haben uns alle erholt von der windigen Überfahrt. Die Sonne scheint, ob es wohl warm genug ist zum Baden auf Lavezzi? 

Wir verlassen Bonifacio, bestaunen die imposante Hafenausfahrt. Draussen setzen wir die Segel, der Wind hat gedreht, Südostwind, wir können direkt Lavezzi anlaufen. Hinter uns sehen wir die Altstadt über der Kreidefelswand immer kleiner werden. 

Vor uns der grosse, rote Leuchtturm mitten in der Strasse von Bonifacio, der weist den Tankern und Kursschiffen den Weg durch die vielen Inseln. 

Nach 1 Stunde sind wir schon vor Lavezzi, bergen die Segel und ankern in der kleinen Bucht.

Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, zum Badestrand. Hier ist windgeschützt und herrlich warm. Den Rundgang um die Insel brechen wir beim Friedhof ab, da uns zwei Schlangen den Weg “versperren”. 

Nach dem Badestopp segeln wir zurück nach La Maddalena, bei dem tollen Wind rauscht die Bavaria 46 mit 7 Knoten Fahrt durchs Wasser. Schnell sind wir im Hafen und rufen über Funk den Hafenmeister, der sagt uns, dass der Hafen ausgebucht ist!!!! Nach gutem Zureden bekommen wir einen Platz bei der Capitanerie zugewiesen, etwas unruhig aber das Schiff liegt sicher. 

Am Donnerstag ist Schirokko, Südostwind, es regnet und stürmt, es bleiben alle Schiffe im Hafen. 

Schon wieder Shoppingwalk durch die Stadt und auf besseres Wetter warten.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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rüber nach Bonifacio

Beim Frühstück ist Lagebesprechung, wir planen die Törns der nächsten beiden Tage. Es wird starken Westwind geben, Marco möchte nach Bonifacio durch die spektakuläre Hafeneinfahrt zwischen den Kreidefelsen. 

Wir entscheiden die Serenità in La Maddalena zu lassen und nur mit der grossen Tuarredda zu segeln. 

Wir verlassen La Maddalena und segeln raus in den Golf von Bonifacio, wir sind schnell unterwegs, doch die Wellen und der Wind werden immer stärker, wir müssen aufkreuzen, und haben darum länger als geplant. Wir segeln hart am Wind, da stampft das Schiff unruhig durch die Wellenberge, die Crew wird immer bleicher, die Stimmung sinkt auf den O-Punkt. Die häufigste Frage an diesem Tag: Wie lange gehts noch bis wir dort sind? Marco steuert die Yacht sicher durch die stürmische Strasse von Bonifacio, aber die Gischt und Wellen machen alle salzig nass.

Dann endlich ist den Einfahrt direkt vor uns, wir rauschen mit den Wellen und Wind zwischen den Kreidefelsen durch und sind im geschützten Hafen. 

Nach dem Festmachen, erholen sich die Girls und der kleine Seemann schnell und wir machen uns auf die Klettertour rauf auf die sehenswerte Altstadt. 

Am Abend feiern wir die anstrengende rauhe Überfahrt in einem feinen Restaurant am Pier.

 

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Olbia, die Seglerfamilie kommt

 

 

 

 

Es ist Samstagmorgen, der Wind ist abgeflaut, das ungemütliche Schaukeln am Steg hat sich gelegt. Wir spazieren zum Fähranleger, da gibts ein Kaffee das schon so früh offen hat.

Hier gibts einen kleinen Expresso für Paul und einen Capusco für Marina, dazu Croisson mit Marmelade. Gestärkt, hellwach und mit neuen Infos aus dem www. gehts zum Schiff und auch bald los nach Olbia. 

Nach zwei Stunden fahren sind wir im Hafen von Olbia. Wir liegen im luxuriösen Hafen, direkt vor den Marineoffice, geniessen die Annehmlichkeiten, wie Warmduschen, Skipperbar, Einkaufscenter und Internetempfang.

Am Abend kommen Brigitte und Marco mit Kindern, wir erkunden uns nach ihrem Schiff und finden die nagelneue Bavaria 46 am Steg D. Wir kaufen im nahen Einkaufscenter für sie ein und schieben den vollen Einkaufswagen bis vor das Schiff. Das ist bequem und kostet uns nur 50 Eurocent!

Am Abend feiern wir den Beginn ihrer Segelferien und freuen uns auf eine schöne Segelwoche. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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in den Golf von Aranci

Donnerstag 5. Oktober, wir verlassen Porto Pollo, es regnet leicht, der Wind ist schwach aus Westen. Wir segeln zwischen den Inseln vom Maddalena Archipel und Sardinien durch, hier hat der Wind hat zugelegt, Schaumkronen auf den Wellenkämmen, wir reffen das Grosssegel, mit achterlichem Wind segeln wir an Porto Cervo vorbei, der Costa Smeralda entlang, der Wind ist nun nicht mehr so stark, die Düse von Bonifacio wirkt nicht mehr. Am späten Nachmittag segeln wir in den Golf von Aranci, nicht weit von Olbia entfernt. 

Wir finden keinen Seglerhafen, nur einen Fischerhafen, aber ein Steg ist da, sogar ein Marinero der uns beim Anlegen hilft. 40 Euro will er für eine Nacht, Marina drückt den Preis auf 30 Euro. Immer noch zu teuer für Null Infrastruktur, doch wir entscheiden zu bleiben. 

Bald frischt der Wind auf, wir messen 28 Knoten Wind, zum Glück sind wir nicht am Anker, das wäre ungemütlich. Der Wind heult die ganze Nacht. 

Für Jürg ist es der letzte Abend auf dem Schiff, die abwechslungsreiche Woche ist schon vorbei.

Freitagmorgen, es stürmt immer noch aus Westen, wir entscheiden hier zu bleiben und Jürg wird am Abend mit dem Zug ins nahe Olbia fahren. So gibts noch einen langen, letzten Marsch dem Strand entlang, das letzte mal schwimmen im Golf, und Abschied nehmen, die Reise geht weiter für Jürg und für uns. Eine spannende Woche geht zu Ende, es war interessant mit Jürg zu segeln und zusammen die Zeit zu gestalten. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. 

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Lavezzi, die steinigen Inseln

Wir verlassen Porto Vecchio erst kurz vor Mittag, der Morgenspaziergang und die Internetbestellung von Marinas Mobiltelefonbatterie hat die Abfahrt verzögert.

Wir wollen heute Dienstag zurück in den Golf von Bonifacio, mit dem gemeldeten Nordwind ein perfekter Kurs. Wir motoren raus aufs Meer, 4 Seemeilen, dort setzen wir die Segel und nehmen Kurs Südwest. Doch der Wind ist schwach, es geht nur langsam vorwärts, aber wir wollen den Motor, kurz vor 17 Uhr entscheiden wir uns in eine grosse Bucht von Korsika einzulaufen, sie heisst "Golf von Santa Manza". Die Lavezzi müssen bis morgen warten, die vielen Felsen scheinen uns für heute Abend zu gefährlich. Wir ankern in "Santa Manza" doch der Schwell der nachts in die Bucht drückt lässt uns nicht gut schlafen. Schon früh am Morgen segeln wir weiter. 

Wir segeln zur Insel Lavezzi und ankern am Mittag in einer tollen Bucht auf sandigem Grund. Mittagessen, spazieren, Insel entdecken und schwimmen. 

Dann gehts weiter nach Porto Pollo auf Sardinien, Patrick suchen, er hat mir Ausdrucke vom Blog aus der "AVD Goldach" mitgebracht. 

Mit starkem Westwind rauschen wir südwärts in die 6 Meilen entfernte Bucht bei Porto Pollo, dem Surfermekka von Sardinien. Wir ankern in der windgeschützten Ecke der Bucht. Zu Fuss gehts dem Strand entlang, Patrick suchen, er ist hier am Kitsurfen. Wie durch göttliche Lenkung, begegnen wir uns am endlos langen Strand. Nach dem kurzen Treffen, gehts wieder zurück zum Schiff, die Sonne ist schon am Horizont verschwunden als ich beim Schiff eintreffe. 

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Porto Vecchio

 

Heute Montag 3. September gehts mit dem vielen Wind der aus Westen angesagt ist nach Porto Vecchio in Korsika. Wir können früh los, kein Spaziergang, Gioia muss bis am Abend warten. 

Wir verlassen den Liegeplatz um 8 Uhr, der Wind bläst durch die Bucht und draussen auf dem Meer, nachdem wir die Insel Caprera hinter uns sehen, wird er immer stärker, wir haben das Grosstuch gerefft und vorsorglich anstelle der Genua die Fock angeschlagen. 

Der Wind bläst draussen im Kanal von Bonifacio mit bis zu 32 Knoten. Wir sind schnell unterwegs, kämpfen mit den Wellen die manchmal von der Seite das Schiff anheben. Jürg steuert die meiste Zeit, so hat Marina heute ihren freien Tag. 

Nahe der Küste von Korsika wird der Wind weniger, in der grossen, breiten Einfahrt von Porto Vecchio bergen wir die Segel, es ist erst 14 Uhr und wir sind schon im Hafen.

Nach dem Entspannen und Schiff klarieren, gibts den obligatorischen Marsch in die Stadt, es ist eine antike Stadt, hoch über dem Hafen. Wir schauen in die grosse Kirche, geniessen ein Gelato und einen Apero in einem der vielen Lokale in den schmucken Gassen. Durch das Genovesertor gehts wieder runter zum Hafen.

 

 

 

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kleine Hafenstadt Maddalena

 

 

Nach dem Abend und der Nacht mit Regen sind am Morgen noch die grossen, tiefen Pfützen auf der Strasse doch der Himmel ist wolkenlos und die Sonne kommt um 8 Uhr über die Dächer von Maddalena. 

Am Steg liegt ein anderes Schweizer Schiff, wir kennen die beiden aus dem Segelclub in Horn. Wir  erhalten wertvolle Tipps, die beiden sind schon lange in Sardinien unterwegs. 

Wir sind überrascht über die Hafengebühren nur 14 Euro für die tolle Aussicht über den Hafen in die Altstadt. 

Wir sind mitten im Naturpark Maddalena, das sind viele Inseln und Felsen, sämtliche aus rotem Granit und überall mit Über- und Unterwasserfelsen umgeben. Wir haben bei der Parkverwaltung für heute Sonntagabend eine Erlaubnis zum Ankern erstanden. Wir wollen in die windgeschützte Bucht der Insel Caprera. Wir verlassen Maddalena am Mittag und sind bei dem starken Westwind schnell zwischen den Inseln durchgesegelt und in der Cala Portese angelangt. Hier sind wir sogar von den Fallböen verschont. Hier bleiben wir festgemacht an einer Boje, wir geniessen die Ruhe. Jürg schwimmt ans Ufer und berichtet nachher, dass die Sandbank nur 50 Meter breit ist, so schmal ist die Insel hier.

Bis es dunkel ist kommen noch viele Schiffe in die Bucht, wir sind geschützt vom starken Westwind und liegen ohne schaukeln unter dem Sternenhimmel. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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der Maddalena Archipel

Heute wollen wir in den Hafen von Maddalena, die Wetterprognose hat Gewitter und Regen für den Abend vorausgesagt. 

Wir haben starken Ostwind in der Meerenge von Bonifacio, wir müssen aufkreuzen zwischen den vielen Inseln des Archipels. Nicht ganz einfach die Navigation zwischen den Inseln. Vor der Insel Spargi passiert uns ein megaschönes Segelschiff.

Von Westen sehen wir die Regenfront aufziehen, vor uns sind schon die Einfahrttonnen zwischen der Insel Maddalena und der Isola Santo Stefano. Dann nur noch auf die beiden Fähren aufpassen die zwischen Palau und Maddalena verkehren, genau jetzt sind beide vor dem Hafen. 

Über UKW-Kanal 9 rufen wir den Hafenmeister und fragen nach einem Liegeplatz, schon kommt uns der Marinero mit dem Schlauchboot entgegen und mit seiner Hilfe quetschen wir uns rückwärts in eine schmale Lücke zwischen zwei Schiffen.

Schon beim Anlegen beginnt es zu Regnen und dann schüttet es wie aus Kübeln. Wir sind zum Glück rechtzeitig im Trockenen. Wieder mal Glück gehabt, nach einem so tollen Segeltag. Während den Regenpausen spazieren wir durch das Städtchen Maddalena das um den alten Hafen gebaut ist, eine bezaubernde Stimmung, in dem regnerischen Abendlicht. 

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Jonny, good bye

Lieber Jonny, du hast mich überrascht mit deiner Entscheidung. Ich bin traurig, dass wir keine Pläne mehr schmieden können. 

Deine Stimmungstiefs haben dich sehr belastet, leider konnte ich dir nicht helfen. 

Ich denke gerne an die Zeit zurück die wir zusammen erlebt haben, das Gipfelstürmen mit den Tourenskis, die Abende in deinem Partyraum, Silversterabend am Feuer und das Kartenspielen. 

Gerne habe ich dir zugehört, wenn du Pläne gemacht hast über die Wohngemeinschaft, wenn du von deinem Leben erzählt hast. 

Du warst erst vor kurzem bei uns auf dem Schiff, wir haben doch abgemacht, dass du nach Sizilien kommst zum Biken. 

Nun hast du dein psychisches Tief nicht mehr ausgehalten, hast eine endgültige Entscheidung getroffen. Schade, dass ich deine Hilferufe nicht gehört habe, du warst ein so toller, hilfsbereiter Kerl, warst ein guter Freund. Ich vermisse dich.

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wieder zurück nach Capo Testa

Wir sind seit 3 Tagen im kleinen Hafen von Isola Rossa, nun gehts heute weiter, doch zuerst noch einkaufen und nochmals ins Internet einsteigen. Den letzten Expresso, dann sehen wir Margrith und Max, sie bleiben noch 2 Tage dann ist ihr Urlaub vorbei. Wir verabschieden uns, das waren abwechslungsreiche Tage in Isola Rossa. 

Am Mittag segeln wir los, jetzt mit Jürg als Verstärkung. Das Ablegen klappt und draussen setzen wir die Segel, dann gehts wieder nach Osten, wir suchen und finden einen Ankerplatz an einem abgelegenen Sandstrand. Das Wasser ist glasklar und Jürg will kaum noch aus dem Wasser. 

Am Freitag 30. September segeln wir zum nahen Capo Testa und machen einen langen Spaziergang ins Dorf, Santa Teresa di Galura. Das Dorf und vor allem der belebte Dorfplatz gefallen uns. Von hier fährt die Fähre nach Bonifacio rüber, so ist touristisch viel los, das Städtchen ist echt herausgeputzt. 

Auf dem Rückweg wird es schon langsam dunkel, als wir mit dem Dinghi beim Schiff ankommen ist es Nacht. Doch wir haben feine Lebensmittel eingekauft, so gibts einen gemütlichen Znacht auf dem Schiff.

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Landausflüge mit Margrith und Max

Das gibt Abwechslung ins Seglerleben, Margrith und Max nehmen uns mit ihrem Auto mit auf Landausflüge. 

Schon am Sonntag fahren wir nach Tempio Pausania, von dort gehts nach dem Mittagessen zum Lago Liscia. Dort, oberhalb vom Stausee, gibt es einen kleinen Park mit uralten Olivenbäumen. Der älteste und eindrücklichste mit dem mächtigen Stamm und den knorrigen Ästen ist 3'800 Jahre alt. !!!! Der Baum ist riesig und die Krone weit ausladend, als wollte er sagen: schaut her, was ich alles schon erlebt habe, von den schlechten Zeit war er bestimmt verschont in dem abgeschiedenen Tal. 

Am nächsten Tag besuchen wir Castelsardo, die Stadt mit den pastellfarbigen Häusern, die auf den Felsen gebaut wurde. Zuoberst die Burg und Altstadt. Die Aussicht aufs Meer und die Küste ist sensationell.

Am Mittwoch gibts Pizza in Capo Rossa und dann segeln wir alle zusammen rund um die rote Insel. 

Am Donnerstag fahren wir die 60 Km nach Sassari, die zweit grösste Stadt Sardiniens, um Jürg abzuholen, er wird einige Tage mit uns segeln.

 

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Vom Capo Testa nach Isola Rossa

Die sternklare Nacht war ruhig in der Bucht bei Capo Testa, der Wind hat das Schiff angenehm geschaukelt. Nach dem Frühstück wollen wir nochmals an Land, wir wollen die vom Wind verformten Felsen aus der Nähe betrachten und darauf rumklettern. Die Felsformationen sind echt speziell.

Danach ist Anker auf, und mit Ostwind gehts langsam Richtung Westen der Küste Sardiniens entlang nach Isola Rossa. Dort ankern wir vor dem Hafen am Sandstrand. Wir treffen heute meine Gotte und Onkel Max. Die beiden sind kurzentschlossen nach Sardinien gekommen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.

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Bonifacio

 

 

In der einsamen, langen Bucht von Figari hat sich der Wind beruhigt. Nach einem Spaziergang ins nahe Resort legen wir ab. Wir sehen 2 Schiffe die am Ufer gestrandet sind, nicht ganz einfach das Ankern im flachen Wasser. Wir sind froh im Hafen Platz gefunden zu haben.

Unser Ziel für heute ist Bonifacio, das ist nicht weit, der Wind scheint optimal, doch nicht lange, so motoren wir die letzen paar Meilen bis zu der Einfahrt zwischen den weissen Kalkfelsen. 

Eindrücklich die schmale Einfahrt. In einer kleinen Seitenbucht, sind Eisenringe für die Leinen und eine Muringleine angebracht, wir machen dort fest und fahren mit dem Dinghi in den Hafen. 

Die Altstadt oben auf den Felsen ist einmalig, das muss man einfach gesehen haben, am Besten bei Abendlicht. Wir mischen uns unter die Touristen, kaufen uns schnellentschlossen eine Hängematte und geniessen den Apero in der schicken Hafenszene und fahren beim Dunkel werden zu unserem Schiff an der Felswand. Dort wird gemütlich gekocht und während draussen das Abendrot die Felsen beleuchtet. 

 

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Neues aus Ajaccio (drei Tage in Ajaccio)

Der Anker kommt gut rauf, er liegt zwischen den Felsbrocken am Grund. Mir war etwas mulmig bei dem Ankergrund, doch es ist alles gut gegangen. Wir haben am Anker immer eine Bergeleine, im Notfall können wir damit den Anker raufholen.

Ohne Wind gehts Richtung Ajaccio, dort werden wir wohl einige Tage bleiben, denn es ist Sturmwind gemeldet. Wir ankern wieder zuhinterst in der Bucht, da lagen wir auch beim letzten Mal, guter Ankergrund und nicht weit mit dem Dinghi zur Skipperbar. 

In der Nacht schon beginnt zu regnen, am Tage scheint dann wieder die Sonne und es ist heiss.

Wir fahren mit dem Bus zu Decathlon, Marina will eine neue Taucherbrille. Nur dort gibts das spezielle Modell. 

Am Samstag schlendern wir wieder durch die Gassen der Altstadt, kaufen einen LeyBag, grasgrün und megabequem. Wir werden immer wieder vom Regen überrascht, es gibt richtige Wolkenbrüche. Die Windprognosen sind auch nicht besser, starker Westwind. Wir entscheiden uns bis Montag zu bleiben. 

In der Skipperbar sind wir schnell bekannt, wir kommen immer wieder wegen dem Internet. Am Sonntagabend verabschieden wir uns von Jean-Baptist, das Wetter wird langsam besser. 

 

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Girolata, Tuaregbucht

Schon früh am Morgen sind wir auf, die Sonne ist noch hinter den Bergen versteckt. Der erste Kaffee schmeckt am Besten. Dann muss das Schiff etwas aufgeräumt werden, war gestern ja spät geworden mit der Ankunft am Ankerplatz. Dann nach dem Frühstück gibts Landgang, Gioia freut sich am meisten, sie steht schon ungeduldig bei der Badeleiter und wartet. Wir rudern ans Ufer, zu einer kleinen Bucht zwischen den Felsen. Ich mache eine kurze Kletterei durch die Felsen, Marina schwimmt zum Schiff zurück und Gioia legt sich ins Dinghi, damit sie sicher nicht zurückbleibt am Strand. 

Dann gehts weiter, gemütliches segeln der Küste entlang, wir entscheiden am Nachmittag, dass wir in Cargese übernachten werden. Vor dem Hafen liegen Bojen, doch wir vertrauen unserem eigenen Anker. 

Cargese liegt "weit" oberhalb vom Hafen, die beiden Kirchen sind von weitem sichtbar. Eine griechische und deine katholische Kirche überragen die Häuser vom Ort. Ein typisch korsischer Ort, viele Bars, alte hohe Häuser. Wir essen im Restaurant mit Superaussicht über den Hafen und das Meer, unsere Serenità liegt weit unter uns.  

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Wandern durch die Wälder oberhalb Calvi

Am Samstagmorgen treffen wir uns für einen Ausflug und Wanderung in den kühlen Wäldern im Hinterland von Calvi. Wir werden von Heinz und Marianne mit dem Bus abgeholt. Ausserhalb Calvis steigt die Strasse langsam an, dann gehts echt in die Berge. Nach 45 Minuten Fahrt sind wir beim riesigen Parkplatz angelangt. Von hier sind viele verschiedene Wanderungen möglich. Auch der GR20 führt hier vorbei. Wir entscheiden uns für eine 2 stündige Rundwanderung. Aufwärts gehts bis wir nach 30 Minuten ein trockenes Flussbeet überqueren. Hier lassen wir einige vergängliche Markierungen zurück. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein unförmiger Stein, auf der Spitze stehen bleibt. Von hier gehts nochmals aufwärts mit schöner Weitsicht über die Baumwipfel und in die Berge bis wir an einem kleinen Bach Picknickhalt machen. Dann gehts durch den dichten Wald zurück. Kurz bevor wir wieder beim Bus sind gehts wieder über den kleinen Fluss, hier sind viele grosse Wasserbassin wir kühlen uns im kristallklaren Wasser ab. Brrr und doch so schön. 

Am Sonntag ist eine Ausfahrt mit dem Schiff auf unserem Programm, Wind und Wetter machen mit. Mit leichtem Wind segeln wir am Mittag aus der Bucht von Calvi raus. Als der Wind abstellt gehts zurück in die Bucht wo wir einen sandigen Ankerplatz finden. Für das Abendessen gehts zurück in den Hafen von Calvi. Hier am gibts zuerst Apero nach dem "anstrengenden" Tag, dann kocht Marina eine feine Paella. 

Wir verabschieden uns beim Dunkel werden von Marianne und Heinz. Hier trennen sich unsere Wege, wir haben das Zusammensein mit Freunden aus Kesswil sehr genossen und hatten viel zu Erzählen. Nun ist unser Heimweh wieder gestillt, alles ist ok im schmucken Kesswil. 

 

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Calvi entdecken mit Marianne und Heinz

Wir segeln früh am Morgen, 9 Uhr los. Wir hoffen auf weniger Wind als beim letzten Versuch nach Calvi zu segeln. Wir sind nicht die einzigen, zur Bucht von Girolata können wir raussegeln, dann sind wir in der Abdeckung der Berge. Dann beim nächsten Cap gehts nordostwärts 15 Seemeilen bis Calvi. Doch der Wind kommt direkt entgegen. Wieder mit 25 Knoten, die Wellen sind aber nicht mehr so gross wie am Dienstag. Wir motoren, dann wird der Wind etwas weniger, wir setzen die Segeln und kreuzen auf. So brauchen wir länger als geplant können aber den grössten Teil der 25 Meilen segeln. Wir machen an einer Boje vor Calvi fest, 15 Euro die Nacht, so liegen wir sicher und können das Schiff für unsere Landabenteuer alleine lassen.

In Calvi werden wir von Marianne und Heinz erwartet. Die beiden sind mit ihrem "Büssli" aus der Rietwiesenstrasse für 2 Wochen in Korsika unterwegs. 

Wir feiern das Wiedersehen am Abend mit einem feinen Abendessen in einem originellen Restaurant in Calvis Altstadt. 

Am Freitag wandern wir zusammen auf den Hausberg von Calvi, dort haben wir eine tolle Sicht über die Stadt und Bucht. Runter zum Strand verlaufen wir uns auf den Wegen durch die Maggia. Endlich am Strand geniessen wir das Bad und das Picknick. Abendessen gibts bei Marianne und Heinz im Camping. 

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von Ajaccio nach Girolata

Wir wollen die Westküste Korsikas entdecken und so segeln wir am Sonntag 4. September weiter. Wir verlassen Ajaccio, segeln die grosse Bucht raus, bis zu den Felseninseln, dort gibts eine Durchfahrt zwischen den Inseln, dann gehts nordwärts, der Wind kommt, wir setzen die Segel. Gemütlich gehts dahin, lesen, rausschauen, geniessen, ausspannen, Ausschau halten, Ankerplatz im IPad suchen. 

Am Abend finden wir eine windgeschützte Bucht, schöner Sandstrand, Club Med ist auch da. Doch der Schwell drückt in die Bucht und es schaukelt die ganze lange, schlaflose Nacht. Der tolle Sonnenaufgang macht die schlaflose Nacht vergessen, fast wie auf einem Bergsee, liegen wir in der Bucht nahe den Bergen von Korsika.

Darum gehts schon früh am Morgen weiter, nicht weit, 12 Meilen bis nach Girolata. Dort liegen wir ruhig und sicher an den Bojen. 

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Ajaccio, die Stadt Napoleons

Ankern vor Ajaccio ist nicht ganz einfach, die grosse Bucht hat vor der Stadt 2 Yachthafen, und einen grossen Fährehafen, da bleibt nicht viel Platz für die Yachten. Wir finden eine Ecke, einige Katamarane liegen auch dort. Der Ankergrund ist perfekt, ansonsten liegen wir nahe dem steinigen Ufer. Abends gehts noch mit dem Dinghi in die Skipperbar, auf einen Pastis und Mineralwasser.. 

Am Samstag ist Markttag in Ajaccio, wir erkunden die kleine Altstadt, den Markt und machen Bekanntschaft mit "Napoleon". 

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Porto Pollo

Wir erreichen Porto Pollo nach einer Stunde segeln, es sind nur 5 Meilen über die Bucht von Propriano. Der Westwind bläst recht stark und für den Nachmittag sind Gewitter angesagt. Marina ist schon nervös und schaut bei jedem Windstoss in die Wolken ob es wohl bald blitzt und donnert? 

Wir segeln bis kurz vor den Ort, dann sehen wir viele weisse Bojen, über Funk ruft Marina den Hafen Porto Pollo an und wir erfahren, dass die Bojen gratis zur Benützung zur Verfügung stehen. Wir sind froh, denn falls es doch noch ein Gewitter gibt, sind wir an der Boje sicher vertäut. 

Wir bleiben 2 Tage, machen einen Ausflug nach Propriano, wo wir im Hafen anlegen, die Stadt anschauen, dann wieder zurück nach Porto Pollo segeln. Diesmal ankern wir in einer tollen Badebucht. Nach Sonnenaufgang erscheinen die Bergketten von Korsika in speziellem Licht, abgestuft in verschiedene grau und blau Töne. 

Wir rätseln was in Korsikas Südwestküste anders ist als Mallorca. Die Berge sind höher, die Wälder reichen bis an den Strand, keine schroffen 40 Meter hohe Felswände an der Küste und das Wetter ist anders, Quellwolken über den Bergen und Gewittergrollen in der Luft. Gioia findets nicht läss!

Am Freitag 2. September legen wir ab und segeln die 22 Meilen nach Ajaccio. Wieder mit gutem Wind, keine Mittelmeerflaute! Um 17 Uhr ankern wir vor der Stadt. 

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auf nach Korsika

Nach den beiden ruhigen Tagen in der blauen Lagune zwischen Asinara und Stintino, dem vielleicht schönsten Strand von Sardinien, ist für heute Montag guter Südwind für die 50 Meilen rauf nach Korsika angesagt.

Wir starten nach dem Baden und Frühstücken, wir motoren der Insel Asinara entlang, bald setzt der Wind ein zuerst nur schwach, dann mit 10- 12 Knoten. Wir setzen den Blister und segeln nordwärts, raus in den Golf von Bonifacio. Bald verschwindet Italien hinter uns, wir sind wieder draussen auf dem blauen Wasser. 

Bei dem achterlichen Wind und dem ruhigen Wasser, können wir sogar das Mittagessen kochen, ohne dass die Pfannen überschwappen. 

Wir geniessen die Fahrt durchs Wasser, sitzen vorne am Schiff und lassen die Füsse von den Wellen nass werden. Lesen und dösen sind die Hauptbeschäftigungen in den Nachmittagsstunden. 

Dann springt plötzlich 40 Meter vom Schiff entfernt ein Mantarochen aus dem Wasser, machen einen Überschlag und verschwindet wieder im tiefen Ozean. Wauh das war aber eine Überraschung, mit fällt der Kiefer runter. Das war ein riesiger schwarz-weisser Rochen mit langem Stachel. 

Bald kommt die Küste von Korsika in Sicht, wir halten Abstand, da viele Felsen, im Küstenwasser zu sehen sind.

Dann nach 10 Std. sind wir in der Einfahrt zur Bucht von Propriano. Wir ankern in einer Bucht, müssen aber zwischen den vielen Yachten einen freien Platz suchen. Kaum gut geankert, setzt die Dämmerung ein, das Anlegerbier schmeckt heute nach den schönen Segeltag besonders gut. 

Am nächsten Morgen rudern wir mit dem Dinghi ans Ufer, erkunden den kleinen Ort und kaufen beim Metzger leckere Ossobuco ein. Dann gehts weiter über die Bucht von Propriano nach Porto Pollo.

 

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Alghero

Wir haben einen tollen Liegeplatz an der Mole von Alghero. So können wir nach Lust und Laune zum Einkaufen, Stadtbummel, wieder mal zur Post und nach der Kreditkarte fragen, Pizza essen, Apero trinken, Wäsche waschen.

Alghero hat eine wunderschöne Altstadt, schöne Strände in der Nähe, sogar einen Beachbus, einen Lunapark, in jeder Gasse eine Gelateria und das Beste: Velos zum Ausleihen beim Hafenmeister.

Mit den Velos erkunden wir die Promenade, fahren zum Einkaufen und immer wieder zur Post, bis am Donnerstag die Kreditkarte da ist. 

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Überfahrt nach Sardinien

Es ist noch dunkel, ich mache Kaffee und wecke Marina. Der Mond steht noch über dem Fischerdorf Fornells. Das Deck ist tropfnass vom Tau, das bedeutet, dass es wieder ein sonniger Tag wird. Nach der Tasse Kaffee kanns los gehen. Instrumente einschalten, Positionslichter einschalten, Anker raufwinschen. 

Noch kein Wind, wir motoren raus aus der langen Bucht, draussen auf dem Meer gibt es nun nur noch einen Kurs, 80 Grad --- Sardinien. 

Um 9 Uhr gibts etwas Wind, wir setzen das Grosssegel und den Blister um 9.30 Uhr haben wir die ersten 10 Meilen. Am Ziel werden es 192 Meilen sein. 

Wir haben wenig Wind und machen nur 4,5 Meilen die Stunde, ab Mittag dreht der Wind auf, um 15 Uhr müssen wir den Blister bergen, zu viel Wind, 15 Knoten, wir fahren über 6 Knoten. Wir setzen die Genua, der Südwind bläst mit 4- 5 Windstärken, um 17.15 haben wir 48 Meilen geschafft. Bald stellt der Wind ab und wir starten den Motor. Auch rumsitzen gibt Hunger, zum Znacht gibts Schnitzel und Nudeln an feiner scharfer Tomatensauce und 2 Gläser Rioja. Ein Segelschiff kommt uns entgegen, dann um 20 Uhr ein toller Sonnenuntergang.

Wir haben die ganze Nacht nur leichten Wind, kommen nicht schnell vorwärts. Die Wellen streicheln das Schiff, es plätschert und schaukelt friedlich und gleichmässig. Zuerst Sternenhimmel, dann geht der Mond auf. Wir stellen den Wecker, dass er uns alle halbe Stunde weckt, kontrollieren die Instrumente und halten Ausschau, ob Schiffe in der Nähe sind. Bei Tagesanbruch am Morgen um 6.30 Uhr haben wir 100 Meilen geschafft. Um 7 Uhr steigt die Sonne aus dem Meer.
Wir haben nur schwachen Wind aus Südost, wir segeln mit nur 3,5 Knoten, so wird das ewig dauern bis nach Sardinien. Wir wollen nicht zuviel mit dem Motor fahren, doch am Mittag stellt der Wind ganz ab und wir starten den Diesel. Um 17 Uhr baden wir im tiefblauen Wasser, eine Farbe wie Pelikantinte. Das Wasser ist hier über 2100 Meter tief, schon ein mulmiges Gefühl. Nach dem Abendessen gibts wieder Wind, jetzt aus Nordost nur schwach aber immerhin gehts wieder vorwärts. Es sind noch etwas über 40 Meilen, wir können die Berge von Sardinien erkennen. Um 20.30 geht die Sonne unter. Der Sternenhimmel funkelt über uns, der Leuchtturm vom Capo Caccia blinkt im Osten, das ist unser Ziel, die Bucht hinter dem Leuchtturm. Der Wecker mahnt uns alle halbe Stunde Ausschau zu halten, keine Fähren, kein Frachter, keine anderen Schiffe, wir sind alleine weit und breit. Das Segeln in der Nacht bei Mondschein ist speziell, das Geräusch der Wellen am Schiffsrumpf, die Windgeräusche in den Segeln sind viel intensiver als am Tag. Der Wind kommt mal stärker, dann flaut er wieder ab. Wir haben entschieden, erst nach Sonnenaufgang in die Bucht einzulaufen. Der Plan geht auf, der Wind kommt mit dem Tageslicht nochmals stärker und wir segeln unter dem mächtigen Felsen "Capo Caccia" in die Bucht Porto Conte rein. Wir ankern nahe am Strand, doch der Anker will nicht halten, so entscheiden wir an einer Boje festzumachen. Italien wir sind angekommen, nun gibts Frühstück und Landgang. 

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Mahon

Mao oder Mahon ist die grösste Stadt auf Menorca mit riesiger Hafenanlage in der natürlichen Bucht. Die Bucht ist 6 Km lang, wir ankern am Anfang der Bucht, hinter der Insel "Lll de Llatzaret", weit weg von der Stadt. Am Sonntag fahren wir mit dem Schiff rein in den Hafen, wir müssen Wasser auffüllen, das können wir an der Tankstelle. Wir müssen natürlich auch etwas Diesel tanken, damit der Tankwart auch sein Business macht.

Wir sehen uns die Stadt vom Wasser aus an, einen Liegeplatz in der Stadt bekommen wir nicht. Danach gehts zurück zum Ankerplatz. 

Dort laden wir die Klappräder ins Beiboot und schaukeln alle zusammen ans Ufer, ein gewagtes Unternehmen mit dem überladenen Dinghi. Die 8 Km bergauf und ab bis in die Stadt sind bei der Hitze anstrengend und schweisstreibend, oft müssen wir die Velos schieben, weil es so steil ist. Bergab lässt Gioia die Ohren fliegen.

Mahon hat eine schöne Altstadt mit Befestigungsmauern, leider sind die Geschäfte geschlossen, es ist Sonntag. Die Tour mit den Velos und der Stadtbummel haben sich trotzdem gelohnt.

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Menorca Südseite

Am Sonntag 7. August gibts nochmals einen Besuch in der Stadt, Mittagessen auf der Piazza und Einkaufen für die nächsten Tage. Am Abend um 18 Uhr verlassen wir Ciutadella.  Immer noch bläst der Nordwind stark, also ist unser Ziel die windgeschützte Südseite der Insel. Wir wollen nicht weit, nur um das Cap d' Artrutx, danach ankern wir in einer nahen Bucht. Wir sind ganz alleine in dieser Cala de Son Aparets. 

Wir erkunden die Südseite von Menorca in kleinen Etappen von Bucht zu Bucht. Jede ist wunderschön und speziell. Das Wasser meist türkisfarbig über sandigem Boden. Täglich wandern wir ein Stück auf dem Wanderweg "Cami de Cavalls", so lernen wir den steilen, felsigen Küstengürtel der mit Pinien und Strauchpalmen bewachsen, aber sonst karg und steinig ist, kennen. Die schroffe Bucht "Cala Caves" hat mir am Besten gefallen. Diese Bucht ist nur mit dem Schiff oder mit einem langem Fussmarsch erreichbar. In die Felsen sind Höhlen gemeisselt, Gräber aus einer vergangenen Zeit. 

Am Samstag 13. August segeln wir gemütlich, mit wenig Wind, um das südöstliche Cap. Wir sind nun an der Ostküste, nach 5 Meilen beginnt die lange, schmale Bucht von Mahon, unser Ziel für heute. 

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Ciutadella

Der Mistral kommt pünktlich, schon am frühen morgen pfeifft er durch die Masten. Wir liegen sicher. Nach dem Frühstück, wollen wir in die Stadt. Wir klettern die Felsen rauf was nicht ganz einfach ist, die Felsen sind unterhöhlt und das Dinghi wird immer wieder unter die scharfen Lavafelsen gedrückt. Wir ziehen es mit einer 2ten Leine zum Schiff zurück. 

Die Altstadt liegt nicht weit entfernt. Dort gehts einen Hafen in einer langen Bucht. Der Hafen ist überfüllt und ein Liegeplatz für uns würde ca. 90 Euro kosten.

In der Altstadt gibts einige mittelalterliche Häuser mit schönen Steinmetzarbeiten und wunderschöne Gassen mit in pastellfarben bemalte Häuser. Das helle Licht hier lässt so viel Helligkeit in die Gassen, dass beide Seiten ausgeleuchtet sind. Keine Schattenseite !? Menorca scheint sanft, pastell, ruhig, leise und angenehm normal. 

Hier ein paar Bilder aus der Hafenstadt Cuitadella oder heisst es Cuidadela? Auf den Balearen wird nicht spanisch gesprochen, da tönt alles wie romansch/grischun. 

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Mallorca hasta luego

Nach 3 Wochen Mallorca das uns positiv überrascht hat, gehts heute rüber nach Menorca. 

Uns bleiben schöne Sandstrände, schroffe Felswände, glasklares Wasser, geschützte Buchten und guter Segelwind in Erinnerung. Natürlich auch die Stadt Palma mit der Kathedrale und der schönen Altstadt. Speziell war auch, dass wir wieder mal Besuch auf der Serenità hatten. 

Unser letzter Ankerplatz in Mallorca ist am Cap  Ferrutx, bei Platja Es Caló vor den gelben Sandsteinfelsen in türkisfarbenen Wasser. Wir bleiben 2 Tage bis am Donnerstag der Südostwind kommt. Wir erkunden das Ufer und machen eine lange Wanderung ins nahe Betlem, das zu dem Ort Arta gehört. Arta rühmt sich der schönsten Strände von Mallorca. Marina kocht zu unserem Abschied eine Kaninchen-Paella. Mmmmmh

In der Bucht von Alcudia ist es am Donnerstagmorgen windstill, wir bergen den Anker um 11 Uhr, und motoren aus der grossen Bucht raus, draussen Schaumkronen, der Südostwind bläst mit 20 Knoten, 1 Reff ins Grosstuch und wir rauschen dahin. Es sind nur ca. 25 Meilen bis Menorca nach 4 Std sind wir in Ciutadella. Wir suchen einen Platz in einem Flussauslauf, Cala des Degollador, beidseitig 10 Meter Felswände. Wir ankern und machen uns hinten mit 4 Leinen an den Felsen fest. Wir erwarten für Freitag bis Sonntag stürmischen Mistral, der von der Rhônemündung bis hierher bläst. Hier an der Felswand liegen wir sicher, nur das an Land gehen ist mühsam, wir müssen die unterspülten, schroffen Lavafelsen raufklettern. 

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verloren und gefunden

Verloren oder gestohlen oder hat sich Marinas Portemonnaie in Luft aufgelöst? 

In Port Søller vermissten wir nach dem Morgenkaffee Marinas Portemonnaie mit beiden Kreditkarten aber zum Glück nur mit 5 Euro Bargeld. Alles Nachfragen im Restaurant und beim Fundbüro der Polizei hat nichts gebracht. Marina hat die Karten gesperrt und wir werden hoffentlich neue Karten zugeschickt bekommen. Die CH-Post macht es kompliziert, da wir nicht in der Schweiz sind. Wir hoffen bald wieder "Verbindung" zu unserem Eurokonto zu haben.

Gefunden haben wir unser optimales Dinghi, stylisch, klein und leicht. Nun ist der Tag gekommen, das Dinghi zu taufen. Wir wünschen uns, dass das Dinghi uns immer sicher ans Ufer bringt, keine Luft verliert und nicht gestohlen wird. Dazu haben wir die feinste Flasche auf dem Schiff geöffnet. 

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Via Cala Castell nach Pollenca

Nach einigen Stunden segeln ist es Zeit einen neuen Ankerplatz anzusteuern. Die Cala Castell scheint uns für ein ruhiges Ankern ok, wir sehen einige Schiffe aus der Bucht auslaufen, als unser Anker fällt sind wir bald alleine in der einsamen Bucht. Über Nacht kommen noch 2 Schiffe. Am Morgen erkunden wir die nahe Umgebung, es ist Naturschutzgebiet und betreten verboten! Ob das auch für uns gilt? 

Nach 30 Minuten wandern haben wir einen herrlichen Blick runter zu unserem Schiff und über die schmale Bucht. Die Bucht ist entstanden durch einen riesigen Lavakegel der sich ins Meer rausgeschoben hat. Über die zerklüfteten Lavafelsen sehen wir Ziegen springen, einige erschrecken wir auf unserer Erkundungstour. 

Nach dem Mittag geht es weiter, Anker auf, draussen gibts Wind, 20 Knoten wir reffen die Segel, sollen wir schon wieder in die nächste geschützte Bucht rein oder weiter ums Cap in die grosse Bucht von Pollenca? Der Nordostwind ist nicht gerade optimal zum Ankern in der offenen Bucht von Pollenca. Wir runden trotzdem das Cap mit viel Wind und noch mehr Wellen aus allen Richtungen, echt ungemütlich. Marina hält Ausschau nach einem rettenden Helikopter. Wir finden einen Ankerplatz mit Sandstrand, die erste Nacht ist ganz ok. Dann fahren wir weiter nach Pollenca, ankern hinter einem Felsvorsprung. Der Wind wir am Abend immer stärker, einige Segelschiffe treiben ab, der Anker hält nicht, dann kurz nach Sonnenuntergang eine Böe mit über 23 Knoten, da sind auch wir am Treiben, Motor an, Anker auf, und neues Ankermanöver. 

Die ganze Nacht schlafen wir im Cockpit draussen, der Wecker klingelt alle 40 Minuten, zum Glück hält der Anker trotz Starkwind die ganze Nacht. Der 1. August hat mit einer fast schlaflosen Nacht begonnen. 

Wir feiern den Tag mit Käsefondue zum Zmittag auf dem Schiff.

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Naturwunder, Cala Calobra

Wir verlassen Port Søller und segeln weiter der felsigen Küste entlang nach Nordosten. Nach nur einigen Meilen finden wir eine Bucht zwischen den Felsen, die Cala Calobra. Eigentlich ist es eine Flussmündung,Torrent de Pareis, doch im Sommer ist der Fluss ausgetrocknet. Der Fluss hat die Bucht in die Felsen gefressen. Spektakulär. Wir baden im glasklaren Wasser, wagemutige klettern die überhängende Felswände hoch und fallen runter ins Wasser. Am Abend sind nur noch ca. 10 Schiffe in der Bucht, es ist so ruhig und die Sterne sind wie ein leuchtender Teppich am Nachthimmel. 

Früh am nächsten Morgen gehts mit dem Dinghi ans Ufer. Bei der Schiffanlegestelle für die Touristenschiffe gibts Restaurants und kleine Hotels. Auch Busse bringen die Touristen an diesen schönen Ort, Doch so früh am Morgen sind wir noch alleine. 

Durch einen Tunnel und eine fast natürliche Höhle kommen wir zur Flussmündung zwischen den Felswänden. Wir sehen unser Schiff draussen in der Bucht schaukeln. Wir erkunden zu Fuss das Flussbeet, ein Wanderweg führt in ausgetrocknete Fluss bis rauf auf die Berge. Eindrückliche Bilder, ausgewaschene Felsen, Tümpel und Kiesbeete. Wir staunen ob der schönen Natur. 

Am Mittag verlassen wir die Bucht ( Schlucht ) , wir sehen eine grosse Yacht mit einem teuren Spielzeug oben drauf, da sind wir mit unserer Serenita bescheiden klein.

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Port Søller

Mit Wind und Diesel gehts die Westküste entlang weiter nach Søller Port. Das ist eine grosse natürliche Bucht mit Hotels und Bars und einem Fischerhafen. Wir ankern geschützt am Strand. Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, wir spazieren der Promenade entlang, nach einigen Tagen ankern in einsamen Buchten hat uns die Zivilisation wieder zurück. 

Wir geniessen den Kaffee und da es schon 11 Uhr vorbei ist das erste kleine Bier. Danach entscheiden wir uns für einen Fussmarsch in die 4 Kilometer entfernte Stadt Søller. 

Der Magen knurrt und wir fragen nach einem Restaurant, wir werdn zu einem kleinen, typisch spanischen Restaurant geschickt, versteckt bei den Geleisen der Strassenbahn. Die Chefin serviert uns ein einfaches aber feines Mittagessen für ein paar Euros. In Søller gibts einen grossen zentralen Platz mit Kirche und Rathaus und vielen Restaurant.

Mit der Strassenbahn fahren wir zurück zum Hafen, nur Marina muss laufen, da Gioia nicht mitfahren darf. 

Am Dienstag muss Jonny schon wieder zurück in die "regnerische" Schweiz, wir haben die Tage zusammen genossen, sind viele Meilen mit schönem Wind gesegelt und das kulinarische kam auch nicht zu kurz und wir haben einige schöne Ecken von Mallorca kennengelernt. 

Hoffentlich sehen wir uns in Sizilien wieder, für einige Touren mit dem Bike. 

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Cabrera und Mallorca Südseite mit Jonny

Nach den ruhigen, erholsamenStrandtagen zusammen mit Gloria und Familie gehts wieder nach Palma, Jonny kommt am Montagabend mit aus der Schweiz angeflogen. 

Wir erwarten ihn wieder am Chartersteg in der Marina in Palma. Stadtbummel und Velotour auf der Suche nach dem Ballermann am Dienstag.

Dann legen wir ab, Segeln nur 5 Meilen zu den Illetes, eine kleine Inselgruppe in der Bucht von Palma. 

Am Mittwoch segeln wir der Südküste entlang und finden am Nachmittag eine kleine Bucht, die Cala Pi und ankern zwischen den Felswänden. 

Am Donnerstag gibts viel Wind und wir geniessen den Tag mit Wind und Wellen. Bis 20 Knoten bläst es aus Nordost es macht richtig Spass. Wir ankern an der Küste von Colony San Jordi. Das Wasser ist glasklar und türkisblau, Marina und Jonny schwimmen bis ans Ufer. Wir geniessen die Ruhe hier draussen am Strand. 

Am Freitagmorgen nach dem Schwimmen und Frühstück ankern wir vor dem Ort, San Jordi, wir kaufen für die nächsten Tage ein. 

Heute segeln wir zur Naturschutzinsel Caprera, wir haben eine Boje reserviert. Die Inselgruppe ist Naturschutzgebiet es darf nicht geankert werden. Nur in der grossen Bucht liegen Bojen für die Schiffe, die Bojen müssen vorab reserviert werden. Wieder haben wir guten Wind und können bis nach Cabrera segeln. 

Dort gibts einen Landgang mit Besteigung der Burg und um den Wasserverlust auszugleichen einem Liter Sangria bei der einzigen kleinen Bar auf der Insel. 

Via Santa Ponsa gehts weiter der Westküste entlang. Dort finden wir ein kleines Fischerdorf, ankern, und geniessen das Abendessen und den Sonnenuntergang im einzigen Restaurant weit und breit. 

Zurück auf dem Schiff werden wir vom starken Schwell überrascht, das Schiff "schüttelt" sich in den Wellen. Wir entscheiden weiter zu fahren und einen ruhigeren Ankerplatz zu suchen. Im Dunkeln, ankern wir hinter einem Felsvorsprung, hier ist es etwas ruhiger aber die Nacht bleibt unangenehm. 

Am nächsten Morgen gehts weiter nach Søller.

 

 

 

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Mallorca

Es soll etwas Südwind geben. Doch wir verlassen Ibiza mit Motorkraft, erst draussen auf offenen Meer kommt der Wind, 10 Knoten, das reicht zum Segeln. Wir können die halbe Strecke nach Mallorca segeln, Gewitterwolken sind am Himmel, das bringt immer wieder Wind. Segel auf, Segel einrollen, usw ... 

Am späten Nachmittag erreichen wir Santa Ponsa, eine geschützte Bucht an der Südwestküste von Mallorca. 

Es liegen bestimmt 80 Schiffe hier, schwierig einen guten Ankerplatz zu finden. 

Die Bucht von Santa Ponsa war vor einigen Jahren auch Ankerplatz der Kreuzritter welche von hier aus die Sarazenen von Mallorca vertrieben haben. Ein Kreuz steht zur Erinnerung an der Einfahrt zur Bucht.

Wir bleiben zwei Tage, dann ist es uns zu eng. Wir suchen uns einen Ankerplatz nur einige Meilen entfernt an einem Sandstrand. (Calla Fornells). Standbars mit TV inkl. EM-Final Portugal-Frankreich 1:0  Che sorpresa.

Am Montag segeln wir nach Palma, Gloria und ihre Kids, Sara, Marco und Dario kommen am Dienstagabend.     7 Meilen vor Palma finden wir eine kleine Bucht. Wir fahren durch eine breite Öffnung in der Felswand in die Bucht mit sandigem Grund, perfekt zum Ankern. In die Felswand sind Höhlen gemeisselt, das sind Sarazenengräber, die erkunden wir am nächsten Morgen auf unserem Walk. Anker auf und nach 2 Std sind wir im Hafen von Palma. Um 22 Uhr holen wir unsere Gäste am Flughafen ab. Am nächsten Morgen Stadtbummel und Shopping, vor allem Barca-Fanclub-Shop war für Dario interessant.

 

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Ibiza

Wir ankern in ruhigen Buchten, nahe an den Felsen. Nur einmal liegt der Anker vor der Kleinstadt San Antonio und wir bekommen die ganze Wucht der Ibizapartyscene zu sehen. Da ist was los mit Partys, nächtelang in dunklen Kellern oder auf grossen Partybooten. Ticketcorner gibt haufenweise und viele hübsche Girls, fast nur mit Tattoos bekleidet, die aus ganz Europa eingeflogen sind. 

Ibiza ist mit Pinienwäldern grün bewaldet und an der Küste schroff felsig. Formentera habe ich sanfter in Erinnerung. 

Wir finden immer eine ruhige Bucht für unser Schiff, es sind aber viele Yachten unterwegs, so ist es an den guten Ankerplätzen oft eng. In Ufernähe liegen die "Kleinen", draussen die Megayachten. Einige von den "Grossen" können gechartert werden, die Woche für 400'000 Euro !!!!!!  Vermutlich nicht alles inklusive. Aber mit

20 Mann/Frau Besatzung. In der schmalen Bucht Badella finden wir sogar eine freie Boje, so ein Glück.

An der Nordküste treffen wir René und Babs wieder, sie ankern in  einer ruhigen grossen Bucht, wir finden sie mit dem Feldstecher, wir ankern in der Nähe. Dann kommt auch Luna, die beiden Holländer die wir in San Antonio kennen gelernt haben. Zum Apéro treffen wir uns alle auf der Momentum. Gioia muss zu Hause bleiben, da Salty keine 4-beinigen Besucher mag. 

Das wird unsere letzte Nacht in Ibiza, am Freitagmorgen segeln los, rüber nach Mallorca.

Kurs 62 Grad und 52 Meilen.

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Formentera

Sogar der Sternenhimmel war anders hier, der Nachthimmel war übersät mit Sternen, kein störendes Licht weit und breit. Am Morgen gibts schon vor dem Kaffee ein Bad. Dann bekommen wir Besuch, Babs und René von der Momentum, Freunde aus Lagos kommen mit dem Dingi. Welche Überraschung. 

Dann mit dem unserem neuen Dingi ans Ufer, 2x Orangenjus = 9 Euro. Uppps das sind aber andere Preise hier !

Am Mittag ist Anker auf und wir segeln rund um die Südspitze von Formentera in eine geschützte Bucht. Wir segeln einer herrlichen Felsenküste entlang, alles Sandstein, von den Gletschern gepresster Sand. Formentera scheint wüstenhaft, keine Bäume, wenig Vegetation und grosse Salzlagunen im Norden der Insel. Vor allem aber viele Sonnenhungrige die mit der Fähre von Ibiza kommen, fast alles Italiener. 

Die Momentum, eine HR42, liegt schon in der Bucht, René kommt uns mit dem SUP entgegen, Salty der Hund ist auch dabei. 

Wir erkunden die Kliffs in der Nähe mit dem Dingi, elegant geschwungene Muster in den Felsen. Felsbuchten wie Kathedralen, da hat vor vielen Jahren, Bob Marley ein Privatkonzert gegeben.

Wir staunen über die kleinen Hütten am Ufer mit den Schienen ins Wasser. Das sind die Hütten für die Fischerboote. Da die ganze Insel felsig ist, ziehen die Fischer die Boote auf Schienen an Land. 

 

Am nächsten Tag segeln wir wieder nach Norden und ankern an der nördlichen Landzunge von Formentera. Sandstrand und türkisfarbiges Wasser. Die Megayachten sind auch hier, grösser gehts fast nicht! 

Unser täglicher Spaziergang auf der Suche nach Internet führt zu einem Strandrestaurant. Wir finden Platz an der Bar, das Restaurant ist ausgebucht, die Preise uperclass, hier gibts auch mit Bestechung keinen Platz. Es ist das Lieblingsrestaurant von Roberto de Niro. Alles vom Feinsten und das - draussen am Strand. 

Am Samstagabend gibts Sturm aus Osten, wir liegen an der Westseite der Landzuge, also im geschützten Wasser, aber der Wind bläst die ganze Nacht mit bis zu 31 Knoten, ca. 50 Km/h. Das zerrt ganz schön am Anker, der hält aber bravurös. Auf der Ostseite der Landzunge brechen die Wellen am Strand. 

Am Sonntagabend, nachdem sich der Wind gelegt hat, segeln wir die 10 Meilen rüber nach Ibiza.

 

 

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rüber nach Formentera

Wir verlassen Alicante am frühen Morgen, es herrscht wieder Nordostwind. Das heisst wieder 3 Meilen bis zum schützenden Cap von Alicante rausmotoren, dann unter Segel bis nach Campello. Das sind nur 10 Meilen wir sind vor Mittag dort. Wir bleiben bis am nächsten Nachmittag, erkunden den kleinen Ort. Dann legen wir am 29. Juni um 16 Uhr ab und motoren bis nach Benidorm. Das sind 14 Meilen. Vor der Hotelhochburg legen wir den Anker auf 6 Meter Wassertiefe in den Sand. Die Nacht ist unruhig, da der Wind auf Süd gedreht hat und ein Schwell aufs Ufer zuläuft. 

Bei Tagesanbruch gibts zuerst Kaffee, dann Anker auf, und mit dem Motor raus aufs Meer. Marina hat Migräne und bleibt liegen. Wir haben echt Glück, der Südwind kommt immer stärker, Segel setzten, Motor aus, Kurs Formentera. Dieser schöne Wind war nicht angesagt, eher Windstille. Aber der Wind hält durch bis Formentera. 

Wir passieren den 0 Meridian, wir sind wieder östlich von Greenwich. Bald verschwindet das Cabo de la Nao im Dunst. Festlandspanien adée.

Zum Mittagessen gibts einen Teil des feinen Rindsvoressen. Leider liegt Marina noch immer flach und ist bleich im Gesicht. 

Dann nur blaues Meer rundum, bis Formentera auftaucht dauerts noch lange, die Insel ist sehr flach. Zuerst sehen wir Ibiza. Um 19.30 Uhr nach 72 Meilen sind wir an der Westküste von Formentera, in der vom Südwind geschützen Bucht Cala Soana. Suchen einen Platz für unseren Anker mitten in den vielen anderen Schiffen die schon da sind. 

Die Skyline ist hier total anders als gestern vorn Benidorm, Natur pur. Das Wasser glasklar und leuchtend blau. 

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Formentera-Cross-Menue

Für die lange Überfahrt nach Formentera wollen wir was Feines zu essen haben und so koche ich uns einen Eintopf. 

Ich habe folgendes eingekauft: 1,1 kg Rindsragout vom 1 jährigen spanischen Rind, 5 Kartoffeln, 4 Karotten, 1/4 Kürbis, 4 Knoblauchzehen, 2 grosse Zwiebeln, 3 dl Rioja und Bouillon.

Das sollte für 2 Personen und einen Hund reichen. Zuerst 5 Fleischstücke für den Hund beiseite legen.

Dann in einer grossen Pfanne alle Zutaten zusammen 1 1/2 Std. köcheln lassen. Würzen mit dem leuchtend rotem Chilly vom Nebengraben, danke Urs. 

Das kochen ist nicht ganz einfach bei dem Schwell an der Beach von Benidorm. Der Duft nach Essen und Gewürzen weht durchs ganze Schiff, ich freue mich schon auf Morgen. Es ist jetzt schon fast 22 Uhr, draussen ist es dunkel, wir sind bereit für die Überfahrt, immer 82 Grad steuern, dann kommen wir sicher an. 

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unsere Dingi Geschichte

Wir haben bei unserem alten,orangen Metzeler Dingi in Ferragudo das Ventil abgerissen. Dann Lagos ein günstiges Occasiondingi gekauft. Wir konnten uns nicht für ein neues Entscheiden, wussten nicht welche Grösse optimal ist, welchen Boden das Dingi haben soll, welche Marke die beste ist. Doch das "Graue" passt gut zum Schiff, nach dem gründlichen putzen darf der neue Tender aufs Schiff.

Unterwegs hat plötzlich auch das "neue Quicksilver" Luft verloren. Wir haben geflickt und es hat nichts genützt. 

Wir sind rumgerannt bei sengender Sonne und haben nie ein passendes Dingi gefunden, nie war ein Exemplar ausgestellt, wir konnten nur in den Katalogen blättern. 

ABER, hier in Alicante steht ein Zodiac im Segelshop. Wir entscheiden uns das weiss/graue 2 Meter lange, 22 kg schwere Beiboot zu kaufen. 

Es ist zwar klein, aber für 2 Personen und Gioia ist genug Platz. 

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Alicante

schöner Yachthafen, Restaurants am Pier, Seglershops, und direkt am Rande der Altstadt gelegen. Was will man mehr. 

Alicante unterscheidet sich bis jetzt von den andern Städten, dass alle Restaurant in der Altstadt auf der Strasse lange Tische aufgestellt haben und die Leute draussen bedient werden, die engen Gassen haben fast immer Schatten. 

Wir finden schöne Plätze und Kirchen, Gassen und Ecken zum Verweilen. Gioia tragen wir meistens, es ist ihr zu heiss auf den Pflastersteinen. 

Diese Woche ist  jeden Abend, Mitternacht, Feuerwerk, Gioia hat keine Freude, aber es ist jedes mal viel Spektakel und Krach.

 

 

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weiter nach Alicante

wir haben genug gesehen vom Mar Menor, Hotels, schöne sanfte Sandstrände aber das Wasser ist nicht klar und kristallblau.

Ich hole schon vor 8 Uhr morgens den Anker auf, wir wollen um 10 Uhr bei der geöffneten Brücke raus aufs Meer. Marina steuert und keiner schaut in die Karten oder Handbücher, so fahren wir zwischen einer Insel und dem Festland auf eine Untiefe. Keine Seezeichen, kein Hinweis auf unserem Kartenplotter. Aber wir hängen fest! Nach vielen Versuchen mit dem Motor und Segel und "schaukeln" finden wir eine Weg runter von den Steinen. Marina hat unsern neuen Weg mit dem Blei ausgelotet. 

Danach haben wir in den Karten und Handbücher nachgesehen, im Handbuch war die Untiefe deutlich eingezeichnet, aber es steht auch, dass jedes Jahr über 20 Schiff von der Untiefe runtergeholt werden müssen. 

Wir schaffen die Brückenpassage erst um 12 Uhr, dann gehts aber mit viel Wind und Wellen Richtung Norden, 

das exakte Steuern zwingt uns im hier und jetzt zu sein. Die Gedanken schweifen noch immer zum Malheur vom frühen Morgen.

Am späteren Nachmittag entscheiden wir uns nach Santo Palo reinzusegeln, nach Alicante wären es noch mehr als 2 Std weiter.  Wir bleiben dort nur 1 Nacht. 

Am nächsten Morgen gehts mit dem Motor gegen Wind und Wellen bis war das nächste Cap umrundet haben, dann können wir Segel setzten und mit stürmischem Nordostwind der Küste entlang nach Alicante segeln. Wir sind wieder mal alleine unterwegs, traut sich kein anderes Schiff raus? Der Wind pfeifft mit 25 Knoten durch die Wanten, die Sonntagsduschen sind heute salzig !!

Wir segeln direkt in den grossen Hafen von Alicante und bergen die Segel im ruhigen Wasser hinter den hohen Hafenmauern. 

Nach der mühsamen Stunde mit dem Motor, waren die zwei Std. segeln Spass und Herausforderung. Wir bekommen den letzten Platz im Hafen, es wird Sommer alles ist ausgebucht, Glück gehabt.

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Mar Menor

Wir verlassen am 10 Uhr am Morgen Cartagena. Der Wind kommt aus Nordost und soll dann nach Osten drehen, da kommen wir mit wenig aufkreuzen weiter nach Norden. 

Es dauert dann aber doch viel länger als gedacht, wir hatten guten Wind, aber meistens von vorne. 

Beim Capo do Palo mit seinen Felsen kämpfen wir gegen Wind und Wellen, danach haben wir einen besseren Kurs und segeln zur Einfahrt ins Mar Menor. 

Das Mar Menor ist ein Binnenmeer, halb so gross wie der Bodensee, eingeschlossen, von einem breiten Dünengürtel, der mit Hotels überbaut ist. Die Einfahrt ist schmaler Kanal, dort müssen wir warten bis die Brücke aufgeht, das ist leider nur alle 2 Std.

Das Mar Menor ist nur 5 Meter tief. Wir ankern hinter einer Insel und bleiben noch eine zweite Nacht am Anker an einem Strand. 

 

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Cartagena

Wir verlassen die ruhige Ankerbucht und segeln raus auf Meer. Der Wind kommt uns entgegen, wir müssen aufkreuzen, nach 1 Std. sind wir am Cap und sehen rein in die Bucht von Cartagena. Dann sind es noch 8 Meilen und wir segeln durch die Einfahrt in den grossen Hafen, wo wir die Segeln bergen. Dann rufen wir über Funk Kanal 9 die Marina Cartagena und fragen nach einem Liegeplatz.

Wir legen uns längs an den Steg, direkt an der Promenade, nahe der Altstadt. Yan und Carolann, die wir aus Lagos kennen begrüssen uns. 

Wieder eine schöne Stadt die zu besichtigen sich lohnt. Die Häuser in der Altstadt haben alle verglaste Erker und geben der Stadt einen speziellen Charakter. Die Römer waren auch hier. Der starke Nordostwind zwingt uns 3 Tage hier zu bleiben, dann gehts am Donnerstag weiter zum Mar Menor. 

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weiter zur Traumbucht

Wir lassen Garrucha hinter uns, mal sehen wo der nächste Liegeplatz ist, je nach Wind. Der bläst aus Südost, wir segeln der Küste entlang, immer näher ans Ufer, bis wir in Aguilas "landen". Wir ankern vor dem Hafen, sicher und ruhig. Dort bleiben wir 2 Tage, weil Flaute ist. Im Zentrum gibts einen tollen Park. 

Dann gehts am Sonntag weiter, wir setzten zum ersten Mal den blauen Blister, wir segeln mit schwachem Wind Richtung Cartagena, dann sehen wir eine tolle windgeschützte Bucht. Segeln dort rein, und lassen den Anker auf 4 Meter Wassertiefe in den Sand fallen. Da unser CQR Anker sich nur schlecht eingräbt geben wir 30 Meter Kette. Das muss genügen für ein sicheres liegen.

Mit dem Dinghi ist es nicht weit ans Ufer, für einen Spaziergang mit Gioia. Am Abend schaue ich dem Match Schweiz-Frankreich in der Bar am Strand. Die Serenita schaukelt am Anker und Marina hat Ankerwache. 

Am Montagmorgen gibt es ein Bad im glasklaren Wasser, Gioia kommt auch mit. 

Dann nochmals ans Ufer zum Kaffee und Internet, und die Aussicht vom Hügel über die Bucht geniessen. 

Wir geniessen die Stunden schaukelnd am Anker, die Sicht auf das Palmengesäumte Ufer. 

Am Mittag segeln wir los, noch 14 Meilen bis Cartagena. 

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Carrucha, der sichere Hafen

Die Sonne steigt aus dem Meer und wir sind bald bereit zum Lossegeln. Anker auf und raus aus der schönen Bucht. Es hat noch nicht viel Wind am frühen Morgen, die Sonne muss erst noch aufheizen. Doch um 10 kommt der Südwestwind. Immer stärker und stärker, auf Kanal 9 haben wir die Sturmwarnung gehört. Unser Ziel ist Carrucha, 6 Std sollten wir bis dorthin benötigen. Dann steht uns auch noch ein Kriegsschiff im Weg und zwingt uns auszuweichen, gibt die Koordinaten für die Schiessübungen bekannt. Hoffentlich sind wir nicht im Zielgebiet.

Dann kommt die Stadt in Sicht, dort stellt der Wind sogar ab und wir motoren die letzten 3 Meilen. 

Carrucha ist bekannt für die feinen roten Garnelen. Das Kilo kostet 28 Euro, eine Portion im Restaurant 24 Euro.

Die Schweiz spielt unentschieden gegen Rumänien. 

Wir können uns am nächsten Morgen nicht entscheiden, ob wir weiter sollen oder noch eine Nacht im Hafen bleiben. Dann erlöst uns der Hafenkapitän von der Unentschlossenheit, die Küstenwache hat wieder Sturmwarnung rausgegeben und wir müssen die nächste Nacht im Hafen wegen dem Sturm nicht bezahlen. 

Die Holländer neben uns sind trotzdem weiter, direkt nach Caragena. Am Mittag gehts los mit der Starkwind, die Wellen und der Schwell kommen in den Hafen rein, das Schiff schüttelt an den Festmachern. Wir bringen noch mehr Leinen mit elastischen Dämpfern aus, mit den Muringleinen ziehen wir das Schiff vom Steg weg. So sicher ist der Hafen auch nicht, wir haben ein mulmiges Gefühl wenn Serenita so an den Leinen zerrt.

Abends um 8 Uhr ist der Wind weg und im Hafen wird es schnell ruhiger. 

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Puerto Genovese

Nach den drei Tagen in Almerimar sind wir der Küste entlang gesegelt. Am Abend in Roquetas de Mar geankert. Dann weiter nach Puerto Genovese. Das ist eine wunderschöne, unverbaute Bucht hinter dem Capo do Gata.  

Der Anker liegt in 3 Meter Tiefe. Wir schwimmen und geniessen die Ruhe. Nur der Schwell ist unangenehm, das Schiff schaukelt im unruhigem Wasser. 

Nach 18 Uhr gibts einen Ausflug an Land, das Dingi wird aufgepumpt, es verliert immer wieder Luft. Dann rudern wir die 150 Meter an den Strand. Das Schiff dümpelt vor dem Felsen mit dem weissen, roten und schwarzen Gestein. 

Der abgelegene Strand ist gut besucht, da eine Strasse über die Berge herführt. Die Kulisse ist wie in der Wüste, Kakteen und Agaven. Wir wandern bis ans Ende von der Bucht und geniessen den Ausblickt über die Bucht raus aufs Meer. 

Zurück auf dem Schiff senkt sich die Sonne langsam über die Berge von Andalusien. Dann kommt ein eindrücklicher Sternenhimmel zum Vorschein. Hier gibts keine störenden Lichter, nur unser Ankerlicht im Top vom Mast. 

Die Nacht ist unruhig, kein Wind aber der Schwell schütteln das Schiff, ich falle fast aus der Koje!

Am Morgen weckt uns die Sonne die direkt aus dem Wasser aufsteigt. 

 

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mit kleinen Schritten weiter

Nach den beiden stürmischen Tagen, hat der Westwind abgestellt. Wir segeln und motoren nur kurze Strecken und ankern in Herradura und Almunecar. Dann segeln wir weiter der Küste entlang und ankern bei der Felswand von Calahonda. Meistens sind die Nächte unruhig, da wir nie in einer geschützen Bucht sind, wir sind also immer dem Schwell ausgesetzt. Meistens gibt es ab Mittag etwas Wind, der bringt uns bis nach Adra. 

Dort bleiben wir eine Nacht am Anker am Strand, Adra scheint nicht touristisch zu sein, darum sind die Steak so riesig. Ich hab eines gekauft, 1,2 kg hat der Metzger auf die Waage gelegt. War super abgehangen und gut gelagert. 

Der nächste Schlag geht bis nach Almerimar, dort ankern wir am Abend vor dem Hafen. Wieder unruhig die lange Nacht. 

Am Morgen sitzen wir im dichten Nebel, sehen kaum 50 Meter. Wir warten und hoffen, dass kein Fischerboot vorbeifährt. Das Nebelhorn liegt für den Notfall bereit. Um 9.30 Uhr wagen wir die Fahrt in den nahen Hafen. 

Nur auf dem Kartenplotter (Bildschirm mit Karte) sehen wir unser Fahrt zum Hafen, so kommen wir langsam und sicher in den riesigen Hafen von Almerimar. Einer Retortenstadt, Hafen, Golfresort und rundherum 100erte von Appartements. 

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Rock and Roll, im Wind

Fuengirola, eine Stadt mit vielen Hotels und schönen langen Stränden, heute ist gerade Harley-Davidson Treffen. Rock-and-Roll is back.  Doch wir wollen den Westwind nutzen um weiter Richtung Almeria zu segeln.

Unser Zielhafen für heute ist Torre de Mar, La Caleta de Velez, nur ca. 20 Meilen. 

Heute sind wir nicht alleine unterwegs, es ist Samstag und einige Schiffe segeln Richtung Malaga. Doch draussen vor Malaga wird der Wind stärker, die anderen Segler sind verschwunden, wir rauschen dahin, Windstärke 8 über 35 Knoten Wind. Rock-and-Roll mit Wind und Wellen. Die Wellen kommen direkt von hinten, oft befürchten wir die Wellen überspühlen das Schiff, doch sie rauschen unten durch, wir müssen aufpassen, das das Schiff nicht querschlägt. Ein bisschen mulmig ist es schon, da die Wellen direkt von hinten kommen. Die Wellen sind sicher 4 Meter hoch, doch die Serenità bleibt auf Kurs und wir fühlen uns sicher. 

Dann sind wir vor Velez, doch wieder die Entscheidung weiter zu segeln, da die Wellen direkt auf den Hafen zulaufen. Nochmals 15 Meilen weiter bis nach Marina del Este, La Mona. Dort sind wir sicher hinter den Felsen in einem kleinen Luxushafen. Eduro 45.-- pro Nacht !!   

Wir sind froh, ruhig schlafen zu können und bleiben eine Nacht an den idyllischen Ort und es ist schon spät am Abend. 

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mit Sturm über die Strasse

Wir machen die letzten Einkäufe im Gemüse- und Fischmarkt von Ceuta. Dann legen wir um 10.30 Uhr ab. Beim Rausfahren setzen wir das Grosssegel und machen das erste Reff (verkleinern das Segel) rein. Kaum aus dem Hafen, sind wir schon im Starkwind der durch die Strasse von Gibraltar bläst. Ab geht die Post... der Wind kommt ideal von der Seite, wir rauschen durch die Wellen. Das Wasser schäumt, es bläst mit über 30 Knoten, Windstärke 7 in den Böen bis 8. Wir legen vorsorglich mal die Schwimmwesten an. Die Strasse von Gibraltar ist wie eine Düse, hier wird der Wind kanalisiert und verstärkt.

Die Tanker, die hier auf ihren vorgeschriebenen Wasserstrassen fahren müssen kommen uns nur 2 mal in die Quere und wir weichen aus. Dann kommen wir der spanische Küste näher, der Felsen von Gibraltar ist noch lange über das Heck sichtbar. Wir wollen in der Nähe von Marbella, in einen kleinen Hafen, doch die Wellen und der auflandige Wind sind zu stark, das scheint mir zu gefährlich, also segeln wir nochmals 3 Std weiter bis Fuengirola. Dort gibts einen sicheren Hafen mit grosser Einfahrt. Wir sind um 20 Uhr am Steg, der Hafenmeister bestaunt unser vom Wind und Welle zerzausten, wilden Haare. 

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Ceuta, spanische Enklave

Nun ist genug Afrika, wir sind schon einige Tage hier, haben viele Eindrücke von Marocco erhalten. Rick und Joffrey mit ihren Schiffen wollen bis zum einsetzenden Westwind hier warten, wir beschliessen nach Ceuta zu segeln/motoren um was Neues zu sehen. 

Also Abmeldungsprozedere im Hafen, Hafenbüro, Polizei, Zollbehörde, die sind zum Glück alle Tür an Tür. Dann legen wir ab und motoren nordwärts. Nach 3 Std sind wir in Ceuta mitten in der grossen Stadt. Kulturschock !!!!

Lautes Spanien, viele Menschen auf den Strassen, spielende, lärmende Kinder, laute Spanier in den Kaffees und Bars. Die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten, Stadtmauern, Parks und eine Fussgängerzone zum Zollfrei einkaufen. 

Wir bleiben nur eine Nacht dann soll es mit dem angekündeten Westwind über die Strasse von Gibraltar der spanischen Küste weiter nach Osten gehen. 

 

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Chefchauoen, die blaue Stadt

Zusammen mit Rick, July und Belinda und Joffrey, fahren wir heute nach Chefchaouen. Wir nehmen ein Taxi das kostet für uns alle 36 Euro. So sind wir schnell in 1 1/2 Std. dort. Mit dem Bus müssten wir 2x Umsteigen.

Chefchaouen liegt am Rande des Rif Gebirges auf ca. 600 Meter Höhe. Wir staunen über die blauen Häuser und Strassen. Ein wunderschöne Medina/Altstadt, mit viel Teppich- und Kunsthandwerkhändler. Mittagessen gibts auf einer Terrasse mit Blick auf die roten Mauern der Kasbah. (Befestigungsanlage) Natürlich gibts wieder einen Besuch beimTeppichhändler. Danach schlendern wir alleine durch die gepflegte Medina, trinken einen Kaffee und eine Cola am Plaza Uta el-Hammam. Das ist der Hauptplatz, hier gibts immer was zu sehen und zu bewundern. 

Die Cola soll gehen Montezumas Rache helfen, die mich seit gestern plagt. 

Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Marina Smir, der Bus ist vollbesetzt, mein Sitz defekt also unbequem und es ist 30 Grad heiss. In Tetouan müssen wir umsteigen, dann sind wir 30 Min. später in Marina Smir. Rick und die andern bleiben eine Nacht in Chefchaouen, in einen wunderschönen Hotel mitten in der Altstadt. 

 

 

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Schiffsalltag

Heute Montag war für uns ein Ruhetag in der Marina Smir. Die letzten beiden Tage waren wir unterwegs, heute bleiben wir auf dem Schiff und warten auf die Zollbehörde die uns eine Bescheinigung ausstellt, dass wir amtlich belegen können ausserhalb der EU zu sein. Da die Behörden hier  nicht so schnell arbeiten dauert das bis ich den Stempel auf den Papier habe. Der Zoll ist zwar nur 30 Meter vom Schiff entfernt, aber die vielen Beamten sind dauernd mit dem Handy oder mit rumsitzen beschäftig. 

Das warten nütze ich für das Reinigen der Winschen. Auf die beiden Winschen muss ich mich verlassen können, die müssen immer gut geschmiert sein mit speziellem Winschenfett. Dann werden die Winschen wieder mit einem Schutz den Marina genäht hat zugedeckt, so sind sie gegen Sand und salzigen Wind geschützt. 

Am Nachmittag ist es dann auch mit dem Stempel soweit, wir haben vom Zoll die Erlaubnis 2 Monate zu bleiben. Wir brauchen das Papier aber nur für die EU-Behörden, falls wir kontrolliert werden. Als CH Schiff dürfen wir nur 18 Monate in der EU sein. 

Zur Abkühlung gehts danach zum nahen Sandstrand, zum Schwimmen im glasklaren, tiefblauen Wasser. Gioia geniesst das Springen im Sand, sie rast dem Strand entlang bis sie total erschöpft ist. 

So sind am Abend alle zufrieden. Auch die Zöllner, die heute sogar eine Aufgabe hatten. 

 

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Ausflug nach Tetouan

Heute Samstag wollen wir in die grössere Stadt Tetouan. Uns interessiert den Markt/ Suk, und die Medina/ Altstadt, die ist unter UNESCO Schutz. Mit dem Bus, der an der Hauptstrasse hinter dem Hafen vorbeifährt, kommen wir direkt ins Zentrum der Stadt. Gioia kann problemlos mitfahren. 

Kaum in der Stadt haben wir schon einen Führer an der Hand. Er weiss viel zu erzählen und führt uns durch die Marktgassen zum Königspalast und den Place Hassan II. Dort gibts in einer Teestube die versteckt in der 1. Etage liegt süssen Peffermünztee. Wir haben tolle Sicht auf den Palast und sind erstaunt wie der Tee mit Holzkohle zubereitet wird. 

Dann erkunden wir den Gemüsemarkt, den Handwerkermarkt, das ehemalige Judenviertel und den christlichen Stadtteil den die Andalusier während der spanischen Besetzung gebaut haben. Mohammed führt uns zu einem andalusischen Haus, 200 Jahr alt. Im riesigen Haus wohnt eine Berber Teppichhändlerfamilie. Hier können wir rauf auf das Dach und die Aussicht über die Stadt bestaunen. Erfolgreich lehnen wir die Angebote zum Teppichkauf ab. 

Nach dem Mittagessen schlendern wir alleine durch die Gassen, dann gehts mit dem Bus Nr.35 wieder zurück nach Marina Smir. 

Um 19.45 ist Anpfiff um Champions Liga Final. Die Plätze vor dem grossen Bildschirm sind gut belegt, alle sind Fan von Atletico Madrid und darum nach dem letzten Elfmeter etwas niedergeschlagen. 

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rüber nach Afrika

Wir haben so vieles gesehen und erledigt in La Linea, nun kann es wieder weiter gehen auf unserer Reise. 

Marokko war schon lange verlockend, wir waren aber nie sicher ob wir das wagen sollen. Doch nun ist entschieden die Gastlandflagge ist gekauft, wir legen ab. Freitagmorgen 9 Uhr. 

Zuerst hissen wir aber die englische Flagge, wir legen in Gibraltar zum Tanken an. Wir haben die beiden Tanks leergefahren, nach dem letzten Auftanken in Niederlande. Nach fast 1 Std. Wartezeit an der Tankstelle, füllen wir 318 l in die Tanks, das kostet uns 117 Euro. unglaublich günstig. 37 Cents pro Liter. Wir sind da nur die kleinen Fische, das Motorboot nebenan tankt ca. 3-4 tausend Liter. Der Tankwart erzählt uns von einer Motoryacht aus Gibraltar die tankt 1,5 Millionen Liter !!!!! 

Nun kanns los gehen über die Strasse von Gibraltar rüber nach Afrika. 

Sobald wir die Bucht von Gibraltar verlassen frischt der Wind auf, der Westwind bläst durch die Strasse und wir queren die weissen Schaumkronen mit vollen Segeln. Die Gischt am Bug macht wahre Freude. Nach 2 Std. sind wir schon vor Ceuta der spanischen Enklave. Über die Berge von Marokko kommt der Wind noch stärker wir verkleinern die Segel und rauschen Richtung Smir. Zwei-, drei Mal muss ich mich ducken, die salzige Welle spritzt über das Schiff. Vor der Marina Smir bergen wir bei Starkwind die Segel und fahren rein in den Hafen. 

Wir sind auf das Prozedere beim Anmelden gespannt. Wir legen bei heftigen Wind beim Hafenbüro an. Dann ist es so bürokratisch wie in Spanien. Dann noch zur Polizei/Zoll für den Stempel und schon ist alles erledigt. 

Wir bleiben beim Waiting-Pontoon liegen, keine Lust auf weitere Manöver bei dem starken Wind. 

Es ist erst 15 Uhr, wir haben die 28 Seemeilen in 5 Std gesegelt, so haben wir noch genug Zeit in die nahe Stadt M'Diq zu fahren. Wir schmeissen uns direkt rein in die Gassen der Stadt. Marokko ist arabisch, islamisch wir fühlen uns aber sicher und willkommen, so geniessen das Abendessen in den Gassen der Stadt. Mit dem Sammeltaxi gehts zurück zum Hafen. Dort liegt die Serenità in der Marina im rosa Abendlicht. 

 

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Gibraltar

Wir liegen mit der Serenità unter dem Felsen von Gibraltar hinter der Landepiste in La Linea. Zu Fuss sind es 20 Minuten, bis zum Stadtrand von Gibraltar. Wir sind jeden Tag drüben, es gibt viel zu sehen und zu entdecken.

Am Montag gehen wir zu Fuss los, über die Landebahn rein in die Mainstreet mit den vielen Shops, wir sehen die historischen Gebäude, weiter gehts bis zum Botanischen Garten. Wir finden eine Mac-Shop für unsere ungeklärten Fragen und einen Bikeshop der mein Brompton-Klapprad wieder flickt. Super. Neue Pedale, neue Kette und neuen Zahnkranz für 60 Euro. 

So können wir am Mittwoch Gibraltar mit dem Velo erkunden. Gioia muss das Schiff bewachen. Wir strampeln durch die Gassen und Tunnels bis es nicht mehr weiter geht. Wir sind am Europa-Point angelangt und haben freie Sicht über die Strasse von Gibraltar nach Afrika. Nun schieben wir die Velos auf den höchsten Berg, wir wollen die Affen sehen, die Aussicht geniessen und einen Blick ins Mittelmeer werfen. Bei der Hitze echt anstrengend, es ist so steil, dass wir nachher die Räder sogar runter schieben müssen. Die Sicht ist herrlich, wir sehen weit unten im Hafen unser Schiff. Die frechen Affen sind auch oben auf dem Berg, wir müssen aufpassen, dass sie uns nichts klauen. Am Abend sind wir todmüde und Gioia freut sich riesig, dass wir wieder da sind.

Gibraltar lohnt sich zum Einkaufen, so verlassen wir den speziellen Ort mit vielen neuen Errungenschaften: 

Epifanes (Holz- Lack für das Schiff) Cognac und Whiskey für die Schiffsbar, ein neues Objektiv für die Nikon und ein paar Schäkel für Serenità. Alles Zollfrei. 

Gibraltar mit den vielen Shops, Schmuck, Uhren und Kleidern ist so ganz anders als das einfache Leben im spanischen La Linea. 

 

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durch die Meerenge von Gibraltar

Den guten Wind der nur heute Sonntag aus Westen bläst, nützen ca, 6 Yachten um nach Gibraltar zu segeln. Doch die Meinungen über die genaue Zeit für das lossegeln sind grundverschieden. Wir berechnen, dass wir um 11 Uhr lossegeln sollen, doch die Crew von "Yohanna" starten schon um 9 Uhr. Die Franzosen auch! Der Deutsche mit dem Kat will erst um 13 Uhr los. Wir ändern unsere Meinung nicht, 11 Uhr , so sollten wir immer etwas Strom von hinten haben und der Wind wird auch zunehmen am Nachmittag. 

Sonntagmorgen -  "Yohanna" geht, die Franzosen gehen. 

Schlussendlich starten wir schon um 10.15, wir können es wohl kaum erwarten ins Mittelmeer zu kommen. 

Der Wind meint es gut mit uns, doch die Strömung ist bis nach Tarifa, dem südlichsten Festland Punkt von Europa, immer etwas gegen uns. Sind wir zu früh los? Von weitem schon erkennen wir durch den Dunst die Berge von Afrika. Ein spezieller Moment. Vielleicht wollen wir ja noch dorthin!?

Kaum haben wir in Tarifa den Leuchtturm gerundet, dreht der Wind noch mehr auf, wir bergen das Grosssegel und segeln nur noch mit der Genua. Nun haben wir die Strömung mit uns und der Wind steigert sich auf Sturmstärke. Wir rauschen mit 8 Knoten Richtung Gibraltar. Dann sehen wir den "Felsen", eindrücklich und mächtig, wir staunen. 

Dort in der riesigen Bucht mit all den vielen Tankern und Fähren wird es ungemütlich, der starke Wind und sehr viele Wellen aus allen Richtungen zwingen uns den Motor zu starten. Der Wind stellt sogar kurze Zeit ab in der geschützen Bucht. Wir steuern den Hafen von La Linea an, dort ist ein neuer Hafen direkt hinter der Landebahn von Gibraltar.

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auf nach Barbate

Wir verlassen Rota, das uns sehr gefallen hat. Der Hafen war ruhig, kein Lärm nur der Wind und die Rufe von den Möven. 

Mit wenig Wind, der aber immer stärker wird segeln wir der Küste entlang nach Südosten. Unser nächster Stopp ist in Barbate das sind wieder fast 40 Meilen also ca. 8 Std. unterwegs sein.

Wir segeln nahe der Küste, Sonnenschein, blaues Meer, raumen Wind, was will das Seglerherz noch mehr? Wir segeln ganz nah am berühmten Kap von Trafalgar vorbei, da war die grosse Seeschlacht zwischen den Spaniern und den siegreichen Engländer. Wir kämpfen nur mit der Strömung, rund Trafalgar ist das Meer wie eine Fluss und es ist nur 6 m tief. Wir gewinnen auch, gegen die etwas unheimliche Brandung. (Das ist sogar auf dem Foto zu erkennen) Dann gehts den Klippen entlang nach Barbate. Das Thunfischnetz weist uns den Weg zum Hafen.

Barbate ist uns unbekannt wir haben noch nicht viel davon gehört, viele Segler warten hier gutes Wetter für die Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar ab. 

Wir kommen am frühen Abend im Hafen an, da ist nicht viel los, der Hafen riesig aber er ist fast leer. Wir treffen die Crew von "Yohanna", Sören und Vib. Die sind kurz vor uns eingelaufen, die waren mit uns in der Werft in Lagos.

Erst am nächsten Morgen spazieren wir ins Dorf, es ist ein langer Marsch rund um den riesigen Hafen. Barbate ist ein echter spanischer Ort, fast keine Touristen, keine Hotels, aber berühmt für den Tunfischfang und die Verarbeitung von Tunfisch. In der Markthalle wird der Tunfisch in vielen Qualitäten angeboten. 

Wir lassen uns im Fischer Club verschieden Thunfischsorten auftischen. 

Am Samstag besuchen wir eine Fabrik die Thunfisch verarbeitet, zB. in Dosen verpackt, oder Thunfisch geräuchert, oder gesalzen oder frisch verschickt. War sehr interessant, ein ausgewachsener Thunfisch ist ca. 8 Jahre alt und bis 400 kg schwer. Die Spezialität ist roter Thun der wird in grossen Netzen vor Barbate gefangen.

Am Sonntag soll der Wind auf West drehen, dann wollen wir die Reise nach Gibraltar starten.

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im beschaulichen Rota

Wir liegen im ruhigen Hafen von Rota, mit Blick auf die Zitadelle und den Leuchtturm. Rota gefällt uns, eine schöne Altstadt mit engen Gassen und Plätzen mit Palmen, eine Markthalle und einen grossen, langen Strand. 

Wir bleiben einige Tage, weil es uns so gut gefällt und bis das Wetter für die Weiterfahrt stimmt. 

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Guadiana und weiter nach Osten

Mit dem ablaufenden Wasser verlassen wir Alcoutim. Es regnet, wir haben die entsprechenden Klamotten an. Nach ca. 4 Std. und 32 Km, sind wir zurück in Ayamonte bei der Mündung des Guadiana. 

Nach einem Ruhetag wollen wir am Donnerstag weiter, das Wetter ist noch regnerisch und es bläst kräftig aus Westen. Draussen in der Flussmündung sehen wir hohe Wellen der Wind drückt das Wasser gegen den auslaufenden Fluss. Unmöglich da durchzufahren, wir drehen ab, zurück in den sicheren Hafen, der Wind weht mit 30 Knoten. (fast 60 Km/h) 

Wir bleiben noch 2 Tage in Ayamote bis das Wetter sich stabilisiert hat und segeln am Sonntag mit schönem Wind und Sonnenschein bis Mazagon. Bleiben eine Nacht dann gehts weiter, wieder mit Rückenwind, 42 Meilen bis nach Rota in der Bucht von Cadiz. 

 

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Culatra

Die Insel Culatra ist Faro vorgelagert. Wir liegen ruhig in der Ria Formosa, der 60 km langen Lagune, die von Vila Moura bis fast zur Grenze von Spanien reicht. 

Wir sind fünf Segelschiffe die den Winter in Lagos waren, so konnten wir wieder einiges zusammen unternehmen. Am Dienstagmorgen fahren wir alle mit der Fähre nach Olhao zum Markt. 

Am Mittwoch gibts einen Walk zum Leuchtturm beim der Laguneneinfahrt.

Jeden Abend treffen wir uns zum "Feierabendbier" .

Der Strand von Culatra ist wunderschön, die Dünen durchwachsen mit kleinen Sträuchern. Die Menschen auf Culatra leben alle vom Muschelsuchen, Austernzüchten und Fischfang. 

Wir geniessen die Tage auf dieser Insel wo die Zeit stehen gelieben scheint. Ausserdem ist es sehr günstig, für 1 Bier und einen Tee bezahlen wir Euro 1.60

Am Samstag segeln die Crews von Ice Maiden und Kampojak, zurück nach Lagos. Wir warten den günstigen Wind für die Weiterreise nach Ayamonte ab.

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Albufeira und weiter nach Ilha do Culatra

Nach einer wieder unruhigen Nacht, vor dem Strand von Ferragudo, segeln wir heute weiter nach Albufeira. Wir hoffen dort Kari und Sigurd aus Norwegen zu treffen. Vielleicht haben sie ja den Absprung von Lagos geschafft. 

Wir haben guten Wind und segeln der wunderschönen Küste entlang. Dann verlässt uns der Wind und mit Motor sind wir um 16 Uhr im Hafen von Albufeira. Kari und Sigurd kommen 1 Std. später mit ihrer "Draugen" ( heisst: Seetroll) auf norwegisch.

Wir feiern das wiedersehen den ganzen Abend auf ihrem Schiff. Am Sonntag erkunden wir die Stadt und sind überrascht wie schön Albufeira ist. Wir schlendern durch die Gassen und machen Siesta am Strand. 

Am Montagmorgen gehts für die beiden mit ihrer Draugen wieder zurück nach Lagos. Sie fliegen wieder Heim nach Voss. Wir segeln weiter nach Osten in die Lagune vor Faro. 

Wir sehen grosse Delfine und geniessen die ruhige Fahrt bis zur Einfahrt in die Lagune. Dort sind wir wie geplant 1 Std. vor Hochwasser, so dass die Strömung in der Engen Einfahrt nicht zu stark ist und wir mit dem steigenden Wasser in die Lagune "gespühlt" werden.  Nun sind wir in der Ria Famosa, einer 60 Km langen Lagune. 

Vor Culatra fällt unser Anker. wir zählen noch fünf andere Schiff aus Lagos. Um 17 Uhr ist  Begrüssungsparty in der Bar.

 

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Landgang mit dem Dingi

Der Anker fällt im Fluss Arade vor Ferragudo. Nach 1 Stunde Schiff klarieren, sind wir bereit für den ersten Landfall. Wir rudern mit dem Beiboot ans Ufer und spazieren dem breiten langen Sandstrand entlang.

Gioia ist froh wieder an Land zu sein und dreht ihre schnellen Runden am Strand.

Wir spazieren ins Dorf und erkunden die schmalen Gassen vom antiken Ferragudo.  Dann gehts zurück zum Schiff. Alles gut gegangen.

Am Montagmorgen montieren wir den Aussenborder am Dingi (Beiboot), doch der will nicht richtig starten, bis jetzt war das nie ein Problem. Wir haben den kleinen Aussenborder aber nur 3x benutzt. So rudern wir halt ans Ufer. Bei der Strömung von der Flut nicht ganz so einfach.

Wir schaffen es und die Landung glückt. Nach dem Einkaufen und Internetbesuch gehts zurück zum Dingi. Wir springen rein und rudern los, ich versuche den Motor zu starten, geht nicht und Marina sitzt auf dem Luftventil, dass sich losreisst und die Luft entweicht rasch. Nun heisst es schnell rudern, damit wir nicht untergehen. 

Wir schaffen es knapp zum Schiff - nicht ganz trocken - aber geschafft! 

Wir entscheiden am nächsten Tag nach Lagos zurück zu segeln und ein neues Dingi zu "organisieren" und den Motor durch Ralf "unseren" Mechaniker kontrollieren zu lassen. 

Lagos lässt niemanden so schnell los, ist wie eine Klette, sagen die Britten. 

-Die Bilder sind von der Fahrt nach Ferragudo, defektes Dingi, dann wieder zurück im schmucken Lagos, dann wieder mit neuem Dingi in der Bucht und dem Fluss Arade, vor Ferragudo.-

 

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Ostersonntag Walk

Traditionell ist der Ostersonntagswalk für alle Segler hier in Lagos. Les Capmann organisiert diesen Ausflug. Wir fahren mit dem Zug Richtung Alvor, möglichst geschmückt mit einem originellen Osterhut. Danach wandern wir dem Fluss entlang zum Hafen von Alvor. Wir sehen verschiedene Orchideen und sogar Flamingos und viele Wattvögel. In Alvor suchen Marja, Jörg und wir beide einen sonnigen Platz am Strand für unser spezielles Oster-Picknick, alle anderen haben im Restaurant ihr Ostermenu reserviert. Wir geniessen die Ruhe am Strand und unsere mitgebrachten feinen Leckereien. 

Danach treffen wir uns für die Rückfahrt nach Lagos. Die fast 60 Leute werden auf 4 Schiffe verteilt, dann gehts durch die grosse Lagune von Alvor raus aufs Meer zurück nach Lagos. Vorbei an den Felsen von Piedade, die wir nun einmal vom Wasser aus bestaunen können.

Zurück im Hafen verabschieden wir uns von Marja und Jörg, die beiden fahren schon heute Abend ab, Richtung Schweiz. Der Winter ist vorbei, die Zugvögel ziehen nach Norden. Wann werden wir sie wieder sehen? 

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Samstagmorgen Spaziergang

Nach der verregneten Nacht ist am Morgen blauer Himmel und die Sonne strahlt über dem Horizont. Wir entscheiden uns wieder einmal an den Morgenwalk zu gehen, Start ist täglich um 7.30 in der Marina. 

Heute gehts dem Strand entlang es ist Ebbe und viele Muscheln sind auf der Wasserkante. Nach einer Stunde sind wir zurück im Hafen, dann kurz einen Kaffee ( Bica ) und dann gehts zum Einkaufen auf den samstäglichen Bauernmarkt. Danach noch Fische einkaufen und der Morgen ist schon fast vorbei. 

Die nächsten Wolken schieben sich über Lagos, und wir pressieren zurück zum Schiff.  

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Praia Figueira

Was macht man in der Algarve wenn Besuch kommt?  Man schwärmt von den schönen Stränden und fährt mit dem Mietauto dorthin. Die beiden Onkel von Marina aus Italien wollten nicht nur viel Fisch einkaufen und auf dem Schiff zubereiten, sie wollten das Cap sehen, den Fischmarkt und die verschiedenen Stränden und Landschaften in der Algarve.

Am Montag sind wir nach Figuera gefahren, ca. 15 Km westlich von Lagos. Vom Parkplatz, abgelegen in der Wildnis, mussten wir 15 Minuten wandern bis wir plötzlich an der Flussmündung und am Strand standen. Tische und Bänke standen bereit für das Picknick. Danach gemütliche Siesta hinter den windgeschützten Felsen. Dann gibts noch Zeit zum Wandern dem Strand entlang, über Felsen klettern und im Sand liegen. Dem rauschen der Wellen lauschen die am Sandstrand ankommen, wie der Herzschlag der Erde, ruhig, gleichmässig, kräftig und immer und ewig. 

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unser Leuchtturm

Am Ostersamstag waren die Türen des 1895 gebauten Leuchtturms offen. Wir nutzten die Gelegenheit um die 185 Stufen im Leuchtturm hochzusteigen. Die Rundumsicht über den Hafen und die Stadt vom 40 Meter hohen Turm war eindrücklich. Es machte fast etwas Angst auf der schmalen Plattform mit dem kleinen Geländer runter zu schauen. Die geschliffenen Spiegel schicken das Licht 38 km aufs Meer hinaus. 

Nach einigen Minuten in windiger Höhe drehten wir einige Runden die Wendeltreppe runter auf den sicheren Boden. Mitten im Turm trafen wir Ruth und Ueli, zusammen haben wir dann den Bürgermeister von Licata begrüsst. Nach dem Kaffee in der Hafenbar war Shopping für die Festtage angesagt.