Von Marmaris nach Bozburun

 

Nach so viel organisieren sind fast alle Wünsche erfüllt. Zu guter Letzt ist am Samstag auch noch das Paket mit der Winterplane und dem Buch von Christel  aus Finike angekommen. Alles klar zum Auslaufen, es ist fast unerträglich heiss in Marmaris, endlich wieder raus an die Brise und das Wasser. Zuerst noch Bunkern, ich kaufe vor allem Getränke ein.

 

Am Sonntagmorgen lege ich ab, der erste Ankerplatz liegt in einer Bucht, wo die Griechen schon eine Kirche und ein paar Häuser gebaut hatten. Richtig abgelegen, klares Wasser und endlich Zeit zum Lesen und vom Stadtrhythmus abzuschalten. Nur die Ziegen klettern über die Uferfelsen auf der Suche nach etwas grünem.

 

Am nächsten Tag die nächste Bucht, da ist das Anlegen nicht so einfach, der Fallwind bläst von den Bergen runter durch die enge Bucht. Nachdem ich die Landleinen an den Felsen befestigt habe, steht das Schiff zu nahe am Ufer. Bei Captain Nemos Restaurant gibt’s Ankerbojen da liege ich sicherer bei jedem Wind. Ich bleibe zwei Tage, klettere in die steile Schlucht, da begegnet mir doch eine Schildkröte, was macht die hier oben? Es ist so unwegsam, sogar Ziegen können hier abstürzen! Der Vater vom Wirt, erzählt mir beim Kühe hüten von früher, als er 1987 das Ufer und Farmland für ca. 1'500 Euro gekauft hat. Mit dem Restaurant hat er sich eine golden Nase verdient. Es gibt einige Quellen hier und die Fischer leben im Sommer auf ihren Holzbooten in der Bucht. Die mondlose Nacht bietet einen grandiosen Sternenhimmel, Cassiopaia tanzt im Nordosten über der Bucht, den Komenten Newwiese kann ich erst in der nächsten Bucht sehen, hier sind die Felswände zu hoch.

 

Die nächste Bucht heisst Bozukkale, hier mache ich wieder bei einem Restaurant am Steg fest. Ist halt so bequem, es gibt Duschen und am Abend sehr feines Essen. In der Nacht trifft Karl und am nächsten Tag Hope and Howard aus Marmaris ein. Zusammen erklimmen wir die Burgruinen. Die Aussicht über die Bucht ist einmalig.

 

Nach drei Tagen segeln wir weiter zur kleinen Stadt Bozburun. In der Meerenge von Rhodos haben wir tollen Wind, so macht das Seglerleben Spass.

 

Vor dem Hafen von Bozburun ankern wir, mit dem Dinghi sind wir nach 10 Minuten rudern in die Stadt. Hier gibt’s einen Teppichhändler, der handelt mit antiken anatolischen Teppichen, da kann ich nicht wiederstehen. Die kleinen passen so gut aufs Schiff.

 

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Marmaris Segelshop-Mekka

Nun bin ich in Marmaris angekommen und meine To-do-Liste ist ellenlang. Riggcheck, Motorcheck, Zahnarzt, Kran für Aussenborder, Schmutzwassertank flicken, Velofelge flicken, Salontisch neu lackieren und die vielen kleinen Sachen.  

Als erster kommt schon am nächsten Morgen ein junger Bursche, er ist Motorenmechaniker und horcht an meiner tollen Maschine, alles okay findet er "in good condition", er bringt 5 Lt. Volvo-Penta Öl und zwei neue Ölfilter und das erste ist erledigt.

Nach langem Suchen sind auch die Rigger von M2 aufgestöbert. Die klettern auf den Mast und finden auch alles toll, ausser das Vorstag, dass soll leicht korrodiert sein. Auswechseln kostet 700 Euro. Ich überlege hin und her, ob das wirklich nötig ist, doch nach 31 Jahren!! Die meisten Versicherungen bezahlen nichts mehr für den Mastbruch, wenn die Wanten älter als 10 Jahre sind. 

Als nächstes finde ich im Sanaji einen hilfsbereiten Chromstahlmechaniker. Er flickt mir den Schmutzwassertank und fertigt Verbindungsstücke für die Entwässerungsleitung an. Diese neue Decksentwässerung bringt das Regenwasser weg vom Deck. 

Mit dem Zahnarzttermin klappt es auch, anstatt Termin wird sofort geröntgt und gebohrt. Ein riesiges Loch wird behandelt und bei der zweiten Konsultation wird die Wurzel rausgebohrt und die Füllung rein und mein neuer Zahn sieht wirklich aus wie neu, ich krieg sogar einen Spiegel zum Anschauen!! Nur 110 Euro hat das gekostet, war aber die modernste Klinik in Marmaris. 

Ich war so zufrieden mit dem Chromstahlmechaniker, dass ich im die Skizze von meinem Wunschkran für den Aussenborder brachte, er wusste sofort Bescheid und das Werk konnte starten, einmal Anprobe am Schiff und danach war der Kran auch schon fertig. Alles handgemacht, auch die Scharniere. Vielleicht die Schrauben auch.

Der Mechaniker kannten auch einen Velomechaniker, der sollte mir die Felge flicken, eine neue ist leider nicht zu finden in der Türkei, das Brompton hat spezielle Masse. So wird das Rad ausgespeicht, das Alu geschweisst und alles wieder zusammen gebaut. Nun kann ich wieder fahren, wie lange weiss ich nicht, die Schweissnaht wird nicht ewig halten, es klappert schon. 

Marmaris hat einen wunderschönen, langen Sandstrand an dem ich am frühen morgen meine Fahrradtouren machte.

Dann wird Salontisch ausgebaut und die Schreinerei der Marina übernimmt das Schleifen und neu lackieren des Tisches, da waren zu viele Spuren der Vergangenheit. Jemand hat da nicht Sorge getragen. Hat mich schon lange gestört. 

Eine neue Grossschot ist auch angeschafft. Endlich...die alte war zwar neu, aber mit 14 mm viel zu dick und war unhandlich und unmöglich. Nun hab ich meine Wunschgrossschot, schöne Farbe und passt in die Rollen und ist geschmeidig. 

Die Korrosion am Vorstag hat mich schon etwas belastet, da hab ich mich dann für das Auswechseln entschieden. Hab eine neue Offerte eingeholt und die Junges haben den ganzen Nachmittag gearbeitet und das Vorstag abgebaut und ein neues Stahlseil eingebaut. Nicht ganz billig aber beruhigend. 

Nun ist auch meine Winterplane aus Finike eingetroffen, nach vielem Suchen ist das Paket doch noch in der Netsel-Marina eingetroffen, leider ohne Bootsname auf der Adresse und somit zuerst unauffindbar. War viel Aufregung und viele Leute haben suchen geholfen. 

Jetzt ist "alles" erledigt, morgen Sonntag segle ich weiter, raus aus dem Hafen mit seinen 40 Grad, raus zum Baden, Schwimmen und neues entdecken. 

 

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Türkisch Mangal

In der Bucht von Ekicik, die von Wäldern und Hügeln umgeben ist, gibt's einen langen Sandstrand von einem Ende der Bucht zum andern Ende. Keine grossen Hotels die die Idylle stören, kein Dorf, nur ein paar Häuser an der Strasse und nur weit entfernt ein Muhezzin.

Was hier so speziell ist, es gibt ein wild organisiertes Camping. Habe schon oft beobachtet, die Türken sitzen gerne zusammen, der Grill wird befeuert und der Samowar spendet den ganzen Tag Cay (Tee). Türkisch Barbecue(Mangal) halt, viel Fleisch und Raki und Geselligkeit. 

Unter den Bäumen stehen die Bänke im Schatten und sind schon früh am Morgen besetzt. Die Leute schlafen alle hier, in der Hängematte, im Zelt, im Camper oder im Auto. Ferien für die Türken aus der Grossstadt. Es ist kein Rummel, keine Hektik, nur das geniessen am Strand zusammen mit Freunden und mit der Familie. Ein kleiner Laden versorgt all die Leute mit Lebensmittel. Abfall wird in massiven Containern gesammelt, kein Plastikcontainer, wo beim ersten Windstoss die Deckel wegfliegen wie in Italien und Griechenland und die wilden Tiere allen Abfall verteilen.

War ein Erlebnis da mitten drin zu sein, mit dem Schiff am Pier von Ekincik. 

 

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Von Finike nach Marmaris

 

Was gibt’s da zu erzählen, es sind vor allem die wunderschönen Ankerplätze die zum verweilen und baden einladen. Zuerst war ich in Kekova, hab meinen neuen Sonnenschutz getestet. Passt perfekt. Jetzt ist es schön schattig im Cockpit und auch im Schiff ist es kühler.

 

Von Kekova segelte ich nach Kas, da konnte ich gratis in der Setur Marina liegen, da mein Vertrag im der Setur Marina noch bis August gültig ist. Da habe ich Karl aus England und Hope und Howard aus den USA getroffen und zusammen sind wir dann weiter nach Kalkan, und dann nach Karacaören.  Dieses felsige Kap mit seinem Naturhafen ist gut geschützt, obwohl rundum felsige Inseln aus dem Wasser ragen. Wir genossen den gemeinsamen Abend auf der Veranda des Restaurants.

 

Am nächsten Tag sind wir in der Bucht geblieben, die Türkei hatte wieder Ausgangssperre von 9 – 15 Uhr wegen den Studenten. Mir solls recht sein, hier ist es toll zu liegen und eine Wanderung auf den Bergrücken mit bester Fernsicht hat sich gelohnt, heiss wars aber, fast 40 Grad, am Schatten!!!

 

Der nächste Ankerplatz war in der Quellenbucht direkt unterhalb der Felsengräber und unweit der Quellen wo das ganze Jahr frisches Wasser sprudelt. Der Fisch vom türkischen Künstler Bedri Rahmi auf dem Felsen neben der Quelle begrüsst die Leute die mit dem Schiff hier anlegen.

 

Der Ausblick vom Berg oberhalb der Felsengräber reicht über den ganzen Golf von Göcek. Unzählige Yachten und Megayachten liegen hier am Anker.

 

Von hier segeln wir zur Stadt Fethye, wie immer haben wir Wind, fast zu viel heute, wir wurden überrascht wie schnell der Wind aufgedreht hat. Wir sind alle drei Schiffe mit Volltuch unterwegs gewesen.

 

Am Dienstag ist Markttag in Fethye und so haben wir den Kühlschrank mit frischem Gemüse aufgefüllt. Dank dem grossen Schlauchboot von Howard mussten wir die Taschen nicht weit schleppen, er ist bis fast zur Markthalle gefahren.

 

Nach drei Tagen Stadtrummel, obwohl eigentlich wegen dem Corona-Virus wenig los war in der Stadt, bin ich dann früh am Morgen los zum nächsten Ankerplatz. Dort habe ich die beiden anderen Schiffe verloren, da es in der Bucht gerammelt voll war. Am nächsten Tag war ich dann aber fast alleine dort. Das Wasser war so klar und die Fische und die Schildkröten schwammen rund ums Schiff, angebissen hat keiner.

 

Nach zwei Tagen in Ekincik bin ich nun in Marmaris. Hier kann ich wieder die Arbeitshosen auspacken. Hab neue gefunden ohne Löcher!!

War eine schöne Reise hierher, so ganz alleine wars nicht immer einfach, vor allem das Ankern in der Bucht, mit Wind von der Seite und mit der Leine im Mund zum Ufer schwimmen und das Schiff fixieren.  Unterwegs bin ich oft angeleint, denn einmal im Wasser, dann tüssss Schiff….. and Paul

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Goodbye Finike, Güle Güle

 

Nach langer aufregender Zeit in Finike, mit all den Überraschungen und Covid-19 Einschränkungen ist es nun aber Zeit die Leinen zu lösen und weiter zu segeln. Die Arbeitshose habe ich an den Nagel gehängt, nun kommen andere Zeiten. Besser, schlechter, wer weiss das schon.

 

Das bedeutet aber auch Abschied nehmen von so vielen netten, hilfsbereiten Menschen. Segler, nicht Segler, ehemalige Segler, zukünftige Segler.

 

Das Abschied nehmen hat natürlich schon vor einigen Tagen angefangen. Der letzte gemütliche Rotweinabend mit Christel und Trix im Garten von Christels Haus.

 

Dann mit Trix und Peter beim Fischessen in den Bergen, wo die Forellen im schattigen Bergbach gefangen und gezüchtet werden.

 

Beim Kafe «Limani» von Ismael, wo ich früh am Morgen immer der erst Gast war, ihm wünsche ich viel Glück bei seinen vielen Plänen.

 

Auch der letzte Tag war nochmals hektisch, am Morgen beim Segelmacher vorbei schauen, wegen der Winterplane.

 

Vermutlich hab ich nicht allen «Allahaismarladik» gesagt. Was so viel wie Goodbye heisst. Aber in Gedanken hab ich mich von allen verabschiedet.

 

Am letzten Abend gabs ein Abschiedsbier auf dem Schiff, gute Wünsche und fair winds für die welche ostwärts segeln, für die die westwärts segeln und natürlich auch gutes Wetter für die welche im Hafen oder Finike bleiben.

 

Beim Eindunkeln kommt Süleman und bringt die Winterabdeckung, die er noch im Rohzuschnitt aufs Schiff anpasst. Die fertige Plane wird er mir nach Marmaris nachschicken.

 

Nun wird es Zeit für Feierabend und den Kopf fürs Ablegen umstellen. Bei der Portpolice habe ich mich abgemeldet. Muss am Samstagmorgen schon um 6 Uhr los, da von 9 Uhr bis 15 Uhr wieder mal Ausgangssperre ist, das gibt auch für die islamische Seefahrt, ab 9 Uhr muss geankert werden. Hoffentlich ist das Meer dort nicht zu tief!!! Die Studenten müssen sich im Gymi einschreiben, da darf niemand anderes unterwegs sein. So die Vorschrift vom Sultan.

 

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Von Marmaris nach Bozburun

 

Nach so viel organisieren sind fast alle Wünsche erfüllt. Zu guter Letzt ist am Samstag auch noch das Paket mit der Winterplane und dem Buch von Christel  aus Finike angekommen. Alles klar zum Auslaufen, es ist fast unerträglich heiss in Marmaris, endlich wieder raus an die Brise und das Wasser. Zuerst noch Bunkern, ich kaufe vor allem Getränke ein.

 

Am Sonntagmorgen lege ich ab, der erste Ankerplatz liegt in einer Bucht, wo die Griechen schon eine Kirche und ein paar Häuser gebaut hatten. Richtig abgelegen, klares Wasser und endlich Zeit zum Lesen und vom Stadtrhythmus abzuschalten. Nur die Ziegen klettern über die Uferfelsen auf der Suche nach etwas grünem.

 

Am nächsten Tag die nächste Bucht, da ist das Anlegen nicht so einfach, der Fallwind bläst von den Bergen runter durch die enge Bucht. Nachdem ich die Landleinen an den Felsen befestigt habe, steht das Schiff zu nahe am Ufer. Bei Captain Nemos Restaurant gibt’s Ankerbojen da liege ich sicherer bei jedem Wind. Ich bleibe zwei Tage, klettere in die steile Schlucht, da begegnet mir doch eine Schildkröte, was macht die hier oben? Es ist so unwegsam, sogar Ziegen können hier abstürzen! Der Vater vom Wirt, erzählt mir beim Kühe hüten von früher, als er 1987 das Ufer und Farmland für ca. 1'500 Euro gekauft hat. Mit dem Restaurant hat er sich eine golden Nase verdient. Es gibt einige Quellen hier und die Fischer leben im Sommer auf ihren Holzbooten in der Bucht. Die mondlose Nacht bietet einen grandiosen Sternenhimmel, Cassiopaia tanzt im Nordosten über der Bucht, den Komenten Newwiese kann ich erst in der nächsten Bucht sehen, hier sind die Felswände zu hoch.

 

Die nächste Bucht heisst Bozukkale, hier mache ich wieder bei einem Restaurant am Steg fest. Ist halt so bequem, es gibt Duschen und am Abend sehr feines Essen. In der Nacht trifft Karl und am nächsten Tag Hope and Howard aus Marmaris ein. Zusammen erklimmen wir die Burgruinen. Die Aussicht über die Bucht ist einmalig.

 

Nach drei Tagen segeln wir weiter zur kleinen Stadt Bozburun. In der Meerenge von Rhodos haben wir tollen Wind, so macht das Seglerleben Spass.

 

Vor dem Hafen von Bozburun ankern wir, mit dem Dinghi sind wir nach 10 Minuten rudern in die Stadt. Hier gibt’s einen Teppichhändler, der handelt mit antiken anatolischen Teppichen, da kann ich nicht wiederstehen. Die kleinen passen so gut aufs Schiff.

 

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Marmaris Segelshop-Mekka

Nun bin ich in Marmaris angekommen und meine To-do-Liste ist ellenlang. Riggcheck, Motorcheck, Zahnarzt, Kran für Aussenborder, Schmutzwassertank flicken, Velofelge flicken, Salontisch neu lackieren und die vielen kleinen Sachen.  

Als erster kommt schon am nächsten Morgen ein junger Bursche, er ist Motorenmechaniker und horcht an meiner tollen Maschine, alles okay findet er "in good condition", er bringt 5 Lt. Volvo-Penta Öl und zwei neue Ölfilter und das erste ist erledigt.

Nach langem Suchen sind auch die Rigger von M2 aufgestöbert. Die klettern auf den Mast und finden auch alles toll, ausser das Vorstag, dass soll leicht korrodiert sein. Auswechseln kostet 700 Euro. Ich überlege hin und her, ob das wirklich nötig ist, doch nach 31 Jahren!! Die meisten Versicherungen bezahlen nichts mehr für den Mastbruch, wenn die Wanten älter als 10 Jahre sind. 

Als nächstes finde ich im Sanaji einen hilfsbereiten Chromstahlmechaniker. Er flickt mir den Schmutzwassertank und fertigt Verbindungsstücke für die Entwässerungsleitung an. Diese neue Decksentwässerung bringt das Regenwasser weg vom Deck. 

Mit dem Zahnarzttermin klappt es auch, anstatt Termin wird sofort geröntgt und gebohrt. Ein riesiges Loch wird behandelt und bei der zweiten Konsultation wird die Wurzel rausgebohrt und die Füllung rein und mein neuer Zahn sieht wirklich aus wie neu, ich krieg sogar einen Spiegel zum Anschauen!! Nur 110 Euro hat das gekostet, war aber die modernste Klinik in Marmaris. 

Ich war so zufrieden mit dem Chromstahlmechaniker, dass ich im die Skizze von meinem Wunschkran für den Aussenborder brachte, er wusste sofort Bescheid und das Werk konnte starten, einmal Anprobe am Schiff und danach war der Kran auch schon fertig. Alles handgemacht, auch die Scharniere. Vielleicht die Schrauben auch.

Der Mechaniker kannten auch einen Velomechaniker, der sollte mir die Felge flicken, eine neue ist leider nicht zu finden in der Türkei, das Brompton hat spezielle Masse. So wird das Rad ausgespeicht, das Alu geschweisst und alles wieder zusammen gebaut. Nun kann ich wieder fahren, wie lange weiss ich nicht, die Schweissnaht wird nicht ewig halten, es klappert schon. 

Marmaris hat einen wunderschönen, langen Sandstrand an dem ich am frühen morgen meine Fahrradtouren machte.

Dann wird Salontisch ausgebaut und die Schreinerei der Marina übernimmt das Schleifen und neu lackieren des Tisches, da waren zu viele Spuren der Vergangenheit. Jemand hat da nicht Sorge getragen. Hat mich schon lange gestört. 

Eine neue Grossschot ist auch angeschafft. Endlich...die alte war zwar neu, aber mit 14 mm viel zu dick und war unhandlich und unmöglich. Nun hab ich meine Wunschgrossschot, schöne Farbe und passt in die Rollen und ist geschmeidig. 

Die Korrosion am Vorstag hat mich schon etwas belastet, da hab ich mich dann für das Auswechseln entschieden. Hab eine neue Offerte eingeholt und die Junges haben den ganzen Nachmittag gearbeitet und das Vorstag abgebaut und ein neues Stahlseil eingebaut. Nicht ganz billig aber beruhigend. 

Nun ist auch meine Winterplane aus Finike eingetroffen, nach vielem Suchen ist das Paket doch noch in der Netsel-Marina eingetroffen, leider ohne Bootsname auf der Adresse und somit zuerst unauffindbar. War viel Aufregung und viele Leute haben suchen geholfen. 

Jetzt ist "alles" erledigt, morgen Sonntag segle ich weiter, raus aus dem Hafen mit seinen 40 Grad, raus zum Baden, Schwimmen und neues entdecken. 

 

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Türkisch Mangal

In der Bucht von Ekicik, die von Wäldern und Hügeln umgeben ist, gibt's einen langen Sandstrand von einem Ende der Bucht zum andern Ende. Keine grossen Hotels die die Idylle stören, kein Dorf, nur ein paar Häuser an der Strasse und nur weit entfernt ein Muhezzin.

Was hier so speziell ist, es gibt ein wild organisiertes Camping. Habe schon oft beobachtet, die Türken sitzen gerne zusammen, der Grill wird befeuert und der Samowar spendet den ganzen Tag Cay (Tee). Türkisch Barbecue(Mangal) halt, viel Fleisch und Raki und Geselligkeit. 

Unter den Bäumen stehen die Bänke im Schatten und sind schon früh am Morgen besetzt. Die Leute schlafen alle hier, in der Hängematte, im Zelt, im Camper oder im Auto. Ferien für die Türken aus der Grossstadt. Es ist kein Rummel, keine Hektik, nur das geniessen am Strand zusammen mit Freunden und mit der Familie. Ein kleiner Laden versorgt all die Leute mit Lebensmittel. Abfall wird in massiven Containern gesammelt, kein Plastikcontainer, wo beim ersten Windstoss die Deckel wegfliegen wie in Italien und Griechenland und die wilden Tiere allen Abfall verteilen.

War ein Erlebnis da mitten drin zu sein, mit dem Schiff am Pier von Ekincik. 

 

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Von Finike nach Marmaris

 

Was gibt’s da zu erzählen, es sind vor allem die wunderschönen Ankerplätze die zum verweilen und baden einladen. Zuerst war ich in Kekova, hab meinen neuen Sonnenschutz getestet. Passt perfekt. Jetzt ist es schön schattig im Cockpit und auch im Schiff ist es kühler.

 

Von Kekova segelte ich nach Kas, da konnte ich gratis in der Setur Marina liegen, da mein Vertrag im der Setur Marina noch bis August gültig ist. Da habe ich Karl aus England und Hope und Howard aus den USA getroffen und zusammen sind wir dann weiter nach Kalkan, und dann nach Karacaören.  Dieses felsige Kap mit seinem Naturhafen ist gut geschützt, obwohl rundum felsige Inseln aus dem Wasser ragen. Wir genossen den gemeinsamen Abend auf der Veranda des Restaurants.

 

Am nächsten Tag sind wir in der Bucht geblieben, die Türkei hatte wieder Ausgangssperre von 9 – 15 Uhr wegen den Studenten. Mir solls recht sein, hier ist es toll zu liegen und eine Wanderung auf den Bergrücken mit bester Fernsicht hat sich gelohnt, heiss wars aber, fast 40 Grad, am Schatten!!!

 

Der nächste Ankerplatz war in der Quellenbucht direkt unterhalb der Felsengräber und unweit der Quellen wo das ganze Jahr frisches Wasser sprudelt. Der Fisch vom türkischen Künstler Bedri Rahmi auf dem Felsen neben der Quelle begrüsst die Leute die mit dem Schiff hier anlegen.

 

Der Ausblick vom Berg oberhalb der Felsengräber reicht über den ganzen Golf von Göcek. Unzählige Yachten und Megayachten liegen hier am Anker.

 

Von hier segeln wir zur Stadt Fethye, wie immer haben wir Wind, fast zu viel heute, wir wurden überrascht wie schnell der Wind aufgedreht hat. Wir sind alle drei Schiffe mit Volltuch unterwegs gewesen.

 

Am Dienstag ist Markttag in Fethye und so haben wir den Kühlschrank mit frischem Gemüse aufgefüllt. Dank dem grossen Schlauchboot von Howard mussten wir die Taschen nicht weit schleppen, er ist bis fast zur Markthalle gefahren.

 

Nach drei Tagen Stadtrummel, obwohl eigentlich wegen dem Corona-Virus wenig los war in der Stadt, bin ich dann früh am Morgen los zum nächsten Ankerplatz. Dort habe ich die beiden anderen Schiffe verloren, da es in der Bucht gerammelt voll war. Am nächsten Tag war ich dann aber fast alleine dort. Das Wasser war so klar und die Fische und die Schildkröten schwammen rund ums Schiff, angebissen hat keiner.

 

Nach zwei Tagen in Ekincik bin ich nun in Marmaris. Hier kann ich wieder die Arbeitshosen auspacken. Hab neue gefunden ohne Löcher!!

War eine schöne Reise hierher, so ganz alleine wars nicht immer einfach, vor allem das Ankern in der Bucht, mit Wind von der Seite und mit der Leine im Mund zum Ufer schwimmen und das Schiff fixieren.  Unterwegs bin ich oft angeleint, denn einmal im Wasser, dann tüssss Schiff….. and Paul

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Goodbye Finike, Güle Güle

 

Nach langer aufregender Zeit in Finike, mit all den Überraschungen und Covid-19 Einschränkungen ist es nun aber Zeit die Leinen zu lösen und weiter zu segeln. Die Arbeitshose habe ich an den Nagel gehängt, nun kommen andere Zeiten. Besser, schlechter, wer weiss das schon.

 

Das bedeutet aber auch Abschied nehmen von so vielen netten, hilfsbereiten Menschen. Segler, nicht Segler, ehemalige Segler, zukünftige Segler.

 

Das Abschied nehmen hat natürlich schon vor einigen Tagen angefangen. Der letzte gemütliche Rotweinabend mit Christel und Trix im Garten von Christels Haus.

 

Dann mit Trix und Peter beim Fischessen in den Bergen, wo die Forellen im schattigen Bergbach gefangen und gezüchtet werden.

 

Beim Kafe «Limani» von Ismael, wo ich früh am Morgen immer der erst Gast war, ihm wünsche ich viel Glück bei seinen vielen Plänen.

 

Auch der letzte Tag war nochmals hektisch, am Morgen beim Segelmacher vorbei schauen, wegen der Winterplane.

 

Vermutlich hab ich nicht allen «Allahaismarladik» gesagt. Was so viel wie Goodbye heisst. Aber in Gedanken hab ich mich von allen verabschiedet.

 

Am letzten Abend gabs ein Abschiedsbier auf dem Schiff, gute Wünsche und fair winds für die welche ostwärts segeln, für die die westwärts segeln und natürlich auch gutes Wetter für die welche im Hafen oder Finike bleiben.

 

Beim Eindunkeln kommt Süleman und bringt die Winterabdeckung, die er noch im Rohzuschnitt aufs Schiff anpasst. Die fertige Plane wird er mir nach Marmaris nachschicken.

 

Nun wird es Zeit für Feierabend und den Kopf fürs Ablegen umstellen. Bei der Portpolice habe ich mich abgemeldet. Muss am Samstagmorgen schon um 6 Uhr los, da von 9 Uhr bis 15 Uhr wieder mal Ausgangssperre ist, das gibt auch für die islamische Seefahrt, ab 9 Uhr muss geankert werden. Hoffentlich ist das Meer dort nicht zu tief!!! Die Studenten müssen sich im Gymi einschreiben, da darf niemand anderes unterwegs sein. So die Vorschrift vom Sultan.

 

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Türkische Amalfiküste

 

Von Finike nach dem 35 km entfernten Demre, führt eine seit einigen Jahren gut ausgebaute Strasse. Es ist der einzige Weg, welcher die Küstenstädte mit der Grossstadt Antalya verbindet. Hier schlängeln sich die Lastwagen mit Gemüse und Früchten beladen den Kurven entlang.

 

Ich hab die Strasse mit dem Bus kennen gelernt, nun will ich in Ruhe die herrliche Küste mit dem Velo erkunden. Die Strasse wurde in den Fels gesprengt, noch immer sieht man die rötliche Narbe im Fels die sich oberhalb vom Trasse dahin zieht. Ich fahre an vielen Buchten vorbei, das Wasser leuchtet blau, die weissen Kieselsteine reflektieren das Sonnenlicht. Es führen Wege zu den Buchten, ab und zu sind Meschen am Baden oder sind hier um die Morgensonne zu geniessen.

 

Einige Fischer haben sich die Klippen runter gewagt und hoffen, dass ein grosser Brocken anbeisst. Ihre Autos oder die Motorräder sehe ich oben an der Leitplanke stehen.

 

Die Aussicht ist toll, die Felsenstrasse so einmalig, da kommt mit der Gedanke, das könnte die «Amalfi» der Türkei sein. Nach etwa 15 km endet die Felsenküste und die Strasse führt an einer Lagune entlang nach Demre. Ich drehe um und der einsetzende Westwind hilft bei der Rückfahrt nach Finike.

 

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Finikes neue Moschee

 

An bester Lage entsteht die neue Moschee, die wird einfach so gebaut, da oben am Berg, keiner weiss so richtig warum und wieso. Simsalabim. Egal ist ja bezahlt von …vielleicht aus Saudi Arabien, oder sonst gesponsert einem Ölscheich.

 

Ich bin mit dem Velo raufgefahren und hab mir die riesige Baustelle aus der Nähe angeschaut. Es sind mehrere Gebäude, die für verschiedene Zwecke genutzt werden, die meiste Zeit steht wohl alles leer nur, die Lautsprecher werden das Gebet und die «Botschaft» in arabischer Sprache verkünden die keiner versteht. Hauptsache es ist laut und keiner hört hin. Viel Spass den Hafenliegern, die werde nun noch besser beschallt.

 

Das Bauwerk ist aber eine Augenweide, es wird ohne Kran gearbeitet, die Gerüste alle aus Holz. Speziell auch wie das Dachgewölbe geklinkert wurde. Alles mit Holzschablonen bis der letzte Ziegel gesetzt wurde. Wie anno dazumal. Viele Steinmetzarbeiten werden am Ort gemacht, die schneeweissen Marmorblöcke stehen bereit zum Bearbeiten. Das weiss blendet in der Sonne, es ist heiss die Arbeiter tragen Texashüte und sind erfreut über den fremden Besucher der sich für ihre Arbeit interessiert.

 

Die Architektur ist orientalisch, ich fand kein anderes Gebäude in Finike das so ähnlich ausschaut, die Moschee scheint mir fast etwas Fremdes hier in der Stadt. Ismael ein Türke hat zu mir gesagt, das ganze ist eine grosse Selbstbefriedigung. Diese fast 10'000’0000 Lira hätte auch für bessere Zwecke verwendet werden können. So zB. Kläranlage... oder ….

 

Bald ist es fertig gestellt, es fehlt noch das Minarett und die Lautsprecher!!! Dann hat Finike ein neues Wahrzeichen. Bis jetzt waren es die feinen Orangen, welche hier im fruchtbaren Delta wachsen. Die Meinungen werden geteilt sein, den Touristen wird's gefallen.

 

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Myra und Demre

 

Mit Bus und Velo geht’s heute Südwärts nach Demre. Das sind 35 Kilometer kurvenreiche Küstenstrasse. Vom Busbahnhof in Demre fahre ich nach Myra. Ausserhalb der Kleinstadt fahre ich an Gewächshäusern vorbei und schon bald bin ich am Fuss der Berge. Bei den Bauernhäusern sehe ich in Plastiksäcke eingeschlossene Paperoni, die liegen an der Sonne und werden vergoren und nachher in Gläsern eingelegt.

Das antike Myra war einst eine wichtige lykische Stadt und ist heute vor allem als Wirkungsstätte des heiligen Nikolaus bekannt. In Myra sind die vielen Felsengräber einmalig. Das Theater, das die Römer erbaut haben ist berühmt für die zahlreichen Relief an den Mauerabschlüssen. Empfangen werde ich von drei Gesichtern die mich mustern, darf ich vorbei gehen, trifft mich der Blitz des Zeus? Alles gut gegangen, ich erklimme das Amphitheater, von da oben gibt’s einen schönen Ausblick, zu den Felsengräbern, über die vielen Glashäuser und tief runter in die Arena.

 

Nun geht’s zurück nach Demre, zur Basilika St.Nikolaus. Der Zar Alexander der II. hat diese im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut, nachdem sie seit der byzantinischen Zeit mehrfach zerstört wurde. Viele Fresken schmücken die Wände und Decken und am Boden sind mit Steinen bunte Ornamente verlegt. Der Sarkophag vom Nikolaus ist leer, die Römer haben die Gebeine mitgenommen, die Türken möchte diese gerne aus dem Vatikan zurück haben.  

 

Mit dem Bus geht’s dann pünktlich um 12.30 Uhr wieder zurück nach Finike. Regen ist angesagt, da möchte ich auf dem Schiff sein und alle Luken dicht haben.  

 

War ein interessanter Ausflug, wenn schon nicht gesegelt werden kann, kann ich doch die Umgebung von Finike mit seinen Sehenswürdigkeiten entdecken. Es gibt immer wieder interessante Begegnungen und Erlebnisse.

 

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Olympos und Chimaera

 

Auf halber Wegstrecke nach Antalya liegt das antike Olympos, dorthin möchte ich einen Ausflug machen. Griechische Ruinen und Strand zum Baden. Mit dem Klapprad im Bus, fahre ich bis zur Haltestelle Olympos auf der Main-Road, dort steige ich aus, von hier geht's mit dem Velo 11 Kilometer runter ans Meer. Eine steile Abfahrt, es macht Spass, doch die Bremsen quietschen laufend.

 

Unten angekommen, geht’s einem Fluss entlang, bis rechts und links die Strasse von kleinen Hotels und Pensionen gesäumt ist. Seit Hippie-Zeiten gibt’s diese Hotels hier, es scheint sich nicht viel verändert zu haben. Nur, das es jetzt vermutlich viel, viel mehr sind. Übernachten im Baumhotel ist hier im Trend.

 

Dann gelange ich zum Eingang der griechische Ruinenstadt und alles ist abgesperrt. Covid-19, alles zu, kein Strandzugang. Nada. Umkehren? Ich entscheide mich mit dem Velo die 35 km bis Kumluca zu fahren, hab ja Zeit. Durch einsame Wälder und durch kleine Dörfer führt mich die Strasse. Rauf und runter geht es natürlich auch, leider. Plakete die Werbung für die beste Sorte Hybrid F1 machen gibt's oft zu sehen, keine Rolexwerbung hier in der Pampa. Plötzlich wird die Sicht frei und ich erkenne die endlosen Plastikhäuser von Kumluca bis Finike. Jetzt nehme ich den Bus bis Finike.

 

Gestern 10. Juni habe ich den zweiten Versuch gestartet, Covid-19 ist ja "vorbei".  Diesmal klappts mit dem Zugang zu den Ruinen und dem wunderschönen Fluss entlang zum Strand. Dieses Olympos ist einmalig gelegen, das bewaldete Gebirge reicht bis ans Meer, so war die Stadt am Fluss gut zu schützen.

 

Ein langer Kiesstrand liegt vor mir, ich wandere dem Strand entlang bis ans andere Ende nach Ciralia. Baden «verkürzt» die Wanderung und ich sehe einige Schildkröten-Gelege die mit Drahtkörben geschützt und mit Datum beschriftet sind. Nach über einer Stunde laufen, am jetzt noch menschenleeren Strand hab ich das andere Strandende erreicht. Das ist einer der schönsten Strände der ganzen Türkei, die Kiefern bewaldeten Berge reichen bis ans Meer, der weisse, geschwungene Kiesstrand und das glasklare, blaue Meerwasser machen die Atmosphäre perfekt. Keine Hotels, kein Haus stört die Idylle nur einige Gülets schwojen am Anker.

 

Hinter Ciralia in den nahen Bergen brennen die Feuer der Chimären, diese haben schon Odysseus verwirrt. Er glaubte, das sei der Zugang zum Hades. Erschöpft komme ich dort an und staune über die vielen Feuer die aus der Erde brennen. Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen geglaubt haben, hier sei der Zugang zur Hölle.

 

Nun geht’s den ganzen Strand entlang zurück nach Olympos und bequem mit dem Bus zurück nach Finike.

 

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Das Teakdeck wird fertig

 

Nach fast genau zwei Monat arbeiten, wird am Samstag 30. Mai das Deck geschliffen. Alle Unebenheiten und die schwarzen Sikafugen werden plangeschliffen. Jetzt sehe ich das neue Teakdeck zum ersten Mal, bis jetzt waren die Sikafugen noch nicht erkennbar. Es sieht toll aus, viele spezielle Einzelheiten, wirklich eine gute Schreinerarbeit. Habe Freude an neuen Deck.

 

Es müssen jetzt noch alle Beschläge und Anschlüsse für Diesel, Wasser und Abwasser montiert werden. Ich mach schon mal einen Termin für das Einwassern mit dem Kranmeister ab. Es soll der Samstag sein, denn gemäss «christlicher Seefahrt» darf eine Schiffsreise nicht am Freitag beginnen! Das bringt Unglück. So kommt die Serenità am Samstagmorgen 6. Juni zurück ins Wasser.

 

Die letzten Arbeiten werden noch am Werftsteg erledigt. Die Genuaschiene muss noch montiert werden. Diese Arbeit wird am Sonntagmorgen abgeschlossen. Dann endlich, Motor starten, der Diesel springt auf den ersten Drücker an und schmurrt wie ein Kätzchen. Alle Seeventile sind dicht, die Kühlung läuft, wir können ablegen.

 

Danach reiht sich die Serenità wieder am Steg B zwischen die anderen Segelschiffe. Poseidon kriegt auch einen feinen Schluck, Singel Malt. Nun mache ich aus der Baustelle wieder ein Segelschiff, das dauert wohl noch einige Tage.

Nach fast genau zwei Monat arbeiten, wird am Samstag 30. Mai das Deck geschliffen. Alle Unebenheiten und die schwarzen Sikafugen werden plangeschliffen. Jetzt sehe ich das neue Teakdeck zum ersten Mal. Es sieht toll aus, viele spezielle Einzelheiten, wirklich eine gute Schreinerarbeit. Habe Freue an neuen Deck.

 

Es müssen jetzt noch alle Beschläge und Anschlüsse für Diesel, Wasser und Abwasser montiert werden. Ich mach schon mal einen Termin für das Einwassern mit dem Kranmeister ab. Es soll der Samstag sein, denn  gemäss «christlicher Seefahrt» darf eine Schiffsreise nicht am Freitag beginnen! Das bringt Unglück. So kommt die Serenità am Samstagmorgen 6. Juni zurück ins Wasser.

 

Die letzten Arbeiten werden noch am Werftsteg erledigt. Die Genuaschiene muss noch montiert werden. Diese Arbeit wird am Sonntagmorgen abgeschlossen. Dann endlich, Motor starten, der Diesel springt auf den ersten Drücker an und schmurrt wie ein Kätzchen. Alle Seeventile sind dicht, die Kühlung läuft, wir können ablegen.

 

Danach reiht sich die Serenità wieder am Steg B zwischen die anderen Segelschiffe. Poseidon kriegt auch einen feinen Schluck, Single Malt. Nun mache ich aus der Baustelle wieder ein Segelschiff, das dauert wohl noch einige Tage.Die Ankerwinsch muss auch noch montiert werden.

So jetzt haben die anderen Segler Zeit das schöne Deck zu bestaunen. 

 

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Auszeit in Kekova

 

Nach über zwei Monaten arbeiten auf dem Segelschiff wurde es nun langsam Zeit, auch wieder mal zu segeln. Murat hat sein Schiff startklar und auslaufen darf man seit zwei Wochen auch wieder, «nach» der Covid-19 Krise.

 

So starten wir beide am Montagmorgen unseren Trip nach Kekova, das 20 Meilen südwestlich von Finike liegt und ein Touristen-Hot-Spot hier an der Küste ist. Kekova liegt versteckt hinter der grössten, unbewohnten türkischen Insel (alle andern Inseln sind Griechenland zugesprochen worden) in einer geschützten Bucht. Hier hat sich die türkische Marine im 2. Weltkrieg versteckt. Touristen finden wir keine, da noch Ausgangssperre für die Ausflugsschiffe ist. Aber alle Gültes liegen bereit zum Auslaufen, dann ist hier die Hölle los. 

 

Wir geniessen die Abgeschiedenheit in den ruhigen, bewaldeten Buchten und faulenzen zwei Tage. Nur einen Fussmarsch durch die ausgetrocknete Landschaft unternehmen wir, es geht vorbei an tiefen Grundwassertümpeln mit den grössten Mönchspfeffersträuchern die ich je gesehen habe. Alte Brunnen sind noch zu sehen, die hier vor Urzeiten gegraben wurden.  Wir sind auf dem lykischen Wanderweg. Nach dem Marsch gibt bei der urigen Taverne am Ufer einen Cay und der Wirt lädt uns zum Ueberwintern an seinen Steg ein, ist im wohl zu langweilig hier allein in der Pampa. 

 

Am Abend bruzelt Murat unser Nachtessen auf dem kleinen Holzkohlengrill, es gibt viel Gemüse und noch mehr Fleisch. Dazu natürlich Bier und Raki.

 

Am Mittwochmorgen gibt’s den ersten Kaffee schon vor 6 Uhr, genau bei Sonnenaufgang. Bald danach starten wir den Motor und es geht raus aufs Meer, wo die Segel gesetzt werden und wir zurück nach Finike segeln. Neu motiviert für das Werken am Schiff.

 

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Arbeiten am Teakdeck

Endlich ist es soweit, das letzte Stück Teakholz wird eingelegt. Nun ist aber ein grosser Schritt gemacht. Als nächstes werden die gröbsten Unebenheiten mit der Schleifscheibe ausgeglichen. Danach kommt der Primer in die Fugen und mit der Presse wird das Sikaflex No. 290 in die Fugen gepresst. Ab jetzt heisst es 9 Tage warten, damit das Silka-Fugenmittel gut durchtrocknet. Das Ausfugen wurde immer kurz vor Sonnenuntergang gemacht, da der schwarze Sikakleber keinen Sonnenschein verträgt. Es war aber so heiss, dass ich bedenken hatte, ob das gut kommt. Fast 40 Grad an den Tagen als die Fugen gefüllt wurden. Da hat der provisorische Schatten die Temperaturen an Deck etwas erträglicher gemacht. Ramadan war es auch noch, das heisst nichts essen und nichts trinken von Sonnenaufgang bis Untergang, da waren die beiden Schreiner manchmal an ihren körperlichen Grenzen. (Selber Schuld, das ist wirklich ungesund)

Nach 9 Tagen wurde das überstehende Sika mit dem Stechbeutel weggeschnitten. Nochmals zwei Tage warten, dann kann das Deck geschliffen werden und das Resultat der ganzen Arbeit wird sichtbar. Eine massive Fussleiste ist seit ewig defekt, nun wird diese Fussreling auch erneuert.

Ich war in der Zeit natürlich auch  nicht nur am Faulenzen. Ich hab das Unterwasserschiff angeschliffen und gespachtelt und mit Primer behandelt. Zu guter Letzt ist jetzt auch das dunkelblaue Antifouling gestrichen. Geb mir Mühe, dass ich mit meinen Arbeiten auch fertig bin, wenn die Schreiner das Deck fertig haben.

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Antikes Finike

Historisches, Kultur, Sport,  nicht viel davon hab ich gefunden in der Stadt Finike. Aber einen langen Sandstrand, viele Moscheen,  viele Glas- und Plastikhäuser für die Gemüseproduktion, einen wunderbaren Ausblick in die nahen Berge, wo noch immer der letzten Schnee liegt, keine Touristen und den lykischen Fernwanderweg, das bietet Finike.

 

Ich weiss nicht sehr viel von Finike zu erzählen, es ist eine türkische Kleinstadt am Meer, in der alles zu finden ist was zum Leben notwendig ist. Ein Bushof, neue Verwaltungsgebäude, ein neuer grosser Spital, eine Markthalle, wenige Hotels, Wohnquartiere mit holprigen Strassen und oberhalb der Stadt viele Häuser die etwas unsicher am Berghang stehen. Es ist keine schmucke Stadt, einige modere Häuser versuchen das armselige zu übertönen. (little Babylon, das passt auch für hier).  Kaum sind die Häuser fertig sieht man schon den Alterungsprozess. In den Gassen im Stadtzentrum fand ich noch einige antike Häuser, viele unbewohnbar, doch erhaltenswert. Hoffentlich findet sich ein Liebhaber dafür.

 

Ausserhalb vom Zentrum entdeckte ich ein Areal mit konfiszierten Motorrädern, hunderte stehen in Reih und Glied, ich weiss nicht auf was die warten, den Schreder oder ??? So modernisieren sich hier die Motorräder, von unsicheren Hondas zu neuen Elektromotorrädern die hier lautlos rumkurven.

 

Finike ist ein Stadt in der ich mich schnell wohl fühlt habe, keine Hektik, kein Trubel, einige Parks und die Flüsse haben breite Promenaden zum Spazieren, es sieht gepflegt aus. Da genug Wasser vorhanden ist werden die Pflanzen und Palmen bewässert so ist es schön grün hier. 

Mal sehen, ob das Leben in der Stadt nach der Corona-Krise anders ausschaut, wenn der Biergarten am Hafen wieder offen ist.

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Rund um Finike

 

Die Regenzeit ist vorbei. Die Olivenbäume und die Orangenbäume haben geblüht, die ganze Stadt hat nach Orangen geduftet. Die Blumen sind noch am Blühen aber das Gras schon wieder am Verdorren. Es wird heiss, in den Bergen sind nur noch letzte Schneefelder zu sehen. Der Sommer kommt und der nächste Regen im Oktober. Rund um Finike sind grosse Orangen- und Granatapfelplantagen, die "Bauern" haben ihr Land nicht verkauft, darum gibt's nur wenige Hotels am Strand. Finike und Kumluca haben fast keinen Tourismus.

 

 

Ich bin mit dem Velo rund um die Stadt gefahren und hab einige bunte Bilder gemacht. Bin an den Flüssen und Bächen entlang gefahren die durch das 15 km breite Delta zwischen Finke und Kumluca das Wasser aus den Bergen zum Meer bringen. Am Ufer der Bäche sonnen sich die Echsen und die Wasserschildkröten. Auch Landschildkröten sind anzutreffen, mitten in der Stadt, hatte leider keinen Fotoapparat dabei.

 

Das Velofahren macht durstig, an einem Verkaufsstand für Orangen, Zitronen und Grappfrucht, gibt es frisch gepressten Saft. Der Saft schmeckt lecker. Ich kauf mir immer wieder einen Sack, die Leute an diesem Stand sind meine Hoflieferanten. Ein Sack Orangen für 15 TL, das sind Fr. 2.-, so günstig sind die Vitamine hier.

 

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Im Antalya Sanayi

 

Meine Ankerwisch die wegen dem verlegen des Teakdecks entfernt werden musste bekommt ein neues Outfit.  Das Winschgehäuse hat nach all den Jahren einige Flecken und Schrammen, die Oberfläche ist gealtert. Am Besten das Gehäuse wird neu verchromt. Hier in Finike kann das niemand machen, mein Mechaniker sagt, das geht nur in Antalya. Dank Aylin die natürlich perfekt türkisch spricht findet sich im Sanayi eine kleine Bude die das machen kann. Am Freitag 8. Mai fahre ich mit dem ersten Bus nach Antalya und bin zwei Stunden später am Bushof. Das Sanayi liegt gemäss Karte nicht weit weg, aber es fährt kein Bus dorthin, ich nehme ein Taxi, so bin ich in 10 Minuten dort. Doch bis wir diesen Verchromer gefinden, müssen wir uns im Gewirr der Strassen öfters nach dem Weg erkunden.

 

In diesem riesigen, neuen Sanayi, Handwerkerquartier, gibt’s vor allem Autowerkstätten, Metallverarbeiter, Fensterbauer, Schiffsmotorenmechaniker. Eine Werkstatt liegt neben der nächsten, die meisten nur 10 Meter breit. Endlich finden wir meinen Verchromer. Nach kurzer Besprechung und einem Rückruf bei Aylin, geht’s zu Fuss zurück zum Bushof und  nun heisst es fünf Tage warten, dann kann ich das Gehäuse abholen. Auch das Kugellager und die Dichtungen wollen sie für mich organisieren. So guet.

 

Am 13. Mai fahre ich wieder nach Antalya, die Teile in der Werkstatt abholen, das Gehäuse glänzt und ich strahle, es sieht wie neu aus. Nur eine Ecke muss, unter meinem kritischen Auge, nochmals poliert werden. Der Arbeiter schleift mit Mundschutz, der ist jetzt Vorschrift wegen dem Covid-19.  Ich hab echt Freude, dass das so reibungslos funktioniert hat. Die Fahrten nach Antalya haben sich gelohnt.

Beim Schiff angekommen, wird gerade das letzte Stück Teakholz verlegt. Jetzt ist ein grosser Schritt gemacht, auf dem Weg zum neuen Teakdeck.

 

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Decksarbeiten

 

Nun sind es mehr als fünf Wochen seit dem Beginn der Arbeiten an Deck. Zuerst das alte Teak entfernen, defekte Kunststoffoberfläche mit Epoxyharz flicken und jetzt die neuen Teakleisten aufkleben. Zur Zeit wird der kniffligste Teil montiert, die Hölzer die an den Kajütaufbau anschliessen. Das ist wirkliches Handwerk und braucht viel Erfahrung. Schablonen werden hergestellt und in der Werkstatt wird dann das Teakholz zugeschnitten.               

Die Bewegungsfreiheit in den letzten zwei Monaten war hier in der Türkei wegen dem Covid-19- stark eingeschränkt. An den Wochenenden Ausgangssperre, an Feiertagen auch, Gesichtsmaskenzwang, keine Busse in die grossen Städte und wer ü65 alt ist, darf das Haus gar nicht verlassen. So fehlen zum Teil Spezialisten in der Werft, weil sie ü65 sind.

Wie hält man sich da fit, wenn nichts mehr erlaubt ist. Kein joggen am Strand, kein Fitnesscenter ist offen, meine Muskeln haben die Konsistenz von Götterspeise!

 

Dieses Wochenende 9.-10. Mai ist die Ausgangssperre in Finike endlich aufgehoben. Der Markt war offen, aber alle Leute mussten durch eine Desinfektionsdusche. Das Segeln ist wieder erlaubt, einige Schiffe werden nun die Marina verlassen. Abschiedsparty ist heute Nachmittag, das muss gefeiert werden. Hab Bier kalt gestellt.

 

Die beiden Schreiner haben Samstag und Sonntag gearbeitet. Jetzt fehlt nicht mehr viel und das Deck ist mit Teak belegt. Jetzt ist Ramadan, das heisst nichts essen und nichts trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Der Muhezin singt noch lauter und noch länger, zum Glück ist der Hafen weit vom Minarett entfernt, so genügt laute Musik im Schiff um den Krach zu übertönen. Doch in der Stadt sind einige Apartments nicht bewohnbar wegen dem lauten Singsang auf arabisch. Hier in der Marina wird aber schon am Mittag tüchtig gefeiert und am Abend sitzen auch alle zusammen bevor der Böllschuss das Ende der Fastenstunden anzeigt. Ich erschrecke fast immer, denn meisten knallt es unverhofft. Nach dem Ramadan am 23. Mai ist Ferien, da wird 10 Tage nicht gearbeitet, Zuckerfest, auf türkisch Bayram. Ich hoffe das Deck ist vor diesen Ferien fertig.

 

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Ankerkette schweissen

 

Wer so viel Zeit hat, während das Schiff an Land steht und die Schreiner arbeiten, dem fällt auch immer was ein, was er noch machen könnte.

 

Zum Beispiel: Die Ankerkette mit Farbe markieren, nach 10 Meter gelb, nach 20 Meter rot nach 30 Meter blau und 40 Meter weiss, so weiss ich genau wieviel Kette das beim Ankern gesetzt ist.

 

Oder: meine Ankerkette besteht aus zwei Teilen und ich hab diese mit einem Kettenglied, das mit dem Hammer zusammengeklopft wird, verbunden. Doch jetzt nach drei Jahren ist das Teil rostig und ist sowieso die Schwachstelle in der ganzen Kette. Ich möchte eine neue Verbindung einsetzen. Murat kennt einen Schlosser und wir entscheiden, die Kette zu schweissen. Meine türkischen Seglernachbarn haben ein Auto und damit bringen wir die 65 Meter lange Kette ins Sanayi. Sanayi ist  das Quartier in dem die Handwerker arbeiten, das gibt’s in jeder Stadt. Einfach nach dem Sanai fragen, wenn ihr mal Probleme mit dem Auto, dem Velo, dem morschen Gartentisch oder was auch immer habt.

 

Dort wird das rostige Kettenglied rausgetrennt, ein Kettenglied mit der Trennscheibe und einem Eisenkeil geöffnet und die beiden Kettenglieder zusammen gesteckt. Jetzt das Kettenglied wieder zusammenschweissen und die Ankerkette ist wie aus einem Stück. So einfach ist das. Jetzt gibt’s keine schwache Stelle mehr.

 

Für meine Stützen, welche die Solaranlage waagrecht halten, hat der Schlosser ein dünnes Stahlrohr abgelängt, ein Loch gebohrt, einen Schäkel drangemacht und schon sind die beiden rostfreien Solarstützen fertig.

 

Nach 30 Minuten ist alles wieder im Auto verstaut. Die ganze Arbeit kostet 15 türkische Lira, das sind genau Fr.2.—unglaublich.

 

 

 

 

 

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Trimaran, Ancyra

 

Also, das was hier auf den Holzstützen steht, ist ein Trimaran. Dieses Schiff schwimmt sogar, es war hier im Hafen von Finike, bis es letzte Woche für den Umbau aus dem Wasser gekrant wurde.                                          

Die beiden Ausleger an Back- und Steuerbord können ausgefahren werden, dann erst kann damit gesegelt werden. Ach ja, es ist ein Segelschiff. Das schwarze, zu Oberst ist ein Teleskop-Mast der ist jetzt eingezogen. Der Grossbaum ist begehbar und hat ein Geländer. So was habe ich noch nie gesehen. Die grossen Fenster werden durch Klappen geschützt, damit die Wellen das Glas nicht eindrücken. Beim Ankern, können die Klappen runtergelassen werden und dienen als Balkon.

 

Weil das Ungetüm schlecht segelte, also langsam war, wurden vorne und hinten 4 Meter Verlängerungen angebaut. Es heisst ja unter Segelfachleuten: Länge läuft. Ob das die richtige Entscheidung war, bezweifle ich.     

Ein grosser Propeller sorgt für den nötigen Schub, wenn mal kein Wind ist. Dieser Propeller rotiert durch einen Kettenantrieb und das ganze wird beim Segeln ins Schiff eingezogen. Auch die beiden Aussenbordmotoren können mit Gewindestangen aus dem Wasser gehoben werden.                                                                              

Jetzt hat ein grosser Umbau begonnen, die Verlängerungen vorne und hinten wurden abgesägt und werden sicher modifiziert. Hinten wurde die Unterseite aufgetrennt. Es soll unten ein Stück angesetzt werden. Der Keil der eingesetzt wird, verbessert sicher die hydrodynamischer Performence. So schwimmt das Schiff vielleicht noch besser. Viel Platz scheint es auf dem Monster nicht zu haben. Sehenswert ist es allemal. 

 

Leider konnte ich aber noch nicht mit dem Besitzer sprechen, würde gerne mal einen Blick ins Innere werfen. Vielleicht kommt ja noch die Gelegenheit. 

 

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In der Werft der Gülets

 

 

Hier auf der Werft in Finike ist zur Zeit nicht viel los. Viele Schiffsbesitzer können nicht herkommen und somit stehen auch die Arbeiten still. Alle paar Tage kommt mal ein Schiff aus dem Wasser, wird poliert und das Unterwasser neu gestrichen, dann wieder zurück ins Wasser. Doch hier stehen Metallarbeiter, Motorenmechaniker, Elektriker und warten auf Arbeit. Nur die beiden Schreiner sind mit der Serenità beschäftigt.

 

Direkt angrenzend an die Antalya Werft, wo ich jetzt liege, ist ein separates Gelände für die lokalen Schiffsbesitzer. Hier wird gearbeitet, gezimmert und gestrichen, gehobelt und geraucht wie die Türken. Hier stehen einige Gület die noch vor der Sommersaison ins Wasser müssen. Einige werden das wohl nicht schaffen, da fehlen noch die Planken, das alte Holz ist morsch und muss ausgewechselt werden. Oft hilft auch viel Farbe drauf!!!  Für mich wars interessant die grossen Holzschiffe aus der Nähe anzuschauen.

 

Hoffentlich gelingt der Start in die Touristensaison, zu wünschen wäre es, die Menschen hier an der Küste leben vom Tourismus. Von Bodrum bis nach Antalya ist die lykische Küste auch wunderschön, unverbaute, grüne Natur.                                       

 

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Teakdeck wird verlegt

 

Nach drei Tagen sind beidseits auf Deck einige Teakstäbe gelegt. Die Arbeit geht schneller voran als gedacht. Mit Teilen von Eisenbahnschienen wird das geklebte Holz beschwert. Das arme Schiff stöhnt und ächzt unter der schweren Last.

 

Zu meiner Freude hat es Faik geschafft, die Ankerwinsch zu lösen. Er hat die Holzkeile flach aufs Deck gelegt und die ganze Halterung und Messingrad zusammen raufgedrückt, da hat sich nach einigen gewaltigen Schlägen das Rad gelöst. Geholfen hat sicher auch, dass ich vorher eine Dose WD40 auf die Antriebsachse gesprüht habe. Nun können auch das Lager und die Dichtungsringe ausgewechselt werden. Vor allem aber, kann das Teakdeck flächig gelegt werden und muss nicht um die Winsch rundum verbaut werden.

 

Jetzt wird wegen dem türkischen Nationalfeiertag am 23. April und der Ausgangssperre bis am 26. April nicht gearbeitet. Ausserdem regnet es so stark, dass an arbeiten nicht zu denken ist.

 

 

 

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Letzte Vorbereitung an Deck

 

 

Nachdem das alte Teakholz entfernt war, mussten die beschädigten Stellen an der Oberfläche geflickt werden. Das habe ich zusammen mit Faik gemach, er hat einen Marineshop hier, die Werft machte nur teure, unnötige Vorschläge. Bis am Sonntag habe ich geschliffen und Faik hat mit Epoxy gestrichen und die defekten Stellen zugeklebt. Ich hatte ganz graue Haare vom Schleifstaub, doch leider war das grau auch nach dem Duschen nicht weg! Hab mit wohl zu viel geärgert mit den Handwerkern und dem Management hier.

 

Nun geht’s los am Montagmorgen, hab ich gedacht. Die Schreiner kamen, aber zuerst wurde nochmals das ganze Deck mit Silikonresten übersät, die am Aussenrand vom Deck abgekratzt wurden. Dann endlich ist das Deck sauber und die Materialen werden aufs Schiff gebracht. Schwere Eisen um das geklebt Holz zu beschweren.

 

Eine Sorge bleibt noch, die Ankerwinsch, sie lässt sich nicht abmontieren, das Messingrad will und will nicht nach oben aus der Antriebsachse raus. Hab es mit Gewalt versucht, hab Holzkeile unten reingeschlagen, kein Millimeter hat es sich bewegt. Da bin ich froh, dass ich von Peter und Jürg aus der Schweiz Unterstützung habe. Falls was an der Winsch kaputt geht, kann ich das in Deutschland oder direkt bei dem Hersteller in italien bestellen.

 

Das soziale Leben ist hier zum Erliegen gekommen, alle sind nur noch für sich, haben Ansteckungsangst. Nur Murat hat mich, auf sein kleines Schiff, zum Abendessen eingeladen. Es gab Fisch und Salat und natürlich Raki. Den hat er selber gebraut oder gemixt. Da Alkohol in der Türkei teuer ist, wird in der Drogerie grosse Bottiche reiner Alkohol gekauft, damit stellen die Türken dann Raki oder Whisky her. Am nächsten Morgen hatte ich einen Brummschädel, doch ich sehe noch aus beiden Augen!!

 

Nun am Dienstagmorgen 21. April wird das erste Teakholzstück aufgeklebt. Freue mich, dass es nun vorwärts geht. Bin gespannt, wie die beiden Schreiner in Handwerk meistern und das Deck gestalten.

 

 

 

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Demontage altes Teakdeck

 

 

Endlich nach meiner Zwangsquarantäne kanns los gehen. Die Schreiner und die Werftmitarbeiter sind wieder freundlich zu mir. Am 1. April beginnt das grosse Hämmern, die Schrauben habe ich vorab schon gelöst und rausgedreht. Es waren 2'250 Schrauben aus 1,9 kg rostfreiem Stahl.   

 

Die Teakholzstäbe waren viel stärker mit dem Deck verklebt als ich gedacht hatte, wir mussten die Leisten mit dem Stechbeutel und Hammer lösen. Leider ist sogar an einigen Stellen das Deck beschädigt worden. Das muss jetzt zuerst noch geflickt werden. Das heisst warten auf den Polyesterfachmann.

Alle Schraubenlöcher wurden zugespachtelt und trotzdem ist beim ersten Regen das Wasser ins Schiff getropft. Ja so genau, wird dann doch nicht gearbeitet. Ich hab dann nachgebessert.

 

In der Zwischenzeit wurde das neue Teak zugeschnitten. Die Teakholzbalken die in Istanbul gekauft worden sind, wurden hier auf das richtig Mass zugeschnitten, gefräst und gehobelt. Jetzt liegen die Stäbe für das Verlegen bereit.

 

Meine türkischen Nachbarn haben einen kleine Hündin mit 6 Welpen, für diese Hunde haben sie einen Zwinger aus meinem alten Teakholz gezimmert. So hat das Holz nochmals eine Verwendung gefunden. 

 

Wer glaubt, dass das Seglerleben nur aus Warten besteht, der irrt sich. In den letzten beiden Wochen, habe ich Wasserschläuche ausgewechselt, Wassertanks gereinigt, alle Verblendungen abmontiert und den uralten Staub entfernt, Getriebeöl beim Bugstrahlruder gewechselt, Gitarre gespielt, Musik gehört, Schach gespielt und einige Bücher gelesen und den Virus überlebt.

 

                                                

 

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Finike während der Virus-Krise

 

 

Nun bin ich schon seit über drei Wochen hier in der Südtürkei. Der Empfang war nicht gerade herzlich. Ich kam in Quarantäne, wurde auf der Serenità eingesperrt. Durfte das Schiff nicht verlassen, die Wachmannschaft war Tag und Nacht am Eingangstor zur Marina und Werft. Nur im Dunkeln bin ich rausgeschlichen, zum Schiff von Aylin und Göran, die hatten Internet und so habe ich ihr WLAN angezapft. War eine bedrückende Zeit, die einzigen Aufsteller waren die netten Menschen welche mir die Lebensmittel und Lektüre zum Schiff gebracht haben. Mit frischem Fisch und allerlei Gemüse wurde ich verwöhnt. Feine Sachen kochen, hat meine Tristesse aufgelockert.

 

Nach 14 Tagen war der Spuk vorbei und endlich fühlte ich mich ein wenig freier, doch alle Restaurants und Teestuben waren inzwischen geschlossen, die älteren Leute hatten Ausgangsverbot nur mit Gesichtsmaske darf man zum Einkaufen. So ist es immer noch, die Strassen sind leer, die endloslange Promenade am Meer ist gesperrt. Die Arbeiter auf der Werft wurden wieder freundlich zu mir, sahen nicht mehr den möglichen Virusträger und konnten plötzlich wieder lächeln.

 

Das neue Krankenhaus hier in Finike ist für Coronafälle reserviert, es sind zum Glück bis jetzt nicht viel Patienten im Spital, vermutlich nützen die Vorsichtsmassnahmen. Doch wie geht das weiter? Nützt es wenn hier die Gemeindearbeiter mit Traktoren, anstatt Spritzmittel für die Orangenplantagen, das Desinfektionsmittel über die Alleen und die Autos und Strassen versprühen?

 

Finike mit seinen ca. 20'000 Einwohnern, liegt in einem weiten fruchtbaren Flussdelta, das viele Wasser ermöglicht, das bewässern der Plastikhäuser und der zahllosen Orangenplantagen. Zur Zeit blühen die Orangen und der Duft weht bis zum Hafen. 

 

Hoffentlich hat der Schrecken bald ein gutes Ende, wer weiss……………..

 

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Selime - Kappadokien

Dieser Ort liegt am Ausgang des Ihlara-Tal, so war es nur eine kurze Fahrt hierher. Zu unserem Glück scheint hier die Sonne noch, im tiefen Ihlara-Tal war es schon fast finster. 

Hier in Selime ist ein ganzer Berg ausgehöhlt, wir sehen ein Kloster, Esssäle und zu oberst auf dem Berg, ein Kathedrale. Diese ist im Berg versteckt, komplett aus dem Tuffstein herausgemeisselt worden. Wir sehen Säulengänge und einen Altarraum. Leider sind auch hier die Fresken zerstört worden. Von hier oben ist eine tolle Aussicht über das Land und die anderen Felsenkamine in der Nähe. Das war unser letzter Kappadokien-Besichtungshotspot.

Nun gehts zurück nach Göreme und am nächstem Morgen nach dem türkischen Frühstück, beginnt die lange Fahrt zurück nach Finike. 

Etwas Entstehungsgeschichte: 

Verschiedene Vulkane bedeckten das Land in Kappadokien mit Tuffstein. Die Erosion durch Wind und Wetter grub Täler in den weichen Tuff und schuf vielfältige Formen und eine ungeheure Anzahl an Felsenkegel. Durch die Fähigkeit des Tuffs Wasser zu speichern, waren die Täler fruchtbarer als die höhere Umgebung. Schon die ersten Menschen die hier lebten, begannen Höhlenwohnungen in den Tuff zu graben. Einerseits ist das Gestein leicht zu bearbeiten, andererseits stabil genug um sicheres Wohnen zu gewährleisten. Infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen zogen sich die Christen zurück aufs Land und begannen zu ihrem Schutz die Höhlen und unterirdischen Städte auszubauen. Zum Teil leben immer noch Leute in den Höhlen oder benutzen diese als Ställe.

Uns hat diese Landschaft fasziniert, und von den verborgenen Schätzen wie Kirchen und unterirdischen Städte waren wir überrascht, wir haben nur einen kleinen Teil von Kappadokien gesehen, doch dieses Land wird uns in bester Erinnerung bleiben.

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Untergrundstadt und Ihlara-Tal

Nach dem kurzen “Winterschlaf” in der Felsenhöhle, gehts beim ersten Sonnenstrahl nach draussen mit dem wärmenden Kaffee in der Hand. Was schwebt da über mir, die Heissluftballone, der Wind schiebt die Ballone lautlos über die Stadt, zwischen die Felstürme und vorbei am Minarett. Wieder ein tolles Schauspiel, so früh am Morgen. 

Nach dem ausgiebigen Frühstück, fahren wir zu einer unterirdischen Stadt. Es ist kalt, zuerst noch das Eis von den Scheiben kratzen, dann gehts los, nach Derinkuyu.

In Kappadokien mit einer Fläche von 25’000 qkm (Kanton TG 1’000 qKm) liegen fast alle Siedlungen über mehr oder weniger ausgehöhltem Grund. Die Untergrundstädte reichten bis zu 8 Etagen tief in die Erde und die grössten Städte hatten Platz für 30'000 Menschen. In Derenkuyu gehts bis 85 Meter tief ins Erdreich. Es gab Ställe, Küchen, Esssäle, Kirchen, Weinpressen, Wasserversorgung, Belüftungsschächte und Verteidigungs-absperrungen. 

Die Menschen lebten nur im Untergrund, wenn sie von Feinden bedroht wurden. Die meisten der Höhlen wurden in der byzantinischen Zeit gebaut und erweitert, als die Überfälle der Araber zunahmen und die christliche Gemeinde in den unterirdischen Städten Schutz suchten. 

Durch die schmalen Gänge haben wir uns einige Stockwerke tief in den Untergrund vorgewagt. Ein einheimischer Führer hat uns fachkundig die vielen Räume erklärt und berichtet wie die Menschen hier unten überlebt haben. Wir konnten die engen Gänge sehen, durch welche die Städte kilometerweit miteinander verbunden sind. Es ist unglaublich was hier unter der Erde gebaut wurde. 

Zurück im Tageslicht gibts wieder mal einen Cay.

Nun gehts zum Ihlara-Tal. Wir fahren durch eine karge, flache Landschaft, erloschene Vulkane sind die einzigen Hügel. An einem Kratersee halten wir kurz, wir werden von Kindern mit Ziege und Hase begrüsst, trinken einen Cay bei ihrer Mutter und schon gehts weiter. Der Ihlara-Canyon ist 14 km lang mit 100 bis 150 Meter hohen Felswänden. Eine steile Treppe führt runter bis zum Fluss der immer noch durch das Tal fliesst. Auch hier sind Siedlungen in die Felsen gebaut, vor allem Kirchen und Klöster. Leider sind die Fresken meistens zerstört worden. Wir wandern dem Fluss entlang bis zu einem Restaurant, dort gibts den nächsten Cay auf den gepolsterten Bänken über dem Fluss. 

Besichtigen, Cay trinken, weiterfahren, Kappadokien ist anstrengend, wenn man nur zwei Tage Zeit hat. 

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Göreme und die Heissluftballone

Wir sind alle schon um 6 Uhr bereit den Start der Heissluftballone zu sehen. Nur Mustafa unser Guide und Hotelier, kommt verspätet. So frieren wir schon beim Losmarschieren. Es ist noch schwarze Nacht. Wir wandern zum Aussichtspunkt über der Stadt, doch zu sehen gibts noch nichts, darum gehts nun zum ersten Cay und Kaffee der uns etwas wärmt und weckt. 

Bald hören wir den Lärm der Gasbrenner vom füllen der Ballone. Ab und zu ist ein Ballon zu erkennen, wenn der Brenner aufleuchtet. Kurz vor Sonnenaufgang heben die Ballone ab, es sind wohl über 100 Stück, rund um den Ort Göreme. Die Körbe fassen bis zu 40 Personen, der Preis pro Passagier ist 200 Euro. - Kopfrechnen- ! Es ist unglaublich wie plötzlich so viele Ballone am Himmel sind. Ein eindrückliches, buntes Spektakel. Langsam kommt auch die Sonne über die Hügel und wir kehren zum Hotel zurück.

Dort treffen uns beim türkischen Frühstück. Auf dem Programm für heute morgen ist der Besuch des Freilichtmuseums in Göreme geplant. Dank unseren türkischen Residentausweis, bekommen wir einen Museumspass und können wie die Türken, zu stark reduzierten Preisen alle Museen besuchen. 

Hier in Göreme besuchen wir die ausgehöhlten Felsen, in welche die frühen Christen schon im 2. Jahrhundert die ersten Kirchen und Klöster gebaut haben. Bis zu sechs Stockwerke haben diese Felsenbauten. 

Mit dem Auto gehts danach in die Umgebung von Göreme, wir schauen uns an verschiedenen Orten die einmaligen Felsformationen an. Es ist unbeschreiblich, wie schön die Flüsse diese Landschaft gestaltet haben. 

Erst am Abend kommen wir von unserer Erkundungstour nach Göreme zurück. 

Kappadokien ist ein touristischer Hotspot, jetzt sind es vor allem Japaner und Chinesen die hierher kommen. 

 

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Kappadokien Reise

Wir Seglerfreunde vom Steg B sind auf dem Weg ins ferne Kappadokien. Wir haben zwei Autos gemietet, bevor es richtig los geht müssen wir aber zur Tankstelle, beide Autos haben staubtrockene Tanks.Diesel kostet hier 1 Euro, so werden unsere beiden Weissen vollgetankt für die 700 Km nach Göreme.

Zuerst gehts der Küste entlang nach Antalia und weiter nach Manavgat. Hier beginnt der Aufstieg über das Taurusgebirge. Die Strassen sind perfekt, immer Doppelspur, aber nur 110 km Höchstgeschwindigkeit und immer wieder mal eine Ampel die auf Rot steht. Am frühen Nachmittag gibt den ersten langen Halt, wir haben Hunger. 

Dann gehts weiter durch die Berge bis wir bei der Millionenstadt Konya die Berge verlassen. Wir haben schon über die Hälfte der Strecke geschafft. Jetzt gehts durch eine endlose Hochebene, 300 Km fast gerade aus! Hier sind wir im Winter angekommen, der grüne Küstenstreifen liegt schon lange hinter uns, es ist karg, abgeerntet und ausgetrocknet. 

Endlich erreichen wir Göreme, hier Mitten in Kappadokien ist unser Hotel. Es ist kalt und der heisse Cay tut gut, unsere schönen Zimmer sind in die Felsen eingehauen, echt "Kappadokenstil", nur Fenster gibt es keine. Hier werden wir die nächsten zwei Tage bleiben und die Umgebung erkunden. 

Was wir im Dunkeln von der Stadt gesehen haben ist echt speziell, das werden bestimmt zwei interessante Tage hier. Darum haben wir mit Mustafa unserem Vermieter schon um 6 Uhr früh abgemacht, den Start der Heissluftballone zu sehen. 

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Busfahrt nach Elmali

Marina und ich wollen die nähere Umgebung von Finike kennen lernen. So haben wir uns erkundigt, wie wir mit dem Bus nach Arykanda und Elmali kommen. Unsere Ausflugspläne haben die anderen Segler vom Steg B ermuntert mitzukommen. So starten wir am Mittwoch um 10 Uhr vom Bushof nach Elmali. Nach einer knappen Stunde steigen wir bei der Haltestelle nahe Arykanda aus. Die Haltestelle liegt an einem kleinen Wasserfall und viele Händler haben hier ihren Verkaufsstand, es fahren ja auch viele Autos und Busse vorbei. Vor der Wanderung zur Ruinenstadt gibts bei der Bushaltestelle zuerst einen Cay.

Zu Fuss gehts danach bergauf zu der antiken Stadt Arykanda. Wir geniessen den herrlichen Ausblick über das Tal. Die vielen Ruinen lassen erkennen, das hier mal eine grosse Stadt war. Das Amphitheater ist sehr gut erhalten, die anderen Gebäude sind von mehreren Erdbeben zerstört worden. Im 4. Jahrhundert v.Chr. war Alexander der Grosse hier vorbei gezogen. Ab dem 2. Jahrhundert v.Chr. haben die Römer die Stadt beherrscht, einige Mosaike sind noch zu sehen. Hier in den Bergen ist es Herbst geworden, die Granatäpfel sind reif und die Blätter färben sich goldgelb.

Nach der Kletterpartie durch die Ruinenstadt, gehts zurück zur Busstation, dort stärken wir uns, es ist Mittagszeit, es gibt Maiskolben und frisch zubereitetes Fladenbrot gefüllt mit Gemüse (Gözleme). 

Bald kommt unser Bus und die Fahrt geht weiter nach Elamli. Der Bus kurvt die Strasse hoch bis wir auf 1100 MüM plötzlich auf einer Hochebene ankommen, rund und flach wie eine Omelette. Die Stadt Elmali liegt am Ende des Plateaus, am Fuss der Berge. 

Wir wollen zur Weinkellerei und haben Glück, der Busfahrer fährt uns direkt dorthin, nach dem er alle Fahrgäste im Stadtzentrum ausgeladen hat. 

Die Lykische Weinkellerei öffnet für uns die Tore und wir werden durch die Produktionshallen geführt. Nach der Besichtigung kaufen wir ein paar Flaschen und geniessen den Nachmittag unter der Laube beim Weingut, bis uns der Bus wieder abholt und nach einem Stopp in Elmali, direkt nach Finike zurück bringt.

Das war ein geselliger Tag, wir haben neuen Eindrücke in den türkischen Lebensalltag erhalten. Die spontane Hilfsbereitschaft des Busfahrers und das bunte Treiben bei der Busstation, bleiben in guter Erinnerung, aber auf türkischen Wein werden wir in Zukunft verzichten!!!

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Wanderung zum Leuchtturm

Am Donnerstag können wir ein Teilstück des Küstenwanderweges kennen lernen. Ayline hat die Wanderung zum Leuchtturm organisiert. Wir sind 10 Personen die wir alle in einem Auto Platz finden, trotz Polizeikontrolle kommen wir mit dem überladenen Auto nach einer Stunde fahren, bei der Piratenbucht an. Diese Bucht heisst so, weil sie Unterschlupf für Piratenschiffe gedient hat. 

Vor dem Start zum 7 km entfernten Leuchtturm, gibts im Garten des Restaurants einen Cay (türkischen Tee). Wir wollen es ja nicht zu hektisch angehen. Auf einer befestigten Strasse gehts der Küsten entlang nach Nordosten. Nach halber Strecke führt ein schmaler Weg durch den Kiefernwald, immer wieder haben wir freie Sicht aufs Meer und die felsige, steile Küste.

Beim Leuchtturm angekommen, haben wir genug Zeit für unser Picknick und um die Aussicht zu geniessen. Der Leuchtturm ist einer der grössten in der Türkei, er steht an einem kleinen Kap, und warnt vor den Inseln die unweit vor der Küste sind. 

Nachdem sich alle erholt haben, auch die über 70 jährigen, gehts auf dem selben Weg wieder zurück in die Piratenbucht. Dieser gut markierte Weg, ist Teil des bekannten Lykischen Wanderwegs, dieser führt über 500 Km von Fethije nach Antalia. Uns sind einige Leute mit riesigen Rücksäcken begegnet, auf dem Lyrische Weg gibts nicht immer Unterkünfte, darum muss das Zelt und Verpflegung mitgeschleppt werden.

Gemütlich spazieren wir zurück, der Wirt erwartet uns schon, doch zuerst gibts ein erfrischendes Bad im klaren Wasser. Erst danach gehts zum Bier und zum frisch zubereiteten Fladenbrot mit Beilagen in das einfache zusammengezimmerte Restaurant. Gemütlich sitzen wir auf den Holzsitzen und geniessen die Ruhe hier draussen im Wald. 

Diese Waldrestaurants sind für Camping und Picknick eingerichtet, die Türken lieben es am Wochenende ans Wasser oder in den Wald zu fahren und ihre Wolldecken aufzuschlagen.

Nach diesem geselligen wandern und plaudern, quetschen uns wieder alle ins Auto und dann gehts zurück nach Finike. 

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Kekova Bay

Wir verlassen die Marina in Kas und segeln an der griechischen Insel Kastellhorizon vorbei. Diese 70 Meilen von Rhodos entfernte Insel liegt direkt an der türkischen Küste. Der Sultan in Ankara würde nur zu gerne diese Insel “erobern”. 

Wir haben guten Wind, vor allem, weil ein Gewitter über den Bergen steht. Wir bleiben aber vor Blitz und Regen verschont, der Wind flaut ab, als wir hinter die Insel Kekova segeln. In der Bucht Xera auf der Insel Kekova finden wir einen geschützten Ankerplatz. Nur die vielen Ausflugsschiffe die für kurze Zeit in der kleinen Bucht ankern stören die Idylle. Doch am Abend sind alle weg und wir haben die Bucht für uns allein. Das Wasser ist glasklar, wir sehen einen Oktopus und die Reste von einer Siedlung unter dem Schiff.

Am nächsten Morgen segeln wir rüber zum Festland ankern vor dem Ort Ücagiz, schlendern durch das Dorf, welches der Ausgangpunkt für die Touristenschiff im Kekovagolf ist. Zu sehen gibts nicht viel, ausser einige Felsengräber, am Nachmittag gehts 2 Meilen weiter nach Kale. Dieser Ort wird von einer grosse Burg überragt, welche die ganze Kekovabucht geschützt hat. Der abgeschiedenen Ort, ist nur mit dem Schiff oder zu Fuss erreichbar. Schon die Lyriker waren 400 Jahre v. Chr. hier und haben uns viele Felsengräber und Sarkophage als zeitlose Zeugen hinterlassen. 

Die Aussicht von der Burg ist einmalig, wir sehen die vorgelagerten Inseln, in die nahen Berge und zum endlosen Horizont übers Meer. 

Runter zum Schiff gehts auf steilen Treppen, vorbei an kleinen Verkaufsständen, wo die Türkinnen 

Tee und Gebäck und Handarbeiten verkaufen. Die Serenita liegt an einem Steg vor einem Restaurant, dort auf der Terrasse über dem Wasser geniessen wir das Abendessen.

Bevor wir nach Finike segeln, fällt der Anker am nächsten Nachmittag in einer andern Bucht dieses Kekova Archipels. Hier treffen sich die Segler vor dem letzten Schlag nach Finike. Einige Schiffe sind hier, welche wir am nächsten Abend in Finike wieder sehen. 

Dies ist unser letzter Abend 2019 an einem Ankerplatz, sollen wir feiern oder traurig sein? 

Der letzte Segeltag beginnt wie jeder Morgen mit einem starken Kaffee und die aufgehende Sonne beschenkt uns mit einem herrlichen, leuchtend roten Sonnenaufgang, die letzte Etappe nach Finike fängt gut an. 

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unser Leuchtturm

Am Ostersamstag waren die Türen des 1895 gebauten Leuchtturms offen. Wir nutzten die Gelegenheit um die 185 Stufen im Leuchtturm hochzusteigen. Die Rundumsicht über den Hafen und die Stadt vom 40 Meter hohen Turm war eindrücklich. Es machte fast etwas Angst auf der schmalen Plattform mit dem kleinen Geländer runter zu schauen. Die geschliffenen Spiegel schicken das Licht 38 km aufs Meer hinaus. 

Nach einigen Minuten in windiger Höhe drehten wir einige Runden die Wendeltreppe runter auf den sicheren Boden. Mitten im Turm trafen wir Ruth und Ueli, zusammen haben wir dann den Bürgermeister von Licata begrüsst. Nach dem Kaffee in der Hafenbar war Shopping für die Festtage angesagt. 

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Karwoche in Licata

Die Vorbereitungen für das Osterfest werden hier in Licata jeden Abend zelebriert. Schon am Mittwochabend ist eine Prozession, da wird der leidende Jesus  durch die Strassen ins Kloster getragen, begleitet von Musik und vielen Leuten. 

Am Gründonnerstag sind mehrere Prozessionen und das letzte Abendmahl wird vor der Chiesa Madre gespielt. 

Am Karfreitag wird Christus zum Kreuz getragen, die letzten 200 Meter begleitet von der Marienfigur, dann wird er um 16 Uhr ans Kreuz gebunden. Die Strassen sind voller Leute. 

Nach der Zeremonie treffen wir uns mit Pino und Camilla, wir sind zum Essen eingeladen. Die Fastenzeit ist vorbei. Es gibt Muffoletto, das ist ein Brot mit Anis, das nur an Ostern gegessen wird, dazu gibts Thunfisch, Sardellen und viele kleine, feine Leckereien. Natürlich gibts auch Nero d' Avola und hausgemachten Limoncello. 

Es sind die Familie und Freunde eingeladen, Birgit mit Sid und Ueli und Ruth, unsere beiden Schweizer Freunde die hier in Licata leben sind selbstverständlich auch dabei. Durch Ueli und Ruth haben wir Pino und Camilla kennen gelernt. Wir fühlen uns geehrt an diesem traditionellen Karfreitagessen dabei zu sein. Bevor am frühen Abend die Messe beginnt verabschieden wir uns. 

Am Abend um 20 Uhr ist halb Licata wieder auf den Beinen, Jesus wird vom Kreuz geholt und in die Kirche San Girolamo gebracht. Das dauert Stunden, wir können nicht bis zum Schluss durchstehen, die Prozession wird ohne uns enden. Das war der traurige Teil vom Osterfest, jetzt kommt die Hoffnung auf ein erfülltes Leben und die Auferstehung. 

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Palestra Body Gym

Unser fast täglicher Besuch im Fitnesscenter hat uns in Form gehalten, das war immer eine schöne Abwechslung im Tagesablauf. Emilia hat uns beide beim Step und bei den verschiedenen anderen Trainings immer wieder ins Schwitzen gebracht und Muskelkater gab es an Muskeln die ich bisher nicht kannte.

Die vielen sportlichen Licatesi haben uns schnell kennengelernt. Oft wurden wir auf der Strasse oder in der Pizzeria angesprochen. Die Italienerinnen sind interessiert, fragen woher wir kommen, wo wir leben und was wir so machen. Das gibt Kontakt und ein kleines Beziehungsnetz in der Stadt. Gioia war meistens auch dabei, hat den starken Männern ein Schmunzeln abgerungen und kam mit den Streicheleinheiten nicht zu kurz. 

Nun heisst es Abschied nehmen, das letzte Training war heute, Marina mit Aerobic und ich bei den schweren Gewichten. 

Ganz zum Schluss haben wir auf aller Glück und unsere Weiterfahrt angestossen, dazu gab es süsses, feines Ostergebäck. 

 

 

 

Discorso d’addio…

 

Marina: Vorrei 2 applausi e 3 secondi di silenzio per un augurio

 

Primo applauso naturalmente per Emilia che ci ha fatto aumentare la forza… avete visto i muscoli di Paul? Non solo ci ha fatto aumentare la flessibilità e la condizione ma nelle lezioni scatenate ci ha trasmesso gioia di vivere! L’ allenamento è - professionale e studiato  - variato e creativo, in tutto questo tempo non c’era una lezione uguale all’altra! Emilia ha un’autorità vincente, gentile e giusta. GRAZIE EMILIA, avanti così!

Secondo applauso a tutte voi che ci avete accolto con simpatia ed interesse e che ci avete fatto sentire parte del gruppo e anche della città di Licata. In tanti posti dove andavamo - o sulla strada - c’era qualcuno da salutare e scambiare due parole, come se fossimo a casa. Ci avete fatto stare talmente bene che adesso siamo tristi di andarcene. Ma nel cuore terremo un bellissimo ricordo di voi tutte!

L’augurio o la preghiera che vorremmo da voi è quella rivolta al mare immenso, che non gli venga voglia d’ingoiarci ma che sia gentile con la nostra barca e con le nostre tre anime.

ARRIVEDERCI E UN ABBRACCIO FORTE FORTE!

 

Marina e Paul con Gioia su Serenità

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Madonna Addolorata

Die erste Prozession vor Ostern ist heute am Freitag 7. April. Nach der Messe in der kleinen Kirche im Hafenquartier, wird die heilige Jungfrau durch die halbe Stadt zum Dom getragen. 

Die Maria wird auf den Schultern von ca. 20 Männer langsam, schaukelnd und von Musik begleitet der Hafenstrasse entlang getragen. Alle Schiffe im Hafen hupen mit dem Horn, als die Mariafigur vom Hafen aus zu sehen ist. Ganz Licata scheint auf den Beinen zu sein, so viele Menschen stehen an der Strasse. 

Vor vielen Jahren wurde diese Maria auf dem Meer transportiert. Wegen Sturm musste die Fahrt abgebrochen werden und das Schiff suchte Schutz in Licata. Bei jedem Termin für den Weitertransport war stürmisches Wetter. Das war für die Licatesi ein Zeichen, die Maria soll in Licata bleiben und so ist und bleibt sie in der Kirche im Hafenquartier.

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Zusammen nach Selinunt und Mazara del Vallo

Am Montag den 3. April sind wir mit Christian und Esther nach Selinunt gefahren. Unser erster Halt war in Sciacca dort in der Altstadt gab es den ersten Expresso Lungo mit Cornetto. Sciacca ist bekannt für seine heilenden Quellen, die waren schon im Altertum bekannt. Sciacca heisst auf Arabisch Wasser.  

Es war ein regnerischer Tag, doch der Regen machte bei unseren Spaziergängen durch die Tempelanlagen immer Pause. 

Selinunt war eine der reichsten und mächtigsten Städte das damaligen griechischen Welt. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, dass wir in den restaurierten Tempel hinein gehen konnten. 

In der Nähe von Selinunt haben wir den Ort besucht, an dem die Griechen die Steine und Säulen für die Tempel aus dem Felsen gehauen haben. Die Säulen sind noch immer zu sehen, die stehen in den Felsen, als ob die Arbeit gerade erst unterbrochen wurde. 

Für die Übernachtung haben wir uns für ein B&B in Mazara del Vallo entscheiden, das ist etwa 20 Km von Selinunt entfernt. Ein Teil der Altstadt ist von den Arabern gebaut und wird noch immer von den Tunesiern bewohnt. Die Gassen in der Kasba sind schmal und verwinkelt. Unser Hotel lag mitten drin, nur mit viel feingefühlt am Lenkrad hat es Christian geschafft ohne Kratzer zum B&B zu fahren. Dort wurden wir herzlich empfangen und dort haben wir uns wohl gefühlt, das feine Frühstück war ein guter Start in den nächsten Tag. Dort haben wir uns verabschiedet, Christian und Esther sind weiter Richtung Marsala und Trapani gefahren.

Marina und ich wurden von der freundlichen Mitarbeiterin vom B&B zur Bushaltestelle gefahren. Doch der Bus war schon vor 1 Std. abgefahren, also zurück in die Stadt, zum Mittagessen, und nochmals einen Bummel über den Domplatz, dann wieder zur Bushaltestelle, wieder mit der netten Frau vom B&B. Dann mit dem Bus zurück nach Licata. Ein Wiedersehen mit Christian und Esther gibts vielleicht in Griechenland. 

 

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Esther und Christian besuchen uns

Schon wieder überraschen uns neue Besucher auf dem Schiff. Obwohl wir ganz hinten im Hafen liegen finden Esther und Christian uns und unser Schiff im grossen Hafenbecken.

Esther und Christian machen auf ihrer Sizilienrundreise bei uns in Licata halt. Wir freuen uns sie auf dem Schiff zu begrüssen und von ihnen zu hören, was sie alles in Sizilien schon erlebt haben. Sie haben zwei Wochen Ferien und sind darum stressfreier unterwegs. 

Nach dem Willkommens-Apero auf dem Schiff fahren wir zusammen rauf zum Ferienhaus von Ruth und Ueli, wo die beiden die nächsten Tage wohnen werden und schieben dort die vorbereitete Lasagne in den Ofen. 

Für den nächsten Tag planen wir den obligatorischen Ausflug zum Tal der Tempel in Agrigento. Das Sackmesser sollte besser im Auto bleiben, am Eingang werden wir streng kontrolliert und Christian darf mit dem Messer nicht in die Tempelanlage.

Doch nach dem kurzen Intermezzo mit dem Wachmann, schlendern wir durch die Tempel und Ruinen und freuen uns auch an den vielen blühenden Pflanzen und an den gelb leuchtenden Mimosen. Eindrücklich was die Griechen vor 2’500 Jahren gebaut haben, grosse Städte und und riesige Tempel. 

Danach fahren wir ans nahe Meer zu den Scala dei Turchi. Das ist einer der schönsten Orte in der Nähe von Agrigento, ein langer flacher Sandstrand und ein schneeweisser Felsen, der wie eine Treppe geformt ist und ins Meer hinaus ragt. Der Felsen verdankt seinen Namen den arabischen und türkischen Piraten, die hier bei Sturm Schutz gesucht haben. 

Das Abendessen und die gemeinsamen Frühstücke in der blauen Cassetta oberhalb Licata haben wir sehr genossen. Die einmalige Aussicht raus auf das türkisfarbige Meer bleiben in bester Erinnerung. 

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zurück im Wasser

Wir schwimmen!

Alle Luken und Seeventile sind dicht, wir sind froh nach einer Woche wieder in der Marina, am Steg zu liegen. 

Die Arbeiten in der Werft wurden gut erledigt, die Arbeiter waren alle freundlich und hilfsbereit. Das Unterwasser wurde perfekt geschliffen und zweimal gestrichen. 

Nur mit dem Resultat vom blauen Streifen bin ich nicht zufrieden. Der Werftmitarbeiter hat das falsche Klebeband benutzt, nun ist die Kante etwas ausgefranst. Das sieht von nahem nicht schön aus. Er streicht wohl normalerweise Fischkutter. 

Viel schöner als vorher ist es trotzdem, von weitem sieht unser Schiff nun wie neu aus, es glänzt und strahlt in die neue Segelsaison. 

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Arbeiten in der Werft

Unsere Ziele bei diesem Aufenthalt in der Werft sind vor allem das Unterwasserschiff von den Algen zu reinigen und mit neuem Antifouling zu streichen. 

Aber es sind noch viele andere Dinge zu erledigen. Wir müssen die Anoden ersetzen, die haben sich im letzten Jahr stark zersetzt und wir wollen endlich den blauen Streifen am Rumpf malen lassen, die Farbe war stark verblasst und soll nun wieder glänzen.

In der Toilette müssen wir ein Ventil auswechseln, es lässt sich nicht mehr ganz schliessen. Sicherheitshalber wird das Ventil ersetzt. 

Die Arbeiten dauerten ein ganze Woche, vor allem, weil der Grundanstrich für den blauen Streifen schlecht trocknete. Es dauerte 48 Std. bis der Primer geschliffen werden konnte. Nun ist aber die neue Farbe drauf und das Blau leuchtet in der Sonne.

Jetzt sind fast alle Arbeiten abgeschlossen, noch den Rumpf polieren und den Propeller fetten, dann gehts am Freitag 24. März zurück ins Wasser. 

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Werftaufenthalt

Wieder ist es soweit, die Serenità kommt aus dem Wasser. Immer ein spannender Moment. Hier in Licata steht ein 300 Tonnen Travellift für die kleine HR36 mit 7,5 Tonnen bereit. Unser Termin ist am frühen Samstagmorgen 8.00 Uhr. Das Auswassern mit dem Riesenkran ist eindrücklich. Sanft werden wir aus dem Wasser rauf aufs Land gehoben. Giuseppe, Chef der Oceanica Werft, steuert den Kran mit der Fernbedienung.

Wie vermutet ist das ganze Unterwasserschiff voller Weichkorallen, Muscheln und Seetang. Hier in Licata ist das Hafenwasser stark überdüngt. 

Mit einem Schaber wird nun aller Bewuchs abgekratzt, danach wird das Unterwasserschiff mit Wasser abgespritzt. Erst dann wird das Schiff - auf einem fahrbaren Gestell - an den Arbeitsplatz in der Werft gefahren. 

Schon ist Samstagabend und Feierabend. 

Nun packen wir unsere Kleider, leeren den Kühlschrank und ziehen für einige Tage in ein Apartment in Licata.

Nach einer durchfrorenen Nacht in der kalten Wohnung arbeiten wir am Sonntag am Schiff. Wir bauen die Toilette aus damit genug Platz ist um das defekte Seeventil auszuwechseln und spachteln wieder einmal den Kiel der eine Schramme abbekommen hat. Ausserdem wechseln wir das Hydrauliköl vom Bugstrahlruder, auch das kann nur gemacht werden, wenn das Schiff nicht im Wasser ist.

Nun haben wir unseren Teil der Arbeit schon fast erledigt, jetzt kann die Werft ihre Arbeit am Montagmorgen beginnen.

Gioia schaut uns von oben über die Bordkante zu. 

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Ätna

Der höchste Vulkan Europas, 3323 Meter hoch, ist wieder mal aktiv. Von unserem Hotel in Taormina sahen wir die weissen Rauchwolken über dem Ätna aufsteigen. In der Nacht leuchtete der Himmel über dem Vulkan immer wieder rot, wir hatten tolle Sicht vom Zimmerfenster rüber zum Ätna.

Am nächsten Morgen genossen wir das üppige, feine Frühstück in der Pension Grete. Die Sicht  über Taormina bis runter zum Meer in die Strasse von Messina war einmalig. 

Danach wollten wir nun aber zum Ätna, wollten den rauchenden Vulkan aus der Nähe sehen. Wir fuhren via Linguaglossa den Nordosthang des Ätna hoch, die verschiedenen Vegetationszonen konnten wir gut erkennen. Unten warten die Orangenbäume voller Früchte, weiter oben am Berg dann Rebberge, dann Eichenwälder und danach fuhren wir durch Lavafelder. Wir fühlen uns wie auf dem Mond. Die einzelnen Lavaströme entlang der Strasse und die Lavaschneisen durch die Wälder waren beeindruckend. 

Wir fuhren rauf bis zu einem Skilift, durch den Schnee sind wir zur eine Skihütte gestapft. Hier oben war richtiger Winter. 

Dann fuhren wir weiter zum Refugio Cirelli. Von dort hatten wir dem besten Blick zum Krater, wir sahen die Steine durch die Luft fliegen und den schwarzen Rauch aufsteigen. Ursula hat wohl über 100 Fotos gemacht. Sie war beeindruckt von dem rauchenden, feuerspeienden Berg. Roland musste immer wieder anhalten damit neue Fotos gemacht werden konnten.

Über steile Strassen sind wir danach nach Zafferana runtergefahren und haben dort auf dem grossen Dorfplatz neben der Kirche eine feine Pizza gegessen. Die weisse Rauchfahne über dem Ätna war immer gut zu sehen. 

Dann fuhren wir via Piazza Armerina zurück nach Licata. Leider hatte die Villa Romana schon geschlossen, so müssen die beiden die schönen Mosaiken in den nächsten Sizilienferien anschauen. 

In Licata verabschiedeten wir uns von den beiden Kurzurlauber, sie fuhren direkt weiter nach Agrigento ins B&B. 

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mit Roland und Ursula unterwegs

Das wird wieder eine abwechslungsreiche Woche werden. Wir bekommen Besuch von Ursula und Roland. 

Wir erwarten die beiden am Montagabend am 13. März. Nach einem Willkommensdrink, gibts auf dem Schiff Lasagne und wir besprechen, was wir in den nächsten Tagen zusammen unternehmen werden. 

Das Ziel ist: den Ätna aus der Nähe zu sehen, er ist zur Zeit sehr aktiv. 

Am nächsten Morgen, nach dem gemeinsamen Frühstück im B&B fahren wir los Richtung Modica, dort ist unser erster grosser Halt. Es ist kurz vor Mittag und wir schlendern durch den Corso Umberto zum Dom mit der langen, steilen Treppe. In dem Dom ist auf dem Marmorboden ein Sonnenkalender eingraviert. Durch ein Loch in der Wand kommt genau um 12 Uhr der Sonnenstrahl auf den Kalender und zeigt die mitteleuropäische Mittagszeit und auch die genaue Mittagszeit von Modica an, diese ist einige Minuten später. Spannend !! Glück für uns, wir sind genau um 12 Uhr dort. 

Wir geniessen den herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt. In der Bar neben der Kirche gibts dann ein Glas Weisswein und ein Arancini.

Nach dem bestaunen der zweiten Kathedrale geht die Fahrt weiter nach Syrakus. Dort suchen wir uns ein B&B, wir wollen heute hier übernachten. Kurz vor dem Dunkel werden gibts einen Abendspaziergang mit tollem Sonnenuntergang, danach durchstreifen wir die beleuchtete Altstadt auf der Suche nach einem passenden Restaurant. Die schmalen Gassen geben plötzlich den Blick frei auf den weiten Domplatz. Auf der Piazza Archimedes steht der riesige Brunnen in dessen Mitte steht Artemis, die Göttin der Jagd. 

Archimedes war ein Mathematiker, er lebte bis 212 v.Chr. in Syracus, seine letzen Worte waren, "störe meine Kreise nicht".

Dann ist auch für uns Schluss mit dem Nachtbummel und wir beenden unser Kreise durch die Altstadt an der Hoteltüre. 

 

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Ausflug nach Ragusa und Modica

Wir wollen Urs das schöne antike Sizilien zeigen. Es gibt hier so viel zu sehen, nur leider sind die Strassen hier auf der Südseite Siziliens nicht all zu gut ausgebaut. Es gibt keine Schnellstrassen. So dauert eine Fahrt von 100 Km ca. 3 Std. inkl. Stau, Ampeln und Kreisverkehr.

Das Frühstück gibts auf dem Schiff, dann gehts los, erster Halt ist in Gela, dort am Pier finden wir eine Bar, Kaffee und Cornetto, gefüllt mit: je nach Wunsch, Konfitüre, Crema oder ungefüllt.

Dann entfernen wir uns von der Küste und fahren weiter nach Vittoria und Comiso. Auffällig sind die vielen guterhaltenen Trockensteinmauern aus der Araberzeit, die in dieser Gegend die Wiesen und Äcker abtrennen. Am Strassenrand sehen wir die ersten blühenden Mandelbäume.

Das antike Ragusa wurde 1693, wie so viele andere Städte auf Sizilien von einem Erdbeben zerstört. Danach wurde Ragusa an neuer Stelle weiter oben auf dem Hochplateau wieder aufgebaut. Die alteingesessenen Adligen weigerten sich aber ihre baufälligen Palazzi zu verlassen, so wurde Ragusa Ibla, an der exakt gleichen Stelle wieder aufgebaut. Wir sind kurz vor Mittag dort, finden problemlos einen Parkplatz, und steigen die steilen, engen, verwinkelten Gassen hoch. Graue Steinhäuser und barocke Paläste bilden das eigentliche Stadtzentrum von Ragusa - einfach grossartig. 

Am höchsten Punkt des Piazza Duomo steht der Stolz der Stadt oben auf einer grossen Freitreppe - ihr Dom aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 

Nach dem Picknick und dem Kaffee fahren wir weiter nach Modica. Dort suchen wir uns eine Unterkunft und geniessen, nach einem Spaziergang durch die Altstadt, ein Glas Wein an einem sonnigen Platz unter einem Olivenbaum. 

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Arbeitstag bei Sonnenschein

Obwohl die Tage nicht immer von früh bis spät mit arbeiten ausgelastet sind, sind wir doch “immer” am Werken. Ich nutze das sonnige, warme Wetter, es ist windstill und die Temperaturen frühlingshaft. So macht das Arbeiten auf dem Deck richtig Freude. Der Arbeitstag hier in unserem Seglerleben sind nicht so schnell und durchorganisiert wie in der Schweiz, alles dauert etwas länger, das Leben hat einen gemächlicheren Rhythmus. 

Heute ist die Ankerwinsche an der Reihe, diese ist im Sommer unverzichtbar und muss tadellos funktionieren. Dazu braucht sie aber auch Pflege. Mindestens ein Mal im Jahr zerlege ich die Ankerwinsch, da wird sie gereinigt und gefettet. Nachdem ich mit Harrys Hilfe die Winsch in Portugal gewartet hatte, war diesmal das Zerlegen der Winsch schnell gemacht. 

Die kleine Winsch am Mast hat sich auch über das neue Fett gefreut, nun sind alle Winschen wieder geschmiert und bereit für die Segelsaison. Sie schnurren nun wir fleissige Bienen. Ssssssssssssss

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Aus dem Alten entsteht was Neues

 

Aus dem alten Segel recyclet Marina neue Taschen. Es entsteht eine neue Tasche für die Utensilien fürs Fitness, ein Bag für den PC und ein kleines Portemonnaie für das Euromünz.

Vielleicht nimmt Marina ja Bestellungen entgegen? Talent hat sie. 

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Editorial

Ein bisschen Mut braucht es schon, den tollen Job zu künden, das Haus zu vermieten, ein Schiff zu kaufen, zu heiraten, den Alltag zu verlassen. Das alles haben wir im April 2015 gemacht. Das Abenteuer war zu verlockend. Wir lösen die Leinen in Gelting an der Ostsee und unsere Hallberg-Rassy 36 startet mit uns die grosse Reise. Keine exakten Pläne, der Wind bestimmt das Tempo und die Richtung.

Wir geniessen die Freiheit bei zu viel Wind oder Gegenwind im Hafen zu bleiben, wir geniessen die ruhige Fahrt durch die blauen Wellen, wir geniessen das Ankommen im sicheren Hafen nach einer stürmischen Fahrt, wir geniessen die Gemeinschaft der Seeleute.

Unser Ziel ist das einfache Leben auf kleinem Raum, umgeben von der Natur, das spühren der Elemente. Unser Ziel ist die Reise, das entdecken neuer Länder und Menschen, unser Ziel ist ein neuer Lebensrhytmus. Das alles sind wir am Erleben.

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Ausflug ins Tal der Tempel

Nur eine Stunde Busfahrt von Licata entfernt liegt Agrigento, wir wollen zu den griechischen Tempeln der antiken Stadt Akragas, die wurde 581 v. Chr. am vorteilhaftesten Punkt der sizilianischen Mittelmeerküste gebaut und liegt am Fusse von Agrigento.

Wir sehen die Tempel schon von Weitem aus dem Busfenster. Doch aus der Nähe sind die Überreste aus diesem “Goldenen Zeitalter” noch eindrücklicher. In der Stadt lebten mehr als 300’000 Leute und die Stadtmauer war 12 Kilometer lang. Der Olympiasieger im Wettkampf Viergespann wurde in Akragas mit 300 von Schimmel gezogenen Wagen empfangen.! In der Stadt lebten Mediziner, Philosophen, Tyrannen aber auch die Demokratie wurde von Empedokles eingeführt. 

Wir staunen über die Größe der Tempel, über die Mächtigkeit der einzelnen Steinblöcke. Ganz im Osten sehen wir vor uns den fast intakten Concordia Tempel, einer der am besten erhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Er dient auch als Logo für die UNESCO. 

Wir verbringen viele Stunden in dem Park, und wir werden sicher wieder zurück kommen. 

Mit dem Bus gehts dann bequem zurück nach Licata. 

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Licata, echt sizilianisch

Mit den Mietauto waren wir einen Tag unterwegs und haben uns den Hafen von Marina Ragusa angeschaut. Wir haben hin und her überlegt,Vorteile und Nachteile aufgelistet, dann noch mit dem Preis verhandelt, danach haben wir uns für Licata entschieden.

Hier sind wir nahe der Stadt, es gibt eine Werft und einen Shippershop und die Segler unternehmen vieles miteinander. In Ragusa leben mehr Leute auf den Schiffen und es soll mehr Aktivitäten geben. 

Hier in Licata ist jeden Sonntag BBQ bei der grossen Feuerstelle. Nächste Woche gehen wir zusammen in eine Weinkellerei und am nächsten Sonntag geht es mit dem Oldtimerzug nach Modica. 

Wir haben schon viel entdeckt im Stadtzentrum von Licata. Die Häuser sind alle “baufällig” die Gassen oft dunkel und schmal, auf den Plätzen und in den Strassenkaffees treffen sich die Männer, frische Früchte, Fisch und Gemüse wird an der Strasse verkauft, die Leute haben Zeit zum Diskutieren und Flanieren, Arbeit gibts fast keine hier, die jungen Leute zieht es nach Norditalien oder nach Deutschland. Doch die Stadt hat Flair, sie lebt und wir sind mitten drin.

Licata war die erste Stadt Italiens die von den Amerikanern von Mussolinis Faschistentruppen befreit wurde. 

Am Corso Emanuele mitten in einer Häuserzeile ist das Theater, wir beide waren eingeladen bei der Oper “Madame Butterfly”. War ein grosses Erlebnis, über 40 Sänger und Sängerinnen aus Japan im Vorprogramm, überraschend wunderbare Stimmen der Opernsänger und von Madame Butterfly. 

Schöne Strände am Stadtrand, und einen einmaligen Friedhof oberhalb der Stadt. 

Es gibt vieles zu sehen, hab mir heute ein Bike gekauft, für Ausfahrten an den Horizont. Uns wird bestimmt nicht langweilig hier.

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Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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weiter nach Mazara del Vallo

Heute ist nicht mehr so starker Südostwind gemeldet, wir verlassen Marsala mit vollem Weinkeller und können den ersten Teil der Strecke segeln. Der Wind frischt auf wir reffen das Gross und die Genua.  

Wir haben nur bis um 11 Uhr Wind zum Segeln, danach dreht der Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen, leider gehts nun gegen den Wind und Wellen und wir kommen nicht schnell voran. Erst um 13.30 sind wir in Mazara del Vallo, einer Hafenstadt an einer Flussmündung. Also verspätetes Mittagessen nach den 15 Meilen durch die Wellen.

Hier in Mazara liegt die grösste Fischkutterflotte Italiens. Viele der Fischtrawler fahren an die fischreiche afrikanische Küste, zu den tunesischen Gewässern oder nach Libyen zum Wildern, dort riskieren sie Gefängnisstrafen, die tunesischen Gefängnisse sollen besser sein!

Die Altstadt von Mazara erinnert an eine nordafrikanische Kasbah, die engen verwinkelten Gassen sind gesäumt von Barockgebäuden und Bauwerken aus dem Normannenzeitalter. In diesem Teil der Stadt leben vor allem Tunesier. 

Riesig scheint die Piazza della Repubblica, wenn man aus den engen Gassen auf den grossen Platz tritt, prächtigen Palazzi und der Dom umrahmen den Platz.

Das Nachtessen gibt's in einem tunesischen Restaurant, danach gehts im Dunkeln zurück zum Schiff.  

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Die Salzlagunen von Marsala

Die kleine Altstadt von Marsala ist schnell entdeckt und besichtigt. Darum haben wir heute die Velos rausgenommen und wollen zu den Salzlagunen fahren.

Los gehts, alles möglichst dem Meer entlang Richtung Trapani, zwischen Marsala und Trapani ist das Meer sehr flach, zu einer vorgelagerten Insel kann man mit dem Fuhrwerk sogar auf einer Unterwasserstrasse fahren. 

Bei einem Touristen Info Center halten wir an, fragen nach dem Weg zum Salzmuseum und werden gleich hier von einem netten Herrn über alles was mit der Salzgewinnung zu tun hat informiert. Zum Glück, denn das Museum war geschlossen, Winterbetrieb! 

Wir fahren den Lagunen entlang, sehen Flamingos und Eisvögel. Schauen uns die Windmühlen, die das Wasser vom Meer in die flachen Salzgewinnungsbecken gepumt haben, aus der Nähe an. Kaufen bei einem interessanten Mann mit den 100 Berufen, er möchte ja hier überleben, einen Glücksbringer. Dann gehts wieder zurück in die Stadt, nun mit Gegenwind. 

Am Freitag wollen wir wegen dem Südostwind auch noch nicht weiter, dazu regnet es immer wieder. Wir fahren zu einer Weinkellerei und kaufen den Wein ab der Zapfsäule! 

Am letzten Abend in Marsala schlendern wir nochmals durch die beleuchtete Innenstadt, zur Piazza della Repubblica die von den mächtigen Chiesa Madre beherrscht wird, dann durch das Stadttor “Porta Garibaldi”. 

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An die Westküste Siziliens

Der Morgen kündigt sich mit einem leuchtenden rot am Horizont an. Die Fischer verlassen den Hafen, das ist bestimmt ein gutes Zeichen, dass Wind und Wellen sich beruhigt haben.

Wir starten um 7.45 den Motor, setzten kurz nach dem Hafen die Segel, Kurs Südwestwärts nach Trapani.

Wir haben mehr Wind als vorausgesagt, die Wellen sind nur noch 1,4 Meter hoch, es macht richtig Freude zu segeln. Der Wind steht leider zu stark südlich, so dass wir Trapani nicht direkt ansteuern können. So müssen wir kreuzen und das gibt einige Meilen mehr. Marina wird immer ruhiger und muss ab in die Koje, die Wellen sind zu unangenehm, Seekrank ??? 

Kurz vor Trapani stellt der Wind ab, mit Hilfe vom Motor gehts an allen Untiefen vorbei in den Hafen.

Marina ist wieder fit und fragt über Funk, ob wir in den Hafen einlaufen dürfen, das ist speziell hier, vermutlich wegen den vielen Fähren welche zu den Ägadischen Inseln rein und raus fahren.

Wir legen nach 23 Meilen um 13.45 im Hafen an. Nach dem “Anleger” gibts was feines zu Essen, dann ab in die Stadt. Es wird früh dunkel, die Sonne geht hinter den Ägadischen Inseln unter. Dann erscheint im Osten der Vollmond, da er der Erde extrem nahe ist ist er 14 % grösser als sonst, wir haben Glück, die Nacht ist fast wolkenlos. 

Wir bleiben 2 Nächte, wollen am Montag rauf nach Erice, eine antike Stadt, 750 Meter höher gelegen als Trapani und mit einer Seilbahn bequem zu erreichen. Drunten in der Stadt scheint die Sonne, hier oben in Erice ist es wolkenverhangen. Mystisch, die Burgen und Kirchen tauchen aus dem Nebel auf. Runter nach Trapani ist der Blick frei. Doch ganz Erice ist eingehüllt in die eine grosse Wolke. 

In früheren Zeiten war Erice ein berüchtigtes Zentrum des Liebeskultes der Venus. In dem heiligen Tempel wurde ein spezieller Kult der sakralen Prostitution praktiziert. Trotz der zahlreichen Überfälle blieb das Heiligtum immer unversehrt, unschwer zu erraten warum. 

Ich konnte wegen des Nebels den Tempel nicht finden. Oder wurden aus den Tempelsteinen etwas eine der vielen Kirchen gebaut? 

Gefunden haben wir aber das weltberühmte Café Maria mit den herrlichsten sizilianischen Leckereien. 

 

 

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Kurzausflug in die Wellenberge

Wir sind noch unschlüssig, ob wir heute Mittag weiter segeln können, die Wellen draussen beim Riff vor dem Leuchtturm sind riesig. So spazieren vorerst durch den Ort, kaufen beim Fischer zwei Spigola und Thunfischstücke konserviert im Glas. Er erzählt uns vom Thunfischfang und von der Thunfischverarbeitung, über 40 Fischer haben hier Thunfisch gefangen. Heute wird der Thunfisch aus Portugal und Spanien importiert und verkauft.

Am Mittag entscheiden wir, dass wir weiter segeln. 

Der Wind wird weniger und hat auf auf West gedreht, so sollten wir nach Trapani segeln können. Wir verlassen den Hafen, doch nach 2 Meilen entscheiden wir zurück zu kehren, die Wellen sind zu hoch und kommen von der Seite, die Serenità wird immer wieder schwer auf die Seite gelegt. Wir drehen ab, zurück in den Hafen, dort kommen wir wieder gut an. War ein Adrenalin-Abenteuer.

 

Wir waren etwas ungeduldig, wollten weiter um bald in Licata zu sein, in unserem Winterquartier. Doch die Natur war heute anderer Meinung. 

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Nach San Vito lo Capo

Wir sind schon bei Sonnenaufgang am Kaffeetrinken, danach gibt es ein kleines Frühstück. Dann wird das Schiff für die Abfahrt bereitgemacht.  

Wir verlassen Castellammare del Golfo um 07.45. Durch den langen Bergrücken, der mit dem Monte Monaco in San Vito lo Capo endet, sind wir vom Westwind geschützt, wir haben wenig Wind nur die Böen kommen ab und zu über den Bergkamm. Dann wird die Serenità schnell, sonst gehts gemütlich vorwärts. Wir sind am schönsten Küsteabschnitt von Sizilien, es gibt hier das ggrösste Naturschutzgebiet “Lo Zingaro” von Sizilien.

Wir sehen auch stillgelegte alte Thunfischfabriken, hier wurden früher Thunfische gefangen und verarbeitet. Heute sind fast keine Thunfische mehr im Mittelmeer. Das war noch vor ca. 50 Jahren. 

Heute kommt der Thunfisch aus dem Atlantik. Viele Fischerboote wurden auf Befehl der EU ausgemustert. 

Wir kommen kurz vor 11 Uhr in San Vito lo Capo an, der Hafen liegt in ein einer grossen Bucht. San Vito ist der nordwestlichste Ort von Sizilien. Ein Badeort mit einem herrlichen Sandstrand. Der Ort ist arabisch angehaucht, Africa ist nicht weit weg. 

San Vito ist jetzt ziemlich verlassen, keine Badegäste sind da, keine Kletterer die auf den Monte Monaco raufkraxeln, keine Segler die Urlaub machen. So haben wir den Hafen für uns und auch die Pizzeria am Abend. Der abgelegene Ort wir von uns auf einigen Spaziergängen erkundet. 

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Castellammare

Wir verlassen Palermos grossen Hafen am frühen Morgen. Unser Kurs ist immer der Küste entlang nach Westen. Es sind 34 Meilen bis Castellammare del Golfo, einer alten Stadt am Fuss einer Bergkette, mit einem geschützten Yachthafen. Wir brauchen den Motor, es hat zu wenig Wind. 

Leider haben wir jetzt oft stürmisches Wetter oder gar keinen Wind und oft hohe Wellen. 

Kurz nach Mittag sind wir in Castellammare, ein freundlicher Hafenmeister, Gianfranco hilft beim Anlegen. 

Wir liegen am Fuss der Altstadt geschützt von hohen Hafenmauern. 

Am Dienstag fahren wir mit den Velos der Küste entlang nach Balestrate, die Küstenstrasse führt oft steil bergauf, nach 15 Kilometer sind wir dort, netter Ort, feines sizilianisches Mittagessen. Der grosse Hafen hier wurde nie fertiggestellt, nur die Hafenmauern sind da, aber keine Stege oder sonstige Infrastruktur. Das Geld ist ausgegangen. 

Am Mittwoch fahren wir Richtung Nordwesten, dem vielleicht schönsten Küstenabschnitt Siziliens entlang. Wir kaufen bei einem Olivenbauern frisch gepresstes Öl, und entdecken einen wunderschönen Sandstrand. Keine Bar hat offen, alle haben Winterbetrieb. So gehts wieder nach Castellammare zurück in die Altstadt.

Wir bleiben bis am Samstagmorgen hier, es regnet oft und es stürmt aus Nordwesten, die Wellen schlagen und schäumen über die Hafenmauer, da habe ich keine Lust rauszufahren. 

Wir liegen am Steg, zwei Muringleinen vorne, alle Fender draussen, das Schiff liegt ruhig, nur der böige Wind der in den Masten pfeifft zeigt uns, dass es draussen stürmt.  

Wir warten ab, jetzt im späten Herbst braucht es Geduld mit dem Wetter. Castellammare ist ein schöner Ort um einige Tage zu bleiben. 


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Palermos Sehenswürdigkeiten

Am ersten Tag haben wir am Puls der Stadt geschnuppert. Nun wollen wir nochmals genauer hinsehen. Die Quattro Canti und die Fontana Pretoria, dieser Brunnen wurde für eine Villa in der Toscana gebaut, Palermo wollte aber einen grösseren Brunnen als Messina, darum steht er jetzt vor dem Rathaus. 

Den Dom mit dem riesigen Vorplatz, und dann mal in die Neustadt, mit den breiten Einkaufsstrassen und noblen Restaurants und Kaffees. 

Mitten Velos zum Palazzo dei Normanni, das war unter den Normannen, die Palermo zu Blüte brachten der Hauptsitz des Königreiches. Roger II baute in einem Flügel des Palastes die Kapelle Palatina. Ob den wunderbaren, eindrücklichen, strahlenden Mosaiken verschlug es mit den Atem. 

Der Fussboden mit Marmormosaiken, die Decke aus geschnitztem Holz, ein Meisterwerk arabischer Schnitzkunst.

Die Kapelle wurde zu der Zeit gebaut als in der Eidgenossenschaft die Habsburg mit den Hellebarden vertrieben wurden. 

Dann zum Teatro Massimo und und …. alles auch bei Nacht wunderschön, und viel los in den Gassen und Plätzen. Sogar auf dem Dach des Domes waren wir in der Nacht. 

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nach Palermo

Nach den beiden erholsamen Tagen in Ustica müssen wir weiter. Der Wind wird drehen und stärker aus Süden kommen, dann liegen wir hier in Ustica nicht mehr sicher. Der Hafen ist nicht gut geschützt.

Wir legen am Mittwochmorgen um 9 Uhr ab, es sind 35 Meilen bis zum “Festland” von Sizilien. Wir steuern Palermo an. Wir haben wenig Wind, ab und zu segeln wir, dann hilft wieder der Motor. Wir entscheiden, dass wir bei Dämmerung einlaufen und an der Tankstelle festmachen. Das gibt für uns eine Gratisübernachtung. Pünktlich beim Nacht werden legen wir an. Wir feiern das Ankommen in Sizilien mit einem echten Schweizer Raclette auf dem Kerzenrechaud von Kisag. Hmmm so fein. Randellis sei dank.

Am Morgen tanken wir für Euro 200, das gibt 138 Liter Diesel. Dann legen wir in der Werft Galizzi e Figli am Gästesteg an. Neben uns liegt ein Katamaran, der von der Türkei nach Mallorca unterwegs ist, die beiden Jungs haben über 60 Kg Fisch im Tiefkühler, wir bekommen zwei grosse Portionen geschenkt. Dann gehen wir Palermo erkunden. 

Die Altstadt nahe beim Hafen, ist mit den Häuserreihen mit den kleinen Balkonen eine Augenweide, nur leider sind viele Häuser am Verfallen. Wir finden viele Plätze und Parks, viele Kirchen und den Dom. Die wichtigen Fussgängerstrassen, Via Roma und Via Maqueda und Corso Vittorio Emanuele.

Immer wieder kommen wir zur Kreuzung Quattro Canti, da bilden die Eckhäuser der Kreuzung einen Kreisel. Das Wort Canti kommt nicht von Singen sondern von Ecken.

Palermo gefällt uns, wir sind fasziniert, überall gibts feines Essen, Fussgängerzonen und viele Geschäfte mit Kleidern,Taschen von Prada für 1300 Euro, aber auch Strassenmärkte mit Hüte für 2.90 Euro. 

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Ustica an Allerheiligen

Am 1. November ist wenig Wind, wir können ohne Sorge um 08.30 Uhr in die Kirche. Dann Gioia auf dem Schiff holen, das noch immer als einziges Gästeschiff im Hafen liegt. und danach unsere kurze Wanderung auf die alte Burg über dem Ort unternehmen. Die Aussicht von dem höchsten Punkt der Insel, dem Kraterrand des einstigen Vulkans ist toll, weit draussen sehen wir die Fähre die von Genua kommend nach Palermo fährt.

Am Weg zurück ins Dorf treffen wir einen älteren Mann aus dem Ort, wir unterhalten über die Wasserversorgung von Ustica, über den Fischfang und Tourismus. Er war, wie seine Vorfahren, Fischer. In seinem Magazin zeigt er uns, wie er früher die Reusen für den Fisch- und Krebsfang geflochten hat. 

Zum Abschied aus Ustica gehts heute in die einzige Taverne die offen hat, ins Pizza Paza

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Ustica bellissima

Bei Sonnenaufgang sind wir auf, der Hafen und die Häuser über dem Hafen sind im Morgenlicht goldig beleuchtet. Wir staunen über die tolle Aussicht vom Hafen rauf zur Stadt. 

Wie immer gibts zuerst Kaffee, dann ein kurzes Frühstück, dann raus auf die Mole und die Stadt bei Tageslicht erkunden. Die kleine Stadt liegt am Abhang über dem Hafen, ein grosszügiger Platz mitten im Ort gesäumt mit Orangenbäumen und oben der Kirchplatz mit der Kirche bleiben jedem Besucher sicher für immer in Erinnerung. 

Hier gibts einen Espresso und Marmeladegipfel, danach schlendern wir durch die engen Gasse, kaufen bei der Fischersfrau aus dem Kofferraum 2 knallrote Fische für heute Abend, dann gehts zurück zum Schiff.

Am Nachmittag fahren wir mit dem kleinen Bus, für 1,50 Euro um die ganze Insel. HALT, wir steigen beim Leuchtturm aus und wandern auf einem gepflegten Wanderweg 4 Kilometer zurück in den Ort. Der Weg ist gesäumt mit Kakteen, die Aussicht runter ins glasklare Wasser atemberaubend, wir sind glücklich, dass wir hier gelandet sind. 

Zurück im Hafen sehen wir, dass unser Schiff mit dem Heck an der Hafenmauer ansteht, zum Glück haben wir Fender draussen, der Anker hat dem Wind der nun stärker ist nicht Stand gehalten. 

Wir fahren ein neues Ankermanöver, Marina bleibt am Pier ich legen den Anker weiter draussen in den Hafen. Es ist etwas besser aber nicht gut, mit Hilfe von zwei Tauchlehrern und einem Fischerboot legen wir zusätzlich den zweiten Anker aus, jetzt sind wir sicher am Haken. Nicht ganz einfach das liegen in Ustica. Wir bleiben am Abend auf dem Schiff- Ankerwache und geniessen das Fischmenue.

 

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Rüber zur Insel Ustica, Sizilien

 

Wir haben den Wetterbericht genau studiert, der starke Nordwind wird in der Nacht auf Samstag abflauen, die Wellen noch 1,5 Meter hoch sein, dann weit draussen, wird es wenig Wind haben und vor Sizilien wieder guter Wind aus Nordost. Wir wünschen uns einfach genug Wind für die 180 meilenlange Überfahrt.

 

Die Nacht ist unruhig, es kommt Schwell in den Hafen, doch der Wecker erlöst uns um 5 Uhr früh. Schnell Kaffee machen, kurz mit Gioia raus dann sind wir um 6.15 bereit. Es ist noch stockdunkel, wir sehen kaum die Inseln vor dem Hafen, mit genug Abstand passieren wir die Inseln dell’ Ogliastra. Dann setzen wir die Segel. Wir haben den Wind von der Seite und es läuft wunderbar, die Sonne kommt genau um 07.45, um 10.15 sind wir schon 24 Meilen gesegelt, das sind 6 Meilen pro Stunde. Ob das so weiter geht? Doch der Wind lässt etwas nach - wir fahren mit 5 Knoten, auch nicht schlecht!

 

Am späten Nachmittag verschwindet Sardinien am Horizont hinter uns. Wir müssen den Motor starten, da wir nun in der Schwachwindzone sind. Es ist 16.45. Um 18.45 versinkt die Sonne  spektakulär “ins Wasser”. kurze Zeit später stellen wir den Motor ab, nun kommen wir nur noch mit 2-3 Meilen pro Stunde vorwärts, gibt das eine zweite Nacht bis Ustica? 

 

Wir dümpeln durch die Nacht, sehen von Weitem einige Tanker an uns vorbeifahren. Um 7.39 kommt die Sonne über die Wasserkante, es wird wärmer. wir haben im Cockpit draussen geschlafen, so konnten wir die Instrumente, das AIS und die Segelstellung beobachten, gesteuert hat der Autopilot.

 

Wir haben das Ziel Ustica gewählt, weil die Insel vor Sizilien, ein kleines Naturparadies ist. Der Hafen ist nicht gegen alle Winde geschützt, doch bei Nordostwind sollten wir an dem Pier gut liegen. 

 

Nun mit der Sonne kommt der Wind wieder, wir segeln mit 5,5 Knoten Fahrt, Ustica scheint für heute Abend in Reichweite. Wir lesen und schlafen, Gioia bewegt sich seit Samstagmorgen nicht mehr, schläft und wartet. Kochen ist schwierig, da wir immer grössere Wellen haben, doch wir wagen es einmal einen feinen Risotto und einmal Farfalle à la rabiata zu kochen. Wir geniessen die Zeit so alleine draussen im blauen Meer. 

 

Dann um 15.40 sehen wir Ustica vor uns, noch 28 Meilen, noch ca 5 Std. Da wird es dunkel sein bis wir ankommen.

 

Um 19 Uhr rufen wir mit dem Telefon im Hafen Ustica an, wir erhalten Verbindung mit dem Hafenmeister in Palermo, er wird für uns abklären, ob Platz im Hafen ist und ob jemand dort ist. 

 

Wir rufen nach 30 Minuten zurück, gute Nachricht, es ist Platz und es wird jemand von der Küstenwache kommen. Dann haben wir über Funk Kontakt zum Hafen in Ustica, wir sind gespannt auf das Ankommen, der Leuchtturm weist uns den Weg. 

 

Wir laufen um 20.45 in den schlecht befeuerten Hafen ein, niemand ist da, auch keine anderen Segelschiffe. Dann nach ca. 10 Minuten kommt jemand auf dem Motorrad er ist von der Küstenwache, er zeigt uns wo wir anlegen können und hilft uns beim Festmachen an der Mole. 

 

Geschafft. Nun noch warten ob der Anker hält, hier in Ustica müssen wir vorne den Anker legen und hinten mit den Leinen am Pier festmachen, nciht ganz einfach zu zweit in der Nacht.

 

Dann gibts noch einen Drink am Dorfplatz, es ist ja jetzt Winterzeit und somit “erst” 20 Uhr. 

 

Das Bier und den Cappuccino in der Bar "Carpe Diem" haben wir uns verdient.

 

 

 

 

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Mit der Cinquecento nach Olbia

Heute Sonntag fahren wir mit dem kleinsten Auto durch die höchsten Berge. Kristine und Clodo haben heute Abend ihren Rückflug in die Schweiz. 

Wir fahren auf der SS 125 die zuerst in die Berge, dann der Küste entlang nach Norden führt. In der Nähe von Dorgali besuchen wir eine Höhle, dort steht der 2. höchste Stalaktit der Welt, 38 Meter. 

Nun gehts runter an die Küste, wir fahren quer durch einen Marmorsteinbruch, eindrücklich die riesigen Blöcke die hier gesägt werden. Die Trucks muten wie kleine wie Spielzeuge an.

An der Küste in Marina di Orosei, gibts Picknick am Strand und danach einen Kaffee in einem vornehmen Hotelpark, mit grossem Pool. 

Auf der weiteren Strecke Richtung Olbia, fährt Clodo einige Male auf Anweisung Marinas "falsch", wir finden aber immer wieder auf die 125 zurück. Der letzte Halt ist in Porto San Paolo, von hier sehen wir die langgezogene Insel "Tavolara" im Golf von Olbia, der Flughafen kann nicht mehr weit weg sein. Auf dem Weg zurück nach Olbia sind wir 180 Km gefahren, wir sind in den 2 Segeltagen ein grosses Stück der Sardinischen Küste entlang gesegelt!

Pünktlich um 19 Uhr sind wir am Airport, die abwechslungsreichen Tage waren schnell vorbei, wir verabschieden uns und freuen uns, wenn die beiden wieder mal auf Besuch kommen.  

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Tagesausflug zur Cala di Luna

Die hohe bemalte Hafenmauer verdeckt den Sonnenaufgang, darum ein kurzer Spaziergang zum Ende der Mauer, um richtig wach zu werden.

Da heute kein Wind vorhergesagt wurde, planen wir einen Ausflug zur "Grotta del Bue Marino" und an den Strand "Cala di Luna". 

Vor dem Losfahren organisieren Kristine und Marina ein Mietauto, dass uns morgen Sonntag nach Olbia bringen wird. 

Dann gehts los, wir motoren der Küste entlang und ankern vor der Grotte, mit dem Dinghi fahren wir in die Höhle rein, der Eingang zur Grotte ist verschlossen, es sind wohl zu wenig Touristen hier. In der Höhle und an den Stränden vom Golfo di Orosei haben bis 1981 Seehunde gelebt, danach haben die scheuen Tiere den Touristen Platz gemacht.

Von der Grotte ist es nicht weit bis zur Cala di Luna, dort kochen wir Spagetti mit Gorgonzola, dann gibts einen langen Spaziergang am Ufer. Hier sind die Felsen auch unterhöhlt, in der Umgebung von Cala Gonone gibt es viele Höhlen zu besichtigen.

Hinter der Düne von der Cala di Luna entdecken wir ein Flussbeet, dass zwischen den hohen Felswänden ins Landesinnere führt.

Der Start mit dem Dinghi zurück zum Schiff gelingt nicht sofort. Es kommt hoher Schwell ans Ufer , Clodo und Gioia bekommen eine Salzwasserdusche. Gioia flitzt erschrocken und tropfnass aus dem Dinghi, das voller Wasser ist. Clodo bleibt gelassen, ist ja nicht kalt das Wasser!

Den letzten gemeinsamen Abend geniessen wir in einer Pizzeria oberhalb vom Hafen.

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Mit Westwind nach Cala Gonone

Nachdem alle Formalitäten mit dem Hafenmeister und das umständliche Bezahlen mit der Kreditkarte erledigt sind gibts Frühstück im Cockpit der Serenità. Dann wechseln wir die Fock gegen die Genua aus, denn heute ist wenig Wind vorausgesagt. 

Wir verlassen La Caletta Richtung Süden, kein Wind, der Motor läuft. Die ersten 7 Meilen bis zum ersten Cap bleibt es windstill, die Hände sind im Hosensack, dann gibts Wind aus Süden, wir kreuzen bis am Mittag, dann stellt der Wind ab und wir motoren, das passt gut so, jetzt können wir gemütlich Zmittag essen, feinen Salat. 

Dann meldet sich der Westwind, es macht richtig Spass, wir schieben Lage. Wir reffen die Genua und das Grosssegel. Bis zum Hafen in Cala Gonone "kämpfen" wir, vor allem Clodo am Steuer, mit den Böen die über die steilen Bergkämme fallen. Die Serenità bleibt gelassen, liegt aber mit viel Schräglage im Wasser. Wir sehen den Hafen vor uns, bergen zwischen zwei Böen die Genua und vor dem Hafen das Grosssegel. 

Wir sehen keine Masten im Hafen, gibts keinen Platz für Segelschiffe? Im Hafenbecken finden wir an der Mole einen Platz, wir sind die einzigen Gäste, also diesmal der höchste Mast weit und breit!!  Im und vor dem Hafen liegen unzählige Schlauchboote, die werden vermietet für Ausflüge zu den nahen Stränden und Höhlen. 

Wir sind froh nach dem windigen Tag einen ruhigen Platz im Hafen gefunden zu haben. An der Mole steht ja gross geschrieben "Willkommen". 

Wir liegen am Fuss eines Vulkans, der hoffentlich noch lange ruhig bleibt.

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Mit Kristine und Clodo unterwegs

 

 

 

Mittwochabend, wir holen Kristine und Coldo am Flughafen in Olbia ab. Mit dem Bus geht es bequem in die City, von dort ist es nicht weit in den Club Nautico. Danach gehts durch die Via Umberto I auf der Suche nach dem passenden Restaurante, für das Abendessen.

 

Die beiden sind schnell heimisch auf dem Schiff. So kann es nach dem üppigen Frühstück mit frischem Brot los gehen. 

 

Leinen los, und mit dem starken Westwind die Ausfahrt raus in den Golf von Olbia und Golfo di Aranci. 

 

Wir segeln der Insel Tavolara entlang, zwischen vielen kleinen Inseln durch Richtung Süden. Der Wind frischt auf und mit der Fock und Grosstuch läufts wunderbar.

 

Wir segeln zwischen der Insel Molara und Capo Code Cavallo durch, es gibt einige Ankermöglichkeiten, doch der gute Westwind lässt uns weitersegeln. Uns gefällt die Sicht vom Meer und der Wind meint es gut mit uns. So entscheiden wir uns bis La Caletta zu segeln. Dort ist einer der wenigen Häfen an diesem Küstenabschnitt.

 

Dort legen wir am Gästesteg an, der Hafenmeister hilft mit der Mouringleine. 

 

Im Dorf ist nicht viel los, La Caletta ist ein sardisches Dorf, nicht all zu touristisch. Die Küste ist hier wunderschön, aber noch nicht so entdeckt und berühmt wie die Costa Smeralda, Strände sind hier so viele, kleine Buchten zwischen den felsigen Küstenabschnitten. 

Wir schlendern durch die Strassen, schauen dem langen Sandstrand entlang, finden eine Bar für den Apero, Abendessen gibts auf dem Schiff, Lasagne und Salat. Wir werden von Marina verwöhnt, den feinen sardischen Rotwein dazu spendiert Clodo und Kristine. 

 

Alle sind zufrieden, es war ein toller Segeltag.

 

 

 

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Badewetter auf Lavezzi

 

 

 

Wir haben uns alle erholt von der windigen Überfahrt. Die Sonne scheint, ob es wohl warm genug ist zum Baden auf Lavezzi? 

Wir verlassen Bonifacio, bestaunen die imposante Hafenausfahrt. Draussen setzen wir die Segel, der Wind hat gedreht, Südostwind, wir können direkt Lavezzi anlaufen. Hinter uns sehen wir die Altstadt über der Kreidefelswand immer kleiner werden. 

Vor uns der grosse, rote Leuchtturm mitten in der Strasse von Bonifacio, der weist den Tankern und Kursschiffen den Weg durch die vielen Inseln. 

Nach 1 Stunde sind wir schon vor Lavezzi, bergen die Segel und ankern in der kleinen Bucht.

Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, zum Badestrand. Hier ist windgeschützt und herrlich warm. Den Rundgang um die Insel brechen wir beim Friedhof ab, da uns zwei Schlangen den Weg “versperren”. 

Nach dem Badestopp segeln wir zurück nach La Maddalena, bei dem tollen Wind rauscht die Bavaria 46 mit 7 Knoten Fahrt durchs Wasser. Schnell sind wir im Hafen und rufen über Funk den Hafenmeister, der sagt uns, dass der Hafen ausgebucht ist!!!! Nach gutem Zureden bekommen wir einen Platz bei der Capitanerie zugewiesen, etwas unruhig aber das Schiff liegt sicher. 

Am Donnerstag ist Schirokko, Südostwind, es regnet und stürmt, es bleiben alle Schiffe im Hafen. 

Schon wieder Shoppingwalk durch die Stadt und auf besseres Wetter warten.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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in den Golf von Aranci

Donnerstag 5. Oktober, wir verlassen Porto Pollo, es regnet leicht, der Wind ist schwach aus Westen. Wir segeln zwischen den Inseln vom Maddalena Archipel und Sardinien durch, hier hat der Wind hat zugelegt, Schaumkronen auf den Wellenkämmen, wir reffen das Grosssegel, mit achterlichem Wind segeln wir an Porto Cervo vorbei, der Costa Smeralda entlang, der Wind ist nun nicht mehr so stark, die Düse von Bonifacio wirkt nicht mehr. Am späten Nachmittag segeln wir in den Golf von Aranci, nicht weit von Olbia entfernt. 

Wir finden keinen Seglerhafen, nur einen Fischerhafen, aber ein Steg ist da, sogar ein Marinero der uns beim Anlegen hilft. 40 Euro will er für eine Nacht, Marina drückt den Preis auf 30 Euro. Immer noch zu teuer für Null Infrastruktur, doch wir entscheiden zu bleiben. 

Bald frischt der Wind auf, wir messen 28 Knoten Wind, zum Glück sind wir nicht am Anker, das wäre ungemütlich. Der Wind heult die ganze Nacht. 

Für Jürg ist es der letzte Abend auf dem Schiff, die abwechslungsreiche Woche ist schon vorbei.

Freitagmorgen, es stürmt immer noch aus Westen, wir entscheiden hier zu bleiben und Jürg wird am Abend mit dem Zug ins nahe Olbia fahren. So gibts noch einen langen, letzten Marsch dem Strand entlang, das letzte mal schwimmen im Golf, und Abschied nehmen, die Reise geht weiter für Jürg und für uns. Eine spannende Woche geht zu Ende, es war interessant mit Jürg zu segeln und zusammen die Zeit zu gestalten. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. 

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Lavezzi, die steinigen Inseln

Wir verlassen Porto Vecchio erst kurz vor Mittag, der Morgenspaziergang und die Internetbestellung von Marinas Mobiltelefonbatterie hat die Abfahrt verzögert.

Wir wollen heute Dienstag zurück in den Golf von Bonifacio, mit dem gemeldeten Nordwind ein perfekter Kurs. Wir motoren raus aufs Meer, 4 Seemeilen, dort setzen wir die Segel und nehmen Kurs Südwest. Doch der Wind ist schwach, es geht nur langsam vorwärts, aber wir wollen den Motor, kurz vor 17 Uhr entscheiden wir uns in eine grosse Bucht von Korsika einzulaufen, sie heisst "Golf von Santa Manza". Die Lavezzi müssen bis morgen warten, die vielen Felsen scheinen uns für heute Abend zu gefährlich. Wir ankern in "Santa Manza" doch der Schwell der nachts in die Bucht drückt lässt uns nicht gut schlafen. Schon früh am Morgen segeln wir weiter. 

Wir segeln zur Insel Lavezzi und ankern am Mittag in einer tollen Bucht auf sandigem Grund. Mittagessen, spazieren, Insel entdecken und schwimmen. 

Dann gehts weiter nach Porto Pollo auf Sardinien, Patrick suchen, er hat mir Ausdrucke vom Blog aus der "AVD Goldach" mitgebracht. 

Mit starkem Westwind rauschen wir südwärts in die 6 Meilen entfernte Bucht bei Porto Pollo, dem Surfermekka von Sardinien. Wir ankern in der windgeschützten Ecke der Bucht. Zu Fuss gehts dem Strand entlang, Patrick suchen, er ist hier am Kitsurfen. Wie durch göttliche Lenkung, begegnen wir uns am endlos langen Strand. Nach dem kurzen Treffen, gehts wieder zurück zum Schiff, die Sonne ist schon am Horizont verschwunden als ich beim Schiff eintreffe. 

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Porto Vecchio

 

Heute Montag 3. September gehts mit dem vielen Wind der aus Westen angesagt ist nach Porto Vecchio in Korsika. Wir können früh los, kein Spaziergang, Gioia muss bis am Abend warten. 

Wir verlassen den Liegeplatz um 8 Uhr, der Wind bläst durch die Bucht und draussen auf dem Meer, nachdem wir die Insel Caprera hinter uns sehen, wird er immer stärker, wir haben das Grosstuch gerefft und vorsorglich anstelle der Genua die Fock angeschlagen. 

Der Wind bläst draussen im Kanal von Bonifacio mit bis zu 32 Knoten. Wir sind schnell unterwegs, kämpfen mit den Wellen die manchmal von der Seite das Schiff anheben. Jürg steuert die meiste Zeit, so hat Marina heute ihren freien Tag. 

Nahe der Küste von Korsika wird der Wind weniger, in der grossen, breiten Einfahrt von Porto Vecchio bergen wir die Segel, es ist erst 14 Uhr und wir sind schon im Hafen.

Nach dem Entspannen und Schiff klarieren, gibts den obligatorischen Marsch in die Stadt, es ist eine antike Stadt, hoch über dem Hafen. Wir schauen in die grosse Kirche, geniessen ein Gelato und einen Apero in einem der vielen Lokale in den schmucken Gassen. Durch das Genovesertor gehts wieder runter zum Hafen.

 

 

 

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kleine Hafenstadt Maddalena

 

 

Nach dem Abend und der Nacht mit Regen sind am Morgen noch die grossen, tiefen Pfützen auf der Strasse doch der Himmel ist wolkenlos und die Sonne kommt um 8 Uhr über die Dächer von Maddalena. 

Am Steg liegt ein anderes Schweizer Schiff, wir kennen die beiden aus dem Segelclub in Horn. Wir  erhalten wertvolle Tipps, die beiden sind schon lange in Sardinien unterwegs. 

Wir sind überrascht über die Hafengebühren nur 14 Euro für die tolle Aussicht über den Hafen in die Altstadt. 

Wir sind mitten im Naturpark Maddalena, das sind viele Inseln und Felsen, sämtliche aus rotem Granit und überall mit Über- und Unterwasserfelsen umgeben. Wir haben bei der Parkverwaltung für heute Sonntagabend eine Erlaubnis zum Ankern erstanden. Wir wollen in die windgeschützte Bucht der Insel Caprera. Wir verlassen Maddalena am Mittag und sind bei dem starken Westwind schnell zwischen den Inseln durchgesegelt und in der Cala Portese angelangt. Hier sind wir sogar von den Fallböen verschont. Hier bleiben wir festgemacht an einer Boje, wir geniessen die Ruhe. Jürg schwimmt ans Ufer und berichtet nachher, dass die Sandbank nur 50 Meter breit ist, so schmal ist die Insel hier.

Bis es dunkel ist kommen noch viele Schiffe in die Bucht, wir sind geschützt vom starken Westwind und liegen ohne schaukeln unter dem Sternenhimmel. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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der Maddalena Archipel

Heute wollen wir in den Hafen von Maddalena, die Wetterprognose hat Gewitter und Regen für den Abend vorausgesagt. 

Wir haben starken Ostwind in der Meerenge von Bonifacio, wir müssen aufkreuzen zwischen den vielen Inseln des Archipels. Nicht ganz einfach die Navigation zwischen den Inseln. Vor der Insel Spargi passiert uns ein megaschönes Segelschiff.

Von Westen sehen wir die Regenfront aufziehen, vor uns sind schon die Einfahrttonnen zwischen der Insel Maddalena und der Isola Santo Stefano. Dann nur noch auf die beiden Fähren aufpassen die zwischen Palau und Maddalena verkehren, genau jetzt sind beide vor dem Hafen. 

Über UKW-Kanal 9 rufen wir den Hafenmeister und fragen nach einem Liegeplatz, schon kommt uns der Marinero mit dem Schlauchboot entgegen und mit seiner Hilfe quetschen wir uns rückwärts in eine schmale Lücke zwischen zwei Schiffen.

Schon beim Anlegen beginnt es zu Regnen und dann schüttet es wie aus Kübeln. Wir sind zum Glück rechtzeitig im Trockenen. Wieder mal Glück gehabt, nach einem so tollen Segeltag. Während den Regenpausen spazieren wir durch das Städtchen Maddalena das um den alten Hafen gebaut ist, eine bezaubernde Stimmung, in dem regnerischen Abendlicht. 

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Jonny, good bye

Lieber Jonny, du hast mich überrascht mit deiner Entscheidung. Ich bin traurig, dass wir keine Pläne mehr schmieden können. 

Deine Stimmungstiefs haben dich sehr belastet, leider konnte ich dir nicht helfen. 

Ich denke gerne an die Zeit zurück die wir zusammen erlebt haben, das Gipfelstürmen mit den Tourenskis, die Abende in deinem Partyraum, Silversterabend am Feuer und das Kartenspielen. 

Gerne habe ich dir zugehört, wenn du Pläne gemacht hast über die Wohngemeinschaft, wenn du von deinem Leben erzählt hast. 

Du warst erst vor kurzem bei uns auf dem Schiff, wir haben doch abgemacht, dass du nach Sizilien kommst zum Biken. 

Nun hast du dein psychisches Tief nicht mehr ausgehalten, hast eine endgültige Entscheidung getroffen. Schade, dass ich deine Hilferufe nicht gehört habe, du warst ein so toller, hilfsbereiter Kerl, warst ein guter Freund. Ich vermisse dich.

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Landausflüge mit Margrith und Max

Das gibt Abwechslung ins Seglerleben, Margrith und Max nehmen uns mit ihrem Auto mit auf Landausflüge. 

Schon am Sonntag fahren wir nach Tempio Pausania, von dort gehts nach dem Mittagessen zum Lago Liscia. Dort, oberhalb vom Stausee, gibt es einen kleinen Park mit uralten Olivenbäumen. Der älteste und eindrücklichste mit dem mächtigen Stamm und den knorrigen Ästen ist 3'800 Jahre alt. !!!! Der Baum ist riesig und die Krone weit ausladend, als wollte er sagen: schaut her, was ich alles schon erlebt habe, von den schlechten Zeit war er bestimmt verschont in dem abgeschiedenen Tal. 

Am nächsten Tag besuchen wir Castelsardo, die Stadt mit den pastellfarbigen Häusern, die auf den Felsen gebaut wurde. Zuoberst die Burg und Altstadt. Die Aussicht aufs Meer und die Küste ist sensationell.

Am Mittwoch gibts Pizza in Capo Rossa und dann segeln wir alle zusammen rund um die rote Insel. 

Am Donnerstag fahren wir die 60 Km nach Sassari, die zweit grösste Stadt Sardiniens, um Jürg abzuholen, er wird einige Tage mit uns segeln.

 

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Vom Capo Testa nach Isola Rossa

Die sternklare Nacht war ruhig in der Bucht bei Capo Testa, der Wind hat das Schiff angenehm geschaukelt. Nach dem Frühstück wollen wir nochmals an Land, wir wollen die vom Wind verformten Felsen aus der Nähe betrachten und darauf rumklettern. Die Felsformationen sind echt speziell.

Danach ist Anker auf, und mit Ostwind gehts langsam Richtung Westen der Küste Sardiniens entlang nach Isola Rossa. Dort ankern wir vor dem Hafen am Sandstrand. Wir treffen heute meine Gotte und Onkel Max. Die beiden sind kurzentschlossen nach Sardinien gekommen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.

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Bonifacio

 

 

In der einsamen, langen Bucht von Figari hat sich der Wind beruhigt. Nach einem Spaziergang ins nahe Resort legen wir ab. Wir sehen 2 Schiffe die am Ufer gestrandet sind, nicht ganz einfach das Ankern im flachen Wasser. Wir sind froh im Hafen Platz gefunden zu haben.

Unser Ziel für heute ist Bonifacio, das ist nicht weit, der Wind scheint optimal, doch nicht lange, so motoren wir die letzen paar Meilen bis zu der Einfahrt zwischen den weissen Kalkfelsen. 

Eindrücklich die schmale Einfahrt. In einer kleinen Seitenbucht, sind Eisenringe für die Leinen und eine Muringleine angebracht, wir machen dort fest und fahren mit dem Dinghi in den Hafen. 

Die Altstadt oben auf den Felsen ist einmalig, das muss man einfach gesehen haben, am Besten bei Abendlicht. Wir mischen uns unter die Touristen, kaufen uns schnellentschlossen eine Hängematte und geniessen den Apero in der schicken Hafenszene und fahren beim Dunkel werden zu unserem Schiff an der Felswand. Dort wird gemütlich gekocht und während draussen das Abendrot die Felsen beleuchtet. 

 

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Girolata, Tuaregbucht

Schon früh am Morgen sind wir auf, die Sonne ist noch hinter den Bergen versteckt. Der erste Kaffee schmeckt am Besten. Dann muss das Schiff etwas aufgeräumt werden, war gestern ja spät geworden mit der Ankunft am Ankerplatz. Dann nach dem Frühstück gibts Landgang, Gioia freut sich am meisten, sie steht schon ungeduldig bei der Badeleiter und wartet. Wir rudern ans Ufer, zu einer kleinen Bucht zwischen den Felsen. Ich mache eine kurze Kletterei durch die Felsen, Marina schwimmt zum Schiff zurück und Gioia legt sich ins Dinghi, damit sie sicher nicht zurückbleibt am Strand. 

Dann gehts weiter, gemütliches segeln der Küste entlang, wir entscheiden am Nachmittag, dass wir in Cargese übernachten werden. Vor dem Hafen liegen Bojen, doch wir vertrauen unserem eigenen Anker. 

Cargese liegt "weit" oberhalb vom Hafen, die beiden Kirchen sind von weitem sichtbar. Eine griechische und deine katholische Kirche überragen die Häuser vom Ort. Ein typisch korsischer Ort, viele Bars, alte hohe Häuser. Wir essen im Restaurant mit Superaussicht über den Hafen und das Meer, unsere Serenità liegt weit unter uns.  

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Wandern durch die Wälder oberhalb Calvi

Am Samstagmorgen treffen wir uns für einen Ausflug und Wanderung in den kühlen Wäldern im Hinterland von Calvi. Wir werden von Heinz und Marianne mit dem Bus abgeholt. Ausserhalb Calvis steigt die Strasse langsam an, dann gehts echt in die Berge. Nach 45 Minuten Fahrt sind wir beim riesigen Parkplatz angelangt. Von hier sind viele verschiedene Wanderungen möglich. Auch der GR20 führt hier vorbei. Wir entscheiden uns für eine 2 stündige Rundwanderung. Aufwärts gehts bis wir nach 30 Minuten ein trockenes Flussbeet überqueren. Hier lassen wir einige vergängliche Markierungen zurück. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein unförmiger Stein, auf der Spitze stehen bleibt. Von hier gehts nochmals aufwärts mit schöner Weitsicht über die Baumwipfel und in die Berge bis wir an einem kleinen Bach Picknickhalt machen. Dann gehts durch den dichten Wald zurück. Kurz bevor wir wieder beim Bus sind gehts wieder über den kleinen Fluss, hier sind viele grosse Wasserbassin wir kühlen uns im kristallklaren Wasser ab. Brrr und doch so schön. 

Am Sonntag ist eine Ausfahrt mit dem Schiff auf unserem Programm, Wind und Wetter machen mit. Mit leichtem Wind segeln wir am Mittag aus der Bucht von Calvi raus. Als der Wind abstellt gehts zurück in die Bucht wo wir einen sandigen Ankerplatz finden. Für das Abendessen gehts zurück in den Hafen von Calvi. Hier am gibts zuerst Apero nach dem "anstrengenden" Tag, dann kocht Marina eine feine Paella. 

Wir verabschieden uns beim Dunkel werden von Marianne und Heinz. Hier trennen sich unsere Wege, wir haben das Zusammensein mit Freunden aus Kesswil sehr genossen und hatten viel zu Erzählen. Nun ist unser Heimweh wieder gestillt, alles ist ok im schmucken Kesswil. 

 

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Calvi entdecken mit Marianne und Heinz

Wir segeln früh am Morgen, 9 Uhr los. Wir hoffen auf weniger Wind als beim letzten Versuch nach Calvi zu segeln. Wir sind nicht die einzigen, zur Bucht von Girolata können wir raussegeln, dann sind wir in der Abdeckung der Berge. Dann beim nächsten Cap gehts nordostwärts 15 Seemeilen bis Calvi. Doch der Wind kommt direkt entgegen. Wieder mit 25 Knoten, die Wellen sind aber nicht mehr so gross wie am Dienstag. Wir motoren, dann wird der Wind etwas weniger, wir setzen die Segeln und kreuzen auf. So brauchen wir länger als geplant können aber den grössten Teil der 25 Meilen segeln. Wir machen an einer Boje vor Calvi fest, 15 Euro die Nacht, so liegen wir sicher und können das Schiff für unsere Landabenteuer alleine lassen.

In Calvi werden wir von Marianne und Heinz erwartet. Die beiden sind mit ihrem "Büssli" aus der Rietwiesenstrasse für 2 Wochen in Korsika unterwegs. 

Wir feiern das Wiedersehen am Abend mit einem feinen Abendessen in einem originellen Restaurant in Calvis Altstadt. 

Am Freitag wandern wir zusammen auf den Hausberg von Calvi, dort haben wir eine tolle Sicht über die Stadt und Bucht. Runter zum Strand verlaufen wir uns auf den Wegen durch die Maggia. Endlich am Strand geniessen wir das Bad und das Picknick. Abendessen gibts bei Marianne und Heinz im Camping. 

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von Ajaccio nach Girolata

Wir wollen die Westküste Korsikas entdecken und so segeln wir am Sonntag 4. September weiter. Wir verlassen Ajaccio, segeln die grosse Bucht raus, bis zu den Felseninseln, dort gibts eine Durchfahrt zwischen den Inseln, dann gehts nordwärts, der Wind kommt, wir setzen die Segel. Gemütlich gehts dahin, lesen, rausschauen, geniessen, ausspannen, Ausschau halten, Ankerplatz im IPad suchen. 

Am Abend finden wir eine windgeschützte Bucht, schöner Sandstrand, Club Med ist auch da. Doch der Schwell drückt in die Bucht und es schaukelt die ganze lange, schlaflose Nacht. Der tolle Sonnenaufgang macht die schlaflose Nacht vergessen, fast wie auf einem Bergsee, liegen wir in der Bucht nahe den Bergen von Korsika.

Darum gehts schon früh am Morgen weiter, nicht weit, 12 Meilen bis nach Girolata. Dort liegen wir ruhig und sicher an den Bojen. 

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Ajaccio, die Stadt Napoleons

Ankern vor Ajaccio ist nicht ganz einfach, die grosse Bucht hat vor der Stadt 2 Yachthafen, und einen grossen Fährehafen, da bleibt nicht viel Platz für die Yachten. Wir finden eine Ecke, einige Katamarane liegen auch dort. Der Ankergrund ist perfekt, ansonsten liegen wir nahe dem steinigen Ufer. Abends gehts noch mit dem Dinghi in die Skipperbar, auf einen Pastis und Mineralwasser.. 

Am Samstag ist Markttag in Ajaccio, wir erkunden die kleine Altstadt, den Markt und machen Bekanntschaft mit "Napoleon". 

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Alghero

Wir haben einen tollen Liegeplatz an der Mole von Alghero. So können wir nach Lust und Laune zum Einkaufen, Stadtbummel, wieder mal zur Post und nach der Kreditkarte fragen, Pizza essen, Apero trinken, Wäsche waschen.

Alghero hat eine wunderschöne Altstadt, schöne Strände in der Nähe, sogar einen Beachbus, einen Lunapark, in jeder Gasse eine Gelateria und das Beste: Velos zum Ausleihen beim Hafenmeister.

Mit den Velos erkunden wir die Promenade, fahren zum Einkaufen und immer wieder zur Post, bis am Donnerstag die Kreditkarte da ist. 

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Überfahrt nach Sardinien

Es ist noch dunkel, ich mache Kaffee und wecke Marina. Der Mond steht noch über dem Fischerdorf Fornells. Das Deck ist tropfnass vom Tau, das bedeutet, dass es wieder ein sonniger Tag wird. Nach der Tasse Kaffee kanns los gehen. Instrumente einschalten, Positionslichter einschalten, Anker raufwinschen. 

Noch kein Wind, wir motoren raus aus der langen Bucht, draussen auf dem Meer gibt es nun nur noch einen Kurs, 80 Grad --- Sardinien. 

Um 9 Uhr gibts etwas Wind, wir setzen das Grosssegel und den Blister um 9.30 Uhr haben wir die ersten 10 Meilen. Am Ziel werden es 192 Meilen sein. 

Wir haben wenig Wind und machen nur 4,5 Meilen die Stunde, ab Mittag dreht der Wind auf, um 15 Uhr müssen wir den Blister bergen, zu viel Wind, 15 Knoten, wir fahren über 6 Knoten. Wir setzen die Genua, der Südwind bläst mit 4- 5 Windstärken, um 17.15 haben wir 48 Meilen geschafft. Bald stellt der Wind ab und wir starten den Motor. Auch rumsitzen gibt Hunger, zum Znacht gibts Schnitzel und Nudeln an feiner scharfer Tomatensauce und 2 Gläser Rioja. Ein Segelschiff kommt uns entgegen, dann um 20 Uhr ein toller Sonnenuntergang.

Wir haben die ganze Nacht nur leichten Wind, kommen nicht schnell vorwärts. Die Wellen streicheln das Schiff, es plätschert und schaukelt friedlich und gleichmässig. Zuerst Sternenhimmel, dann geht der Mond auf. Wir stellen den Wecker, dass er uns alle halbe Stunde weckt, kontrollieren die Instrumente und halten Ausschau, ob Schiffe in der Nähe sind. Bei Tagesanbruch am Morgen um 6.30 Uhr haben wir 100 Meilen geschafft. Um 7 Uhr steigt die Sonne aus dem Meer.
Wir haben nur schwachen Wind aus Südost, wir segeln mit nur 3,5 Knoten, so wird das ewig dauern bis nach Sardinien. Wir wollen nicht zuviel mit dem Motor fahren, doch am Mittag stellt der Wind ganz ab und wir starten den Diesel. Um 17 Uhr baden wir im tiefblauen Wasser, eine Farbe wie Pelikantinte. Das Wasser ist hier über 2100 Meter tief, schon ein mulmiges Gefühl. Nach dem Abendessen gibts wieder Wind, jetzt aus Nordost nur schwach aber immerhin gehts wieder vorwärts. Es sind noch etwas über 40 Meilen, wir können die Berge von Sardinien erkennen. Um 20.30 geht die Sonne unter. Der Sternenhimmel funkelt über uns, der Leuchtturm vom Capo Caccia blinkt im Osten, das ist unser Ziel, die Bucht hinter dem Leuchtturm. Der Wecker mahnt uns alle halbe Stunde Ausschau zu halten, keine Fähren, kein Frachter, keine anderen Schiffe, wir sind alleine weit und breit. Das Segeln in der Nacht bei Mondschein ist speziell, das Geräusch der Wellen am Schiffsrumpf, die Windgeräusche in den Segeln sind viel intensiver als am Tag. Der Wind kommt mal stärker, dann flaut er wieder ab. Wir haben entschieden, erst nach Sonnenaufgang in die Bucht einzulaufen. Der Plan geht auf, der Wind kommt mit dem Tageslicht nochmals stärker und wir segeln unter dem mächtigen Felsen "Capo Caccia" in die Bucht Porto Conte rein. Wir ankern nahe am Strand, doch der Anker will nicht halten, so entscheiden wir an einer Boje festzumachen. Italien wir sind angekommen, nun gibts Frühstück und Landgang. 

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Mahon

Mao oder Mahon ist die grösste Stadt auf Menorca mit riesiger Hafenanlage in der natürlichen Bucht. Die Bucht ist 6 Km lang, wir ankern am Anfang der Bucht, hinter der Insel "Lll de Llatzaret", weit weg von der Stadt. Am Sonntag fahren wir mit dem Schiff rein in den Hafen, wir müssen Wasser auffüllen, das können wir an der Tankstelle. Wir müssen natürlich auch etwas Diesel tanken, damit der Tankwart auch sein Business macht.

Wir sehen uns die Stadt vom Wasser aus an, einen Liegeplatz in der Stadt bekommen wir nicht. Danach gehts zurück zum Ankerplatz. 

Dort laden wir die Klappräder ins Beiboot und schaukeln alle zusammen ans Ufer, ein gewagtes Unternehmen mit dem überladenen Dinghi. Die 8 Km bergauf und ab bis in die Stadt sind bei der Hitze anstrengend und schweisstreibend, oft müssen wir die Velos schieben, weil es so steil ist. Bergab lässt Gioia die Ohren fliegen.

Mahon hat eine schöne Altstadt mit Befestigungsmauern, leider sind die Geschäfte geschlossen, es ist Sonntag. Die Tour mit den Velos und der Stadtbummel haben sich trotzdem gelohnt.

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Menorca Südseite

Am Sonntag 7. August gibts nochmals einen Besuch in der Stadt, Mittagessen auf der Piazza und Einkaufen für die nächsten Tage. Am Abend um 18 Uhr verlassen wir Ciutadella.  Immer noch bläst der Nordwind stark, also ist unser Ziel die windgeschützte Südseite der Insel. Wir wollen nicht weit, nur um das Cap d' Artrutx, danach ankern wir in einer nahen Bucht. Wir sind ganz alleine in dieser Cala de Son Aparets. 

Wir erkunden die Südseite von Menorca in kleinen Etappen von Bucht zu Bucht. Jede ist wunderschön und speziell. Das Wasser meist türkisfarbig über sandigem Boden. Täglich wandern wir ein Stück auf dem Wanderweg "Cami de Cavalls", so lernen wir den steilen, felsigen Küstengürtel der mit Pinien und Strauchpalmen bewachsen, aber sonst karg und steinig ist, kennen. Die schroffe Bucht "Cala Caves" hat mir am Besten gefallen. Diese Bucht ist nur mit dem Schiff oder mit einem langem Fussmarsch erreichbar. In die Felsen sind Höhlen gemeisselt, Gräber aus einer vergangenen Zeit. 

Am Samstag 13. August segeln wir gemütlich, mit wenig Wind, um das südöstliche Cap. Wir sind nun an der Ostküste, nach 5 Meilen beginnt die lange, schmale Bucht von Mahon, unser Ziel für heute. 

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Ciutadella

Der Mistral kommt pünktlich, schon am frühen morgen pfeifft er durch die Masten. Wir liegen sicher. Nach dem Frühstück, wollen wir in die Stadt. Wir klettern die Felsen rauf was nicht ganz einfach ist, die Felsen sind unterhöhlt und das Dinghi wird immer wieder unter die scharfen Lavafelsen gedrückt. Wir ziehen es mit einer 2ten Leine zum Schiff zurück. 

Die Altstadt liegt nicht weit entfernt. Dort gehts einen Hafen in einer langen Bucht. Der Hafen ist überfüllt und ein Liegeplatz für uns würde ca. 90 Euro kosten.

In der Altstadt gibts einige mittelalterliche Häuser mit schönen Steinmetzarbeiten und wunderschöne Gassen mit in pastellfarben bemalte Häuser. Das helle Licht hier lässt so viel Helligkeit in die Gassen, dass beide Seiten ausgeleuchtet sind. Keine Schattenseite !? Menorca scheint sanft, pastell, ruhig, leise und angenehm normal. 

Hier ein paar Bilder aus der Hafenstadt Cuitadella oder heisst es Cuidadela? Auf den Balearen wird nicht spanisch gesprochen, da tönt alles wie romansch/grischun. 

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Mallorca hasta luego

Nach 3 Wochen Mallorca das uns positiv überrascht hat, gehts heute rüber nach Menorca. 

Uns bleiben schöne Sandstrände, schroffe Felswände, glasklares Wasser, geschützte Buchten und guter Segelwind in Erinnerung. Natürlich auch die Stadt Palma mit der Kathedrale und der schönen Altstadt. Speziell war auch, dass wir wieder mal Besuch auf der Serenità hatten. 

Unser letzter Ankerplatz in Mallorca ist am Cap  Ferrutx, bei Platja Es Caló vor den gelben Sandsteinfelsen in türkisfarbenen Wasser. Wir bleiben 2 Tage bis am Donnerstag der Südostwind kommt. Wir erkunden das Ufer und machen eine lange Wanderung ins nahe Betlem, das zu dem Ort Arta gehört. Arta rühmt sich der schönsten Strände von Mallorca. Marina kocht zu unserem Abschied eine Kaninchen-Paella. Mmmmmh

In der Bucht von Alcudia ist es am Donnerstagmorgen windstill, wir bergen den Anker um 11 Uhr, und motoren aus der grossen Bucht raus, draussen Schaumkronen, der Südostwind bläst mit 20 Knoten, 1 Reff ins Grosstuch und wir rauschen dahin. Es sind nur ca. 25 Meilen bis Menorca nach 4 Std sind wir in Ciutadella. Wir suchen einen Platz in einem Flussauslauf, Cala des Degollador, beidseitig 10 Meter Felswände. Wir ankern und machen uns hinten mit 4 Leinen an den Felsen fest. Wir erwarten für Freitag bis Sonntag stürmischen Mistral, der von der Rhônemündung bis hierher bläst. Hier an der Felswand liegen wir sicher, nur das an Land gehen ist mühsam, wir müssen die unterspülten, schroffen Lavafelsen raufklettern. 

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Via Cala Castell nach Pollenca

Nach einigen Stunden segeln ist es Zeit einen neuen Ankerplatz anzusteuern. Die Cala Castell scheint uns für ein ruhiges Ankern ok, wir sehen einige Schiffe aus der Bucht auslaufen, als unser Anker fällt sind wir bald alleine in der einsamen Bucht. Über Nacht kommen noch 2 Schiffe. Am Morgen erkunden wir die nahe Umgebung, es ist Naturschutzgebiet und betreten verboten! Ob das auch für uns gilt? 

Nach 30 Minuten wandern haben wir einen herrlichen Blick runter zu unserem Schiff und über die schmale Bucht. Die Bucht ist entstanden durch einen riesigen Lavakegel der sich ins Meer rausgeschoben hat. Über die zerklüfteten Lavafelsen sehen wir Ziegen springen, einige erschrecken wir auf unserer Erkundungstour. 

Nach dem Mittag geht es weiter, Anker auf, draussen gibts Wind, 20 Knoten wir reffen die Segel, sollen wir schon wieder in die nächste geschützte Bucht rein oder weiter ums Cap in die grosse Bucht von Pollenca? Der Nordostwind ist nicht gerade optimal zum Ankern in der offenen Bucht von Pollenca. Wir runden trotzdem das Cap mit viel Wind und noch mehr Wellen aus allen Richtungen, echt ungemütlich. Marina hält Ausschau nach einem rettenden Helikopter. Wir finden einen Ankerplatz mit Sandstrand, die erste Nacht ist ganz ok. Dann fahren wir weiter nach Pollenca, ankern hinter einem Felsvorsprung. Der Wind wir am Abend immer stärker, einige Segelschiffe treiben ab, der Anker hält nicht, dann kurz nach Sonnenuntergang eine Böe mit über 23 Knoten, da sind auch wir am Treiben, Motor an, Anker auf, und neues Ankermanöver. 

Die ganze Nacht schlafen wir im Cockpit draussen, der Wecker klingelt alle 40 Minuten, zum Glück hält der Anker trotz Starkwind die ganze Nacht. Der 1. August hat mit einer fast schlaflosen Nacht begonnen. 

Wir feiern den Tag mit Käsefondue zum Zmittag auf dem Schiff.

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Naturwunder, Cala Calobra

Wir verlassen Port Søller und segeln weiter der felsigen Küste entlang nach Nordosten. Nach nur einigen Meilen finden wir eine Bucht zwischen den Felsen, die Cala Calobra. Eigentlich ist es eine Flussmündung,Torrent de Pareis, doch im Sommer ist der Fluss ausgetrocknet. Der Fluss hat die Bucht in die Felsen gefressen. Spektakulär. Wir baden im glasklaren Wasser, wagemutige klettern die überhängende Felswände hoch und fallen runter ins Wasser. Am Abend sind nur noch ca. 10 Schiffe in der Bucht, es ist so ruhig und die Sterne sind wie ein leuchtender Teppich am Nachthimmel. 

Früh am nächsten Morgen gehts mit dem Dinghi ans Ufer. Bei der Schiffanlegestelle für die Touristenschiffe gibts Restaurants und kleine Hotels. Auch Busse bringen die Touristen an diesen schönen Ort, Doch so früh am Morgen sind wir noch alleine. 

Durch einen Tunnel und eine fast natürliche Höhle kommen wir zur Flussmündung zwischen den Felswänden. Wir sehen unser Schiff draussen in der Bucht schaukeln. Wir erkunden zu Fuss das Flussbeet, ein Wanderweg führt in ausgetrocknete Fluss bis rauf auf die Berge. Eindrückliche Bilder, ausgewaschene Felsen, Tümpel und Kiesbeete. Wir staunen ob der schönen Natur. 

Am Mittag verlassen wir die Bucht ( Schlucht ) , wir sehen eine grosse Yacht mit einem teuren Spielzeug oben drauf, da sind wir mit unserer Serenita bescheiden klein.

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Port Søller

Mit Wind und Diesel gehts die Westküste entlang weiter nach Søller Port. Das ist eine grosse natürliche Bucht mit Hotels und Bars und einem Fischerhafen. Wir ankern geschützt am Strand. Mit dem Dinghi gehts ans Ufer, wir spazieren der Promenade entlang, nach einigen Tagen ankern in einsamen Buchten hat uns die Zivilisation wieder zurück. 

Wir geniessen den Kaffee und da es schon 11 Uhr vorbei ist das erste kleine Bier. Danach entscheiden wir uns für einen Fussmarsch in die 4 Kilometer entfernte Stadt Søller. 

Der Magen knurrt und wir fragen nach einem Restaurant, wir werdn zu einem kleinen, typisch spanischen Restaurant geschickt, versteckt bei den Geleisen der Strassenbahn. Die Chefin serviert uns ein einfaches aber feines Mittagessen für ein paar Euros. In Søller gibts einen grossen zentralen Platz mit Kirche und Rathaus und vielen Restaurant.

Mit der Strassenbahn fahren wir zurück zum Hafen, nur Marina muss laufen, da Gioia nicht mitfahren darf. 

Am Dienstag muss Jonny schon wieder zurück in die "regnerische" Schweiz, wir haben die Tage zusammen genossen, sind viele Meilen mit schönem Wind gesegelt und das kulinarische kam auch nicht zu kurz und wir haben einige schöne Ecken von Mallorca kennengelernt. 

Hoffentlich sehen wir uns in Sizilien wieder, für einige Touren mit dem Bike. 

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Cabrera und Mallorca Südseite mit Jonny

Nach den ruhigen, erholsamenStrandtagen zusammen mit Gloria und Familie gehts wieder nach Palma, Jonny kommt am Montagabend mit aus der Schweiz angeflogen. 

Wir erwarten ihn wieder am Chartersteg in der Marina in Palma. Stadtbummel und Velotour auf der Suche nach dem Ballermann am Dienstag.

Dann legen wir ab, Segeln nur 5 Meilen zu den Illetes, eine kleine Inselgruppe in der Bucht von Palma. 

Am Mittwoch segeln wir der Südküste entlang und finden am Nachmittag eine kleine Bucht, die Cala Pi und ankern zwischen den Felswänden. 

Am Donnerstag gibts viel Wind und wir geniessen den Tag mit Wind und Wellen. Bis 20 Knoten bläst es aus Nordost es macht richtig Spass. Wir ankern an der Küste von Colony San Jordi. Das Wasser ist glasklar und türkisblau, Marina und Jonny schwimmen bis ans Ufer. Wir geniessen die Ruhe hier draussen am Strand. 

Am Freitagmorgen nach dem Schwimmen und Frühstück ankern wir vor dem Ort, San Jordi, wir kaufen für die nächsten Tage ein. 

Heute segeln wir zur Naturschutzinsel Caprera, wir haben eine Boje reserviert. Die Inselgruppe ist Naturschutzgebiet es darf nicht geankert werden. Nur in der grossen Bucht liegen Bojen für die Schiffe, die Bojen müssen vorab reserviert werden. Wieder haben wir guten Wind und können bis nach Cabrera segeln. 

Dort gibts einen Landgang mit Besteigung der Burg und um den Wasserverlust auszugleichen einem Liter Sangria bei der einzigen kleinen Bar auf der Insel. 

Via Santa Ponsa gehts weiter der Westküste entlang. Dort finden wir ein kleines Fischerdorf, ankern, und geniessen das Abendessen und den Sonnenuntergang im einzigen Restaurant weit und breit. 

Zurück auf dem Schiff werden wir vom starken Schwell überrascht, das Schiff "schüttelt" sich in den Wellen. Wir entscheiden weiter zu fahren und einen ruhigeren Ankerplatz zu suchen. Im Dunkeln, ankern wir hinter einem Felsvorsprung, hier ist es etwas ruhiger aber die Nacht bleibt unangenehm. 

Am nächsten Morgen gehts weiter nach Søller.

 

 

 

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Mallorca

Es soll etwas Südwind geben. Doch wir verlassen Ibiza mit Motorkraft, erst draussen auf offenen Meer kommt der Wind, 10 Knoten, das reicht zum Segeln. Wir können die halbe Strecke nach Mallorca segeln, Gewitterwolken sind am Himmel, das bringt immer wieder Wind. Segel auf, Segel einrollen, usw ... 

Am späten Nachmittag erreichen wir Santa Ponsa, eine geschützte Bucht an der Südwestküste von Mallorca. 

Es liegen bestimmt 80 Schiffe hier, schwierig einen guten Ankerplatz zu finden. 

Die Bucht von Santa Ponsa war vor einigen Jahren auch Ankerplatz der Kreuzritter welche von hier aus die Sarazenen von Mallorca vertrieben haben. Ein Kreuz steht zur Erinnerung an der Einfahrt zur Bucht.

Wir bleiben zwei Tage, dann ist es uns zu eng. Wir suchen uns einen Ankerplatz nur einige Meilen entfernt an einem Sandstrand. (Calla Fornells). Standbars mit TV inkl. EM-Final Portugal-Frankreich 1:0  Che sorpresa.

Am Montag segeln wir nach Palma, Gloria und ihre Kids, Sara, Marco und Dario kommen am Dienstagabend.     7 Meilen vor Palma finden wir eine kleine Bucht. Wir fahren durch eine breite Öffnung in der Felswand in die Bucht mit sandigem Grund, perfekt zum Ankern. In die Felswand sind Höhlen gemeisselt, das sind Sarazenengräber, die erkunden wir am nächsten Morgen auf unserem Walk. Anker auf und nach 2 Std sind wir im Hafen von Palma. Um 22 Uhr holen wir unsere Gäste am Flughafen ab. Am nächsten Morgen Stadtbummel und Shopping, vor allem Barca-Fanclub-Shop war für Dario interessant.

 

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Ibiza

Wir ankern in ruhigen Buchten, nahe an den Felsen. Nur einmal liegt der Anker vor der Kleinstadt San Antonio und wir bekommen die ganze Wucht der Ibizapartyscene zu sehen. Da ist was los mit Partys, nächtelang in dunklen Kellern oder auf grossen Partybooten. Ticketcorner gibt haufenweise und viele hübsche Girls, fast nur mit Tattoos bekleidet, die aus ganz Europa eingeflogen sind. 

Ibiza ist mit Pinienwäldern grün bewaldet und an der Küste schroff felsig. Formentera habe ich sanfter in Erinnerung. 

Wir finden immer eine ruhige Bucht für unser Schiff, es sind aber viele Yachten unterwegs, so ist es an den guten Ankerplätzen oft eng. In Ufernähe liegen die "Kleinen", draussen die Megayachten. Einige von den "Grossen" können gechartert werden, die Woche für 400'000 Euro !!!!!!  Vermutlich nicht alles inklusive. Aber mit

20 Mann/Frau Besatzung. In der schmalen Bucht Badella finden wir sogar eine freie Boje, so ein Glück.

An der Nordküste treffen wir René und Babs wieder, sie ankern in  einer ruhigen grossen Bucht, wir finden sie mit dem Feldstecher, wir ankern in der Nähe. Dann kommt auch Luna, die beiden Holländer die wir in San Antonio kennen gelernt haben. Zum Apéro treffen wir uns alle auf der Momentum. Gioia muss zu Hause bleiben, da Salty keine 4-beinigen Besucher mag. 

Das wird unsere letzte Nacht in Ibiza, am Freitagmorgen segeln los, rüber nach Mallorca.

Kurs 62 Grad und 52 Meilen.

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Formentera

Sogar der Sternenhimmel war anders hier, der Nachthimmel war übersät mit Sternen, kein störendes Licht weit und breit. Am Morgen gibts schon vor dem Kaffee ein Bad. Dann bekommen wir Besuch, Babs und René von der Momentum, Freunde aus Lagos kommen mit dem Dingi. Welche Überraschung. 

Dann mit dem unserem neuen Dingi ans Ufer, 2x Orangenjus = 9 Euro. Uppps das sind aber andere Preise hier !

Am Mittag ist Anker auf und wir segeln rund um die Südspitze von Formentera in eine geschützte Bucht. Wir segeln einer herrlichen Felsenküste entlang, alles Sandstein, von den Gletschern gepresster Sand. Formentera scheint wüstenhaft, keine Bäume, wenig Vegetation und grosse Salzlagunen im Norden der Insel. Vor allem aber viele Sonnenhungrige die mit der Fähre von Ibiza kommen, fast alles Italiener. 

Die Momentum, eine HR42, liegt schon in der Bucht, René kommt uns mit dem SUP entgegen, Salty der Hund ist auch dabei. 

Wir erkunden die Kliffs in der Nähe mit dem Dingi, elegant geschwungene Muster in den Felsen. Felsbuchten wie Kathedralen, da hat vor vielen Jahren, Bob Marley ein Privatkonzert gegeben.

Wir staunen über die kleinen Hütten am Ufer mit den Schienen ins Wasser. Das sind die Hütten für die Fischerboote. Da die ganze Insel felsig ist, ziehen die Fischer die Boote auf Schienen an Land. 

 

Am nächsten Tag segeln wir wieder nach Norden und ankern an der nördlichen Landzunge von Formentera. Sandstrand und türkisfarbiges Wasser. Die Megayachten sind auch hier, grösser gehts fast nicht! 

Unser täglicher Spaziergang auf der Suche nach Internet führt zu einem Strandrestaurant. Wir finden Platz an der Bar, das Restaurant ist ausgebucht, die Preise uperclass, hier gibts auch mit Bestechung keinen Platz. Es ist das Lieblingsrestaurant von Roberto de Niro. Alles vom Feinsten und das - draussen am Strand. 

Am Samstagabend gibts Sturm aus Osten, wir liegen an der Westseite der Landzuge, also im geschützten Wasser, aber der Wind bläst die ganze Nacht mit bis zu 31 Knoten, ca. 50 Km/h. Das zerrt ganz schön am Anker, der hält aber bravurös. Auf der Ostseite der Landzunge brechen die Wellen am Strand. 

Am Sonntagabend, nachdem sich der Wind gelegt hat, segeln wir die 10 Meilen rüber nach Ibiza.

 

 

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rüber nach Formentera

Wir verlassen Alicante am frühen Morgen, es herrscht wieder Nordostwind. Das heisst wieder 3 Meilen bis zum schützenden Cap von Alicante rausmotoren, dann unter Segel bis nach Campello. Das sind nur 10 Meilen wir sind vor Mittag dort. Wir bleiben bis am nächsten Nachmittag, erkunden den kleinen Ort. Dann legen wir am 29. Juni um 16 Uhr ab und motoren bis nach Benidorm. Das sind 14 Meilen. Vor der Hotelhochburg legen wir den Anker auf 6 Meter Wassertiefe in den Sand. Die Nacht ist unruhig, da der Wind auf Süd gedreht hat und ein Schwell aufs Ufer zuläuft. 

Bei Tagesanbruch gibts zuerst Kaffee, dann Anker auf, und mit dem Motor raus aufs Meer. Marina hat Migräne und bleibt liegen. Wir haben echt Glück, der Südwind kommt immer stärker, Segel setzten, Motor aus, Kurs Formentera. Dieser schöne Wind war nicht angesagt, eher Windstille. Aber der Wind hält durch bis Formentera. 

Wir passieren den 0 Meridian, wir sind wieder östlich von Greenwich. Bald verschwindet das Cabo de la Nao im Dunst. Festlandspanien adée.

Zum Mittagessen gibts einen Teil des feinen Rindsvoressen. Leider liegt Marina noch immer flach und ist bleich im Gesicht. 

Dann nur blaues Meer rundum, bis Formentera auftaucht dauerts noch lange, die Insel ist sehr flach. Zuerst sehen wir Ibiza. Um 19.30 Uhr nach 72 Meilen sind wir an der Westküste von Formentera, in der vom Südwind geschützen Bucht Cala Soana. Suchen einen Platz für unseren Anker mitten in den vielen anderen Schiffen die schon da sind. 

Die Skyline ist hier total anders als gestern vorn Benidorm, Natur pur. Das Wasser glasklar und leuchtend blau. 

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Formentera-Cross-Menue

Für die lange Überfahrt nach Formentera wollen wir was Feines zu essen haben und so koche ich uns einen Eintopf. 

Ich habe folgendes eingekauft: 1,1 kg Rindsragout vom 1 jährigen spanischen Rind, 5 Kartoffeln, 4 Karotten, 1/4 Kürbis, 4 Knoblauchzehen, 2 grosse Zwiebeln, 3 dl Rioja und Bouillon.

Das sollte für 2 Personen und einen Hund reichen. Zuerst 5 Fleischstücke für den Hund beiseite legen.

Dann in einer grossen Pfanne alle Zutaten zusammen 1 1/2 Std. köcheln lassen. Würzen mit dem leuchtend rotem Chilly vom Nebengraben, danke Urs. 

Das kochen ist nicht ganz einfach bei dem Schwell an der Beach von Benidorm. Der Duft nach Essen und Gewürzen weht durchs ganze Schiff, ich freue mich schon auf Morgen. Es ist jetzt schon fast 22 Uhr, draussen ist es dunkel, wir sind bereit für die Überfahrt, immer 82 Grad steuern, dann kommen wir sicher an. 

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unsere Dingi Geschichte

Wir haben bei unserem alten,orangen Metzeler Dingi in Ferragudo das Ventil abgerissen. Dann Lagos ein günstiges Occasiondingi gekauft. Wir konnten uns nicht für ein neues Entscheiden, wussten nicht welche Grösse optimal ist, welchen Boden das Dingi haben soll, welche Marke die beste ist. Doch das "Graue" passt gut zum Schiff, nach dem gründlichen putzen darf der neue Tender aufs Schiff.

Unterwegs hat plötzlich auch das "neue Quicksilver" Luft verloren. Wir haben geflickt und es hat nichts genützt. 

Wir sind rumgerannt bei sengender Sonne und haben nie ein passendes Dingi gefunden, nie war ein Exemplar ausgestellt, wir konnten nur in den Katalogen blättern. 

ABER, hier in Alicante steht ein Zodiac im Segelshop. Wir entscheiden uns das weiss/graue 2 Meter lange, 22 kg schwere Beiboot zu kaufen. 

Es ist zwar klein, aber für 2 Personen und Gioia ist genug Platz. 

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Alicante

schöner Yachthafen, Restaurants am Pier, Seglershops, und direkt am Rande der Altstadt gelegen. Was will man mehr. 

Alicante unterscheidet sich bis jetzt von den andern Städten, dass alle Restaurant in der Altstadt auf der Strasse lange Tische aufgestellt haben und die Leute draussen bedient werden, die engen Gassen haben fast immer Schatten. 

Wir finden schöne Plätze und Kirchen, Gassen und Ecken zum Verweilen. Gioia tragen wir meistens, es ist ihr zu heiss auf den Pflastersteinen. 

Diese Woche ist  jeden Abend, Mitternacht, Feuerwerk, Gioia hat keine Freude, aber es ist jedes mal viel Spektakel und Krach.

 

 

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weiter nach Alicante

wir haben genug gesehen vom Mar Menor, Hotels, schöne sanfte Sandstrände aber das Wasser ist nicht klar und kristallblau.

Ich hole schon vor 8 Uhr morgens den Anker auf, wir wollen um 10 Uhr bei der geöffneten Brücke raus aufs Meer. Marina steuert und keiner schaut in die Karten oder Handbücher, so fahren wir zwischen einer Insel und dem Festland auf eine Untiefe. Keine Seezeichen, kein Hinweis auf unserem Kartenplotter. Aber wir hängen fest! Nach vielen Versuchen mit dem Motor und Segel und "schaukeln" finden wir eine Weg runter von den Steinen. Marina hat unsern neuen Weg mit dem Blei ausgelotet. 

Danach haben wir in den Karten und Handbücher nachgesehen, im Handbuch war die Untiefe deutlich eingezeichnet, aber es steht auch, dass jedes Jahr über 20 Schiff von der Untiefe runtergeholt werden müssen. 

Wir schaffen die Brückenpassage erst um 12 Uhr, dann gehts aber mit viel Wind und Wellen Richtung Norden, 

das exakte Steuern zwingt uns im hier und jetzt zu sein. Die Gedanken schweifen noch immer zum Malheur vom frühen Morgen.

Am späteren Nachmittag entscheiden wir uns nach Santo Palo reinzusegeln, nach Alicante wären es noch mehr als 2 Std weiter.  Wir bleiben dort nur 1 Nacht. 

Am nächsten Morgen gehts mit dem Motor gegen Wind und Wellen bis war das nächste Cap umrundet haben, dann können wir Segel setzten und mit stürmischem Nordostwind der Küste entlang nach Alicante segeln. Wir sind wieder mal alleine unterwegs, traut sich kein anderes Schiff raus? Der Wind pfeifft mit 25 Knoten durch die Wanten, die Sonntagsduschen sind heute salzig !!

Wir segeln direkt in den grossen Hafen von Alicante und bergen die Segel im ruhigen Wasser hinter den hohen Hafenmauern. 

Nach der mühsamen Stunde mit dem Motor, waren die zwei Std. segeln Spass und Herausforderung. Wir bekommen den letzten Platz im Hafen, es wird Sommer alles ist ausgebucht, Glück gehabt.

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Mar Menor

Wir verlassen am 10 Uhr am Morgen Cartagena. Der Wind kommt aus Nordost und soll dann nach Osten drehen, da kommen wir mit wenig aufkreuzen weiter nach Norden. 

Es dauert dann aber doch viel länger als gedacht, wir hatten guten Wind, aber meistens von vorne. 

Beim Capo do Palo mit seinen Felsen kämpfen wir gegen Wind und Wellen, danach haben wir einen besseren Kurs und segeln zur Einfahrt ins Mar Menor. 

Das Mar Menor ist ein Binnenmeer, halb so gross wie der Bodensee, eingeschlossen, von einem breiten Dünengürtel, der mit Hotels überbaut ist. Die Einfahrt ist schmaler Kanal, dort müssen wir warten bis die Brücke aufgeht, das ist leider nur alle 2 Std.

Das Mar Menor ist nur 5 Meter tief. Wir ankern hinter einer Insel und bleiben noch eine zweite Nacht am Anker an einem Strand. 

 

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Cartagena

Wir verlassen die ruhige Ankerbucht und segeln raus auf Meer. Der Wind kommt uns entgegen, wir müssen aufkreuzen, nach 1 Std. sind wir am Cap und sehen rein in die Bucht von Cartagena. Dann sind es noch 8 Meilen und wir segeln durch die Einfahrt in den grossen Hafen, wo wir die Segeln bergen. Dann rufen wir über Funk Kanal 9 die Marina Cartagena und fragen nach einem Liegeplatz.

Wir legen uns längs an den Steg, direkt an der Promenade, nahe der Altstadt. Yan und Carolann, die wir aus Lagos kennen begrüssen uns. 

Wieder eine schöne Stadt die zu besichtigen sich lohnt. Die Häuser in der Altstadt haben alle verglaste Erker und geben der Stadt einen speziellen Charakter. Die Römer waren auch hier. Der starke Nordostwind zwingt uns 3 Tage hier zu bleiben, dann gehts am Donnerstag weiter zum Mar Menor. 

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weiter zur Traumbucht

Wir lassen Garrucha hinter uns, mal sehen wo der nächste Liegeplatz ist, je nach Wind. Der bläst aus Südost, wir segeln der Küste entlang, immer näher ans Ufer, bis wir in Aguilas "landen". Wir ankern vor dem Hafen, sicher und ruhig. Dort bleiben wir 2 Tage, weil Flaute ist. Im Zentrum gibts einen tollen Park. 

Dann gehts am Sonntag weiter, wir setzten zum ersten Mal den blauen Blister, wir segeln mit schwachem Wind Richtung Cartagena, dann sehen wir eine tolle windgeschützte Bucht. Segeln dort rein, und lassen den Anker auf 4 Meter Wassertiefe in den Sand fallen. Da unser CQR Anker sich nur schlecht eingräbt geben wir 30 Meter Kette. Das muss genügen für ein sicheres liegen.

Mit dem Dinghi ist es nicht weit ans Ufer, für einen Spaziergang mit Gioia. Am Abend schaue ich dem Match Schweiz-Frankreich in der Bar am Strand. Die Serenita schaukelt am Anker und Marina hat Ankerwache. 

Am Montagmorgen gibt es ein Bad im glasklaren Wasser, Gioia kommt auch mit. 

Dann nochmals ans Ufer zum Kaffee und Internet, und die Aussicht vom Hügel über die Bucht geniessen. 

Wir geniessen die Stunden schaukelnd am Anker, die Sicht auf das Palmengesäumte Ufer. 

Am Mittag segeln wir los, noch 14 Meilen bis Cartagena. 

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Carrucha, der sichere Hafen

Die Sonne steigt aus dem Meer und wir sind bald bereit zum Lossegeln. Anker auf und raus aus der schönen Bucht. Es hat noch nicht viel Wind am frühen Morgen, die Sonne muss erst noch aufheizen. Doch um 10 kommt der Südwestwind. Immer stärker und stärker, auf Kanal 9 haben wir die Sturmwarnung gehört. Unser Ziel ist Carrucha, 6 Std sollten wir bis dorthin benötigen. Dann steht uns auch noch ein Kriegsschiff im Weg und zwingt uns auszuweichen, gibt die Koordinaten für die Schiessübungen bekannt. Hoffentlich sind wir nicht im Zielgebiet.

Dann kommt die Stadt in Sicht, dort stellt der Wind sogar ab und wir motoren die letzten 3 Meilen. 

Carrucha ist bekannt für die feinen roten Garnelen. Das Kilo kostet 28 Euro, eine Portion im Restaurant 24 Euro.

Die Schweiz spielt unentschieden gegen Rumänien. 

Wir können uns am nächsten Morgen nicht entscheiden, ob wir weiter sollen oder noch eine Nacht im Hafen bleiben. Dann erlöst uns der Hafenkapitän von der Unentschlossenheit, die Küstenwache hat wieder Sturmwarnung rausgegeben und wir müssen die nächste Nacht im Hafen wegen dem Sturm nicht bezahlen. 

Die Holländer neben uns sind trotzdem weiter, direkt nach Caragena. Am Mittag gehts los mit der Starkwind, die Wellen und der Schwell kommen in den Hafen rein, das Schiff schüttelt an den Festmachern. Wir bringen noch mehr Leinen mit elastischen Dämpfern aus, mit den Muringleinen ziehen wir das Schiff vom Steg weg. So sicher ist der Hafen auch nicht, wir haben ein mulmiges Gefühl wenn Serenita so an den Leinen zerrt.

Abends um 8 Uhr ist der Wind weg und im Hafen wird es schnell ruhiger. 

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Puerto Genovese

Nach den drei Tagen in Almerimar sind wir der Küste entlang gesegelt. Am Abend in Roquetas de Mar geankert. Dann weiter nach Puerto Genovese. Das ist eine wunderschöne, unverbaute Bucht hinter dem Capo do Gata.  

Der Anker liegt in 3 Meter Tiefe. Wir schwimmen und geniessen die Ruhe. Nur der Schwell ist unangenehm, das Schiff schaukelt im unruhigem Wasser. 

Nach 18 Uhr gibts einen Ausflug an Land, das Dingi wird aufgepumpt, es verliert immer wieder Luft. Dann rudern wir die 150 Meter an den Strand. Das Schiff dümpelt vor dem Felsen mit dem weissen, roten und schwarzen Gestein. 

Der abgelegene Strand ist gut besucht, da eine Strasse über die Berge herführt. Die Kulisse ist wie in der Wüste, Kakteen und Agaven. Wir wandern bis ans Ende von der Bucht und geniessen den Ausblickt über die Bucht raus aufs Meer. 

Zurück auf dem Schiff senkt sich die Sonne langsam über die Berge von Andalusien. Dann kommt ein eindrücklicher Sternenhimmel zum Vorschein. Hier gibts keine störenden Lichter, nur unser Ankerlicht im Top vom Mast. 

Die Nacht ist unruhig, kein Wind aber der Schwell schütteln das Schiff, ich falle fast aus der Koje!

Am Morgen weckt uns die Sonne die direkt aus dem Wasser aufsteigt. 

 

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mit kleinen Schritten weiter

Nach den beiden stürmischen Tagen, hat der Westwind abgestellt. Wir segeln und motoren nur kurze Strecken und ankern in Herradura und Almunecar. Dann segeln wir weiter der Küste entlang und ankern bei der Felswand von Calahonda. Meistens sind die Nächte unruhig, da wir nie in einer geschützen Bucht sind, wir sind also immer dem Schwell ausgesetzt. Meistens gibt es ab Mittag etwas Wind, der bringt uns bis nach Adra. 

Dort bleiben wir eine Nacht am Anker am Strand, Adra scheint nicht touristisch zu sein, darum sind die Steak so riesig. Ich hab eines gekauft, 1,2 kg hat der Metzger auf die Waage gelegt. War super abgehangen und gut gelagert. 

Der nächste Schlag geht bis nach Almerimar, dort ankern wir am Abend vor dem Hafen. Wieder unruhig die lange Nacht. 

Am Morgen sitzen wir im dichten Nebel, sehen kaum 50 Meter. Wir warten und hoffen, dass kein Fischerboot vorbeifährt. Das Nebelhorn liegt für den Notfall bereit. Um 9.30 Uhr wagen wir die Fahrt in den nahen Hafen. 

Nur auf dem Kartenplotter (Bildschirm mit Karte) sehen wir unser Fahrt zum Hafen, so kommen wir langsam und sicher in den riesigen Hafen von Almerimar. Einer Retortenstadt, Hafen, Golfresort und rundherum 100erte von Appartements. 

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Rock and Roll, im Wind

Fuengirola, eine Stadt mit vielen Hotels und schönen langen Stränden, heute ist gerade Harley-Davidson Treffen. Rock-and-Roll is back.  Doch wir wollen den Westwind nutzen um weiter Richtung Almeria zu segeln.

Unser Zielhafen für heute ist Torre de Mar, La Caleta de Velez, nur ca. 20 Meilen. 

Heute sind wir nicht alleine unterwegs, es ist Samstag und einige Schiffe segeln Richtung Malaga. Doch draussen vor Malaga wird der Wind stärker, die anderen Segler sind verschwunden, wir rauschen dahin, Windstärke 8 über 35 Knoten Wind. Rock-and-Roll mit Wind und Wellen. Die Wellen kommen direkt von hinten, oft befürchten wir die Wellen überspühlen das Schiff, doch sie rauschen unten durch, wir müssen aufpassen, das das Schiff nicht querschlägt. Ein bisschen mulmig ist es schon, da die Wellen direkt von hinten kommen. Die Wellen sind sicher 4 Meter hoch, doch die Serenità bleibt auf Kurs und wir fühlen uns sicher. 

Dann sind wir vor Velez, doch wieder die Entscheidung weiter zu segeln, da die Wellen direkt auf den Hafen zulaufen. Nochmals 15 Meilen weiter bis nach Marina del Este, La Mona. Dort sind wir sicher hinter den Felsen in einem kleinen Luxushafen. Eduro 45.-- pro Nacht !!   

Wir sind froh, ruhig schlafen zu können und bleiben eine Nacht an den idyllischen Ort und es ist schon spät am Abend. 

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mit Sturm über die Strasse

Wir machen die letzten Einkäufe im Gemüse- und Fischmarkt von Ceuta. Dann legen wir um 10.30 Uhr ab. Beim Rausfahren setzen wir das Grosssegel und machen das erste Reff (verkleinern das Segel) rein. Kaum aus dem Hafen, sind wir schon im Starkwind der durch die Strasse von Gibraltar bläst. Ab geht die Post... der Wind kommt ideal von der Seite, wir rauschen durch die Wellen. Das Wasser schäumt, es bläst mit über 30 Knoten, Windstärke 7 in den Böen bis 8. Wir legen vorsorglich mal die Schwimmwesten an. Die Strasse von Gibraltar ist wie eine Düse, hier wird der Wind kanalisiert und verstärkt.

Die Tanker, die hier auf ihren vorgeschriebenen Wasserstrassen fahren müssen kommen uns nur 2 mal in die Quere und wir weichen aus. Dann kommen wir der spanische Küste näher, der Felsen von Gibraltar ist noch lange über das Heck sichtbar. Wir wollen in der Nähe von Marbella, in einen kleinen Hafen, doch die Wellen und der auflandige Wind sind zu stark, das scheint mir zu gefährlich, also segeln wir nochmals 3 Std weiter bis Fuengirola. Dort gibts einen sicheren Hafen mit grosser Einfahrt. Wir sind um 20 Uhr am Steg, der Hafenmeister bestaunt unser vom Wind und Welle zerzausten, wilden Haare. 

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Ceuta, spanische Enklave

Nun ist genug Afrika, wir sind schon einige Tage hier, haben viele Eindrücke von Marocco erhalten. Rick und Joffrey mit ihren Schiffen wollen bis zum einsetzenden Westwind hier warten, wir beschliessen nach Ceuta zu segeln/motoren um was Neues zu sehen. 

Also Abmeldungsprozedere im Hafen, Hafenbüro, Polizei, Zollbehörde, die sind zum Glück alle Tür an Tür. Dann legen wir ab und motoren nordwärts. Nach 3 Std sind wir in Ceuta mitten in der grossen Stadt. Kulturschock !!!!

Lautes Spanien, viele Menschen auf den Strassen, spielende, lärmende Kinder, laute Spanier in den Kaffees und Bars. Die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten, Stadtmauern, Parks und eine Fussgängerzone zum Zollfrei einkaufen. 

Wir bleiben nur eine Nacht dann soll es mit dem angekündeten Westwind über die Strasse von Gibraltar der spanischen Küste weiter nach Osten gehen. 

 

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Chefchauoen, die blaue Stadt

Zusammen mit Rick, July und Belinda und Joffrey, fahren wir heute nach Chefchaouen. Wir nehmen ein Taxi das kostet für uns alle 36 Euro. So sind wir schnell in 1 1/2 Std. dort. Mit dem Bus müssten wir 2x Umsteigen.

Chefchaouen liegt am Rande des Rif Gebirges auf ca. 600 Meter Höhe. Wir staunen über die blauen Häuser und Strassen. Ein wunderschöne Medina/Altstadt, mit viel Teppich- und Kunsthandwerkhändler. Mittagessen gibts auf einer Terrasse mit Blick auf die roten Mauern der Kasbah. (Befestigungsanlage) Natürlich gibts wieder einen Besuch beimTeppichhändler. Danach schlendern wir alleine durch die gepflegte Medina, trinken einen Kaffee und eine Cola am Plaza Uta el-Hammam. Das ist der Hauptplatz, hier gibts immer was zu sehen und zu bewundern. 

Die Cola soll gehen Montezumas Rache helfen, die mich seit gestern plagt. 

Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Marina Smir, der Bus ist vollbesetzt, mein Sitz defekt also unbequem und es ist 30 Grad heiss. In Tetouan müssen wir umsteigen, dann sind wir 30 Min. später in Marina Smir. Rick und die andern bleiben eine Nacht in Chefchaouen, in einen wunderschönen Hotel mitten in der Altstadt. 

 

 

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Ausflug nach Tetouan

Heute Samstag wollen wir in die grössere Stadt Tetouan. Uns interessiert den Markt/ Suk, und die Medina/ Altstadt, die ist unter UNESCO Schutz. Mit dem Bus, der an der Hauptstrasse hinter dem Hafen vorbeifährt, kommen wir direkt ins Zentrum der Stadt. Gioia kann problemlos mitfahren. 

Kaum in der Stadt haben wir schon einen Führer an der Hand. Er weiss viel zu erzählen und führt uns durch die Marktgassen zum Königspalast und den Place Hassan II. Dort gibts in einer Teestube die versteckt in der 1. Etage liegt süssen Peffermünztee. Wir haben tolle Sicht auf den Palast und sind erstaunt wie der Tee mit Holzkohle zubereitet wird. 

Dann erkunden wir den Gemüsemarkt, den Handwerkermarkt, das ehemalige Judenviertel und den christlichen Stadtteil den die Andalusier während der spanischen Besetzung gebaut haben. Mohammed führt uns zu einem andalusischen Haus, 200 Jahr alt. Im riesigen Haus wohnt eine Berber Teppichhändlerfamilie. Hier können wir rauf auf das Dach und die Aussicht über die Stadt bestaunen. Erfolgreich lehnen wir die Angebote zum Teppichkauf ab. 

Nach dem Mittagessen schlendern wir alleine durch die Gassen, dann gehts mit dem Bus Nr.35 wieder zurück nach Marina Smir. 

Um 19.45 ist Anpfiff um Champions Liga Final. Die Plätze vor dem grossen Bildschirm sind gut belegt, alle sind Fan von Atletico Madrid und darum nach dem letzten Elfmeter etwas niedergeschlagen. 

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Gibraltar

Wir liegen mit der Serenità unter dem Felsen von Gibraltar hinter der Landepiste in La Linea. Zu Fuss sind es 20 Minuten, bis zum Stadtrand von Gibraltar. Wir sind jeden Tag drüben, es gibt viel zu sehen und zu entdecken.

Am Montag gehen wir zu Fuss los, über die Landebahn rein in die Mainstreet mit den vielen Shops, wir sehen die historischen Gebäude, weiter gehts bis zum Botanischen Garten. Wir finden eine Mac-Shop für unsere ungeklärten Fragen und einen Bikeshop der mein Brompton-Klapprad wieder flickt. Super. Neue Pedale, neue Kette und neuen Zahnkranz für 60 Euro. 

So können wir am Mittwoch Gibraltar mit dem Velo erkunden. Gioia muss das Schiff bewachen. Wir strampeln durch die Gassen und Tunnels bis es nicht mehr weiter geht. Wir sind am Europa-Point angelangt und haben freie Sicht über die Strasse von Gibraltar nach Afrika. Nun schieben wir die Velos auf den höchsten Berg, wir wollen die Affen sehen, die Aussicht geniessen und einen Blick ins Mittelmeer werfen. Bei der Hitze echt anstrengend, es ist so steil, dass wir nachher die Räder sogar runter schieben müssen. Die Sicht ist herrlich, wir sehen weit unten im Hafen unser Schiff. Die frechen Affen sind auch oben auf dem Berg, wir müssen aufpassen, dass sie uns nichts klauen. Am Abend sind wir todmüde und Gioia freut sich riesig, dass wir wieder da sind.

Gibraltar lohnt sich zum Einkaufen, so verlassen wir den speziellen Ort mit vielen neuen Errungenschaften: 

Epifanes (Holz- Lack für das Schiff) Cognac und Whiskey für die Schiffsbar, ein neues Objektiv für die Nikon und ein paar Schäkel für Serenità. Alles Zollfrei. 

Gibraltar mit den vielen Shops, Schmuck, Uhren und Kleidern ist so ganz anders als das einfache Leben im spanischen La Linea. 

 

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durch die Meerenge von Gibraltar

Den guten Wind der nur heute Sonntag aus Westen bläst, nützen ca, 6 Yachten um nach Gibraltar zu segeln. Doch die Meinungen über die genaue Zeit für das lossegeln sind grundverschieden. Wir berechnen, dass wir um 11 Uhr lossegeln sollen, doch die Crew von "Yohanna" starten schon um 9 Uhr. Die Franzosen auch! Der Deutsche mit dem Kat will erst um 13 Uhr los. Wir ändern unsere Meinung nicht, 11 Uhr , so sollten wir immer etwas Strom von hinten haben und der Wind wird auch zunehmen am Nachmittag. 

Sonntagmorgen -  "Yohanna" geht, die Franzosen gehen. 

Schlussendlich starten wir schon um 10.15, wir können es wohl kaum erwarten ins Mittelmeer zu kommen. 

Der Wind meint es gut mit uns, doch die Strömung ist bis nach Tarifa, dem südlichsten Festland Punkt von Europa, immer etwas gegen uns. Sind wir zu früh los? Von weitem schon erkennen wir durch den Dunst die Berge von Afrika. Ein spezieller Moment. Vielleicht wollen wir ja noch dorthin!?

Kaum haben wir in Tarifa den Leuchtturm gerundet, dreht der Wind noch mehr auf, wir bergen das Grosssegel und segeln nur noch mit der Genua. Nun haben wir die Strömung mit uns und der Wind steigert sich auf Sturmstärke. Wir rauschen mit 8 Knoten Richtung Gibraltar. Dann sehen wir den "Felsen", eindrücklich und mächtig, wir staunen. 

Dort in der riesigen Bucht mit all den vielen Tankern und Fähren wird es ungemütlich, der starke Wind und sehr viele Wellen aus allen Richtungen zwingen uns den Motor zu starten. Der Wind stellt sogar kurze Zeit ab in der geschützen Bucht. Wir steuern den Hafen von La Linea an, dort ist ein neuer Hafen direkt hinter der Landebahn von Gibraltar.

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im beschaulichen Rota

Wir liegen im ruhigen Hafen von Rota, mit Blick auf die Zitadelle und den Leuchtturm. Rota gefällt uns, eine schöne Altstadt mit engen Gassen und Plätzen mit Palmen, eine Markthalle und einen grossen, langen Strand. 

Wir bleiben einige Tage, weil es uns so gut gefällt und bis das Wetter für die Weiterfahrt stimmt. 

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Albufeira und weiter nach Ilha do Culatra

Nach einer wieder unruhigen Nacht, vor dem Strand von Ferragudo, segeln wir heute weiter nach Albufeira. Wir hoffen dort Kari und Sigurd aus Norwegen zu treffen. Vielleicht haben sie ja den Absprung von Lagos geschafft. 

Wir haben guten Wind und segeln der wunderschönen Küste entlang. Dann verlässt uns der Wind und mit Motor sind wir um 16 Uhr im Hafen von Albufeira. Kari und Sigurd kommen 1 Std. später mit ihrer "Draugen" ( heisst: Seetroll) auf norwegisch.

Wir feiern das wiedersehen den ganzen Abend auf ihrem Schiff. Am Sonntag erkunden wir die Stadt und sind überrascht wie schön Albufeira ist. Wir schlendern durch die Gassen und machen Siesta am Strand. 

Am Montagmorgen gehts für die beiden mit ihrer Draugen wieder zurück nach Lagos. Sie fliegen wieder Heim nach Voss. Wir segeln weiter nach Osten in die Lagune vor Faro. 

Wir sehen grosse Delfine und geniessen die ruhige Fahrt bis zur Einfahrt in die Lagune. Dort sind wir wie geplant 1 Std. vor Hochwasser, so dass die Strömung in der Engen Einfahrt nicht zu stark ist und wir mit dem steigenden Wasser in die Lagune "gespühlt" werden.  Nun sind wir in der Ria Famosa, einer 60 Km langen Lagune. 

Vor Culatra fällt unser Anker. wir zählen noch fünf andere Schiff aus Lagos. Um 17 Uhr ist  Begrüssungsparty in der Bar.

 

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Ostersonntag Walk

Traditionell ist der Ostersonntagswalk für alle Segler hier in Lagos. Les Capmann organisiert diesen Ausflug. Wir fahren mit dem Zug Richtung Alvor, möglichst geschmückt mit einem originellen Osterhut. Danach wandern wir dem Fluss entlang zum Hafen von Alvor. Wir sehen verschiedene Orchideen und sogar Flamingos und viele Wattvögel. In Alvor suchen Marja, Jörg und wir beide einen sonnigen Platz am Strand für unser spezielles Oster-Picknick, alle anderen haben im Restaurant ihr Ostermenu reserviert. Wir geniessen die Ruhe am Strand und unsere mitgebrachten feinen Leckereien. 

Danach treffen wir uns für die Rückfahrt nach Lagos. Die fast 60 Leute werden auf 4 Schiffe verteilt, dann gehts durch die grosse Lagune von Alvor raus aufs Meer zurück nach Lagos. Vorbei an den Felsen von Piedade, die wir nun einmal vom Wasser aus bestaunen können.

Zurück im Hafen verabschieden wir uns von Marja und Jörg, die beiden fahren schon heute Abend ab, Richtung Schweiz. Der Winter ist vorbei, die Zugvögel ziehen nach Norden. Wann werden wir sie wieder sehen? 

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Impressionen von der Praia Cordoama

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4. 1. 2016 - time: 12.12 

 

 

New freedom? Neue Freiheit? Nuova Libertà?

 

Finally it happened: I drownded my cell phone!

 

È successo: ho affogato il mio cellulare!

 

Es ist passiert: mein Handy ist ertrunken!

 

und jetzt? hmmm versuche ein neues Leben ohne eigenes WhatsApp usw. hmmmm

and now how shall I survive?

e adesso come faccio?

                                                               MARINA

 

 

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Silvester - Neujahr 

Silvester 2015, Sabine kommt auf Besuch. Zusammen geniessen wir den Tag bis am Abend in der Stadt. Am Abend feiern wir mit anderen Seglern. Wir essen im China Restaurant, dann gehts zum Feuerwerk und Livemusik auf den grossen Kirchplatz. Mit dem Feuerwerk wird das neue Jahr willkommen geheissen. Was wird es für Überraschungen bringen, wohin führt uns das Schiff und der Wind?  

Wir wünschen allen ein friedlicheres 2016, weniger Kriege und Vertreibungen. 

Nach dem Frühstück und nachdem alle Lebensgeister wieder zurück sind, gehts zum Strand. Wir machen eine Feuerzeremonie, verbrennen die alten Gewohnheiten und heissen unsere guten Wünsche für 2016 willkommen. Ein starker Regenschauer besiegelt und segnet die Wünsche.

Dann um 12 Uhr treffen wie abgemacht die anderen Segler aus Lagos ein, wir wollen den ersten Tag mit dem Neujahrsschwimmen zelebrieren. 

Dann feiern wir mit Tim seinen 60. Geburtstag, mit Sangria und Fischsuppe am Strand in Lindas Bar. 

 

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Überraschungen zum Geburtstag

der 15. Dezember kommt immer näher, wie feiern wir diesen Tag, das war schon lange ein Thema. Ab nach Monchique ? oder ? 

Dann kommt alles besser und besser.

Renate und Klaus künden ihren Besuch an. Sie treffen am 10. Dezember in Lagos ein. Zusammen unternehmen wir einige Ausflüge, an die Strände und nach Portimao.

Dann am Montag 14. Dezember werde ich am Morgen beim Apero im Strandrestaurant echt Überrascht, meine Eltern und alle meine Geschwister spazieren durch die Türe!!!!!   Nicht zu glauben, ich bin sprachlos. 

Nach dem Begrüssungstrunk fahren wir zum Schiff, zu Kaffee und Rüeblitorte.

Am Nachmittag spazieren wir durch die Altstadt von Lagos. 

15. Dezember mein 60igster Geburtstag. Die Sonne scheint es wird ein Traumtag. 

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel fahren wir an die Atlantikküste an die Strände, dann in Vila do Bispo, beim Kaffee ist Stefan plötzlich da, er sitzt am Tisch im Kaffee, jetzt ist die Familie vollzählig . Wauuu   welche Ehre, nun kann die Geburtstagspaty losgehen.

Ich hab nichts gewusst, dass sie alle mit mir den Tag feiern wollen. Überraschung gelungen! Marina hat mir nie was gesagt, dass wir alle zusammen feiern werden.

Dann sind wir zum Leuchtturm, auf dem Cabo de Sao Vicente, dann nach Sagres zum Mittagessen, der Küste entlang zurück nach Lagos ins Hotel. 

Am Abend treffen wir uns im Restaurant am Strand mit Familie, Renate und Klaus und Marja und Jürg. 

Feines Essen, guter Wein, Schokoladetorte mit Kerzen und Wunderkerzen.

Dann ist der Tag auch schon fast vorbei.... der Mond geht unter, die Gäste verabschieden sich,wir fahren mit Stefan zum Schiff, er schläft bei uns. Noch ein letzter Calvados aus der Bretagne, ... gute Nacht. Das Leben geht weiter .... 

Es hat mich riesig gefreut, mit meiner Familie und Freunden zu feiern, meiner Familie und unseren Nachbarn aus Kesswil zu zeigen wo und wie wir leben, wie schön wir es haben und wie gut es uns geht. 

Vielen Dank auch allen die mir per Mail oder WhatsApp so viele gute Wünsche geschickt haben.

Schon am Mittwoch fliegen meine Eltern und Geschwister nach Hause, Klaus und Renate fliegen am Donnerstag, Marja und Jürg bleiben wie wir bis zum Frühling.

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Spaziergang in Alvor 

Samstagnachmittag in Lagos, was macht man da? Man lässt sich zu einem Spaziergang in Alvor überreden. Das sind ca. 10 Km fahren mit dem Auto. Dominique und Bernard sei dank. Alvor ist ein kleiner Fischerort an der Küste, einige wenige Hotels stehen aber auch schon in Strandnähe. Wir wandern auf Holzstegen über die Feuchtgebiete der Lagune zur Hafeneinfahrt, von dort dem langen Strand entlang zurück zum Dorf. Der starke Nordwind ist ideal für die Kitesurfer.

Danach gehts noch zu der Felsküste am anderen Ende des Strandes. Durch die vom Regenwasser ausgespülten Kavernen kann man rauf zum blauen Himmel schauen. Das Abendlicht färbt die Felsen leuchtend gelb und rot.


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ein West- und ein Südstrand in der Algarve

Wir wurden von den beiden Franzosen aus der Bretagne, zur Zeit unsere Nachbarn, auf einen Ausflug an den Strand eingeladen.

Mit ihrem Auto fahren wir Richtung Westen nach Vila do Bispo, von dort ist es nicht mehr weit zu den Stränden der Atlantikküste. Am Strand Cordoama wandern wir an den schwarzen Felsen entlang. An den Felswänden sieht man die Schichtung des Gesteins deutlich, an einer Stelle klettern wir über die gefalteten Gesteinsschichten. Eindrücklich gezackte Felsen, wie wenn ein Saurier da liegen würde.  

Nach der Wanderung fahren wir nach Sagres und weiter Richtung Cap Sao Vicente, zum Strand Beliche, an die Südküste der Algarve. Eine steile Treppe führt die 60 Meter zum Strand hinunter, dort packen wir unser Picknick aus und vor dem essen, tauchen wir ins blaue Meer. Das Wasser ist glasklar. Hier ist das Meer ruhig und der breite Strand sanft abfallend. Das Wasser ist immer noch fast 20 Grad warm. Ein ganz anderes Szenario als vorher an der Westküste. Nach der Siesta gehts die 24 Km wieder zurück nach Lagos.

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Cabo de São Vicente

Wir wollen heute einige Strände auf dem Weg zum Cabo de São Vicente entdecken, haben die Badehosen dabei und Verpflegung für das Mittagessen am Strand. Der erste Halt ist an der Praia da Luz, dann an der Praia do Burgau. Nach dem Picknick fahren wir an die Westküste, an die Praia do Castelejo, hier schäumt der wilde Atlantik. 

Vor dem Sonnenuntergang fahren wir zum nahen Cabo de São Vicente. 

Hier endet Europa und die unendliche Weite des Atlantiks beginnt. Ein Kap mit dem Namen eines Heiligen. Schon die Griechen haben das Kap als heiligen Gebirgszug erwähnt. Hier am südwestlichsten Kap Europas bricht die Landmasse jäh ab und man schaut 60 Meter hinunter auf die bewegte Meeresoberfläche.

Wir geniessen die Aussicht über die Klippen, links die Algarve, rechts der Atlantik. Feuerrot versinkt die Sonne im Meer, für so ein schönes Spektakel gibt es Applaus von den vielen Zuschauern. 

Danach fahren wir zurück nach Lagos, das rötlich-gelbe Abendlicht beleuchtet die Landschaft klar und schattenlos hell, bis es plötzlich dunkel ist.


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Lagos unser Winterquartier?

Der letzte Tag der langen Reise? Bleiben wir in Lagos bis zum Frühling? Können wir so lange sesshaft sein? Finden wir Freunde die unser Algarvezeit bereichern? 

Vorerst ist es ein sonniger Tag, wir schwojen am Anker in der ruhigen Bucht vor Sagres. Sagres, Sagres?  irgendwie ein bekannter Name, aaah die Brauerei steht hier, unser einheimisches Bier!!! 

Wir lichten den Anker, leichter Wind, keine Wellen, ruhige See, sogar Gioia spaziert rund ums Schiff, wir segeln gemütlich der Küste entlang, sehen die berühmten Strände, Praia da Luz, Praia de Cabanas, Praia de Salema, und die imposanten Felsen und Höhlen vor Lagos. Dann sind wir da, bergen die Segel, starten den Motor, Leinen und Fender ...... alles für lange Zeit zum letzten Mal. 

Wir fahren in die Flussmündung rauf zum Hafen.

Alles gut gegangen, mutige Marina, tolles Schiff, viele Abenteuer erlebt, nur nette Leute kennen gelernt, verschiedene Sprachen gehört, von schwedischen Holzhäusern zu den portugiesischen Häusern mit den schmucken kleinen Balkonen, von den Stabskirchen bis zu den Prunkkirchen in Portugal, von den Holz- und Felsenwegen bis zum gemusterten, weissen Kopfsteinpflaster, vom kühlen Norden in den warmen Süden, und und und ....  ein tolles Erlebnis. 

Obrigado, Gracias, Merci, Danke, Danke u, Tak, Tack.



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ans Cabo de Sao Vicente

Kurz nach 5 Uhr legen wir ab, die Dänen sind wieder am Steg, waren wohl doch zu hoch die Wellen.

Wir können noch im Hafen die Segel setzen und nehmen Kurs nach Süden. Zum Glück mit Wind, denn in der Dunkelheit können wir die Fischernetze nicht sehen, mit dem Motor ist die Gefahr gross, dass sich ein Netz in der Schraube verfängt. Vor allem die Lobsterkörbe sind gefährliche Tonnen im Wasser.

Wir segeln mit gereffter Genua und freuen uns über den guten Wind. Leider haben wir nach jeder Regenfront die an uns vorbei zieht keinen Wind mehr, und der Wind kommt immer mehr von Süden. Die Wellenberge sind wieder 5 Meter hoch, dazu kommen noch Wellen aus Süden, dieses Kreuzgewell hat die Dänen wohl zum Umkehren bewogen. Doch die Serenità schaukelt uns gut bis ans Cabo de Sao Vicente, dort erst wird es echt unangenehm, die Dünung wird noch höher, wir staunen über die Wellenberge die uns durchschütteln und unter dem Schiff durchrauschen. Die Berg- und Talfahrten sind sicher 8 Meter hoch. Dann nach dem Cap wird es ruhiger und ruhiger, wir sind in der Algarve angekommen, noch 1 Stunde dann sind wir in der Bucht von Sagres, dort wollen wir ankern bevor es dunkel wird. Mit viel Glück schaffen wir es, der Anker fällt kurz nach 18 Uhr. 

Der "Anleger" (ein Birnenschnaps) schmeckt heute besonders gut, wir haben von La Coruna bis ans südwestlichste Cap von Europa 537 Meilen gesegelt, das sind genau 994 Kilometer wilde Atlantikküste.  

 

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Lissabon

Zuerst genossen wir die sonnigen Tage dann kam der Regen, Lissabon ist eine Stadt mit so vielen lohnenden Zielen. Die grossen Plätze, die breiten Einkaufsalleen, die Altstadt Chiado, das Castelo de San Jorge mit der herrlichen Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Das Quartier mit den vielen Fado Lokalen und dem Fadomuseum, das Jeronimus Monastery (Weltkultur Erbe), die alten Trams die auf dem Schienen quietschen, die moderne Metro, eines der weltgrössten Aquarien und der Hafen Alcantara in dem wir sicher und ruhig liegen. 

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in Nazaré

Nazaré ist in zwei Stadtteile aufgeteilt, unten am Strand ein grosses Fischerdorf, am breiten Sandstrand, mit engen Gassen, so schmal, dass kein Auto durch kommt. Oben auf dem Klippen, der andere Teil welcher mit einem Schrägaufzug bequem erreichbar ist. Wir geniessen von dort oben die herrliche Aussicht raus aufs Meer und über den Strand. Ein grosser, gepflasterter Platz, gesäumt mit der Kathedrale mit Klostergebäuden und Rathaus haben den Ausflug gelohnt. 

Ein langer Marsch zurück zum Hafen, dann gehts weiter nach Peniche. Der Wind meint es gut mit uns, wir können die ganzen 25 Meilen segeln. 

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Venedig von Portugal

Starkwind ist auf Windyty angesagt, wir bleiben im Hafen, wollen die Stadt mit den vielen Kanälen und die Salzgewinnung in den flachen Lagunen sehen. 

Mit den Velos fahren wir los, Gioia immer vorne im Korb. Die Stadt ist wegen ihrer berühmten Wasserlandschaft, Ria, bekannt. Wie in Venedig fahren hier Boote mit den Touristen durch die Kanäle, früher hatten die Boote Seetang transportiert. 

Um 13 Uhr sind wir wieder zurück im Hafen, wir sind im Jachtclub eingeladen, Mittagessen mit den Clubmitgliedern die sich hier jeden Samstag treffen. Heute kocht der Kapitän vom Segelschiff "Freedom" es gibt Chicken-Curry. Wir fühlen uns willkommen und geniessen das Essen und die Gastfreundschaft im einfachen Clubhaus am Hafen. Dann kommt der Sturm, wir bleiben beim Schiff, erst am Abend nach dem Sturm und Regen vorbei sind, fahren wir auf ein Glas Wein in die Stadt, hören kurz einen Fadosänger im Weinlokal. Leider ist es nach einem Lied Schluss, die Gesangsrunde löst sich auf. Wir sind im Portugal, Fado, der Klang von Lissabon.


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durch die Biskaya

Spät geht jetzt die Sonne auf, es ist bis 8 Uhr dunkel. Nach dem Frühstück und Gassi gehen, legen wir um 10.15 ab, alle Leinen sind los. Zum Glück ist kein dicker Nebel wie gestern. 

Marina hat Kopfschmerzen und ihr ist schon jetzt schlecht, doch wir müssen los. Das Wetterfenster ist optimal. Ostwind mit Windstärke 3-4 gemäss Windyty, vor der spanischen Küste wird es mehr werden, vielleicht kommen wir auch erst, wenn der starke Wind vorbei ist.

Draussen in der Rede von Brest, kommt uns die Strömung entgegen, nach 1,5 Std sind wir vor Camaret-sur-Mer, dort können wir die Segel setzen. Wir runden das Cap zwischen den bizarren Felsen und dem Festland mit dem Leuchtturm, sehen wo wir mit Ursula "gewandert" sind. 

Nun gehts südwärts, bei der Ile de Sein, sind wir das letzte Mal nahe am französischen Festland. 

Draussen auf dem Meer kommt der Wind aus Nordwest, aber etwas zu schwach für die grosse Dünung. Um 17.15 Uhr starten den Motor, der hilft uns das Schiff in den Wellen stabil zu halten. 

Am Abend begleiten uns viele Delfine, wir staunen, wie die neben dem Schiff schwimmen, unten durch tauchen und vor den Bug dahin gleiten. 

Marina und ich sitzen abwechselnd im Cockpit und halten Ausschau nach anderen Schiffen und kontrollieren den Kurs. Als sie mich um 2 Uhr in der Nacht weckt, hat der Wind gedreht, auf Nordost und er ist stärker geworden. Endlich können wir den Motor abstellen. Der Mond steht hoch am Himmel, so haben wir eine helle Nacht. Die Delfine verlassen uns, das Motorgeräusch hat ihnen wohl gefallen. 

Am Morgen um 06.30 haben wir die ersten 100 Meilen geschafft, doch genau jetzt fällt die Anzeige auf dem Bildschirm aus, "Strommangel". Wir hatten den Autopiloten immer eingeschaltet, dieser Motor frisst wohl zu viel Strom. Wir starten den Motor, der soll die Batterien wieder aufladen. Das machen wir nun 2 x am Tag für 1/2 Stunde. Ab jetzt bleibt der Autopilot ausgeschaltet, wir steuern selber. Um 8 Uhr ist Sonnenaufgang, jetzt wird es wieder wärmer. Kaffeetime, nicht ganz einfach das heisse Wasser durch den Filter giessen, alles schaukelt bei den Wellen! Wir ruhen und steuern abwechslungsweise, Marina ist zum Glück wieder fit. Der Wind frischt auf, kommt aber immer optimal von der Seite, so liegen wir nie mit Schräglage in den Wellen. Wir sind alleine unterwegs sehen nur 1x ein Segelschiff das uns entgegen kommt. Einige Frachter kreuzen unseren Weg, doch weit entfernt. Vor uns sehe ich Rauch aufsteigen, ist das eine Fata Morgana oder ??? Dann sehen wir es genauer, Wasserfontänen, das ist ein Wal, hoffentlich taucht der ab bevor wir dort sind. Wir sehen in nicht er ist wohl abgetaucht. Bei Sonnenuntergang haben wir 186 Meilen auf der Anzeige, etwa mehr als Halbzeit. Wir sind am Rechnen, vielleicht gibts keine 3. Nacht !! Bei hellem Mondlicht verkleinern wir die Segel, der Wind nimmt immer mehr zu und die Wellen werden höher. Wir haben die Starkwindzone vor der spanischen Küste erreicht. 

Um 4 Uhr beginnt sich die Erde vor den Mond zu schieben, Mondfinsternis, der Mond bleibt gelblich sichtbar, es wird aber sehr dunkel, nun können wir den herrlichen Sternenhimmel bewundern. Langsam wird die Mondsichel wieder grösser, bis um ca. 6 Uhr wieder Vollmond ist. 

Sonnenaufgang um 8.15 wir haben 265 Meilen. Noch 80 Meilen, bei dem Wind schaffen wir das bis am Abend nach La Coruna. Wir steuern durch die Wellentäler und Wellenberge, wenn das Schiff auf dem Wellenkamm ist, kommt es mir vor wie auf dem 5 Meter Sprungturm. Wir rauschen immer mit 6 bis 7 Knoten dahin, dank dem langen Kiel, bleibt das Schiff in den Wellen stabil, wir haben keine Angst von den Wellen aus der Fahrtrichtung gerückt zu werden. In den Böen haben wir 36 Knoten Wind auf der Anzeige, wir haben den ganzen Tag Windstärke 6. 

Dann sehen wir am Nachmittag die Berge von Spanien. Arriva Espania. Es ist 12 Uhr 290 Meilen. Es sind aber noch über 40 Meilen bis in den Hafen. Plötzlich ein Knall unter dem Schiff, was haben wir berührt, das Schiff hat sich vorne angehoben, ein Wal? Wir sehen nichts, ich schaue unter die Bodenbretter, ich öffne die Bretter im Vorschiff, zum Glück kein Wasser im Schiff. Was war das ?  Wir wissen es nicht, eine Schildkröte, eine Welle?

Mit Starkwind segeln wir der Küste entlang, da vorne muss La Coruna sein, dann um 19.15 sind wir im Hafen. 

Wir sind froh und glücklich und stolz das wir gut angekommen sind.  Wir haben unsere ersten Nachttörns gemacht, die grosse Herausforderung gemeistert, die Biskaya ist hinter uns. Das war ein grosser Sprung, wir sind 645 Kilometer gesegelt, wir sind nördlich der Schweiz gestartet und sind nun viel südlicher. Jetzt ruhen wir einige Tage aus. 




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Von Camaret-sur-Mer nach Brest

Wir verlassen Camaret-sur-Mer am Morgen, wir wollen am Nachmittag Brest erkunden. Der Wind ist schwach, das Meer flach, Ursula hat keine Bedenken wegen der Seekrankheit. 

Draussen in der Bucht kommt ein grosses, graues Zollboot auf uns zu. Wir werden per Funk aufgerufen, dass wir kontrolliert werden und ein Schlauchboot zu uns kommen wird. 

Wir halten die Schiffspapiere bereit, dann kommt das Schlauchboot mit 8 Leuten auf uns zu gebraust. 5 Leute kommen an Bord, jeder hat eine Aufgabe, Arbeitsteilung, einer passt auf, einer kontrolliert, einer unterhaltet sich mit uns.... usw. Nach ca. 20 Minuten ist der Spuk vorbei, wir erhalten einen Kopie von der Kontrolle, und sind nun registriert.

Am Mittag sind wir in Brest, und erkunden die Fussgängerzone, eine Altstadt gibt es nicht, die Stadt wurde nach dem Krieg neu aufgebaut. 

Ursula hat heute Geburtstag, den feiern wir am Abend, in einem feinen bretonischen Restaurant. 

Am nächsten Morgen fährt Ursula mit dem Zug wieder zurück in die Schweiz. 


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ein Tag in Camaret-sur-Mer

Erholungstag für Ursula, draussen schäumt das Meer, der Nordwestwind bläst. Wir wandern auf die Klippen hoch über dem Meer und erkunden das Künstlerviertel im kleinen Städtchen Camaret-sur-Mer.