Von Kos nach Samos

Nach den abwechslungsreichen Tagen mit Martin, der uns beim Rummikub spielen immer besiegt hat und mit viel Optimismus in sein eigenes Skipperleben starten wird, gehts nun los Richtung Norden. 

Wir haben wieder Begleitung an Bord, Stephan aus Berlin. Er hat ein Segelschiff am Ijsselmeer und schon viel Erfahrung. So ist er uns eine grosse Hilfe, denn schon beim Ablegen in Kos, liegt eine schwere Ankerkette von einer türkischen Gület über unserem Anker. 

Mit starkem Nordwind segeln wir nach Kalimnos, dort ankern wir ganz im Süden und haben unseren nächsten Ankersalat, auch das geht aber glimpflich aus. Danach segeln wir in die megaschöne Bucht von Vathy, besuchen den Hafenmeister Manolis mit seinem Schwammhut. Die nächste Nacht verbringen wir in einer tiefen Bucht, wo zwei Tavernenwirte Bojen für die Segelschiff verankert haben. So liegen wir sicher und der Wirt hat als Dank die Segler als Gäste.

Am Morgen erklimmen Stephan und ich auf Ziegenwegen den Bergrücken und haben tolle Sicht in die Bucht mit dem Segelschiffen. Ausser Schmetterlingen und Ziegen sind auch die Kletterer unterwegs zu den Felswänden. Wir sind ja in Kalimnos, dem Kletterparadies.

Nach einem Halt in Leros, segeln wir nach Patmos. Hier liegen wir ganz günstig, für 7 Euro und haben Strom und Wasser. Mit dem Bus fahren wir hinauf zur Chora, zum Kloster das die ganze Insel überragt. Die Mönche haben dicke, hohe Mauern um das Kloster gebaut, denn Patmos mit den vielen Buchten war eine Insel voller Piraten. Patmos ist nach Athos das zweite religiöses Zentrum von Griechenland. Der Evangelist Johannes lebte zwei Jahre hier und hat hier die Visionen der Apokalypse geschrieben. Seither ist Patmos ein Wallfahrtsort. 

Von Patmos sind wir nach Leros gesegelt, die Freundin von Stephan ist mit der Fähre angekommen, kaum auf dem Schiff sind wir weiter nach Agathonisi. Anastasia hat das Schiff durch Starkwind und Wellen gesteuert, kaum zu glauben, dass sie zum ersten Mal auf einem Segelschiff war. Stephan freut sich, dass sie keine Angst hat und nicht Seekrank wird, er plant schon die Weltumsegelung. Nach zwei windigen Tagen kommen wir in Samos Pythagorion an, wo Stephan und Anastasia die Fähre zurück nach Kos nehmen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0