Die Inseln des Dodekanes

Am Orthodoxen Ostersamstag holen wir Barbara in der Nacht mit dem Taxi am Flughafen Rhodos ab. Zusammen mit Barbara werden wir die nächsten zwei Wochen die Inseln des Dodekanes besuchen. 

Am Ostersonntag bleiben wir noch in Rhodos Stadt, doch an dem Feiertag ist die Altstadt wie ausgestorben. Die Griechen bleiben zu Hause oder sind in der Kirche, erst am Nachmittag gehts zum Lamm essen in die Tavernas. 

Am Montag 29. April starten wir Richtung Symi. Wir ankern in einer Bucht bei der kleinen Insel südlich von Symi. Wir haben Zeit um die Umgebung zu erkunden, wandern durch blühende Weiden, es duftet nach Thymian und Salbei. Die Zistrosen blühen und viele uns unbekannte Sträucher und grosse Echsen huschen über den Weg. Am Ufer liegen drei Motorboot, die Griechen machen am Ostermontag gerne Picknick. Wir bekommen von ihnen viele leckere Sachen zum mitnehmen, so gibt es für uns ein echt griechisches Abendessen.

Am nächsten Tag ist es nur um die Südspitze von Symi und wir sind in Panormitis, eine grosse Klosteranlage in einer geschützten, abgelegenen Bucht. Heute gibts eine Strasse und die Touristen kommen mit Bussen aus Symi Stadt. Wir sind beeindruckt von der Grösse der Klosteranlage, viele Gebäude sind für Gästehäuser für Besucher. Wir dürfen die Kirche besichtigen und staunen über die alten Fresken an den Wänden und den geschnitzten Holzaltar.

 

Am nächsten Morgen gibt es einen Spaziergang zur Windmühle, die an der Einfahrt in die Bucht steht, dann starten wir zur Überfahrt nach Tilos. Leider gibts wenig Wind und wir kommen nur langsam vorwärts, da nützt auch der Genacker nicht viel. Bei unserer Ankunft sehen wir den Hafen voller Schiffe, doch für unsere Serenita finden wir noch einen Platz am Pier. 

Am nächsten Tag wandern wir zur verlassenen Stadt, Mikro Chorio. Ein alter Säumerpfad führt vom Hafen bis ins Dorf rauf, mitten durch die blühenden Wiesen. Von Weitem sehen wir die weiss gestrichene Kirche und die Ruinen der Häuser. Die Stadt wurde vor langer Zeit verlassen und die Menschen leben jetzt in Megalo Chorio. Wir steigen rauf bis zur Kirche, doch leider ist sie zugesperrt. Dort gibts Mittagspause und wir geniessen den Ausblick und die Ruhe, nur die Ziegen klettern über Mauern und springen durch die engen Gassen. 

Zur Insel Nysiros sind es am nächsten Tag 18 Meilen, doch wir haben den Wind von vorne und der wird immer stärker, wir reffen die Segel und kreuzen gegen den Wind. Nach einem langen Segeltag, vollgespritzt mit Salzwasser kommen wir in den Hafen, wo es zu meiner Überraschung windgeschützt und ruhig ist. 

Nisyros ist eine Vulkaninsel mit einem einmaligen, riesigen Krater. Wir mieten ein Auto und fahren rauf zur Stadt Emporio, von wo wir einen ersten, tollen Blick in den Krater haben. 

Danach fahren wir über den Kraterrand runter mitten in die flache, fruchtbare Caldera. Wir steigen runter in den Krater Stefanos, die Schwefeldämpfe umnebeln uns. Andere erloschene Krater sind auch zu Fuss erreichbar und der aufsteigende Rauch lässt erahnen was unter der Erdschicht los ist. 

Die Insel ist der jüngste tätige Vulkan Griechenlands. Zehn Krater sind in der Caldera gefunden worden, wovon der grösste, der Stefanos einen Durchmesser von 330 Meter hat, wir standen mitten drin, er gilt als der grösste und sehenswerteste Fumarolen Krater der Welt.

Uns gefällt die grüne Insel, die dank dem wasserspeichernden Basaltgestein immer grün ist. In der Caldera sah ich die ersten Kühe in Griechenland!  Das war ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken. 

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