Rund um Rhodos mit Carmen

Nachdem wir Carmen am Flughafen abgeholt haben, ihr das Schiff gezeigt und zusammen die antike Stadt angeschaut haben, ging es am nächsten Morgen trotz Starkwind aus Nordwesten los nach Lindos. Carmen war das erste Mal auf einem Segelschiff und die “hohen” Wellen von 80 cm haben sie beeindruckt. Angst hat sie keine gezeigt. 

Lindos hat eine tolle Ankerbucht, die Stadt liegt etwas erhöht und über allem thront die mächtige Festung aus dem Mittelalter. Im tiefblauen Wasser auf dem sandigen Grund hält der Anker gut und wir können uns auf die Erkundung der verwinkelten kleinen Stadt begeben. Die Überfahrt ans Ufer mit dem Dinghi, ist eine schauklige, nasse Angelegenheit, beim Laden schätzen wir die Wassertemperatur auf 18 Grad, unsere Füsse sind nass und sandig!!! 

In der Stadt gibt es unzählige schmale Gasse, wunderschöne Hauseingänge, eine Mittelalterliche Kirche deren Wände mit Fresken bemalt sind. Über der Stadt thront die uneinnehmbare Festung, in der schon seit der Antike ein Tempel der Aphrodite steht, die Festung wurde von den Kreuzrittern gebaut, die hier einen sicheren Hafen vorfanden. Wer möchte kann mit dem Esel zur Burg reiten. Die Häuser der reichen Reeder, Captains House genannt, mit ihren reich verzierten Fassaden stammen aus dem 16 Jahrhundert, die Türken haben den Seehandel den Griechen überlassen, so kamen die Kapitäne zu ihrem Reichtum. 

Alle Strassen und die Eingänge zu den Häusern sind mit weissen und schwarzen Kieselsteinen belegt, die ovalen Steine sind wie ein Mosaik gelegt und mit Sand eingebettet. Diese Kunst stammt aus der Zeit der Byzantiner. 

Carmen und Marina, wandern bis zum Wehrturm, der draussen an der Klippe steht. Am nächsten Tag beklagt sich Carmen über Muskelkater, vielleicht kommt der vom Wandern oder auch vom vielen Schaukeln des Schiffes, das die Muskeln beanspruchen am Tag aber auch in der Nacht!

Wir bleiben 3 Tage bis sich der Wind gelegt hat und wir die Weiterfahrt Richtung Südspitze von Rhodos wagen können. Es gibt so viel zu sehen in Lindos, dass uns nicht langweilig wurde. 

Nach dem Umrunden der Südspitze segeln wir zur Insel Khalki, wir ankern vor der Stadt und mit dem Dinghi von Agnes und Dieter gehts zum Nachtessen in die kleine Stadt. Am nächsten Tag motoren wir zur nahen, unbewohnten Insel Alimia. Mit Harpune und Angel wollen wir das Nachtessen fischen, doch kein Fisch will an den Haken. So macht das Fischen und Schnorcheln kein Vergnügen! Zurück auf dem Schiff gibts Kaffee und Kuchen und danach fahren wir mit dem Dinghi ans Ufer,  wir finden eine verlassene Siedlung, die wir zu Fuss erkunden. 

Am nächsten Tag segeln wir nach Tilos danach zur Insel Symi. Das verdiente Bier nach dem Anlegen gibt es in der Taverne direkt neben dem Schiff, aber bald schmeisst uns der Wirt raus, da er in die Kirche will, es ist Karfreitag in Griechenland. Um 21 Uhr spazieren Carmen und ich auch zur Kirche wir sind neugierig, wir müssen aber über eine Stunde warten bis die Priester aus der Kirche kommen und die Prozession durchs Dorf beginnt. Begleitet von lauten Böllerschüsse zieht die Prozession auf den grossen Dorfplatz. Die Knaller sind so laut, dass die Häuser zittern. 

Am Ostersamstag ist wieder Ruhe im Dorf, wir machen einen langen Marsch, die steilen Gassen rauf, sind überwältigt vom herrlichen Blick über die Dächer, runter in den Hafen. 

Kurz vor dem Ablegen fragt uns Nirina, ob sie mit uns nach Rhodos fahren kann, da die Fähre nicht fährt und sie auf ihren Flug nach Rom muss. Wir nehmen sie mit und erfahren von ihr, dass sie bald in Florenz das Restaurant “Nugolo” eröffnen wird. Eine Stunde vor ihrem Abflug legen wir in Hafen Mandraki an, sie hat viel Glück, sie erwischt ihren Flug im letzen Moment.

Hier ist auch unsere Reise zusammen mit Carmen zu Ende, es war eine interessante Zeit zusammen, wir hatten viel erlebt, viel erzählt, wir haben uns gut verstanden und die Zeit verging so schnell. 

 

 

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