Von Kasos nach Rhodos

Kaum haben wir am riesigen Betonpier in Kasos angelegt, kommt der Kapitän des Passagierschiffes “Kasos Prinzess” zu uns und fragt, falls wir was zu reparieren haben, er könnte das für uns in seiner Werkstatt machen. Er kommt genau richtig, der Autopilot funktioniert nicht und die Wasserpumpe ist nicht mehr dicht. Mit der Wasserpumpe kann er uns helfen, mit dem Autopiloten nicht. 

Er kommt am Abend vorbei und baut die Pumpe und auch den Entlüftungssyphon aus. 

Wir bleiben wegen dem schlechten Wetter zwei Nächte, genug Zeit zum Reparieren. 

Am nächsten Tag bläst es sturmartig aus Süden und es regnet den ganzen Tag. Unser Mechaniker kommt am Nachmittag und baut die Wasserpumpe mit der neuen Dichtung wieder ein und auch der Entlüfter ist überholt. 

Am Sonntag klart es auf und der Wind ist nicht so stark wie die Prognose. Wir entscheiden am Mittag loszusegeln und kommen am späten Nachmittag in Karpatos im Hafen an. 

Am nächsten Tag beim Ablegen läuft die “Kasos Prinzess” ein und unser Mechaniker erkundigt sich, ob alles okay ist mit dem Motor. Wir setzten die Segel und der Südwind bringt uns die paar Meilen nordwärts nach Diaporo ein schmuckes, kleines Dorf auf der Nordostseite von Karpatos. 

Beim Spaziergang ins Dorf sehen wir einen Bach der mitten durch den Ort läuft, einen Meter hoch liegen Kies und Steinen auf der Strasse. So viel geregnet hat es hier noch nie, die Menschen warten auf warmes und sonniges Wetter. Wir auch! 

Der nächste Tag beginnt mit Regen und starkem Westwind, das überrascht uns die Prognose war Schwachwind aus Westen. Wir setzen nur das Gross mit einem Reff und los geht die Fahrt rüber zur Insel Rhodos. Der Wind weht immer über 30 Knoten, manchmal 40 Knoten, wir steuern zwischen zwei Gewitterfronten durch und sind am Mittag nach 30 Meilen an der Südspitze von Rhodos. Noch 20 Meilen bis nach Lindos, da kommen wir nach 8 Std und 15 Minuten und 54 Meilen in der geschützten Bucht an. 

Das war eine stürmische Überfahrt mit hohen Wellen, welche die Serenita von hinten überholten. 

Nun gibts zuerst ein Ankerbier, danach werden die Leinen klariert und das Deck aufgeräumt.

Hier bleiben wir zwei Nächte, wir haben uns einen Ruhetag im hübschen Lindos verdient. 

Danach sind es nochmals zwei kurze Schläge, bis wir in Rhodos Stadt ankommen. 

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