Karpathos

Von Ormos Plimmyri, auf Rhodos, wo wir an der Fischermole liegen, legen wir beim ersten Morgengrauen ab. 

Der Wind hat in der Nacht aus Südosten aufgefrischt und bläst schon recht kräftig. Das ist optimal für unsere Überquerung nach Karpathos. Wir sind schnell unterwegs, es sind auch über 40 Meilen bis Ormos Pigadhia auf Karpathos. 

Wir kommen am frühen Nachmittag an und legen uns an den Stadtpier. Wir sind das einzige Schiff das hier ist, alle anderen Segler sind wohl schon im Winterquartier. 

Am nächsten Tag mieten wir ein Auto, um die Insel zu erkunden. Über steile, kurvige Strassen kommen wir durch Kiefernwälder aber auch über felsige, kahle Gebirgszüge und nach 25 Km sind wir in Olympos. Dieser Ort war bis vor kurzem der abgelegenste Ort im rauhen Norden der Insel, nur eine Schotterstrasse führte dorthin. Mit seiner Höhenlage war es von Piraten geschützt und hat sich von der Welt isoliert. Die Abgeschiedenheit hatte zur Folge, dass sich hier mit dem Laufe der Zeit fast nichts verändert hat. 

Die Häuser sind in traditioneller Bauweise gebaut, auch in der Sprache sind noch Wörter aus der dorischen Zeit zu hören. Wir haben in einer alten Windmühle eine Pause gemacht und ein Glas Wein getrunken. Der Wirt hat uns die Mühle gezeigt, drinnen hängen noch die Bilder von früher und sogar seiner Hochzeit. 

Danach sind wir südwärts fast um die ganze Insel gefahren. Manchmal wurden wir von Ziegenherden aufgehalten. Wir waren beeindruckt von der gebirgigen Landschaft, den kleinen Ortschaften die an den Berghängen zu kleben scheinen und immer wieder der Blick über die Küste auf Meer. 

Auf Karpathos gibt es viele ausgeschilderte Wanderwege, einsame Strände und mit Pigadhia eine Stadt mit Fährverbindung zu den andern Insel der Ägäis. Der Tag mit dem Auto war eine tolle Abwechslung, wir haben vieles gesehen von der Insel. 

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