Mit Kristine und Claudio unterwegs

Wir halten Ausschau nach Kristine und Clodo, sie kommen für eine Woche zum Segeln und Entspannen auf die Serenità. Wir liegen am Anker vor Marmaris, so müssen wir mit dem Dingi zwei mal fahren bis alles Gepäck und wir vier auf dem Schiff sind. 

Am Abend gehts durch den Basar und dem Pier entlang auf Entdeckungstour. Immer wieder staunen wir über die grossen lackierten Holzschiffe. 

Am nächsten Morgen ist Anker auf und wir segeln raus aus der Bucht von Marmaris. Wir wollen nach Bozu Bükü. Das ist eine Traumbucht, doch das will verdient sein. Zuerst fast kein Wind, wir setzen den Genacker, dann kommt der Wind von vorne, nun wir segeln mit der Genua, der Wind wird immer stärker, wir reffen das Grosssegel und wechseln das Vorsegel. Mit der Fock und gereffem Grosstuch kreuzen wir nun gegen den stürmischen Wind. Zum Schluss gibts nahe unter Land dann starke Fallwinde von den Bergen, die lassen uns mit über 7 Knoten Fahrt bis zur Einfahrt der Bucht segeln, den Rest macht der Motor. Wir legen uns an den Pier vor dem Restaurant und geniessen die Eindrücke der wilden Landschaft. Wir sind zum zweiten Mal hier und werden herzlich empfangen. Das war ein langer, anstrengender, erlebnisreicher erster Tag.

Der zweite Tag beginnt mit viel Wind bis zum Cap Karaburun, dann flaut der Wind ab und erst vor Bozburun setzen wir für die letzten paar Meilen den Genacker. 

Kristine und Claudio steuern das Schiff und trimmen die Segel, so haben wir beiden eine gemütliche Woche. Wir geniessen das Zusammensein, essen jeden Abend im Restaurant, hier in der Türkei ist die Auswahl an leckeren Sachen gross. 

Von Bozburun segeln wir nach Datscha, heute ist wieder mehr Wind, bis 20 Knoten, da macht das Segeln Spass. 

Von Datscha bis Palamut ist leider Flaute, kein Wind, dafür gibts am Mittag einen Badehalt in einer Bucht. 

Wir sind wie immer am späteren Nachmittag im Hafen, so bleibt noch Zeit für einen Spaziergang und Einkaufen und ein Bier trinken vor dem Nachtessen. 

Von Palamut gehts nun zurück Richtung Marmaris, wir haben wieder viel Wind, diesmal passt sogar die Windrichtung. So segeln wir auf die griechische Insel Simi zu, segeln durch die 50 Meter breite Passage zwischen der Hauptinsel Simi und der Insel Nimos. Hier ist es nur 4 Meter tief, das Wasser über dem sandigen Grund leuchtet blau, alles wunderschön nur es hat viel Wind da heisst es aufpassen. Nun gehts südwärts wieder zum Cap Karaburun, dann sind es noch 5 Meilen bis zur Bucht Serce, zu Captain Nemos Restaurant. Der Wirt hilft beim Festmachen, wir können unsere frisch gefangenen Bonitos abgeben und am Abend werden die Fische samt Zutaten im Restaurant serviert. So freundlich und unkompliziert sind die Türken. 

Schon beginnt der letzte Segeltag, leider gibt es wieder stürmischen Wind und hohe Wellen von vorne, wieder kreuzen wir gegen an, doch heute gehts nicht ohne Motor, zu lange würde die Reise nach Marmaris dauern.

Am letzten gemeinsamen Abend spazieren wir durch die Gassen von Marmaris, schauen in die Seglershops, hier gibts alles zu kaufen was den Seemann interessiert, vom Schäkel bis zum neuen Segel. Früh am Freitagmorgen kommt das Flughafen Taxi und wir verabschieden uns, war eine abwechslungsreiche, Woche mit viel Wind und gemeinsamen Abenteuern. Bis zum nächsten Mal, auf Wiedersehen Kristine und Clodo. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Kristine (Sonntag, 14 Oktober 2018 13:29)

    Liebe Marina und Paul
    Nochmal ganz herzlichen Dank für die abwechslungsreiche Woche bei euch an Bord der Serenita. Wir haben eure Gastfreundschaft, die feinen von dir Marina gezauberten Zmittags und die teilweise recht windreichen Segeltage sehr genossen! Die zum Teil recht versteckten und wunderschönen einsamen Buchten entlang der türkischen Küste und die durchwegs freundlichen Leute haben ebenfalls dazu beigetragen, dass wir uns in einer viel zu kurzen Woche doch gut erholt haben! Ihr habt uns wirklich schöne Örtchen gezeigt. Vielen Dank und liebe Grüsse Kristine und Clodo