Im Golf von Gökova

Wir verlassen Bodrum am Mittag, da frischt immer pünktlich der Westwind auf. Wir setzen die Genua und segeln in den Golf von Gökova. Der Golf ist ca. 100 Km lang.

Nach einigen Stunden gemütlichem segeln, ankern wir hinter einer Insel im türkis blauen Wasser. Viele Güllet sind hier, das sind türkische Holzschiffe, meistens mit zwei Masten und als noble Touristenschiffe oder ganz privat unterwegs. 

Am nächsten Tag segeln wir nach Coekertme. Auch hier haben wir einen tollen Platz, mit zwei Heckleinen am Ufer. Zum Einkaufen fahren wir mit dem Dingi zu den Restaurants am langen Sandstrand. Eigentlich ist hier gar keine Ortschaft nur ein Strand mit Restaurants und einigen Häusern umgeben von bewaldeten Bergen. 

Von hier überqueren wir den Golf und segeln auf die Südseite des Golfs. Wir sind etwas früh dran, und müssen auf den Wind warten, der kommt halt erst um 11 Uhr. Doch dann gibts Schub von Achtern und bald sind wir in einer grosser Bucht umgeben von Kiefernwald, mit vielen verzweigten Ausbuchtungen. 

Bei dem starken Wind scheint uns nur der “englische Harbor” sicher und ruhig. Dort ankern wir und legen wieder zwei Heckleinen ans Ufer. Ein Teil der grossen Hauptbucht ist abgesperrt, hab zuerst an ein Gefängnis gedacht, Todesstreifen und Stacheldrahtmauern. Doch hier ist das Ferienhäuschen vom “Sultan”. Wenn "Er...." da ist wird die ganze Bucht für alle Schiffe gesperrt. 

Wir geniessen die Ruhe und die Idylle, die wunderschöne Landschaft. Gassifahren mit Gioia macht ihr mehr Spass als mir. Zur Belohnung gibts erfrischendes Eis und türkisches Fladenbrot, von einem geschäftigen Mann im Motorboot vorbei gebracht. 

Die nächste Nacht liegen wir an einem Steg in Sögüt. Da gibts wieder mal richtig duschen und neues Wasser für unseren Tank. 

Dann segeln wir zur Insel “Sehir Adalari”. Dort legen wir unseren Anker nahe den Mauern vom Amphitheater aus der Römerzeit, hier hat auch Cleopatra Ferien gemacht. 

Am nächsten Morgen nach Sonnenaufgang fahren wir ans Ufer und schauen uns die antiken Überreste der Stadt an. 

Wir sehen den Strand, den Cleopatra für ihren Liebhaber den römischen General Marcus Antonius gemacht hat, den Sand lies sie aus Afrika hierher bringen. Cleopatra haben wir nicht gesehen, aber das Theater, wie es die letzten 2'ooo Jahren auf der Insel überdauert hat und viele Rest von der alten Stadt die mal hier war. 

Bevor die Güllet mit den Gästen und die Touristenschiffe kommen, legen wir ab und Motoren westwärts dem Wind entgegen. Wieder raus aus dem riesigen Golf.

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