Insel Samos, Pitagorion

Heute ist der letzte Segeltag von Michel, mal sehen was auf uns zu kommt. Noch liegen wir in der geschützten Bucht. Dann heisst es Anker auf. Der Wind soll draussen nicht so stark sein, erst ab Mittag gibts Meltemi, Nordwind der an der Südseite von Samos als Fallwind recht stark wird.

Wir setzen die Segel, als wir die Furni Inseln verlassen, der Nordwind hat uns schon! Wir haben gerefft und die Genua ist nicht ganz ausgerollt, so rauschen wir Richtung Samos, der Wind wird immer stärker es bläst mit 30 Knoten. Doch plötzlich kommt noch mehr Wind und das Vorsegel reisst, wir rollen das Segel noch mehr ein. Dann kommen wir in die Abdeckung der hohen Berge und der Wind stellt ab!! Wir starten den Diesel und erst kurz vor Pytagorio kommt der Wind wieder direkt auf uns zu, Windstärke 8 hat es in den Böen, wir schaffen es in den Hafen, Michel schläft nach der langen Nacht als Ankerwächter. Wir finden einen guten, ruhigen Platz im Hafen mit tollen türkischen Nachbarn, die uns wertvolle Infos zu Kusadasi geben. 

Zuerst heisst es nun Segel flicken. Wir schleppen die Nähmaschine auf Deck und es gelingt den Riss zu nähen. Das hält nun, bis ein neues Segel über den Winter bestellt ist.

Pitagorio ist die touristische Hafenstadt von Samos. In der Antike wurden hier drei Meisterleistungen vollbracht: ein grosse Hafenmauer wurde gebaut, die heute zum Teil noch steht, der grösste Artemistempel steht hier, leider nur noch eine Ruine und ein über 1 Kilometer langer Wassertunnel wurde durch einen Berg geschlagen und das von beiden Seiten gleichzeitig!!! Da kann man sich heute noch durchlaufen.

Und der Name sagt's: Pitagoras wurde hier geboren.  

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Kommentare: 1
  • #1

    Michel (Mittwoch, 29 August 2018 00:10)

    Ich hätte nie gedacht, dass 5 Wochen Ferien so schnell vorbei sind. Es war eine schöne, interessante, abwechslungsreiche, spannende, lehrreiche Reise. Ich weiss jetzt zum Beispiel, dass Genua nicht nur eine Stadt ist, und dass ein Spinnacker, nicht ein Acker voller Spinner ist. Ausserdem weiss ich jetzt auch, was Ankerwache heisst !! Und dass man auf einem Schiff immer gleich alles wegräumen muss, damit man bei Windböen von 30 Knoten nicht plötzlich wegen einem runterfallenden Glas mitten in der Ankerwache aufgeweckt wird ! Aber man sollte dann auch noch wissen, wohin man Sachen weggeräumt hat; sonst kann es passieren, dass man das halbe Schiff auf den Kopf stellen muss, um bei der Abreise seinen Pass wieder zu finden !! So kurzweilig können Ferien sein. Und ich bin jetzt echt froh, dass ich zuhause keine Windböen von 30 Knoten habe. Da ist es ja nicht soo wichtig, immer alles gleich sofort wegzuräumen. Da kann ich mir damit ein bisschen Zeit lassen !!!
    Danke Euch beiden. Meldet Euch einfach, wenn Ihr wieder mal einen Hudesitter braucht !!! Und sonst melde ich mich, wenn ich wieder mal ein bisschen Äktschen brauche.
    ((-: Ciao; bis zum nächsten mal :-))