Zur Insel Oinoussa

Von Mytilini gehts nun weiter an die Südseite der Insel Lesbos, da gibts eine grosse Bucht mit einer schmalen Einfahrt. Doch wir ankern ausserhalb der Einfahrt der Ankerplatz scheint uns ruhig und die Taverna in der Nähe soll sehr gut sein, ein Tipp von Julie. 

Wir bleiben zwei Nächte, wir essen in der Taverna und werden von Griechen am nächsten Morgen zum Kaffee in ihr Ferienhäuschen eingeladen. Zum Zmittag schon wieder eine Einladung, bei einer deutschen Familie, die in einem kleinen Haus, mitten in einem Olivengarten wohnt.  Spannend war’s ihren aussergewöhnlichen Geschichten zu zuhören und das Essen war köstlich. 

Dann verlassen wir die Insel Lesbos, unser Ziel ist die kleine Insel Oinoussa, die zwischen Chios und der Türkei liegt. 

Wir haben zuerst wenig Wind, dann mehr Wellen als Wind, wir setzen den Genacker, nun gehts wenigstens etwas vorwärts. Einige Meilen vor der Insel Oinoussa kommt endlich richtig Wind auf, grad rechtzeitig bergen wir den Genacker, nun segeln wir nur mit der Genua und über 20 Knoten Wind um die Ostseite der Insel bis in den Hafen auf der Südseite. Dort legen wir am Pier an. Ein idyllischer Ort mit viel Geschichte, eine kleine Stadt mit lauter kleinen Palästen und einer Treppe die durchs ganze Dorf bis zur Kirche rauf führt. 

Wir werden von einem Griechen auf seine Terrasse eingeladen, da erfahren wir, dass er Kapitän zur See war, wie eigentlich alle Bewohner von dieser einzigen Stadt der Insel. 

Wir erfahren, dass alle Reeder von Griechenland hier wohnen und alle diese Reeder zusammen gleich viele Frachtschiffe wie alle andern Reeder von ganz Europa haben!!!  Der reichste dieser Reeder ist Costa Lemos, nicht Onassis und nicht Niarchos. Viele dieser Reeder sind mit Statuen für immer auf der Insel verewigt. Lemos hat sogar ein Schifffahrtsmuseum gebaut, mit wunderschönen Schiffsmodellen. 

Eine andere Reederfamilie hat nach dem frühen Krebstod ihrer Kinder, zwei Frachtschiffe verkauft und mit dem Erlös ein Kloster in den nahen Bergen gebaut. Wir haben es besucht, es ist ein Frauenkloster, in der Kirche gibts wertvolle Ikonen und bunte Deckengemälde zu sehen. 

Die Nonne die uns durch den Garten und die Kirche und Grabstätte geführt hat, versucht uns in Griechisch die Entstehungsgeschichte des Klosters zu erklären. Nicht ganz einfach.

Dann gehts mit unserer Fahrerin wieder zurück zum Schiff. Wir verlassen das Pier und ankern ausserhalb der Ortschaft. Die letzten zwei Nächte waren mega laut, die Musik in der Bar, begann so um 23 Uhr und endete kurz nach 5 Uhr früh!!!! das wollten wir nicht nochmals erleben. Am schönen Ankerplatz sind wir bald umzingelt von einigen Megamotoryachten. Doch nach Sonnenuntergang sind wir alleine. 

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