Zurück auf Lesbos

Wir sind wieder zurück aus der “kühlen” Schweiz. Wir hatten vor dem Rückflug viel Aufregung, wir haben fast den Flug verpasst, da ich meine Kamera im Mietwagen hab liegen lassen. In letzter Minute haben wir eingecheckt, der Abflug war zum Glück verspätet, sonst wäre das Gate schon geschlossen gewesen.

Michel erwartete uns auf dem Schiff und Gioia freute sich uns wieder zu sehen. Wir entschliessen uns noch heute Freitag weiter zu segeln. Michel öffnet eine Flasche Champagner, so feiern wir die Rückkehr aufs Schiff.

Am späten Nachmittag legen wir ab und verlassen Mytilini nordwärts. Nach einigen Meilen finden wir einen ruhigen Ankerplatz. Hier beobachten wir die aussergewöhnliche Mondfinsternis, der Mond verschwindet vollständig für lange Zeit im Erdschatten. 

Am nächsten Morgen besuchen wir Thermi, ein Thermalbad, dass leider nicht mehr intakt ist, aber früher wohl ein erstklassiges Badhotel war. 

Wir ankern nur über die Mittagszeit dort, dann gehts weiter nordwärts, wir finden einen tollen Sandstrand, bei einem Fischerdorf der uns für eine Nacht guten Schutz bietet und lassen den Anker fallen. 

Am nächsten Tag segeln wir weiter, doch die nahen Gewitter und die Blitze die unverhofft neben uns einschlagen, bereiten uns ein mulmiges Gefühl. Dann kommt guter Wind aus den Gewitterwolken der bringt uns nach Molyvos, die dunkeln Wolken ziehen Richtung Türkei. 

In Molyvos bleiben wir zwei Tage, die alte unter Denkmalschutz stehend Stadt mit den vielen Tavernen am Hafen und den langen, schattigen Gassen, dem Hamam (türkischen Bad) gefällt uns. Mit dem Touristenzug machen wir einen Ausflug nach Petra und faulenzen in den Liegestühlen am Strand.

Zurück von unserem Ausflug frischt der Wind auf und alle Segler im Hafen sind besorgt, ob ihr Anker das Schiff halten kann. Obwohl unser Anker gut eingegraben ist, beginnen wir langsam seitwärts wegzudriften. Plötzlich haben wir keinen Halt mehr, jetzt müssen wir sofort reagieren, den Motor starten, die Leinen lösen und den Anker mit noch mehr Kette neu setzen. Zum Glück waren wir auf dem Schiff, als sich der Anker gelöst hat. Beim Eindunkeln flaut der Wind ab, nun sind wir sicher, dass es eine ruhige Nacht wird.

Am nächsten Tag beginnen wir die Rückreise nach Mytilini. Leider kommt der Wind nicht wie vorhergesagt, so ankern wir vor dem nächsten kleinen Fischerdorf mit zwei Heckleinen an den Felsen, der Hafen ist nur 1,5 Meter tief, das reicht grad für unser Beiboot!! Wir haben einen tollen Ankerplatz, glasklares Wasser rundum und eine schattige Taverne am Ufer.

Der nächste Tag bringt den versprochenen Wind, so können wir mit dem Genacker bis nach Mytilini segeln.

Es ist 1. August, zu diesem speziellen Tag gibts Raclette, den Käse haben wir aus der Schweiz mitgebracht. Auf die 1. Augustansprache verzichten wir. 

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