Südwärts nach Lesbos

Der kräftige Nordostwind bläst von den Hügeln hinunter in die Bucht in der wir ankern. So sind wir schnell munter und bereit loszusegeln. Die Windprognosen sind mit Nordostwind von ca. 20 Knoten perfekt für die 38 Meilen rüber zur Insel Lesbos. 

Doch schon kurz ausserhalb der Küste lässt der Wind nach und wir dümpeln nur noch. Bald kommen 10 -12 Knoten konstanter Wind, wir setzen den Blister und können bis kurz vor die schmale Einfahrt in die Bucht von Sigri segeln. 

Wir ankern, geschützt vor der alten Burg, geniessen die Abkühlung im Wasser, danach erkunden wir den kleinen Ort. Oberhalb der Ortschaft besuchen wir das Museum vom “versteinerten Wald”. Ein super Museum mit viel Video- und interaktiven-Infos und wunderschönen versteinerten Baumstämmen. Nach so vielem neuen Wissen schauen wir die Landschaft mit viel mehr Interesse an, wo war mal ein Vulkan, wie haben sich die Berge übereinander gefaltet. So segeln wir am Abend noch einige Meilen in eine einsame Bucht. Nur ein Fischer kommt vorbei und legt die Netze aus, am nächsten Morgen um 6 Uhr verkauft er uns vier Fische die in seinem Netz gezappelt haben.

Am nächsten Abend gehts in die Bay “Kolpos Kallonis”, dort treffen wir Yvonne und Peter wieder. Wir lernen Jorgos und Zufan kennen, sie sind auch mit einer Hallberg-Rassy 36 unterwegs. Die Windanzeige oben auf ihrem Mast ist defekt. Am nächsten Morgen ziehen sie mich auf den Mast und ich schraube die Anzeige los, damit diese an Bord repariert werden kann. 

Wir bleiben zwei Tage in der grossen Lagune. 

Dann gehts weiter in die kleine Stadt Plomari. Hier in dem ruhigen Fischerhafen, wo jeden morgen die Fischer ihren Fang direkt vom Schiff weg verkaufen gefällt es uns. Ein ruhiger griechischer Ort ohne viele Touristen und Hotels. Yvonne und Peter von “Jlia” sind auch da, zusammen besuchen wir das Ouzo-Museum, am Abend schauen wir die Fussballspiele der WM, essen Meeresfrüchte in der Taverna und trinken ein Bier bei griechischer Livemusik.   

Dann segeln wir wieder weiter bis zur nächsten Bucht, dort ankern wir, bleiben eine Nacht bevor es dann nach Mytilene dem Hauptort der Insel weitergeht. 

Wir lieben diese Abwechslung, einen Tag Hafenleben, dann wieder eine Nacht in einer einsamen Bucht.

In der Marina in Mytilene liegt das Schiff von Jorgos. Nun kann ich die reparierte Windanzeige wieder auf dem Mast montieren. So werden wir Freunde von Jorgos, der auf Lesbos ein Ferienhaus hat. 

 

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