Euböa-Kanal Nordteil

Der kleine, schmucke Hafen von Limni gefällt uns, er schmiegt sich an den steilen Bergrücken und rund um den Hafen blüht der Oleander. Nach der langen Nacht wollen wir unsere Beine bewegen und machen uns auf dem Weg zum Dorfzentrum. Gioia freut sich auch, es gibt viel zu schnuppern. 

Nach dem Erkunden und Entdecken, gehts für die Siesta zurück zum Schiff. 

Am Abend müssen wir unser Missgeschick von heute Nacht noch genauer anschauen. Wir haben bei einer Wende die Genua am Achterliek aufgerissen. Das Segel hat in der oberen Saling angehängt und ist kaputt. Das Segel ist alt und eine Reparatur lohnt sich nicht, wir verschenken es 

an Herris und Vangelis von “Livaditis Boat Parking”.

Am nächsten Tag segeln wir weiter, vorne steht jetzt die kleine Fock, doch bei dem schwachen Wind läuft das Schiff nun nicht so schnell. Unseren nächsten Halt machen wir in Loutra Edipsou dem grössten Badeort Griechenlands mit Heilquellen. Julia und Ian aus Australien (auf der S/Y No fixed Address) sind auch hier, sie zeigen uns, wo das heisse Quellwasser in kleinen Wasserfällen ins Meer fliesst. Wir schmieren uns die zerriebene kalchige Erde ins Gesicht, ein verjüngendes Peeling! 

An einer Stelle direkt am Strand, sprudelt das Wasser an die Oberfläche es ist dampfend heiss und die Ablagerungen bilden ein Kunstwerk über welches das heisse Wasser ins Meer fliesst.

Die Heilquellen sind seit der Antike bekannt, sogar Herkules war hier um Stärke zu gewinnen. 

Am Morgen vor unserer Weiterfahrt haben wir vor den Felsen mit den Heilquellen geankert und die eindrücklichen roten Felsen und Wasserfälle nochmals bestaunt. 

Dann sind wir mit leichtem Wind weiter nordwärts, beim Badehalt am Nachmittag haben wir uns von den Australiern verabschiedet. Sie sind über Nacht am Anker dort geblieben. Hoffentlich begegnen wir den beiden nochmals auf ihrem Weg nach Australien! Wir haben uns bis nach Orei gegen Wind und Strömung durchgekämpft und kurz vor dem Dunkel werden am Pier festgemacht. Nun sind wir im nördlichsten Hafen auf der Insel Euböa angekommen. 

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