Ferien vom Hafenalltag

1. Tag   Südküste bis Matala und Rethimnon

Wir machen Ferien vom Hafenleben. Wir können das Auto von der Hafengemeinschaft für drei Tage nutzen. Wir planen an der Südküste entlang, in den Westen von Kreta zu fahren.

Als erstes noch Gioia bei Karin und Rosi abgegeben, dann starten wir Richtung Ierapetra. Den ersten Kaffee geniessen wir noch am ägäischen Meer, dann geht's 15 Kilometer rüber nach Ierapetra ans Lybische Meer. Nun fahren wir der Küste entlang nach Westen. Die kurvenreiche Strasse führt durch die Berge, selten kommt ein Dorf, an der Südküste ist die Natur noch unberührt. Am Mittag gibts Picknick bei einer der zahlreichen kleinen Kirchen. Nun ist es nicht mehr weit nach Matala. Uns interessiert die ehemalige Hippie-Kolonie im Süden Kretas. Matala liegt in einer geschützten Bucht. Doch nicht nur Hippies waren hier, auch Zeus soll in Form eines Stieres, mit Europa auf dem Rücken, hier an Land gegangen sein. Schon die Minorer und später die Römer nutzten Matala als Hafen.

Es sind aber eindeutig die Höhlen die Matala so einzigartig machen. Diese stammen aus prähistorischer Zeit. Später nutzten die Römer die Höhlen als Grabstätten. 

Nun ging die Fahrt zurück an die Nordküste, durch Olivenplantagen und über kahle Bergrücken. Die schneebedeckten Gipfel sind ganz nah. Kurz vor dem Eindunkeln erreichen wir Rethymnon.

Die verwinkelten Gassen der Altstadt sind so schmal, dass kein Auto durchfahren kann, so machen wir uns zu Fuss auf die Suche nach unserem Hotel. Nach vielem hin und her finden wir unsere Unterkunft in einer schmalen Seitengasse. Wir sind begeistert von dem schmucken, grosszügigen Zimmer, den schönen Holzdecken und Fussböden. In einer Nische ist das Bad, sogar mit einer freistehenden Badewanne. Den mitgebrachten Champagner stellen wir in den Kühlschrank. 

Das empfohlene Restaurant für das Nachtessen müssen wir wieder suchen. In einer fremden Stadt verlaufen kann sich jeder. Um jedoch die Orientierung komplett zu verlieren, bedarf es der guten Ratschläge von Einheimischen!?!

Schon in der Nacht erahnen wir den Reiz der venezianisch-osmanischen Altstadt.

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Kommentare: 2
  • #1

    rolf Rascher (Dienstag, 13 März 2018 06:26)

    Ich war auch in Chania.Beste Fischsuppe im grossen Markt.In Rehtinon gab es 1998 noch keinen Hafen fuer Segler.Ankerte unter den Leuchturm.War nicht tief.So musste ich eine Seilbahn fuers Dingi bauen.Ja Kreta ist wunderschoen und die Leute sehr freundlich.Lese alle Deine Berichte und werde wieder Heimwehkran nach dem MEER!

  • #2

    Christoph Haberl (Donnerstag, 29 März 2018 19:58)

    Danke für den - gewohnt - interessanten Bericht, Marina! Wir hoffen es geht Euch gut und sind schon gespannt auf den nächsten Report! Den Süden Kretas (ein bisschen davon) dürfen wir ja auch schon "bekannt" nennen: ihr habt ja an diesem beschriebenen Tag eine große Tour unternommen! Ja, es ist faszinierend, diese große Bucht von Matala, seine so alte Geschichte und die vielen Glas (Plastik-) Häuser für so viel Gemüse....genießt es weiterhin in vollen Züg....äh.... Booten!