Kretas abwechslungsreiche Landschaft

Wieder mal an einem Donnerstag ist der Wandertag der Segler. Mit den Mietautos fahren wir nach Kalo-Chorio, dort parkieren wir die Autos und wandern durch eine fruchtbare Ebene vorbei an abgeernteten Olivenhainen, dem Meer entgegen. Hinter uns liegt die kleine Ortschaft Kalo Chorio am Fusse der Berge, vor uns beginnt der Abstieg durch eine Schlucht runter zum Meer. Wir durchqueren Schaf- und Ziegenweiden. Neben dem Weg sehen wir ein neugeborenes Schaf, es kann kaum stehen, ist grad auf die Welt gekommen. Die Sträucher werden jetzt im Winter immer grüner, viele Blumen blühen in der kargen Landschaft die aus Gebüsch und Felsen besteht. Je nach Beschaffenheit des felsigen Untergrundes ist die Vegetation karg oder es wachsen Pinien und andere Nadelbäume. Kalkhaltiger Fels lässt das Wasser schnell versickern und darum besteht die Vegetation nur aus Sträuchern. 

Plötzlich öffnet sich der Blick durch die Schlucht und wir sehen das dunkelblaue Meer vor uns. Am Meer gibts eine kurze Pause bevor der Aufstieg durch die stachligen Sträucher beginnt. Als wir wieder oben auf dem Plateau angekommen sind, kommen wir zu Ruinen von einer minoischen Siedlung. Die Mauerreste sind noch gut erhalten. Wir erfahren auch, dass hier draussen am Kap die erste Bronze auf Kreta geschmolzen wurde. Das Gestein wurde aus Zypern eingeschifft und hier verarbeitet. Das Ende der Steinzeit war eingeläutet.

Unser Ziel für heute ist eine Höhle deren Eingang versteckt am Berghang liegt. Doch Toni und Dave waren schon einige Male hier, so dass wir den Zugang sofort finden. Der Weg hierher ist nicht ausgeschildert. 

Wir müssen die ersten 25 Meter auf dem Hosenboden kriechen, dann öffnet sich eine grosse Höhle, ca. 15 Meter hoch, von der Decke hängen mächtige Stalaktiten. Wir staunen über diese Höhle, die sich fast unzugänglich unter der Erdoberfläche versteckt hat.

Toni unser ortskundiger Führer, Kretakenner und Archäologe zeigt uns den Weg zurück nach Kalo-Chorio, natürlich nicht auf dem schnellsten, aber auf dem schönsten Weg. Nach 14 Km über Stock und Stein, sind wir zurück bei den Autos.  

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