Rund um Kritsa

Am Tag nach dem grossen Weihnachtsessen der Seglergemeinde von Agios Nikolaos ist es eine schöne Abwechslung mit dem Auto eine Entdeckungstour zu machen. 

Wir fahren schon am frühen Morgen nach Kritsa, das nur 10 Kilometer von Agios entfernt in den nahen Bergen liegt. Das Dorf klebt richtig am Berghang. Auf dem Parkplatz, wo im Sommer die vielen Touristenbusse anhalten, steht unser Auto fast alleine. Wir spazieren durch die engen Gassen des Ortes, wir sind aber die einzigen Besucher heute Morgen. Die grösste Anziehungskraft geht von dem authentischen ländlichen-gemächlichen Treiben und der gepflasterten Strasse Kritzotopaula aus. Die Bewohner verkaufen hier in den Geschäften handgemachte Olivenholz-Schnitzereien, handgemachte Sandalen und Schuhe, Olivenöl und Stickereien. Leider ist das Dorf in der Winterzeit fast ausgestorben. 

So fahren wir zur nur 1 Kilometer entfernten Panagia-Kera Kirche. Etwas abseits der Landstrasse mitten in einem Olivenhain, steht die dreischiffige Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Die byzantinischen Freskenmalereien zählen zu den schönsten ganz Kretas. 

Leider ist die Kirche geschlossen, vielleicht weil Weihnachten ist. Wir werden wieder kommen ist ja nicht weit hierher. 

Nun fahren wir die 4 Kilometer nach Lato. Die Stadt gibts aber seit 200 Jahren vor Christus nicht mehr, die Bewohner sind damals von dortoben nach Agios Nikolaos umgezogen. 

Der Eingang in die antike Stadt ist verschlossen, wir klettern über die Absperrung und erkunden die archäologische Stätte die in den Hügeln hinter Agios liegt. Lato wurde von den Dorern im 7. Jahrhundert v.Chr. gegründet. 

Uns beeindruckt die Ruhe in der hügeligen Landschaft, die einzigartige Rundumsicht, im Nordosten sogar bis ans Meer, die nahen schneebedeckten Berge und im Tal die unzähligen Olivenbäume. Wir stellen uns vor durch die Strassen der Stadt zu wandern. Wir suchen das Theater, den Hauptplatz, den Tempel und die Zisterne. 

 

Nach dem Ausflug ins die Antike, fahren wir runter ins Tal nach Panagia, dort kennen wir die Taverna am Dorfplatz. Dort gibts feines griechisches Essen, vor allem der Salat ist Spitze. Danach  treffen wir die beiden schweizer Auswanderer Tanja und Ruedi, die uns zu ihrem Zuhause mitnehmen und zu Kaffee, Weihnachtsgüetzli und Coop-Rüeblitorte verführen.

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