Südwärts nach Kreta

Am Mittag 30. Oktober lösen wir die Leinen im Hafen von IOS. Der stürmische Südwestwind von letzter Nacht hat sich abgeschwächt. Mitten in der Nacht hat uns Gioia geweckt, wir mussten raus und die Leinen neu richten, wir hätten mit dem Heck fast an die Mole geschlagen!! 

Aber nun hat der Wind auf Nord gedreht und wir segeln wieder zurück nach Santorini. Wir wollen im Krater unterhalb von Oia an einer Boje festmachen und dann um Mitternacht nach Kreta lossegeln. Am späten Nachmittag segeln wir zu den steilen Felswänden im Krater in der “Caldera”. Dort machen wir an einer der zahlreichen Bojen fest und hoffen, dass kein Ausflugskatamaran kommt und die Boje beansprucht. 

Langsam versinkt die dunkelrote Sonne hinter den kleinen, schwarzen Vulkaninseln. Um 18 Uhr wird es schon dunkel. 

Wir stellen den Wecker auf Mitternacht und versuchen einige Stunden zu schlafen. Dann klingelt der Wecker und der Kaffee macht etwas munter und wärmt von innen. Wir starten den Motor, lösen die Leine von der Boje, setzen die Segel und fahren los. Der helle Mond beleuchtet die Inseln und wir finden raus aus dem Krater. Jetzt gilt es den Kurs von 165 Grad zu steuern und wir kommen an die Nordostküste von Kreta. Wir haben den vorhergesagten Wind und kommen gut vorwärts. Nun ein Fischerboot kommt uns am frühen Morgen ziemlich nahe, sonst sehen wir keine anderen Schiffe. Um 06.38 ist Sonnenaufgang, wir sind schon 38 Meilen gesegelt, fast die Hälfte der Strecke. Mit dem Tageslicht können wir Kreta schon sehen, am Mittag werden wir an der Küste sein. Um 13 Uhr sind war am Kap….. nun sind es noch 10 Meilen bis Agios Nikolaos, die Stadt liegt tief in einem Küsteneinschnitt. Um 15 Uhr sind wir im Hafen, wir melden uns über VHF bei der Marina und bekommen vom Hafenmeister unseren Platz zugewiesen. Es ist mega eng im Hafen, zum Anlegen mit der Serenità haben wir nur handbreit Platz. Doch nun liegen wir festgebunden und freuen uns auf eine gute Zeit in Agios Nikolaos.

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