Nach Folegandros

Dienstagmorgen, wir schauen die neuesten Wetterprognosen an, alles wir versprochen, Südwest mit bis zu 30 Knoten Wind und Wellen bis 2 Meter. Hier in der Bucht von Pollonia ist es ruhig vom Starkwind nicht zu spüren. 

Wir legen um 09.30 Uhr ab und verlassen Milos ohne die Venus von Milos gesehen zu haben, denn die Statue der Göttin Aphrodite steht heute im Louvre in Paris. 

Kaum sind wir raus aus der Windabdeckung von der Insel nimmt der Wind zu und vor allem die Wellen werden immer höher. Zum Glück segelt unsere Hallberg-Rassy so gut durch diese raue See. Immer wieder versuchen die Wellen das Schiff aus dem Ruder zu drücken, es braucht viel Geschick das Schiff auf dem Kurs zu halten. Wir rauschen mit 7 Knoten durch das Wasser, obwohl wir nur die Fock gesetzt haben und das Gross 2x gerefft haben.  Nach 3 Stunden sind wir bei der Insel Folegandros, da kommen wir wieder in die Windabdeckung der Insel und es gibt keine Welle mehr. Noch 6 Meilen, dann sind wir am Nordost-Ende der Insel in Karavostasis. 

Dort gibts einen Fähranleger und eine kleine Mole wo wir mit unserem Schiff anlegen, da sind wir gut geschützt vor dem Wind. Um 14 Uhr fährt der Bus in den Hauptort der Insel, nach Chora und wir sitzen drin. Nur 10 Minuten dauert die Fahrt, dann schlendern wir durch die engen Gassen. Hier sehen wir die Kykladenarchitektur in ihrer unverfälschten Form. Am Rande der Felsen endet die Chora und bildet über dem Abgrund einen wunderbaren Balkon über der Ägais, der wenn es nicht Santorini gäbe, in ganz Griechenland einzigartig wäre. Der atemberaubende Ausblick aufs Meer, die terrassierten Steilhänge und viele rot blühende Bougainvillea bilden einen herrlichen Kontrast zu den weissen Häusern und den blauen Fenstern. 

Den Rückweg zum Hafen gehen wir zu Fuss, sind ja nur 4 Kilometer. Dort sind leider alle Tavernas und Hotels geschlossen, hier hat der Winterschlaf schon begonnen. Nur die Fähre kommt immer noch, auch heute in dunkler Nacht.  

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