Serifos

Der Nordwind bläst schon ganz heftig, wir haben die Segel gerefft und segeln der Insel Kythnos entlang nach Süden. Die Insel Serifos liegt nur einige Meilen südlich von Kythnos, doch unser Hafen der genug Schutz vor dem Meltemi bietet liegt ganz im Süden der Insel. Bei dem guten Wind kommen wir um 13 Uhr nach 27 Meilen in Leivadion an, einem kleinen verschlafenen Ort. 

Wir finden einen Platz längsseits an der Hafenmauer. Nun kann der Meltemi aufdrehen, hier sind wir sicher. So kommt es dann auch, der Nordwind wird immer stärker und wird erst am Mittwoch abklingen. Wir richten uns für einige Tage Hafenleben ein. 

Am Sonntagmorgen wollen wir nach Chora. Chora tront oberhalb von Leivadion. Schon von unserem Hafenplatz aus staunen wir über das Dorf dort oben am Berg. Mit dem Bus fahren wir die 5 Kilometer den Berg rauf. Der Bus findet fast keinen Parkplatz so eng ist es hier oben.

Hier stehen noch die alten Windmühlen, weisse Häuser mit blauen Fenster und Türen, perfekt typisch, so wie die Dörfer in den Kykladen sind.  Wir erkunden die vielen engen Gassen, klettern rauf bis zur obersten Kirche, staunen über die Aussicht, blicken steil runter bis zum Hafen von Leivadion und werden vom Wind fast fortgetragen. Chora wurde von den Venezianer geplant und ausgebaut, die Stadt hat nur schmale Gassen und die Häuser sind mit Flachdächern miteinander verbunden. So konnte die Stadt gut gegen die oft angreifenden Piraten verteidigt werden. Hier oben hat sich seit Jahren nichts verändert, das Dorf war fast ausgestorben und erst in den letzten Jahren dank dem Besuch der Touristen ist wieder Leben ins Dorf eingezogen. Doch im Winter leben nur wenige Leute hier. Auf der ganzen Insel leben nur ca. 900 Menschen. 

Zurück zum Hafen steigen wir die vielen Treppen runter und sind nach 1 Stunde zurück beim Schiff. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0