Die Hängebrücke über den Golf von Korinth

Am Sonntag 27. August können wir endlich weiter, der Wind hat nachgelassen und soll während des Tages noch mehr abflauen. 

Beim ersten Kaffee schauen wir raus aufs Meer, da sind keine Schaumkronen mehr, einige Segler haben den Hafen schon verlassen. Wir packen unsere Sachen zusammen, verstauen die Velos, Gassi gehen mit Gioia, Motor starten. 

Das Highlight heute ist die Durchfahrt unter der Hängebrücke zwischen Rio und Antirion. Kaum aus dem Hafen sehen wir die Brücke schon. Es sind noch ca. 4 Meilen bis dorthin. Wir melden uns  über Kanal 14 bei “Rion Traffic” und fragen um Durchfahrterlaubnis. Wir werden aufgefordert uns 1 Meile vor der Brücke nochmals zu melden. Dann erhalten wir freie Fahrt zwischen dem ersten Pfeiler von rechts und dem 3 Pfeiler von links. Für unseren 16 Meter hohen Mast ist die Brücke kein Hindernis. 

Mit 2252 Meter ist sie die längste Hängebrücke der Welt, es sind jeweils 560 Meter zwischen den vier Pylonen. Wir bestaunen die Brücke während wir immer näher kommen. Die Fahrbahn erscheint mir geradezu klein zu sein, die Lastwagen wie Spielzeuge, so mächtig sind die Pfeiler und so imposant die vielen Drahtseile welche die Fahrbahn tragen. 

Dann sind wir schon unten durch, nun sehen wir die Brücke von der anderen Seite im Sonnenlicht.

Die Pfeiler stehen im 65 Meter tiefen Wasser und ragen 164 Meter über die Wasseroberfläche raus. Die Brückenpfeiler sind nicht im Boden verankert, die stehen auf einem Fundament damit bei Erdbeben die Brücke nicht durchgeschüttelt wird. Ausserdem bewegt sich der Peloponnes jedes Jahr einige Millimeter von Griechenland weg, so ca. 2 Meter bis die Brücke in 120 Jahren altersschwach wird. Wer interessiert ist: im Internet, "Rio-Andirrio-Brücke" Wikipedia.

Nochmals ein paar Fotos schiessen und den neuen Kurs zur Insel Trizonia bestimmen. Unser nächster Hafenplatz liegt idyllisch in einer Bucht auf einer kleinen Insel. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Chrigel (Freitag, 01 September 2017 08:59)

    Hallo ihr Drei
    Ja, die Rio-Brücke ist wirklich eindrücklich. Ein Wunderwerk der Baukunst - vor allem in dieser geologisch und seismisch sensiblen Zone. Hatte gerade einen Dokumentarfilm über sie gesehen. Unsere nächste Griechenland-Reise wird uns sehr wahrscheinlich in diese Gegend führen.
    Liebe Grüsse und wir freuen uns, euch demnächst in Koroni zu sehen �
    Chrigel und Esther

  • #2

    Katja (Freitag, 01 September 2017 15:00)

    WOW! Was für ein Super Erlebnis! Ich freue mich mit Euch! �