In Vathi auf Ithaka

Früh am Morgen wollen wir weiter. Da heisst es zuerst einen Sprung ins Wasser, zum Felsen schwimmen, Knoten lösen, dann noch den Anker raufwinden. Erst jetzt kann es los gehen. 

René und Babs sind auch am Ablegen. Sie segeln nach Zakynthos, wir zur Insel Ithaka.

Wir bekommen bald eine Brise aus Nordwest und segeln die 8 Meilen rüber zur Bucht von Vathi. 

Der Ort ist versteckt in einer langen Bucht. Wir sind nicht ganz sicher wie ruhig es heute Samstagabend und morgen Sonntag dort ist, denn es sind über 30 Knoten Wind gemeldet. 

Vathi ist der Hauptort der Insel Ithaka, ein schönes Städtchen mit einer langen Hafenmauer zum Festmachen. Wir haben wieder mal Glück, ein Platz ist gerade frei geworden, wir zwängen uns rückwärts in die Lücke, vorne lässt Marina den Anker runter, hinten werfe ich die beiden Leinen an Land. Geschafft. Hier bleiben wir zwei Tage.

Am Abend beginnt das stürmische Wetter, am Sonntag wird der Wind immer heftiger durch die Bucht blasen, zum Glück sind wir nicht draussen in der Bucht am Anker, denn bei vielen Yachten hält der Anker nicht. Die Schiffe werden in den Wellen durchgeschüttelt, da ist kein Landgang mehr möglich. 

Wir machen einen Sonntagmorgenspaziergang um die lange Bucht, werden vom kurzen, starken Regen überrascht, sind aber grad in einer Taverna beim zweiten Frühstück. 

Kurz vor Mittag fragen wir in der Apotheke nach einem Arzt, da ich seit 2 Tagen fast nichts mehr höre. Nach dem Tauchen sind beide Ohren verstopft. Im kleinen "Medical Center" das uns empfohlen wird, erhalten wir nur ein Rezept für Ohrentropfen. Am Montagmorgen gehen wir nochmals dahin, nun ist eine Ärztin da, aber auch sie verschreibt mir nur ein neues Medikament. Wir müssten nach Zakynthos zum Spezialisten sagt sie. 

Das Wetter ist wieder freundlich, wir legen ab und segeln 20 Meilen zur Insel Kefallonia zum kleinen Hafen Poros. Wieder Glück gehabt, wieder ein guter Platz an der Mole, viele Schiffe an der Aussenmole, werden die ganze Nacht durchgeschüttelt. In Poros wird uns ein Arzt empfohlen, zu dem wir am Dienstag 15. August, Maria Himmelfahrt,  von einem freundlichen Griechen (Ladenbesitzer) gefahren werden. Trotz Feiertag arbeiten beide, ist ja touristische Hochsaison. Der Arzt spült die beiden Ohren und nun höre ich das rauschen der Wellen wieder. 

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