Sizilien arrivederci

 

In der Nacht um 2 Uhr werden wir wach, kurzes Überlegen und schon ist entschieden, wir starten jetzt. Ich mache als erstes Kaffee, ohne gehts wirklich nicht. Danach holen wir den Anker auf und verlassen um 3 Uhr Gardini Naxos. Noch lange sehen wir die Lichter von Taormina und der Sizilianischen Küste hinter uns, dann blinkt uns der Leuchtturm vom Capo dell' Armi den Weg ans Festland. Wir verabschieden uns nach über 5 Monaten aus Sizilien. Wir haben viel erlebt und viele interessante Leute kennen gelernt, mit vielen schweizer Gästen Siziliens wunderschöne Städte und Kultur angeschaut, die Gastfreundschaft der Sizilianer kennen gelernt und uns gefreut, dass die Sizilianer so gwundrig und an uns interessiert waren. 

Nun geht unsere Reise rüber an Italiens “Stiefel” nach Roccella Ionica, das sind 72 Meilen, vermutlich 14 Stunden bis wir dort sind. 

Leider ist der Wind schwach, nur die über 1 Meter hohen Wellen vom Schirokko sind zu spüren. 

Die Sonne mag nicht richtig aufgehen, es ist neblig und diesig. Schirokkowetter. Schlechte Sicht, wir sind alleine unterwegs nur ab und zu ein Frachter. 

So kämpfen wir uns vorwärts, erst nach 40 Meilen können wir den Motor abstellen, vom Capo Spartivento haben wir echt guten Wind, fast 20 Knoten, die Serenità rauscht dahin, hoffentlich geht das bis nach Roccella. Leider ist nach 3 Std. wieder Flaute und wir Motoren den Rest der Strecke. 

Um 16 Uhr sind wir vor der Hafeneinfahrt, wir rufen über VHF Kanal 14 den Hafenmeister und informieren, dass wir Einlaufen wollen. Wir wissen aus dem Hafenhandbuch von einer Sandbank vor dem Hafen und den gefährlichen Untiefen bei der Einfahrt. Freunde haben uns mitgeteilt, dass immer ein Marinero mit dem Schlauchboot beim Einlaufen durch die Untiefen führt. 

Aber heute Sonntag ist alles anders, die 2 Meter hohen Wellen schäumen über die Sandbank vor dem Hafen und der Marinero will nicht auslaufen wegen den hohen Wellen ? !!!!  Über Funk weisst uns der Hafenmeister den Weg in den Hafen, "Senza problemi" calma, calma,  ich schwitze kalten Schweiss und der Motor von der Serenità wird beim Wellenritt stark strapaziert, doch dann sind wir im ruhigen Hafenbecken und alles ist gut gegangen. Ufffff  ausschnaufen ab-stressen, Schiff anbinden, …. wir sind in Kalabrien. 

Alle Hafenlieger staunen, dass wir heute eingelaufen sind, bei diesen Brechern vor der Einfahrt. 

 

 

 

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