Sea-Eye

Ich hab mich bei unserer Ankunft in Licata gefragt, was macht so ein ausgedienter Fischkutter mit holländischer Flagge hier an der Mole in der Marina. 

Doch nun im Februar hat Marina Peter kennen gelernt. Er ist zur Zeit Chef auf dem Schiff und organisiert die Reparaturen. Das Schiff wird für die Rettung von afrikanischen Flüchtlingen eingesetzt. Michael Buschheuer hat den Kutter an der Ostsee gekauft und ins Mittelmeer gebracht. 

Nun fährt das Schiff ab nächster Woche wieder raus vor die libysche Küste um in Seenot geratenen Flüchtlingen zu helfen. Die Crew der Sea-Eye ruft die Küstenwache oder verteilt Schwimmwesten. Flüchtlinge werden nur in Ausnahmefällen an Bord genommen. Auf dem Schiff arbeiten zur Zeit Freiwillige beim Reparieren und Instandhalten des Kahns. Auch während den Fahrten auf dem Meer sind nur freiwillige Helfer an Bord.

Marina war die letzten zwei Wochen Dolmetscherin für die Gespräche mit den Scouts (Pfadfinder),

mit dem Stadtrat, dem Pfarrer und dem Kulturverein. 

Peter wollte eine Abschiedsveranstaltung organisieren. Die Scouts aufs Schiff einladen, Pressekonferenz abhalten und einen Abend mit Essen und Musik unter Mithilfe der Pfadfinder und den Flüchtlingen die hier leben veranstalten. 

Nach langem organisieren wurde kurz vor Beginn, vom Stadtrat fast alles wieder abgesagt, nur das Essen in der Hauptgasse von Licata und die Musik aus Africa hat stattgefunden.

Die Sea-Eye: Wir waren einige Male auf dem Schiff, Geburtstagsparty von Peter, Mithelfen bei der Überfahrt aus der Werft in den Hafen. Beeindruckt hat mich der Motorraum, die alte Maschine, die immer noch läuft und läuft.

So sind einige Bilder vom Schiff entstanden. 

Wir wünschen der Sea-Eye-Crew einen ruhigen Sommer, kein Flüchtlingsdrama und ruhige See. 

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