Südküste Sizilien

Wir spazieren am Morgen nochmals durch die Altstadt von Mazara und über die grosse Piazza. Dann nach dem Frühstück gehts um 09.30 weiter.

Es wird heute Sonntag wieder Südostwind geben, doch nicht so stark wie gestern. Nach 2 Std. mit dem Motor können wir eine Strecke segeln. Bis nach Sciacca unserem nächsten Ziel sind es 28 Meilen, wir kommen am späteren Nachmittag an. Wir rufen über Funk die Kapitanerie, doch niemand meldet sich. So machen wir an einem Steg fest und marschieren kurz danach in die Stadt die über dem Hafen auf einem Plateau liegt. Wir sind immer wieder überrascht wie viele riesige Paläste hier in den kleineren Städten von Sizilien gebaut wurden. 

Am nächsten Morgen legen wir schon um 8 Uhr ab, können mit den am frühen Morgen herrschenden Ostwind der Küste entlang segeln. Das Wasser ist flach und können wir wieder mal die Angelrute auswerfen. Leider geht kein Fisch an die Angel nur ein Möwe, greift nach der Angel und verfängt sich mit den Haken. Ich muss sie ins Schiff ziehen und vom Angel befreien, dann fliegt sie erleichtert davon. Schon um 14 Uhr fahren wir in den grossen Hafen von Empedocle. Wir schauen uns nach eine Liegeplatz um, finden nur einen kleinen Steg für Segelschiff, werden aber abgewiesen, da am Steg gearbeitet wird. So legen wir uns an die Hafenmauer, direkt hinter ein grosses Fischerboot. Nur für einen kurzen Einkauf verlassen wir das Schiff, da wir uns nicht so sicher fühlen in der Stadt. Dann beginnt es auch noch zu regnen. Um 19 Uhr kommt die Guardia Costiere und sagt uns, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir diskutieren und erklären, dass wir in der Nacht nicht bis Licata weiter können. Doch als die ersten Fischerboot in den Hafen zurück kommen müssen wir weg. Also Leinen los, der Beamte mit dem steifen Hut ist froh, dass er uns los ist. Wir verlassen den Fischereihafen von Empedocle und fahren in den kleinen Sportboothafen von San Leone. Wir haben den Hafenmeister angerufen, er hat gesagt, der Hafen ist geschlossen, wir können nicht kommen!!! 

Doch das ist unsere einzige Möglichkeit für diese Nacht. Nach einer halben Stunde sind wir dort und finden im Dunkeln einen Platz am Steg. Es ist unruhig, viel Schwell der an den Leinen zerrt. 

Doch besser, als die ganze Nacht bis Licata fahren.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    lolo (Dienstag, 11 Juli 2017 18:37)

    Really informative post.Much thanks again. Fantastic.