Castellammare

Wir verlassen Palermos grossen Hafen am frühen Morgen. Unser Kurs ist immer der Küste entlang nach Westen. Es sind 34 Meilen bis Castellammare del Golfo, einer alten Stadt am Fuss einer Bergkette, mit einem geschützten Yachthafen. Wir brauchen den Motor, es hat zu wenig Wind. 

Leider haben wir jetzt oft stürmisches Wetter oder gar keinen Wind und oft hohe Wellen. 

Kurz nach Mittag sind wir in Castellammare, ein freundlicher Hafenmeister, Gianfranco hilft beim Anlegen. 

Wir liegen am Fuss der Altstadt geschützt von hohen Hafenmauern. 

Am Dienstag fahren wir mit den Velos der Küste entlang nach Balestrate, die Küstenstrasse führt oft steil bergauf, nach 15 Kilometer sind wir dort, netter Ort, feines sizilianisches Mittagessen. Der grosse Hafen hier wurde nie fertiggestellt, nur die Hafenmauern sind da, aber keine Stege oder sonstige Infrastruktur. Das Geld ist ausgegangen. 

Am Mittwoch fahren wir Richtung Nordwesten, dem vielleicht schönsten Küstenabschnitt Siziliens entlang. Wir kaufen bei einem Olivenbauern frisch gepresstes Öl, und entdecken einen wunderschönen Sandstrand. Keine Bar hat offen, alle haben Winterbetrieb. So gehts wieder nach Castellammare zurück in die Altstadt.

Wir bleiben bis am Samstagmorgen hier, es regnet oft und es stürmt aus Nordwesten, die Wellen schlagen und schäumen über die Hafenmauer, da habe ich keine Lust rauszufahren. 

Wir liegen am Steg, zwei Muringleinen vorne, alle Fender draussen, das Schiff liegt ruhig, nur der böige Wind der in den Masten pfeifft zeigt uns, dass es draussen stürmt.  

Wir warten ab, jetzt im späten Herbst braucht es Geduld mit dem Wetter. Castellammare ist ein schöner Ort um einige Tage zu bleiben. 


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