Carrucha, der sichere Hafen

Die Sonne steigt aus dem Meer und wir sind bald bereit zum Lossegeln. Anker auf und raus aus der schönen Bucht. Es hat noch nicht viel Wind am frühen Morgen, die Sonne muss erst noch aufheizen. Doch um 10 kommt der Südwestwind. Immer stärker und stärker, auf Kanal 9 haben wir die Sturmwarnung gehört. Unser Ziel ist Carrucha, 6 Std sollten wir bis dorthin benötigen. Dann steht uns auch noch ein Kriegsschiff im Weg und zwingt uns auszuweichen, gibt die Koordinaten für die Schiessübungen bekannt. Hoffentlich sind wir nicht im Zielgebiet.

Dann kommt die Stadt in Sicht, dort stellt der Wind sogar ab und wir motoren die letzten 3 Meilen. 

Carrucha ist bekannt für die feinen roten Garnelen. Das Kilo kostet 28 Euro, eine Portion im Restaurant 24 Euro.

Die Schweiz spielt unentschieden gegen Rumänien. 

Wir können uns am nächsten Morgen nicht entscheiden, ob wir weiter sollen oder noch eine Nacht im Hafen bleiben. Dann erlöst uns der Hafenkapitän von der Unentschlossenheit, die Küstenwache hat wieder Sturmwarnung rausgegeben und wir müssen die nächste Nacht im Hafen wegen dem Sturm nicht bezahlen. 

Die Holländer neben uns sind trotzdem weiter, direkt nach Caragena. Am Mittag gehts los mit der Starkwind, die Wellen und der Schwell kommen in den Hafen rein, das Schiff schüttelt an den Festmachern. Wir bringen noch mehr Leinen mit elastischen Dämpfern aus, mit den Muringleinen ziehen wir das Schiff vom Steg weg. So sicher ist der Hafen auch nicht, wir haben ein mulmiges Gefühl wenn Serenita so an den Leinen zerrt.

Abends um 8 Uhr ist der Wind weg und im Hafen wird es schnell ruhiger. 

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