ans Cabo de Sao Vicente

Kurz nach 5 Uhr legen wir ab, die Dänen sind wieder am Steg, waren wohl doch zu hoch die Wellen.

Wir können noch im Hafen die Segel setzen und nehmen Kurs nach Süden. Zum Glück mit Wind, denn in der Dunkelheit können wir die Fischernetze nicht sehen, mit dem Motor ist die Gefahr gross, dass sich ein Netz in der Schraube verfängt. Vor allem die Lobsterkörbe sind gefährliche Tonnen im Wasser.

Wir segeln mit gereffter Genua und freuen uns über den guten Wind. Leider haben wir nach jeder Regenfront die an uns vorbei zieht keinen Wind mehr, und der Wind kommt immer mehr von Süden. Die Wellenberge sind wieder 5 Meter hoch, dazu kommen noch Wellen aus Süden, dieses Kreuzgewell hat die Dänen wohl zum Umkehren bewogen. Doch die Serenità schaukelt uns gut bis ans Cabo de Sao Vicente, dort erst wird es echt unangenehm, die Dünung wird noch höher, wir staunen über die Wellenberge die uns durchschütteln und unter dem Schiff durchrauschen. Die Berg- und Talfahrten sind sicher 8 Meter hoch. Dann nach dem Cap wird es ruhiger und ruhiger, wir sind in der Algarve angekommen, noch 1 Stunde dann sind wir in der Bucht von Sagres, dort wollen wir ankern bevor es dunkel wird. Mit viel Glück schaffen wir es, der Anker fällt kurz nach 18 Uhr. 

Der "Anleger" (ein Birnenschnaps) schmeckt heute besonders gut, wir haben von La Coruna bis ans südwestlichste Cap von Europa 537 Meilen gesegelt, das sind genau 994 Kilometer wilde Atlantikküste.  

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gisela (Sonntag, 01 November 2015 19:44)

    Toll Ihr beiden. jetzt hoffentlich mal ausruhen an der Algarve mit Marina!
    Dir Manfred gute Heimreise!