flaches Land, "hohe" Wellen

Nach dem Sturm in Hindeloppen, nutzen wir den ruhigeren Sonntag für die Überfahrt über das Ijsselmeer nach Enkhuizen. Der Südwestwind ist geanu auf die Nase, darum heisst es aufkreuzen, der Wind frischt bis Windstärke 5 auf, wir schieben Lage, reffen das Gross und die Genua und geniessen einen schönen Segeltag. Nur die Wellen im Ijsselmeer sind kürzer als auf dem Meer, oft fliegt eine Welle übers Schiff und die Gischt fliegt uns um und in die Ohren.

Nach 20 Meilen kommen wir im Hafen an. Sofort nach dem Festmachen gehts ab in die Stadt. In der Altstadt ist ein Handharmonika-Treffen, überall Musik und viele Gäste. Bei einsetztendem 'Regen, trinken wir das Bier aus und machen uns auf dem Weg zum Schiff. Geniessen den Abend im Salon, kochen und schlemmen, draussen prasselt der Regen aufs Dach und der Wind pfeifft durch die Wanten. Hoffentlich wird es morgen etwas ruhiger. Der Wetterbericht sagt 5-6 Windstärken für den Montag voraus, für Dienstagnachmittag noch mehr, also am Montag weg, wir fliegen ja am Mittwoch in die Schweiz.

Am Montagmorgen regnet es stark, der Wind ist stramm. Wir warten bis 11 Uhr, dann machen wir die Leinen los. Der Regen schüttet uns zu, aber was solls...   Wir fahren 1 Meile bis  zur Schleuse,, ein Damm trennt ja das Ijsselmeer vom Markermeer und eine Schleuse lässt die Schiffe von einem  Wasserniveau auf der andere wechseln. Das Markermeer ist 30 cm höher. 

Interessierte schauen in der Karte nach, oder bei Google. 

Unser Ziel heute ist Weesp. Da wollen wir das Schiff während unserer Abwesenheit liegen lassen. Zuerst nehmen wir Kurs auf Mujden, das sind 20 Meilen, 4 Stunden. Hart am Wind können wir die Richtung nach Mujden segeln. Der Wind bläst mit Windstärke 6. Das Schiff liegt "auf der Backe"  bei den kurzen Wellen tauchen wir immer wieder ein, das Wasser fliegt uns um die Ohren. So viel Wellen hatten wir noch nie im Gesicht und am Körper. Von oben regnets im Strömen. Einmals kommt eine Regenwand da sehen wir nichts mehr, nur noch weiss, keine Wellen mehr vor lauter Regen, plattgedrückt. Schon etwas fürchterlich. 

Dann klarts wieder auf, und wir erreichen Mujden, das ca, 10 Meilen von Amsterdam entfernt ist. 

Jetzt wirds kompliziert:  Der Weg nach Weesp:  Wir müssen in Weesp die Schleuse für die Kanäle nehmen, dann warten wir bis die Autobahnbrücke sich um 19.30 öffnet. Aber die öffnet nicht, zu viel Wind. 

Wir übernachten in Mujden. Am Dienstagmorgen regnets nur noch, aber der Wind ist noch nicht so stark, die Autobahnbrücke öffnet pünktlich um 10.30 Uhr, Eindrücklich wie die 4 spurige Strasse sich in die Höhe hebt. Wir fahren unten durch. Dann sind es noch 30 Minuten Fahrt bis zur Eisenbahnbrücke, die öffnet um 11 Uhr, da gehen die Geleise und die Stromdrähte in die Höhe und wir untern durch, dann noch 3 Brücken die geöffnet werden müssen und wir sind im Hafen von Weesp angekommen.

Etwas verwirrend diese Wasserwege in Holland. Wir haben uns vor Weesp auch verfahren, mussten 2x unter der eelben Brücke durch, was hat wohl der Brückenwärter gedacht.

Dann liegen wir im Hafen von Weesp und binden das Schiff für 10 Tage fest. 

 

 

 

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